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Crisantemi Crisantemo indicum

Crisantemi

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Asterales (Asterales)
Famiglia Asteraceae
Genere Chrysanthemum
Specie Chrysanthemum indicum
Nome scientifico Chrysanthemum indicum L.
Nome accettato

Einleitung

*Chrysanthemum indicum* ist eine ausdauernde krautige Pflanze oder ein Halbstrauch aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), der ursprünglich in Ostasien verbreitet ist.[1][2] Die Art, die auch als Indische Chrysantheme bekannt ist, gilt als wichtiger wilder Vorfahre der heute kultivierten Garten-Chrysanthemen (*Chrysanthemum × morifolium*).[2][3] Neben ihrer Nutzung als Zierpflanze findet sie seit über 2000 Jahren Anwendung in der traditionellen asiatischen Medizin und besitzt nachgewiesene antimikrobielle sowie entzündungshemmende Eigenschaften.[2]

Analisi comunitaria

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Ultimo il 29.05.2026
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Fakten (kompakt)

- Im 19. Jahrhundert wurde die Art 1855 von Charles des Moulins vorübergehend als *Dendranthema indicum* klassifiziert, bevor sie aufgrund phylogenetischer Erkenntnisse wieder der Gattung *Chrysanthemum* zugeordnet wurde. - Die Blütenköpfe stehen einzeln oder in Trugdolden (Korymbus) und besitzen gelbe Röhrenblüten mit 5-lappigen Kronblättern sowie Zungenblüten, die weiß, rosa oder gelblich gefärbt sein können. - Die Pflanze ist winterhart und gedeiht in den USDA-Klimazonen 5 bis 9. - Traditionell wird die Art auch als „Königin des Ostens“ bezeichnet. - In der spezifischen medizinischen Anwendung gilt das gesamte Kraut als Bluttonikum, Fiebersenker (Febrifugum) und Wundheilmittel (Vulnerarium). - Den Blüten werden spezifische Wirkungen als Vasodilatatoren (gefäßerweiternd) und Aperitiva zugeschrieben, wobei sie unter anderem zur Behandlung von Furunkeln und Bluthochdruck eingesetzt werden. - Zu den identifizierten Inhaltsstoffen gehören neben Kampfer spezifisch das Flavonoid Chrysanthemin sowie Isoborneol und α-Terpinen. - Pharmakologische Studien zeigten eine antivirale Aktivität gegen das Vesikuläre Stomatitis-Virus mit einem IC50-Wert von 3,14 µg/mL.[7] - Die antibakterielle Wirkung ist gegen *Streptococcus agalactiae* mit einer minimalen Hemmkonzentration (MIC) von 62,5 µg/mL besonders ausgeprägt, während für *E. coli* Werte über 500 µg/mL gemessen wurden. - In DPPH-Assays wurde eine antioxidative Aktivität mit einem IC50-Wert von 2,21 mg/mL ermittelt.[7] - Es werden verschiedene Varietäten wie *var. iyoense*, *var. tsurugisanense* oder die stark duftende *var. aromaticum* beschrieben, deren taxonomische Anerkennung jedoch je nach Autorität variiert.[7]

