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Kugelkäfer Gibbium psylloides

Lästling Allergen Può mordere Physische Gefahr

Classificazione tassonomica

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Käfer (Coleoptera)
Familie Ptinidae
Gattung Gibbium
Art Gibbium psylloides
Wissenschaftlicher Name: Gibbium psylloides (Czenpinski, 1778)
Akzeptierter Name
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Einleitung

Der Kugelkäfer (*Gibbium psylloides*) ist eine Käferart aus der Familie der Ptinidae, die ursprünglich in der Paläarktis beheimatet war und durch den internationalen Handel heute weltweit verbreitet ist.[1][2] Als Vorratsschädling besiedelt die Art vorwiegend trockene Lagerstätten, wo sie sich von Getreide, Lebensmitteln und organischen Rückständen ernährt.[1] Die adulten Tiere zeichnen sich durch einen glänzenden, stark gewölbten Körper aus, der ihnen in Kombination mit langen Beinen ein spinnenartiges Erscheinungsbild verleiht. Von der eng verwandten Art *Gibbium aequinoctiale* unterscheidet sich *Gibbium psylloides* primär durch die rauere Struktur und gröbere Punktierung der Flügeldecken.[2]

Fakten (kompakt)

Hier sind einige Fakten über den Kugelkäfer (*Gibbium psylloides*) in einer kompakten Liste: - *Gibbium psylloides*, bekannt als Kugelkäfer, gehört zur Familie der Ptinidae (Pochkäfer) innerhalb der Ordnung [Coleoptera](/pages/lexikon/kafer) (Käfer). - Die Art stammt ursprünglich aus der Paläarktis, Südostasien und Nordafrika.[5] - Durch den internationalen Handel hat *G. psylloides* eine kosmopolitische Verbreitung erreicht. - Dieser kleine Aassfresser gilt als geringfügiger Schädling, der vor allem trockene Lagerwaren, Getreide und organische Rückstände befällt.[5] - Adulte *G. psylloides* sind 1,7 bis 3,2 mm lang. - Sie haben eine markante bucklige, kugelförmige Körperform. - Die Färbung variiert von rot bis fast schwarz. - Kopf und Thorax sind unbeschuppt. - Die Unterseite weist dichte, kurze, gelbe Haare auf. - Die Beine und Antennen sind verlängert, was zu einem spinnenartigen Aussehen beiträgt.[5] - Im Gegensatz zu einigen verwandten Arten bevorzugt *G. psylloides* trockenere Bedingungen und eine geringe Luftfeuchtigkeit für die Entwicklung.[5] - Der Lebenszyklus von *G. psylloides* ist relativ lang und dauert 22 bis 42 Wochen vom Ei bis zum adulten Tier. - Die Larven ähneln denen von *Ptinus ocellus* und fressen unersättlich an einer Vielzahl von Substraten wie Getreide, Weizenkleie, Samen, altem Brot, Hundekuchen, Trockenfrüchten, Wollstoffen, Papier und sogar verwesendem tierischem Material wie Talg. - Die Verpuppung erfolgt in einem kugelförmigen Kokon innerhalb der Nahrungsquelle. - Adulte Tiere können 30 bis 40 Wochen leben – oder bis zu 18,5 Monate unter optimalen Laborbedingungen bei 25 °C.[5] - Als Vorratsschädling deutet *G. psylloides* auf mangelnde Hygiene hin und kann in Mühlen, Bäckereien, Getreidespeichern und Haushalten wirtschaftliche Schäden verursachen, indem er Lebensmittel und Textilien verunreinigt.[5]

Namen & Einordnung (kurz)

