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Formiche bulldog Myrmeciinae

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Formiche bulldog

Einleitung

Die *Myrmeciinae* sind eine Unterfamilie der Ameisen (Formicidae), die als eine der ursprünglichsten heute lebenden Gruppen gilt und die artenreiche Gattung *Myrmecia* sowie die monotypische *Nothomyrmecia* umfasst.[1] Die oft als Bulldoggenameisen (engl. „bull ants“ oder „jack jumper ants“) bezeichneten Tiere sind große, visuell orientierte Räuber, die sich durch lange Mandibeln und einen wirksamen Giftstachel auszeichnen. Während fossile Nachweise eine einst weite Verbreitung auf der Nordhalbkugel belegen, sind die rezenten Vertreter als Relikte einer alten Gondwana-Linie heute auf Australien und Neukaledonien beschränkt.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Die Fortpflanzung der *Myrmeciinae* beginnt mit saisonalen Hochzeitsflügen, die typischerweise im späten Frühling und Sommer stattfinden, wobei die Geschlechtstiere vorwiegend in der Dämmerung ausschwärmen.[2] Königinnen verhalten sich promiskuitiv und paaren sich oft mit mehreren Männchen, wobei genetische Analysen bei *Myrmecia pyriformis* durchschnittlich 2,6 Paarungspartner pro Königin nachweisen konnten.[1] Die Koloniegründung erfolgt meist haplometrotisch durch eine einzelne Königin, die im Gegensatz zu vielen höheren Ameisenarten ein non-claustrales Verhalten zeigt und während der Gründungsphase das Nest zur Nahrungssuche verlassen muss.[3][1] Eine Königin legt initial ein Gelege von 10 bis 20 Eiern, aus denen fleischfressende Larven schlüpfen, die auf eine kontinuierliche Versorgung mit frischen Arthropoden angewiesen sind. Die Entwicklung vom Ei bis zur Imago dauert etwa zwei bis drei Monate, wobei die Puppenruhe vier bis sechs Wochen in Anspruch nimmt.[1] Während die Larven ausschließlich mit proteinreicher Beute wie Insekten und Spinnen gefüttert werden, ernähren sich adulte Arbeiterinnen opportunistisch von flüssigen Kohlenhydraten wie Nektar, Pflanzensäften und Honigtau.[2] Ein physiologisch primitives Merkmal der *Myrmeciinae* ist das Vorkommen von Gamergaten, begatteten Arbeiterinnen, die in weisellosen Kolonien die sexuelle Reproduktion übernehmen können. Dieses Phänomen sichert das Überleben der Kolonie bei Verlust der Königin und ist sowohl bei *Myrmecia*-Arten als auch bei *Nothomyrmecia macrops* dokumentiert. Königinnen weisen eine außergewöhnliche Langlebigkeit auf und können ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen, während Arbeiterinnen meist nur ein bis zwei Jahre leben. Die Lebensdauer einer etablierten Kolonie kann in der Natur 10 bis 25 Jahre betragen. In ariden Gebieten oder während kühlerer Perioden legen manche Arten wie *Myrmecia forficata* eine saisonale Diapause ein, um Stoffwechselressourcen zu schonen. Die Mortalität während der Gründungsphase ist extrem hoch; Schätzungen zufolge sterben bis zu 90 % der Königinnen durch Prädation oder Umweltstress, bevor die ersten Arbeiterinnen schlüpfen. Der soziale Futteraustausch (Trophallaxis) ist bei diesen Ameisen im Vergleich zu abgeleiteten Unterfamilien nur schwach ausgeprägt oder fehlt gänzlich.[1]