- Die Verpuppung der Larven findet im Boden in einer Tiefe von 1-2 cm statt und dauert etwa 10 Tage.
- Die nordamerikanischen Populationen wurden lange Zeit fälschlicherweise als Ceutorhynchus assimilis bezeichnet, wobei heute Einigkeit darüber herrscht, dass diese Art in Nordamerika gar nicht vorkommt.
- Der wissenschaftliche Name Ceutorhynchus assimilis (Paykull, 1792) basierte ursprünglich auf einem jüngeren primären Homonym zu einem Namen von Fabricius aus dem Jahr 1775, wurde jedoch durch eine Entscheidung der Internationalen Kommission für zoologische Nomenklatur geschützt.
- Als alternative Bekämpfungsmethode wird unter anderem das Anlegen von Fangpflanzen-Streifen um größere Felder erprobt, in denen die Rüssler gezielt mit Insektiziden bekämpft werden.
- Weibliche Käfer legen ihre Eier bevorzugt an Pflanzenarten mit besonders großen Schoten ab.1
Punteruolo del cavolo Ceutorhynchus obstrictus
Illustrazione generata dall'IA (non una fotografia)
Classificazione
Tassonomia
- Regno
- Animalia
- Phylum
- Arthropoda
- Classe
- Insecta
- Ordine
- Coleoptera
- Famiglia
- Curculionidae
- Genere
- Ceutorhynchus
- Specie
- Ceutorhynchus obstrictus
Nome scientifico Ceutorhynchus obstrictus (T.Marsham, 1802)
Panoramica
Einleitung
Der Kohlschotenrüssler (Ceutorhynchus obstrictus) ist eine Art aus der Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae) und gilt in Europa sowie Teilen Asiens und Nordamerikas als bedeutender Schädling an Kreuzblütlern (Brassicaceae). Die adulten Käfer ernähren sich von Blättern, während die Larven sich im Inneren von Schoten entwickeln und dort die sich entwickelnden Samen zerstören. Insbesondere im Anbau von Raps (Brassica napus) kann der Befall zu erheblichen wirtschaftlichen Ertragsverlusten führen.
In breve
Fakten (kompakt)
Punteruolo del cavolo: foto di avvistamenti reali
Riconoscere
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Adulte Exemplare von Ceutorhynchus obstrictus erreichen eine Körperlänge von 2,5–4 mm, wobei Exemplare in Europa oft im Bereich von 3–4 mm liegen. Die Grundfärbung des Körpers ist dunkelgrau bis schwarz, und die Oberfläche ist charakteristisch mit feinen weißen Schuppen bedeckt. Am Kopf befindet sich ein deutlich gebogener Rüssel, der diagnostische Merkmale aufweist. Weitere spezifische Unterscheidungsmerkmale zu verwandten Arten umfassen die Morphologie der Antennen sowie die Ausbildung der Hinterfemora und Tarsen. Die Art grenzt sich morphologisch von ähnlichen Arten der Gattung ab, wobei insbesondere die Struktur der Beine und Antennen herangezogen wird. Belastbare morphologische Detaildaten zu Eiern, Larvenstadien und Puppen fehlen im Text; bekannt ist lediglich, dass die Larven im Inneren von Schoten fressen und sich zur Puppenruhe 1–2 cm tief in den Boden eingraben.1
Ritratto
Beschreibung
Ceutorhynchus obstrictus ist eine weitverbreitete Rüsselkäferart, die als oligophager Herbivor auf Kreuzblütler spezialisiert ist.1 Die Art ist in Europa und Teilen Asiens heimisch und wurde im frühen 20. Jahrhundert in Nordamerika eingeschleppt. Im natürlichen Lebensraum fällt die Art durch ihre Lebensweise an Brassicaceae auf, wobei adulte Käfer an Blättern fressen, während die Reproduktion in den Schoten stattfindet. Die Körpergröße adulter Käfer liegt typischerweise bei 2,5–4 mm, wobei Ceutorhynchus obstrictus im Durchschnitt etwas größer ist als verwandte Arten. Das Erscheinungsbild der Imago ist durch eine dunkelgraue bis schwarze Grundfärbung gekennzeichnet, die von feinen weißen Schuppen bedeckt wird. Ein auffälliges morphologisches Merkmal ist der deutlich gebogene Rüssel. Weitere diagnostische Merkmale zur Unterscheidung von verwandten Arten umfassen die Morphologie der Antennen, der Hinterfemora und der Tarsen. Die Aktivitätsphase der adulten Käfer erstreckt sich in Mitteleuropa von März bis September. Nach der Überwinterung im Boden oder unter Streu an Feldrändern verlassen die Käfer bei Temperaturen