- Der Blattstiel ist höchstens ein Viertel so lang wie die Spreite.
- Die Fiedern weisen eine Länge von 2 bis 12 Millimetern auf und sind rundlich oder oval sowie am Rand stumpf gezähnt oder fast ganzrandig.3
- Die Unterart Asplenium trichomanes subsp. hastatum besitzt eine Chromosomenzahl von 2n = 144.3
- Die Unterart Asplenium trichomanes subsp. inexpectans weist eine Chromosomenzahl von 2n = 72 auf.3
- Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. (2010) definieren die Feuchtezahl mit F = 3, die Lichtzahl mit L = 4, die Reaktionszahl mit R = 4, die Temperaturzahl mit T = 4+, die Nährstoffzahl mit N = 2 sowie die Kontinentalitätszahl mit K = 4.3
Felce striata dal fusto marrone Asplenium trichomanes
Illustrazione generata dall'IA (non una fotografia)
Classificazione
Tassonomia
- Regno
- Plantae
- Phylum
- Tracheophyta
- Classe
- Polypodiopsida
- Ordine
- Polypodiales
- Famiglia
- Aspleniaceae
- Genere
- Asplenium
Panoramica
Einleitung
Der Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes) ist eine ausdauernde krautige Pflanzenart aus der Familie der Streifenfarngewächse (Aspleniaceae). Die Art besiedelt weltweit in warmen bis kühlen Regionen Felsen und Mauern auf unterschiedlichen Unterlagen. Synonyma und historische Trivialnamen wie Brauner Streifenfarn oder Frauenhaar verweisen auf die charakteristischen dunkel gefärbten Blattstiele.1
In breve
Fakten (kompakt)
Felce striata dal fusto marrone: foto di avvistamenti reali
Riconoscere
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes) ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 30 Zentimetern erreicht. Das Rhizom der Art ist dicht mit bis zu 5 Millimeter langen, lanzettlichen oder borstenförmigen Spreuschuppen besetzt.1 Die in Blattstiel und -spreite gegliederten Blätter erreichen Gesamtlängen von 5 bis 20(-35) Zentimetern. Sowohl der Blattstiel als auch die Blattspindel sind sehr schmal geflügelt. Im ausgereiften Zustand zeigen sich Stiel und Spindel bis fast zur Spitze glänzend rot- bis schwarzbraun, während bei jungen Blättern die obersten 1 bis 2 Zentimeter grün bleiben. Die lineal-lanzettliche Spreite ist einfach gefiedert und setzt sich aus beidseitig 15 bis 40 Fiedern zusammen.12 Die einzelnen Fiedern weisen eine Länge von 2 bis 12 Millimetern auf und sind rundlich oder oval sowie etwas ungleichseitig geformt. Ihr Rand zeigt sich stumpf gezähnt oder fast ganzrandig, zudem stehen die Fiedern in einer Ebene.1 Die Fiedern sind kurz, aber deutlich gestielt und fallen im Laufe ihrer Entwicklung im nächsten Frühjahr ab, während die Blattspindel bestehen bleibt. Die kleinen, länglichen Sori stehen zu viert bis sechst auf den unteren Gabelästen der Adern und reichen von der Mittelrippe fast bis zum Rand.12 Der zugrundeliegende Schleier ist zur Reifezeit noch am Blattnerv erkennbar.2 Bezüglich artspezifischer Abgrenzungen ist die Art innerhalb der Gattung Asplenium primär durch die Kombination aus glänzend dunklem Stiel und der einfachen Fiederung charakterisiert.
