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tarme alimentari Piralidi

tarme alimentari
Sicuro/Nessun rischio Utile

Tassonomia

Regno Tiere (Animalia)
Phylum Gliederfüßer (Arthropoda)
Classe Insekten (Insecta)
Ordine Schmetterlinge (Lepidoptera)
Famiglia Pyralidae
Specie Pyralidae
Nome scientifico Pyralidae
Nome accettato

Einleitung

Die *Pyralidae* (im Deutschen Zünsler) sind eine artenreiche Familie der Schmetterlinge (*Lepidoptera*) innerhalb der Überfamilie *Pyraloidea*, die weltweit verbreitet ist.[1][2] Während viele Vertreter wichtige ökologische Funktionen als Bestäuber oder Beutetiere erfüllen, verursachen Vorratsschädlinge wie die Dörrobstmotte (*Plodia interpunctella*) als sogenannte Lebensmittelmotten wirtschaftliche Schäden.[2][3] Von der eng verwandten Schwestergruppe *Crambidae* lassen sich die *Pyralidae* morphologisch durch abweichende Flügeladerungen und die Struktur der Tympanalorgane unterscheiden.[3][1]

Name & Einordnung

Die Familie *Pyralidae* wurde im Jahr 1809 durch den französischen Entomologen Pierre André Latreille wissenschaftlich aufgestellt, wobei *Pyralis farinalis* (Linnaeus, 1758) als Typusart fungiert.[1] Im deutschsprachigen Raum wird die Gruppe allgemein als "Zünsler" bezeichnet[1], während für vorratsschädliche Vertreter häufig der Trivialname "Lebensmittelmotten" Verwendung findet.[3] International sind die Falter aufgrund ihrer charakteristisch verlängerten Labialpalpen als "snout moths" (Schnauzenmotten) oder historisch als "grass moths" bekannt. Die taxonomische Einordnung unterlag im Laufe der Zeit signifikanten Änderungen; ursprünglich fasste die Familie auch Taxa, die heute der Schwestergruppe *Crambidae* zugeordnet sind.[1] Eine systematische Trennung dieser Linien begann Mitte des 19. Jahrhunderts, als Herrich-Schäffer 1849 die Flügeladerung als Unterscheidungsmerkmal etablierte.[1] Spätere Revisionen im 20. Jahrhundert, insbesondere durch Eugene Munroe, festigten die Abgrenzung unter Einbeziehung morphologischer Merkmale wie der Tympanalorgane. Historisch wurden fälschlicherweise auch Gruppen wie die *Hyblaeidae* und *Thyrididae* den *Pyraloidea* zugerechnet, was durch moderne phylogenetische Analysen korrigiert wurde. Heute gliedert sich die Familie in die fünf Unterfamilien *Chrysauginae*, *Epipaschiinae*, *Galleriinae*, *Phycitinae* und *Pyralinae*. Die Gattungszuordnung bleibt in Einzelfällen komplex, wie das Beispiel der Gattung *Acentropus* zeigt, die aufgrund molekularer Evidenz von den *Pyralidae* zu den *Crambidae* transferiert wurde.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die adulten Falter der *Pyralidae* sind klein bis mittelgroß und erreichen typischerweise eine Flügelspannweite von 9 bis 40 mm. Ein charakteristisches Merkmal sind die verlängerten Labialpalpen, die gerade nach vorne ragen und dem Kopf ein schnauzenartiges Aussehen verleihen. Die Antennen sind bei beiden Geschlechtern fadenförmig und weisen keine keulenartigen Verdickungen an den Spitzen auf. In der Ruhehaltung werden die dreieckigen Vorderflügel meist flach oder dachartig über das Abdomen gelegt, wodurch die schmaleren, abgerundeten Hinterflügel verdeckt bleiben. Die Grundfärbung ist oft unscheinbar in Braun-, Grau- oder Ockertönen zur Tarnung, wobei einige Arten metallische Schuppen oder Muster aufweisen.[2] Diagnostisch relevant für das Flügelgeäder ist die Verschmelzung oder Stielung der Vorderflügelader R5 mit R3+4 sowie das Vorhandensein von drei Analadern auf den Hinterflügeln.[2][1] Zur Abgrenzung von den verwandten *Crambidae* dient das Fehlen einer ovalen Sklerotisierung an der Basis der Vorderflügelader A1+2 sowie der Bau der Tympanalorgane, die bei *Pyralidae* ein geschlossenes Gehäuse aufweisen. Für die Artbestimmung sind oft die Genitalien entscheidend; Männchen zeigen variierende Uncus-Formen, während Weibchen spezifische Sklerotisierungen in der Corpus bursae besitzen.[1] Die Larven erscheinen als längliche, zylindrische Raupen mit glattem bis leicht gekörntem Integument und einer stark sklerotisierten Kopfkapsel. Bauchbeine finden sich an den Abdominalsegmenten 3 bis 6 und 10, wobei die Hakenkränze (Crochets) kreis- oder ellipsenförmig angeordnet sind. Die Puppen sind kompakt, rotbraun bis glänzend gefärbt, messen etwa 10 bis 25 mm und besitzen eine deutliche Rüsselscheide.[2] Die Eiablage erfolgt in Clustern von 50 bis 300 Stück, wobei die kleinen, abgeflachten Eier eine weiße Färbung aufweisen.[1]

