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Voce del lessico
La candela del re Verbascum densiflorum
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Tassonomia
Regno
Pflanzen (Plantae)
Phylum
Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine
Lamiales (Lamiales)
Famiglia
Scrophulariaceae
Genere
Verbascum
Specie
Verbascum densiflorum
Nome scientifico
Verbascum densiflorum Bertol.
Nome accettato
Einleitung
*Verbascum densiflorum* (Synonym: *Verbascum thapsiforme*), eine zweijährige krautige Pflanze aus der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae), ist in Mittel- und Südeuropa sowie der Kaukasusregion heimisch.[1][2] Die Art besiedelt bevorzugt trockene, sonnige Standorte wie Wegränder oder Bahndämme und bildet im zweiten Jahr einen bis zu zwei Meter hohen, filzig behaarten Blütenstand aus.[3] Charakteristisch sind die dichten, gelben Blütenähren, durch die sich die Pflanze von anderen Vertretern der Gattung unterscheidet. Aufgrund enthaltener Schleimstoffe und Saponine werden die Blüten und Blätter traditionell zur Linderung von Atemwegsbeschwerden genutzt.[2]
Stagionalità e andamento della domanda
Basato sul Silver Power Trend Index, il nostro modello basato su dati di ricerca e osservazioni naturalistiche
Attività stagionale
Sviluppo nel corso degli anni
Fakten (kompakt)
- Die Blütenkrone besteht aus fünf verwachsenen Kronblättern sowie fünf Staubblättern und erreicht einen Durchmesser von bis zu 5 cm. - *Verbascum densiflorum* besitzt die Fähigkeit, mit verwandten Arten wie *Verbascum phlomoides* zu hybridisieren. - In der traditionellen Heilkunde werden die Pflanzenteile aufgrund auswurfördernder und wundheilender Eigenschaften spezifisch bei Bronchitis, Husten und Hautleiden eingesetzt. - Die Blätter zeichnen sich durch eine am Stängel herablaufende Basis aus. - Nach der Samenreife stirbt die Mutterpflanze ab, da sie über keine Mechanismen zur vegetativen Vermehrung verfügt. - Die sich bildenden Fruchtkapseln haben einen Durchmesser von etwa 6 bis 8 mm und setzen tausende winzige Samen frei. - Eingebürgerte Bestände finden sich abseits des nativen Areals auch in Großbritannien, Irland und den baltischen Staaten.[10]
Name & Einordnung
Der heute anerkannte wissenschaftliche Name der Art lautet *Verbascum densiflorum*.[1] Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1810 durch den italienischen Botaniker Antonio Bertoloni auf Basis von Exemplaren aus Italien.[1][3] Der Gattungsname *Verbascum* geht auf eine antike lateinische Bezeichnung zurück, die vermutlich eine Verballhornung von *barbascum* darstellt und sich auf die bärtige Behaarung der Pflanzen bezieht. Das Art-Epitheton *densiflorum* leitet sich aus den lateinischen Begriffen *densus* (dicht) und *florus* (blütig) ab, was den charakteristischen, kompakten Blütenstand beschreibt.[3] Systematisch wird die Art der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae) zugeordnet.[1][2] Während neuere phylogenetische Systeme wie APG IV verwandte Gattungen teilweise neu gruppieren, verbleibt *Verbascum* in der Familie Scrophulariaceae im engeren Sinne.[3] Zu den bekannten heterotypischen Synonymen zählen *Verbascum thapsiforme* Schrad. (1832), *Verbascum bicolle* Schrank (1789) und *Verbascum cuspidatum* Schrad. (1813).[1][3] Im englischen Sprachraum ist die Pflanze unter den Trivialnamen „dense-flowered mullein“ oder „denseflower mullein“ bekannt.