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Gutachter Schimmel: Kosten und Leistungen
novembre 18, 2025 Philipp Silbernagel

Gutachter Schimmel: Kosten und Leistungen

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Schimmel in der Wohnung ist ein Schockszenario für jeden Mieter und Eigentümer. Neben der Sorge um die eigene Gesundheit und die Bausubstanz steht schnell die Frage im Raum: Wer ist schuld und was kostet die Beseitigung? Während kleine Flecken oft selbst entfernt werden können, erfordern großflächige Befälle oder unklare Ursachen die Expertise eines Fachmanns. Doch viele scheuen den Schritt zum Gutachter aus Angst vor unkalkulierbaren Kosten. In diesem Artikel schlüsseln wir detailliert auf, wie sich die Kosten für einen Schimmelgutachter zusammensetzen, welche wissenschaftlichen Methoden dabei zum Einsatz kommen und warum eine professionelle Analyse oft günstiger ist als ein jahrelanger Rechtsstreit. Wir basieren unsere Informationen dabei auf anerkannten Richtlinien und technischen Regelwerken.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kostenstruktur: Die Kosten setzen sich aus Anfahrt, Ortstermin, Probenentnahme, Laboranalyse und der schriftlichen Ausarbeitung zusammen. Einfache Begehungen starten oft bei wenigen hundert Euro, gerichtsfeste Vollgutachten können vierstellige Beträge erreichen.
  • Diagnostik ist komplex: Ein seriöses Gutachten verlässt sich nicht nur auf den visuellen Eindruck, sondern nutzt bauphysikalische Messungen und mikrobiologische Laboranalysen[1].
  • Gesundheitsschutz: Die Identifizierung der Schimmelpilzart ist entscheidend, da einige Arten (z.B. Aspergillus fumigatus) in höhere Risikogruppen eingestuft sind als andere[2].
  • Rechtliche Relevanz: Bei Mietminderungen oder Schadensersatzforderungen ist der Nachweis der Ursache (Baumangel vs. Nutzerverhalten) essenziell. Gerichte urteilen hier sehr differenziert[3].
  • Vorsicht bei Billig-Tests: Sogenannte Sedimentationsplatten ("Do-it-yourself-Petrischalen") werden von Experten oft kritisch gesehen, da sie keine reproduzierbaren quantitativen Ergebnisse liefern[1].

Warum überhaupt einen Gutachter beauftragen?

Bevor wir über Preise sprechen, muss verstanden werden, was Sie für Ihr Geld bekommen. Ein Schimmelpilzbefall ist oft nur das Symptom eines tieferliegenden Problems. Ohne die Ursache zu finden – sei es eine Wärmebrücke, ein Rohrbruch oder falsches Lüftungsverhalten – wird der Schimmel immer wiederkehren. Ein qualifizierter Gutachter leistet hier Detektivarbeit auf physikalischer und biologischer Ebene.

Die Komplexität beginnt bereits bei den Wachstumsbedingungen. Schimmelpilze benötigen Feuchtigkeit, Nährstoffe und die richtige Temperatur. Wissenschaftliche Modelle, wie das Isoplethenmodell, zeigen, dass das Wachstum nicht linear verläuft. Es hängt davon ab, wie lange welche Feuchtebedingungen auf ein Bauteil einwirken[4]. Ein Gutachter kann mithilfe solcher biohygrothermischen Modelle berechnen, ob an einer Wand theoretisch Schimmel wachsen muss (was auf einen Baumangel hindeutet) oder ob das Raumklima durch den Nutzer falsch gesteuert wurde.

Warnung: Verdeckter Schimmel

Nicht jeder Schimmel ist sichtbar. Ein modriger Geruch oder gesundheitliche Beschwerden können auf einen Befall hinter Tapeten, in Dämmschichten oder im Fußbodenaufbau hindeuten. Hier hilft nur professionelle Messtechnik (z.B. MVOC-Messungen), um die Quelle zu lokalisieren[1].

Kostenfaktor 1: Die Bestandsaufnahme und Anamnese

Der erste Kostenblock ist der Ortstermin. Ein seriöser Gutachter kommt nicht nur kurz vorbei und schaut sich den Fleck an. Er führt eine umfassende Anamnese durch. Dazu gehören die Erfassung der Gebäudedaten (Baujahr, Sanierungsstand, Fensterart), die Nutzungsgewohnheiten der Bewohner und die Historie des Schadens.

Nach den Richtlinien des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg sollte ein Begehungsprotokoll erstellt werden, das auch Faktoren wie Haustiere, Pflanzenbestand und Lüftungsverhalten erfasst[1]. Diese sorgfältige Datenerhebung kostet Zeit – und damit Geld. Rechnen Sie für eine qualifizierte Erstbegehung inklusive An- und Abfahrt je nach Region mit 200 € bis 400 €. Dies beinhaltet oft noch keine Probenentnahme oder schriftliche Auswertung.

