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Schimmel entfernen: Methoden und Mittel im Ueberblick
dicembre 28, 2025 Philipp Silbernagel

Schimmel entfernen: Methoden und Mittel im Ueberblick

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Schimmel in den eigenen vier Wänden ist weit mehr als nur ein optisches Ärgernis. Sobald sich die charakteristischen schwarzen, grünen oder bräunlichen Flecken an Wänden, Decken oder in Fugen zeigen, schrillen bei Mietern und Hauseigentümern gleichermaßen die Alarmglocken. Zu Recht, denn ein Schimmelbefall signalisiert nicht nur bauliche Mängel oder Probleme im Raumklima, sondern stellt auch ein ernstzunehmendes Risiko für die Gesundheit der Bewohner dar. Die Unsicherheit ist oft groß: Reicht einfaches Abwischen? Muss der Putz runter? Wer zahlt den Schaden? In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie, basierend auf wissenschaftlichen Standards und aktuellen Richtlinien, wie Sie Schimmel effektiv entfernen, welche Gesundheitsgefahren wirklich bestehen und wie Sie einen erneuten Befall dauerhaft verhindern.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Gesundheitsrisiko: Schimmelpilze können Allergien, Atemwegserkrankungen und in schweren Fällen Infektionen auslösen. Besonders gefährdet sind Kinder und immungeschwächte Personen.
  • Ursachenforschung: Feuchtigkeit ist der Hauptfaktor. Ohne die Beseitigung der Feuchtigkeitsquelle (z.B. falsches Lüften, Wärmebrücken oder Wasserschäden) kommt der Schimmel immer wieder.
  • Sanierungsgrenzen: Flächen kleiner als 0,5 m² können oft selbst saniert werden. Bei größerem Befall oder unbekannter Ursache müssen Fachfirmen hinzugezogen werden.
  • Falsche Hausmittel: Essig sollte auf mineralischen Untergründen (wie Kalkputz) nicht verwendet werden, da er dem Pilz Nährstoffe liefern kann. Hochprozentiger Alkohol (70-80%) ist effektiver.
  • Rechtliches: Mieter haben bei Schimmelbefall oft Anspruch auf Mietminderung, sofern der Mangel nicht durch eigenes Fehlverhalten verursacht wurde.

Warum entsteht Schimmel? Die physikalischen Grundlagen

Um Schimmel dauerhaft zu entfernen, muss man verstehen, was er zum Leben benötigt. Schimmelpilze sind genügsame Organismen. Sie benötigen im Wesentlichen drei Dinge: Nährstoffe, eine passende Temperatur und vor allem Feuchtigkeit. Während Nährstoffe in Wohnräumen fast überall vorhanden sind (Tapeten, Kleister, Hausstaub, Holz), ist die Feuchtigkeit der limitierende Faktor, den wir beeinflussen können.

Gemäß den physikalischen Grundlagen wachsen Schimmelpilze nicht erst, wenn die Wand "nass" ist. Bereits eine relative Luftfeuchtigkeit von 80% an der Bauteiloberfläche reicht aus, um das Wachstum der meisten Spezies zu ermöglichen[1]. Einige spezialisierte Arten, die sogenannten xerophilen Pilze, können sogar schon bei einer relativen Feuchte von ca. 65% bis 70% wachsen. Das bedeutet, dass Tauwasserbildung (Kondensat) gar nicht zwingend erforderlich ist; eine hohe Materialfeuchte durch Sorption aus der Raumluft genügt oft bereits.

