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Falena dei semi –Hofmannophila pseudospretella

Falena dei semi
Basso rischio fastidio può mordere pericolo fisico

Classificazione tassonomica

Reich Tiere (Animalia)
Stamm GliederfĂĽĂźer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie Oecophoridae
Gattung Hofmannophila
Art Hofmannophila pseudospretella
Wissenschaftlicher Name: Hofmannophila pseudospretella Stainton, 1849
Akzeptierter Name

Einleitung

Die Samenmotte (*Hofmannophila pseudospretella*) ist ein Schmetterling aus der Familie der Oecophoridae und die einzige Art der monotypischen Gattung *Hofmannophila*.[1][2] Ursprünglich in der indo-malaiischen Region Asiens beheimatet, wurde die Art seit den 1840er Jahren weltweit verschleppt und ist heute ein kosmopolitischer Kulturfolger.[1] Da sich die Larven polyphag von keratinhaltigen Textilien, Getreide und organischem Detritus ernähren, gilt die Spezies als relevanter Material- und Vorratsschädling.[3]

Fakten (kompakt)

- *Hofmannophila pseudospretella*, auch bekannt als Samenmotte, ist eine kleine Motte aus der Familie der Oecophoridae. - Die Flügelspannweite der adulten [Motten](/pages/lexikon/motten) liegt typischerweise zwischen 15 und 26 mm. - Die Art stammt ursprünglich aus Asien. - Die Erstbeschreibung erfolgte 1849. - Die Motte wurde in den 1840er Jahren erstmals in Europa nachgewiesen und breitete sich von dort auf andere Kontinente aus. - Die Larven sind polyphag und ernähren sich von einer Vielzahl von verrottenden organischen Materialien. - Dazu gehören Detritus, gelagertes Getreide und Textilien wie Wolle und Leder. - Die Larven können auch Buchbindungen und Museumsexemplare befallen.[1] - Der Lebenszyklus von *H. pseudospretella* umfasst eine vollständige Metamorphose und kann 6 bis 14 Monate dauern. - Die Eier werden in Clustern in der Nähe von Nahrungsquellen abgelegt und schlüpfen in 1–2 Wochen. - Die Larven produzieren Seidenfäden. - Die Art kann Keratin verdauen, möglicherweise mit bakterieller Unterstützung im Darm. - Die Eier sind etwa 0,58 mm lang und 0,41 mm breit. - Die Farbe der Eier reicht von glänzend weiß bis blassgelb. - Ein Weibchen kann insgesamt 106 bis 657 Eier legen. - Die Larven erreichen eine Länge von bis zu 19 mm. - Die Larven haben einen cremefarbenen oder schmutzig-weißen Körper mit einem braunen Kopf. - Die Puppen sind etwa 10 mm lang und rötlich-braun gefärbt. - Die Fühler der adulten Motten sind fadenförmig.[1]