von 10–15 °C ihre Winterquartiere. Zunächst erfolgt ein mehrwöchiger Reifungsfraß an verschiedenen Brassicaceae, bevor die Migration in Kulturflächen wie Rapsfelder einsetzt. Nach der Paarung beginnen die Weibchen mit der Eiablage in die sich entwickelnden Schoten. Die Eier schlüpfen nach etwa einer Woche. Die anschließende Larvenentwicklung umfasst genau drei Larvenstadien, die sich über einen Zeitraum von 2–4 Wochen erstrecken. In dieser Zeit ernähren sich die Larven im Inneren der Schoten von den heranwachsenden Samen. Jede Larve zerstört dabei bis zu sechs Rapssamen. Nach Abschluss der Entwicklung nagen die Larven ein Ausbohrloch durch die Schotenwand und lassen sich zu Boden fallen. Die Verpuppung findet im Boden in einer Tiefe von 1–2 cm statt und ist nach etwa 10 Tagen abgeschlossen. Die jungen Käfer schlüpfen, dispergieren für Nahrungsfraß und suchen im Herbst ihre Überwinterungsstätten auf. Es wird genau eine Generation pro Jahr ausgebildet. Wirtschaftliche Schäden entstehen vor allem im Samenbau durch den Samenfrass der Larven sowie durch Einbohrlöcher in den Schoten. Belastbare Daten zu spezifischen Mortalitätsraten der Präimaginalstadien unter natürlichen Bedingungen jenseits agrarwissenschaftlicher Schadschwellen fehlen weitgehend.1
Sistematica
Name & Einordnung
Der Kohlschotenrüssler wird wissenschaftlich als Ceutorhynchus obstrictus (T. Marsham, 1802) bezeichnet. In der Literatur wurde die Art historisch häufig mit Ceutorhynchus assimilis (Paykull, 1792) verwechselt, was zu langjährigen taxonomischen Unstimmigkeiten führte. Zu den bekannten Synonymen und älteren Kombinationen gehören unter anderem Curculio assimilis Fabricius, 1792 (nec Paykull, 1792) sowie Curculio floralis Olivier, 1790. Die Art gehört zur Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae) und zur Gattung Ceutorhynchus. Der deutsche Trivialname lautet Kohlschotenrüssler. Im englischsprachigen Raum ist die Art als „cabbage seedpod weevil“ bekannt. Nordamerikanische Populationen wurden nach ihrer Einschleppung in den 1930er Jahren zunächst irrtümlicherweise unter dem Namen Ceutorhynchus assimilis geführt, bis die Artidentität korrigiert wurde.1
Modo di vita
Biologie & Lebenszyklus
Der Kohlschotenrüssler (Ceutorhynchus obstrictus) durchläuft in seinem Lebenszyklus genau eine Generation pro Jahr. Im Frühjahr verlassen die adulten Käfer ihre Überwinterungsstätten im Boden oder unter pflanzlicher Streu, sobald Bodentemperaturen von 10-15 °C erreicht sind. Nach dem Erwachen ernähren sich die Adulten zunächst mehrere Wochen von den Blättern verschiedener Kreuzblütler (Brassicaceae), bis die Rapsblüte einsetzt. Nach der Migration in die Kulturflächen erfolgt dort Reifungsfraß sowie die anschließende Paarung. Die Weibchen legen ihre Eier direkt in die sich entwickelnden Schoten der Wirtspflanzen ab. Aus den Eiern schlüpfen nach etwa einer Woche die Larven. Die larval Entwicklung umfasst exakt drei Stadien, die sich über einen Zeitraum von 2-4 Wochen erstrecken. In dieser Zeit ernähren sich die Larven im Inneren der Schoten von den heranwachsenden Samen, wobei jede Larve bis zu sechs Rapssamen zerstört. Nach Abschluss des letzten Larvalstadiums fressen sich die Tiere ein Ausbohrloch durch die Schotenwand, lassen sich zu Boden fallen und verpuppen sich in einer Tiefe von 1-2 cm im Erdreich. Die Puppenruhe ist nach etwa 10 Tagen abgeschlossen, woraufhin die jungen Adulten schlüpfen, dispergieren und Nahrungsfraß betreiben. Im Herbst wandern die Käfer zu ihren Überwinterungsquartieren, beispielsweise an Feldrändern unter Windschutzstreifen oder Laub, ab. Während sich die Ernährung der Imagines auf Blätter und generatives Gewebe erstreckt, sind die Larven strikt auf die Samen in den Schoten oligophager Brassicaceae spezialisiert. Natürliche Gegenspieler wie Parasitoide und Prädatoren sind vor allem aus dem europäischen Herkunftsgebiet bekannt. Belastbare Daten zu spezifischen physiologischen Kältetoleranzmechaniben jenseits der obligaten Diapause der Adulten im Boden fehlen.1