[3] Im deutschsprachigen Raum wird die Gattung als Königskerze geführt.[2]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Verbascum densiflorum ist eine zweijährige krautige Pflanze, die im ersten Jahr eine grundständige Blattrosette bildet und im zweiten Jahr einen aufrechten Blütenstand entwickelt.[3][2] Die Wuchshöhe beträgt typischerweise 1,2 Meter, kann aber unter optimalen Bedingungen 1,8 bis 3 Meter erreichen, bei einer Breite von etwa 0,6 Metern.[2] Die Blätter der Grundrosette sind wollig behaart, graugrün gefärbt und von verkehrt-lanzettlicher bis länglicher Form. Sie erreichen eine Länge von bis zu 30 cm (gelegentlich bis 45 cm) und besitzen gezähnte Ränder sowie eine filzige Textur durch dichte, silbrige Behaarung. Der im zweiten Jahr erscheinende Stängel ist aufrecht, behaart und meist unverzweigt oder nur spärlich verzweigt.[2][3] Die wechselständigen Stängelblätter werden nach oben hin kleiner, sind sitzend und laufen am Stängel herab.[3] Der Blütenstand ist eine dichte, verlängerte Ähre, die sich aus zahlreichen leuchtend gelben Blüten zusammensetzt. Die einzelnen, bilateral symmetrischen Blüten haben einen Durchmesser von 2 bis 5 cm und bestehen aus fünf verwachsenen Kronblättern sowie fünf Staubblättern.[3][2] Sie weisen oft ein dunkleres Zentrum auf und sind von wollig behaarten Strukturen umgeben.[2] Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis August, wobei sich die Blüten akropetal von der Basis zur Spitze hin öffnen.[3][2] Nach der Bestäubung entwickeln sich 6 bis 8 mm große Kapseln, die bei Reife aufspringen und tausende winziger Samen freisetzen. Das Wurzelsystem besteht aus einer tiefen Pfahlwurzel, was eine vegetative Teilung der Pflanze erschwert.[3] Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Arten der Gattung ist der besonders dichte Blütenstand, auf den auch das Epitheton densiflorum verweist.[1] Die Art kann mit verwandten Spezies wie Verbascum phlomoides hybridisieren.[3] Im Vergleich zu Verbascum thapsus besitzt Verbascum densiflorum deutlich größere Blüten und dominiert in manchen Habitaten durch ihren robusten Wuchs.[4][5]
Beschreibung
Die Großblütige Königskerze (*Verbascum densiflorum*) ist eine imposante, zweijährige krautige Pflanze aus der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae).[2][1] Charakteristisch für die Art ist ihr Lebenszyklus, der sich über zwei Vegetationsperioden erstreckt: Im ersten Jahr bildet sie eine bodenständige Rosette aus großen, wolligen Blättern, bevor sie im zweiten Jahr einen dominanten, aufrechten Blütenstand entwickelt. Dieser zentrale Stängel erreicht typischerweise Höhen von 1,2 bis 2 Metern, kann unter optimalen Bedingungen jedoch bis zu 3 Meter hoch wachsen.[3] Die Pflanze besiedelt als Pionierart bevorzugt trockene, sonnige und gestörte Standorte wie Böschungen, Wegränder oder Brachflächen.[2] Ein markantes anatomisches Merkmal ist die dichte, filzige Behaarung (Indumentum) der graugrünen, bis zu 45 cm langen Blätter.[3] Diese silbrigen Haare verleihen der Pflanze eine filzige Textur und dienen vermutlich als Verdunstungsschutz sowie als physische Barriere gegen generelle Insektenfraßfeinde.[6][2] Dennoch fungiert die Art als spezifische Wirtspflanze für die Raupen des Königskerzen-Mönchs (*Cucullia verbasci*), die trotz der Behaarung an den Blättern fressen und diese während ihrer Larvenstadien teils stark defoliieren. Unterirdisch bildet *Verbascum densiflorum* ein tiefreichendes Pfahlwurzelsystem aus, das eine vegetative Vermehrung durch Teilung erschwert.