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Afide del ribes Cryptomyzus ribis

Afide del ribes (Cryptomyzus ribis), illustrazione IA

Illustrazione generata dall'IA (non una fotografia)

Rischio medio

Classificazione

Tassonomia

Nome accettato
Regno
Animalia
Phylum
Arthropoda
Classe
Insecta
Ordine
Hemiptera
Famiglia
Aphididae
Genere
Cryptomyzus
Specie
Cryptomyzus ribis

Nome scientifico Cryptomyzus ribis (Linnaeus, 1758)

Panoramica

Einleitung

Die Johannisbeerblasenlaus (Cryptomyzus ribis) ist eine Blattlausart aus der Familie der Röhrenblattläuse (Aphididae). Die Art ist im nördlichen und mittleren Europa häufig und weit verbreitet. Sie gilt als wirtswechselnder Schädling, der an Blättern von Johannisbeeren (Ribes spp.) auffällige gallenartige Aufwölbungen verursacht, im Regelfall jedoch keine große wirtschaftliche Bedeutung hat.1 Ähnliche Gallen werden unter anderem von der ebenfalls häufigen Art Hyperomyzus lactucae ausgebildet.2

In breve

Fakten (kompakt)

  • Die Siphunculi der ungeflügelten parthenogenetischen Weibchen erreichen etwa ein Fünftel der Körperlänge und sind zylindrisch oder zur Spitze hin sehr schwach keulig verdickt.
  • Die Antennen der Tiere sind lang, schlank und messen ungefähr das 1,2-fache der Körperlänge.
  • Bei geflügelten Exemplaren sind die Adern der glasartig hyalinen Flügel schmal braun gesäumt.
  • Geflügelte parthenogenetische Weibchen tragen auf der Oberseite des Hinterleibs einen großen, fast quadratischen schwarzen Fleck, der bei Männchen entlang der Segmentgrenzen fensterartig durchbrochen ist.
  • Als Sommerwirte dienen vor allem Pflanzen der Gattung der Ziese (Stachys), wobei im Baltikum fast ausschließlich der Sumpf-Ziest (Stachys palustris) und in England der Wald-Ziest (Stachys sylvatica) genutzt werden.1
  • Nach Untersuchungen des Entomologen J. Adriaan Guldemond gilt der Sumpf-Ziest als die am besten geeignete Wirtsart für den Sommeraufenthalt.
  • In den Niederlanden wurden ausnahmsweise Stämme beschrieben, die ihren Lebenszyklus komplett an der Johannisbeere ohne Wirtswechsel vollenden können.
  • Im Gegensatz zu vielen anderen Blattlausarten werden Vertreter der Gattung Cryptomyzus nicht von Ameisen besucht.1

Riconoscere

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Johannisbeerblasenlaus (Cryptomyzus ribis) weist je nach Stadium im Lebenszyklus stark unterschiedliche morphologische Merkmale auf. Ungeflügelte parthenogenetische Weibchen erreichen eine Körperlänge von 1,6 bis 2,3 Millimetern und besitzen einen etwas langgestreckt ovalen Körperumriss. Ihre Grundfärbung ist unspezifisch blassgrün, gelblich bis weißlich, gelegentlich mit einem grünen Längsband auf der Dorsalseite. Sehr typisch für alle Arten der Gattung sind keulenförmig verdickte Haare, die auf der gesamten Oberseite des Körpers verteilt sind. Die Antennen dieser Morphe sind lang und schlank gestaltet und erreichen etwa das 1,2-fache der Körperlänge. Die paarigen Siphunculi nahe dem Hinterleibsende sind lang, etwa ein Fünftel der Körperlänge, und zylindrisch oder zur Spitze hin sehr schwach keulig verdickt. Im Durchmesser sind diese Röhrenorgane schmaler als die Schiene der Hinterbeine. Geflügelte parthenogenetische Weibchen ähneln den ungeflügelten Tieren, besitzen jedoch auf der Oberseite des Hinterleibs hinten einen großen schwarzen, fast quadratischen Fleck. Bei den geflügelten Männchen ist dieser charakteristische Fleck entlang der Segmentgrenzen fensterartig durchbrochen. Die Adern der ansonsten glasartig hyalinen Flügel sind bei den alaten Tieren schmal braun gesäumt. Eine genaue Artbestimmung innerhalb der Gattung ist aufgrund der feinen morphologischen Abgrenzungen nur anhand mikroskopischer Merkmale durch Spezialisten möglich. Ähnliche Blattgallen an Johannisbeeren werden unter anderem von der ebenfalls häufigen Art Hyperomyzus lactucae ausgebildet. Belastbare morphologische Daten oder Beschreibungen zu Eiern, Puppen oder spezifischen Larvenstadien außerhalb der publizierten Grundstadien fehlen in der gegenwärtigen Literaturlage weitgehend.1

