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Giardien bei Mensch natürlich behandeln
febbraio 4, 2026 Patricia Titz

Giardien bei Mensch natürlich behandeln

Eine Infektion mit Giardien (Giardiasis) ist mehr als nur eine unangenehme Magenverstimmung; sie ist eine der häufigsten parasitären Darmerkrankungen weltweit, die auch in unseren Breitengraden immer öfter diagnostiziert wird. Viele Betroffene leiden wochenlang unter diffusen Bauchschmerzen, Blähungen und Übelkeit, bevor überhaupt die richtige Diagnose gestellt wird. Während die Schulmedizin meist schnell zu Antibiotika wie Metronidazol greift, suchen immer mehr Menschen nach schonenden Alternativen oder begleitenden Maßnahmen, um den Körper nicht zusätzlich zu belasten und das Mikrobiom zu schützen. Die Natur hält hierbei erstaunlich potente Mittel bereit, die – richtig angewendet – dem Parasiten das Leben schwer machen können. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Giardien beim Menschen natürlich behandeln, welche Ernährungsumstellung unerlässlich ist und wie Sie einen Rückfall effektiv verhindern.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ernährung als Basis: Giardien ernähren sich von Zucker und Kohlenhydraten. Ein strikter Verzicht (No-Sugar-Diet) ist die Grundlage jeder natürlichen Therapie.
  • Natürliche Antiparasitika: Oregano-Öl, Knoblauch (Allicin) und Berberin haben in Studien giardizide Wirkungen gezeigt.
  • Darmflora stärken: Der Hefepilz Saccharomyces boulardii kann helfen, die Parasiten zu verdrängen und die Darmschleimhaut zu schützen.
  • Hygiene ist Pflicht: Ohne strenge Hygienemaßnahmen (Händewaschen, Wäsche bei 60°C) kommt es oft zur Reinfektion.
  • Geduld erforderlich: Natürliche Behandlungen benötigen oft längere Zeiträume als Antibiotika und sollten bei schweren Verläufen immer mit einem Arzt abgesprochen werden.

Was sind Giardien und warum sind sie so hartnäckig?

Giardien (speziell Giardia lamblia oder Giardia intestinalis) sind mikroskopisch kleine Dünndarm-Parasiten. Anders als Bakterien oder Viren gehören sie zur Gruppe der Protozoen (Einzeller). Das Tückische an diesen Parasiten ist ihr Lebenszyklus, der sie extrem widerstandsfähig macht. Sie existieren in zwei Formen: der aktiven Form (Trophozoiten), die sich im Darm an die Darmwand heftet und dort Nährstoffe raubt, und der ruhenden Form (Zysten). [1]

Die Zysten werden mit dem Stuhl ausgeschieden und sind in der Umwelt extrem überlebensfähig. Sie können monatelang in kaltem Wasser oder feuchter Erde überdauern und sind resistent gegen normale Chlor-Konzentrationen im Trinkwasser. Sobald ein Mensch diese Zysten (z.B. über verunreinigtes Wasser, Nahrungsmittel oder Schmierinfektionen) aufnimmt, verwandeln sie sich im Dünndarm durch die Magensäure aktiviert wieder in die aggressive Form zurück.

Typische Symptome einer Giardiasis

Nicht jeder, der Giardien in sich trägt, wird krank. Viele Menschen sind symptomlose Ausscheider. Wenn Symptome auftreten, sind diese jedoch oft sehr belastend und können chronisch werden, wenn sie nicht behandelt werden:

  • Starke, übelriechende Blähungen (Meteorismus)
  • Fettstühle (Steatorrhoe) – der Stuhl schwimmt oben und lässt sich schwer wegspülen
  • Krampfartige Bauchschmerzen, oft im Oberbauch
  • Wechselstuhl (Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung)
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Gewichtsverlust und Nährstoffmangel (Malabsorption)
  • Chronische Müdigkeit und Erschöpfung

Wann zum Arzt?

