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Albero delle uova Solanum aethiopicum

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Albero delle uova

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Solanales (Solanales)
Famiglia Solanaceae
Genere Solanum
Specie Solanum aethiopicum
Nome scientifico Solanum aethiopicum L.
Nome accettato

Einleitung

*Solanum aethiopicum*, im Englischen oft als Ethiopian eggplant oder Scarlet eggplant bezeichnet, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nachtschatten (*Solanum*) innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).[1][2] Die ursprünglich im tropischen Afrika beheimatete Art wächst als verzweigter, oft stacheliger Strauch und wird in vielen tropischen Regionen primär als Blatt- und Fruchtgemüse kultiviert.[3][4] Sie wurde aus der Wildart *Solanum anguivi* domestiziert und gehört wie die eng verwandte Aubergine (*Solanum melongena*) zum taxonomischen Eggplant-Clade.[4]

Fakten (kompakt)

- Die Art wird taxonomisch in vier Hauptkultivargruppen unterteilt: Gilo, Kumba, Shum und Aculeatum, die sich in Fruchtform, Bitterkeit und Nutzung unterscheiden. - Während die Gilo-Gruppe typischerweise runde Früchte hervorbringt, zeichnet sich die Kumba-Gruppe durch längliche Früchte aus. - Die Domestikation aus der Wildform *Solanum anguivi* verlief über Zwischenformen wie *Solanum distichum*. - Neben dem afrikanischen Kontinent wird die Pflanze auch in Madagaskar, Brasilien, Südeuropa und Teilen Asiens kultiviert. - Für ein optimales Gedeihen benötigt die Pflanze eine jährliche Niederschlagsmenge von 800 bis 4.000 mm. - Regionale Trivialnamen umfassen *nakati* oder *ngilo* in Uganda und Ostafrika, *djakattou* im frankophonen Westafrika sowie *khamen* in Nordostindien. - Die Früchte und Blätter weisen einen Proteingehalt von bis zu 1,07 % des Frischgewichts auf und sind reich an den Vitaminen A, B und C. - In der traditionellen Medizin wird die Pflanze als Sedativum, Karminativum sowie zur Behandlung von Bluthochdruck und Cholera eingesetzt. - Agrarwirtschaftlich dient *Solanum aethiopicum* auch als Veredelungsunterlage für verwandte Nutzpflanzen wie Tomaten und Auberginen. - Ein historisch relevantes und akzeptiertes Synonym für die Art ist *Solanum gilo* Raddi.[9]

Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name *Solanum aethiopicum* L. wurde im Jahr 1756 von Carl von Linné in dessen Werk *Centuria II Plantarum* erstbeschrieben, basierend auf Exemplaren aus afrikanischen Regionen.[3] Der Gattungsname *Solanum* leitet sich vom lateinischen Wort *solamen* (Trost) ab und verweist auf die historisch genutzte, beruhigende Wirkung einiger Arten dieser Gattung. Das Art-Epitheton *aethiopicum* ist die latinisierte Form von „äthiopisch“ und bezieht sich auf das historische Äthiopien als Synonym für das subsaharische Afrika, dem Ursprungsgebiet der Pflanze.[2] Aufgrund der großen morphologischen Variabilität existieren diverse Synonyme, darunter *Solanum gilo* Raddi und *Solanum integrifolium* Poir.[4] Historisch kam es häufig zu taxonomischen Verwechslungen mit der Aubergine (*Solanum melongena*), was zu heute veralteten Bezeichnungen wie *Solanum melongena* var. *aethiopicum* führte.[1] Umfassende taxonomische Revisionen, insbesondere durch Richard N. Lester im späten 20. Jahrhundert, klärten den Status innerhalb der Untergattung *Leptostemonum* und fassten frühere Arten in vier Kultivargruppen (Gilo, Shum, Kumba, Aculeatum) zusammen. Phylogenetisch wird die Art dem „Eggplant Clade“ zugeordnet und stammt vom wilden Vorfahren *Solanum anguivi* ab.[4] Neben dem deutschen Trivialnamen Eierbaum sind international englische Bezeichnungen wie „Ethiopian eggplant“, „Scarlet eggplant“, „African eggplant“ oder „Garden egg“ gebräuchlich.[1] Regionale Namen spiegeln die kulturelle Bedeutung wider, darunter „Nakati“ in Uganda, „Djakattou“ im frankophonen Westafrika und „Gilo“ in Brasilien.[4][1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Solanum aethiopicum wächst als aufrechter, stark verzweigter Strauch oder krautige Staude und erreicht typischerweise Wuchshöhen von 0,3 bis 2,5 Metern.[4][2] Die Stängel sind krautig bis halbverholzt, im Querschnitt rund und variieren je nach Kultivargruppe von kahl bis sternhaarig behaart.[2] Während einige Formen stachellos sind, können die Stängel anderer Varietäten mit Stacheln besetzt sein. Die wechselständigen, einfachen Laubblätter sind breit eiförmig bis elliptisch geformt und messen 5 bis 30 cm in der Länge sowie 2,5 bis 21 cm in der Breite. Die Blattspreite ist bläulich-grün gefärbt, oft sternhaarig behaart und weist gewellte oder leicht gelappte Ränder auf.[4][2] Die Blattstiele erreichen eine Länge von 1 bis 11 cm, wobei die Blattoberflächen je nach Sorte ebenfalls bestachelt sein können.[2] Die zwittrigen Blüten stehen in seitlichen, unverzweigten traubigen Blütenständen, die jeweils ein bis zehn Einzelblüten enthalten. Die radförmige Krone besitzt einen Durchmesser von 0,8 bis 2 cm und ist weiß bis blasslila oder purpur gefärbt.[4][2] Charakteristisch sind die fünf herausragenden gelben Staubbeutel, die eine Länge von 2,3 bis 6 mm aufweisen.[2] Die Früchte sind Beeren, deren Form stark variiert und von kugelförmig über länglich bis hin zu spindelförmig oder abgeflacht reicht. Sie messen im Durchmesser meist 1 bis 6 cm, bei manchen Gruppen bis zu 15 cm, und reifen von anfänglich Grün zu Rot, Orange oder Gelb ab. Die Oberfläche der Beeren kann glatt oder, wie bei der Kumba-Gruppe, tief gefurcht sein.[4][2] Im Inneren der Frucht befinden sich 20 bis 100 flache, nierenförmige Samen, die 2 bis 3,5 mm lang und mattgelb bis orange-braun gefärbt sind. Das Wurzelsystem ist faserig und bildet keine Knollen aus.[2] Die Art zeigt eine hohe morphologische Variabilität, die in vier Hauptgruppen unterteilt wird: Gilo (kugelige Früchte, meist stachellos), Shum (kleine rote Früchte, kahle Blätter), Kumba (große gefurchte Früchte) und Aculeatum (stark bestachelt).[4][2] Im Vergleich zur Aubergine (*Solanum melongena*) sind die Früchte oft kleiner und die Pflanzen können stärker verzweigt sein; von der Wildform *Solanum anguivi* unterscheidet sich *S. aethiopicum* durch meist größere Früchte und reduzierte Bitterkeit.[4]

