- Die ausgewachsenen Larven (Afterraupen) erreichen eine Länge von bis zu 40 Millimetern.
- Im Gegensatz zu ähnlichen Arten besitzen die Larven von Cimbex luteus lediglich eine einzige lateral verlaufende Reihe schwarzer Punkte.
- Der dunkle Dorsalstreifen der Larven weist eine charakteristische leuchtend blaue Mittelfüllung auf.
- Hinsichtlich der Beine verfügen die Larven über acht Bauchfußpaare, wobei das erste Abdominalsegment beinlos bleibt.
- Männliche Exemplare zeigen einen deutlichen Sexualdimorphismus und sind im Vergleich zu den gelben Weibchen nahezu durchgehend sehr dunkel gefärbt, abgesehen von der hellgelben Blöße des ersten Abdominalsegments.1
Grande sega dell'olmo Cimbex luteus
Illustrazione generata dall'IA (non una fotografia)
Classificazione
Tassonomia
- Regno
- Animalia
- Phylum
- Arthropoda
- Classe
- Insecta
- Ordine
- Hymenoptera
- Famiglia
- Cimbicidae
- Genere
- Cimbex
Panoramica
Einleitung
Die Gelbe Pappel-Keulhornblattwespe (Cimbex luteus) ist eine Pflanzenwespe aus der Familie der Keulhornblattwespen (Cimbicidae) und der Gattung Cimbex. In Deutschland ist die Art gemäß der Bundesartenschutzverordnung gesetzlich geschützt und wird in der Roten Liste in der Kategorie 2 als stark gefährdet geführt.1 Historisch ist sie mindestens seit Anfang des 20. Jahrhunderts als gelegentlicher Forstschädling an Pappel und Weiden bekannt.1
In breve
Fakten (kompakt)
Grande sega dell'olmo: foto di avvistamenti reali
Riconoscere
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die Imagines von Cimbex luteus erreichen Körperlängen zwischen 16 und 28 Millimetern, wobei Individuen mit etwa 25 Millimetern am häufigsten auftreten. Die Flügelspannweite beträgt bis zu 50 Millimeter, und die geäderten Flügel sind durchscheinend glashell mit rauchbraunen, dunkleren Enden und Rändern. Ein kennzeichnendes Merkmal der Familie der Keulhornblattwespen sind die vier- bis siebengliedrigen Antennen, die am Ende eine charakteristische Keule bilden, wobei diese bei Cimbex luteus vier Segmente aufweisen. Der Thorax ist in der Regel hellorange-bräunlich gefärbt, und hinter dem Kopf befindet sich ein einzelner schwarzer Fleck auf dem Thorax. Zudem sind die Rückseite des Kopfes sowie das Scutellum durch Punktierung und dichtere Härchen mattiert. Die Beine der Wespen sind braunrot gefärbt. Das Abdomen zeigt ein breites, seitlich gerändeltes, nach oben gewölbtes und unterseits flaches Profil sowie das für die Gattung typische, halbrund ausgeschnittene erste Hinterleibssegment mit einer häutigen Blöße. Bei den Weibchen dominieren primär gelbe und sekundär braune Farbanteile, wobei das Abdomen häufig gelblich gefärbt oder teilweise mit dunkelvioletten Binden versehen sein kann. Dunklere Individuen können vollständig braune erste und zweite Tergite besitzen, während das dritte Tergit höchstens eine schmale braune Zentralzeichnung aufweist. Bei Cimbex luteus tritt ein markanter Sexualdimorphismus auf, da Männchen eine schlankere Gestalt und eine fast durchgehend sehr dunkel gefärbte Körperoberfläche mit Ausnahme der hellgelben häutigen Blöße des ersten Abdominalsegments aufweisen. Die Art weist starke Ähnlichkeiten zur Erlen-Keulenhornblattwespe (Cimbex connatus) auf, unterscheidet sich von dieser jedoch durch ausgedehntere gelbe Flächen am Abdomen sowie durch kleinere, stumpfere und deutlicher voneinander separierte Mandibeln. Die ausgewachsenen Larven oder Afterraupen erreichen eine Länge von bis zu 40 Millimetern und sind vergleichsweise dick. Mit fortgeschrittenem Alter zeigen sie eine intensive Gelbfärbung, eine lateral verlaufende Reihe schwarzer Punkte sowie einen dunklen Dorsalstreifen mit leuchtend blauer Mittelfüllung. Anatomisch besitzen die Larven insgesamt 22 Füße, die sich aus sechs Brustbeinen und acht Bauchfußpaaren zusammensetzen, wobei das erste Abdominalsegment beinlos bleibt. Eier sind zylindrisch geformt und werden in einer Stückzahl von 50 bis 80 von den Weibchen in taschenförmige Einschnitte der Wirtspflanzen abgelegt.1