Obwohl natürliche Mittel effektiv sein können, ist bei hohem Fieber, Blut im Stuhl, massiver Dehydrierung (Austrocknung) oder bei Kleinkindern und immungeschwächten Personen zwingend ein Arzt aufzusuchen. Eine natürliche Behandlung kann hier begleitend, aber oft nicht als alleinige Therapie erfolgen.

Strategie 1: Aushungern – Die Anti-Giardien-Diät

Bevor Sie zu Kräutern oder Präparaten greifen, müssen Sie das Milieu in Ihrem Darm ändern. Giardien sind Energieräuber, die fast ausschließlich von Kohlenhydraten und Zucker leben. Wenn Sie diese Quellen entziehen, schwächen Sie die Parasiten massiv und machen sie anfälliger für die eigentliche Behandlung.

Verzicht auf Zucker und einfache Kohlenhydrate

Dies ist der härteste, aber wichtigste Teil der natürlichen Therapie. Für mindestens 4 bis 6 Wochen sollten Sie folgende Lebensmittel komplett streichen:

  • Haushaltszucker: In jeglicher Form (Süßigkeiten, Kuchen, gesüßte Getränke).
  • Weißmehlprodukte: Nudeln, Weißbrot, Pizza, Gebäck.
  • Süßes Obst: Bananen, Weintrauben, Melonen, Trockenobst (Fruchtzucker ist ebenfalls Futter für Giardien).
  • Alkohol: Dieser wird im Körper zu Zucker verstoffwechselt und belastet zusätzlich die Leber.
  • Milchprodukte: Viele Betroffene entwickeln durch die Giardien eine temporäre Laktoseintoleranz, da die Parasiten die Darmschleimhaut schädigen, wo das Enzym Laktase sitzt. [2]

Was Sie essen sollten

Setzen Sie auf eine ballaststoffreiche, aber leicht verdauliche Kost, die den Parasiten keine Energie liefert, aber Ihren Körper stärkt:

  • Gemüse: Brokkoli, Spinat, Zucchini, Fenchel (gedünstet ist oft verträglicher als roh).
  • Hochwertige Fette: Kokosöl (enthält Laurinsäure, die gegen Parasiten wirkt), Olivenöl, Leinöl.
  • Proteine: Mageres Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte (wenn verträglich).
  • Saure Beeren: Heidelbeeren oder Himbeeren in Maßen (reich an Polyphenolen).
  • Kerne: Kürbiskerne (traditionelles Mittel gegen Darmparasiten).

Praxis-Tipp: Kokosöl

Beginnen Sie den Tag mit einem Teelöffel nativem Bio-Kokosöl auf nüchternen Magen. Die enthaltene Laurinsäure wird im Körper zu Monolaurin umgewandelt, welches die Lipidmembran von Parasiten angreifen kann. Steigern Sie die Dosis langsam auf bis zu 3 Esslöffel über den Tag verteilt.

Strategie 2: Pflanzliche Antiparasitika (Phytotherapie)

Die Natur bietet starke Wirkstoffe, die antibiotische und antiparasitäre Eigenschaften besitzen. Diese sollten idealerweise kombiniert oder rotierend eingenommen werden, um Resistenzen zu vermeiden und verschiedene Angriffsmechanismen zu nutzen.

1. Oregano-Öl (Carvacrol)

Oregano-Öl gilt als eines der stärksten natürlichen Antibiotika. Der Hauptwirkstoff Carvacrol kann die Zellmembranen der Giardien durchdringen und sie abtöten. Eine Studie zeigte, dass emulgiertes Oregano-Öl bei Patienten mit parasitären Infektionen (einschließlich Blastocystis hominis und Entamoeba hartmanni, die ähnlich wie Giardien zu behandeln sind) zu einer signifikanten Verbesserung führte. [3]

Anwendung: Nutzen Sie nur hochwertiges Öl mit einem standardisierten Carvacrol-Gehalt (mind. 60-70%). Da das Öl sehr scharf ist, sollte es niemals pur eingenommen werden. Kapseln sind magenfreundlicher. Alternativ 1-2 Tropfen in einem Esslöffel Olivenöl verdünnen.

