- Die IUCN stuft den Riesenstorch auf der Vorwarnstufe near threatened ein, da die Bestände in Asien seit Mitte der 1950er Jahre abnehmen, während die australische Population stabil ist.
- Weltweit wird der Bestand auf 10.000 bis 21.000 geschlechtsreife Individuen geschätzt.
- Bezüglich der Geschlechterunterschiede weist das Weibchen eine gelbe Iris auf, während das Männchen eine braune Iris besitzt.
- Jungvögel unterscheiden sich von adulten Tieren durch ein hellbraunes Gefieder sowie dunkle Beine.
- Die Beine der erwachsenen Vögel sind hellrot gefärbt.
- Neben natürlichen Feuchtgebieten werden auch kleine künstliche Gewässer wie Wasserspeicher und Rieselfelder für die Nahrungssuche genutzt.
- In Pakistan brütete die Art noch bis in die 1970er Jahre im Indusdelta, wo heute nur noch wenige Individuen vorkommen.
- Auf Sri Lanka umfasst der Bestand weniger als fünfzig geschlechtsreife Individuen.
- Die australischen Habitate sind vor allem durch zunehmende Entwässerung sowie die Ausbreitung der eingeführten Pflanzenart Mimosa pigra gefährdet.
- Verwilderte Wasserbüffel beeinträchtigen die Marschregionen an Australiens Nordküste durch Bodenerosion auf Trampelpfaden und in Suhlen sowie durch Veränderungen der Flora negativ.1
Cicogna dal collo nero Ephippiorhynchus asiaticus
Illustrazione generata dall'IA (non una fotografia)
Classificazione
Tassonomia
- Regno
- Animalia
- Phylum
- Chordata
- Classe
- Aves
- Ordine
- Ciconiiformes
- Famiglia
- Ciconiidae
- Genere
- Ephippiorhynchus
Panoramica
Einleitung
Der Schwarzhalsstorch (Ephippiorhynchus asiaticus), auch als Riesenstorch oder Großstorch bekannt, ist eine der beiden Vogelarten aus der Gattung der Großstörche innerhalb der Familie der Störche (Ciconiidae). Die Art ist im indo-australischen Raum verbreitet und besiedelt dort Feuchtgebiete in tropischen und subtropischen Regionen von Südindien bis nach Australien. Bis 1985 wurde die Art aufgrund des fehlenden Schnabelaufsatzes in die Gattung Xenorhynchus gestellt, wodurch sie sich morphologisch vom Sattelstorch (Ephippiorhynchus senegalensis) unterscheidet.1
In breve
Fakten (kompakt)
Cicogna dal collo nero: foto di avvistamenti reali
Riconoscere
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der Schwarzhalsstorch (Ephippiorhynchus asiaticus) ist ein auffälliger, sehr großer und schwarz-weiß gefiederter Vogel aus der Familie der Störche. Adulte Exemplare erreichen eine Körperlänge von 110 bis 137 cm, wobei allein 30 cm auf den massiven, schwarzen Schnabel entfallen. Die Flügelspannweite dieses großen Storches beträgt 190 bis 218 cm. Kopf, Hals und die Schwingfedern sind glänzend schwarz gefärbt, während das übrige Körpergefieder rein weiß ist. Im Gegensatz zu dem nah verwandten Sattelstorch fehlt der Art der charakteristische Schnabelaufsatz. Die Beine des Riesenstorchs zeichnen sich durch eine auffällige hellrote Färbung aus. Zwischen den Geschlechtern existiert ein gering ausgeprägter Sexualdimorphismus bezüglich der Augenfarbe. Männchen besitzen eine braune Iris, während die Iris beim Weibchen gelb gefärbt ist. Jungvögel unterscheiden sich deutlich von den adulten Tieren durch ein hellbraunes Gefieder und dunkle Beine. Zur genauen Eibeschreibung ist bekannt, dass Weibchen 3 bis 5 Eier in große Nester legen. Belastbare morphologische Daten zu Larven oder Puppen fehlen, da es sich um eine Vogelart handelt. Als Abgrenzung zu anderen Arten dient vor allem das Kombination aus schwarz-weißem Gefieder, schwarzem Hals und Kopf sowie den hellroten Beinen im indo-australischen Raum.1
Ritratto
Beschreibung