Der Einfluss des Untergrunds (Substrat)

Nicht alle Materialien schimmeln gleich schnell. Wissenschaftliche Untersuchungen unterteilen Baustoffe in verschiedene Substratgruppen hinsichtlich ihrer Anfälligkeit. Besonders anfällig (Substratgruppe I) sind biologisch gut verwertbare Materialien wie Tapeten, Gipskartonplatten und stark verschmutzte Oberflächen[1]. Hier finden Pilze optimale Nährböden. Mineralische Baustoffe wie Beton, Ziegel oder Putz (Substratgruppe II) sind weniger anfällig, können aber durch Staubablagerungen und Verschmutzungen ebenfalls besiedelt werden. Wenn Sie also Schimmel auf einer eigentlich resistenten Wand sehen, wächst der Pilz oft nicht auf dem Stein selbst, sondern auf einer Schicht aus Tapetenkleister, Farbe oder organischem Hausstaub.

Achtung: Wärmebrücken

Eine klassische Ursache für Schimmel in Altbauten sind Wärmebrücken (oft fälschlich Kältebrücken genannt). In Außenecken oder Fensterlaibungen kühlt die Wand im Winter stark ab. Trifft warme Raumluft auf diese kalten Stellen, steigt die relative Luftfeuchte lokal drastisch an, oft bis zum Taupunkt. Dies schafft ideale Wachstumsbedingungen, selbst wenn die Luftfeuchtigkeit in der Raummitte im normalen Bereich liegt.

Gesundheitsrisiken: Warum schnelles Handeln Pflicht ist

Schimmelpilze produzieren Sporen zur Fortpflanzung, die in die Raumluft abgegeben werden. Diese Sporen, aber auch Bruchstücke des Pilzmyzels und Stoffwechselprodukte, können die Gesundheit der Bewohner massiv beeinträchtigen. Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg weist darauf hin, dass Schimmelpilze allergene, toxische und infektiöse Wirkungen haben können[2].

Allergien und Reizungen

Die häufigste gesundheitliche Auswirkung ist die allergene Wirkung. Schimmelpilzsporen können Typ-I-Allergien (Soforttyp) auslösen, die sich durch Schnupfen, Augenreizungen, Hautausschläge oder Asthma bronchiale äußern. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 5% der Bevölkerung in Deutschland eine Sensibilisierung gegen Schimmelpilze aufweisen[2]. Auch Personen ohne Allergie können durch die Reizwirkung der Zellwandbestandteile (Glukane) Schleimhautreizungen und unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit entwickeln (Sick-Building-Syndrom).

Toxische Wirkungen (Mykotoxine)

Einige Schimmelpilze produzieren unter bestimmten Bedingungen Gifte, sogenannte Mykotoxine. Diese können aufgenommen werden über die Atemwege oder die Haut. Besonders problematisch ist hierbei der Pilz Stachybotrys chartarum, der schwarze Schimmel, der oft auf sehr feuchten Gipskartonplatten oder Tapeten wächst. Seine Toxine (Satratoxine) sind starke Zellgifte. Auch Arten wie Aspergillus flavus oder Aspergillus versicolor produzieren krebserregende oder organschädigende Toxine wie Aflatoxine oder Sterigmatocystin[2]. Eine Gesundheitsgefährdung durch diese Toxine ist bei massivem Befall in Innenräumen nicht auszuschließen.

Infektionsgefahr

Für gesunde Menschen ist die Infektionsgefahr gering. Für immungeschwächte Personen (z.B. nach Transplantationen, Chemotherapie oder bei AIDS) können bestimmte Schimmelpilze jedoch lebensbedrohliche Infektionen auslösen. Der Pilz Aspergillus fumigatus ist hier der wichtigste Erreger, der eine invasive Aspergillose der Lunge verursachen kann[3]. Solche Pilze werden in die Risikogruppe 2 eingestuft und erfordern bei der Sanierung besondere Schutzmaßnahmen.

Schimmel erkennen und bewerten

Bevor Sie zum Schwamm greifen, müssen Sie das Ausmaß des Schadens kennen. Sichtbare Flecken sind oft nur die Spitze des Eisbergs. Ein modrig-muffiger Geruch ist ein starkes Indiz für verdeckten Schimmel, beispielsweise hinter Schränken, Fußleisten oder Wandverkleidungen. Dieser Geruch entsteht durch flüchtige organische Verbindungen (MVOC), die der Pilzstoffwechsel produziert[2].