2. Knoblauch (Allicin)

Knoblauch wird seit Jahrhunderten gegen Darmparasiten eingesetzt. Der Wirkstoff Allicin hemmt Enzyme, die für den Stoffwechsel der Parasiten lebensnotwendig sind. Studien deuten darauf hin, dass Knoblauchextrakt eine effektive Wirkung gegen Giardia lamblia haben kann. [4]

Anwendung: Frischer Knoblauch ist am besten. Zerdrücken Sie die Zehe und lassen Sie sie 10 Minuten an der Luft liegen, damit sich das Allicin voll entfalten kann. Wer den Geruch scheut, kann auf hochdosierte Allicin-Kapseln (Allicin-Gehalt beachten!) zurückgreifen.

3. Berberin

Berberin ist ein gelber Pflanzenstoff, der in der Berberitze, der Kanadischen Gelbwurz (Goldenseal) und der Mahonie vorkommt. Es wirkt antimikrobiell und verhindert, dass sich die Parasiten an der Darmwand festhalten können. Zudem beruhigt es die entzündete Darmschleimhaut und reduziert Durchfall.

4. Wermut (Artemisia absinthium)

Wermut enthält Bitterstoffe und ätherische Öle (Thujon), die eine lähmende Wirkung auf Parasiten haben. Es ist ein klassischer Bestandteil vieler Parasitenkuren (oft in Kombination mit Schwarzwalnuss und Gewürznelke).

Achtung: Wermut sollte nicht über einen zu langen Zeitraum und nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden.

Strategie 3: Aufbau der Darmflora (Mikrobiom)

Ein gesundes Mikrobiom ist der beste Schutz gegen Parasiten. Giardien verändern die Bakterienzusammensetzung im Darm zu ihren Gunsten. Um sie zu vertreiben, müssen wir "gute" Gegenspieler einsetzen.

Saccharomyces boulardii

Hierbei handelt es sich nicht um ein Bakterium, sondern um eine medizinische Hefe. Saccharomyces boulardii ist besonders effektiv bei der Behandlung von Giardiasis. Studien haben gezeigt, dass die Kombination von Metronidazol und S. boulardii effektiver war als das Antibiotikum allein. Aber auch als Monotherapie kann die Hefe helfen, die Symptome zu lindern und die Erregerbindung zu reduzieren. [5]

Laktobazillen und Bifidobakterien

Nach der akuten Phase der Bekämpfung (ca. nach 2-3 Wochen) sollten Sie ein Breitband-Probiotikum einnehmen, um die Diversität im Darm wiederherzustellen. Bakterienstämme wie Lactobacillus acidophilus und Lactobacillus rhamnosus stärken die Darmbarriere und erschweren eine erneute Ansiedlung von Parasiten.

Strategie 4: Hygiene – Der Schlüssel zum Erfolg

Die beste natürliche Behandlung nützt nichts, wenn Sie sich ständig selbst reinfizieren (autoinfektion). Da die Zysten extrem widerstandsfähig sind, müssen Sie im Haushalt rigoros vorgehen.

Der Hygiene-Plan

  • Händewaschen: Nach jedem Toilettengang und vor jedem Essen gründlich mit Seife und warmem Wasser waschen. Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis töten Giardien-Zysten NICHT ab!
  • Wäsche: Unterwäsche, Handtücher und Bettwäsche müssen während der akuten Phase täglich gewechselt und bei mindestens 60°C gewaschen werden.
  • Oberflächen: Reinigen Sie Toilette, Türgriffe und Armaturen täglich. Nutzen Sie Dampfreiniger (Hitze tötet Zysten) oder spezielle Desinfektionsmittel, die explizit gegen Zysten wirken (oft auf Wasserstoffperoxid-Basis).
  • Haustiere: Hund und Katze sind oft Träger. Lassen Sie den Kot Ihrer Tiere untersuchen und behandeln Sie diese ggf. zeitgleich, sonst entsteht ein "Ping-Pong-Effekt".
  • Fingernägel: Kurz schneiden und bürsten, da sich Zysten oft unter den Nägeln sammeln.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie lange dauert eine natürliche Behandlung?