Beschreibung

Solanum aethiopicum ist eine morphologisch äußerst variable Art aus der Familie der Nachtschattengewächse, die als aufrechter, stark verzweigter Strauch oder krautige Staude wächst.[4][2] In ihrem natürlichen tropischen Lebensraum verhält sich die Pflanze als kurzlebige Ausdauernde, während sie in gemäßigten Klimazonen meist einjährig kultiviert wird und Wuchshöhen von 0,3 bis 2,5 Metern erreicht.[2][1] Das Wurzelsystem ist faserig und bildet im Gegensatz zu einigen anderen Solanum-Arten keine Knollen aus, was eine wichtige Unterscheidung zu tuberosen Verwandten darstellt.[4][1] Die Stängel sind krautig bis halbverholzt, im Querschnitt rund und können je nach Sortengruppe glatt oder mit sternförmigen Haaren bedeckt sein.[2][3] Ein charakteristisches Merkmal vieler Wildformen und bestimmter Kultivare, wie der Aculeatum-Gruppe, ist die Bewehrung mit Stacheln an Stängeln und Blättern, während Gruppen wie Gilo oft stachellos sind.[3][5] Die wechselständigen, einfachen Blätter sind breit eiförmig bis elliptisch, messen 5 bis 30 cm in der Länge und weisen oft einen gewellten oder leicht gelappten Rand auf.[2][6] Anatomisch zeigen die Blätter oft eine bläulich-grüne Färbung und eine variable Behaarung (Indumentum), die von fast kahl bis dicht filzig reicht.[3][6] Die zwittrigen Blüten stehen in seitlichen, traubigen Wickeln von bis zu zehn Einzelblüten und besitzen eine radförmige Krone, die weiß bis blasslila gefärbt ist.[2][1] Auffällig sind die fünf herausragenden gelben Staubbeutel, die 2,3 bis 6 mm lang sind und eine Selbstbestäubung oder Insektenbestäubung ermöglichen.[1] Die Fruchtentwicklung führt zu Beeren, die in Form und Größe extrem variieren – von kugelig bis spindelförmig und 1 bis 6 cm im Durchmesser. Während der Reifung wechseln die Früchte ihre Farbe von Grün zu leuchtendem Rot, Orange oder Gelb und enthalten 20 bis 100 flache, nierenförmige Samen.[2][1] Der Lebenszyklus vom Samen bis zur Blüte dauert in tropischen Umgebungen etwa 35 bis 70 Tage nach dem Umpflanzen, wobei die Pflanze bei geeigneten Bedingungen kontinuierlich blüht.[1] Im Vergleich zur nahe verwandten Aubergine (*Solanum melongena*) zeichnet sich *S. aethiopicum* durch kleinere Blüten und oft bitterere Früchte aus, teilt jedoch die Zugehörigkeit zur Eggplant-Clade.[4][2] Die Art wurde 1756 von Carl von Linné erstbeschrieben, wobei der Name auf die Herkunft aus dem äthiopischen Raum (subsaharisches Afrika) verweist.[4] Die Domestikation erfolgte aus dem wilden Vorfahren *Solanum anguivi* über Zwischenformen wie *Solanum distichum*, was genetische Studien der Chloroplasten-DNA bestätigen.[2][4] Innerhalb der Art werden vier Hauptgruppen (Gilo, Shum, Kumba, Aculeatum) unterschieden, die sich anatomisch so stark differenzieren, dass sie historisch oft als eigene Arten fehldiagnostiziert wurden.[5][4] Diese intraspezifische Diversität ermöglicht der Pflanze eine Anpassung an verschiedene ökologische Nischen, von feuchten Tropen bis zu trockeneren Savannenrändern.[4]

Verhalten

Solanum aethiopicum zeigt ein kontinuierliches Blühverhalten, das in tropischen Umgebungen typischerweise 35 bis 70 Tage nach dem Umpflanzen einsetzt. Die Art ist selbstkompatibel und nutzt autogame Bestäubung, profitiert jedoch von Fremdbestäubung durch die Anziehung von Insekten wie Bienen der Gattungen Apis und Exomalopsis. Nach der Befruchtung erfolgt die natürliche Samenausbreitung mittels Endozoochorie, da Vögel von den reifen, farbigen Früchten angelockt werden.[4] Samen weisen häufig eine physiologische Dormanz auf, insbesondere bei Kultivaren der Kumba-Gruppe, was die Keimung ohne Vorbehandlung wie Kälte oder Skarifikation verzögert.[1] Ökologisch agiert die Pflanze als Pionierart, die gestörte Flächen wie Gärten oder degradierte Hänge besiedelt und dort oft vergesellschaftet mit anderen Solanaceen auftritt.[4] In eingeführten Gebieten kann sie sich gelegentlich als Unkraut verhalten, besitzt jedoch aufgrund ihrer Abhängigkeit von Kultivierung nur ein geringes invasives Potenzial.[1] Als physische Abwehrstrategie gegen Fressfeinde bilden bestimmte Varietäten, vor allem in der Aculeatum-Gruppe, Stacheln an Stängeln und Blättern aus.[4] Ergänzend nutzt die Pflanze chemische Abwehrmechanismen durch die Einlagerung von bioaktiven Verbindungen wie Saponinen und Alkaloiden (z. B. Solasodin) in ihren Geweben.[4]

