- Wissenschaftlicher Name: Cerastium glomeratum Thuill. (GBIF: akzeptiert)3
- Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)13
- Wuchshöhe: etwa 2 bis 25 cm (bis 45 cm in englischsprachigen Quellen)12
- Blüten: weiß, fünfzählig, Kronblätter vorn eingekerbt12
- Blütezeit: nach Literaturangaben zwischen Februar/März und September12
- Frucht: zylindrische Kapsel, etwa 6 bis 10 mm, mit zehn Zähnen12
- Chromosomenzahl: 2n = 7212
- Heimat: Europa und Makaronesien bis Assam; auf den meisten Kontinenten eingeführt2
- Standort: nährstoffreiche, kalkarme, mäßig frische bis feuchte Böden1
- OpenInsect-Scans bisher: 1 (zuletzt 24.04.2026)4
Hornwort aggrovigliato Cerastium glomeratum
Illustrazione generata dall'IA (non una fotografia)
Classificazione
Tassonomia
- Regno
- Plantae
- Phylum
- Tracheophyta
- Classe
- Magnoliopsida
- Ordine
- Caryophyllales
- Famiglia
- Caryophyllaceae
- Genere
- Cerastium
Panoramica
Einleitung
Das Knäuel-Hornkraut (Cerastium glomeratum) ist ein einjähriges bis zweijähriges Kraut aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).13 Es fällt durch seine dicht gedrängten, fast knäuelartig wirkenden Blütenstände und die auffällige Behaarung von Stängeln und Blättern auf.12 Die Art ist in Europa heimisch und hat sich in vielen anderen Regionen der Welt als Neophyt etabliert.12 In Mitteleuropa wächst sie vor allem auf offenen, nährstoffreichen Böden, etwa in Äckern, an Wegen und auf Schuttflächen.1
Verwandte Arten der Gattung Cerastium sind etwa das Gewöhnliche Hornkraut und das Filzige Hornkraut. Das Knäuel-Hornkraut lässt sich von Verwandten vor allem anhand der gedrungenen Blütenstände und der Drüsenhaare unterscheiden.12
In breve
Fakten (kompakt)
Hornwort aggrovigliato: foto di avvistamenti reali
Riconoscere
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Das Knäuel-Hornkraut erreicht nach den Angaben der deutschsprachigen Fachliteratur Wuchshöhen von etwa 2 bis 25 cm, englischsprachige Quellen nennen für kräftige Pflanzen bis zu 45 cm.12 Die oberirdischen Teile sind hell- bis gelblichgrün. Die Stängel stehen aufrecht oder aufsteigend und sind entweder von der Basis her oder erst im oberen Bereich verzweigt.1 Stängel und Blätter tragen abstehende Haare, im oberen Bereich kommen auch Drüsenhaare vor, wodurch sich die Pflanze klebrig anfühlen kann.12
Die Laubblätter stehen gegenständig, sind meist rundlich-eiförmig und etwa 5 bis 25 mm lang; die unteren Blätter verschmälern sich in einen Stiel.1 Die Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf lanzettlichen Kelchblätter sind etwa 4 bis 5 mm lang und haben schmale Hautränder, die fünf weißen Kronblätter sind vorn eingekerbt und ungefähr so lang wie der Kelch.12 Hinzu kommen zehn Staubblätter und fünf Griffel.1 Die Blüten sitzen auf sehr kurzen Stielen, sodass der Blütenstand gedrungen und knäuelartig erscheint, obwohl er dichasial aufgebaut ist.12
Die Frucht ist eine längliche, zylindrische Kapsel von etwa 6 bis 10 mm Länge, die sich mit zehn Zähnen öffnet. Die hellbraunen, fein warzigen Samen messen rund 0,4 bis 0,5 mm im Durchmesser.12 Als Bestimmungsmerkmale gelten die dichte Behaarung mit Drüsenhaaren im oberen Teil und die eng gedrängten Blüten an kurzen Stielen.2
Sistematica
Namen & Einordnung (kurz)
Der wissenschaftliche Name lautet Cerastium glomeratum Thuill.; die Art wurde von Jean Louis Thuillier in seiner „Flore des Environs de Paris“ beschrieben, die GBIF-Taxonomie nennt dafür das Jahr 1799.13 Im Deutschen wird sie Knäuel-Hornkraut oder Knäuelblütiges Hornkraut genannt, im Englischen „sticky mouse-ear“ beziehungsweise „clammy chickweed“.12 Das Epitheton glomeratum verweist auf die knäuelig zusammengedrängten Blüten. Systematisch gehört die Art zur Gattung der Hornkräuter (Cerastium) in der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae), Ordnung Caryophyllales.13 GBIF führt den Namen als akzeptiert.3
Modo di vita
Biologie & Lebenszyklus