Name & Einordnung

Die Art *Hofmannophila pseudospretella* wurde erstmals im Jahr 1849 von Henry Tibbats Stainton unter dem Basionym *Oecophora pseudospretella* wissenschaftlich beschrieben. Diese Erstbeschreibung wurde in Staintons Werk „An attempt at a systematic catalogue of the British [Tineidae](/pages/lexikon/motten) & Pterophoridae“ veröffentlicht. Die heute gültige Gattung *Hofmannophila* wurde 1910 von August Spuler in dessen Publikation „Die Schmetterlinge Europas“ aufgestellt, um diese einzige Art aufzunehmen. Der Gattungsname ehrt den deutschen Chemiker August Wilhelm von Hofmann und wird durch das griechische Suffix *phila* (Freundin) ergänzt. Das Art-Epitheton *pseudospretella* verweist auf die oberflächliche Ähnlichkeit zu anderen Mottenarten, die den Namen *spretella* tragen. Historische Synonyme umfassen unter anderem *Litoides punctipinguinella* Bruand, 1856 sowie *Gelechia improbella* Walker, 1864. Systematisch gehört die Art zur Unterfamilie Oecophorinae innerhalb der Familie Oecophoridae. Diese Unterfamilie unterscheidet sich von verwandten Gruppen durch spezifische Merkmale der männlichen Genitalien, wie einen mit dem Tegumen verschmolzenen Gnathos, sowie durch die Flügeladerung.[1] International ist die Art unter dem englischen Trivialnamen „brown house moth“ bekannt.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die adulten Falter von *Hofmannophila pseudospretella* erreichen eine Flügelspannweite von 15 bis 26 mm bei einer Körperlänge von etwa 8 bis 14 mm.[2][3] Es besteht ein Sexualdimorphismus, wobei die Weibchen in der Regel größer und robuster als die Männchen sind.[3] Die Vorderflügel weisen eine bronzene bis grau-braune Grundfärbung auf, die oft glänzend erscheint und mit schwarzen Punkten oder Flecken in Reihen gezeichnet ist.[2] Im Kontrast dazu sind die Hinterflügel heller grau-braun gefärbt und an den Rändern mit langen Fransenhaaren besetzt. Kopf, Thorax und Abdomen zeigen eine dunkel grau-braune Färbung, was zum insgesamt unauffälligen Erscheinungsbild beiträgt.[3] Charakteristisch für den Kopfbereich sind die fadenförmigen (filiformen) Antennen sowie die langen, nach oben gebogenen Labialpalpen, die deutlich nach vorne ragen.[3][1] Die Eier sind mit etwa 0,58 mm Länge winzig, obovoid bis ellipsoid geformt und besitzen eine harte, glänzende Oberfläche. Ihre Farbe variiert von glänzend weiß bei kleineren Exemplaren bis zu blassgelb bei größeren, wobei die Eischale (Chorion) eine strukturierte Oberfläche mit Längsrillen aufweist. Die Larven erreichen eine Länge von bis zu 19 mm und haben einen cremefarbenen oder schmutzig-weißen Körper. Auffällige Merkmale sind die braune bis hellbraune Kopfkapsel sowie die durchscheinenden, blass gelblich-braunen Beine. Zur Fortbewegung nutzen die Larven Bauchbeine an den Abdominalsegmenten 3, 4, 6 und 10.[1] Sie [spinnen](/pages/lexikon/spinnen) aus Seide schützende Röhren oder unregelmäßige Gespinste, in die oft Nahrungspartikel zur Tarnung eingearbeitet werden.[3] Die etwa 10 mm lange Puppe ist rotbraun gefärbt, wobei Kopf und Mundwerkzeuge dunkler kastanienbraun erscheinen. Sie ruht in einem festen Seidenkokon, der oft im Larvengespinst oder in Falten von Materialien verborgen ist.[1] Der Artname *pseudospretella* deutet auf die Ähnlichkeit mit anderen Kleinschmetterlingen hin, wobei sich die Unterfamilie Oecophorinae anatomisch unter anderem durch reduzierte Radialadern im Vorderflügel abgrenzt.[3][1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

