Salta il contenuto
Spedizione gratuita da 29€
Spedizione 1-2 giorni
4.44 · 245.512+ clienti
Voce del lessico

Quendel Timo serpillo

Quendel

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Lamiales (Lamiales)
Famiglia Lamiaceae
Genere Thymus
Specie Thymus serpyllum
Nome scientifico Thymus serpyllum L.
Nome accettato

Einleitung

Der **Quendel** (*Thymus serpyllum*), auch Feldthymian genannt, ist ein immergrüner, teppichbildender Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), der in weiten Teilen der Paläarktis verbreitet ist. Die trockenheitstolerante Art besiedelt vorwiegend sandige Heiden, Felsfluren und magere Rasenflächen, wo sie dichte, bodendeckende Matten bildet.[1][2] Im Gartenbau wird die Art häufig mit dem morphologisch ähnlichen *Thymus praecox* verwechselt.[1] Traditionell findet der Quendel Verwendung als Heil- und Gewürzkraut sowie aufgrund seiner ätherischen Öle in der Schädlingsbekämpfung.[1][3]

Analisi comunitaria

OpenInsect
2
Avvistamenti negli ultimi 12 mesi
Dati della community Silberkraft
Ultimo il 12.06.2026
Unisciti alla community
Carica una foto e aiutaci a censire le specie.

Fakten (kompakt)

- Zu den bekannten Synonymen der Art zählen *Origanum serpyllum* sowie *Thymus serpyllum* var. *albus*. - Im englischen Sprachraum sind neben den Standardbezeichnungen auch die Trivialnamen "mother-of-thyme" und "elfin thyme" gebräuchlich. - Die Blätter weisen oft eine charakteristische blau-grüne Färbung auf. - Das Verbreitungsgebiet umfasst spezifisch auch die Baltischen Staaten. - Neben natürlichen Habitaten besiedelt die Art anthropogene Standorte wie Straßenränder sowie Flussufer. - Trotz der Robustheit ist die Pflanze anfällig für Wurzelfäule, wenn sie zu feuchten Bedingungen ausgesetzt ist. - Im Gartenbau wird die Art wegen ihrer Resistenz gegen Wildverbiss durch Rehe und Kaninchen geschätzt.[8] - Historisch empfahl Dioskurides im 1. Jahrhundert in *De Materia Medica* die Nutzung gegen Brüche und Krämpfe. - Auch Plinius der Ältere erwähnte die Pflanze in seinem Werk *Naturalis historia*. - In der Volksmedizin wurde das Kraut spezifisch zur Behandlung von Husten und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. - Moderne Forschungen deuten auf hepatoprotektive (leberschützende) Eigenschaften hin. - Taxonomisch wird die Art der Klasse der Magnoliopsida und der Ordnung der Lamiales zugeordnet.[8]