Ritratto

Beschreibung

Die Johannisbeerblasenlaus (Cryptomyzus ribis) ist eine im nördlichen und mittleren Europa häufig sowie weit verbreitete Röhrenblattlaus aus der Familie der Aphididae. Sie zeichnet sich durch einen wirtswechselnden Lebenszyklus aus, bei dem im Herbst Eier an den Triebe von Johannisbeeren (Ribes spp.) abgelegt werden. Im Frühjahr schlüpfende Nymphen wandern zu den neu ausgetriebenen Blättern, an deren Unterseite sie saugen. Durch diesen Saugvorgang entstehen gallenartige Wucherungen, die als blasenartige, oft rot oder gelblich gefärbte Aufwölbungen der Blattspreite in Erscheinung treten. Im Inneren dieser auf der Blattunterseite geöffneten Blasen leben die Kolonien, meist in relativ geringer Individuenzahl pro Galle. Ungeflügelte parthenogenetische Weibchen erreichen eine Körperlänge von 1,6 bis 2,3 Millimeter und besitzen einen langgestreckt ovalen Körperumriss. Sie sind blass gefärbt und zeigen meist eine unspezifisch blassgrüne, gelbliche bis weißliche Färbung, gelegentlich ergänzt durch ein grünes Längsband. Als anatomische Besonderheit besitzen alle Arten der Gattung keulenförmig verdickte Haare auf der gesamten Dorsalseite des Körpers. Die Siphunculi sind lang, erreichen etwa ein Fünftel der Körperlänge und sind zylindrisch oder zur Spitze hin sehr schwach keulig verdickt. Ihre Antennen sind lang und schlank, und messen etwa das 1,2-fache der Körperlänge. Geflügelte parthenogenetische Weibchen ähneln den ungeflügelten Formen, besitzen jedoch auf der Oberseite des Hinterleibs hinten einen großen, fast quadratischen schwarzen Fleck. Bei geflügelten Männchen ist dieser Fleck entlang der Segmentgrenzen fensterartig durchbrochen. Die Adern der glasartig hyalinen Flügel weisen bei alaten Tieren eine schmale braune Säumung auf. Eine zuverlässige Unterscheidung der Arten innerhalb der Gattung ist nur anhand mikroskopischer Merkmale durch Spezialisten möglich. Im Hochsommer werden in den Kolonien geflügelte Weibchen produziert, die zu krautigen Sommerwirten aus der Familie der Lamiaceae wechseln. Hauptwirte sind dabei Arten der Gattung Stachys, wobei der Sumpf-Ziest (Stachys palustris) nach Untersuchungen besonders geeignet ist. Nach Ausnahmen in den Niederlanden können bestimmte Stämme ihren gesamten Lebenszyklus ohne Wirtswechsel an der Johannisbeere vollenden. Im Herbst kehren geflügelte Weibchen zur Eiablage auf die Johannisbeeren zurück. Im Gegensatz zu vielen anderen Blattlausarten werden Vertreter der Gattung Cryptomyzus nicht von Ameisen besucht. Die Art wurde bereits von Carl von Linné im Jahr 1758 als Aphis ribis erstbeschrieben und dient als Typusart der Gattung Cryptomyzus.1

