Die adulte Lucilia sericata erreicht eine Körperlänge von 8–10 mm und zeichnet sich durch eine metallisch blau-grüne oder kupfergrüne Grundfärbung aus. Dieser schillernde Glanz entsteht durch Strukturfarben in den Kutikulaschichten, wobei das Abdomen oft schwarze Längsstreifen aufweist. Der Kopf trägt große, rotbraune Komplexaugen und gelbe Mundwerkzeuge, die als Leckrüssel ausgebildet sind. Ein charakteristisches Merkmal sind die Antennen, die eine orangefarbene Arista besitzen. Auf dem dorsalen Mesothorax befinden sich drei kräftige postsuturale acrostichale Borsten, was ein wichtiges taxonomisches Bestimmungsmerkmal darstellt. Die Beine bestehen aus schwarzen Femora und gelben Tarsen, wobei die Vorderfemora dunkel metallisch blau-schwarz gefärbt sind. Ein Sexualdimorphismus zeigt sich in der Augenstellung: Männchen besitzen holoptische Augen, die sich dorsal fast berühren, während Weibchen dichoptische Augen mit einer breiteren Stirn (Frons) haben. Zudem verfügen Weibchen über einen Ovipositor zur Eiablage.1 Lucilia sericata lässt sich von der ähnlichen Lucilia cuprina durch die dritte postsuturale acrostichale Borste sowie die dunklen Vorderfemora unterscheiden, die bei L. cuprina grün sind. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind die hellbraune Frontoclypealmembran und eine Stirn, die doppelt so breit ist wie die Parafrontalbreite.1 Die länglichen, bananenförmigen Eier sind weiß bis blassgelb und messen etwa 1–1,5 mm.12 Die als Maden bezeichneten Larven sind glatt, konisch geformt und cremig weiß bis gelb gefärbt.1 Sie durchlaufen drei Larvenstadien und wachsen von 0,5–2,5 mm im ersten Stadium auf bis zu 12–18 mm heran.24 Im dritten Stadium besitzen sie prominente Mundhaken zur Nahrungsaufnahme und deutliche Atemöffnungen (Spirakel).2 Die Tönnchenpuppen sind 9–12 mm lang, fassförmig und verfärben sich von weiß zu rotbraun, während das Larvenexoskelett aushärtet.12