Name & Einordnung

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung von *Thymus serpyllum* erfolgte 1753 durch Carl von Linné in der zweiten Auflage der *Species Plantarum*.[4] Innerhalb der Gattung *Thymus* wird die Art der Sektion *Serpyllum* zugeordnet, einer infragenerischen Gruppe, die durch morphologische Merkmale wie den niederliegenden Wuchs charakterisiert ist. Der Gattungsname leitet sich vom griechischen *thyo* (parfümieren, räuchern) oder *thymos* (Mut, Stärke) ab, was auf den aromatischen Duft und die antike Nutzung als Räucherwerk verweist. Das Art-Epitheton *serpyllum* entstammt dem griechischen *herpyllos* (von *herpō*, kriechen) und beschreibt den teppichbildenden Habitus der Pflanze. Bereits Dioskurides und Plinius der Ältere erwähnten die Pflanze in antiken Texten unter der Bezeichnung *serpyllum*. Zu den relevanten Synonymen zählen *Origanum serpyllum* (L.) Kuntze sowie *Thymus serpyllum* var. *albus*.[4][2] Im gärtnerischen Kontext kommt es häufig zu Verwechslungen mit dem morphologisch ähnlichen, aber eigenständigen *Thymus praecox* Opiz, der in Mitteleuropa beheimatet ist. Im deutschen Sprachraum ist die Bezeichnung Quendel der etablierte Trivialname. International sind Namen wie „wild thyme“ oder „Breckland thyme“ (Englisch), „serpolet“ (Französisch) und „tomillo serpiente“ (Spanisch) gebräuchlich, die oft ebenfalls auf den kriechenden Wuchs anspielen.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Quendel (*Thymus serpyllum*) ist ein niedrig wachsender, immergrüner Halbstrauch, der Wuchshöhen von 2 bis 10 cm erreicht und dichte, mattenartige Polster von bis zu 30 cm Breite bildet.[1][2] Die verholzenden Stängel sind kriechend oder aufsteigend, dünn und bilden an den Knoten Wurzeln, wodurch sich die Pflanze horizontal verankert. Die Zweige sind behaart (pubeszent) und enden oft in sterilen Blattbüscheln, während das Wurzelsystem faserig und flach ausgebildet ist. Die gegenständig angeordneten Blätter sind linear bis elliptisch oder verkehrt-eiförmig und messen 3 bis 10 mm in der Länge sowie 1 bis 3 mm in der Breite. Sie sind sitzend oder kurz gestielt, blaugrün gefärbt und weisen einen oft eingerollten Rand auf. Ein charakteristisches Bestimmungsmerkmal ist die Bewimperung (Cilien) am Rand im unteren Drittel des Blattes sowie eine feine Behaarung auf der Fläche. Beim Zerreiben verströmen die Blätter aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle einen aromatischen Duft. Die zygomorphen Blüten stehen in kompakten, köpfchenartigen Trugdolden (Verticillastern) am Ende der aufrechten Stängel und blühen von Juni bis September. Die Krone ist röhrenförmig, tief rosa bis violett gefärbt und besitzt eine doppelte Blütenhülle. Der Kelch ist 3,5 bis 4,5 mm lang und an der Basis behaart. Die Art ist gynodiözisch, was bedeutet, dass neben zwittrigen Pflanzen auch rein weibliche (männlich-sterile) Exemplare vorkommen. Nach der Bestäubung entwickeln sich kleine, harte Nüsschen, die typisch für Lippenblütler sind und von August bis September reifen. *Thymus serpyllum* wird im Gartenbau häufig mit dem morphologisch ähnlichen *Thymus praecox* verwechselt, einem eigenständigen Taxon, das in Mitteleuropa heimisch ist.[1]

Beschreibung

Der Quendel (*Thymus serpyllum*) ist ein niedrig wachsender, immergrüner Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler (*Lamiaceae*), der sich primär durch seinen teppichartigen, mattenbildenden Wuchs auszeichnet.[2][1] Im natürlichen Habitat erreichen die Pflanzen typischerweise nur Wuchshöhen von 2 bis 10 cm, während die verholzenden Stängel bis zu 30 cm in die Breite wachsen und dichte Bestände bilden. Diese kriechenden Stängel sind an der Basis verholzt und besitzen die Fähigkeit, an den Knotenpunkten Wurzeln zu schlagen (Absenkerbildung), wodurch sich die Pflanze vegetativ ausbreitet und effektiv den Boden stabilisiert. Die kleinen, blaugrünen Blätter sind gegenständig angeordnet, linear bis obovat geformt und messen 3 bis 10 mm in der Länge. Unter dem Mikroskop oder einer starken Lupe lassen sich spezifische Erkennungsmerkmale wie die eingerollten Blattränder und feine Wimpernhaare im unteren Drittel des Blattrandes identifizieren.[2] Als anatomische Anpassung an xerophytische Standorte verfügt die Art über ein flaches, faseriges Wurzelsystem, das oft in Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen steht, um die Nährstoffaufnahme in kargen Böden zu optimieren.[6] Die Pflanze ist gynodiözisch, was bedeutet, dass Populationen sowohl aus zwittrigen als auch aus rein weiblichen (männlich-sterilen) Individuen bestehen, wobei die Bestäubung entomophil durch Insekten erfolgt. Die Entwicklungsstadien beginnen mit der Keimung der Samen, die als Lichtkeimer auf offene Bodenstellen angewiesen sind und oft eine Kältestratifikation benötigen, um die Dormanz zu brechen. Nach der Keimung folgt eine langsame Etablierungsphase, in der sich das Wurzelsystem verfestigt, bevor die vegetative Ausbreitung über die Stängel einsetzt. In milden Klimazonen behält *Thymus serpyllum* sein Laub ganzjährig (immergrün), während er in sehr kalten Regionen (unter -18°C) in eine Ruhephase eintritt und teilweise Blätter abwirft.[2] Chemisch variiert die Art stark je nach geographischem Standort (Chemotypen), wobei die ätherischen Öle oft reich an Thymol oder Carvacrol sind, was der Pflanze als Fraßschutz gegen Herbivoren wie Kaninchen dient.[2][3] Historisch wurde die Art bereits 1753 von Carl von Linné in der *Species Plantarum* erstbeschrieben und der Sektion *Serpyllum* zugeordnet, die durch den prostraten Wuchs charakterisiert ist.[2][4] Der wissenschaftliche Artname *serpyllum* leitet sich vom griechischen *herpō* (kriechen) ab und verweist direkt auf die Wuchsform, die ihn von aufrechteren Thymian-Arten unterscheidet.[7] Im Feld besteht häufig Verwechslungsgefahr mit dem morphologisch ähnlichen *Thymus praecox*, der jedoch taxonomisch als eigenständige Art abgegrenzt ist. Moderne technische Verfahren nutzen Ultraschallextrakte der Pflanze, die aufgrund ihrer spezifischen Phytochemie sogar antibakterielle Wirkungen gegen Erreger wie *Helicobacter pylori* zeigen können.[1]