Sistematica

Name & Einordnung

Die Johannisbeerblasenlaus (Cryptomyzus ribis) gehört zur Familie der Röhrenblattläuse (Aphididae) innerhalb der Ordnung der Schnabelkerfe (Hemiptera). Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1758 durch Carl von Linné unter dem basionymen Namen Aphis ribis. Später wurde die Art der Gattung Cryptomyzus zugeordnet, welche 1922 durch Östlund begründet wurde, wobei Cryptomyzus ribis als Typusart der Gattung fungiert. Innerhalb der Systematik wird die Gattung in die Tribus Macrosiphini der Unterfamilie Aphidinae eingeordnet. Als deutscher Trivialname ist neben Johannisbeerblasenlaus auch Johannisbeerblattlaus gebräuchlich. Im englischen Sprachraum ist die Art unter Bezeichnungen wie currant aphid oder lettuce aphid bekannt, wobei der Lebenszyklus mit dem Wirtswechsel zu krautigen Pflanzen einhergeht.1 Die Gattung Cryptomyzus umfasst weltweit 18 Arten in vier Untergattungen, von denen Cryptomyzus ribis zur Nominatuntergattung Cryptomyzus s. str. gehört.1

Modo di vita

Biologie & Lebenszyklus

Die Johannisbeerblasenlaus (Cryptomyzus ribis) ist eine wirtswechselnde Blattlausart, deren Lebenszyklus eng mit dem Wechsel zwischen Gehölzen der Gattung Ribes und krautigen Sommerwirten verknüpft ist. Im Herbst legen begattete Weibchen Eier an den Trieben von Johannisbeeren ab, die dort als Überwinterungsstadium dienen. Aus diesen Eiern schlüpfen im Frühjahr die Nymphen, welche zu den neu ausgetriebenen Blättern wandern. An der Blattunterseite saugend erzeugen sie durch ihren Saugvorgang charakteristische, blasenartige und oft rot verfärbte Gallen. Im Inneren dieser geschützten Gallen leben die ungeflügelten parthenogenetischen Weibchen, die eine Körperlänge von 1,6 bis 2,3 mm erreichen und blassgrün bis weißlich gefärbt sind. Durch Viviparie erzeugen diese Mütter rasch weiteren weiblichen Nachwuchs, der benachbarte Blätter besiedelt. Im Hochsommer, meist im Juli, bringen die Kolonien geflügelte (alate) Weibchen hervor, die den Sommerwirt aufsuchen. Bei diesen Sommerwirten handelt es sich stets um krautige Pflanzen aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Als Hauptwirt fungieren Arten der Gattung Stachys, wobei beispielsweise der Sumpf-Ziest (Stachys palustris) nach Untersuchungen als besonders geeignet gilt. Am Sommerwirt läuft eine Reihe weiterer flügelloser, parthenogenetischer und viviparer Generationen ab. Schließlich entstehen dort im Herbst erneut geflügelte Weibchen, die den Rückflug zu den Johannisbeeren antreten, um den Generationswechsel zu vollenden. Als Ausnahmeerscheinung sind aus den Niederlanden Stämme bekannt, die ihren gesamten Lebenszyklus ohne Wirtswechsel ausschließlich an Johannisbeeren absolvieren können. Die Ernährung erfolgt in allen Stadien rein phytophag durch das Saugen an Pflanzensaft, wobei die Art im Gegensatz zu vielen anderen Blattläusen nicht von Ameisen besucht wird. Belastbare quantitative Daten zu exakten Entwicklungsdauern, spezifischen Mortalitätsfaktoren, konkreten Parasitoiden oder der genauen Anzahl der Larvenstadien fehlen in der aktuellen Datenlage für Cryptomyzus ribis weitgehend.1

Modo di vita

Verhalten

Das Verhalten von Cryptomyzus ribis ist stark durch einen obligatorischen Wirtswechsel zwischen Gehölzen und krautigen Pflanzen geprägt. Im Frühjahr schlüpfende Nymphen wandern aktiv zu den neu ausgetriebenen Blättern der Johannisbeere, an deren Unterseite sie saugen. Durch diesen Saugvorgang entstehen gallenartige, blasenartige Aufwölbungen der Blattspreite, in deren Innerem die Tiere in relativ geringer Dichte leben. Im Hochsommer, meist im Juli, werden in den Kolonien geflügelte Weibchen produziert, die den Primärwirt aktiv fliegend verlassen. Diese alaten Tiere suchen als Sommerwirt krautige Arten aus der Familie der Lamiaceae auf, wobei der Hauptwirt in der Regel Vertreter der Gattung Stachys sind. Nach mehreren Generationen auf dem Sommerwirt wandern im Herbst wiederum geflügelte Weibchen zurück auf die Johannisbeeren, wo die Eiablage an den Trieben erfolgt. Als Ausnahme sind aus den Niederlanden Stämme bekannt, die ihren gesamten Lebenszyklus ohne Wirtswechsel an der Johannisbeere vollenden. Ein Besuch oder eine Interaktion durch Ameisen findet bei Arten der Gattung Cryptomyzus nicht statt.1