Beschreibung

Die Familie der *Pyralidae*, im Deutschen als Zünsler oder „snout moths“ bekannt, umfasst kleine bis mittelgroße Falter, die primär durch ihre verlängerten Labialpalpen charakterisiert sind. Diese Mundwerkzeuge ragen schnauzenartig nach vorne und erfüllen wichtige sensorische Funktionen bei der Nahrungssuche und Orientierung, was sie deutlich von vielen anderen Schmetterlingsfamilien abhebt. Im ruhenden Zustand falten die adulten Tiere ihre dreieckigen Vorderflügel meist flach oder dachartig über den Hinterleib, wodurch sie eine kompakte, dreieckige Silhouette erhalten. Während viele Arten eine unscheinbare, braune oder graue Färbung zur Tarnung aufweisen, besitzen Vertreter der Unterfamilie Chrysauginae oft metallisch glänzende Schuppen. Ein entscheidendes anatomisches Unterscheidungsmerkmal zu den nah verwandten *Crambidae* ist die Struktur der Tympanalorgane (Gehörorgane), die bei *Pyralidae* eine geschlossene Kapsel mit kleiner Öffnung aufweisen, im Gegensatz zur offenen Form der *Crambidae*. Zudem sind die Labialpalpen bei *Pyralidae* typischerweise gerade nach vorne gerichtet (porrect), während sie bei *Crambidae* oft nach oben gebogen sind. Auch die Flügeladerung differiert signifikant: Die Ader R5 im Vorderflügel ist bei *Pyralidae* mit R3+4 gestielt oder verschmolzen, wohingegen sie bei *Crambidae* frei aus der Zelle entspringt.[2] Die Larvenentwicklung verläuft holometabol über drei bis sieben Stadien, wobei die Raupen zylindrische Körper mit einer glatten bis leicht körnigen Hautstruktur besitzen. Charakteristisch für die Larven sind die Bauchbeine an den Abdominalsegmenten 3 bis 6 und 10, deren Häkchenkränze (Crochets) kreisförmig oder in einer Ellipse angeordnet sind.[3] Ökologisch zeichnen sich die Larven durch eine verborgene Lebensweise aus; viele Arten, wie die Dörrobstmotte (*Plodia interpunctella*), spinnen seidige Röhren oder Gespinste in Nahrungssubstraten.[2] Eine bemerkenswerte physiologische Anpassung findet sich bei der Wachsmotte (*Galleria mellonella*), deren Larven Bienenwachs verdauen können – eine seltene Fähigkeit im Tierreich.[1] Die Verpuppung erfolgt in einem festen Seidenkokon, der oft zur Tarnung mit Partikeln des Wirtsmaterials oder Pflanzenresten bedeckt wird. Der Lebenszyklus vom Ei bis zum Adulttier kann unter optimalen tropischen Bedingungen in drei bis acht Wochen abgeschlossen sein.[2] Historisch wurde die Familie 1809 von Pierre André Latreille aufgestellt, wobei die taxonomische Abgrenzung zu den *Crambidae* erst durch spätere Analysen der Gehörorgane und der Flügeladerung im 19. und 20. Jahrhundert gefestigt wurde. Moderne molekularbiologische Untersuchungen bestätigen die Monophylie der fünf Hauptunterfamilien, klären jedoch weiterhin die Position problematischer Gattungen wie *Polyterpnes*.[1] Die Geschlechter lassen sich oft nur mikroskopisch anhand der Genitalstrukturen unterscheiden, wobei Männchen spezifische Formen des Uncus und Gnathos aufweisen. Adulte Tiere sind überwiegend nachtaktiv und besitzen fadenförmige Antennen ohne Verdickungen an den Spitzen.[2]