Ritratto
Beschreibung
Die Gelbe Pappel-Keulhornblattwespe (Cimbex luteus) ist eine pflanzenfressende Wespe aus der Familie der Keulhornblattwespen und zeichnet sich durch eine auffällige Körpergröße sowie eine ausgeprägte gelbe Grundfärbung aus. Im natürlichen Lebensraum fällt die Art durch ihre beträchtliche Statur auf, wobei die Imago Körperlängen von 16 bis 28 Millimetern erreicht und eine Flügelspannweite von bis zu 50 Millimetern aufweist. Die durchscheinenden, glashellen Flügel besitzen rauchbraune, dunklere Enden und Ränder, während die Beine eine braunrote Färbung zeigen. Ein anatomisches Hauptmerkmal der Gattung Cimbex is das halbrund ausgeschnittene erste Hinterleibssegment mit einer häutigen Blöße. Unter dem Mikroskop offenbaren sich die charakteristischen, viergliedrigen clavaten Fühler, die an ihrem Ende zu einer deutlichen Keule verdickt sind. Zusätzlich prägt ein breites, seitlich gerändeltes, nach oben gewölbtes und unterseits flaches Abdomen die Morphologie der Familie. Weibchen von Cimbex luteus zeigen eine dominante Gelbfärbung gepaart mit sekundären Braunnuancen, wobei ein einzelner schwarzer Fleck direkt hinter dem Kopf auf dem Thorax sitzt. Der Thorax selbst zeigt eine hellorange-bräunliche Färbung, und die Rückseite des Kopfes sowie das Scutellum erscheinen durch eine dichte Punktierung und Beborstung mattiert. Im deutlichen Gegensatz dazu steht der Sexualdimorphismus, bei dem die männlichen Exemplare eine deutlich schlankere Gestalt und eine fast durchgehend sehr dunkle Körperfärbung aufweisen. Die Larven der Art, sogenannte Afterraupen, durchlaufen eine intensive Entwicklung und werden bis zu 40 Millimeter lang. Diese dicklich geformten Larven besitzen neben sechs Thoraxbeinen insgesamt acht Bauchfußpaare, womit sie über 22 Füße verfügen. Mit fortgeschrittenem Alter entwickeln sie eine intensive Gelbfärbung, einen dunklen Dorsalstreifen mit einer leuchtend blauer Mittelfüllung sowie eine lateral verlaufende Reihe schwarzer Punkte. In ihrer Ruheposition verharren die Larven typischerweise zusammengerollt an der Blattunterseite ihres Wirtsbaumes. Aufgrund ihrer Größe und der gelben Tracht weisen die Weibchen von Cimbex luteus eine bemerkenswerte Hornissen-Mimikry auf.1 Historische Beschreibungen und Beobachtungen zur Metamorphose und zum Bewegungsapparat reichen bis ins 18. und 19. Jahrhundert zurück, wobei Naturforscher wie Carl von Linné, August Johann Rösel von Rosenhof, Carl De Geer und Everard Home die Art frühzeitig untersuchten.1
Sistematica
Name & Einordnung
Die Gelbe Pappel-Keulhornblattwespe, wissenschaftlich als Cimbex luteus bezeichnet, wurde im Jahr 1758 von Carl von Linné unter der ursprünglichen Kombination Tenthredo lutea erstbeschrieben.12 Der artspezifische Epithet leitet sich vom lateinischen Begriff „luteus“ ab, was „goldgelb“ bedeutet und auf die charakteristische Färbung des Insekts verweist. Im Laufe der Taxonomie wurde die Art der Gattung Cimbex zugeordnet, welche innerhalb der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) zur Familie der Keulhornblattwespen (Cimbicidae) gehört.1 Zu den bekannten Synonymen und historischen Kombinationen zählen griffinii Leach, 1817 sowie die fälschlicherweise zugeordnete Form annulata (Geoffroy, 1785) im Sinne von Leach aus dem Jahr 1817.2 Im deutschen Sprachraum ist die Art primär als Gelbe Pappel-Keulhornblattwespe bekannt.1 Im englischsprachigen Raum existieren ebenfalls entsprechende Trivialnamen, während historische Beschreibungen und Synonymisierungen durch Autoren wie Leach die europäische Erforschung prägten.2
