Salta il contenuto
Spedizione gratuita da 29€
Spedizione 1-2 giorni
4.44 · 245.512+ clienti
Voce del lessico

Salsefrica Scorzonera hispanica

Salsefrica

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Asterales (Asterales)
Famiglia Asteraceae
Genere Pseudopodospermum
Specie Scorzonera hispanica
Nome scientifico Scorzonera hispanica L.

Einleitung

Die Schwarzwurzel (*Pseudopodospermum hispanicum*, Synonym *Scorzonera hispanica*) ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).[1][2] Die ursprünglich in den gemäßigten Zonen Europas, Nordafrikas und Westasiens beheimatete Art wird wegen ihrer essbaren, dunkelhäutigen Pfahlwurzel als Gemüse kultiviert.[3][4] Historisch war sie aufgrund ihrer vermuteten Wirkung gegen Schlangenbisse auch als „Viperngras“ bekannt und wird kulinarisch oft von der hellhäutigen Haferwurz (*Tragopogon porrifolius*) abgegrenzt.[4]

Fakten (kompakt)

- Die Pflanze ist diploid und besitzt einen Chromosomensatz von 2n = 14. - Die Früchte (Achänen) erreichen eine Länge von 10 bis 15 mm und tragen einen 9 bis 15 mm langen Pappus. - Die Hüllkelche (Involucrum) der Blütenköpfe weisen Dimensionen von 20 bis 30 mm in der Länge und 8 bis 12 mm in der Breite auf. - Außerhalb des ursprünglichen Verbreitungsgebiets wurde die Art in Großbritannien, den baltischen Staaten und Kalifornien eingebürgert. - Kulinarisch wird der Geschmack der gekochten Wurzel oft mit dem von Austern verglichen. - Getrocknete Wurzeln können als Kaffeeersatz verwendet werden. - Neben der Wurzel sind auch junge Blätter für Salate und die gebleichten Triebe essbar. - Der Gattungsname *Pseudopodospermum* leitet sich von den griechischen Wörtern „pous“ (Fuß) und „sperma“ (Samen) ab, was auf die stielartige Basis der Samen anspielt. - Etymologisch wird der Name *Scorzonera* oft auf das italienische „scorza nera“ (schwarze Rinde) oder das katalanische „escurçonera“ (Viper) zurückgeführt.[7]

