Salta il contenuto
Spedizione gratuita da 29€
Spedizione 1-2 giorni
4.44 · 245.512+ clienti
Voce del lessico

Monaco pepe Vitex agnus castus

Monaco pepe

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Lamiales (Lamiales)
Famiglia Lamiaceae
Genere Vitex
Specie Vitex agnus-castus
Nome scientifico Vitex agnus-castus L.
Nome accettato

Einleitung

Der **Mönchspfeffer** (*Vitex agnus-castus*), auch Keuschlamm oder Keuschbaum genannt, ist ein laubabwerfender Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), der ursprünglich im Mittelmeerraum und Westasien beheimatet ist. Die Pflanze ist für ihre pfefferartigen Früchte bekannt, die historisch zur Dämpfung des Geschlechtstriebs genutzt wurden und heute als Phytotherapeutikum bei gynäkologischen Beschwerden wie dem prämenstruellen Syndrom dienen.[1] Neben der medizinischen Nutzung finden Extrakte der Art in der Landwirtschaft Anwendung zur biologischen Bekämpfung von pflanzenparasitären Nematoden und als Repellent gegen Arthropoden.[2]

Fakten (kompakt)

- Die Unterseiten der Fiederblättchen sind grau gefärbt, während die Oberseiten eine graugrüne Tönung aufweisen. - Zu den spezifischen bioaktiven Inhaltsstoffen zählen Iridoidglykoside wie Agnusid sowie Flavonoide wie Vitexin. - Der pharmakologische Wirkmechanismus beruht vermutlich auf einer Modulation der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse). - Historisch bereiteten Mönche Tees aus den Blättern und Beeren zu, um das Zölibat zu unterstützen.[10] - Der antike Arzt Dioskurides beschrieb die Pflanze bereits um 50–70 n. Chr. in seinem Werk *De Materia Medica* unter den Bezeichnungen *agmos* oder *agnos*. - Eine systematische Übersichtsarbeit von acht Studien bestätigte in sieben Fällen die Wirksamkeit von Beerenextrakten gegenüber Placebos bei PMS-Symptomen. - Die Einnahme ist bei hormonempfindlichen Krebsarten sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert. - In seltenen Fällen wurde im Zusammenhang mit der Anwendung über Leberschäden (Hepatotoxizität) berichtet. - Neuere Forschungen aus den Jahren 2024–2025 untersuchen potenzielle antikanzerogene Wirkungen der Art. - Die kurzzeitige Anwendung über bis zu drei Monate gilt als gut verträglich, wobei Übelkeit oder Kopfschmerzen als seltene Nebenwirkungen auftreten können.[10]