Verhalten

Das Ausbreitungsverhalten von *Thymus serpyllum* ist durch kriechende, verholzende Stängel geprägt, die sich prostrat ausbreiten und an Kontaktstellen mit dem Boden neue Wurzeln bilden (Absenkerbildung).[1][2] Durch diese vegetative Strategie entstehen dichte Matten, die sich horizontal verankern und bis zu 30 cm Breite erreichen.[1] Die Pflanze zeigt eine Anpassung an kalte Umweltbedingungen durch eine fakultative Ruhephase, bei der sie in strengen Wintern teilweise das Laub abwirft, um im Frühjahr erneut auszutreiben.[2] Im Bereich der Fortpflanzung weist die Art Gynodiözie auf, wobei Populationen sowohl aus zwittrigen als auch aus rein weiblichen Pflanzen bestehen.[5] Die Bestäubung erfolgt entomophil, da die kurzröhrigen Blüten gezielt Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge zur Nektaraufnahme anlocken.[1][5] Eine spezifische chemische Interaktion fördert dabei die Gesundheit der Bestäuber: Florale Terpene in Nektar und Pollen besitzen antibiotische Eigenschaften, die das Wachstum pathogener Bakterien bei Bienen hemmen.[5] Zur Abwehr von Herbivoren setzt *Thymus serpyllum* volatile ätherische Öle wie Thymol und Carvacrol ein, deren intensiver Geruch und Geschmack Fressfeinde wie Rehe und Kaninchen abschreckt.[2] Zusätzlich geht die Pflanze mutualistische Symbiosen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, um die Nährstoffaufnahme in trockenen, nährstoffarmen Böden zu optimieren. Die Samenverbreitung erfolgt primär gravimetrisch in unmittelbarer Nähe der Mutterpflanze, wird jedoch gelegentlich durch Ameisen oder Wind unterstützt.[5]