*Hofmannophila pseudospretella* wird als bedeutender Material- und Vorratsschädling klassifiziert, der synanthrop in Haushalten, Lagern und Museen auftritt.[3][1] Das Schadpotenzial resultiert aus der ausgeprägten Polyphagie der Larven, die keratinhaltige Materialien wie Wolle, Pelze, Leder und Federn sowie pflanzliche Vorräte wie Getreide und Samen fressen. Typische Schadbilder umfassen unregelmäßige Fraßlöcher in Textilien, das Vorhandensein von Gespinsten (Webbing) sowie Verunreinigungen durch Kot und Seidenröhren.[1] In Museen können durch den Fraß an Buchbindungen und präparierten Exemplaren irreversible Schäden an kulturellen Artefakten entstehen.[3] Medizinisch ist die Art unauffällig; es liegen keine verifizierten Berichte über Krankheitsübertragungen oder Myiasis vor.[1] Ein Befall lässt sich oft durch an Innenwänden ruhende Adulte in der Dämmerung oder durch Larven in ihren Schutzröhren erkennen.[2] Präventiv ist die Kontrolle der Umweltbedingungen entscheidend, da die Larvenentwicklung eine hohe Luftfeuchtigkeit (über 80 %) bevorzugt und Werte unter 50 % das Wachstum hemmen.[3] Bauliche Maßnahmen wie das Abdichten von Ritzen und strikte Hygiene durch regelmäßiges Absaugen von organischen Resten entziehen den Tieren Brutstätten.[3][7] Zur Überwachung der Bestände (Monitoring) werden Pheromonfallen eingesetzt, die gezielt männliche Falter anlocken und eine Früherkennung ermöglichen.[7] Bekämpfungsmaßnahmen umfassen physikalische Methoden wie Hitzebehandlungen bei 50–60 °C für 30 bis 60 Minuten, welche Eier, Larven und Puppen abtöten.[3] Im Rahmen der biologischen Bekämpfung können parasitoide [Wespen](/pages/lexikon/wespen) wie *Habrobracon hebetor* eingesetzt werden, die die Larvenstadien parasitieren. Chemische Ansätze beinhalten die Anwendung von Pyrethroiden zum Schutz von Textilien, sollten jedoch stets Teil eines integrierten Schädlingsmanagements (IPM) sein, das Monitoring und Hygiene priorisiert.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Die Fortpflanzung von *Hofmannophila pseudospretella* erfolgt sexuell, wobei die nächtliche Paarung durch von Weibchen abgegebene Sexualpheromone gesteuert wird. Ein einzelnes Weibchen legt im Laufe seines kurzen Lebens, abhängig von Körpergewicht und Umweltbedingungen, zwischen 106 und 657 Eier einzeln oder in kleinen Gruppen direkt am Nahrungssubstrat ab.[1] Die Embryonalentwicklung ist stark temperaturabhängig und dauert bei 27 °C etwa 8,5 Tage, kann sich jedoch bei kühleren 10 °C auf bis zu 110 Tage verlängern.[3] Die cremefarbenen Larven durchlaufen vier bis fünf Stadien (Instare) und erreichen eine Körperlänge von bis zu 19 mm. Während ihrer Entwicklung [spinnen](/pages/lexikon/spinnen) sie schützende Röhren oder Gespinste aus Seide, in denen sie fressen und sich verbergen. Das Nahrungsspektrum ist ausgeprägt polyphag und umfasst keratinhaltige Materialien wie Wolle, Pelze und Federn sowie pflanzliche Vorräte wie Getreide, Samen und getrocknete Früchte. Um Keratin verdauen zu können, herrschen im Mitteldarm der Larven stark reduzierende Bedingungen, die Disulfidbrücken spalten.[1] Dabei wurde eine Assoziation mit Milchsäurebakterien wie *Lactococcus lactis* im Darmtrakt nachgewiesen, die potenziell zur Verdauung beitragen.[6] Die Dauer der Larvalphase variiert erheblich je nach Temperatur: Sie beträgt etwa 71 Tage bei 25 °C, verlängert sich aber bei 13 °C auf rund 145 Tage.[1] Eine hohe relative Luftfeuchtigkeit von mindestens 80 % ist für das Überleben und die Entwicklung der Larven essenziell, da sie empfindlich gegen Austrocknung sind.[3] Unter ungünstigen Bedingungen oder Kälte treten die Larven in eine Diapause ein, was den Entwicklungszyklus auf bis zu 12 Monate ausdehnen kann. Die Verpuppung erfolgt in einem festen Seidenkokon, wobei das Puppenstadium bei 28 °C rund 13 Tage, bei 10 °C jedoch bis zu 98 Tage andauert. Die adulten Falter sind nachtaktiv, werden von Lichtquellen angezogen und haben eine Lebensdauer von etwa 9 bis 12 Tagen bei 25 °C.[1] In gemäßigten Klimazonen treten jährlich meist zwei bis vier Generationen auf, während in permanent beheizten Gebäuden eine kontinuierliche Fortpflanzung möglich ist.[3] Zu den natürlichen Feinden zählen parasitoide [Wespen](/pages/lexikon/wespen) wie *Habrobracon hebetor*, die Larven in Lagerbeständen befallen.[1]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Deutschland