Modo di vita
Biologie & Lebenszyklus
Die Fortpflanzungsbiologie der Gelben Pappel-Keulhornblattwespe (Cimbex luteus) ist durch eine gezielte Eiablage der Weibchen gekennzeichnet, die bevorzugt Weiden, Pappeln und Erlen sowie seltener Birken als Wirtsbäume nutzen. Für die Oviposition sägen die Weibchen meist an der Unterseite der Blätter oder am Blattrand einen taschenförmigen Einschnitt in die Blattspreite, in den sie jeweils 50 bis 80 zylindrische Eier ablegen. Durch die anschließende Verheilung der Schnitte über den Eiern sind diese wirksam vor Witterungseinflüssen und Fressfeinden geschützt. Nach dem Schlupf ernähren sich die Larven, die auch als Afterraupen bezeichnet werden, frei fressend von den Blättern der Wirtspflanzen. In ihrer Ruhestellung verharren sie zusammengerollt an der Blattunterseite und zeigen eine nachtaktive Lebensweise, bei der sie ab Einbruch der Dunkelheit vom Blattrand aus fressen. Die ausgewachsenen Larven erreichen eine Länge von bis zu 40 Millimetern, sind vergleichsweise dick und besitzen neben sechs Brustbeinen an den Thoraxsegmenten insgesamt 22 Füße, verteilt auf acht Bauchfußpaare, da das erste Abdominalsegment beinlos bleibt. Morphologisch unterscheiden sie sich durch eine intensivere Gelbfärbung im Alter, eine lateral verlaufende Reihe schwarzer Punkte sowie einen dunklen Dorsalstreifen mit leuchtend blauer Mittelfüllung von ähnlichen Arten. Nach einer Entwicklungsdauer von etwa fünf bis sechs Wochen verlassen die Larven den Fraßort, um im trockenen Laub am Boden oder in Rindenritzen des Wirtsbaumes einen hartschaligen Kokon zu errichten. In diesem Kokon überwintern die Tiere als Larve, bevor im Frühjahr die eigentliche Verpuppung stattfindet. Zwischen Mitte April und Juli schlüpfen schließlich die adulten Imagines, die jedoch individuell jeweils nur wenige Tage leben. Die geschlechtsreife Imagines sind sehr schnelle Flieger und ernähren sich von Pflanzensäften, zu denen sie junge Zweige und Triebachsen mit ihren Mandibeln anritzen. Als Mortalitätsfaktoren wirken neben direkten Fressfeinden vor allem ein breites Spektrum an Parasiten, darunter Ei-, Larven- und Kokonparasiten sowie Vertreter der Erzwespen-Familie Eulophidae. Die Art bildet aufgrund von Größe und Färbung bei den Weibchen zudem ein Hornissen-Mimikry aus.1
Modo di vita
Verhalten
Adulte Exemplare von Cimbex luteus zeichnen sich durch ein sehr gutes und schnelles Flugvermögen aus. Bei der Nahrungssuche ritzen die Imagines junge Zweige oder Triebachsen an, um an austretende Pflanzensäfte zu gelangen. Die nachtaktiven Larven sitzen in ihrer Ruhestellung typischerweise zusammengerollt an der Blattunterseite und beginnen mit Einbruch der Dunkelheit mit dem freifressenden Blattrandfraß. Zur Eiablage sägen die Weibchen taschenförmige Einschnitte meist in die Blattunterseiten oder an den Blattrand von Wirtsbäumen, in die sie die zylindrischen Eier ablegen. Die anschließende Verwachsung der Einschnitte schützt die Eier vor Witterungseinflüssen und Fressfeinden. Nach einer Entwicklungszeit von etwa fünf bis sechs Wochen verlassen die Larven den Wirtsbaum, um im trockenen Laub am Boden oder in Rindenritzen einen hartschaligen Überwinterungskokon zu errichten. Hinsichtlich ihrer Erscheinung zeigen die Weibchen von Cimbex luteus eine Hornissen-Mimikry.1
Modo di vita
Ökologie