Ökologie

*Thymus serpyllum* besiedelt vorwiegend trockene, offene Lebensräume wie Sandheiden, Felsvorsprünge, Dünen und nährstoffarme Grasländer, wobei die Art eine Vorliebe für kalkhaltige Substrate und vollsonnige Standorte zeigt. Als Xerophyt verfügt die Pflanze über eine ausgeprägte Trockentoleranz und nutzt ihren niederliegenden, mattenbildenden Wuchs, um in ariden Mikrohabitaten Wasser zu konservieren und Bodenerosion an Hängen zu verhindern. In diesen nährstoffarmen Böden geht der Quendel symbiotische Beziehungen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, welche die Phosphoraufnahme verbessern und die Vitalität unter Stressbedingungen steigern. Ökologisch fungiert die Art als bedeutende Nahrungsquelle für Bestäuber, da ihre Blüten reichlich Nektar und Pollen für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Fliegen bereitstellen. Die im Nektar und Pollen enthaltenen floralen Terpene weisen antibiotische Eigenschaften auf, die das Wachstum pathogener Bakterien hemmen und so die Gesundheit der bestäubenden Bienen fördern können. Innerhalb des Nahrungsnetzes ist *Thymus serpyllum* dem Fraßdruck durch Kaninchen und Schafe ausgesetzt, wobei die Beweidung oft erst die notwendigen offenen Habitate erhält. Gegen übermäßige Herbivorie durch Rehe oder Kaninchen verteidigt sich die Pflanze chemisch durch volatile ätherische Öle wie Thymol und Carvacrol, die aufgrund ihres Geschmacks und Geruchs abschreckend wirken. Diese ätherischen Öle besitzen zudem nachweisbare akarizide Eigenschaften, die potenziell zur Abwehr oder Abtötung von Milben beitragen können.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Thymus serpyllum wird primär als Nützling klassifiziert, da er als bedeutende Nektar- und Pollenquelle für Bestäuber wie Bienen, Schmetterlinge und Fliegen dient.[1][4] Durch seinen dichten, mattenbildenden Wuchs fungiert er zudem als effektiver Bodendecker, der Unkraut unterdrückt und den Boden vor Erosion schützt.[2][6] Medizinisch und wirtschaftlich ist die Pflanze aufgrund ihrer ätherischen Öle relevant, die reich an Thymol und Carvacrol sind und antimikrobielle Eigenschaften, beispielsweise gegen Staphylococcus aureus, aufweisen.[3] Neuere patentierte Verfahren nutzen Ultraschallextrakte des Quendels spezifisch zur Bekämpfung des Magenkeims Helicobacter pylori. Darüber hinaus findet das ätherische Öl Anwendung als Akarizid zur Abtötung oder Prävention von Milbenbefall.[1] Die Pflanze selbst ist weitgehend resistent gegenüber Krankheiten, jedoch können Blattläuse gelegentlich an jungen Trieben auftreten. In heißen, trockenen Sommern ist ein Befall durch Spinnmilben möglich, während übermäßige Feuchtigkeit oft zu Pilzerkrankungen wie Wurzelfäule oder Mehltau führt. Ein typisches Schadbild bei falschem Standort ist das Welken durch Wurzelfäule, was durch präventive Pflanzung in gut durchlässige, sandige oder steinige Böden vermieden wird.[2] Zur physikalischen Pflege und Vorbeugung gegen Verkahlen empfiehlt sich ein Rückschnitt der Triebe nach der Blüte.[7] Gegenüber Wirbeltieren verfügt T. serpyllum über eine natürliche Resistenz; die aromatischen Öle wirken als Repellent gegen Kaninchen- und Wildverbiss.[1] Gesundheitlich ist bei der therapeutischen Anwendung Vorsicht geboten, da Allergien gegen Lippenblütler auftreten können und die Nutzung während der Schwangerschaft mangels Sicherheitsdaten vermieden werden sollte.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Thymus serpyllum* liegt primär im Gartenbau, der Imkerei sowie der pharmazeutischen und lebensmittelverarbeitenden Industrie.[1] Im Zierpflanzenbau wird die Art kommerziell als pflegeleichter Bodendecker für Steingärten und zur Begrünung von Wegen vertrieben, wobei zahlreiche selektierte Kultivare wie 'Elfin' oder 'Coccineus' im Handel erhältlich sind.[2] Landwirtschaftlich relevant ist der Quendel als Bienenweide, da er zur Produktion von aromatischem Sortenhonig beiträgt und Bestäuber anzieht.[4] Die in Nektar und Pollen enthaltenen floralen Terpene weisen antibiotische Eigenschaften auf, welche die Gesundheit von Bienenpopulationen fördern und das Wachstum pathogener Bakterien hemmen können.[2] In der Schädlingsbekämpfung finden die ätherischen Öle der Pflanze Anwendung; Patentdaten belegen deren Einsatz als Akarizid zur Abtötung oder Prävention von Milbenbefall.[1] Aufgrund der hohen Konzentration an Thymol und Carvacrol besitzt die Pflanze eine natürliche Resistenz gegen Wildverbiss durch Rehe und Kaninchen, was wirtschaftliche Schäden in Landschaftsgärten minimiert.[3] Die Lebensmittelindustrie verarbeitet getrocknete Pflanzenteile in Gewürzmischungen, insbesondere für Kartoffel- und Wurstwaren.[2] Pharmazeutisch werden Extrakte erforscht und patentiert, beispielsweise zur Herstellung antibakterieller Mittel gegen *Helicobacter pylori* mittels Ultraschallextraktion.[1] Indirekte ökonomische Vorteile entstehen durch die Nutzung als Erosionsschutz auf trockenen, sandigen Böden, wo das dichte Wurzelwerk zur Hangstabilisierung beiträgt.[6]