Das Knäuel-Hornkraut ist eine einjährige, mitunter zweijährige Pflanze mit einer schlanken Pfahlwurzel.12 Die Grundblätter sterben nach den Angaben englischsprachiger Quellen häufig schon vor der Blüte ab, und an jedem Stängel entwickeln sich Blüten.2 Der Blütenstand trägt je nach Pflanze nur wenige bis etwa 50 kleine Blüten.2 Nach der Blüte entstehen die zylindrischen Kapseln, die sich mit zehn Zähnen öffnen und die kleinen Samen freigeben.12
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 72.12 Nach den ausgewerteten Quellen ist die Art nicht für Hybridisierung mit anderen Hornkräutern bekannt.2 Angaben zu Bestäubern und zur Samenausbreitung enthalten die verwendeten Quellen nicht, weshalb hier keine Aussagen dazu gemacht werden. Das häufige Auftreten auf Äckern, Schuttplätzen und Wegrändern zeigt, dass die Art offene, gestörte Flächen mit nährstoffreichem Boden gut besiedeln kann.1
Diffusione
Vorkommen & Lebensraum
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet reicht nach englischsprachigen Angaben von Europa und Makaronesien bis nach Assam.2 Als eingeführte Art kommt das Knäuel-Hornkraut inzwischen auf den meisten Kontinenten vor.2 In Deutschland ist die Art nahezu flächendeckend und meist häufig, im Norden jedoch nur zerstreut; in der Schweiz gilt sie als verbreitet, in Österreich als zerstreut bis selten.1 In den Alpen steigt sie bis in Höhen von etwa 1600 m, in Graubünden wurde sie bis rund 1930 m nachgewiesen.1
Als Lebensraum bevorzugt die Art mäßig frische bis feuchte, nährstoffreiche und kalkarme Böden, die sandig, lehmig oder tonig sein können.1 Sie wächst in Ackerunkrautgesellschaften, besonders in Hackfruchtkulturen, an Wegrändern, auf Schuttplätzen, an Mauern und Böschungen.12 In Mitteleuropa gilt sie als Charakterart der Gesellschaft Chenopodio-Oxalidetum fontanae.1
Diffusione
Avvistamenti e casi attuali in Germania
Avvistamenti
Analisi comunitaria
Stagionalità
Saisonalität & Aktivität
Die Blütezeit wird in der deutschsprachigen Literatur mit März bis September angegeben, englischsprachige Quellen nennen Februar bis Mai.12 Die Quellen weichen hier voneinander ab; die Blütezeit ist deshalb als Spanne wiedergegeben.
Auch in der OpenInsect-Community passt der bisher einzige Fund zu den genannten Blütezeiten: Bisher wurde 1 Scan erfasst, und zwar am 24. April 2026 in Wien.4 Eine Aussage über saisonale Häufigkeiten lässt sich aus dieser einzelnen Meldung nicht ableiten.
Stagionalità
Stagionalità e andamento della domanda
Basato sul Silver Power Trend Index, il nostro modello basato su dati di ricerca e osservazioni naturalistiche
Attività stagionale
Sviluppo nel corso degli anni
In pratica
Bedeutung, Schäden & Prävention
Das Knäuel-Hornkraut ist eine verbreitete Wildpflanze offener Standorte und gilt in Mitteleuropa als typischer Begleiter von Hackfruchtäckern.1 Angaben zu wirtschaftlichen Schäden, zur Giftigkeit oder zu gesundheitlichen Wirkungen enthalten die verwendeten Quellen nicht; eine Bewertung als Problempflanze lässt sich daraus nicht ableiten. In englischsprachiger Literatur wird zwar von historischen oder regionalen Anwendungen als Wildgemüse oder in der Volksmedizin berichtet, doch ist dies keine Empfehlung: Wildpflanzen sollten nicht ohne sichere Bestimmung und fachkundigen Rat verzehrt oder angewendet werden, da Verwechslungen möglich sind.2
Für die Bestimmung hilft es, auf die klebrige Behaarung, die weißen, eingekerbten Kronblätter und die gedrängten Blütenstände zu achten. Unsichere Funde lassen sich mit einem Foto in der Bestimmungsfunktion der OpenInsect-Community einordnen.4
Riferimenti
Fonti e riferimenti
- Wikipedia: Knäuel-Hornkraut. de.wikipedia.org/wiki/Kn%C3%A4uel-Hornkraut (abgerufen 30.10.2026)
- Wikipedia: Cerastium glomeratum. en.wikipedia.org/wiki/Cerastium_glomeratum (abgerufen 30.10.2026)
- GBIF Backbone Taxonomy: Cerastium glomeratum Thuill. gbif.org/species/3085440
- OpenInsect-Community, Scan-Statistik zum Profil (Stand 30.10.2026)