Name & Einordnung

Der heute akzeptierte wissenschaftliche Name der Art lautet *Pseudopodospermum hispanicum* (L.) Zaika, Sukhor. & N.Kilian, was durch eine taxonomische Revision im Jahr 2020 etabliert wurde.[2][3] Ursprünglich beschrieb Carl von Linné die Pflanze 1753 als *Scorzonera hispanica*, ein Basionym, unter dem sie jahrhundertelang klassifiziert war.[2][5] Die Ausgliederung in die Gattung *Pseudopodospermum* (deutsch: Scheinbockbart) erfolgte aufgrund molekularer Analysen und spezifischer Fruchtmerkmale, die sie von *Scorzonera* im weiteren Sinne unterscheiden.[2][1] Der Gattungsname setzt sich aus dem griechischen „pseudo“ (falsch) und „podospermum“ (Fuß-Samen) zusammen, was auf die stielartige Basis der Achänen anspielt. Das Art-Epitheton *hispanicum* verweist auf das ursprüngliche Verbreitungsgebiet auf der Iberischen Halbinsel. Etymologisch leitet sich der historische Name *Scorzonera* vom italienischen *scorza nera* (schwarze Rinde) oder *escurçonera* (Viper) ab, was auf die dunkle Wurzelhaut oder die historische Nutzung als Schlangengift-Antidot hindeutet. Im Deutschen ist die Bezeichnung Schwarzwurzel gebräuchlich, während international Namen wie „Black salsify“ oder „Spanish salsify“ zur Abgrenzung von der Haferwurzel (*Tragopogon porrifolius*) dienen. Zu den bekannten Synonymen zählen neben dem Basionym auch *Scorzonera glastifolia* Willd., *Scorzonera dentata* Kit. und *Scorzonera edulis* Moench. Systematisch wird die Art der Familie Asteraceae, Tribus Cichorieae und Subtribus Scorzonerinae zugeordnet.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Pseudopodospermum hispanicum (syn. *Scorzonera hispanica*) ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 40 bis 120 cm erreicht, wobei kultivierte Formen oft zweijährig gezogen werden.[2] Die Pflanze bildet im ersten Jahr eine grundständige Blattrosette aus lanzettlichen bis linearen Blättern, die 10 bis 40 cm lang und 0,5 bis 6 cm breit werden.[2][3] Die Blattränder sind ganzrandig oder leicht gewellt, während die Stängelblätter nach oben hin an Größe abnehmen und den Stängel umfassend sitzen. Die aufrechten, im oberen Bereich verzweigten Stängel sind meist kahl oder spärlich behaart, an der Basis mitunter wollig, und führen wie alle Pflanzenteile einen milchigen Latex.[2] Charakteristisch ist die zylindrische, 20 bis 40 cm lange Pfahlwurzel mit einer schwarzen, korkigen Außenhaut, die das weiße, saftige Innere schützt.[1] Die gelben Blütenkörbchen stehen einzeln an den Stängelenden, messen 3 bis 4,5 cm im Durchmesser und öffnen sich vorwiegend am Abend. Das zylindrische Involucrum (Hüllkelch) ist 20 bis 30 mm lang, 8 bis 12 mm breit und besteht aus mehrreihig angeordneten Hüllblättern. Die Zungenblüten sind 26 bis 30 mm lang, an der Spitze fünfzähnig und verströmen oft einen kakaoartigen Duft, wobei die Außenseiten einen violetten Schimmer aufweisen können. Als Früchte werden 10 bis 20 mm lange, zylindrische Achänen gebildet, die an der Spitze verengt sind. Diese Früchte tragen einen schmutzig-weißen Pappus aus gefiederten Borsten, der etwa die gleiche Länge wie die Achäne erreicht und der Windausbreitung dient.[2] Ein wichtiges mikroskopisches Bestimmungsmerkmal zur Abgrenzung von anderen *Scorzonera*-Arten ist die stielartige Basis (Pseudopodium) der Früchte sowie spezifische Pollenmerkmale.[2][5] Im Gegensatz zur Haferwurzel (*Tragopogon porrifolius*), die helle Wurzeln besitzt, zeichnet sich *Scorzonera hispanica* durch die namensgebende dunkle Wurzelrinde aus.[1]