[2] Zudem geht die Pflanze Symbiosen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, um die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor, in mageren Böden zu optimieren.[3] Der namensgebende Artzusatz *densiflorum* (dichtblütig) verweist auf den kompakten, kerzenartigen Blütenstand, der sich von Juni bis September entwickelt.[2] Die zwittrigen, fünfzähligen Blüten öffnen sich akropetal (von unten nach oben) und bieten Insekten reichlich Pollen und Nektar.[7][8] Im Gegensatz zu einigen verwandten Arten ist der Blütenstand meist unverzweigt oder nur spärlich verzweigt.[4] Nach der Befruchtung und Samenreife stirbt die Mutterpflanze ab (Monokarpie), hinterlässt jedoch tausende winzige Samen in Kapseln, die im Boden über Jahre keimfähig bleiben.[5][9] Ökologisch verschafft sich die Art durch allelopathische Effekte Vorteile: Wässrige Extrakte der Blätter können das Wurzelwachstum konkurrierender Pflanzenarten signifikant hemmen.[2] Historisch wurde die Art 1810 vom italienischen Botaniker Antonio Bertoloni erstbeschrieben und grenzt sich durch ihre bis zu 5 cm großen Blüten von ähnlichen Arten wie *Verbascum thapsus* ab.[1][4]
Verhalten
Als zweijährige Pionierpflanze zeigt *Verbascum densiflorum* eine spezifische Wachstumsstrategie, bei der im ersten Jahr eine bodenständige Rosette gebildet wird, gefolgt von einem raschen vertikalen Austrieb im zweiten Jahr zur Maximierung des Reproduktionserfolgs. Zur Optimierung der Bestäubung öffnen sich die Blüten am Blütenstand nacheinander von unten nach oben (akropetal), was die Attraktivität für Insekten über einen längeren Zeitraum aufrechterhält. Die Pflanze verfügt über passive Abwehrmechanismen, insbesondere durch einen dichten, wolligen Haarfilz auf Blättern und Stängeln.[3] Diese physische Barriere wirkt abschreckend auf generalistische Insektenfresser und zeigte in Versuchen eine Resistenz gegen den Verbiss durch Kaninchen.[6] In Konkurrenzsituationen nutzt die Art chemische Interaktionen (Allelopathie), wobei wässrige Blattextrakte das Wurzelwachstum anderer Pflanzenarten wie Salat signifikant hemmen können.[2] Dieses Verhalten verschafft *Verbascum densiflorum* auf gestörten Böden einen Vorteil, wodurch sie langsamer wachsende Gräser vorübergehend verdrängen kann.[5] Zur Nährstoffversorgung in kargen Habitaten geht die Pflanze symbiotische Beziehungen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, welche die Phosphoraufnahme verbessern.[3] Die Ausbreitung der Samen erfolgt unter anderem durch Epizoochorie, indem diese an Tierfellen oder Federn haften bleiben und so neue Standorte erreichen. Trotz der Abwehrmechanismen dient die Pflanze als spezifischer Wirt für die Raupen des Königskerzen-Mönchs (*Cucullia verbasci*), die spezialisiertes Fressverhalten zeigen.[2]
Ökologie
Als Pionierpflanze besiedelt *Verbascum densiflorum* bevorzugt gestörte Habitate wie rekultivierte Bergbauflächen, städtische Brachflächen oder sandige Magerwiesen, wo sie kahle und nährstoffarme Böden rasch kolonisieren kann.[2] Um auf diesen Mangelstandorten erfolgreich zu sein, geht die Art symbiotische Beziehungen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, welche die Aufnahme von Nährstoffen wie Phosphor verbessern.[5] Die Bestäubung erfolgt primär durch Insekten, insbesondere Bienen und andere Hymenopteren, die durch das reiche Angebot an Nektar und Pollen angelockt werden.