Name & Einordnung

Der akzeptierte wissenschaftliche Name der Art lautet *Chrysanthemum indicum* L., wobei die Erstbeschreibung durch Carl von Linné in seinem Werk *Species Plantarum* im Jahr 1753 erfolgte.[1] Der Gattungsname *Chrysanthemum* leitet sich aus dem Altgriechischen ab und setzt sich aus den Wörtern *chrysos* (Gold) sowie *anthemon* (Blüte) zusammen, was auf die goldgelben Blütenköpfe der ursprünglich beschriebenen Arten verweist.[3] Das Art-Epitheton *indicum* entstammt dem Lateinischen (*indicus*) und bedeutet „indisch“ oder „aus Indien“, da Linné als Typuslokalität „Habitat in India“ angab, obwohl die Pflanze primär in Ostasien heimisch ist.[1] Taxonomisch unterlag die Art historischen Revisionen und wurde im 19. Jahrhundert, etwa durch Charles des Moulins 1855, unter dem Synonym *Dendranthema indicum* (L.) Des Moul. geführt. Weitere historische Synonyme umfassen *Matricaria indica* (L.) Desr., *Tanacetum indicum* (L.) Sch.Bip. sowie *Arctotis elegans* Thunb., die frühere Zuordnungen innerhalb der Familie der Korbblütler (*Asteraceae*) widerspiegeln.[1][3] Moderne phylogenetische Untersuchungen haben jedoch die Rückführung in die Gattung *Chrysanthemum* bestätigt, wobei *C. indicum* als diploider Vertreter (2n = 18) des *C. indicum*-Komplexes gilt. Der Lectotypus der Art wird im Herbarium von Linné unter der Nummer LINN 1012.15 aufbewahrt.[1] Im deutschen Sprachraum wird die Gattung allgemein als Chrysantheme bezeichnet.[3] International ist der Trivialname „Indian chrysanthemum“ gebräuchlich, während die Pflanze in China als „Ye Ju“ und in Korea als „Yeju“ bekannt ist.[2] Obwohl infraspezifische Varietäten wie *var. aromaticum* oder *var. iyoense* beschrieben wurden, erkennen taxonomische Autoritäten wie POWO (Stand 2023) diese oft nicht als eigenständige Taxa an.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Chrysanthemum indicum wächst als ausdauernde, krautige Pflanze oder Halbstrauch, der dichte Horste bildet und Wuchshöhen zwischen 25 und 100 cm erreicht.[2][4] Die aufrechten oder leicht ausgebreiteten Stängel sind verzweigt, spärlich bis dicht behaart und verholzen oft an der Basis, wobei sie gelegentlich rötlich-violett überlaufen sind.[4] Unterirdisch bildet die Pflanze lange oder kurze kriechende Rhizome aus, die eine vegetative Ausbreitung ermöglichen.[2][4] Die wechselständig angeordneten Blätter sind eiförmig bis elliptisch-eiförmig und tief fiederspaltig oder gelappt.[4] Die Blattspreiten messen 3 bis 7 cm in der Länge sowie 2 bis 4 cm in der Breite und zeigen eine blassgrüne bis olivgrüne Färbung.[2][4] Charakteristisch ist die spärliche Behaarung der Blätter sowie ihr intensives, zitronenartiges Aroma, das beim Zerreiben freigesetzt wird.[2] Die Blütenstände sind 2 bis 5 cm breite Köpfchen (Capitula), die meist in lockeren, endständigen Trugdolden oder seltener einzeln stehen.[4] Im Zentrum befinden sich gelbe, röhrenförmige Scheibenblüten mit fünflappigen Kronen.[2][4] Diese werden von äußeren Zungenblüten umgeben, deren gelbe oder weiße Zungen 1 bis 1,3 cm lang sind und an der Spitze ganzrandig oder dreizähnig enden. Die Hüllblätter des Involucrums sind in fünf Reihen angeordnet, wobei die äußeren Bracteen deutlich kürzer sind als die bis zu 1,1 cm langen inneren. Die Hüllblätter weisen oft weiße oder braune, häutige Ränder auf.[4] Als Früchte entwickeln sich kleine, 1,5 bis 1,8 mm lange Achänen (Cypselae), die als Verbreitungseinheiten dienen.[2][4] Morphologisch ist die Art sehr variabel, wobei Unterschiede in der Stängelaufrichtung und Blattteilung oft mit verschiedenen Ploidiegraden (diploid bis tetraploid) korrelieren.[2] Als Wildform unterscheidet sich Chrysanthemum indicum von den daraus gezüchteten Garten-Chrysanthemen (*Chrysanthemum × morifolium*) durch die meist ungefüllten, einfacheren Blütenstände und die genetische Abgrenzung als diploider oder tetraploider Vorfahre.[2][3]