Beschreibung

Pseudopodospermum hispanicum, allgemein bekannt als Schwarzwurzel, ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), die Wuchshöhen von 40 bis 120 Zentimetern erreicht.[3][5] Ursprünglich als *Scorzonera hispanica* von Carl von Linné im Jahr 1753 beschrieben, führte eine phylogenetische Neubewertung im Jahr 2020 zur Einordnung in die Gattung *Pseudopodospermum*.[3][2] Charakteristisch für die Art ist der zweijährige Entwicklungszyklus, bei dem im ersten Jahr eine grundständige Blattrosette und im zweiten Jahr der verzweigte Blütenstand gebildet wird.[1][5] Alle Pflanzenteile führen einen milchigen Latexsaft, ein typisches Merkmal der Tribus Cichorieae, der bei Verletzung austritt und an der Luft klebrig wird.[5][2] Das markanteste anatomische Merkmal ist die zylindrische Pfahlwurzel, die eine schwarze, korkige Außenhaut besitzt, welche das weiße, saftige Innere schützt. Diese Wurzel dient als Speicherorgan für Inulin, ein präbiotisches Polysaccharid, das über 20 % der Trockenmasse ausmacht und der Pflanze als Energiereserve dient.[1] Im natürlichen Lebensraum, vorwiegend auf Trockenrasen und an felsigen Hängen, verankert die tiefe Pfahlwurzel die Pflanze sicher und trägt zur Bodenstabilität bei.[2][1] Die gelben Blütenkörbchen öffnen sich vorwiegend in den Abendstunden und verströmen einen kakaoartigen Duft, um bestäubende Insekten anzulocken.[1] Die einzelnen Zungenblüten sind zwittrig (hermaphroditisch), wodurch eine Unterscheidung in männliche und weibliche Individuen entfällt, wobei die Art selbstkompatibel ist.[1][5] Mikroskopisch und karpologisch unterscheidet sich die Art von verwandten Taxa durch spezifische Pollenmerkmale und eine stielartige Struktur an der Basis der Früchte (Achänen), die zur Namensgebung der Gattung *Pseudopodospermum* („falscher Stielsamen“) führte.[2][4] Die Früchte sind 10 bis 20 Millimeter lange Cypselen mit einem schmutzig-weißen Pappus aus federigen Borsten, der die Windausbreitung ermöglicht.[5] Historisch wurde die Wurzel aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit einer Viper und der dunklen Rinde („scorza nera“) als Heilmittel gegen Schlangenbisse assoziiert. Im Vergleich zu kultivierten Formen, die auf gerade, unverzweigte Wurzeln selektiert wurden, weisen Wildbestände oft schlankere und stärker verzweigte Wurzelsysteme auf, bedingt durch das Wachstum in verdichteten oder steinigen Böden. Die Keimlinge entwickeln sich rasch zu einer Rosette aus lanzettlichen bis linearen Blättern, wobei die Pfahlwurzel bereits im ersten Jahr ihre essbare Größe erreicht.[1] Physiologisch ist die Pflanze an gemäßigte bis mediterrane Klimate angepasst und toleriert Frost bis -5 °C, was eine Überwinterung im Boden ermöglicht.[2]

Verhalten

Das Öffnungsverhalten der Blütenstände von *Scorzonera hispanica* ist tageszeitlich gesteuert, wobei sich die Köpfchen primär in den Abendstunden öffnen.[2] Die Fortpflanzungsbiologie basiert auf der Interaktion mit Insektenvektoren, wobei die gelben Zungenblüten durch Nektar- und Pollenangebote vorwiegend Bienen und Schmetterlinge anlocken. Obwohl die Art selbstkompatibel ist und autogam Samen bilden kann, tritt in spärlichen Populationen oft eine Pollenlimitierung auf, die den Samenansatz verringert.[5] Die Ausbreitung der Achänen erfolgt durch den Wind (Anemochorie), unterstützt durch einen schmutzig-weißen Pappus aus gefiederten Borsten, der dem Samen Flugfähigkeit verleiht.[2] Als passive Abwehrreaktion enthalten alle Pflanzenteile einen milchigen Latex, der bei Verletzung als klebriger Saft austritt. Trotz dieser chemischen Abwehr unterliegt die Pflanze einem starken Fraßdruck durch Großsäuger, insbesondere Rehe (*Capreolus capreolus*), die gezielt Blütenstängel und Laub äsen. In stark betroffenen Populationen können die Herbivorieraten jährlich über 77 % betragen, was die Samenproduktion und klonale Vermehrung erheblich reduziert. Unterirdisch interagiert die Art mit Schädlingen wie Drahtwürmern und Wurzelgallennematoden (*Meloidogyne* spp.), deren Bohr- und Fraßverhalten zu Gallenbildung und Deformationen der Pfahlwurzel führt.[2][1]