Name & Einordnung

Der anerkannte wissenschaftliche Name lautet *Vitex agnus-castus*, wobei die Erstbeschreibung durch Carl von Linné in seinem Werk *Species Plantarum* im Jahr 1753 erfolgte. Die Art wird heute der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) zugeordnet. Der Gattungsname *Vitex* leitet sich vom lateinischen Verb *vieo* („flechten“ oder „binden“) ab und bezieht sich auf die biegsamen Zweige, die historisch für Korbwaren genutzt wurden. Das Art-Epitheton *agnus-castus* stellt eine Kombination aus dem lateinischen *agnus* („Lamm“) und *castus* („keusch“) dar. Etymologisch beruht der Bestandteil *agnus* jedoch wahrscheinlich auf einer sprachlichen Fehlinterpretation des altgriechischen Wortes *hagnos* oder *agnos*, welches „keusch“ oder „rein“ bedeutet. Bereits antike Autoren wie Theophrastos und Dioskurides bezeichneten die Pflanze als *agnos* und beschrieben in Werken wie *De Materia Medica* ihre Verbindung zu ritueller Reinheit.[1] Zu den historischen Synonymen zählen unter anderem *Agnus-castus vulgaris* Carrière, *Vitex agnus* Stokes sowie *Agnus-castus alba* Carrière, die vorwiegend im 19. Jahrhundert entstanden.[3] Im deutschen Sprachraum ist die Bezeichnung Mönchspfeffer etabliert, was auf die historische Nutzung der scharf schmeckenden Früchte in Klöstern zur Dämpfung des Geschlechtstriebs zurückgeht. International sind Trivialnamen wie *Chaste tree* oder *Chasteberry* im Englischen, *Gattilier* im Französischen sowie *Lygariá* im Griechischen gebräuchlich.[1] In indischen Sprachen wie Sanskrit und Hindi ist die Pflanze zudem als *Renuka* bekannt.[4]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Vitex agnus-castus wächst als laubabwerfender Strauch oder kleiner Baum, der Wuchshöhen von 1 bis 6 Metern erreicht und eine aufrechte, oft mehrstämmige bis rundliche Form ausbildet.[5][2] Die Rinde älterer Exemplare ist typischerweise gräulich und rissig, während junge Zweige einen charakteristischen viereckigen Querschnitt aufweisen, der im Alter rundlicher wird.[2][1] Die gegenständig angeordneten Blätter sind handförmig zusammengesetzt und bestehen meist aus fünf bis sieben, seltener bis zu neun Fiederblättchen.[5][1] Diese lanzettlichen bis elliptischen Blättchen sind 3 bis 8 cm lang, ganzrandig und besitzen eine dunkelgrüne Oberseite.[1] Die Unterseite der Blätter erscheint durch eine feine Behaarung (Pubeszenz) gräulich bis silbrig, was der Pflanze ein texturiertes Aussehen verleiht.[5][1] Beim Zerreiben verströmt das Laub einen aromatischen Duft; optisch erinnern die Blätter an Hanf (*Cannabis*), besitzen jedoch keine psychoaktiven Eigenschaften.[2][1] Die zwittrigen Blüten stehen in auffälligen, 10 bis 20 cm langen endständigen Rispen, die im Spätfrühling bis Sommer erscheinen. Die einzelnen, röhrenförmigen Blüten sind klein mit einer 6 bis 8 mm langen Krone und variieren farblich von Lavendel bis Violett. Nach der Bestäubung entwickeln sich kleine, kugelförmige Steinfrüchte mit einem Durchmesser von etwa 2 bis 4 mm. Diese reifen von Grün zu Dunkelbraun oder Schwarz ab und enthalten einen vierfächrigen Kern mit je einem Samen pro Fach. Die Früchte ähneln Pfefferkörnern, verbleiben oft bis in den Herbst an der Pflanze und weisen ein scharfes Aroma auf. Das Wurzelsystem ist weitreichend ausgebildet und trägt in Uferbereichen zur Bodenstabilisierung bei.[1]

Beschreibung

Vitex agnus-castus ist ein laubabwerfender Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), der im mediterranen Raum sowie in Westasien heimisch ist. Die Art zeichnet sich durch einen charakteristischen, aromatischen Geruch aus, der durch ätherische Öle in fast allen Pflanzenteilen hervorgerufen wird und oft als pfefferartig beschrieben wird.[1] In seinem natürlichen Habitat besiedelt der Mönchspfeffer bevorzugt Flussufer und trockene, felsige Hänge, wo er dank seines weitreichenden Wurzelsystems zur Bodenstabilisierung beiträgt.[5] Als ökologische Pionierpflanze ist er in der Lage, gestörte Standorte rasch zu kolonisieren und weist eine hohe Toleranz gegenüber Trockenheit und nährstoffarmen Böden auf.[1][5] Morphologisch auffällig sind die jungen Zweige, die im Querschnitt eine ausgeprägt viereckige Form besitzen, während die Rinde älterer Exemplare grau und rissig verholzt. Das Laub ist gegenständig und handförmig zusammengesetzt, wobei die fünf bis sieben Lanzettblättchen optisch an Hanfblätter (*Cannabis*) erinnern, jedoch keine berauschenden Wirkstoffe enthalten. Eine feine Behaarung auf der Blattunterseite verleiht dieser einen silbergrauen Schimmer und dient als anatomische Anpassung an die intensive Sonneneinstrahlung im natürlichen Verbreitungsgebiet. Die Fortpflanzung erfolgt über zwittrige Blüten, die in langen endständigen Rispen angeordnet sind und im Hochsommer blühen. Diese Blüten sind reich an Nektar und ziehen primär Insekten an, wobei Studien zeigen, dass Hummeln im Vergleich zu Honigbienen besonders häufige Besucher sind. Nach der Bestäubung entwickeln sich kleine, kugelförmige Steinfrüchte, die im Herbst von Grün zu Dunkelbraun oder Schwarz abreifen. Diese Früchte, die optisch an schwarzen Pfeffer erinnern, bestehen aus einem harten Endokarp, das vier Samenkammern umschließt.[1] Die Samenverbreitung erfolgt in der Natur primär durch Vögel oder Schwerkraft, wobei die Keimung oft durch eine physikalische Dormanz verzögert wird und Stratifikation benötigt.[5] Historisch wurde die Art 1753 von Carl von Linné in den *Species Plantarum* erstbeschrieben, wobei der Name *agnus-castus* auf eine sprachliche Verschmelzung lateinischer und griechischer Begriffe für „keusch“ zurückgeht.[3] Im Vergleich zu verwandten Arten zeigt *Vitex agnus-castus* eine bemerkenswerte Winterhärte bis in USDA-Zone 6 und regeneriert sich auch nach Frostschäden oft aus dem basalen Holz.[5] Außerhalb seines nativen Verbreitungsgebiets, etwa in Texas, kann der Strauch invasive Tendenzen zeigen und dichte Monokulturen bilden, die heimische Vegetation verdrängen.[7]