Der Riesenstorch (Ephippiorhynchus asiaticus) repräsentiert gemeinsam mit dem Sattelstorch die Gattung der Großstörche innerhalb der Familie der Ciconiidae. Als einziger Vertreter seiner Familie im Indo-Australischen Raum besetzt die Art ein riesiges Verbreitungsgebiet von Südindien über Vietnam bis nach Australien. Mit einer Körperlänge von 110 bis 137 Zentimetern und einer Flügelspannweite von 190 bis 218 Zentimetern zählt der Vogel zu den imposanten Erscheinungen seiner Ordnung. Das Erscheinungsbild im natürlichen Habitat ist durch ein kontrastreiches Gefieder geprägt, bei dem Kopf, Hals und Schwingfedern tiefschwarz glänzen, während der restliche Körper weiß gefärbt ist. Auffällig ist zudem der massive, bis zu 30 Zentimeter lange schwarze Schnabel, der im Gegensatz zu den hellroten Beinen steht. Bis zum Jahr 1985 wurde die Art aufgrund des fehlenden Schnabelaufsatzes in die Gattung Xenorhynchus eingeordnet. Hinsichtlich des Sexualdimorphismus zeigt sich ein feiner Unterschied in der Iris: Weibchen besitzen eine gelbe, Männchen hingegen eine braune Iris. Jungvögel heben sich durch ein hellbraunes Gefieder und dunkle Beine von den adulten Tieren ab. In ihrem Verhalten zeichnen sich die Vögel durch eine extrem gemächliche Fortbewegung aus, bei der sie meist weniger als einen Schritt pro Sekunde machen. Die Schrittweite variiert dabei erheblich zwischen 80 Zentimetern und 1,2 Metern. Bei der Nahrungssuche im Flachwasser nutzen sie eine Taktik, bei der sie den Schnabel leicht geöffnet durch die Wasseroberfläche führen. Fliehende Beute wird im schnellen Lauf mit ausgebreiteten Flügeln verfolgt. Für den Abflug nutzen Riesenstörche häufig eine aufrechte Startposition aus dem Stand, bei der sie sich nach vorne lehnen und den Hals absenken. Belastbare Daten zur genauen Fortpflanzungsbiologie und den embryonalen Entwicklungsstadien fehlen weitgehend, da dieser Lebensabschnitt bislang nur unzureichend untersucht ist.1
Sistematica
Name & Einordnung
Der Schwarzhalsstorch, auch als Riesenstorch oder Großstorch bekannt, ist wissenschaftlich unter dem Namen Ephippiorhynchus asiaticus beschrieben. Bis zum Jahr 1985 wurde die Art aufgrund des fehlenden, für den Sattelstorch charakteristischen Schnabelaufsatzes in die Gattung Xenorhynchus eingeordnet.1 Heute wird die Art der Gattung Ephippiorhynchus innerhalb der Familie der Störche (Ciconiidae) zugeordnet.13 Innerhalb der Art werden zwei Unterarten unterschieden: die Nominatform Ephippiorhynchus asiaticus asiaticus sowie Ephippiorhynchus asiaticus australis. Neben den deutschen Trivialnamen Riesenstorch und Großstorch ist die Art international unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt.1
Modo di vita
Biologie & Lebenszyklus
Der Riesenstorch (Ephippiorhynchus asiaticus) führt eine weitgehend solitäre Lebensweise und tritt einzeln, in Paaren oder kleinen Familiengruppen auf. Die Fortpflanzungsbiologie der Art ist bislang nur unzureichend untersucht, wobei der Höhepunkt der Fortpflanzungszeit im australischen Northern Territory vermutlich von April bis Juni liegt. Das Brutgeschäft findet einzeln in Feuchtgebieten oder deren Randzonen statt. Die Nester werden vorwiegend hoch oben in Kronen von Bäumen errichtet, die gewöhnlich im Wasser stehen, während sie in Mangrovensümpfen gelegentlich auch in geringeren Höhen von vier Metern zu finden sind. Das aus dünnen Ästen und Stöckchen erbaute Nest misst im Durchmesser 1,2 bis 2 Meter und wird mit trockenem Gras sowie Schilf ausgelegt. Vermutlich sind beide Elterntiere am Nestbau beteiligt. Das Weibchen legt ein Gelege aus 3 bis 5 Eiern in diese großen Horste. Sowohl das Bebrüten der Eier als auch die anschließende Aufzucht der Jungvögel werden gemeinschaftlich von beiden Elternteilen übernommen. Gelegentlich transportieren die Altvögel Wasser zum Nest, um damit die Eier und Jungtiere zu benetzen. Das Nahrungsspektrum des Riesenstorchs umfasst Fische, Frösche, große Insekten sowie kleine Vögel, Schlangen, Eidechsen und Nagetiere. Bei der Nahrungssuche im Flachwasser läuft der Vogel sehr langsam und hält den Schnabel leicht geöffnet, um Wasseroberfläche und Unterwasservegetation abzusuchen. Entdeckte Beutetiere werden durch blitzartiges Schließen des Schnabels ergriffen, angehoben und durch eine Rückwärtsbewegung des Kopfes verschluckt. Alternativ lauert der Riesenstorch bewegungslos auf Beute, die sich in seine Reichweite begibt. Erbeutete Schlangen tötet der Storch durch heftiges Schütteln und Schlagen auf den Boden, bevor er sie im Ganzen herunterschluckt. Bezüglich der Bestandsbedrohung wirken sich in Australien vor allem Lebensraumverlust durch Entwässerung, Wasserverschmutzung, menschliche Störungen im Brutgebiet sowie negative ökologische Veränderungen durch invasive Pflanzen wie Mimosa pigra und verwilderte Wasserbüffel aus.1
