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Das Phänomen „Toilettenwürmer“: Was steckt wirklich hinter den Würmern in der Toilette?
gennaio 22, 2026 Patricia Titz

Das Phänomen „Toilettenwürmer“: Was steckt wirklich hinter den Würmern in der Toilette?

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Auch wenn sie wie kleine Würmer aussehen, handelt es sich in 95 % der Fälle nicht um echte Würmer, sondern um die Larven der Schmetterlingsmücke (Psychodidae), auch bekannt als Abflussfliege oder Herzmücke.

Die Biologie der „Würmer“

Diese Larven sind meist 4 bis 10 Millimeter lang, gräulich-braun oder schwarz und haben einen leicht segmentierten Körper. Sie sind extrem widerstandsfähig und können dank einer speziellen Saugvorrichtung selbst in strömendem Wasser oder an glatten Rohrwandungen überleben.

Warum treten sie nach langem Leerstand auf?

Die Beobachtung Ihrer Kundin ist vollkommen korrekt: Die Tiere lieben Stagnationswasser.

  • Der Biofilm: In Rohren, die länger nicht gespült werden, bildet sich ein dickerer Biofilm (ein Schleim aus Bakterien, Hautschuppen, Seifenresten und organischen Stoffen). Das ist das „Schlaraffenland“ für die Larven.

  • Fehlende Spülung: Normalerweise werden Eier und Larven durch die tägliche Nutzung einfach weggespült. Bleibt das Wasser stehen, können sie sich ungestört entwickeln.


Die Rolle des Abluftrohrs und der Dusche

Ihre Kundin vermutete, dass die Tiere im Abluftrohr hängen. Fachlich gesehen ist das ein sehr präziser Punkt:

  1. Das Abluftsystem: Jedes Haus hat eine Strangentlüftung, die über das Dach führt. Diese Rohre sind feucht und warm. Schmetterlingsmücken fliegen oft von außen in diese Belüftungsöffnungen oder wandern aus der Kanalisation nach oben. Dort legen sie ihre Eier in die feuchten Beläge an den Rohrinnenwänden.

  2. Der Weg ins Becken: Die Larven können an den Wänden der Fallrohre nach unten wandern oder fallen schlichtweg durch Kondenswasser oder bei Erschütterungen in den Siphon der Toilette oder Dusche.

  3. Die Dusche: Dass die Kundin sie im Abfluss der Dusche gefunden hat, liegt daran, dass der Duschsiphon oft flacher ist und dort mehr organische Reste (Haare, Seife) hängen bleiben als im glatten Keramik-Knie der Toilette.


Mythos Chlorex: Hilft die chemische Keule?

Viele Betroffene greifen sofort zu aggressivem Chlorreiniger (z. B. DanKlorix). Hier ist die fachliche Einordnung:

  • Kurzfristiger Erfolg: Chlor tötet die Larven, die direkt im Wasser schwimmen, zuverlässig ab.

  • Das Problem: Die Eier und Larven sitzen oft oberhalb der Wasserlinie im Biofilm des Rohres oder im Überlauf. Dort kommt das Chlor beim einfachen Schütten ins Klo gar nicht hin. Zudem ist Chlor stark umweltbelastend und kann bei falscher Anwendung (Mischung mit sauren Reinigern) gefährliche Chlorgase bilden.


Profi-Strategie: So werden Sie die Tiere los

Wenn Kunden Sie auf dieses Problem ansprechen, empfehlen wir folgendes Vorgehen, um die Ursache (den Biofilm) und nicht nur das Symptom (die Larven) zu bekämpfen:

1. Mechanische Reinigung (Der wichtigste Schritt)

Der Biofilm muss weg.

  • Toilette: Mit der Klobürste auch tief im Abfluss und unter dem Rand schrubben.

  • Abflüsse: Haarsiebe in der Dusche reinigen und mit einer langen Flaschenbürste so tief wie möglich in das Abflussrohr gehen.

2. Heißes Wasser statt Chemie

Gießen Sie mehrere Liter fast kochendes Wasser in den Abfluss und die Toilette. Das verbrüht die Larven und löst fettige Beläge im Biofilm besser als kalte Reiniger.

3. Einsatz von Enzymreiniger

Statt Chlor empfehlen wir enzymatische Reiniger oder spezielle Abfluss-Gels, die organische Rückstände zersetzen. Diese „fressen“ den Nährboden der Larven weg, ohne die Rohre oder die Umwelt massiv zu schädigen.

4. Prävention bei Abwesenheit

Wenn das Haus länger leer steht (Urlaub, Zweitwohnung):

  • Siphons füllen: Ein Schluck Speiseöl auf das Wasser in der Toilette und im Abfluss bildet einen Film. Das verhindert die Verdunstung des Sperrwassers und unterbindet die Eiablage durch Insekten.

  • Deckel zu: Halten Sie den Toilettendeckel stets geschlossen.


Fazit: Eklig, aber harmlos

„Toilettenwürmer“ sind ein rein hygienisches und ästhetisches Problem, keine gesundheitliche Bedrohung. Sie sind ein Indikator dafür, dass das Wasser zu lange stand und sich ein Biofilm gebildet hat. Mit gründlicher mechanischer Reinigung und dem Wissen um die Biologie der Schmetterlingsmücke lässt sich das Problem schnell und ohne Panik lösen.

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