Die ökologische Rolle von Cimbex luteus ist eng mit spezifischen Wirtsbäumen wie Weiden, Pappeln und Erlen verknüpft, wobei Birken seltener genutzt werden. Die Weibchen legen ihre Eier in taschenförmige Einschnitte an der Blattunterseite oder am Blattrand ab, wodurch die Nachkommenschaft vor Witterung und Fressfeinden geschützt ist. Nach dem Schlupf ernähren sich die Larven frei fressend von den Blättern dieser Wirtspflanzen. In ihrer Ruhestellung verharren die nachtaktiven Larven zusammengerollt an der Blattunterseite und beginnen bei Einbruch der Dunkelheit mit dem Fraß am Blattrand. Nach einer Entwicklungsdauer von etwa fünf bis sechs Wochen verlassen die Larven den Baum und bauen im trockenen Laub am Boden oder in Rindenritzen einen hartschaligen Kokon zur Überwinterung. Im Frühjahr schlüpfen die kurzlebigen Imagines, die sich als schnelle Flieger von Pflanzensäften ernähren, indem sie junge Zweige und Triebachsen anritzen. Hinsichtlich ihrer Tracht und Größe zeigen die Weibchen eine Hornissen-Mimikry. Dennoch ist die Art einem breiten Spektrum an Feinden ausgesetzt, zu denen neben allgemeinen Fressfeinden insbesondere Ei-, Larven- und Kokonparasiten sowie Vertreter der Erzwespen-Familie Eulophidae gehören. Durch das Ringeln junger Triebe bei der Nahrungssuche durch adulte Tiere können geschwulstartige Auftreibungen und Verdickungen entstehen, die bei unvollständiger Ausheilung Sekundärinfektionen durch Pilze und in der Folge Holzfäule begünstigen.1
Diffusione
Vorkommen & Lebensraum
Das natürliche Hauptverbreitungsgebiet von Cimbex luteus erstreckt sich über den europäischen Kontinent. Innerhalb Europas fehlt die Art jedoch auf der Insel Irland, auf allen Mittelmeerinseln, auf der Iberischen Halbinsel, in Norwegen, Island, Nordosteuropa sowie in Teilen der Balkanhalbinsel. Außerhalb Europas sind Vorkommen der Art in Sibirien, Japan und auf der Koreanischen Halbinsel belegt.1 Darüber hinaus ist das Vorkommen durch Beobachtungsdaten für die britischen Inseln mit Nachweisen in England, Schottland und Wales dokumentiert.2 Trotz dieser vergleichsweise weiten paläarktischen Verbreitung wird die Art oft als kaum vorhanden wahrgenommen. Verantwortlich dafür sind eine mitunter sehr niedrige Populationsdichte und die versteckte Lebensweise der adulten Tiere. Die Larven sind im Gegensatz dazu wesentlich einfacher und häufiger zu beobachten. Als natürliche Habitate und Lebensräume bevorzugen die Weibchen zur Eiablage Bereiche mit Vorkommen von Weiden, Pappeln und Erlen, seltener auch Birken. In diesen Biotopen nutzen die Tiere die Wirtspflanzen sowohl für die generative Entwicklung als auch zur Nahrungsaufnahme. Die adulten Wespen ernähren sich von Pflanzensäften, wozu sie junge Zweige und Triebachsen anritzen. Die Eiablage erfolgt überwiegend in Form taschenförmiger Einschnitte auf der Unterseite oder am Rand der Blätter. Die frei fressenden Larven ernähren sich anschliessend von den Blättern der Wirtsbäume. Nach ihrer Entwicklung bauen die Larven im trockenen Laub am Boden oder in Rindenritzen des Wirtsbaumes einen hartschaligen Kokon zur Überwinterung.1
Diffusione
Avvistamenti e casi attuali in Germania
Avvistamenti
Analisi comunitaria
Stagionalità
Saisonalität & Aktivität
Die Flugzeit der adulten Cimbex luteus erstreckt sich von Mitte April bis Juli. In diesem Zeitraum schlüpfen die Imagines, wobei die individuellen Tiere jeweils nur wenige Tage leben. Die Eiablage erfolgt nach der Paarung meist an den Unterseiten der Blätter oder am Blattrand von Wirtsbäumen wie Weiden, Pappeln und Erlen. Aus diesen Eiern entwickeln sich die Larven, deren Fraßaktivität nach etwa fünf bis sechs Wochen endet. Nach Abschluss dieser Entwicklung bauen die Larven einen hartschaligen Kokon im trockenen Laub am Boden oder in Rindenritzen. In diesem Kokon erfolgt die Überwinterung als Larve, ehe im Frühjahr die Verpuppung stattfindet. Bezüglich der Tagesaktivität zeigen die Larven ein nachtaktives Verhalten und beginnen mit Eintritt der Dunkelheit am Blattrand zu fressen.1 Ergänzend zeigt das öffentliche Suchinteresse in Deutschland jährliche Peaks in den Monaten März und April, was mit dem Beginn der Aktivitätsperiode im Frühjahr korreliert.