Beschreibung

Chrysanthemum indicum ist eine ausdauernde, krautige Pflanze oder ein Halbstrauch, der sich durch seinen aromatischen Duft und die Bildung dichter Bestände auszeichnet.[2] Als diploides Mitglied des *Chrysanthemum indicum*-Komplexes gilt die Art als einer der wichtigsten wilden Vorfahren der heute kultivierten Garten-Chrysanthemen.[5] Im natürlichen Lebensraum, der von Grasländern und Flussufern bis hin zu salzhaltigen Meeresküsten reicht, wächst die Pflanze typischerweise aufrecht bis zu einer Höhe von 25 bis 100 cm.[4][1] Die Art bildet ein weitreichendes System aus niederliegenden Rhizomen, das ihr eine effektive vegetative Ausbreitung und Klumpenbildung ermöglicht. Ein charakteristisches Merkmal im Feld ist der intensive, zitronenartige Geruch, der beim Zerreiben der wechselständigen, tief gelappten Blätter freigesetzt wird.[2] Diese aromatischen Eigenschaften basieren auf ätherischen Ölen mit hohen Anteilen an Kampfer und Borneol, die der Pflanze als natürlicher Schutz gegen Fressfeinde und Insekten dienen.[6][3] Anatomisch zeigt sich die Anpassungsfähigkeit der Art in ihrer Toleranz gegenüber moderatem Salzstress und Trockenheit, was ihr die Besiedlung ökologischer Nischen von Binnenlandwiesen bis zu Küstenzonen erlaubt.[3] Die Stängel verholzen oft an der Basis und weisen eine spärliche bis dichte Behaarung auf, die mikroskopisch als Schutz gegen Umweltstress fungiert.[1] Die Blütezeit wird durch Kurztagsbedingungen ausgelöst und erstreckt sich von August bis Oktober, wobei die Pflanzen zwittrige Blütenköpfe in lockeren Trugdolden ausbilden.[3] Um die genetische Vielfalt zu sichern, besitzt *C. indicum* einen Selbstinkompatibilitäts-Mechanismus, der das Wachstum eigener Pollenschläuche hemmt und somit Fremdbestäubung durch Insekten erzwingt. Nach der Bestäubung entwickeln sich kleine Achänen (1,5–1,8 mm), die als primäre Verbreitungseinheiten fungieren und unter feuchten Bedingungen innerhalb von 10 bis 18 Tagen keimen. Eine ökologische Besonderheit ist die allelopathische Wirkung der Wurzelextrakte, die Sesquiterpene enthalten und die Keimung benachbarter Pflanzen hemmen können, um Konkurrenz zu minimieren.[2] Innerhalb des Verbreitungsgebiets variiert die Art genetisch stark, wobei diploide Formen eher im Norden und tetraploide Varianten in südlichen Regionen Chinas dominieren.[5] Historisch wurde die Art 1753 von Carl von Linné beschrieben, der sie aufgrund damaliger Berichte irrtümlich mit dem Artnamen *indicum* (aus Indien) versah, obwohl ihr Hauptverbreitungsgebiet in Ostasien liegt.[3] Im Vergleich zu verwandten Arten unterscheidet sich *C. indicum* durch die spezifische Kombination aus kleinen, gelben Röhrenblüten und meist gelben Zungenblüten sowie durch ihre ausgeprägte Winterhärte bis in USDA-Zone 5.[2][3]

Verhalten

Das Verhalten von *Chrysanthemum indicum* ist durch komplexe physiologische Anpassungen und chemische Interaktionen mit der Umwelt geprägt. Die Art zeigt ein ausgeprägtes Konkurrenzverhalten durch Allelopathie, wobei Wurzelextrakte das Keimen benachbarter Pflanzen wie Salat hemmen können. Diese interspezifische Interaktion wird durch Sesquiterpene vermittelt, die dosisabhängig auf die Umgebung wirken und so die Vegetationsstruktur beeinflussen. Zur biochemischen Abwehr von Herbivoren nutzt die Pflanze ein Profil mit über 190 Verbindungen, darunter Flavonoide und ätherische Öle. Der hohe Gehalt an Kampfer und Isoborneol in den Blättern erzeugt ein zitronenartiges Aroma, das als natürliche Abschreckung gegen Schädlinge wie Blattläuse fungiert.[2] Extrakte der Pflanze weisen zudem repellierende Wirkungen gegen Mücken sowie akarizide Eigenschaften gegen Milben auf.[6] Die Fortpflanzungsbiologie ist durch Entomophilie bestimmt, wobei die Bestäubung primär durch Insekten wie Bienen erfolgt. Um genetische Vielfalt zu sichern, besitzt die Art einen Selbstinkompatibilitäts-Mechanismus, der das Wachstum des Pollenschlauchs bei eigener Bestäubung physiologisch hemmt.[4] Als Kurztagpflanze reagiert *Chrysanthemum indicum* auf die Photoperiode, indem die Blüte erst durch lange Nächte von 11 bis 12 Stunden induziert wird.[3] Die räumliche Ausbreitung erfolgt vegetativ durch kriechende Rhizome, die eine klonale Kolonisierung des Habitats ermöglichen.[4]