Verhalten

Die adulten Falter der *Pyralidae* sind überwiegend nachtaktiv und nehmen in Ruheposition meist eine dachartige Haltung der Flügel über dem Abdomen ein, seltener werden diese flach oder gerollt getragen.[2] Larven zeigen vielfältige Strategien der Nahrungsaufnahme, indem sie oft als versteckte Fresser Gänge in Pflanzenstängel bohren oder schützende Gespinste und Tunnel aus Seide konstruieren. Eine hochspezialisierte Anpassung zeigt die Große Wachsmotte (*Galleria mellonella*), deren Larven sich innerhalb von Bienenstöcken von Bienenwachs, Pollen und Brut ernähren. Außergewöhnliche interspezifische Interaktionen finden sich bei der Art *Cryptoses choloepi*, deren Larven sich koprophag im Kot von Faultieren entwickeln, während die Adulten im Fell des Wirtes leben.[1] Mutualistisches Verhalten zeigt die Spezies *Upiga virescens*, die als obligater Bestäuber des Senita-Kaktus (*Lophocereus schottii*) fungiert.[4] Die innerartliche Kommunikation zur Partnerfindung erfolgt primär über chemische Signale, wobei Pheromone eine zentrale Rolle spielen und zur Paarungsstörung im Pflanzenschutz genutzt werden können. Studien zur Orientierung belegen zudem, dass Adulte auf spezifische flüchtige Substanzen wie Phenylacetaldehyd und Salicylaldehyd reagieren, was für Monitoring-Systeme genutzt wird.[3] Ein besonderes Fressverhalten weisen Larven von *G. mellonella* auf, die in der Lage sind, aktiv Polyethylen-Kunststoffe zu konsumieren und biologisch abzubauen.[2]