Ökologie

Als Pionierpflanze besiedelt *Solanum aethiopicum* vorwiegend gestörte Standorte wie Waldränder, degradierte Hänge und Brachflächen innerhalb des tropischen und subtropischen Klimas. Die Art bevorzugt gut durchlässige sandige Lehmböden mit einem pH-Wert von 5,5 bis 7,0 und gedeiht optimal in voller Sonne bei Tagestemperaturen zwischen 25 und 35 °C. Die Bestäubung der zwittrigen Blüten erfolgt primär durch Insekten, wobei Bienen der Gattungen *Apis* und *Exomalopsis* eine zentrale Rolle spielen. Für die natürliche Samenverbreitung (Endozoochorie) sorgen Vögel, die von den auffällig gefärbten, fleischigen Früchten angelockt werden.[4] Im Nahrungsnetz dient die Pflanze als Wirt für verschiedene Herbivoren, darunter Blattläuse (*Aphis gossypii*) und die Weiße Fliege (*Bemisia tabaci*), die sich vom Pflanzensaft ernähren und Viren übertragen können. Ein bedeutender Fressfeind ist der Frucht- und Triebbohrer *Leucinodes orbonalis*, dessen Larven sich in die Triebe und Früchte bohren, was zu erheblichen Gewebeschäden führt.[5] Im Wurzelbereich interagiert *Solanum aethiopicum* mit Wurzelgallennematoden der Gattung *Meloidogyne*, welche die Wasser- und Nährstoffaufnahme durch Gallenbildung beeinträchtigen. Die Pflanze ist zudem anfällig für bakterielle Welke (*Ralstonia solanacearum*) sowie Pilzinfektionen durch *Alternaria solani* und *Helminthosporium infestans*. Trotz der Verbreitung in anthropogen beeinflussten Habitaten gilt das invasive Potenzial als gering, da die Ausbreitung stark an Kultivierung gebunden ist und kaum Verwilderung fernab gestörter Flächen stattfindet.[4]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Solanum aethiopicum wird primär als Nahrungspflanze kultiviert, tritt jedoch in gestörten Habitaten gelegentlich als Pionierpflanze auf, wobei das invasive Potenzial als gering eingestuft wird.[4][1] Im Anbau ist die Art anfällig für diverse Schädlinge wie Blattläuse (Aphis gossypii) und die Weiße Fliege (Bemisia tabaci), die durch ihre Saugtätigkeit Blattvergilbungen verursachen und Viren übertragen können.[8] Ein bedeutender Schädling ist der Frucht- und Triebbohrer (Leucinodes orbonalis), dessen Larvenfraß zu Welkeerscheinungen und Fruchtdeformationen führt, was Ernteverluste von bis zu 70 % verursachen kann.[5] Zu den relevanten Krankheiten zählen die Bakterienwelke (Ralstonia solanacearum), die ein schnelles Absterben der Pflanze bewirkt, sowie Pilzinfektionen wie die Dürrfleckenkrankheit (Alternaria solani). Wurzelgallennematoden der Gattung Meloidogyne befallen das Wurzelsystem, bilden Gallen und beeinträchtigen die Nährstoffaufnahme erheblich, was zu Kümmerwuchs führt.[1] Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) werden Fruchtfolgen mit Nicht-Wirtspflanzen empfohlen, um den Befallsdruck durch Nematoden zu reduzieren.[4] Zur biologischen Bekämpfung von Insektenvektoren kommen Neemöl und basierte Biopestizide zum Einsatz, welche die Reproduktion der Schädlinge stören.[8] Paradoxerweise dient S. aethiopicum (insbesondere die Aculeatum-Gruppe) aufgrund seiner Resistenz gegen Bodenpathogene häufig selbst als Veredelungsunterlage für anfälligere Auberginen (Solanum melongena) oder Tomaten.[7] Medizinisch werden Früchte und Blätter traditionell zur Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes genutzt, wobei Studien entzündungshemmende und hypoglykämische Eigenschaften der Inhaltsstoffe belegen. Aufgrund des Gehalts an Glykoalkaloiden wie Solasodin ist jedoch ein moderater Verzehr ratsam, da hohe Konzentrationen potenziell gesundheitliche Risiken bergen könnten.[4]