Modo di vita
Verhalten
Die adulten Käfer von Ceutorhynchus obstrictus erwachen im Frühjahr an ihren Überwinterungsorten im Boden, sobald die Temperaturen 10-15 °C erreichen. Nach dem Verlassen des Bodens wandern die Tiere in Felder mit Wirtspflanzen aus der Familie der Brassicaceae ein. Dort ernähren sie sich zunächst von Blättern, bevor sie auf die Blüten und sich entwickelnden Schoten übergehen. Die Weibchen legen ihre Eier direkt in die heranwachsenden Samenschoten ab. Nach Abschluss ihrer Entwicklung nagen die Larven ein Ausbohrloch durch die Schotenwand und lassen sich zu Boden fallen. Im Boden verpuppen sich die Larven in einer Tiefe von 1-2 cm. Im Herbst migrieren die jungen adulten Käfer schließlich zu ihren Überwinterungsstätten im Boden oder unter pflanzlicher Streu. Belastbare Daten zu spezifischen Kommunikationsmechanismen oder detailliertem Abwehrverhalten über die genannte Grundbiologie hinaus fehlen in den Quellen.1
Modo di vita
Ökologie
Ceutorhynchus obstrictus ist als oligophager Herbivor auf Kreuzblütler (Brassicaceae) spezialisiert, wobei die Ernährung und Fortpflanzung eng an diese Pflanzenfamilie geknüpft sind. Die adulten Käfer ernähren sich im Frühjahr zunächst von den Blättern verschiedener Brassicaceae, bevor sie zu Kulturen wie Raps (Brassica napus) oder Kohlarten (Brassica oleracea) migrieren. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier gezielt in die sich entwickelnden Schoten ab. Aus den Eiern schlüpfen nach etwa einer Woche Larven, die sich über drei Stadien von den heranwachsenden Samen im Inneren der Schoten ernähren. Jede Larve zerstört dabei bis zu sechs Rapssamen, bevor sie sich durch die Schotenwand bohrt, zu Boden fällt und sich im Erdreich verpuppt. Natürliche Feinde und Parasitoide regulieren die Populationen im europäischen Ursprungsgebiet, während solche Antagonisten in Nordamerika als invasiver Schädling verschleppt wurden.1 Die Art besiedelt vielfältige Offenlandhabitate wie Wiesen und Ruderalflächen, kommt aber auch in Agrarlandschaften vor.12 Die Überwinterung erfolgt als im Boden oder unter Streu verborgener Adultus, der im Frühjahr bei Erreichen von Bodentemperaturen ab 10-15 °C aktiv wird.1
Diffusione
Vorkommen & Lebensraum
Der Kohlschotenrüssler (Ceutorhynchus obstrictus) ist ursprünglich in Europa, Kleinasien, Zentralasien und Korea heimisch. In diesen Regionen ist die Art weit verbreitet und besiedelt natürlicherweise Wiesen sowie ruderale Habitate. Die weltweite Verbreitung umfasst neben der Paläarktis auch die Nearktis, wo die Art als Neozoon auftritt. Seit den frühen 1930er-Jahren wird die Art aus Nordamerika gemeldet. Die Einschleppung erfolgte vermutlich nach Nordamerika, wo sie erstmals im US-Bundesstaat Washington und nahe Vancouver in West-Kanada nachgewiesen wurde. Mittlerweile hat sich Ceutorhynchus obstrictus dort in Regionen mit Rapsanbau etabliert und gilt als invasiver Schädling. In Kanada erstreckt sich das Verbreitungsgebiet mittlerweile von British Columbia über Alberta, Saskatchewan, Ontario und Quebec bis nach New Brunswick. Das natürliche Habitat speist sich aus Offenlandbiotopen, Wiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Aggregierte Beobachtungsdaten belegen Vorkommen in Agrarökosystemen, Wäldern, Grasländer sowie in urbanen Bereichen. Als oligophager Pflanzenfresser ist die Art an Kreuzblütler (Brassicaceae) gebunden. Die Überwinterung findet als adultes Insekt im Boden oder unter Streu an Feldrändern und in Windschutzstreifen statt.1
Diffusione
Avvistamenti e casi attuali in Germania
Stagionalità
Saisonalität & Aktivität