Biologie & Lebenszyklus

Thymus serpyllum ist ein ausdauernder, immergrüner Halbstrauch, der als gynodiözische Pflanze sowohl zwittrige als auch rein weibliche Exemplare ausbildet.[1][2] Die Blütezeit erstreckt sich in Europa von Juni bis September, wobei die einzelnen Blüten etwa drei bis vier Wochen geöffnet bleiben.[2] Die Bestäubung erfolgt entomophil durch Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die durch das reiche Nektar- und Pollenangebot angelockt werden.[1] Obwohl die Art selbstfertil ist, fördert die Struktur der kurzröhrigen Blütenkrone die Fremdbestäubung. Nach der Befruchtung entwickeln sich im August und September kleine, harte Nüsschen als Früchte. Die Ausbreitung der Samen erfolgt primär durch Schwerkraft über kurze Distanzen von weniger als einem Meter, gelegentlich unterstützt durch Wind oder Ameisen. Die Samen sind lichtkeimend und benötigen zur Keimung, die typischerweise 14 bis 21 Tage dauert, oft eine Kältestratifikation.[2] Neben der sexuellen Fortpflanzung vermehrt sich der Quendel vegetativ durch die Bewurzelung niederliegender Stängel, was zur Bildung dichter Matten führt.[1] Als Hemikryptophyt überdauert die Pflanze den Winter meist immergrün, tritt jedoch bei Temperaturen unter -18 °C in eine Ruhephase ein. Thymus serpyllum geht eine symbiotische Beziehung mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, welche die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor, auf nährstoffarmen Böden verbessert.[2] Die Art ist an magere, gut durchlässige Substrate wie Sand- oder Kalkböden angepasst und reagiert empfindlich auf Staunässe, die zu Wurzelfäule führen kann.[1] Fraßfeinde wie Kaninchen und Schafe üben zwar Weidedruck aus, jedoch schützen ätherische Öle wie Thymol und Carvacrol die Pflanze vor übermäßigem Verbiss. Diese chemischen Abwehrstoffe finden sich auch im Nektar und Pollen wieder, wo sie antibiotische Wirkungen entfalten und die Gesundheit der bestäubenden Bienen fördern.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Thymus serpyllum* erstreckt sich über weite Teile der Paläarktis und umfasst fast ganz Europa, Westasien sowie Nordafrika.[4][1] In Europa reicht das Areal von den Britischen Inseln im Westen bis nach Westsibirien im Osten, wobei die Art besonders im Mittelmeerraum konzentriert ist.[2] Zu den dokumentierten Vorkommen zählen unter anderem Österreich, Polen, Frankreich und die Ukraine.[4] Ein bemerkenswerter Schwerpunkt liegt in der Region Breckland in East Anglia (England), wo die Pflanze charakteristische mattenartige Bestände auf sandigen Böden bildet.[1] Außerhalb des ursprünglichen Areals wurde der Quendel in gemäßigte Zonen weltweit eingeführt und gilt beispielsweise im östlichen Nordamerika als eingebürgert.[2] In Australien wird die Pflanze kultiviert und persistiert lokal, ohne jedoch als invasiv zu gelten.[4] Die Art besiedelt vorwiegend trockene, offene Lebensräume wie sandige Heiden, Felsvorsprünge, Hänge und nährstoffarme Grasländer.[1] *Thymus serpyllum* bevorzugt gut durchlässige, sandige oder steinige Böden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 8,0 und zeigt eine Affinität zu kalkhaltigen Substraten.[2][3] Für ein optimales Wachstum benötigt die Pflanze volle Sonneneinstrahlung und meidet feuchte Bedingungen, die zu Wurzelfäule führen könnten.[1] Dank xerophytischer Anpassungen und einer hohen Trockentoleranz gedeiht der Halbstrauch auch an ariden, exponierten Standorten wie Sanddünen und Wegrändern.[5] Die vertikale Verbreitung reicht vom Meeresspiegel bis in montane Höhenstufen.[2] In diesen Habitaten fungiert *Thymus serpyllum* oft als bodenstabilisierender Bodendecker, der Erosion an Hängen verhindert.[6] Während die Art in Europa generell als nicht gefährdet eingestuft wird, gilt sie in Finnland aufgrund der Degradierung von Trockenwiesen und Oser-Habitaten als potenziell gefährdet.[3]