Ökologie

Chrysanthemum indicum besiedelt als anpassungsfähige Art diverse Habitate, darunter Grasland, Gebüsche, Flussufer und salzhaltige Küstenbereiche in Höhenlagen von 100 bis 2900 Metern.[4] Die Pflanze bevorzugt feuchte, gut durchlässige Böden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5 und benötigt Standorte mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung. Aufgrund ihrer Toleranz gegenüber Trockenheit, Salzstress und UV-B-Strahlung spielt sie eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung von semiariden und küstennahen Ökosystemen. Im Nahrungsnetz fungiert die Art als Nektar- und Pollenquelle für Insekten wie Bienen und Schmetterlinge, was besonders im Spätherbst bei knappen Ressourcen ökologisch bedeutsam ist. Chemisch interagiert Chrysanthemum indicum durch Allelopathie mit ihrer Umgebung, indem Wurzelextrakte Sesquiterpene freisetzen, die die Keimung konkurrierender Pflanzen wie Salat hemmen.[2] Die in den Blättern enthaltenen ätherischen Öle, reich an Kampfer und Borneol, dienen der chemischen Abwehr gegen Herbivoren und wirken repellierend auf Mücken sowie akarizid gegen Milben. Zudem wird die Pflanze aufgrund ihrer insektiziden Eigenschaften zur biologischen Bekämpfung von Schädlingen wie dem Reisstängelbohrer genutzt.[6] Ein spezifischer natürlicher Feind ist der pathogene Pilz Puccinia horiana, der den Weißen Chrysanthemenrost verursacht.[3] Darüber hinaus trägt die Art zur Phytoremediation bei, indem sie Schwermetalle wie Blei, Kupfer und Cadmium aus belasteten Böden akkumuliert und so zur Umweltreinigung beiträgt.[2][3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Chrysanthemum indicum wird primär als wertvolle Heil- und Zierpflanze klassifiziert, besitzt jedoch durch Wurzelextrakte allelopathische Eigenschaften, die das Keimen benachbarter Kulturen wie Salat hemmen können. Aufgrund des hohen Gehalts an ätherischen Ölen, insbesondere Kampfer und Borneol, wirkt die Pflanze als natürliches Repellent gegen Schädlinge wie Blattläuse.[2] Diese bioaktiven Komponenten werden technisch zur Herstellung von mückenabweisenden Sprays und Räucherspiralen sowie zur Bekämpfung von Milben genutzt. In der Landwirtschaft finden Extrakte als botanische Insektizide Anwendung, etwa zur Kontrolle des Reisstängelbohrers, da sie für Nichtzielorganismen als sicher gelten und sich schnell abbauen.[6] Medizinisch ist die Art von hoher Relevanz, da sie antimikrobielle Wirkungen gegen Pathogene wie Staphylococcus spp. und Streptococcus agalactiae aufweist.[2] Klinisch werden Zubereitungen zur Behandlung von dermatologischen Beschwerden wie Furunkeln, Ekzemen und entzündlichen Schwellungen eingesetzt.[2][1] Trotz der therapeutischen Vorteile ist bei der Anwendung während der Schwangerschaft Vorsicht geboten, da vorläufige Studien auf teratogene Risiken hindeuten.[2] Im Anbau ist der Chrysanthemen-Weißrost (*Puccinia horiana*) der bedeutendste pilzliche Schaderreger, der strikte Hygienemaßnahmen erfordert.[3][2] Zur Prävention von Pilzinfektionen müssen ausreichende Pflanzabstände für die Luftzirkulation eingehalten und Überkopfberegnung vermieden werden. Befallene Pflanzenteile sollten umgehend entfernt werden, um die Ausbreitung von Sporen zu verhindern.[3] Bauliche Maßnahmen wie das Mulchen mit organischem Material im Spätherbst schützen das Rhizom vor Frostschäden und stabilisieren den Wasserhaushalt.[3][6] Zur Unkrautregulierung wird das manuelle Jäten empfohlen, um Nährstoffkonkurrenz während der Etablierungsphase zu minimieren.[3] Zusätzlich leistet *C. indicum* einen Beitrag zur Umweltsanierung (Phytoremediation), indem sie Schwermetalle wie Blei, Kupfer und Cadmium aus belasteten Böden aufnimmt.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Chrysanthemum indicum besitzt als genetischer Vorfahre der kommerziell bedeutenden Garten-Chrysantheme (*Chrysanthemum × morifolium*) einen hohen züchterischen Wert. Durch Hybridisierung bringt die Art wichtige Eigenschaften wie Kälteresistenz und Krankheitsabwehr in moderne Zuchtlinien ein. In der pharmazeutischen Industrie und im Handel werden die getrockneten Blütenstände („Ye Ju Hua“) in großem Umfang für die Traditionelle Chinesische Medizin und als Kräutertee vertrieben. Die Pflanze enthält ätherische Öle mit hohem Kampfergehalt (bis zu 36,69 %), die eine natürliche Resistenz gegen Schädlinge wie Blattläuse bewirken.[2] Diese bioaktiven Inhaltsstoffe werden wirtschaftlich zur Entwicklung von biologischen Insektiziden und Repellents genutzt. Patentierte Verfahren extrahieren Wirkstoffe aus den Blättern zur effektiven Abwehr von Mücken oder zur Bekämpfung von Milben. Zudem findet die Art Verwendung in Räucherspiralen gegen Stechmücken sowie in pflanzlichen Mitteln gegen den Reisstängelbohrer.