- Wissenschaftlicher Name: Holcus lanatus L. (Linné 1753)
- Familie: Süßgräser (Poaceae)
- Wuchs: ausdauernd, horstbildend, 20 bis 100 cm
- Merkmal: dicht weichhaarig, graugrün, Rispe weißlich bis purpurn
- Blütezeit: Mai bis August
- Standort: feuchte, humose, leicht saure Lehm- und Tonböden
- Höhenverbreitung in Deutschland: bis etwa 900 m
- Raupenfutterpflanze: z. B. Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter
Erba lanosa di miele Holcus lanatus
Illustrazione generata dall'IA (non una fotografia)
Classificazione
Tassonomia
- Regno
- Plantae
- Phylum
- Tracheophyta
- Classe
- Liliopsida
- Ordine
- Poales
- Famiglia
- Poaceae
- Genere
- Holcus
Panoramica
Einleitung
Das Wollige Honiggras (Holcus lanatus) ist ein ausdauerndes Süßgras (Poaceae), das auf feuchten Wiesen, Weiden und Wegrändern fast überall in Mitteleuropa wächst. Alle oberirdischen Teile sind dicht weichhaarig, sodass die Blätter graugrün bis weißlich-samtig wirken. Die Rispen sind weißlich bis purpurn überlaufen und erscheinen von Mai bis August 12.
In der Landwirtschaft gilt das Gras auf Weiden als Unkraut, weil Weidetiere es wegen der Behaarung meiden. In anderen Weltregionen ist es eingeschleppt und teils invasiv 12.
In breve
Fakten (kompakt)
Erba lanosa di miele: foto di avvistamenti reali
Riconoscere
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Das Wollige Honiggras bildet Horste, ist 20 bis 100 cm hoch und behält im Winter teilweise grüne Blätter 1. Die Blattspreiten sind 4 bis 20 cm lang und bis 10 mm breit, das Blatthäutchen ist 1 bis 5 mm lang 12. Die Halme sind rund; die Halmbasis ist nach englischsprachigen Angaben weiß mit rosa Streifen 2.
Die Rispen werden bis etwa 10 cm lang. Die Ährchen sind 4 bis 6 mm lang und haben zwei Blüten; die obere Deckspelze trägt eine etwa 2 mm lange Granne, die sich im trockenen Zustand hakenförmig krümmt 12. Ähnlich ist das Weiche Honiggras (Holcus mollis): Es ist weniger behaart, bildet lange, zähe Rhizome, hat bärtige Halmknoten und aus dem Ährchen herausragende Grannen und bevorzugt Waldränder und Lichtungen 12. Beide Arten können eine männlich sterile Hybride bilden 2.
Sistematica
Namen & Einordnung (kurz)
Der wissenschaftliche Name lautet Holcus lanatus L. und stammt von Carl von Linné (1753, Species Plantarum) 13. Es werden zwei Unterarten unterschieden: subsp. lanatus und subsp. vaginatus, die nur in Spanien und Portugal vorkommt 1. Regional sind viele Namen gebräuchlich, darunter Honigschmale, Sametschmale, Zuckerschmale, Honigmeddel oder Pein 1. Im Englischen heißt die Art „Yorkshire fog“ 2.
Verwandte Süßgräser im Lexikon sind das Gewöhnliche Knäuelgras, das Wiesen-Rispengras und das Rote Straußgras. Eine Übersicht bietet der Eintrag zu den Süßgräsern.
Modo di vita
Biologie & Lebenszyklus
Das Gras ist ein Hemikryptophyt, also eine Pflanze mit Überdauerungsknospen an der Erdoberfläche, bildet Horste und lebt in Symbiose mit Mykorrhizapilzen. Es ist selbststeril und wird durch den Wind bestäubt 1. Die Früchte reifen von Juli bis November. Die Ährchen verbreiten sich durch Wind, Wasser und Tiere, wobei die hakenförmigen Grannen helfen; die Samen benötigen Licht zum Keimen 1.
Nach englischsprachigen Angaben breitet sich die Art zusätzlich über wurzelnde Ausläufer aus und kann je Pflanze etwa 177.000 bis 240.000 Samen bilden 2. Als Futterpflanze dient das Gras Schmetterlingsraupen, besonders dem Braunkolbigen Braun-Dickkopffalter (englisch „small skipper“), außerdem Waldbrettspiel und Mauerfuchs 2.
Diffusione
Vorkommen & Lebensraum
Das Wollige Honiggras ist von Europa über Westasien und den Kaukasus bis Nordafrika und Makaronesien verbreitet 1. In Nordamerika und weiteren gemäßigten Regionen ist es ein Neophyt, in Europa fehlt es in Lettland, und in Finnland und Island ist es nur eingeschleppt 1. In Deutschland ist es überall häufig, vom Tiefland bis etwa 900 m; in den Allgäuer Alpen steigt es bis 1.150 m, in Graubünden bis 1.900 m 1.
Bevorzugt werden feuchte, humose, mäßig nährstoffreiche und leicht saure Lehm- und Tonböden, vor allem in nassen Wiesen und Weiden 1. Nach englischsprachigen Angaben wächst es oft an Entwässerungsgräben, besiedelt gestörten Boden rasch und liegt mit einem pH-Wert zwischen 5,0 und 7,5 im günstigen Bereich. Starke Fröste können es schädigen, Trittbelastung und Staunässe durch Betritt verträgt es nicht 2.
Diffusione
Avvistamenti e casi attuali in Germania
Avvistamenti
Analisi comunitaria
Stagionalità
Saisonalität & Aktivität
Die Blütezeit reicht von Mai bis August 1. Die Früchte reifen von Juli bis November, die Samen werden im Sommer und frühen Herbst ausgestreut 12. Da die Pflanze im Winter teilweise grün bleibt, ist sie auch in der kalten Jahreszeit erkennbar 1.
In der OpenInsect-Community wurden bisher 6 Scans dieser Art erfasst, der letzte am 08.07.2026.
Stagionalità
Stagionalità e andamento della domanda
Basato sul Silver Power Trend Index, il nostro modello basato su dati di ricerca e osservazioni naturalistiche
Attività stagionale
Sviluppo nel corso degli anni
In pratica
Bedeutung, Schäden & Prävention
Auf Weiden gilt das Wollige Honiggras als Unkraut. Weidetiere meiden es wegen der Behaarung, und es kann auf kalkarmen, staunassen Böden massenhaft auftreten; junge Pflanzen auf mageren Böden haben einen gewissen Futterwert 12. Als Zeigerpflanze steht es nach englischsprachigen Angaben für arme Böden, geringe Beweidung und schlechte Entwässerung 2. In Teilen Europas kann man die Art durch bessere Entwässerung, höhere Kalium- und Phosphorgaben und stärkere Beweidung zurückdrängen 2.
In Australien, Nordamerika und Chile ist die Art invasiv und verdrängt dort andere Pflanzen; im Yosemite-Nationalpark steht sie unter den neun vorrangigen Problemunkräutern 2.
Riferimenti
Fonti e riferimenti
- Wikipedia: Wolliges Honiggras. de.wikipedia.org/wiki/Wolliges_Honiggras (abgerufen 30.10.2026)
- Wikipedia: Holcus lanatus. en.wikipedia.org/wiki/Holcus_lanatus (abgerufen 30.10.2026)
- GBIF Backbone Taxonomy: Holcus lanatus L. gbif.org/species/2706164