Kostenfaktor 2: Bauphysikalische Messungen

Um die Ursache zu klären, muss die Physik des Gebäudes geprüft werden. Ist die Wand zu kalt? Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch? Hierfür setzen Gutachter verschiedene Geräte ein:

  • Feuchtemessgeräte: Zur Bestimmung der Oberflächen- und Tiefenfeuchte von Bauteilen.
  • Infrarot-Thermografie: Um Wärmebrücken (Kältebrücken) zu visualisieren, an denen Luftfeuchtigkeit kondensieren kann.
  • Datenlogger: Langzeitmessung von Temperatur und Luftfeuchte über mehrere Wochen.

Besonders aufwendig ist der Nachweis von Luftundichtigkeiten, etwa durch das "Blower-Door-Verfahren", bei dem ein Unterdruck im Gebäude erzeugt wird[1]. Solche spezialisierten Messungen werden oft separat berechnet und können 300 € bis 600 € kosten. Sie sind jedoch essenziell, wenn bauliche Mängel als Ursache bewiesen werden sollen.

Kostenfaktor 3: Probenentnahme und Laboranalyse

Die bloße Feststellung "da ist Schimmel" reicht oft nicht aus. Es muss geklärt werden, welcher Schimmel es ist und wie hoch die Belastung ist. Dies ist entscheidend für die Gefährdungsbeurteilung. Die Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA 460) klassifizieren Pilze in Risikogruppen. Während viele Umweltpilze in Risikogruppe 1 (unwahrscheinlich krankheitserregend) fallen, gehören Arten wie Aspergillus fumigatus in die Risikogruppe 2 und können bei immungeschwächten Personen Infektionen auslösen[2].

Materialproben

Hierbei wird ein Stück Tapete oder Putz entnommen oder ein Abklatsch (Kontaktprobe) gemacht. Die Laboranalyse kostet pro Probe meist zwischen 50 € und 100 €. Wichtig ist hierbei die Differenzierung: Eine reine Gattungsbestimmung (z.B. "Aspergillus") reicht oft nicht aus, da die gesundheitliche Relevanz auf Artebene (z.B. Aspergillus versicolor vs. Aspergillus niger) stark variiert[1].

Luftkeimmessungen

Um zu prüfen, ob die Raumluft mit Sporen belastet ist, werden Luftproben genommen. Dies geschieht meist durch Impaktion, bei der Luft auf einen Nährboden gesaugt wird. Um valide Ergebnisse zu erhalten, müssen immer Innenraum- und Außenluft verglichen werden[1]. Zudem sind oft verschiedene Nährböden (z.B. Malzextrakt-Agar und DG18-Agar) notwendig, um das gesamte Spektrum der Pilze zu erfassen, da manche Arten auf Standardmedien nicht wachsen[1]. Eine professionelle Luftanalyse umfasst daher meist mehrere Proben und kostet schnell 200 € bis 500 €.

Tipp: Warum "Do-it-yourself" oft teurer wird

Im Internet werden oft günstige Sedimentationsplatten angeboten, die man einfach im Raum aufstellt. Fachleute und das Umweltbundesamt warnen jedoch davor: Mit diesem Verfahren können keine reproduzierbaren quantitativen Ergebnisse erzielt werden[1]. Schwere Sporen fallen schnell zu Boden, leichte schweben weiter – das Ergebnis ist Zufall. Wer hier spart, kauft oft doppelt, weil das Ergebnis vor Gericht oder beim Vermieter nicht anerkannt wird.

Kostenfaktor 4: Das schriftliche Gutachten

Die teuerste Komponente ist oft die Ausarbeitung des Berichts. Ein Gutachten muss die Messwerte interpretieren, die Ursachen herleiten und Sanierungsempfehlungen geben. Ein einfaches Kurzprotokoll ist günstiger als ein gerichtsfestes Beweissicherungsgutachten.

Die Bewertung der Ergebnisse erfordert hohen Sachverstand. Es gibt keine gesetzlichen Grenzwerte für Schimmelsporen in Innenräumen, sondern nur Orientierungswerte. Experten nutzen Bewertungsschemata, die die Innenraumkonzentration ins Verhältnis zur Außenluft setzen. Ist die Konzentration innen deutlich höher oder finden sich Arten, die draußen nicht vorkommen (sogenannte Indikatororganismen wie Stachybotrys chartarum), gilt dies als Beleg für einen Schaden[1].

Für ein umfassendes schriftliches Gutachten müssen Sie mit Kosten zwischen 500 € und 1.500 € rechnen, je nach Umfang und Komplexität.

Rechtliche Aspekte: Wer zahlt den Gutachter?

Die Kostenfrage ist eng mit der Schuldfrage verknüpft. Im Mietrecht gilt: Der Vermieter muss beweisen, dass der Mangel nicht aus der Bausubstanz stammt. Gelingt ihm das nicht, trägt er die Kosten. Kann er jedoch nachweisen, dass das Gebäude mangelfrei ist (z.B. durch Nachweis ausreichender Wärmedämmung und Dichtheit), muss der Mieter beweisen, dass er richtig gelüftet und geheizt hat.