Verhalten

Die reproduktionsbiologische Interaktion von *Vitex agnus-castus* zeichnet sich durch eine spezifische Anziehung von Bestäubern aus, wobei Studien einen höheren Anteil an Hummeln im Vergleich zu Honigbienen belegen. Neben Insekten besuchen gelegentlich auch Kolibris die nektarreichen Blütenstände zur Nahrungsaufnahme. In ökologischer Hinsicht fungiert die Art als Wirtspflanze für die Zikade *Hyalesthes obsoletus* und dient als Reservoir für Parasitoide von Blattläusen.[1] Das chemische Abwehrverhalten der Pflanze basiert auf flüchtigen Verbindungen, die als effektive Repellentien gegen verschiedene Arthropoden wirken. Zudem zeigen wässrige Extrakte eine aktive Wirkung gegen pflanzenparasitäre Nematoden wie *Meloidogyne incognita*, was auf bioaktive Verteidigungsmechanismen im Wurzelbereich hindeutet.[2] Als Pionierpflanze besiedelt der Strauch rasch gestörte Habitate und zeigt in nicht-heimischen Gebieten ein aggressives Ausbreitungsverhalten. In Regionen wie Zentral-Texas bildet *Vitex agnus-castus* dichte, monospezifische Bestände, die durch massive Samenproduktion die heimische Vegetation verdrängen. Diese Dominanzstrategie ermöglicht es der Pflanze, Uferzonen und Kalksteinaufschlüsse erfolgreich zu monopolisieren.[7]