Die Aktivität von Ceutorhynchus obstrictus ist eng an den Temperaturverlauf im Jahresverlauf gekoppelt, wobei Adulte von März bis September auftreten. Nach der Überwinterung im Boden oder unter pflanzlicher Streu an Feldrändern verlassen die adulten Käfer im Frühjahr ihre Winterquartiere. Dieser Schlupf aus den Überwinterungsstätten erfolgt, sobald Bodentemperaturen beziehungsweise Umgebungstemperaturen Werte von 10–15 °C erreichen. Nach dem erwachen wandern die Tiere in Bestände von Kreuzblütlern ein, wo sie zunächst an Blättern und später an Knospen fressen. Mit dem Beginn der Blütezeit von Raps und verwandten Pflanzen migrieren die Individuen in die entsprechenden Kulturflächen, wo Paarung und Eiablage stattfinden. Die Eier werden in sich entwickelnde Schoten abgelegt und schlüpfen nach etwa einer Woche. Die darauf folgende Larvenentwicklung durchläuft drei Stadien innerhalb von 2–4 Wochen, in denen sich die Larven von den Samen im Inneren der Schoten ernähren. Nach Abschluss dieser Entwicklung verlassen die Larven die Schoten durch ein selbst genagtes Exit-Loch, lassen sich zu Boden fallen und verpuppen sich in einer Tiefe von 1–2 cm im Erdreich. Diese Puppenruhe ist nach etwa 10 Tagen abgeschlossen, woraufhin die jungen Adulten schlüpfen, dispergieren und Nahrungsaufnahme betreiben. Im Herbst suchen die Käfer wiederum ihre Überwinterungsorte auf, wodurch die Art univoltin mit einer Generation pro Jahr auftritt.1 Öffentliche Suchanfragen zeigen jährliche Maxima im April, was mit dem zeitlichen Zusammenfallen des Auflaufens der Käfer und dem beginnenden landwirtschaftlichen Rapsanbau korreliert.2
Stagionalità
Stagionalità e andamento della domanda
Basato sul Silver Power Trend Index, il nostro modello basato su dati di ricerca e osservazioni naturalistiche
Attività stagionale
Sviluppo nel corso degli anni
In pratica
Bedeutung, Schäden & Prävention
Ceutorhynchus obstrictus gilt als bedeutender landwirtschaftlicher Schädling an Kreuzblütlern, insbesondere in Kulturen zur Samenerzeugung von Raps (Brassica napus) und anderen Brassica-Arten. Das Schadpotenzial ergibt sich primär aus der Larvalentwicklung in den Schoten, wodurch Ertragsverluste im Rapsanbau auf 5–30% beziffert werden. In Nordamerika überschreiten Befallsraten mit Austrittslöchern an Schoten häufig 25%. Während Imagines an den Blättern fressen, zerstören die drei Larvenstadien im Inneren der Schoten die heranwachsenden Samen. Jedes Larvenstadium frisst sich durch bis zu 6 Canola-Samen, bevor sie ein Ausflugloch nagen und zur Puppenruhe in den Boden abwandern. Das Management stützt sich vor allem auf den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel. Als alternative Kulturmaßnahmen kommen der Anbau von Fangpflanzen in Streifenform um große Felder in Betracht, wobei die dort konzentrierten Rüssler mit Insektiziden bekämpft werden. Ergänzend können Fruchtfolge und der Anbau resistenter Sorten zur Schadraumpendlung beitragen. In Europa sind zahlreiche natürliche Gegenspieler wie Parasitoide und Prädatoren bekannt, wohingegen klassische biologische Bekämpfungsansätze in Nordamerika bislang weniger intensiv verfolgt wurden.1
In pratica
Wirtschaftliche Bedeutung
Der Kohlschotenrüssler Ceutorhynchus obstrictus tritt als bedeutender Schadorganismus im Anbau von Kreuzblütlern auf, wobei die wirtschaftlichen Schäden besonders bei Kulturen zur Saatguterzeugung ein Maximum erreichen. Die Larven entwickeln sich im Inneren der Schoten und ernähren sich von den heranwachsenden Samen, wobei jedes Larvalstadium bis zu sechs Rapssamen zerstört. In Nordamerika übersteigen die Befallsraten in Rapskulturen häufig 25 % der Schoten mit sichtbaren Auslöschungslöchern. Daraus resultieren geschätzte Ertragsverluste im Rapsanbau von 5-30 %. Die Bekämpfung stützt sich primär auf den Einsatz chemischer Pestizide, während alternative Methoden wie Fangpflanzenstreifen, Fruchtfolge und resistente Sorten zunehmend erforscht werden. In Europa regulieren zahlreiche natürliche Gegenspieler wie Parasitoiden und Prädatoren die Populationen, wohingegen in Nordamerika bisher vergleichsweise geringe Anstrengungen zur klassischen biologischen Bekämpfung unternommen wurden.1
Riferimenti