Modo di vita

Ökologie

Die ökologische Nische von Cryptomyzus ribis ist durch einen obligaten Wirtswechsel zwischen verholzten Johannisbeeren (Ribes spp.) als Primärwirt und krautigen Lippenblütlern (Lamiaceae) als Sekundärwirt charakterisiert. Im Frühjahr besiedeln die schlüpfenden Nymphen die Unterseite der neu ausgetriebenen Blätter von Roten und Schwarzen Johannisbeeren, wo sie durch ihre Saugtätigkeit auffällige, oft rot oder gelblich gefärbte Blattgallen erzeugen. Im Inneren dieser blasigen Aufwölbungen leben die relativ wenigen Individuen pro Galle geschützt vor äußeren Einflüssen. Im Hochsommer, meist im Juli, wandern geflügelte Weibchen ab und suchen krautige Sommerwirte auf, wobei Arten der Gattung Stachys (Ziest) als Hauptwirt bevorzugt werden. Nach Datenlage ist der Sumpf-Ziest (Stachys palustris) im Baltikum und der Wald-Ziest (Stachys sylvatica) in England besonders geeignet. Als seltene Ausnahme können bestimmte Stämme in den Niederlanden ihren gesamten Lebenszyklus ohne Wirtswechsel an Johannisbeeren vollenden. Im Gegensatz zu vielen anderen Blattlausarten werden Vertreter der Gattung Cryptomyzus nicht von Ameisen besucht. Konkurrenzbeziehungen bestehen im Lebensraum an Johannisbeeren unter anderem zur Kleinen Johannisbeertrieblaus (Aphis schneideri) sowie zu Hyperomyzus lactucae, wobei Cryptomyzus ribis meist in geringerer Dichte auftritt und das Wachstum der Wirtssträucher kaum beeinträchtigt.1

Diffusione

Vorkommen & Lebensraum

Die Johannisbeerblasenlaus (Cryptomyzus ribis) besitzt ihr natürliches Verbreitungsgebiet in der nördlichen Paläarktis. Ihr Areal erstreckt sich in Europa von Skandinavien und Großbritannien südwärts bis nach Ungarn. Nach Osten reicht die natürliche Verbreitung über das nördliche Asien bis nach Japan. Darüber hinaus wurde die Art nach Nordamerika eingeschleppt, wo sie heute als eingebürgert gilt. In Europa sowie im deutschsprachigen Raum ist sie häufig und weit verbreitet.1 Als terrestrische Art besiedelt sie bevorzugt Standorte, an denen ihre Wirtspflanzen vorkommen. Der Lebensraum umfasst primär Strauchhecken und Gärten mit Beständen von Johannisbeeren (Ribes spp.) als Primärwirt. Für den Wirtswechsel nutzt die Art im Sommer verschiedene krautige Pflanzen aus der Familie der Lippenblütler, insbesondere Arten der Gattung Stachys. In Siedlungsbereichen und Gärten ist sie regelmäßig an kultivierten Johannisbeersträuchern anzutreffen.1 Belastbare Daten zur genauen Vertikalverbreitung oder spezifischen Höhenstufen liegen in der wissenschaftlichen Literatur nicht vor. Dennoch spiegelt die flächendeckende Präsenz in Kulturlandschaften die weite ökologische Amplitude der Art wider.1

Diffusione

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Darmstadt, Hessen, Deutschland

    24/04/2026

  • Hessen, Deutschland

    23/04/2026

  • Niemcy

    23/04/2026

  • Nordrhein-Westfalen, Deutschland

    22/04/2026

  • Deutschland

    22/04/2026

Dati: iNaturalist

Avvistamenti

Analisi comunitaria

OpenInsect
2
Avvistamenti negli ultimi 12 mesi
Dati della community Silberkraft
Ultimo il 30/05/2026
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Stagionalità