Wirtschaftliche Bedeutung

*Solanum aethiopicum* spielt als Grundnahrungsmittel in Subsahara-Afrika eine zentrale Rolle für die Ernährungssicherheit und wird von der FAO als förderungswürdige Kulturpflanze eingestuft.[4] Unter bewässerten Bedingungen liegen die Erträge durchschnittlich bei 10 bis 20 Tonnen pro Hektar, wobei verbessertes Management das Potenzial auf bis zu 50 Tonnen steigern kann.[1] Erhebliche wirtschaftliche Schäden verursacht der Frucht- und Triebbohrer (*Leucinodes orbonalis*), dessen Larvenfraß zu Ernteverlusten von bis zu 70 % führen kann. Zudem führen die Bakterienwelke (*Ralstonia solanacearum*) und Wurzelgallennematoden (*Meloidogyne* spp.) zu rapidem Welken und Pflanzensterben, was die Produktion in befallenen Böden stark einschränkt.[5][4] Eine bedeutende positive wirtschaftliche Nutzung ist der Einsatz der Art als resistente Unterlage für die Veredelung von kommerziellen Auberginen (*Solanum melongena*) und Tomaten.[7] Diese Praxis, die ursprünglich in Japan etabliert wurde, nutzt insbesondere Sorten der Aculeatum-Gruppe, um Resistenzen gegen bodenbürtige Krankheiten wie die Bakterienwelke zu übertragen.[7][8] In landwirtschaftlichen Systemen mit geringem Input dienen die Blätter zudem als ergänzendes Futter für Geflügel, was die Fleischqualität und Immunfunktion der Tiere ohne hohe Zusatzkosten verbessert.[5] Neben dem lokalen Konsum werden die Früchte in Westafrika sowie in Brasilien und der Karibik regional gehandelt, was die lokalen Agrarökonomien stützt.[5][4]

Biologie & Lebenszyklus

Solanum aethiopicum ist eine einhäusige Pflanze mit zwittrigen Blüten, die sich primär autogam (selbstbestäubend) fortpflanzt, wobei Fremdbestäubung durch Insekten wie Bienen der Gattungen *Apis* und *Exomalopsis* vorkommt.[4][1] Die Blütezeit beginnt in tropischen Umgebungen kontinuierlich etwa 35 bis 70 Tage nach dem Umpflanzen oder 70 bis 100 Tage nach der Aussaat.[5] Die Keimung der Samen erfolgt unter optimalen Bedingungen von 24–29 °C innerhalb von 3 bis 9 Tagen, wobei physiologische Dormanz (Keimruhe) die Keimraten ohne Vorbehandlung oft stark reduziert.[1] Sämlinge erreichen nach vier bis sechs Wochen eine Höhe von 15 bis 20 cm und bilden 4 bis 7 Laubblätter aus, bevor sie verpflanzt werden können.[3] Die Pflanze wächst als aufrechter, stark verzweigter Halbstrauch bis zu einer Höhe von 0,3 bis 2,5 Metern und verholzt an der Basis.[4] In seinem nativen tropischen Habitat agiert der Eierbaum als kurzlebige, mehrjährige Pflanze (Perenne), wird jedoch in gemäßigten Klimazonen meist einjährig mit einer Wachstumsperiode von mindestens vier Monaten kultiviert.[3][1] Die Früchte erreichen ihre Erntereife im unreifen Zustand etwa 40 bis 60 Tage nach der Pflanzung, wobei sich die produktive Phase über 6 bis 9 Monate erstrecken kann.[1] Für die Entwicklung sind Temperaturen zwischen 20 und 45 °C (Optimum tagsüber 23–35 °C) sowie gut durchlässige, sandig-lehmige Böden mit einem pH-Wert von 5,5 bis 7,0 notwendig.[1][4] Die Art ist frostempfindlich und toleriert keine Staunässe, zeigt jedoch als Pionierpflanze an gestörten Standorten eine gewisse Trockentoleranz.[2] Zu den bedeutendsten Schädlingen zählen Blattläuse (*Aphis gossypii*) und die Weiße Fliege (*Bemisia tabaci*), die als Vektoren für Viruserkrankungen fungieren.[5] Der Frucht- und Triebbohrer *Leucinodes orbonalis* stellt eine massive Bedrohung dar, deren Larvenfraß Ertragsverluste von bis zu 70 % verursachen kann. Bodenbürtige Krankheiten wie die Bakterienwelke (*Ralstonia solanacearum*) und der Befall durch Wurzelgallennematoden (*Meloidogyne* spp.) führen häufig zu Welkeerscheinungen und Wachstumsstörungen.[2] Aufgrund seiner Resistenz gegen bestimmte Bodenpathogene wird *S. aethiopicum* häufig als Unterlage für die Veredelung von Auberginen (*S. melongena*) und Tomaten genutzt.[7]