Ritratto
Beschreibung
Der Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes) ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Streifenfarngewächse, die Wuchshöhen von 5 bis 30 Zentimetern erreicht. Im natürlichen Lebensraum besiedelt die Art bevorzugt frische bis mäßig trockene Felsen und Mauern auf kalkreichen sowie kalkarmen Gesteinen in schattigen bis halbschattigen Lagen. Das Rhizom der Pflanze ist dicht mit bis zu 5 Millimeter langen, lanzettlichen oder borstenförmigen Spreuschuppen besetzt, die als anatomische Anpassung dem Schutz dienen. Die linealen bis lanzettlichen Blätter gliedern sich in einen kurzen Stiel und eine Spreite, wobei der Stiel und die Spindel schmal geflügelt sind und im Alter bis fast zur Spitze glänzend rot- bis schwarzbraun gefärbt sind. Im Gegensatz dazu zeigen junge Blätter an den obersten 1 bis 2 Zentimetern noch eine grüne Färbung. Jedes Blatt verfügt über 15 bis 40 abwechselnd oder paarweise genäherte, kurz gestielte Fiedern, die rundlich oder oval geformt sind. Diese Fiedern sind am Rand stumpf gezähnt oder fast ganzrandig und fallen erst im nächsten Frühjahr ab, während die robuste Blattspindel dauerhaft bestehen bleibt. Mikroskopisch oder bei genauerer Betrachtung im Feld zeigen sich auf den Unterseiten der Fiedern kleine, längliche Sori, die auf den unteren Gabelädern der Adern stehen und von der Mittelrippe bis fast zum Rand reichen. Zur Reifezeit im Juli und August sind diese Sori sowie der Schleier noch gut sichtbar. Die Sporenreife findet primär in den Sommermonaten Juli und August statt. Aufgrund morphologischer und zytologischer Variabilität werden mehrere Unterarten unterschieden, darunter diploide und tetraploide Sippen mit Chromosomenzahlen wie 2n = 72 oder 2n = 144.1 Historisch wurde die Art bereits im 1. Jahrhundert durch Dioskurides und Plinius im Rahmen antiker medizinischer Schriften erwähnt und im Jahr 1753 durch Carl von Linné in den Species Plantarum erstbeschrieben.1
Sistematica
Name & Einordnung
Der Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes) wurde im Jahr 1753 von Carl von Linné in seinem Werk Species Plantarum erstbeschrieben. Der wissenschaftliche Gattungsname Asplenium leitet sich vom altgriechischen Begriff für Milzkraut ab, während das Artepitheton trichomanes auf das feine, haarähnliche Erscheinungsbild der Blattstiele verweist. Die Art gehört zur Familie der Streifenfarngewächse (Aspleniaceae) in der Ordnung der Polypodiales. Historisch war die Pflanzengruppe unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt und wurde in der antiken sowie mittelalterlichen Literatur unter anderem als polytrichon, kallitrichon oder capillus veneris geführt. Im deutschsprachigen Raum existieren zahlreiche regionale Trivialnamen wie Brauner Streifenfarn, Frauenhaar, Jungfrauenhaar, Steinfarn, Steinwurz sowie historisch begründete Bezeichnungen wie Widerthon oder Widertod.1 Aufgrund der morphologischen Vielfalt und unterschiedlicher Ploidiestufen wurden zahlreiche Unterarten beschrieben, darunter die tetraploide Unterart Asplenium trichomanes subsp. quadrivalens als in Europa häufigste Sippe sowie die kalkfreie Unterart Asplenium trichomanes subsp. trichomanes.1 Belastbare taxonomische Abgrenzungen existieren zudem für infraspezifische Taxa wie subsp. pachyrachis oder subsp. inexpectans, wobei einige Sippen von verschiedenen Autoren auch eigenständig als Art geführt werden.1
Modo di vita
Biologie & Lebenszyklus
Der Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes) ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die durch die Bildung von Sporen über Generationen hinweg fortbesteht. Die Sporenreife findet in den Sommermonaten Juli und August statt. Die fertil gebildeten Sori sind klein sowie länglich geformt und befinden sich auf den unteren Gabelädern der Adern, wobei sie von der Mittelrippe fast bis zum Blattrand reichen. Jedes Blatt weist 15 bis 40 Fiedern auf, die in einer Ebene stehen und einzeln oder paarweise genähert sind. Die Fiedern fallen erst im darauffolgenden Frühjahr ab, während die Blattspindel dauerhaft bestehen bleibt. Belastbare quantitative Daten zur genauen physiologischen Dauer der einzelnen Generationswechsel oder zur temperaturspezifischen Entwicklungsgeschwindigkeit der Sporenkeimung fehlen in den Quellen. Als ausdauernde Pflanze (longlived) verfügt die Art über ein Rhizom, das mit bis zu 5 Millimeter langen, lanzettlichen oder borstenförmigen Spreuschuppen besetzt ist.1 Hinsichtlich der Ernährung ist Asplenium trichomanes als Autotroph auf Photosynthese angewiesen und gedeiht primär auf nährstoffarmen (oligotrophic) Substraten. Die ökologischen Zeigerwerte belegen eine Präferenz für mäßig feuchte bis mäßig trockene Bedingungen sowie nährstoffarme Standorte.12 Belastbare Studien zu spezifischen Pathogenen, Parasitoiden oder natürlichen Feinden liegen für diese Art im Rahmen der Basisdaten nicht vor.1 Die frost- und kältetolerante Pflanze besiedelt weltweit Felsen und Mauern in kollinen bis alpinen Höhenstufen und zeigt eine weite ökologische Amplitude bezüglich der Kalkunterlage.12
Modo di vita
Verhalten
Belastbare Daten zum spezifischen Verhalten von Asplenium trichomanes im Sinne von Fortbewegung, Orientierung oder interaktiven Verhaltensweisen liegen für diese Pflanzenart nicht vor.