Kategorisierung des Schadens

Für die Wahl der richtigen Sanierungsmethode ist die Einteilung des Schadens entscheidend. Experten unterscheiden in der Regel drei Kategorien[2]:

  • Kategorie 1 (Geringfügiger Schaden): Oberflächliche Flecken kleiner als 20 cm², keine tiefere Durchfeuchtung. Hier können Sie oft selbst tätig werden.
  • Kategorie 2 (Mittlerer Schaden): Befallene Fläche bis ca. 0,5 m², nur lokale Tiefenausdehnung. Sanierung durch Laien nur mit Schutzausrüstung und Fachwissen empfohlen.
  • Kategorie 3 (Großer Schaden): Flächen über 0,5 m² oder tiefe Durchfeuchtung der Bausubstanz. Hier besteht akuter Handlungsbedarf durch Fachfirmen, da bei der Sanierung massive Mengen an Sporen freigesetzt werden können.

Anleitung: Schimmel richtig entfernen

Wenn Sie sich entscheiden, einen kleineren Schimmelschaden (Kategorie 1 oder kleine Kategorie 2) selbst zu entfernen, ist der Eigenschutz das Wichtigste. Schimmelpilzsporen werden bei der mechanischen Entfernung millionenfach in die Luft gewirbelt. Ohne Schutz atmen Sie diese direkt ein.

Ihre Sicherheitsausrüstung

  • Atemschutz: Tragen Sie mindestens eine FFP2-Maske, besser eine FFP3-Maske, um Sporen nicht einzuatmen.
  • Augenschutz: Eine dicht schließende Schutzbrille verhindert, dass Sporen die Bindehaut reizen.
  • Handschuhe: Verwenden Sie Gummihandschuhe, da Schimmelpilze und Reinigungsmittel die Haut reizen können.
  • Kleidung: Einweg-Overall oder Kleidung, die danach bei mindestens 60°C gewaschen wird.

Schritt 1: Vorbereitung

Schließen Sie die Türen zu anderen Wohnräumen und öffnen Sie das Fenster im betroffenen Raum weit. Entfernen Sie Lebensmittel, Kinderspielzeug und Kleidung aus dem Raum oder decken Sie diese luftdicht ab. Empfindliche Personen (Allergiker, Kinder, Schwangere) sollten den Raum während der Arbeiten verlassen.

Schritt 2: Glatte Oberflächen reinigen

Auf glatten Oberflächen wie Glas, Metall, Keramik oder lackiertem Holz kann der Schimmel meist nicht in die Tiefe eindringen. Hier reicht oft eine gründliche Reinigung mit Wasser und einem normalen Haushaltsreiniger. Anschließend sollte die Fläche mit 70%igem oder 80%igem Ethylalkohol (Ethanol) desinfiziert werden[4]. Achten Sie beim Umgang mit hochprozentigem Alkohol auf Brand- und Explosionsgefahr (gut lüften, kein offenes Feuer!).

Schritt 3: Poröse Materialien behandeln

Bei porösen Materialien wie Tapeten, Gipskarton oder Putz sitzt das Myzel (das Wurzelgeflecht des Pilzes) oft tief im Material. Oberflächliches Abwischen entfernt nur die Fruchtkörper, der Pilz wächst aber aus der Tiefe nach.

  • Tapeten: Befallene Tapeten müssen angefeuchtet (um Sporenflug zu minimieren) und entfernt werden. Der darunterliegende Putz muss geprüft werden.
  • Silikonfugen: Schimmel dringt tief in das Silikon ein. Die Fugen müssen komplett herausgeschnitten, der Untergrund gereinigt und neu verfugt werden.
  • Putz: Oberflächlicher Befall kann mit Alkohol (80%) abgetupft werden. Tiefgehender Befall erfordert das Abfräsen oder Abschlagen des Putzes.