[6] Ein weiterer wirtschaftlicher Nutzen liegt in der Phytoremediation, da die Pflanze Schwermetalle wie Blei, Kupfer und Cadmium aus kontaminierten Böden akkumulieren kann.[3] Landwirtschaftlich relevant ist jedoch auch die allelopathische Wirkung der Wurzelextrakte, die das Keimen benachbarter Nutzpflanzen wie Salat hemmen kann, was bei der Anbauplanung berücksichtigt werden muss.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Chrysanthemum indicum ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die sich sowohl sexuell über Samen (Achänen) als auch vegetativ durch kriechende Rhizome vermehrt.[2][4] Die Blütezeit erstreckt sich in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet von August bis Oktober, wobei die Induktion der Blütenbildung als Kurztagpflanze lange Nächte von 11 bis 12 Stunden erfordert.[3] Die Bestäubung erfolgt entomophil, wobei Insekten wie Bienen und Schmetterlinge als primäre Pollenvektoren fungieren.[2] In vielen Populationen liegt eine Selbstinkompatibilität vor, die das Wachstum des Pollenschlauchs bei Selbstbestäubung hemmt und so die genetische Vielfalt durch Fremdbefruchtung fördert.[3] Die als Ausbreitungseinheiten dienenden Früchte sind 1,5 bis 1,8 mm lange Cypselae, deren Keimung bei etwa 15 °C innerhalb von 10 bis 18 Tagen erfolgt.[1][3] Zytologisch existieren diploide (2n=18) und tetraploide (2n=36) Formen, wobei höhere Ploidiegrade oft mit einer reduzierten Fertilität aufgrund meiotischer Unregelmäßigkeiten korrelieren. Physiologisch ist die Art an gemäßigte Zonen angepasst und toleriert Temperaturen bis etwa -10 °C oder -15 °C, wobei die Überwinterung durch das Rhizomsystem gesichert wird.[2] Eine ökologische Besonderheit ist die Allelopathie der Wurzeln, deren Extrakte Sesquiterpene enthalten und die Keimung benachbarter Pflanzen wie Salat hemmen können. Zudem besitzt die Pflanze die Fähigkeit zur Phytoremediation und akkumuliert Schwermetalle wie Blei, Kupfer und Cadmium aus belasteten Böden.[3] Die aromatischen Blätter enthalten ätherische Öle mit Kampfer und Borneol, die als natürliche Abwehrstoffe gegen Schädlinge wie Blattläuse wirken.[2] Spezifische Inhaltsstoffe zeigen zudem akarizide Wirkungen gegen Milben sowie insektizide Eigenschaften gegen landwirtschaftliche Schädlinge wie den Reisstängelbohrer.[6] Zu den relevanten Krankheitserregern zählt der Pilz *Puccinia horiana*, der den Chrysanthemen-Weißen Rost verursacht.[3]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Chrysanthemum indicum* liegt primär in Ostasien und umfasst weite Teile der chinesischen Provinzen, Japans, Koreas sowie Taiwans. Zudem erstreckt sich das Areal bis in die Ausläufer des Himalayas, einschließlich Bhutan, Indien und Nepal, sowie in das nördliche Indochina mit Vorkommen in Vietnam und Laos. Durch die jahrtausendelange Kultivierung wurde die Art weit über ihr Ursprungsgebiet hinaus verbreitet und gilt heute in Teilen Südostasiens, Nordamerikas und Europas als eingebürgert. In Europa beschränken sich die Nachweise meist auf verstreute, unbeständige Vorkommen, die insbesondere im Nordwesten des Kontinents sowie im Vereinigten Königreich dokumentiert sind. Die vertikale Verbreitung der Art ist bemerkenswert breit und reicht von tief gelegenen Ebenen auf 100 Metern bis in montane Höhenstufen von 2900 Metern über dem Meeresspiegel. *Chrysanthemum indicum* besiedelt ein vielfältiges Spektrum natürlicher Habitate, das von Grasländern an Berghängen über Gebüsche und Dickichte bis hin zu Feuchtgebieten reicht. Bemerkenswert ist die Toleranz gegenüber Salzstress, wodurch die Pflanze auch in küstennahen Bereichen und auf salzhaltigen Böden gedeihen kann. Als Kulturfolger tritt die Art häufig an anthropogen überformten Standorten auf, darunter Straßenränder, Feldraine und landwirtschaftliche Randflächen. Sie bevorzugt feuchte, gut durchlässige Böden mit sandiger bis lehmiger Textur und einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5. Für ein optimales Wachstum benötigt die Staude volle Sonneneinstrahlung und zeigt sich in den USDA-Klimazonen 5 bis 9 winterhart, wobei sie Temperaturen bis etwa -10 °C toleriert. Aufgrund polymorpher Variationen und unterschiedlicher Ploidiegrade zeigt die Spezies eine hohe ökologische Plastizität, die ihr die Besiedlung diverser Nischen vom Binnenland bis zur Küste ermöglicht.[1] Aktuelle aggregierte Beobachtungsdaten bestätigen die hohe Dichte der Populationen im ostasiatischen Kerngebiet sowie die punktuelle Präsenz in den weltweiten Einschleppungsgebieten.[3][4]