Stagionalità
Stagionalità e andamento della domanda
Basato sul Silver Power Trend Index, il nostro modello basato su dati di ricerca e osservazioni naturalistiche
Attività stagionale
Sviluppo nel corso degli anni
In pratica
Bedeutung, Schäden & Prävention
Die Gelbe Pappel-Keulhornblattwespe (Cimbex luteus) wird als Forstschädling an Pappel und Weiden eingestuft, wobei ihr Schadpotenzial im Vergleich zu anderen Arten meist untergeordnet bleibt. Die größte Gefahr geht von den adulten Insekten aus, die bei ihrer Nahrungssuche junge Zweige oder Triebachsen ringeln. Da diese Einschnitte zumeist oberflächlich erfolgen und das Kambium in der Regel nicht zerstören, führen sie normalerweise nicht zum direkten Absterben der Gewächse. Dennoch können die Wunden zu geschwulstartigen Verdickungen führen, die das Holz mechanisch schwächen und sekundär Pilzinfektionen sowie Holzfäule begünstigen. Für den Pflanzenschutz und Gegenmaßnahmen wird bei Bedarf auf Insektizide sowie auf Leimtafeln und Leimbänder zurückgegriffen. Historische Untersuchungen zur Bekämpfung zeigten zudem eine Wirksamkeit von Rotenon gegen die Larven. In Deutschland ist die Art zudem gemäß der Bundesartenschutzverordnung gesetzlich geschützt und in der Roten Liste als stark gefährdet eingestuft.1
In pratica
Wirtschaftliche Bedeutung
Die Gelbe Pappel-Keulhornblattwespe (Cimbex luteus) ist mindestens seit Anfang des 20. Jahrhunderts als Forstschädling an Pappel und Weiden bekannt. Die wirtschaftliche Hauptgefahr geht von den adulten Exemplaren aus, die bei ihrer Nahrungssuche junge Zweige oder Triebe ringeln. Da diese feinen Einschnitte zumeist oberflächlich bleiben und das Kambium in der Regel nicht entfernen, bedingen die Aktivitäten von Cimbex luteus normalerweise nicht das unmittelbare Absterben der Gewächse. Dadurch können die Fraßspuren komplett überwallt werden, was jedoch zu geschwulstartig aufgetriebenen Verdickungen an den betroffenen Stellen führt. Da es sich bei den Futterpflanzen um schnell wachsende Baumarten handelt, heilen diese Wunden oft nicht vollständig aus. Sekundär kann dies zu Pilzinfektionen und nachfolgender Holzfäule in den Triebachsen führen, wodurch mechanische Schwachstellen entstehen, die bereits bei geringer Belastung brechen. Im Vergleich zu anderen Forstschädlingen ist der wirtschaftliche Einfluss der Art jedoch untergeordnet. Häufig bleibt der Fraß unbedeutend und in älteren Forstkulturen oft unerkannt. In Österreich wird die Schadwirkung der Art insbesondere auf Energieholz-Plantagen untersucht. Besteht dennoch die Notwendigkeit für Gegenmaßnahmen, wird auf Insektizide sowie auf Leimtafeln und Leimbänder zurückgegriffen.1
Riferimenti
Fonti e riferimenti
- de.wikipedia.org/wiki/Gelbe_Pappel-Keulhornblattwespe
- gbif.org/species/4490138
- Literaturzusammenfassung: Cimbex luteus