Warnung: Kein Essig auf Kalkwänden!

Ein weit verbreiteter Irrtum ist die Nutzung von Essig zur Schimmelbekämpfung. Essig ist zwar sauer, aber viele Baustoffe (wie Kalkputz oder Beton) sind alkalisch und neutralisieren die Säure. Was zurückbleibt, sind organische Nährstoffe aus dem Essig, die dem Pilz sogar als Nahrung dienen können[4]. Verwenden Sie stattdessen Alkohol oder Wasserstoffperoxid.

Schritt 4: Feinreinigung

Nach der Entfernung des sichtbaren Befalls befinden sich noch unzählige Sporen im Raumstaub. Eine Feinreinigung ist daher unerlässlich. Glatte Flächen sollten feucht gewischt, Teppiche und Polster mit einem Industriestaubsauger mit HEPA-Filter abgesaugt werden. Herkömmliche Staubsauger blasen die feinen Sporen oft hinten wieder heraus und verteilen sie im ganzen Raum[2].

Rechtliche Aspekte: Mietminderung bei Schimmel

Schimmel in der Mietwohnung führt oft zu Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter. Die Kernfrage lautet meist: Liegt ein baulicher Mangel vor oder hat der Mieter falsch gelüftet? Die Rechtsprechung ist hier sehr einzelfallbezogen, dennoch gibt es Orientierungswerte für Mietminderungen.

Eine erhebliche Gesundheitsgefährdung, etwa durch toxische Schimmelpilzarten, kann im Extremfall eine Mietminderung von 100% und eine fristlose Kündigung rechtfertigen, wie das Amtsgericht Charlottenburg in einem Fall entschied, bei dem eine Familie schwer erkrankte[5]. Bei erheblicher Durchfeuchtung von Wohn-, Schlafzimmer und Küche sahen Gerichte bereits Minderungen von 80% als gerechtfertigt an[6]. Kleinere Mängel, wie Stockflecken in Ecken oder Schimmel im Bad, führen oft zu Minderungen zwischen 10% und 20%[7].

Wichtig ist: Der Mieter muss den Mangel unverzüglich melden. Eine Minderung ist ausgeschlossen, wenn der Mieter den Schaden selbst verursacht hat, etwa durch unzureichendes Lüften und Heizen, obwohl dies zumutbar und bauphysikalisch möglich war[8].

Prävention: Schimmel dauerhaft vermeiden

Die beste Sanierung nützt nichts, wenn die Ursache nicht behoben wird. Da Schimmelpilze bereits ab 70-80% relativer Luftfeuchte an der Wand wachsen[1], ist das Feuchtigkeitsmanagement zentral.

  • Richtiges Lüften: Stoßlüften (Fenster ganz auf) für 5-10 Minuten mehrmals täglich ist effektiver als Dauerkippen. Beim Kippen kühlt der Fenstersturz aus, was Kondensation fördert.
  • Heizen: Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Kühlen Wände aus, steigt dort die relative Feuchte schnell an. Auch ungenutzte Räume sollten nicht komplett auskühlen.
  • Möblierung: An schlecht gedämmten Außenwänden sollten große Möbelstücke (Schränke) mit einem Abstand von mindestens 5-10 cm zur Wand stehen, um die Luftzirkulation zu gewährleisten[4].
  • Feuchtigkeitsquellen reduzieren: Wäsche trocknen in der Wohnung, viele Pflanzen oder Aquarien erhöhen die Luftfeuchte massiv. Hier muss durch verstärktes Lüften gegengesteuert werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich im Zimmer schlafen, wenn dort Schimmel ist?

Davon wird dringend abgeraten. Da wir im Schlaf viel Zeit im Raum verbringen und die Atemwege nachts weniger geschützt sind, ist die Exposition gegenüber Sporen besonders hoch. Besonders bei Kindern oder Allergikern sollte das Zimmer bis zur Sanierung gemieden werden.