Saisonalität & Aktivität

Die Blütezeit von *Chrysanthemum indicum* erstreckt sich primär von August bis Oktober, wobei das gesamte phänologische Fenster von Juni bis November reicht.[4] Als Kurztagpflanze wird die Induktion der Blüte durch lange Nächte von 11 bis 12 Stunden oder mehr ausgelöst, was typischerweise dem Spätsommer und Herbst entspricht.[3] Das optimale vegetative Wachstum findet bei Temperaturen zwischen 18 °C und 27 °C statt. Die Keimung der Samen erfolgt unter feuchten Bedingungen bei etwa 15 °C innerhalb von 10 bis 18 Tagen.[2] Es handelt sich um eine ausdauernde (perennierende) Pflanze, die über kriechende Rhizome persistiert und eine Winterhärte bis etwa -10 °C aufweist.[4][2] In kälteren Regionen sterben die oberirdischen Teile im Winter oft ab, während das Wurzelsystem im Boden überdauert und im Frühjahr neu austreibt. Während der späten Blütezeit fungiert die Art als wichtige Nahrungsquelle für Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge, wenn andere Ressourcen bereits knapp sind.[2] Das öffentliche Suchinteresse spiegelt diese biologische Aktivität wider und verzeichnet signifikante Höchstwerte in den Monaten September und Oktober.