Saisonalität & Aktivität

Die Aktivität von *Thymus serpyllum* ist durch eine primäre Blütezeit von Juni bis September gekennzeichnet, wobei der phänologische Höhepunkt meist zwischen Juni und August liegt.[1][2] In dieser Phase werden die nektarreichen Blüten intensiv von Bestäubern wie Bienen und Schmetterlingen aufgesucht. Die Samenreife schließt sich im Spätsommer von August bis September an.[2] Als ausdauernder Halbstrauch behält die Pflanze in milden Klimazonen ihr Laub ganzjährig, während sie in kälteren Regionen halb-immergrün erscheint.[1] Die Art toleriert Temperaturen bis -20 °C, tritt jedoch bei extremen Werten unter -18 °C in eine Ruhephase ein, in der sie Blätter abwerfen kann.[1][2] Der vegetative Neuaustrieb erfolgt verlässlich im folgenden Frühjahr. Die Keimung der Samen findet vorwiegend im Frühjahr oder Herbst statt und wird durch natürliche Kältestratifikation begünstigt.[2] Ergänzend zeigt das öffentliche Interesse saisonale Spitzen im Mai und Dezember, was zeitlich mit der Pflanzsaison im Gartenbau sowie der traditionellen Nutzung korrespondiert.[1]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Frei-Weinheim, Neumühle, 55218 Ingelheim am Rhein, Deutschland

    18.01.2026

  • Deutschland

    19.10.2025

  • Deutschland

    19.10.2025

  • Deutschland

    08.10.2025

  • Deutschland

    06.10.2025

Daten: iNaturalist

Ricerca scientifica e brevetti

EA-036266-B1 Biological Sconosciuto

Verfahren zur Herstellung eines Ultraschallextrakts aus Quendel (Thymus serpyllum L.s.l.) mit antibakterieller Wirkung gegen Helicobacter pylori

Non Commercial Joint Stock Company Medical University OF Karaganda (2018)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Das Patent beschreibt ein Verfahren zur Gewinnung eines pflanzlichen Extrakts aus Quendel (Thymus serpyllum) mittels Ultraschallextraktion. Dieser Extrakt zeigt eine ausgeprägte antibakterielle Wirkung gegen Helicobacter pylori und eignet sich zur Behandlung entsprechender Erkrankungen. Das Verfahren nutzt eine zweifache Ultraschallextraktion von Blättern, Blütenköpfen und dünnen Stängeln in einem Methanol-Wasser-Gemisch. Es zeichnet sich durch hohe Effizienz, geringen Lösungsmittelverbrauch und den Verzicht auf zeitaufwendige Einweichprozesse aus. Zudem weist der Extrakt keine mutagene Wirkung auf.

ES-2302623-A1 Biological Sconosciuto

Verwendung von ätherischen Ölen, z.B. Dill, Anis, Basilikum, Cajeput zur Abtötung und/oder Prävention von Milben

Pacchioni Marco, Pacchioni Isabelle (2006)

Rilevanza: 9/10

Riepilogo

Dieses Patent beschreibt die Verwendung verschiedener ätherischer Öle, explizit auch Feldthymian (Thymus serpyllum), als Akarizid. Die Öle dienen dazu, Milben abzutöten oder einen Befall zu verhindern. Dies ist eine direkte Anwendung der Pflanze als Schädlingsbekämpfungsmittel. Die Formulierung kann als Spray oder Lösung zur Desinfektion und Prävention eingesetzt werden.

Fonti e riferimenti

  1. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/thymus-serpyllum/
  2. https://www.gbif.org/species/6409622
  3. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11153689/
  4. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:30066276-2
  5. https://www.frontiersin.org/journals/plant-science/articles/10.3389/fpls.2024.1362569/full
  6. https://besjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/1365-2664.14132
  7. https://blog.metmuseum.org/cloistersgardens/2012/10/04/thyme-wild-and-tame/
  8. Literaturzusammenfassung: Thymus serpyllum