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Giardien Hund Symptome
gennaio 28, 2026 Patricia Titz

Giardien Hund Symptome

Ihr Hund leidet unter immer wiederkehrendem Durchfall, wirkt aber ansonsten oft fit? Oder der Kot ist mit Schleim überzogen und hat eine ungewöhnliche, gelbliche Farbe? Dies sind klassische Anzeichen für einen der häufigsten Darmparasiten bei unseren Vierbeinern: Giardien. Viele Hundebesitzer geraten in Panik, wenn die Diagnose "Giardiose" fällt, doch mit dem richtigen Verständnis der Symptome, einem konsequenten Hygieneplan und der passenden Behandlung lässt sich dieser hartnäckige Einzeller besiegen. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über die Symptome, die Ansteckungswege und die effektive Bekämpfung wissen müssen, um die Darmgesundheit Ihres Hundes dauerhaft wiederherzustellen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Hauptsymptom: Wiederkehrender, schleimiger, oft gelblicher Durchfall, teilweise mit Blutbeimengungen.
  • Geruch: Der Kot riecht oft auffällig süßlich-faulig oder ranzig.
  • Gefahr: Welpen und immungeschwächte Hunde sind besonders gefährdet für Dehydrierung und Nährstoffmangel.
  • Ansteckung: Über infizierten Kot, verunreinigtes Wasser (Pfützen) oder gegenseitiges Beschnüffeln (Schmierinfektion).
  • Behandlung: Eine Kombination aus Medikamenten, strikter Hygiene und kohlenhydratarmer Ernährung ist zwingend erforderlich.
  • Zoonose: Giardien sind auf den Menschen übertragbar, weshalb Hygiene auch für den Halter oberste Priorität hat.

Was sind Giardien eigentlich?

Giardien (speziell Giardia duodenalis oder Giardia intestinalis) sind mikroskopisch kleine Dünndarm-Parasiten. Anders als Würmer sind sie Einzeller. Sie heften sich an die Darmwand des Hundes und stören dort massiv die Verdauungsvorgänge, insbesondere die Fettverdauung. Dies führt zu den typischen Symptomen einer Giardiose.

Das Tückische an Giardien ist ihr Lebenszyklus. Sie kommen in zwei Formen vor:

  • Trophozoiten: Die aktive Form, die im Darm lebt, sich vermehrt und die Symptome verursacht.
  • Zysten: Die inaktive, extrem widerstandsfähige Dauerform, die mit dem Kot ausgeschieden wird.

Ein infizierter Hund kann Millionen dieser Zysten ausscheiden. Diese Zysten sind in der Umwelt (in feuchten Böden oder Wasser) über Monate hinweg infektiös. Nimmt ein anderer Hund diese Zysten auf – etwa durch Trinken aus einer Pfütze oder Schnüffeln an einem Grashalm – beginnt der Kreislauf von neuem [1].

Detaillierte Symptome: So erkennen Sie Giardien beim Hund

Nicht jeder Hund, der Giardien in sich trägt, wird krank. Viele erwachsene Hunde mit einem starken Immunsystem sind symptomlose Ausscheider. Sie zeigen keine Krankheitsanzeichen, verteilen aber dennoch die infektiösen Zysten. Wenn Symptome auftreten, sind diese jedoch meist sehr charakteristisch.

1. Der typische "Giardien-Kot"

Das markanteste Symptom ist die Veränderung des Kots. Achten Sie auf folgende Merkmale:

  • Konsistenz: Der Kot ist oft breiig bis wässrig, wechselt sich aber häufig mit normal geformtem Kot ab (intermittierender Durchfall).
  • Schleimbeimengungen: Der Kot wirkt oft wie von einer glänzenden Schleimschicht überzogen oder fettig glänzend (Steatorrhoe/Fettstuhl).
  • Farbe: Eine helle, gelbliche bis senffarbene Färbung ist typisch.
  • Blut: Gelegentlich können helle Blutspuren im Kot sichtbar sein, verursacht durch die Reizung der Darmschleimhaut.

2. Geruch

Viele Hundebesitzer berichten von einem extrem unangenehmen Geruch, der sich von "normalem" Hundekot unterscheidet. Er wird oft als süßlich-faulig oder ranzig beschrieben.