[3] Obwohl die Pflanze selbstfertil ist, fördert das sukzessive Aufblühen entlang der Ähre von unten nach oben (akropetal) die Fremdbestäubung durch Insektenbesuche.[8] Die Verbreitung der Samen geschieht primär durch den Wind (Anemochorie) sowie sekundär durch Epizoochorie, indem die Samen an Tierfellen oder Federn haften bleiben. Ein spezifischer Fressfeind ist der Königskerzen-Mönch (*Cucullia verbasci*), dessen Raupen die Blätter stark befressen können.[2] Gegen generalistische Insektenfresser und Kaninchenfraß bietet die dichte, wollige Behaarung der Blätter hingegen einen effektiven physischen Schutz.[6] *Verbascum densiflorum* besitzt zudem allelopathische Eigenschaften, wobei wässrige Blattextrakte das Wurzelwachstum anderer Pflanzenarten hemmen können, was ihr einen Konkurrenzvorteil verschafft.[2] In eingeführten Gebieten wie Nordamerika kann sie aggressiv auftreten und heimische Wildblumen oder verwandte Arten wie *Verbascum thapsus* verdrängen.[5] Die Samen bilden eine langlebige Samenbank im Boden, was das langfristige Überleben und die Kolonisierung offener, sonniger Standorte sichert.[2]
Bedeutung, Schäden & Prävention
In ihrem nativen Verbreitungsgebiet wird *Verbascum densiflorum* primär als ökologisch wertvoller Nützling klassifiziert, der zahlreichen Insektenarten als wichtige Nektar- und Pollenquelle dient.[2] In Regionen, in die die Art eingeschleppt wurde, wie etwa im Nordosten der USA, gilt sie hingegen als invasive Pflanze, die in gestörten Habitaten heimische Wildblumen verdrängen kann.[3][5] Das ökologische Schadpotenzial wird durch allelopathische Eigenschaften verstärkt; wässrige Blattextrakte zeigten in Bioassays eine Hemmung des Wurzelwachstums bei Testpflanzen um bis zu 83 %.[2] Ein typisches Befallsanzeichen an der Pflanze selbst ist der Fraß durch Raupen des Königskerzen-Mönchs (*Cucullia verbasci*), die als biologische Regulatoren wirken können.[3] Gesundheitlich ist die Art als Arzneipflanze bei Atemwegserkrankungen relevant, jedoch können die feinen Pflanzenhaare bei direktem Kontakt Hautreizungen auslösen. Präventive Maßnahmen zur Eindämmung konzentrieren sich auf das sogenannte "Deadheading", das Entfernen der Blütenstände vor der Samenreife, um die massive Selbstaussaat zu verhindern.[2] Da die Samen im Boden über Jahre lebensfähig bleiben, ist ein langfristiges Monitoring der Bestände auf offenen Flächen notwendig.[3] Die physikalische Bekämpfung erfolgt effektiv durch das Ausstechen der Rosetten im ersten Jahr, wobei die tiefe Pfahlwurzel vollständig entfernt werden muss, um einen Wiederaustrieb zu unterbinden.[2] Chemische Maßnahmen sind selten spezifisch erforderlich, da die Pflanze oft als Pionierart auf Brachflächen auftritt und durch natürliche Sukzession später verdrängt wird, sofern keine erneute Bodenstörung erfolgt.[5] In der Landschaftspflege wird die Art aufgrund ihrer Trockenheitstoleranz gezielt zur Stabilisierung von erosionsgefährdeten Hängen genutzt.[2] Gegenüber Herbivoren wie Kaninchen zeigt *Verbascum densiflorum* aufgrund der dichten, wolligen Behaarung eine hohe Resistenz.[6]
Wirtschaftliche Bedeutung