Ökologie

Scorzonera hispanica (syn. Pseudopodospermum hispanicum) besiedelt vorwiegend Trockenrasen, felsige Hänge und offene Waldgebiete in gemäßigten Biomen.[4] Die Art bevorzugt nährstoffarme, gut durchlässige kalk- oder mergelhaltige Böden mit neutralem bis leicht alkalischem pH-Wert und benötigt volle Sonneneinstrahlung. Sie ist häufig mit offenen Steppen und gestörten Flächen assoziiert, wo sie in krautigen Pflanzengesellschaften mit geringer Konkurrenz gedeiht. Durch ihr tiefes Pfahlwurzelsystem trägt die Pflanze zur Bodenstabilität in erosionsgefährdeten Trockenrasen bei, geht jedoch keine stickstofffixierenden Symbiosen ein.[2] Die gelben Blütenstände bieten Nektar und Pollen, wodurch sie bestäubende Insekten wie Bienen und Schmetterlinge anziehen.[1] Ein bedeutender ökologischer Druck geht von Rehen aus, die intensiv an den Blütenstielen und dem Laub äsen und dabei über 60 % der Individuen einer Population schädigen können. Diese starke Herbivorie kann die Samenproduktion sowie die klonale Vermehrung erheblich reduzieren und lokale Bestandsrückgänge verursachen. Unterirdisch dienen die Wurzeln als Nahrungsquelle für Drahtwürmer (Larven von Agriotes-Arten) und Wurzelgallennematoden (Meloidogyne spp.), welche die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen.[2] Oberirdisch besiedeln saftsaugende Insekten wie die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae) und die Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae) die Triebe.[6] Zudem fungiert die Art als Wirt für den Oomyceten Pustula scorzonerae, der den Weißen Rost auf den Blättern verursacht.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Als Kulturpflanze unterliegt *Scorzonera hispanica* dem Befall durch spezifische Schädlinge, gilt jedoch ökologisch nicht als invasiver Schädling, obwohl sie vereinzelt verwildert. Ökonomisch relevant sind Drahtwürmer (*Agriotes* spp.), die sich in die Pfahlwurzel bohren und durch Fraßgänge die Marktqualität massiv senken. Wurzelgallennematoden (*Meloidogyne* spp.) verursachen Gallenbildungen, die die Wasseraufnahme stören und Kümmerwuchs auslösen.[1] Oberirdisch befallen Blattläuse wie *Aphis fabae* und *Myzus persicae* die Triebspitzen, was durch Honigtauausscheidung zu Rußtau führen kann.[6] Ein spezifischer pilzlicher Erreger ist der Weiße Rost (*Pustula scorzonerae*), erkennbar an weißen Pusteln auf der Blattunterseite, der die Photosynthese beeinträchtigt.[1] In der Lagerhaltung führt *Pectobacterium carotovorum* (Bakterielle Weichfäule) bei hoher Feuchtigkeit zur schleimigen Zersetzung der Wurzeln.[5] Gesundheitlich ist der klebrige Milchsaft der Pflanze relevant, da er bei Hautkontakt Reizungen auslösen kann, weshalb Schutzhandschuhe bei der Verarbeitung empfohlen werden. Historische Anwendungen als Antidot gegen Schlangenbisse sind volksmedizinisch überliefert, aber klinisch nicht signifikant.[1] Präventivmaßnahmen im Integrierten Pflanzenschutz (IPM) fokussieren auf weite Fruchtfolgen und Herbstbodenbearbeitung, um Drahtwurmpopulationen zu dezimieren.[2] Gegen Pilzbefall werden infizierte Pflanzenreste entfernt und resistente Sorten gewählt, während Lagerfäule primär durch Belüftung und Kühlung vermieden wird.[1][5] Wildbestände werden zudem stark durch Rehverbiss dezimiert, was die reproduktive Fitness der Populationen erheblich senkt.[5]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Scorzonera hispanica* liegt primär in der Kultivierung als Wurzelgemüse, wobei führende Produzenten wie Belgien, die Niederlande und Frankreich den Markt dominieren und Deutschland im Jahr 2023 über 15.000 Tonnen exportierte. Kommerzielle Erträge erreichen unter optimalen Bedingungen 15 bis 25 Tonnen pro Hektar, können jedoch durch Schädlingsbefall signifikant gemindert werden. Ein erhebliches wirtschaftliches Risiko stellen Drahtwürmer (*Agriotes* spp.) dar, die sich in die Wurzeln bohren und durch Narbenbildung die Ware für den Frischmarkt entwerten. Wurzelgallennematoden (*Meloidogyne* spp.) verursachen durch Gallenbildung und Wachstumsstörungen Qualitätsverluste, die besonders auf sandigen Böden persistieren und den Ertrag senken.[1] In Feldkulturen führen Wildverbiss durch Rehe (*Capreolus capreolus*) zu Schäden an über 60 % der Individuen, was die Biomasseproduktion und Samenbildung drastisch reduziert. Nach der Ernte entstehen signifikante ökonomische Verluste durch bakterielle Weichfäule (*Pectobacterium carotovorum*), die gelagerte Wurzeln durch enzymatischen Zellwandabbau in schleimiges Gewebe zersetzt.[5] Der Oomycet *Pustula scorzonerae* (Weißer Rost) beeinträchtigt die Photosynthese und Vitalität der Bestände, was zu deformiertem Wuchs und geringeren Erntemengen führt. Neben der agrarwirtschaftlichen Nutzung besitzt die Art wirtschaftliches Potenzial in der pharmazeutischen Industrie als Quelle für Inulin zur Diabetesbehandlung und für präbiotische Anwendungen.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Pseudopodospermum hispanicum (syn. Scorzonera hispanica) ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die einen zweijährigen Entwicklungszyklus durchläuft, in der landwirtschaftlichen Nutzung jedoch oft einjährig kultiviert wird.[2][1] Die Keimung der Samen erfolgt epigäisch innerhalb von 14 bis 21 Tagen, sobald die Bodentemperaturen etwa 10 °C erreichen.[1] Im ersten Vegetationsjahr bildet die Pflanze eine basale Rosette aus lanzettlichen Blättern und entwickelt eine fleischige, zylindrische Pfahlwurzel mit schwarzer, korkiger Außenhaut.[2][1] Diese Wurzel dient als primäres Speicherorgan, das über 20 % des Trockengewichts in Form des Polysaccharids Inulin einlagert. Der Übergang zur generativen Phase erfolgt im zweiten Jahr mit der Bildung eines bis zu 120 cm hohen, verzweigten Blütenstandes. Die gelben Blütenköpfchen sind zwittrig und öffnen sich primär in den Abendstunden, wobei sie einen kakaoähnlichen Duft verströmen.[1] Die Bestäubung erfolgt durch Insektenvektoren wie Bienen und Schmetterlinge, wobei die Art auch zur Selbstbestäubung (Autogamie) fähig ist.[5] Nach der Befruchtung entwickeln sich 10 bis 20 mm lange Achänen, die durch einen federartigen Pappus mittels Windausbreitung (Anemochorie) verbreitet werden.[2] Physiologisch ist die Pflanze an gemäßigte Klimate angepasst und toleriert Frost bis -5 °C, was die Umwandlung von Stärke in Zucker in der Wurzel anregt.[1] Ein bedeutender Mortalitätsfaktor in natürlichen Habitaten ist der Verbiss durch Rehe, der die reproduktive Fitness und Samenproduktion stark einschränken kann.[5] Zu den spezifischen Schädlingen zählen die Larven von Schnellkäfern (Drahtwürmer), die bis zu fünf Jahre im Boden verbleiben und die Wurzeln anbohren.[2] Ebenso parasitieren Wurzelgallennematoden der Gattung Meloidogyne das Wurzelsystem und verursachen Gallenbildungen, welche die Nährstoffaufnahme stören.[1] Auf den Blättern können Blattläuse wie Aphis fabae Kolonien bilden und durch Saugtätigkeit das Wachstum hemmen.[6] Als pathogene Bedrohung tritt der Oomycet Pustula scorzonerae auf, der weiße Pusteln auf den Blattunterseiten verursacht.[1] Die Pflanze geht keine stickstofffixierenden Symbiosen ein, trägt aber durch ihre tiefe Pfahlwurzel zur Bodenstabilität in Trockenrasen bei.[4]