Modo di vita
Verhalten
Der Schwarzhalsstorch (Ephippiorhynchus asiaticus) lebt einzeln, in Paaren oder kleinen Familiengruppen in Gewässernähe. Bei der Fortbewegung auf dem Boden geht der Vogel gewöhnlich sehr langsam mit maximal einem Schritt pro Sekunde vor, wobei die Schrittweite 80 Zentimeter bis 1,2 Meter beträgt. Fliehende Beute wird in einem schnelleren Lauf verfolgt, bei dem die Vögel ihre Flügel ausbreiten. Den Abflug leiten die Tiere ein, indem sie aufrecht mit leicht angehobenem Schnabel und angelegtem Gefieder dastehen, sich nach vorne lehnen, Hals und Kopf absenken, die Flügel öffnen und abspringen; aufgeschreckte Exemplare fliegen auch direkt aus dem Lauf mit einigen flügelschlagenden Schritten auf. Während der Nahrungssuche läuft der Storch sehr langsam durch Flachwasserzonen und sucht die Wasseroberfläche sowie die Unterwasservegetation ab, wobei er den Schnabel leicht offen hält. Findet er Beutetiere unter der Wasseroberfläche, schnappt er blitzschnell zu, hebt den Kopf an und schluckt die Beute durch eine Rückwärtsbewegung hinunter. Alternativ wartet der Riesenstorch gelegentlich bewegungslos, bis Beutetiere in seine Reichweite gelangen. Schlangen werden nach dem Fang durch heftige Kopfbewegungen so lange geschüttelt und auf den Boden geschlagen, bis sie tot sind, bevor sie ganz verschlungen werden. Zur Wasseraufnahme beugen sich die Vögel herab, nehmen mit offenem Schnabel Wasser auf, heben den Kopf in waagerechter Haltung an und schlucken es anschließend. Gelegentlich transportieren sie Wasser zum Nest, um damit Eier und Jungtiere zu benetzen. Belastbare Daten zu weiteren Verhaltensweisen wie Territorialität, Aggregationsverhalten oder spezifischen Kommunikationsformen fehlen bislang.1
Modo di vita
Ökologie
Der Lebensraum des Riesenstorchs (Ephippiorhynchus asiaticus) umfasst Feuchtgebiete der tropischen und subtropischen Klimazone sowie Flussmündungen, Grasland und locker waldbestandene Regionen. Für die Nahrungssuche benötigt die Art Süß- und Salzwasser mit einer Gewässertiefe von bis zu 0,5 m, wobei Süßwasserhabitate präferiert werden. Das Nahrungsspektrum besteht aus Fischen, Fröschen, großen Insekten sowie kleinen Vögeln, Schlangen, Eidechsen und Nagetieren. Belastbare Daten zur vollständigen Quantifizierung des Nahrungsspektrums fehlen bislang. Bei der Nahrungssuche durchläuft der Storch die Flachwasserzone langsam oder lauert beutegreifend bewegungslos im Habitat. In Australien wird der ökologische Lebensraum durch die eingeführte Mimosenart Mimosa pigra sowie durch verwilderte Wasserbüffel negativ beeinflusst. Letztere verstärken durch Trampelpfade und Suhlen die Bodenerosion, verändern die Flora und begünstigen das Eindringen von Salzwasser in Süßwasserhabitate, wodurch geeignete Flächen rückläufig sind.1
Diffusione
Vorkommen & Lebensraum
Der Riesenstorch (Ephippiorhynchus asiaticus) ist als einziger Vertreter seiner Gattung im indo-australischen Raum beheimatet und erstreckt sich von Südindien über Vietnam bis nach Australien. Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst vor allem Feuchtgebiete in tropischen und subtropischen Klimazonen. In diesen Regionen besiedelt die Art neben Flussmündungen auch offenes Grasland und locker waldbestandene Gebiete. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt heute im Norden Australiens, während die Populationen in Südostasien stark rückläufig sind und insgesamt auf weniger als 1.000 Individuen geschätzt werden. In Pakistan brütete der Riesenstorch früher noch im Indusdelta, kommt dort mittlerweile jedoch nur noch mit wenigen Individuen vor. In Bangladesch tritt die Art nur noch als Irrgast auf, und auf Sri Lanka überleben weniger als 50 geschlechtsreife Individuen. In Thailand und Laos gilt der Riesenstorch als nahezu ausgestorben, während in Kambodscha nur noch wenige Paare brüten. Regional kommt die Art auf Papua-Neuguinea noch häufig vor. Für die Nahrungssuche ist die Art auf Süß- und Salzwasser angewiesen, wobei Habitate mit Süßwasser und einer geringen Gewässertiefe von bis zu 0,5 m präferiert werden. Neben natürlichen Feuchtgebieten nutzt der Riesenstorch auch künstliche Kleingewässer wie Wasserspeicher und Rieselfelder. In Australien führt zunehmende Entwässerung zu einem kontinuierlichen Rückgang geeigneter Habitate. Zusätzlich beeinträchtigen invasive Arten wie die eingeführte Mimosenart Mimosa pigra sowie verwilderte Wasserbüffel den Lebensraum nachhaltig. Letztere verstärken durch Trampelpfade und Suhlen die Bodenerosion und begünstigen das Eindringen von Salzwasser in Süßwasserbiotope. Während australische Riesenstörche überwiegend als Standvögel leben, wandern vor allem Jungvögel weit von ihren Geburtsorten ab.1
Avvistamenti
Analisi comunitaria
Stagionalità
Saisonalität & Aktivität
Der Ephippiorhynchus asiaticus zeigt als tropischer und subtropischer Vogel ein an die jeweiligen regionalen Regen- und Trockenzeiten angepasstes Aktivitätsmuster. Belastbare Daten zur genauen Fortpflanzungszeit sind bisher unzureichend, jedoch liegt der Höhepunkt der Fortpflanzungszeit im Northern Territory vermutlich zwischen April und Juni. In Australien verhalten sich adulte Ephippiorhynchus asiaticus überwiegend als Standvögel. Das artspezifische Wanderungsverhalten zeigt sich primär bei Jungvögeln, welche sehr weit von ihrem Geburtsort abwandern und dadurch in Regionen außerhalb des regulären Verbreitungsgebietes beobachtet werden.1 Über tages- oder nachtzeitliche Aktivitätsmuster liegen in der wissenschaftlichen Literatur keine systematischen Untersuchungen vor. Das öffentliche Informationsinteresse im deutschsprachigen Raum weist diffuse saisonale Schwankungen mit leichten Peaks im Juni und Dezember auf, ohne dass hieraus direkte Rückschlüsse auf die biologische Aktivität im natürlichen Habitat gezogen werden können.
Stagionalità
Stagionalità e andamento della domanda
Basato sul Silver Power Trend Index, il nostro modello basato su dati di ricerca e osservazioni naturalistiche
Attività stagionale
Sviluppo nel corso degli anni
In pratica
Bedeutung, Schäden & Prävention
Der Schwarzhalsstorch (Ephippiorhynchus asiaticus) ist ein freilebender Wildvogel ohne schädliche Bedeutung für die menschliche Wirtschaft oder Gesundheit, weshalb weder Bekämpfungsmaßnahmen noch eine Einstufung als Schädling oder Nützling existieren. Schadpotenziale oder typische Schadbilder durch die Art sind nicht bekannt. Medizinische oder gesundheitliche Relevanzen wie Allergien oder Vektorenfunktionen sind durch den Riesenstorch nicht gegeben. Belastbare Daten zu spezifischen Befallsanzeichen oder Früherkennungsmethoden fehlen, da es sich um keinen Schadorganismus handelt. Präventionsmaßnahmen im Sinne des baulichen oder hygienischen Schutzes sind für die Art nicht erforderlich. Monitoring-Methoden werden nicht zur Schadensabwehr eingesetzt, jedoch wird der weltweite Bestand von der IUCN auf 10.000 bis 21.000 geschlechtsreife Individuen geschätzt. Biologische, physikalische oder chemische Bekämpfungsmaßnahmen existieren nicht, da die Art unter Schutz steht und in Asien als gefährdet (near threatened) eingestuft wird. Integrierte Schädlingsbekämpfung (IPM) ist auf die Art folglich nicht anwendbar. Rechtliche Aspekte beschränken sich auf den Schutzstatus der Art in ihrem natürlichen Verbreitungsraum. Gefährdungen gehen vor allem von Habitatzerstörung, Wasserverschmutzung und menschlichen Störungen in den Brutgebieten aus. Zusätzlich beeinträchtigen eingeführte Pflanzenarten wie Mimosa pigra und verwilderte Wasserbüffel die lokalen Feuchtgebiete und reduzieren geeignete Habitate.1
Riferimenti