Modo di vita
Ökologie
Der Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes) besiedelt als typische Felsen- und Mauerpflanze spezielle Habitaten in kollinen bis alpinen Höhenstufen. Die Art gedeiht bevorzugt an frischen bis mäßig trockenen, etwas beschatteten Standorten an Felsen und Mauern. Pflanzensoziologisch ist die Art eine Charakterart der Klasse Asplenietea trichomanis. Bezüglich des Substrats zeigt die Art je nach Unterart eine unterschiedliche Präferenz und besiedelt sowohl kalkreiche als auch kalkarme Gesteine.1 Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. kennzeichnen die Art als mäßig feucht (Feuchtezahl F = 3), halbschattig bis hell (Lichtzahl L = 4) und nährstoffarm (Nährstoffzahl N = 2).1 Die Reaktionszahl R = 4 zeigt eine Bindung an neutrale bis basische Substrate, wobei spezifische Unterarten wie Asplenium trichomanes subsp. trichomanes streng auf kalkfreie Unterlagen beschränkt sind und als Charakterart der Ordnung Androsacetalia vandellii auftreten. Die Temperaturzahl T = 4+ bis montan verdeutlicht die Anpassung an warme bis mäßig temperierte Lagen, wobei die Art in den Alpen bis in Höhenlagen von 2200 Metern aufsteigt. Die Kontinentalitätszahl K = 4 beschreibt das Vorkommen in subkontinentalen bis subozeanischen Regionen mit mittleren Luftfeuchtigkeit und mäßigen Temperaturschwankungen. In städtischen Räumen besiedelt Asplenium trichomanes als Kulturfolger bisweilen isolierte Standorte wie alte Brunnen oder feuchte Mauern.1
Diffusione
Vorkommen & Lebensraum
Der Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes) ist eine weltweit in warmen bis kühlen Regionen verbreitete Pflanzenart. Das natürliche Areal umfasst Europa, Nordamerika, Südafrika, den Himalaya, Neuguinea, das südöstliche Australien und Neuseeland. In Europa ist die Art flächendeckend in allen Ländern vertreten. Innerhalb von Mitteleuropa und dem DACH-Raum ist die Art weit verbreitet und kommt in allen biogeografischen Regionen von den Tiefländern bis in alpine Höhenstufen vor. Die Vertikalverbreitung reicht in den Alpen bis in Höhenlagen von 2000 bis 2200 Metern. Als typische Habitate besiedelt Asplenium trichomanes natürliche Felsen sowie anthropogene Strukturen wie Mauern. Die Art gedeiht vor allem an frischen, mäßig feuchten und etwas beschatteten Standortslagen. Pflanzensoziologisch stellt die Art eine Charakterart der Klasse Asplenietea trichomanis dar. Je nach Unterart besiedelt die Pflanze sowohl kalkreiche als auch kalkarme beziehungsweise silikatische Gesteine, Gneise und Serpentinit. In urbanen und besiedelten Räumen tritt die Art gelegentlich sekundär an feuchten Mauern oder in Schächten auf, wo sie isolierte Populationen bilden kann.1
Diffusione
Avvistamenti e casi attuali in Germania
Avvistamenti
Analisi comunitaria
Stagionalità
Saisonalität & Aktivität