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Scorzonera hispanica* (syn. *Pseudopodospermum hispanicum*) umfasst weite Teile Mittel- und Südeuropas, darunter Spanien, Frankreich, Italien sowie die Balkanhalbinsel.[4][3] Es erstreckt sich weiter nach Nordafrika, wo Vorkommen in Marokko, Algerien, Libyen und Tunesien dokumentiert sind, sowie bis nach Westasien in die Türkei.[4][5] In diesen Regionen besiedelt die Art vorwiegend Trockenrasen, felsige Hänge und offene Buschlandschaften.[2] Die Pflanzen bevorzugen nährstoffarme, gut durchlässige Böden auf Kalk oder Mergel und meiden salzhaltige sowie alpine Standorte.[5] Häufig ist die Schwarzwurzel an Waldrändern, in Lichtungen von Eichenwäldern oder in steppenartigen Wiesen zu finden.[4] Außerhalb des nativen Areals wurde die Art durch den Feldgemüsebau in weitere Gebiete verschleppt und gilt beispielsweise im Baltikum und in Großbritannien als eingebürgert. Weltweite Einschleppungen führten zu sporadischen, neophytischen Vorkommen in Asien, etwa auf Java, sowie in Nordamerika, wo sie in Kalifornien an gestörten Standorten auftritt. Die landwirtschaftliche Hauptverbreitung liegt heute in kühltemperierten Zonen, wobei Belgien, die Niederlande und Frankreich die globalen Produktionszentren bilden. Auch in Deutschland und dem Vereinigten Königreich wird die Art kommerziell angebaut und ist gelegentlich aus der Kultur verwildert anzutreffen.[1] *Scorzonera hispanica* ist an mediterrane bis kontinentale Klimata angepasst und benötigt sonnenexponierte Lagen mit mäßiger Trockenheitstoleranz.[4] Aufgrund der weiten Verbreitung und stabilen Bestände wird die Art global als nicht gefährdet eingestuft.[1]

