Die Madagaskarschabe (Gromphadorhina portentosa) ist eine große, flügellose Schabenart mit einem ovalen Körperbau und einem robusten, stark sklerotisierten Exoskelett. Adulte Tiere erreichen eine Körperlänge von 5 bis 7,5 cm sowie eine Breite von 2 bis 3 cm und zählen mit einem Gewicht von 20 bis 30 Gramm zu den schwersten Schabenarten. Die Grundfärbung variiert von hellbraun bis rotbraun oder dunkelbraun bis schwarz, wobei Kopf, Antennen und Beine oft dunkler abgesetzt sind. Das Exoskelett erscheint durch eine wachsartige Beschichtung glänzend. Der Kopf trägt große Komplexaugen zur visuellen Wahrnehmung sowie lange Antennen, die als primäre chemosensorische Organe dienen.1 Ein charakteristisches Merkmal ist das Halsschild (Pronotum), das die Kopfregion verdeckt und dessen Struktur an eine Schweineschnauze erinnert.6 Im Gegensatz zu vielen anderen Schaben besitzen adulte Tiere keine Flügel und sind somit flugunfähig.12 Auf dem Abdomen befinden sich modifizierte Stigmen (Atemöffnungen), insbesondere im vierten Segment, die durch Luftausstoß das art-typische Zischen ermöglichen. Am Hinterleibsende sitzen Cerci, die Luftströmungen und Vibrationen registrieren. Die sechs kräftigen, dornigen Beine sind mit Tarsen ausgestattet, die Haftpolster (Arolia) und Krallen besitzen, um das Klettern an glatten und vertikalen Oberflächen zu ermöglichen.1 Ein ausgeprägter Sexualdimorphismus zeigt sich am Pronotum: Männchen besitzen dort markante, hornartige Höcker, die bei Kämpfen eingesetzt werden, während Weibchen nur flache Unebenheiten aufweisen. Zudem sind die Antennen der Männchen behaarter und ihr Abdomen ist schmaler als der breitere Hinterleib der Weibchen.13 Eine sichere Geschlechtsbestimmung ist auch anhand der Bauchplatten (Sternite) möglich, da Männchen neun und Weibchen sieben sichtbare Segmente aufweisen.3 Die Larven (Nymphen) ähneln den Adulten, sind jedoch kleiner und besitzen noch keine voll entwickelten Geschlechtsorgane.5 Frisch geschlüpfte Nymphen sind etwa 0,5 cm lang und zunächst weiß, bevor ihr Exoskelett aushärtet und nachdunkelt.15 Die Art ist eng mit Gromphadorhina laevigata und Gromphadorhina oblongonota verwandt, die ähnliche morphologische Merkmale aufweisen.2