Der Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes) zeigt als ausdauernde, immergrüne Pflanzenart einen jahreszeitlich Rhythmus, der primär von der Sporenreife und den Vegetationsbedingungen bestimmt wird. Die Sporenbildung und -reife findet bei dieser Art primär in den Sommermonaten Juli und August statt. Die Fiedern der Wedel überdauern die vegetative Periode und fallen erst im darauffolgenden Frühjahr ab, während die robuste Blattspindel bestehen bleibt.1 Das öffentliche Suchinteresse an der Art weist im Jahresverlauf spezifische Peaks auf, wobei insbesondere der Monat März ein erhöhtes Interesse verzeichnet.2 Ein weiterer, wenngleich schwächer ausgeprägter Höhepunkt des öffentlichen Interesses zeigt sich im Monat August 2, was zeitlich mit der Hauptreifephase der Sporen zusammenfällt.1 In den Wintermonaten wie Januar und April sinkt das Suchinteresse stark ab.2 Belastbare physiologische Messdaten zur exakten Temperaturabhängigkeit der photosynthetischen Aktivität oder detaillierte generationsspezifische Untersuchungen im Jahresverlauf liegen für Asplenium trichomanes in der systematischen Literatur bislang kaum flächendeckend vor. Daher stützt sich die Einordnung der Aktivitätsphasen im Wesentlichen auf die dokumentierten Phänomene der Sporebreife im Hochsommer. Die artbezogene phänologische Dynamik bleibt somit eng an die klimatischen Bedingungen des kollinen bis alpinen Raumes geknüpft.1
Stagionalità
Stagionalità e andamento della domanda
Basato sul Silver Power Trend Index, il nostro modello basato su dati di ricerca e osservazioni naturalistiche
Attività stagionale
Sviluppo nel corso degli anni
In pratica
Bedeutung, Schäden & Prävention
Der Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes) ist eine ausdauernde krautige Pflanzenart und weder als Schädling noch als Lästling oder Nützling im klassischen Sinne einzustufen, da sie als heimische Farnart ökologisch unbedenklich ist. Ein Schadpotenzial oder typische Schadbilder gehen von der Art nicht aus, da sie als Felsen- und Mauerpflanze keine Kulturpflanzen beeinträchtigt. Historisch wurde die Art in der antiken und mittelalterlichen Heilkunde sowie im Analogiezauber erwähnt, besitzt jedoch in der modernen Schulmedizin keine relevante gesundheitliche oder medizinische Bedeutung. Befallsanzeichen im Sinne eines Schadorganismus existieren nicht, weshalb auch keine spezifischen Früherkennungs- oder Monitoring-Methoden erforderlich sind. Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung des Wachstums an Mauern oder Felsen sind im Rahmen des Gebäudeschutzes allenfalls durch bauliche Instandhaltung oder das Verschließen von Fugen möglich, sofern eine Besiedlung unerwünscht ist. Belastbare Daten zu spezifischen biologischen, physikalischen oder chemischen Bekämpfungsmaßnahmen im Sinne einer systematischen Schädlingsbekämpfung fehlen, da der Farn in der Regel toleriert oder als Zierpflanze in Steingärten genutzt wird. Integrierte Bekämpfungsstrategien oder gesetzliche Regelungen wie Quarantänebestimmungen oder Meldepflichten existieren für Asplenium trichomanes nicht. Die Art unterliegt in vielen Regionen keinem besonderen internationalen oder nationalen Schutzstatus, gilt aber als ökologisch wertvoller Bestandteil natürlicher Flsb- und Mauerbiotope.1
Riferimenti
Fonti e riferimenti
- de.wikipedia.org/wiki/Braunstieliger_Streifenfarn
- gbif.org/species/8108066
- Literaturzusammenfassung: Asplenium trichomanes