Saisonalität & Aktivität

Die vegetative Aktivität von *Scorzonera hispanica* beginnt im Frühjahr, wobei die Keimung bei Bodentemperaturen ab 10 °C innerhalb von 14 bis 21 Tagen erfolgt.[1] Als zweijährige Pflanze bildet sie im ersten Jahr eine basale Blattrosette und entwickelt im zweiten Jahr von späten Frühling bis zum Spätsommer ihre reproduktiven Triebe. Ein charakteristisches Merkmal der Phänologie ist die tageszeitliche Rhythmik der Blütenköpfe, die sich vorwiegend in den Abendstunden öffnen. Während dieser Blütezeit interagiert die Art aktiv mit bestäubenden Insekten wie Bienen und Schmetterlingen.[3] Die Pflanze ist frosttolerant bis mindestens -5 °C, weshalb das Überwinterungsstadium der Wurzeln oft direkt im Boden erfolgt und eine Ernte bis in das nächste Frühjahr ermöglicht. Dementsprechend konzentriert sich die Ernteaktivität auf die Wintermonate von November bis März, solange der Boden nicht gefroren ist. Diese saisonale Verfügbarkeit spiegelt sich im öffentlichen Interesse wider, das in den Monaten Januar und Februar signifikante Spitzenwerte erreicht. Schädlinge zeigen unterschiedliche Aktivitätsmuster: Drahtwürmer (Larven von *Agriotes* spp.) können über 2 bis 5 Jahre im Boden persistieren, während Blattläuse die oberirdischen Teile während der Wachstumsphase befallen.[2]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Deutschland

    30.06.2025

  • Berlin, DE-BE-BR, Deutschland

    20.06.2025

  • Potsdam, DE-BR, Deutschland

    10.06.2025

  • Deutschland

    02.06.2025

  • Deutschland

    31.05.2025

Daten: iNaturalist

Fonti e riferimenti

  1. https://www.gbif.org/species/3110905
  2. https://phytokeys.pensoft.net/article/46544/
  3. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:77204090-1
  4. https://antropocene.it/en/2023/03/07/pseudopodospermum-hispanicum-2/
  5. https://cichorieae.e-taxonomy.net/portal/cdm_dataportal/taxon/1075c641-fa2a-4470-9cc7-434f0f9b6cee
  6. https://pnwhandbooks.org/insect/vegetable/vegetable-pests/hosts-pests/salsify-aphid
  7. Literaturzusammenfassung: Pseudopodospermum hispanicum