3. Allgemeinbefinden und weitere Symptome

Neben den Verdauungsproblemen können weitere Symptome auftreten, besonders bei starkem Befall oder bei Welpen:

  • Erbrechen: Kann vorkommen, ist aber seltener als Durchfall.
  • Gewichtsverlust: Trotz gutem Appetit nimmt der Hund ab, da die Nährstoffe im Darm nicht mehr richtig aufgenommen werden können (Malabsorption).
  • Stumpfes Fell: Durch den Nährstoffmangel verliert das Fell seinen Glanz.
  • Blähungen und Bauchschmerzen: Der Bauch kann hart und aufgebläht wirken; manche Hunde zeigen die "Gebetsstellung" um Schmerzen zu lindern.

Warnung: Gefahr für Welpen

Bei Welpen und Junghunden ist das Immunsystem noch nicht voll ausgebildet. Ein massiver Giardienbefall kann hier schnell zu schwerer Dehydrierung, Wachstumsstörungen und lebensbedrohlichen Zuständen führen. Suchen Sie bei Welpen mit Durchfall bitte sofort einen Tierarzt auf! [2]

Diagnose: Wie werden Giardien nachgewiesen?

Da Giardien-Zysten nicht bei jedem Stuhlgang ausgeschieden werden, reicht eine einzelne Kotprobe oft nicht aus, um ein sicheres Ergebnis zu erhalten. Ein negatives Ergebnis bei einer einzigen Probe bedeutet nicht zwingend, dass der Hund frei von Giardien ist.

Das Sammelproben-Verfahren

Der Goldstandard für die Diagnose ist die Sammelkotprobe über drei Tage.

  1. Sammeln Sie an drei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils eine kleine Menge Kot (haselnussgroß reicht).
  2. Bewahren Sie diese in einem dafür vorgesehenen Röhrchen kühl auf.
  3. Der Tierarzt untersucht diese Sammelprobe mittels ELISA-Test (Antigen-Nachweis) oder Flotationsverfahren.

Der ELISA-Test (oft als Schnelltest in der Praxis verfügbar) gilt als sehr zuverlässig, da er Koproantigene der Giardien nachweist, selbst wenn gerade keine Zysten ausgeschieden werden [3].

Behandlung: Der 3-Säulen-Plan gegen Giardien

Giardien sind hartnäckig. Eine erfolgreiche Behandlung basiert immer auf drei Säulen: Medikamente, Ernährung und Hygiene. Wird eine Säule vernachlässigt, kommt es oft zur Reinfektion.

1. Medikamentöse Therapie

Der Tierarzt verschreibt in der Regel Wirkstoffe wie Fenbendazol (z.B. Panacur) oder Metronidazol.

  • Behandlungszyklus: Häufig wird ein Schema von "5-3-5" oder "3-5-3" angewendet (z.B. 5 Tage Tabletten, 3-5 Tage Pause, 5 Tage Tabletten).
  • Warum die Pause? Die Pause dient dazu, Zysten, die sich noch in den Gallengängen versteckt haben und nun in den Darm wandern, im zweiten Zyklus zu erwischen.
  • Wichtig: Behandeln Sie immer alle Tiere im Haushalt (auch Katzen), da sie sich gegenseitig immer wieder anstecken können ("Ping-Pong-Effekt").

2. Ernährungsumstellung: Giardien aushungern

Giardien ernähren sich im Dünndarm vorzugsweise von Kohlenhydraten (Zucker, Stärke). Um den Parasiten die Lebensgrundlage zu entziehen, ist eine kohlenhydratarme Diät während der Behandlung essenziell.

Praxis-Tipp: Die Anti-Giardien-Diät

Verzichten Sie während der Behandlung und ca. 2-4 Wochen danach komplett auf:

  • Trockenfutter mit hohem Getreideanteil
  • Nudeln, Reis, Kartoffeln
  • Leckerlis mit Getreide oder Zucker
  • Obst (Fruchtzucker)

Füttern Sie stattdessen hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil oder Schonkost (gekochtes Huhn mit sehr lange gekochten Karotten – die sogenannte Morosche Karottensuppe kann unterstützend wirken, enthält aber Zucker, daher Rücksprache mit dem Tierarzt halten).

3. Der Hygieneplan (Kritisch!)

Medikamente töten die Giardien im Hund, aber nicht die Zysten in der Wohnung. Ohne Putzen steckt sich der Hund sofort wieder an seinem eigenen Korb oder Spielzeug an.

Tägliche Maßnahmen:

  • Kot sofort entfernen: Sammeln Sie jeden Haufen sofort ein und entsorgen Sie ihn im geschlossenen Müllbeutel (Restmüll).
  • Afterregion reinigen: Säubern Sie den Po des Hundes nach jedem Spaziergang mit Feuchttüchern oder waschen Sie ihn (langes Fell ggf. kürzen), um anhaftende Zysten zu entfernen.
  • Näpfe: Futter- und Wassernäpfe täglich mit kochendem Wasser ausspülen und trocknen lassen.
  • Wasser: Kein abgestandenes Wasser trinken lassen.