Ökologie

*Vitex agnus-castus* besiedelt als Pionierpflanze gestörte Standorte und präferiert in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet trockene, felsige Hänge sowie Flussufer. Das ausgeprägte Wurzelsystem trägt in Uferzonen signifikant zur Bodenstabilisierung und Minderung von Erosion bei. Die Art ist an aride Bedingungen angepasst und gedeiht auf nährstoffarmen, gut durchlässigen Böden, die lehmig bis leicht alkalisch sind, wobei sie Staunässe schlecht verträgt. Die nektarreichen, hermaphroditischen Blüten fungieren als wichtige Nahrungsquelle für Bestäuber, wobei Studien eine stärkere Anziehung auf Hummeln im Vergleich zu Honigbienen belegen, ergänzt durch Besuche von Schmetterlingen. Ökologisch dient der Strauch als bevorzugte Wirtspflanze für die Zikadenart *Hyalesthes obsoletus* und fungiert als Reservoir für Parasitoide von Blattläusen.[1] Die Pflanze verfügt über chemische Abwehrmechanismen, wobei wässrige Extrakte eine nematozide Wirkung gegen Wurzelparasiten wie *Meloidogyne incognita* zeigen. Zusätzlich weisen Inhaltsstoffe der Pflanze repellierende Eigenschaften gegenüber Arthropoden auf, was den Fraßdruck durch Gliederfüßer mindern kann.[2] Zu den natürlichen Stressfaktoren gehören Wurzelfäule durch *Phytophthora*-Arten bei schlechter Drainage sowie Befall durch Spinnmilben und Schildläuse. Außerhalb des nativen Verbreitungsgebiets, etwa in Zentral-Texas, kann *Vitex agnus-castus* invasiv auftreten und durch die Bildung dichter Monokulturen in Uferzonen und auf Kalksteinaufschlüssen die indigene Vegetation verdrängen.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Obwohl *Vitex agnus-castus* primär als Nützling für Bestäuber und Arzneipflanze geschätzt wird, klassifiziert man die Art in nicht-heimischen Gebieten wie Zentral-Texas als invasiven Schädling.[7][1] Dort verdrängt der Strauch durch die Bildung dichter Monokulturen die indigene Vegetation, insbesondere in Uferzonen und auf Kalksteinformationen.[1] Die aggressive Ausbreitung erfolgt über Samen, weshalb das Entfernen verblühter Rispen vor der Samenreife (Deadheading) eine entscheidende physikalische Präventionsmaßnahme im Landschaftsbau darstellt.[5][2] In der Kultur selbst ist die Pflanze anfällig für Wurzelfäule durch *Phytophthora*-Arten, was baulich durch gut drainierte Böden und Vermeidung von Staunässe verhindert werden muss.[1] Zu den direkten Schädlingen an der Pflanze zählen Blattläuse, Spinnmilben und Schildläuse, die Honigtau absondern und Blattschäden verursachen.[9] Zudem fungiert *Vitex agnus-castus* als Wirtspflanze für die Zikade *Hyalesthes obsoletus*, einen Vektor für Phytoplasmen.[1] Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) werden saugende Insekten bevorzugt mit biologischen Mitteln wie Neemöl oder insektiziden Seifen bekämpft.[9] Interessanterweise dienen Extrakte der Pflanze selbst als biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel: Patentierte Verfahren nutzen wässrige Auszüge zur Bekämpfung pflanzenparasitärer Nematoden wie *Meloidogyne incognita*. Weitere Forschungen belegen die Wirksamkeit spezifischer Extrakte als Repellent zur Abwehr von Arthropoden wie Zecken.[2] Aus medizinischer Sicht ist die Anwendung aufgrund dopaminerger Wirkungen und potenzieller Uterusstimulation während der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert.[1] Seltene unerwünschte Wirkungen umfassen allergische Exantheme und gastrointestinale Beschwerden, wobei Wechselwirkungen mit Dopamin-Agonisten möglich sind.[1][9] Die Sicherheit und Qualität standardisierter Extrakte wird regulatorisch durch Monographien der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) überwacht.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