Ökologie

Die Familie der *Pyralidae* besetzt vielfältige ökologische Nischen und fungiert in globalen Ökosystemen primär als Herbivoren, Bestäuber sowie als Beute für andere Tiergruppen.[2] Die Larven zeigen diverse Ernährungsstrategien, die vom Bohren in Stängeln und Minieren von Blättern bis zum Verzehr von gelagerten Pflanzenprodukten oder Bienenwachs reichen.[1] Eine bemerkenswerte mutualistische Beziehung besteht zwischen *Upiga virescens* und dem Kaktus *Lophocereus schottii*, wobei die adulten Motten als obligate nächtliche Bestäuber dienen.[4] Die Gattung *Cryptoses* zeigt eine hochspezialisierte Anpassung durch das Leben im Fell von Faultieren, wo sich die Larven als Koprophagen im Dung der Wirte entwickeln.[1] Im Nahrungsnetz stellen sowohl Larven als auch Adulte eine essentielle Nahrungsquelle für Prädatoren wie Vögel, Fische und Fledermäuse dar, wobei Arten wie *Acrobasis nuxvorella* in Pekannussplantagen spezifisch bejagt werden.[2] Die natürliche Regulation der Populationen erfolgt unter anderem durch Pathogene, darunter spezifische Stämme von *Bacillus thuringiensis*, die für die Larven toxische Proteine produzieren. Zusätzlich infizieren entomopathogene Pilze wie *Lecanicillium muscarium* sowie spezialisierte Viren die Eier und Larven und wirken als biologische Kontrollfaktoren.[3] Parasitoide Wespen spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle, indem sie gezielt die Eier der *Pyralidae* parasitieren und so die Populationsdichte begrenzen. Diese Motten besiedeln Habitate von tropischen Wäldern bis zu hochalpinen Regionen der Anden auf 3.400 Metern Höhe, wobei ihre Entwicklung stark temperaturabhängig ist.[1] Die Larven von *Galleria mellonella* besetzen eine einzigartige Nische in Bienenstöcken und besitzen die Fähigkeit, mittels ihrer Darmflora Polyethylen-Kunststoffe biologisch abzubauen.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Familie der *Pyralidae* umfasst sowohl bedeutende Agrar- und Vorratsschädlinge als auch ökologisch nützliche Arten.[2] Insbesondere Vertreter der Unterfamilie Phycitinae, wie die Dörrobstmotte (*Plodia interpunctella*) und *Amyelois transitella*, verursachen durch den Fraß an Getreide, Nüssen und Trockenfrüchten massive ökonomische Schäden und Verunreinigungen.[3][1] Ein spezifisches Schadbild zeigt die Große Wachsmotte (*Galleria mellonella*), deren Larven Bienenstöcke befallen und dort Wachswaben sowie Pollenvorräte zerstören.[1] Demgegenüber stehen nützliche Aspekte, etwa die Bestäubungsleistung durch *Upiga virescens* oder die kommerzielle Nutzung von Wachsmottenlarven als Futterinsekten und Angelköder.[4][5] In der Forschung dienen diese Larven zudem als Modellorganismen für den biologischen Abbau von Polyethylen-Kunststoffen.[2] Das Management von schädlichen *Pyralidae* erfolgt vorwiegend durch Integrierte Schädlingsbekämpfung (IPM), die Monitoring und biologische Verfahren kombiniert. Zur Befallsüberwachung werden Pheromonfallen oder Lockstoffzusammensetzungen auf Basis von Phenylacetaldehyd und Salicylaldehyd eingesetzt. Als biologische Bekämpfungsmaßnahme hat sich der Einsatz von Schlupfwespen bewährt, die die Eier der Motten parasitieren und so die Populationsdichte senken. Ergänzend werden mikrobielle Pestizide auf Basis von *Bacillus thuringiensis* oder dem Pilz *Lecanicillium muscarium* entwickelt, die spezifisch auf Larven wirken. Neuere Ansätze untersuchen zudem botanische Pestizide aus Extrakten von *Stemona*-Knollen und *Sophora* als umweltfreundliche Alternativen zu synthetischen Mitteln. In der Landwirtschaft kommen ferner Verfahren zur Paarungsstörung (Mating Disruption) zum Einsatz, um die Kommunikation der Falter zu unterbinden.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung

Innerhalb der *Pyralidae* verursachen vor allem Arten der Unterfamilie Phycitinae erhebliche ökonomische Schäden in der Landwirtschaft und Lagerhaltung.[1] Spezifische Schädlinge wie die Dörrobstmotte (*Plodia interpunctella*) und der Nabelorangenwurm (*Amyelois transitella*) befallen Getreide, Nüsse und Trockenfrüchte, was zu direkten Produktverlusten und hohen Bekämpfungskosten führt.[1][3] Die Larven verunreinigen Lebensmittel und mindern durch Fraßgänge die Qualität von Erzeugnissen wie Mandeln und Walnüssen, was häufig zur Ablehnung durch Verbraucher und Unverkäuflichkeit der Ware führt. In der Trockenfrucht- und Nussindustrie summieren sich diese Ausfälle auf Beträge in Millionenhöhe. Ein weiterer wirtschaftlicher Schadfaktor ist die Große Wachsmotte (*Galleria mellonella*), deren Larven Bienenwaben und Honigvorräte in der Imkerei zerstören.[1] Zur Minderung dieser Verluste werden kostenintensive Maßnahmen wie Pheromonfallen und biologische Bekämpfungsmittel eingesetzt, für die spezialisierte Märkte und Patente existieren.[1][3] Demgegenüber steht die kommerzielle Nutzung von *G. mellonella*-Larven, die in den USA industriell als Angelköder und fettreiches Futter für Terrarientiere gezüchtet werden.[5] Zudem besitzen diese Larven ein wirtschaftliches Potenzial in der Biotechnologie, da ihre Fähigkeit zum Abbau von Polyethylen-Kunststoffen erforscht wird.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Die Vertreter der *Pyralidae* durchlaufen eine holometabole Metamorphose, die die Entwicklungsstadien Ei, Larve, Puppe und Imago umfasst. Weibchen legen ihre Eier in Clustern von 50 bis 300 Stück direkt auf Wirtspflanzen oder geeignete Substrate ab, wobei die Larven unter optimalen Bedingungen (25–30 °C) nach 4 bis 8 Tagen schlüpfen. Die Larvenphase stellt das primäre Wachstumsstadium dar, dauert je nach Temperatur und Nahrungsverfügbarkeit 2 bis 6 Wochen und umfasst meist fünf, variierend jedoch 3 bis 7 Larvenstadien.[2] Diese oft weißlichen Raupen besitzen eine sklerotisierte Kopfkapsel und leben häufig versteckt, indem sie Gespinste anlegen, Blätter minieren oder sich als Bohrer in Stängel und Früchte fressen.[1] Die Verpuppung erfolgt in einem seidenen Kokon, in den oft Pflanzenteile oder Detritus zur Tarnung eingearbeitet werden, und dauert bei warmen Temperaturen etwa 7 bis 14 Tage. Adulte Falter haben eine vergleichsweise kurze Lebensdauer von 1 bis 4 Wochen, die primär der Fortpflanzung dient. Der gesamte Lebenszyklus kann in tropischen Regionen in 3 bis 8 Wochen abgeschlossen sein, während Arten in gemäßigten Zonen oft saisonale Zyklen mit 1 bis 4 Generationen pro Jahr zeigen. Zur Überwinterung können Larven bei verkürzter Photoperiode oder niedrigen Temperaturen in eine physiologische Diapause eintreten.[2] Das Nahrungsspektrum der Larven ist breit gefächert und reicht von lebendem Pflanzengewebe bis zu gelagerten Vorräten. Spezialisierte Arten wie die Große Wachsmotte (*Galleria mellonella*) verwerten Bienenwachs und Pollen, während Vorratsschädlinge wie *Plodia interpunctella* Getreide und Trockenfrüchte befallen. Adulte Tiere nehmen häufig Nektar über einen funktionalen Rüssel auf, wobei bei einigen Arten die Mundwerkzeuge reduziert sind und keine Nahrungsaufnahme mehr erfolgt. Eine bemerkenswerte ökologische Assoziation zeigt *Cryptoses choloepi*, deren Larven sich im Fell von Faultieren koprophag entwickeln. Mutualistische Beziehungen existieren ebenfalls, etwa bei *Upiga virescens*, die den Senita-Kaktus (*Lophocereus schottii*) bestäubt.[1] Zu den natürlichen Feinden und Mortalitätsfaktoren zählen parasitoide Wespen, die Eier parasitieren, sowie entomopathogene Pilze wie *Lecanicillium muscarium*. Zudem sind die Larven empfindlich gegenüber bakteriellen Toxinen von *Bacillus thuringiensis*, die spezifisch gegen Lepidoptera wirken und biotechnologisch genutzt werden.[3]