Ricerca scientifica e brevetti

CN-112353726-A Biological Registrazione

Wirksamer mueckenabweisender Bestandteil in Chrysanthemum indicum Blaettern und dessen Anwendung

Elephant Trunk Mountain Fragrance Hangzhou Biotechnology Company Ltd. (2020)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Die Erfindung betrifft die Gewinnung eines mueckenabweisenden Wirkstoffs aus den Blaettern von Chrysanthemum indicum mittels superkritischer CO2-Extraktion. Dabei werden aetherische Oele isoliert, die Komponenten wie Kampfer, Borneol und Eucalyptol enthalten. Diese Extrakte koennen als Spray, Film oder Paste formuliert werden, um Muecken effektiv von Haut oder Kleidung fernzuhalten. Die Methode nutzt spezifische Druck- und Temperaturparameter, um die Ausbeute der abweisenden Inhaltsstoffe zu maximieren.

CN-112353830-A Biological Registrazione

Extraktionsverfahren und Anwendung eines wirksamen Bestandteils aus Chrysanthemum indicum Blaettern zur Milbenentfernung

Elephant Trunk Mountain Fragrance Hangzhou Biotechnology Company Ltd. (2020)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Hier wird ein Verfahren vorgestellt, um milbentoetende Wirkstoffe aus den Blaettern von Chrysanthemum indicum zu extrahieren. Der Prozess nutzt eine subkritische Extraktion mit einem Loesungsmittelgemisch aus Dimethylether und Ethanol unter spezifischen Druckbedingungen. Das resultierende gereinigte Oel kann direkt zur Bekaempfung von Milben eingesetzt werden. Die Methode zeichnet sich durch hohe Effizienz bei der Gewinnung der aktiven akariziden Komponenten aus.

CN-107156186-A Biological Sconosciuto

Eine Art von Mueckenraeucherspirale mit Chrysanthemum indicum Duft und deren Herstellungsverfahren

Anhui Zhengfeng Daily Chemical Company Ltd. (2017)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Das Patent beschreibt eine Mueckenraeucherspirale, die Chrysanthemum indicum als eine der Hauptkomponenten neben Bambuskohle und Teeblaettern enthaelt. Beim Verbrennen entsteht ein fuer Menschen angenehmer Duft, der jedoch Muecken vertreibt. Die Formulierung verzichtet auf schaedliche Zusatzstoffe wie Formaldehyd und setzt auf geringe Toxizitaet. Es ist eine praktische Anwendung der Pflanze zur Insektenabwehr im Haushalt.

CN-107853334-A Biological Sconosciuto

Ein pflanzliches Insektizid aus Radix ranunculi ternati und dessen Herstellungsverfahren

Liuzhou Hanxiang Education Consultation Company Ltd. (2017)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Das Patent stellt ein pflanzliches Insektizid vor, das Chrysanthemum indicum in Kombination mit Radix ranunculi ternati und anderen Pflanzen nutzt. Es ist kostenguenstig herzustellen und sicher fuer Mensch, Tier und Nutzpflanzen. Das Mittel zersetzt sich leicht in der Umwelt und vermeidet Rueckstaende. Es zeigt eine spezifische vorbeugende Wirkung gegen den Reisstengelbohrer.

Fonti e riferimenti

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:193510-1
  2. https://pfaf.org/user/Plant.aspx?LatinName=Chrysanthemum+indicum
  3. https://www.gbif.org/species/3150814
  4. http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&taxon_id=220002857
  5. https://www.frontiersin.org/journals/plant-science/articles/10.3389/fpls.2020.610041/full
  6. https://patents.google.com/patent/CN112353726A/en
  7. Literaturzusammenfassung: Chrysanthemum indicum