Als Nützlingspflanze fungiert *Vitex agnus-castus* als bedeutende Nektarquelle für Bestäuber wie Honigbienen und Hummeln, wodurch lokale Bestäubungsnetzwerke wirtschaftlich relevant unterstützt werden. Zudem dient die Art als Reservoir für Parasitoide von Blattläusen, was zur natürlichen biologischen Schädlingsregulierung in angrenzenden Kulturen beitragen kann.[1] Im Bereich des technischen Pflanzenschutzes werden wässrige Extrakte der Pflanze patentiert zur Bekämpfung pflanzenparasitärer Nematoden wie *Meloidogyne incognita* eingesetzt, was eine biologische Alternative zu chemischen Bodenbehandlungen darstellt. Des Weiteren finden Inhaltsstoffe in Repellents Verwendung, um Arthropoden und Zecken abzuwehren.[2] Demgegenüber steht die Rolle von *Vitex agnus-castus* als bevorzugter Wirt für das Insekt *Hyalesthes obsoletus*, was ein Risiko als Vektorreservoir für Pflanzenkrankheiten darstellen kann.[1] In nicht-heimischen Regionen wie Zentral-Texas verursacht die Art wirtschaftliche und ökologische Schäden durch invasives Verhalten, indem sie dichte Monokulturen bildet und die native Vegetation an Uferzonen verdrängt.[7] Im kommerziellen Anbau zur Pharmaproduktion, beispielsweise in Albanien, können Schädlinge wie Spinnmilben, Schildläuse und Blattläuse die Vitalität der Pflanzen mindern und Bekämpfungsmaßnahmen erfordern. Positiv wirkt sich das weitreichende Wurzelsystem aus, das im Landschaftsbau gezielt zur Bodenstabilisierung und Erosionsminderung an Gewässerrändern genutzt wird.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Die Blütezeit von *Vitex agnus-castus* erstreckt sich im nativen Verbreitungsgebiet von Juni bis August, wobei die Pflanzen reichblühende Rispen mit hermaphroditischen Einzelblüten bilden.[5] Diese Blüten produzieren reichlich Nektar und werden primär durch Insekten bestäubt, wobei Studien eine Präferenz durch Hummeln gegenüber Honigbienen belegen.[1] Obwohl das Brutsystem selbstkompatibel ist, fördert der Besuch durch Bienen, Schmetterlinge und gelegentlich Kolibris die Fremdbestäubung.[5][1] Nach der Befruchtung entwickeln sich pfefferkorngroße Steinfrüchte, die im Spätsommer bis Herbst (September bis Oktober) reifen. Jede Frucht enthält einen harten Endokarp mit vier Nüsschen, in denen sich jeweils ein Samen befindet. Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt ornithochor durch Vögel oder barochor durch Schwerkraft. Eine ausgeprägte Samenruhe (Dormanz) erfordert oft eine Stratifikation durch Kälte oder mechanische Skarifizierung zur Keimung. Neben der sexuellen Reproduktion vermehrt sich die Art vegetativ durch Absenker, sobald Zweige Bodenkontakt haben. Als Pionierpflanze besiedelt *Vitex agnus-castus* gestörte Areale und stabilisiert mit seinem Wurzelsystem Uferböschungen. Physiologisch ist die Art an semiaride Bedingungen angepasst und toleriert Trockenheit sowie nährstoffarme, kalkhaltige Böden. Zu den natürlichen Mortalitätsfaktoren zählt Wurzelfäule durch *Phytophthora*-Arten, insbesondere auf schlecht drainierten Standorten. Der Strauch dient als spezifische Wirtspflanze für die Zikade *Hyalesthes obsoletus* und fungiert als Reservoir für Parasitoide von Blattläusen.[5] Chemische Abwehrmechanismen der Pflanze zeigen nematozide Wirkungen, beispielsweise gegen *Meloidogyne incognita*. Zudem weisen Extrakte repellierende Eigenschaften gegenüber verschiedenen Arthropoden auf, was den Fraßdruck reduziert.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Vitex agnus-castus* umfasst das gesamte Mittelmeerbecken sowie weite Teile Westasiens. Es erstreckt sich über Südeuropa, einschließlich Griechenland, Italien und Spanien, sowie Nordafrika bis hin zum Iran und dem nordwestlichen Indien. Die Art ist an subtropische und mediterrane Biome angepasst und gedeiht in den USDA-Winterhärtezonen 6 bis 9, was eine Präferenz für warme, gemäßigte Klimate mit geringem Frostrisiko widerspiegelt. In seinen nativen Habitaten besiedelt der Strauch vorwiegend trockene, felsige Hänge sowie Uferbereiche von Flüssen. *Vitex agnus-castus* toleriert nährstoffarme, gut durchlässige Böden, die von lehmig bis leicht alkalisch variieren, und zeigt eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit in mediterranen Buschlandschaften. Ökologisch tritt die Pflanze oft als Pionierart auf, die gestörte oder offene Flächen rasch besiedelt und Sukzessionsprozesse einleitet. In Uferzonen trägt das weitreichende Wurzelsystem signifikant zur Bodenstabilisierung und Minderung von Erosion bei. Zudem fungiert die Art als Wirtspflanze für das Insekt *Hyalesthes obsoletus* und bietet als nektarreiche Weide Nahrung für Bienen und Schmetterlinge.[1] Außerhalb des ursprünglichen Areals zeigt der Mönchspfeffer in einigen Regionen invasive Tendenzen, insbesondere in den Vereinigten Staaten. In Zentral-Texas bildet er auf Kalksteinaufschlüssen und in Uferzonen dichte Monokulturen, welche die heimische Vegetation durch starke Samenproduktion verdrängen.[7] Ein kommerzieller Anbau zur Gewinnung medizinischer Extrakte findet heute unter anderem in Europa, speziell in Deutschland und Albanien, statt.[8]