Maßnahmen für die Umgebung:

  • Hitze: Giardien-Zysten sterben erst ab ca. 60°C sicher ab. Waschen Sie Decken, Kissen und Spielzeug bei mindestens 60°C.
  • Dampfreiniger: Teppiche und Polstermöbel können mit einem Dampfreiniger behandelt werden (Temperatur an der Düse muss hoch genug sein!).
  • Desinfektion: Normale Haushaltsreiniger töten Giardien NICHT. Verwenden Sie spezielle Desinfektionsmittel, die gegen Parasiten/Zysten wirksam sind (z.B. auf Chlorbasis oder spezielle veterinärmedizinische Produkte wie ViPiBaX).

Darmaufbau nach der Behandlung

Sowohl die Giardien selbst als auch die Medikamente (Antibiotika/Wurmkuren) greifen die Darmflora massiv an. Ist der Test endlich negativ, ist der Darm oft noch nicht gesund. Dies nennt man Dysbiose.

Ein gezielter Darmaufbau mit Präbiotika und Probiotika ist wichtig, um das Mikrobiom wiederherzustellen und das Immunsystem zu stärken. Dies verhindert auch, dass sich neue Parasiten in einem geschwächten Darm schnell wieder ansiedeln können.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Sind Giardien auf Menschen übertragbar?

Ja, Giardien sind eine Zoonose. Obwohl Hunde meist spezifische Genotypen (C und D) tragen, die den Menschen seltener befallen, ist eine Übertragung (Genotyp A und B) möglich. Besonders Kleinkinder und immungeschwächte Personen sollten den Kontakt zu infizierten Tieren meiden und strikte Handhygiene einhalten [4].

Wie lange überleben Giardien in der Wohnung?

In einer kühlen, feuchten Umgebung können Zysten mehrere Monate überleben. In trockener, warmer Umgebung sterben sie schneller ab (oft innerhalb weniger Tage bis Wochen). Feuchtigkeit begünstigt das Überleben massiv.

Helfen Hausmittel wie Kräuterbuttermilch?

Hausmittel wie Kräuterbuttermilch (Oregano, Thymian, Majoran) können das Darmmilieu für Giardien ungemütlich machen und unterstützend wirken. Sie ersetzen jedoch bei einem akuten Befall nicht die medikamentöse Behandlung durch den Tierarzt.

Mein Hund hat trotz Behandlung noch Durchfall – warum?

Dafür gibt es meist zwei Gründe: Entweder liegt eine Reinfektion vor (Hygiene überprüfen!), oder die Darmflora ist durch die Giardien und die Medikamente so geschädigt, dass der Durchfall nun "hausgemacht" ist (Dysbiose). Ein erneuter Test und ein Darmaufbau sind hier ratsam.

Muss ich meinen Hund baden?

Ja, es wird dringend empfohlen, den Hund zu Beginn und am Ende der Behandlung (und ggf. zwischendurch) mit einem chlorhexidinhaltigen Shampoo zu baden, um Zysten aus dem Fell zu waschen.

Fazit

Giardien beim Hund sind lästig, hartnäckig und für den Vierbeiner sehr unangenehm – aber sie sind kein Weltuntergang. Der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht allein in der Tablette vom Tierarzt, sondern in Ihrer Konsequenz bei der Hygiene und der Ernährung.

Bleiben Sie geduldig. Es ist nicht ungewöhnlich, dass zwei Behandlungszyklen nötig sind. Mit sauberer Umgebung, kohlenhydratarmer Kost und anschließendem Darmaufbau bekommen Sie das Problem in den Griff und Ihr Hund wird wieder vital und lebensfroh.

Quellen und Referenzen

  1. ESCCAP Deutschland e.V., "Bekämpfung von Darmprotozoen bei Hunden und Katzen", Empfehlung Nr. 6, 2021
  2. Bundesverband für Tiergesundheit e.V., "Giardien – eine unterschätzte Gefahr", Informationsblatt
  3. Pantchev, N. et al., "Endoparasiten bei Hund und Katze – Diagnostik und Therapie", Schlütersche, 2018
  4. Robert Koch-Institut (RKI), "Giardiasis – RKI-Ratgeber", Stand: 2018
  5. Barutzki, D., "Giardia-Infektionen bei Hunden und Katzen in Deutschland", Parasitologie, 2019

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