Während Antibiotika oft nur 3-7 Tage gegeben werden, benötigt eine natürliche Kur Geduld. Rechnen Sie mit mindestens 4 bis 8 Wochen. Die Diät sollte auch nach Abklingen der Symptome noch einige Wochen fortgeführt werden, um sicherzustellen, dass alle Zysten ausgeschieden sind.

Sind Giardien ansteckend?

Ja, hochgradig. Bereits 10 bis 100 Zysten reichen für eine Infektion aus. Eine infizierte Person kann jedoch Millionen von Zysten pro Tag ausscheiden. Besondere Vorsicht ist im Umgang mit Kleinkindern und in Gemeinschaftseinrichtungen geboten.

Kann ich mich bei meinem Hund anstecken?

Ja, Giardiasis ist eine Zoonose. Das bedeutet, sie ist zwischen Tier und Mensch übertragbar. Es gibt zwar verschiedene Genotypen von Giardien, von denen manche wirtsspezifisch sind, aber einige Typen (Assemblage A und B) befallen sowohl Menschen als auch Tiere. [6]

Helfen normale Desinfektionsmittel?

Nein. Die Zystenhülle schützt den Parasiten vor herkömmlichen Desinfektionsmitteln auf Alkoholbasis. Hitze (Dampf, Auskochen) und Trockenheit sind die effektivsten Feinde der Zysten in der Umwelt.

Was ist der "Herxheimer-Effekt"?

Wenn Sie mit der Behandlung beginnen (z.B. Oregano-Öl), sterben viele Parasiten gleichzeitig ab und setzen Toxine frei. Dies kann kurzzeitig zu einer Verschlimmerung der Symptome führen (Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit). Dies ist oft ein Zeichen, dass die Therapie wirkt. Trinken Sie viel Wasser und nutzen Sie Bindemittel wie Heilerde oder Zeolith, um die Toxine auszuleiten.

Fazit

Giardien beim Menschen natürlich zu behandeln ist möglich, erfordert aber Disziplin und Konsequenz. Es reicht nicht, nur ein paar Kapseln zu schlucken. Der Erfolg basiert auf den drei Säulen: Aushungern (Diät), Angreifen (natürliche Antiparasitika) und Vermeiden (Hygiene).

Viele Betroffene berichten, dass sie durch diesen ganzheitlichen Ansatz nicht nur die Parasiten losgeworden sind, sondern sich ihr allgemeines Wohlbefinden und ihre Verdauung langfristig verbessert haben. Hören Sie auf Ihren Körper, geben Sie ihm die Zeit zur Heilung und zögern Sie nicht, bei schweren Verläufen schulmedizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Starten Sie noch heute mit der Umstellung Ihrer Ernährung und schaffen Sie ein Darmmilieu, in dem sich Giardien nicht wohlfühlen!

Quellen und Referenzen

  1. Robert Koch-Institut (RKI), RKI-Ratgeber Giardiasis (Lambliasis), Stand: 2018.
  2. Halliez MC, Buret AG. Extra-intestinal and long term consequences of Giardia duodenalis infections. World J Gastroenterol. 2013.
  3. Force, M., Sparks, W.S. & Ronzio, R.A. Inhibition of enteric parasites by emulsified oil of oregano in vivo. Phytother. Res. 14, 213–214 (2000).
  4. Harris JC, Plummer S, Lloyd D. Antigiardial drugs. Appl Microbiol Biotechnol. 2001;57(5-6):614-619.
  5. Besirbellioglu BA, et al. Saccharomyces boulardii and infection due to Giardia lamblia. Scand J Infect Dis. 2006;38(6-7):479-81.
  6. Centers for Disease Control and Prevention (CDC), Parasites - Giardia, Epidemiology & Risk Factors, 2021.

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