Saisonalität & Aktivität

Cryptomyzus ribis durchläuft im Jahresverlauf einen komplexen Lebenszyklus mit einem Wirtswechsel zwischen Holz- und Kräuterpflanzen. Die Überwinterung erfolgt als Ei an den Trieben verschiedener Ribes-Arten wie der Roten Johannisbeere. Im Frühjahr schlüpfen die Nymphen, die zu den neu ausgetriebenen Blättern wandern und dort an der Unterseite saugen. Durch diesen Saugvorgang entstehen charakteristische, blasenartige Aufwölbungen der Blattspreite. Innerhalb dieser Gallen vermehren sich die Tiere parthenogenetisch und bringen vivipar weiblichen Nachwuchs hervor. Im Hochsommer, meist im Juli, werden geflügelte Weibchen gebildet, welche die Johannisbeersträucher verlassen. Diese alaten Tiere suchen als Sommerwirtsarten krautige Pflanzen aus der Familie der Lamiaceae, insbesondere Vertreter der Gattung Stachys, auf. Auch auf dem Sommerwirt werden mehrere Generationen flügelloser und geflügelter parthenogenetischer Weibchen generiert. Schließlich kehren im Herbst geflügelte Weibchen auf die Holzwirte zurück, um die überwinternden Eier abzulegen. In den Niederlanden wurden zudem Ausnahmen dokumentiert, bei denen Populationen ihren gesamten Lebenszyklus ohne Wirtswechsel an Ribes vollenden.1 Das öffentliche Suchinteresse zeigt im Februar erste geringe Ausschläge, was mit der nahenden Gartensaison korreliert.2

In pratica

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Johannisbeerblasenlaus (Cryptomyzus ribis) wird als gärtnerischer und landwirtschaftlicher Schädling von geringer wirtschaftlicher Bedeutung eingestuft. Durch den Saugvorgang an den Blattunterseiten im Frühjahr entstehen an den Blättern von Johannisbeerarten (Ribes spp.), insbesondere der Roten und Schwarzen Johannisbeere, gallenartige, blasenartige Aufwölbungen der Blattspreite. Diese oft rot oder gelblich gefärbten Blattgallen sind zwar sehr auffällig, beeinträchtigen das Wachstum der Sträucher jedoch kaum. Als problematischer als die eigentlichen Blattsymptome kann sich im kommerziellen Anbau das Auftreten von Honigtau oder darauf wachsenden Rußpilzen erweisen. Aufgrund der meist geringen Populationsdichte ist eine gezielte Bekämpfung der Art im Regelfall nicht erforderlich. Eine vorbeugende Befallseindämmung lässt sich durch einen Rückschnitt oder Auslichtungsschnitt erreichen, sofern dieser nach der Eiablage im Herbst erfolgt. Im Gegensatz zu anderen Blattlausarten wird Cryptomyzus ribis nicht von Ameisen besucht.1 Spezifische Monitoringsysteme oder chemische Bekämpfungsmaßnahmen sind für diesen minder bedeutsamen Schädling nicht etabliert. Belastbare Daten zu weiteren physikalischen oder biologischen Regulierungsverfahren fehlen.1 Rechtliche Aspekte wie Quarantänebestimmungen oder Meldepflichten existieren für diese Art nicht.

In pratica

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Johannisbeerblasenlaus (Cryptomyzus ribis) gilt im gärtnerischen und landwirtschaftlichen Anbau als minder bedeutsamer Schädling der Johannisbeere. An europäischen Johannisbeeren treten neun Blattlausarten häufiger auf, von denen lediglich vier wirtschaftliche Relevanz besitzen. Der Saugvorgang an den Blattunterseiten führt zwar zu auffälligen, rot oder gelblich gefärbten gallenartigen Wucherungen der Blattspreite, beeinträchtigt das Wachstum der Sträucher jedoch kaum. Aufgrund dieser geringen Schadwirkung ist eine gezielte Bekämpfung der Art im Regelfall nicht erforderlich. Eine gewisse vorbeugende Befallseindämmung lässt sich lediglich durch einen Rückschnitt oder Auslichtungsschnitt nach der Eiablage erreichen. Im kommerziellen Anbau kann problematischer als die eigentlichen Blattsymptome das Verkleben durch Honigtau oder darauf siedelnde Rußpilze sein.1

Riferimenti

Fonti e riferimenti

  1. de.wikipedia.org/wiki/Johannisbeerblasenlaus
  2. gbif.org/species/2075749