Vorkommen & Lebensraum

Die Familie *Pyralidae* ist kosmopolitisch verbreitet und besiedelt alle Kontinente mit Ausnahme der Antarktis. Der Schwerpunkt der Artenvielfalt liegt in den tropischen Regionen, wobei insbesondere die Neotropis als Diversitätszentrum für Unterfamilien wie die Chrysauginae gilt.[2] In Nordamerika nördlich von Mexiko kommen 681 Arten vor, während die Paläarktis eine signifikante Diversität der Unterfamilie Pyralinae aufweist.[2][1] Auf isolierten ozeanischen Inseln ist ein hoher Grad an Endemismus zu beobachten, wie etwa auf Réunion, wo rund 21 % der dortigen Arten endemisch sind. Die vertikale Verbreitung erstreckt sich vom Meeresspiegel bis in hochalpine Lagen, wobei Vorkommen in den Anden bis auf etwa 3.400 Meter Höhe dokumentiert sind.[1] Zu den natürlichen Lebensräumen zählen Grasländer, Wälder sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen. Innerhalb dieser Habitate besetzen die Larven diverse ökologische Nischen, die von minierenden Tätigkeiten in Blättern bis zum Bohren in Stängeln und Früchten reichen.[2] Eine hochspezialisierte Anpassung zeigt die Art *Cryptoses choloepi*, deren Larven im Fell von Faultieren in den Baumkronen neotropischer Wälder leben.[1] Neben natürlichen Biotopen besiedeln bestimmte Vertreter als Kulturfolger weltweit menschliche Siedlungsbereiche und Gebäude. Durch den internationalen Handel wurden Vorratsschädlinge wie die Dörrobstmotte (*Plodia interpunctella*) global verschleppt und sind heute in Vorratskammern und Lebensmittellagern allgegenwärtig.[3] Ebenso hat die Große Wachsmotte (*Galleria mellonella*) durch den Transport von Imkereibedarf eine weltweite Verbreitung erreicht und etabliert sich überall dort, wo Honigbienen gehalten werden.[1]

Saisonalität & Aktivität

Die Entwicklungsdauer und Aktivität der *Pyralidae* ist stark temperaturabhängig, wobei der vollständige Lebenszyklus unter optimalen tropischen Bedingungen drei bis acht Wochen umfasst. In gemäßigten Klimazonen variiert die Anzahl der Generationen erheblich und reicht von einer bis zu vier Generationen pro Jahr (Voltinismus). Um kältere Perioden zu überdauern, treten viele Arten in eine larvale Diapause ein, die durch verkürzte Photoperioden oder sinkende Temperaturen ausgelöst wird. Die adulten Falter sind überwiegend nachtaktiv und besitzen eine kurze Lebensspanne von einer bis vier Wochen, die primär der Fortpflanzung dient.[2] Die Larven durchlaufen meist fünf Stadien und eine aktive Fressphase von zwei bis sechs Wochen, bevor sie sich zur Verpuppung in einen Seidenkokon einspinnen.[1] Das Puppenstadium selbst dauert bei wärmeren Temperaturen etwa 7 bis 14 Tage, kann sich aber je nach Umweltbedingungen verlängern.[2] Ein spezifisches Beispiel für temperaturabhängige Entwicklung ist die Große Wachsmotte (*Galleria mellonella*), die ihre Metamorphose bei 28 bis 33°C in sechs bis acht Wochen abschließt.[1] Aggregierte Daten zum Suchinteresse in Deutschland bestätigen eine saisonale Häufung der Wahrnehmung im Spätsommer, insbesondere in den Monaten August und September. Im Gegensatz dazu ist die Aktivität und das öffentliche Interesse in den Wintermonaten Februar und März deutlich reduziert, was mit den biologischen Ruhephasen korrespondiert.[2]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Niedersachsen, Deutschland