Saisonalität & Aktivität

Vitex agnus-castus ist ein sommergrünes Gehölz, dessen phänologischer Zyklus eng an warme, gemäßigte Klimabedingungen angepasst ist.[5] Die Blütezeit erstreckt sich im nativen Verbreitungsgebiet, insbesondere im Mittelmeerraum und Westasien, typischerweise über die Sommermonate von Juni bis August. In dieser Phase entfaltet die Pflanze ihre höchste ökologische Aktivität als nektarreiche Futterquelle für Insekten. Beobachtungen zeigen, dass die Blüten während der Flugperioden im Sommer besonders häufig von Hummeln, aber auch von Honigbienen und Schmetterlingen aufgesucht werden.[1] Die Fruchtreife schließt sich im Spätsommer an, wobei sich die Steinfrüchte bis zum Herbst von grün zu dunkelviolett oder schwarz verfärben.[2] Die Ernte der für medizinische Zwecke genutzten Früchte erfolgt primär in den Monaten September und Oktober, sobald diese vollständig ausgereift und trocken sind.[4] Zum Winter hin wirft der Strauch sein Laub ab und geht in eine Ruhephase über.[5] Für die vegetative Vermehrung werden Weichholzstecklinge im Frühjahr oder Sommer gewonnen, während Hartholzstecklinge im Herbst geschnitten werden.[2] Ergänzende Daten zum Suchinteresse bestätigen eine erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit für den Mönchspfeffer in den Monaten Mai und Juli, was zeitlich mit dem Austrieb und der Hauptblütezeit korrespondiert.[6]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Mauerpark, Berlin, Berlin, Deutschland

    29.09.2025

  • Deutschland

    28.09.2025

  • Bremen, Bremen, Deutschland

    21.09.2025

  • Deutschland

    14.09.2025

  • Deutschland

    13.09.2025

Daten: iNaturalist

Ricerca scientifica e brevetti

WO-2021118482-A1 Biological Sconosciuto

Ein wässriger Extrakt aus Vitex agnus-castus zur Verwendung bei der Bekämpfung pflanzenparasitärer Nematoden

Cukurova University of Rektorlugu (2019)

Rilevanza: 9/10

Riepilogo

Dieses Patent ist hochrelevant, da es Vitex agnus-castus spezifisch als Mittel gegen Pflanzenschädlinge (Nematoden wie Meloidogyne incognita) einsetzt. Beschrieben wird ein wässriger Extrakt aus frischen, getrockneten Pflanzen. Die Methode bietet eine biologische Alternative zu chemischen Pestiziden zur Bodenbehandlung. Es nutzt die nematoziden Eigenschaften der Pflanze direkt zur Schädlingskontrolle.

US-2006110481-A1 Biological Sconosciuto

Zusammensetzungen mit Vitex agnus-castus Beerenöl für kosmezeutische Anwendungen und Verfahren zur Isolierung der aktiven Komponente

Sami Labs Ltd. (2004)

Rilevanza: 5/10

Riepilogo

Hier wird ein spezielles Öl aus Mönchspfefferbeeren als wirksames Mittel gegen Akne beschrieben. Obwohl Akne durch Bakterien (biologische Schädlinge im weitesten Sinne) verursacht wird, ist die Anwendung primär kosmetisch/dermatologisch. Das Patent beschreibt die Fraktionierung des Öls und die Identifizierung aktiver Komponenten.

SI-1571911-T1 Biological Sconosciuto

Arthropoden-Repellent enthaltend Extrakte und/oder Teile der Pflanze Vitex agnus-castus

Meda AB (2003)

Rilevanza: 9/10

Riepilogo

Dieses Patent beschreibt die Verwendung von Mönchspfeffer als Repellent gegen Arthropoden (Gliederfüßer). Es nutzt Extrakte der Pflanze, um Insekten oder Zecken abzuwehren. Dies ist eine direkte Anwendung zur Schädlingskontrolle (Vergrämung) und bietet eine natürliche Alternative zu synthetischen Repellents.

Fonti e riferimenti

  1. https://www.gbif.org/species/2925562
  2. https://patents.google.com/patent/WO2021118482A1/en
  3. http://www.theplantlist.org/tpl/record/kew-213297
  4. https://www.easyayurveda.com/2019/05/10/renuka-vitex-agnus-castus-indications-qualities-research/
  5. https://landscapeplants.oregonstate.edu/plants/vitex-agnus-castus
  6. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  7. https://texasinvasives.org/plant_database/detail.php?symbol=VIAG
  8. https://www.mdpi.com/1999-4907/11/7/761
  9. https://ipm.ucanr.edu/PMG/GARDEN/PLANTS/chaste.html
  10. Literaturzusammenfassung: Vitex agnus-castus