Gerichtsurteile zeigen die finanzielle Relevanz:

  • Bei erheblicher Gesundheitsgefährdung durch Schimmel (z.B. toxische Arten) kann eine Mietminderung von 100% gerechtfertigt sein[3].
  • Bei erheblicher Durchfeuchtung mehrerer Räume wurden 80% Minderung zugesprochen[3].
  • Selbst bei "nur" kleinflächigem Schimmelbefall können 10-20% Minderung anfallen[3].

Ein Gutachten ist oft die einzige Möglichkeit, diese Ansprüche durchzusetzen oder abzuwehren. Die Kosten für das Gutachten können im Erfolgsfall oft der gegnerischen Partei auferlegt werden (als Schadensersatz oder Prozesskosten).

Gesundheitliche Risiken als Kostenfaktor

Neben den monetären Kosten für den Gutachter sollten die "Kosten" für die Gesundheit nicht unterschätzt werden. Schimmelpilze können Allergien, toxische Wirkungen und in seltenen Fällen Infektionen auslösen. Besonders gefährdet sind Personen mit geschwächtem Immunsystem (Risikogruppe YOPI: Young, Old, Pregnant, Immunocompromised).

Die TRBA 460 stuft Pilze in biologische Risikogruppen ein. Während Penicillium chrysogenum (oft auf Lebensmitteln) meist zur Risikogruppe 1 gehört, ist Aspergillus fumigatus ein Erreger der Risikogruppe 2, der schwere Lungeninfektionen (Aspergillosen) verursachen kann[2]. Ein Gutachter kann durch die Bestimmung der Spezies das konkrete Gesundheitsrisiko einschätzen. Dies ist wichtig, um zu entscheiden, wie schnell und wie aufwendig saniert werden muss – etwa ob eine Abschottung des Bereichs (Schwarzbereich) zum Schutz der Bewohner notwendig ist[1].

Sanierungskosten: Die Folge des Gutachtens

Das Gutachten liefert die Basis für die Sanierung. Je nach Befund variieren die Folgekosten enorm.

  • Kategorie 1 (Normalzustand/Geringfügig): Oberflächliche Reinigung reicht oft aus. Geringe Kosten.
  • Kategorie 2 (Geringer bis mittlerer Schaden): Ursachenbeseitigung und Desinfektion nötig. Mittlere Kosten.
  • Kategorie 3 (Großer Schaden): Sofortige Unterbindung der Sporenfreisetzung, professionelle Sanierung mit Schleusen, Schutzkleidung und Feinreinigung. Hohe Kosten[1].

Ein gutes Gutachten verhindert, dass "mit Kanonen auf Spatzen geschossen" wird, stellt aber gleichzeitig sicher, dass bei Gefahr (z.B. Nachweis von Stachybotrys chartarum, einem Toxinbildner) der Gesundheitsschutz nicht vernachlässigt wird[1].

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich die Kosten für den Gutachter von der Steuer absetzen?

Ja, Gutachterkosten können oft als haushaltsnahe Dienstleistungen oder Werbungskosten (bei Vermietern) steuerlich geltend gemacht werden. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater.

Reicht ein Schimmel-Schnelltest aus der Apotheke?

Nein, für eine fundierte Ursachenanalyse oder rechtliche Auseinandersetzungen reichen diese Tests nicht aus. Sie basieren meist auf Sedimentation, was laut Umweltbundesamt keine reproduzierbaren Ergebnisse liefert und zufallsabhängig ist[1].

Was kostet eine Schimmelanalyse im Labor?

Eine einzelne Probe (Material oder Abklatsch) kostet im Labor inklusive Auswertung und Bestimmung der Pilzgattung meist zwischen 50 € und 100 €. Für eine vollständige Bewertung sind jedoch oft mehrere Proben (Referenzprobe Außenluft, Innenluft, Material) nötig.

Zahlt meine Versicherung den Gutachter?

Das kommt auf die Ursache an. Bei einem Leitungswasserschaden übernimmt oft die Gebäude- oder Hausratversicherung die Kosten für Trocknung und Sanierung, inklusive notwendiger Gutachten. Bei Schimmel durch Kondensation (Lüftungsmangel) zahlen Versicherungen in der Regel nicht.

Wie erkenne ich einen seriösen Gutachter?

Achten Sie auf Zertifizierungen (z.B. TÜV, DEKRA, IHK) und die Mitgliedschaft in Fachverbänden. Ein seriöser Gutachter nutzt kalibrierte Messgeräte und arbeitet mit akkreditierten Laboren zusammen, die nach Standards wie der DIN EN ISO 16000 arbeiten.

Fazit

Die Kosten für einen Schimmelgutachter erscheinen auf den ersten Blick hoch, liegen sie doch schnell im Bereich von mehreren hundert bis über tausend Euro. Betrachtet man jedoch den potentiellen Schaden an der Bausubstanz, den Wertverlust der Immobilie und vor allem die gesundheitlichen Risiken durch toxische oder allergene Schimmelpilze, relativiert sich dieser Betrag schnell. Ein professionelles Gutachten liefert Klarheit über die Ursache, beendet Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter durch Fakten und bildet die Basis für eine nachhaltige Sanierung. Sparen Sie nicht an der falschen Stelle – eine falsche Sanierung kommt meist teurer als eine fundierte Analyse zu Beginn.

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