Der Kugelkäfer trägt den wissenschaftlichen Namen *Gibbium psylloides* und wurde ursprünglich 1778 von Paweł Czenpiński als *Scotias psylloides* beschrieben. Zu den historisch verwendeten Synonymen zählen unter anderem *Gibbium scotias* (Fabricius, 1781) sowie *Bruchus apterus* Geoffroy, 1785.[1] Während die Art früher oft der Familie der [Anobiidae](/pages/lexikon/nagekafer) zugeordnet war, wird sie heute basierend auf morphologischen und molekularen Untersuchungen in die Familie der Ptinidae gestellt. Der Gattungsname *Gibbium* leitet sich vom lateinischen Begriff *gibbus* ab, was „Buckel“ bedeutet und auf die charakteristische Körperform verweist.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die adulten [Käfer](/pages/lexikon/kafer) von *Gibbium psylloides* erreichen eine Körperlänge von 1,7 bis 3,2 mm und zeichnen sich durch eine breit ovale, stark gewölbte Körperform aus. Das glänzende Integument variiert farblich von Rot bis fast Schwarz und verleiht dem Käfer ein glasartiges Aussehen.[2] Ein zentrales Bestimmungsmerkmal sind der Kopf und der Thorax, die im Gegensatz zu verwandten Arten wie *Mezium americanum* kahl sind und keine Schuppen oder Haare aufweisen.[2][3] Der kleine Kopf ist meist nach unten gebogen und weitgehend unter dem kapuzenartigen Prothorax verborgen, was den spinnenartigen Eindruck verstärkt. Die Flügeldecken (Elytren) sind stark konvex verwachsen und bedecken das Abdomen vollständig; da funktionstüchtige Flügel fehlen, sind die Tiere flugunfähig.[2] Die langen, schlanken Beine und fadenförmigen Antennen tragen ebenfalls zum charakteristischen Erscheinungsbild bei, das an [Spinnen](/pages/lexikon/spinnen) erinnert.[2][3] Während die Oberseite glatt erscheint, weist die Unterseite sowie die Beine eine dichte, kurze gelbe Behaarung auf.[2] Zur Unterscheidung von der ähnlichen Art *Gibbium aequinoctiale* dient die Struktur der Flügeldecken: *G. psylloides* zeigt eine rauere Oberfläche mit gröberen, weniger gleichmäßig verteilten Punktierungen. Die Larven sind C-förmig gekrümmt, erreichen eine Länge von 4 bis 5 mm und besitzen einen schmutzig-weißen bis cremefarbenen Körper mit einer deutlich hellbraunen Kopfkapsel. Sie ähneln den Larven von *Ptinus ocellus*, verfügen über gut entwickelte Beine und sind fein behaart. Die Verpuppung erfolgt in einem kugelförmigen Kokon innerhalb des Nahrungssubstrats, wobei die Puppe freistehende Gliedmaßen aufweist.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Als Vorrats- und Materialschädling tritt *Gibbium psylloides* weltweit in Mühlen, Bäckereien, Lagerhäusern sowie in privaten Haushalten auf.[3] Die Art ernährt sich omnivor von trockenen pflanzlichen Produkten wie Getreide, Mehl, Gewürzen und Tierfutter, befällt jedoch auch organische Materialien wie Wolle oder Buchbindungen.[2] Ein Befall führt primär zu Schäden durch die Verunreinigung von Lebensmitteln mit Kot, Spinnfäden, Kokons und toten [Käfern](/pages/lexikon/kafer), wodurch die Ware für den Verzehr ungeeignet wird.[3] Obwohl *Gibbium psylloides* keine Krankheiten überträgt, können Insektenfragmente in Nahrungsmitteln allergische Reaktionen auslösen oder sekundäres Bakterienwachstum begünstigen.[1] Die Larven verpuppen sich in einem festen Kokon innerhalb des Substrats, was die Detektion und Entfernung erschwert.[2] Zur Prävention ist eine strikte Hygiene (Sanitation) entscheidend, bei der befallene Vorräte entsorgt und Lagerbereiche gründlich von organischen Rückständen gereinigt werden.[1] Die Lagerung von Lebensmitteln in luftdicht verschlossenen Behältern verhindert effektiv das Eindringen der Käfer. Zur Überwachung der nachtaktiven Tiere eignen sich Klebefallen, die in dunklen Bereichen platziert werden.[3] Eine physikalische Bekämpfung ist evidenzbasiert durch Temperaturextreme möglich: Temperaturen über 50 °C für mindestens eine Stunde töten alle Entwicklungsstadien ab. Ebenso führt eine längere Exposition bei Temperaturen unter 10 °C zum Absterben der Population, wobei die Art kältetoleranter ist als viele andere Vorratsschädlinge.[2] Im Rahmen des integrierten Vorratsschutzes kann zudem die parasitoide Lagererzwespe *[Lariophagus distinguendus](/pages/lexikon/lagererzwespe)* eingesetzt werden, die gezielt die Larven parasitiert.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Der Kugelkäfer (*Gibbium psylloides*) durchläuft eine vollständige Metamorphose (Holometabolie) mit den Stadien Ei, Larve, Puppe und Imago.[2] Die Weibchen legen über ihre Lebensspanne von bis zu 18 Monaten etwa 300 klebrige, weiße Eier einzeln oder in kleinen Gruppen direkt am Nahrungssubstrat ab. Bei Temperaturen zwischen 25 und 30 °C schlüpfen die Larven nach einer Inkubationszeit von etwa 8 Tagen.[1] Die C-förmigen, cremefarbenen Larven durchlaufen in der Regel drei Stadien (Instare) und ernähren sich von organischen Materialien wie Getreide, Trockenobst, toten [Insekten](/pages/lexikon/insekten) oder Wolle.[2] Die Verpuppung erfolgt in einem kugelförmigen Kokon aus Seide und Nahrungspartikeln, wobei das Puppenstadium unter günstigen Bedingungen 18 bis 20 Tage dauert.[3] Die gesamte Entwicklungsdauer ist stark temperaturabhängig: Während sie bei 33 °C etwa 45 Tage beträgt, verlängert sie sich bei 20 °C auf bis zu 116 Tage.[1] Nach dem Schlupf verbleiben die [Käfer](/pages/lexikon/kafer) noch etwa einen Monat im Kokon, um ihr Exoskelett auszuhärten und die Geschlechtsreife zu erlangen.[2] Adulte Käfer sind langlebig und können unter optimalen Laborbedingungen 6 bis 18 Monate überleben.[3] Als allesfressende Aasfresser nutzen sie ein breites Spektrum an trockenen pflanzlichen und tierischen Substanzen, wobei sie eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 60 % bevorzugen. In unbeheizten gemäßigten Regionen wird meist nur eine Generation pro Jahr gebildet, während in beheizten Innenräumen eine fortlaufende Fortpflanzung möglich ist.[1]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Deutschland