    17.01.2026

  • Niedersachsen, Deutschland

    17.01.2026

  • Schlüttsiel/Anleger - Ockholm, 25842 Ockholm, Deutschland

    13.01.2026

  • Übach-Palenberg

    12.01.2026

  • Deutschland

    09.01.2026

Daten: iNaturalist

Ricerca scientifica e brevetti

CN-109566671-A Biological Sconosciuto

Pestizid aus chinesischen Heilkräutern für Nutzpflanzen sowie dessen Herstellungsverfahren und Anwendung

Henan Institute of Science & Technology (2018)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Es wird ein botanisches Pestizid vorgestellt, das aus Extrakten traditioneller chinesischer Heilkräuter wie Stemona-Knollen und Sophora (Kuh-seng) besteht. Die Herstellung erfolgt durch Ethanol-Extraktion und Abkochen. Das Mittel ist kostengünstig, umweltfreundlich und zeigt gute Wirksamkeit gegen Pyralidae (Zünsler) ohne toxische Nebenwirkungen für die Nutzpflanzen.

CN-106417378-B Biological Concesso

Ein biologisches Pestizid aus einem stäbchenförmigen Breitbandvirus zur Vorbeugung und Behandlung von Zünslermottenlarven

(2016)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Dieses biologische Pestizid kombiniert eine Virussuspension mit Chitin-Synthese-Hemmern und weiteren Zusätzen. Es zielt spezifisch auf die Larven von Pyralidae (Zünslermotten) ab. Die Kombination erhöht die insektizide Wirkung gegen landwirtschaftlich schwer bekämpfbare Schädlinge wie den Maiszünsler.

GB-2492272-A Monitoring Sconosciuto

Motten-Lockstoffzusammensetzung

University of Greenwich (2012)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Das Patent beschreibt eine Lockstoffzusammensetzung basierend auf Phenylacetaldehyd und Salicylaldehyd zum Fangen von Motten. Die Mischung kann durch weitere pflanzliche Öle wie Pfefferminze oder Vanille ergänzt werden. Sie dient spezifisch dem Monitoring und der Kontrolle von Motten der Familien Pyralidae und Noctuidae in Nutzpflanzenkulturen. Die Methode ermöglicht eine gezielte Überwachung des Schädlingsbefalls.

US-8535932-B2 Biological Concesso

Lecanicillium muscarium Stamm V-5, Schädlingsbekämpfungsverfahren unter Verwendung desselben und mikrobielles Pestizid

Araki Satoshi, Ogawa Munekazu, Kashima Takayuki, Ishihara Sangyo Kaisha (2009)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Das Patent schützt einen spezifischen Pilzstamm (Lecanicillium muscarium V-5) als mikrobielles Pestizid. Es wird als Spray gegen Eier und Larven verschiedener Schädlinge, einschließlich Pyralidae, eingesetzt. Die Lösung ist umweltverträglich und zeichnet sich durch eine schnelle insektizide Wirkung aus.

US-7888471-B2 Biological Concesso

Bacillus thuringiensis Stämme und deren insektizide Proteine

Bayer Bioscience NV (2008)

Rilevanza: 9/10

Riepilogo

Es werden vier neue Bacillus thuringiensis Stämme vorgestellt, die spezielle Kristallproteine produzieren. Diese sind hochtoxisch für Lepidoptera, insbesondere für Pyralidae wie Ostrinia nubilalis. Die Gene können zur Herstellung transgener, resistenter Pflanzen oder direkt als insektizide Zusammensetzung verwendet werden.

Fonti e riferimenti

  1. https://www.gbif.org/species/5336
  2. https://genent.cals.ncsu.edu/insect-identification/order-lepidoptera/family-pyralidae/
  3. https://agsci.colostate.edu/agbio/ipm-pests/indian-meal-moth-2/
  4. https://esajournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1890/0012-9658%25281999%2529080%255B2074%253AMIBUVP%255D2.0.CO%253B2
  5. https://insectsasfood.russell.wisc.edu/wp-content/uploads/sites/246/2012/09/Manuscript.pdf