Verbascum densiflorum stellt im Allgemeinen keine primäre wirtschaftliche Bedrohung für die Landwirtschaft dar, tritt jedoch in gestörten Lebensräumen als invasiver Konkurrent auf.[3] In Teilen Nordamerikas, wie im Südosten Wisconsins, verdrängt die Art lokal verwandte Spezies wie Verbascum thapsus und dominiert Vegetationsflächen.[5] Die Pflanze verfügt über allelopathische Eigenschaften, wobei wässrige Blattextrakte das Wurzelwachstum von Testpflanzen wie Lactuca sativa (Salat) um bis zu 83 % hemmen können.[2] Als Wirtspflanze dient sie den Raupen des Königskerzen-Mönchs (*Cucullia verbasci*), die durch Blattfraß Schäden verursachen, obwohl die dichte Behaarung viele andere generalistische Schädlinge abwehrt. Wirtschaftlich bedeutsam ist die Art vor allem als Arzneipflanze, deren Blüten und Blätter aufgrund schleimlösender und entzündungshemmender Wirkstoffe kommerziell verarbeitet werden.[3] Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) erkennt entsprechende Zubereitungen zur Behandlung von Erkältungssymptomen offiziell an. Im Gartenbau wird die Staude als Zierpflanze gehandelt und ist aufgrund ihres Nektarangebots als wertvolle Bienenweide klassifiziert.[2] Historisch nutzte man die Blüten zudem als Quelle für gelbe Textilfarbstoffe sowie die getrockneten Stängel als Zunder oder Dochte.[3]
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8 fotoBiologie & Lebenszyklus
Der Lebenszyklus von *Verbascum densiflorum* ist strikt zweijährig (bienn) und erstreckt sich über zwei Vegetationsperioden. Im ersten Jahr keimen die Samen im Frühjahr, oft auf gestörten oder offenen Böden, und bilden eine bodenständige Blattrosette aus.[3] Diese Rosette überwintert als niedrig wachsende Struktur und toleriert Temperaturen bis ca. -20 °C (USDA-Zone 5). Im darauffolgenden Frühjahr treibt die Pflanze einen aufrechten, unverzweigten Blütenstand aus (Schossen), der eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen kann.[3] Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis August oder September, wobei sich die zwittrigen Blüten akropetal (von unten nach oben) öffnen.[2] Obwohl die Art selbstfertil ist und Autogamie möglich ist, erfolgt die Bestäubung in natürlichen Populationen vorwiegend durch Insekten wie Bienen.[8] Nach der Befruchtung entwickeln sich Kapseln, die jeweils tausende winziger Samen enthalten, was eine enorme reproduktive Kapazität sichert.[3] Die Samen werden primär durch den Wind (Anemochorie) verbreitet, haften aber auch durch Epizoochorie an Tierfellen oder Kleidung.[8] Sie bilden eine langlebige Samenbank im Boden und benötigen als Lichtkeimer oft eine Bodenstörung zur erfolgreichen Keimung.[2] Nach der Samenreife stirbt die Mutterpflanze ab (Seneszenz), da sie über keine vegetative Vermehrungskapazität verfügt. Zur Optimierung der Nährstoffaufnahme auf armen Böden geht *Verbascum densiflorum* Symbiosen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, die insbesondere die Phosphorversorgung verbessern.[3] Die Pflanze besitzt zudem allelopathische Eigenschaften; wässrige Blattextrakte können das Wurzelwachstum von Konkurrenten signifikant hemmen.[2] Zu den spezifischen Fressfeinden zählen die Raupen des Königskerzen-Mönchs (*Cucullia verbasci*), die trotz der dichten Behaarung an den Blättern fressen.[3] Gegenüber anderen Herbivoren wie Kaninchen zeigt die Pflanze hingegen eine hohe Resistenz, vermutlich aufgrund der mechanischen Barriere durch die Trichome.[6]
Vorkommen & Lebensraum
Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Verbascum densiflorum* umfasst Zentral- und Südeuropa und reicht bis in die Kaukasusregion sowie nach Westasien. Zum indigenen Areal gehören unter anderem Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie weite Teile Süd- und Osteuropas bis zur Ukraine.[1][2] Die Art gedeiht vorwiegend in gemäßigten Biomen und mediterranen Klimazonen, wobei sie bis in nördliche gemäßigte Breiten vordringt.[1] Außerhalb der Heimat wurde die Pflanze nach Nordamerika eingeschleppt, wo erste Nachweise in Massachusetts um das frühe 20. Jahrhundert vermutlich auf den Transport von Wollabfällen oder Schiffsballast zurückgehen. Heute ist sie im Nordosten und Mittleren Westen der USA, beispielsweise in Michigan, Wisconsin und Missouri, etabliert.[2] Weitere neophytische Vorkommen existieren in Großbritannien, Irland, den baltischen Staaten, dem osteuropäischen Russland, auf Madeira sowie in Zentralchile.[1][2] *Verbascum densiflorum* bevorzugt trockene, sonnige und gut durchlässige Standorte. Die Pflanze wächst besonders gut auf sandigen oder lehmigen Böden mit neutralem bis alkalischem pH-Wert und toleriert nährstoffarme Substrate.[2] Zu den typischen Habitaten zählen Ruderalflächen, Bahndämme, Straßenränder, Trockenwiesen und felsige Hänge.[1][2] Als Pionierpflanze besiedelt sie rasch gestörte Flächen wie rekultivierte Bergbaugebiete, degradierte Sandmagerrasen und städtische Brachflächen. In den eingeschleppten Gebieten tritt die Art vorwiegend in anthropogen geprägten Lebensräumen und an landwirtschaftlichen Rändern auf. In Teilen Nordamerikas, wie etwa im Südosten Wisconsins, kann sie an Straßenrändern dominieren und verwandte Arten verdrängen.[2]
Saisonalität & Aktivität
*Verbascum densiflorum* ist eine zweijährige krautige Pflanze, deren Aktivitätszyklus sich über zwei Wachstumsperioden erstreckt.[3] Die Keimung erfolgt typischerweise im Frühling des ersten Jahres, woraufhin sich eine grundständige Blattrosette entwickelt, die als niedrig wachsende Struktur überwintert.[3][2] Diese vegetativen Rosetten sind winterhart bis USDA-Zone 5 und tolerieren Temperaturen bis zu -20°C. Im zweiten Jahr treibt die Pflanze im Frühling aus und bildet einen hohen, aufrechten Blütenstand.[3] Die Hauptblütezeit liegt in den Sommermonaten von Juli bis August, wobei sich erste Blüten bereits im Juni öffnen und bis in den September hinein präsent sein können.[2][3] Die gelben Blüten öffnen sich sukzessive von der Basis zur Spitze der Ähre, was die Verfügbarkeit für Bestäuber über den Saisonverlauf verlängert. Nach der Bestäubung und der Reifung der Samenkapseln im Spätsommer oder Herbst stirbt die Mutterpflanze ab.[3] Für phytotherapeutische Anwendungen wird die Ernte der Blüten idealerweise während der Hauptaktivitätsphase zwischen Juni und September durchgeführt.[2]
Fonti e riferimenti
- https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:811003-1
- https://www.gbif.org/species/3171939
- https://temperate.theferns.info/plant/Verbascum%2Bdensiflorum
- https://nwwildflowers.com/compare/?t=Verbascum%2Bdensiflorum%2C%2BVerbascum%2Bthapsus
- https://minds.wisconsin.edu/bitstream/handle/1793/90279/fsb_17_2_B.pdf?sequence=1&isAllowed=y
- https://extension.arizona.edu/sites/default/files/2025-09/az2098c-rabbit-plant-resistance-ratings.pdf
- https://app.igarten.ch/index.html?plantid=1804
- https://bsapubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ajb2.16224
- https://sowtrueseed.com/pages/planting-guide-and-seed-saving-notes-for-mullein
- Literaturzusammenfassung: Verbascum densiflorum