    01.08.2025

  • Deutschland

    23.04.2024

  • Marktsteft, Deutschland

    26.09.2023

  • Regensburg, Bayern, Deutschland

    27.06.2023

  • Kernscheid, 54296 Trier, Deutschland

    01.12.2022

Daten: iNaturalist

Vorkommen & Lebensraum

Ursprünglich in der paläarktischen Region beheimatet, die Teile Europas, Nordafrikas und Südostasiens umfasst, hat *Gibbium psylloides* durch den internationalen Handel eine kosmopolitische Verbreitung erlangt. Die Art ist heute weltweit in gemäßigten Zonen etabliert und kommt unter anderem in Nordamerika sowie Australien vor, wobei sie oft in Verbindung mit gelagerten Produkten auftritt.[2][1] Als synanthroper Kulturfolger besiedelt der [Käfer](/pages/lexikon/kafer) vorwiegend menschliche Bauwerke wie Lagerhäuser, Mühlen, Bäckereien und Altbauten, wo er Schutz in dunklen, ungestörten Bereichen findet.[3][1] Innerhalb dieser Umgebungen bevorzugen die Tiere Risse in Holzböden, Hohlräume im Mauerwerk oder Ansammlungen von organischem Material in Dachböden und Zwischendecken.[1] Im Gegensatz zu verwandten Arten toleriert *Gibbium psylloides* trockenere Bedingungen und entwickelt sich optimal bei Temperaturen zwischen 20 und 35 °C sowie einer relativen Luftfeuchtigkeit von etwa 60 Prozent.[2][1] Die Käfer sind photophob und nachtaktiv, was ihren Aufenthalt auf verborgene Refugien beschränkt und die Entdeckung erschwert.[1] In gemäßigten Klimazonen zeigt sich oft eine erhöhte Aktivität in den Sommermonaten, wobei die Populationen in beheizten Innenräumen ganzjährig bestehen können.[4]

Saisonalität & Aktivität

In gemäßigten Klimazonen bildet *Gibbium psylloides* typischerweise eine bis zwei Generationen pro Jahr aus, wobei die biologische Hauptaktivität der Adulten in den Zeitraum von August bis November fällt. Diese saisonale Dynamik spiegelt sich im digitalen Suchinteresse in Deutschland wider, das in den Monaten Juli und August seine jährlichen Spitzenwerte erreicht. Im Gegensatz dazu sinkt die Aufmerksamkeit in den Wintermonaten Dezember und Januar auf ein Minimum ab.[2] Die [Käfer](/pages/lexikon/kafer) sind streng nachtaktiv sowie lichtscheu und verbergen sich tagsüber in geschützten Hohlräumen oder tief im Substrat.[3] Während die Entwicklung bei Temperaturen unter 20 °C deutlich verlangsamt ist, können Populationen in beheizten Innenräumen ganzjährig aktiv bleiben und sich fortpflanzen.[2] Die Adulten zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Langlebigkeit aus und können unter optimalen Bedingungen bis zu 18 Monate überdauern.[3]

Fonti e riferimenti

  1. https://www.gbif.org/species/1095750
  2. https://entomology.ucr.edu/ebeling_7
  3. https://extension.psu.edu/spider-beetles
  4. https://storedproductinsects.com/biology/life-histories-of-stored-product-insects-and-mites/
  5. https://www.mdpi.com/2075-4450/7/3/39