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Solanum aethiopicum* liegt im nordöstlichen tropischen Afrika, wobei die wilde Stammform *Solanum anguivi* in weiten Teilen Subsahara-Afrikas von Äthiopien bis Südafrika heimisch ist. In seinem natürlichen Habitat besiedelt die Art vorwiegend Savannen sowie Waldränder und tritt als Pionierpflanze auf gestörten Flächen, an degradierten Hängen oder als Begleitflora in Gärten auf. Die Pflanze gedeiht optimal in tropischen und subtropischen Klimazonen des saisonal trockenen Bioms bei Temperaturen zwischen 25 und 35 °C. Die vertikale Verbreitung reicht vom Meeresspiegel bis in Höhenlagen von etwa 2000 Metern, wobei gut durchlässige, sandige Lehmböden mit einem pH-Wert von 5,5 bis 7,0 bevorzugt werden. Während *Solanum aethiopicum* eine gewisse Trockenheitstoleranz zeigt, reagiert die Art empfindlich auf Staunässe und verträgt keinen Frost, was die Ausbreitung in gemäßigte Zonen limitiert. Historische Handelsrouten führten zu einer frühen Verbreitung nach Asien, wo die Art heute unter anderem in Indien, Vietnam, Taiwan und China kultiviert wird. Durch den transatlantischen Sklavenhandel gelangte die Pflanze in die Amerikas und etablierte sich besonders in Brasilien (dort als „Gilo“ bekannt) sowie in der Karibik.[3] In Europa erfolgte eine Einführung im frühen 20. Jahrhundert, wobei sich in Süditalien, speziell in der Basilicata, eine lokale Anbautradition entwickelte. Der heutige Schwerpunkt des Anbaus liegt weiterhin in Subsahara-Afrika, insbesondere in Nigeria, Ghana und Uganda, wo die Pflanze ein wichtiges Grundnahrungsmittel darstellt. Außerhalb der Kultivierung verwildert *Solanum aethiopicum* gelegentlich in feuchten tropischen Gebieten wie Madagaskar, zeigt jedoch generell ein geringes invasives Potenzial. In gemäßigten Regionen und Teilen Europas wird die Art aufgrund ihrer auffälligen Früchte ergänzend als Zierpflanze in Gärten genutzt.[3]

Saisonalität & Aktivität

Solanum aethiopicum wächst in seinem nativen tropischen Habitat als ausdauernder Halbstrauch, wird jedoch in gemäßigten Klimazonen aufgrund fehlender Frosttoleranz meist als einjährige Pflanze kultiviert.[4][1] Die physiologische Aktivität ist stark temperaturabhängig, wobei das Wachstumsoptimum bei Tagestemperaturen zwischen 25 und 35 °C liegt und Werte unter 10 °C die Entwicklung hemmen.[1] In warmen Umgebungen zeigt die Art ein kontinuierliches Blühverhalten, das typischerweise 35 bis 70 Tage nach dem Umpflanzen einsetzt.[5] Die Bestäubung erfolgt während der Blütezeit vorwiegend durch Insekten, wobei Bienen der Gattungen Apis und Exomalopsis aktiv die Blüten anfliegen.[4] Die Fruchtreife tritt etwa 40 bis 60 Tage nach der Pflanzung ein, woraufhin sich die Ernteperiode bei wöchentlichen Pflückungen über sechs bis neun Monate erstrecken kann. Samen weisen häufig eine physiologische Dormanz auf, die ohne Vorbehandlung die Keimung verzögern kann; unter optimalen Bedingungen von 24–29 °C keimen sie innerhalb von drei bis neun Tagen.[1] Während der Vegetationsperiode ist die Pflanze anfällig für Schädlinge wie den Fruchtbohrer Leucinodes orbonalis, dessen Larven Triebspitzen und Früchte befallen.[5] Ergänzend deuten Daten zum öffentlichen Suchinteresse auf saisonale Spitzen im April und Oktober hin, was mit der Aussaat im Frühjahr sowie der Ernte und Nutzung als Zierpflanze im Herbst korreliert.[4]

Fonti e riferimenti

  1. https://www.gbif.org/species/2929847
  2. https://solanaceaesource.myspecies.info/content/solanum-aethiopicum
  3. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:818158-1
  4. https://doi.org/10.3390/horticulturae7060126
  5. https://www.mdpi.com/2073-4395/9/5/223
  6. https://ucjeps.berkeley.edu/eflora/eflora_display.php?tid=9702
  7. http://www.vegetablegrafting.org/wp/wp-content/uploads/2018/04/EggplantGrafting3-1-18-reduced.pdf
  8. https://plantcare.webhosting.cals.wisc.edu/wp-content/uploads/sites/213/2013/01/Hort.Workshop_Grafting_2.pdf
  9. Literaturzusammenfassung: Solanum aethiopicum