Helfen Anti-Schimmel-Farben?

Anti-Schimmel-Farben enthalten oft Fungizide, die das Wachstum hemmen. Diese Wirkung lässt jedoch mit der Zeit nach. Zudem bekämpfen sie nur das Symptom, nicht die Ursache (Feuchtigkeit). Auf Dauer hilft nur, dem Pilz die Feuchtigkeit zu entziehen. Kalkfarben oder Silikatfarben sind aufgrund ihres hohen pH-Wertes (Alkalität) natürlich schimmelhemmend und oft die bessere, lösungsmittelfreie Wahl.

Wie sinnvoll sind Schimmel-Selbsttests?

Viele Selbsttests basieren auf dem Sedimentationsverfahren (Nährbodenplatten werden aufgestellt). Das Umweltbundesamt bewertet diese Methode als kritisch, da sie keine quantitativen Ergebnisse liefert und stark von zufälligen Luftbewegungen abhängt[4]. Schwere Sporen (wie die von Stachybotrys) sedimentieren kaum und werden oft nicht erfasst. Professionelle Luftkeimsammlungen oder Materialproben sind aussagekräftiger.

Muss ich bei Schimmel immer den Vermieter informieren?

Ja. Schimmel ist ein Mangel an der Mietsache. Um Ansprüche (Mietminderung, Beseitigung) geltend zu machen und um Folgeschäden an der Bausubstanz zu verhindern, sind Sie zur unverzüglichen Mängelanzeige verpflichtet.

Ist Chlorreiniger die beste Lösung?

Chlorhaltige Reiniger (Natriumhypochlorit) sind sehr effektiv beim Abtöten und Bleichen von Schimmel. Allerdings sind die Dämpfe reizend für die Atemwege und belasten die Raumluft. Zudem bilden sich oft Salze, die im Mauerwerk verbleiben (Hygroskopizität). Für den Wohnbereich ist 70-80%iger Alkohol oft die gesundheitsschonendere und ebenso effektive Alternative auf glatten oder leicht porösen Flächen.

Fazit

Schimmel im Wohnraum ist ein ernstzunehmendes Problem, das schnelles und besonnenes Handeln erfordert. Während kleine Flecken oft mit den richtigen Mitteln (Alkohol, Schutzausrüstung) selbst beseitigt werden können, gehören großflächige Befälle in die Hände von Fachleuten. Die bloße Entfernung des sichtbaren Befalls ist jedoch nur Kosmetik, wenn die Ursache – die Feuchtigkeit – nicht beseitigt wird. Ein bewussteres Heiz- und Lüftungsverhalten sowie die Beseitigung baulicher Mängel sind der Schlüssel zu einem gesunden, schimmelfreien Zuhause. Nehmen Sie Warnsignale wie modrigen Geruch ernst und schützen Sie Ihre Gesundheit und die Ihrer Familie durch konsequente Prävention und Sanierung.

Quellen und Referenzen

  1. Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. (WTA), Merkblatt E-6-3: Rechnerische Prognose des Schimmelpilzwachstumsrisikos, 2023.
  2. Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, Schimmelpilze in Innenräumen – Nachweis, Bewertung, Qualitätsmanagement, 2004 (Stand 12.2001 / überarbeitet 2004).
  3. Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) 460: Einstufung von Pilzen in Risikogruppen, 2016 (Änderung 2023).
  4. Umweltbundesamt, Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden, 2017.
  5. AG Charlottenburg, Urteil vom 09.07.2007, Az.: 203 C 607/06.
  6. LG Berlin, Urteil Az. 65 S 205/89, GE 1991, S. 625.
  7. AG Schöneberg, Urteil vom 10.04.2008, 109 C 256/07.
  8. LG Lüneburg, Urteil vom

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