    30.10.2025

  • Algermissen Bahnhof, 31191 Algermissen, Deutschland

    29.10.2025

  • Deutschland

    27.10.2025

  • Bremen, Bremen, Deutschland

    23.10.2025

  • Deutschland

    17.10.2025

Daten: iNaturalist

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Hofmannophila pseudospretella* liegt in der indo-malaiischen Region Asiens, mit historischen Nachweisen aus Indien, China, Pakistan und Vietnam.[1] Bis zum frühen 19. Jahrhundert war das Vorkommen auf diesen Raum beschränkt, bevor die Art in den 1840er Jahren über internationale Handelsrouten nach Europa eingeschleppt wurde. Heute gilt die Samenmotte als Kosmopolit und ist auf fast allen Kontinenten etabliert. In Nordamerika erstreckt sich das Areal von Mexiko über die Vereinigten Staaten bis nach Kanada, wobei Vorkommen von Kalifornien bis British Columbia dokumentiert sind. Weitere Populationen finden sich in Australien, Neuseeland sowie in Teilen Afrikas, darunter Kenia und Madagaskar. In Europa hat sich der Falter rasch in den gemäßigten Breiten ausgebreitet und tritt heute flächendeckend in urbanen Räumen auf, insbesondere auf den Britischen Inseln. In ihrem nativen Areal besiedelt die Art tropische und subtropische Wälder sowie Graslandschaften.[1] Dort entwickeln sich die Larven als Detritivoren in feuchtem Laubstreu und verrottenden Pflanzenresten.[2] In den eingeschleppten Gebieten lebt *Hofmannophila pseudospretella* überwiegend synanthrop in menschlichen Siedlungsbereichen.[1] Zu den typischen Innenraumhabitaten zählen Lagerhäuser, Museen und Wohnhäuser, wo die Falter oft an Wänden ruhend beobachtet werden. Für die Entwicklung sind feuchte Bedingungen essenziell, weshalb die Art bevorzugt Umgebungen mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von etwa 80 Prozent besiedelt.[3] Aktuelle Beobachtungsdaten bestätigen die weltweite Präsenz mit einem klaren Schwerpunkt in städtischen Ballungsräumen.[2]

Saisonalität & Aktivität

In wärmeren Klimazonen sind die Adulten von *Hofmannophila pseudospretella* ganzjährig aktiv, weisen jedoch deutliche Aktivitätsspitzen im Sommer auf.[1][2] Die Generationenfolge variiert stark je nach Breitengrad und Umgebungstemperatur, wobei jährlich zwischen einer und fünf Bruten möglich sind. In gemäßigten Zonen und unter stabilen Innenraumbedingungen entwickeln sich typischerweise zwei bis vier Generationen, während in nördlichen Breiten oft nur ein bis zwei Generationen pro Jahr entstehen. Die Falter sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, wobei auch die Paarung in diesen Zeiträumen stattfindet. Aufgrund einer positiven Phototaxis werden die Adulten von künstlichen Lichtquellen angezogen, was ihr Eindringen in menschliche Behausungen begünstigt. Bei ungünstigen Bedingungen oder Kälte überwintern die ausgewachsenen Larven in einer Diapause, die sie in einem ruhenden Zustand innerhalb ihrer Gespinsthüllen verbringen. Diese Entwicklungsruhe wird durch Umweltreize wie verkürzte Tageslängen und sinkende Temperaturen ausgelöst. Die Temperatur steuert maßgeblich die Entwicklungsdauer; so verlängert sich beispielsweise die Puppenruhe von etwa 13 Tagen bei 28 °C auf bis zu 98 Tage bei 10 °C.[1] Ergänzend zeigen Daten zum öffentlichen Interesse Spitzenwerte im Juni, was mit der biologischen Hauptflugzeit korreliert.[2]

Fonti e riferimenti

  1. https://www.gbif.org/species/1836899
  2. https://butterfly-conservation.org/moths/brown-house-moth
  3. https://museumpests.net/wp-content/uploads/2014/03/brown-house-moth.pdf
  4. https://ftp.funet.fi/index/Tree_of_life/insecta/lepidoptera/ditrysia/gelechioidea/oecophoridae/oecophorinae/hofmannophila/
  5. https://images.peabody.yale.edu/lepsoc/jls/1980s/1984/1984-38(3)202-Arbogast.pdf
  6. https://wellcomeopenresearch.org/articles/8-230
  7. https://veseris.com/default/resources/post/brown-house-moth
  8. https://desinsectador.com/wp-content/uploads/2018/11/insect-of-stored-grain-david-rees-2006.pdf
  9. https://www.museumsassociation.org/museums-journal/news/2023/02/drought-may-be-behind-sharp-fall-in-clothes-moths-says-national-trust/