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Ribes sanguigno Ribes sanguigno

Ribes sanguigno

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Saxifragales (Saxifragales)
Famiglia Grossulariaceae
Genere Ribes
Specie Ribes sanguineum
Nome scientifico Ribes sanguineum Pursh
Nome accettato

Analisi comunitaria

OpenInsect
1
Avvistamenti negli ultimi 12 mesi
Dati della community Silberkraft
Ultimo il 12.04.2026
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Einleitung

Die Blut-Johannisbeere (*Ribes sanguineum*) ist ein laubabwerfender Strauch aus der Familie der Stachelbeerengewächse (Grossulariaceae), der ursprünglich im westlichen Nordamerika verbreitet ist.[1][2] Die Art zeichnet sich durch handförmig gelappte Blätter und hängende Trauben aus röhrenförmigen, meist tiefrosa bis blutroten Blüten aus, die bereits im zeitigen Frühjahr erscheinen.[3][2] Während die Pflanze eine wichtige frühe Nektarquelle für Bestäuber darstellt, fungiert sie zugleich als relevanter Zwischenwirt für den pilzlichen Erreger des Strobenrosts (*Cronartium ribicola*).[1][4]
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Fakten (kompakt)

- Die hängenden Blütentrauben messen konkret 2,5 bis 8 cm in der Länge und setzen sich aus jeweils 10 bis 30 Einzelblüten zusammen. - Anatomisch besteht jede Blüte aus exakt fünf Kelchblättern und fünf Kronblättern. - Die Beeren erreichen einen Durchmesser von 7 bis 9 mm und sind mit einem wachsartigen Überzug sowie Drüsenhaaren bedeckt. - Obwohl die Früchte für den Menschen essbar sind, gilt ihr Geschmack als fade oder charakteristisch herb. - Die Hauptreifezeit der Früchte liegt spezifisch in den Monaten August bis September. - Die Ausbreitung der Samen erfolgt per Endozoochorie, indem Vögel und Säugetiere die Früchte verzehren und die Samen keimfähig ausscheiden. - An den Blattstielen befinden sich kurze Stieldrüsen, die beim Zerreiben des Laubes einen Duft freisetzen. - Die Form der Blattspreiten variiert von nierenförmig über herzförmig-rundlich bis hin zu dreieckig-eiförmig. - Aufgrund seiner Wurzeleigenschaften wird der Strauch in Renaturierungsprojekten gezielt zur Erosionskontrolle eingesetzt. - Sobald die Pflanze an einem Standort etabliert ist, weist sie eine Toleranz gegenüber Trockenheit auf.[11]

Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name der Art lautet *Ribes sanguineum* und wurde 1814 von Frederick Pursh in dessen Werk *Flora Americae Septentrionalis* formell erstbeschrieben.[1][3] Die Beschreibung basierte auf Exemplaren aus dem pazifischen Nordwesten Nordamerikas, die vermutlich während der Expeditionen von Meriwether Lewis und William Clark um 1806 gesammelt wurden.[1] Zwar beobachtete Archibald Menzies die Art bereits 1793, doch die systematische Einführung in die europäische Gartenkultur erfolgte erst 1826 durch David Douglas im Auftrag der Royal Horticultural Society. Der Gattungsname *Ribes* leitet sich vom arabischen Wort *ribas* ab, das ursprünglich Rhabarber oder eine säuerlich schmeckende Pflanze bezeichnete und fälschlicherweise auf die sauren Beeren dieser Gattung übertragen wurde. Das Art-Epitheton *sanguineum* entstammt dem Lateinischen (*sanguineus*) und bedeutet „blutrot“, was sich direkt auf die charakteristische Färbung der hängenden Blütentrauben bezieht.[3] Taxonomisch wird die Art der Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae) und der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales) zugeordnet.[1][2] Molekularbiologische Untersuchungen bestätigen die Einordnung in die Untergattung *Ribes* (Johannisbeeren), wodurch sie sich von den stacheligen Stachelbeeren (Untergattung *Grossularia*) abgrenzt.[1] Innerhalb der Art werden zwei primäre Varietäten unterschieden: die im Landesinneren verbreitete *var. sanguineum* und die an der Küste vorkommende *var. glutinosum*, die sich durch klebrig-drüsige Triebe auszeichnet.[5] Im englischen Sprachraum ist die Pflanze als „red-flowering currant“ bekannt.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Ribes sanguineum wächst als sommergrüner Strauch, der Wuchshöhen von 1 bis 4 Metern erreicht und einen aufrechten bis ausgebreiteten Habitus mit mehreren Stämmen ausbildet. Die Rinde junger Triebe ist dünn und orangerot, während sie im Alter graubraun wird und abblättert. Im Gegensatz zu vielen anderen Arten der Gattung sind die Zweige unbewehrt und weisen weder Dornen an den Knoten noch Stacheln an den Internodien auf. Junge Triebe sind fein behaart und drüsig besetzt, wobei die Intensität der Behaarung mit der Reife abnimmt. Die wechselständigen Laubblätter sind einfach und handförmig in drei bis fünf flache Lappen geteilt, wobei die Blattspreite typischerweise 2 bis 7 cm breit ist. Ihre Oberseite ist dunkelgrün und glänzend, während die Unterseite blasser erscheint und oft behaart ist. Die Blattstiele besitzen eine drüsige Textur, die beim Zerreiben der Blätter einen aromatischen Duft freisetzt. Die Blütenstände hängen als 2,5 bis 8 cm lange Trauben herab und bestehen aus 10 bis 30 röhrenförmigen Einzelblüten. Jede zwittrige Blüte verfügt über fünf Kelch- und fünf Kronblätter, deren Farbe von Blassrosa bis zu tiefem Karmesinrot reicht. Die daraus entstehenden Früchte sind runde Beeren mit einem Durchmesser von 7 bis 9 mm. Sie reifen im Spätsommer zu einer blauschwarzen Färbung heran, sind mit einem wachsartigen Reif sowie drüsigen Haaren bedeckt und enthalten mehrere Samen.[1] Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal innerhalb der Art ist die Drüsigkeit: Ribes sanguineum var. glutinosum besitzt stark klebrige junge Stängel und Blätter, während die Nominatform var. sanguineum weniger drüsig ist.[4]

Beschreibung

Ribes sanguineum ist ein sommergrüner Strauch, der Wuchshöhen von 1 bis 4 Metern erreicht und sich durch einen aufrechten bis ausladenden Habitus mit mehreren aufstrebenden Stämmen auszeichnet. Im Gegensatz zu den nahe verwandten Stachelbeeren (Subgenus Grossularia) ist diese Art vollkommen dornenlos und bildet weder an den Knoten noch an den Internodien Stacheln aus. Die Rinde ist bei jungen Trieben zunächst dünn und orangerot, verfärbt sich mit zunehmendem Alter jedoch graubraun und blättert ab.[1] Eine anatomische Besonderheit sind die fein behaarten und stieldrüsigen jungen Triebe, die besonders bei der Varietät glutinosum klebrig sind.[5] Diese Drüsen tragen dazu bei, dass das Laub beim Zerreiben einen charakteristischen, aromatischen Duft verströmt.[4] Die Blätter sind wechselständig angeordnet und handförmig in drei bis fünf flache Lappen geteilt, wobei die Blattunterseite oft heller und stärker behaart ist als die glänzend grüne Oberseite.[1] Die Blütezeit erstreckt sich je nach Breitengrad und Höhenlage von Februar bis Mai, wobei die Blüten oft vor der vollständigen Entfaltung der Laubblätter erscheinen.[2] Die hängenden Blütentrauben bestehen aus 10 bis 30 röhrenförmigen Einzelblüten, deren Farbe von blassrosa bis tief karmesinrot reicht.[1] Obwohl die Blüten zwittrig sind, besteht eine Selbstinkompatibilität, die eine Fremdbestäubung zwischen genetisch unterschiedlichen Individuen für den Fruchtansatz zwingend erforderlich macht.[2] Nach der Befruchtung entwickeln sich im Sommer rundliche, 7 bis 9 mm große Beeren, die zur Reife blauschwarz gefärbt und mit einem wachsartigen Überzug sowie Drüsenhaaren versehen sind.[1] Diese Früchte sind für den Menschen essbar, wenn auch geschmacklich fade, und werden durch Endozoochorie verbreitet, indem Vögel und Säugetiere sie fressen und die Samen ausscheiden. Ökologisch fungiert die Art als Besiedler von Störungsflächen in offenen Wäldern und an Küstenhängen, dominiert jedoch selten aufgrund ihrer langsamen Ausbreitung.[2] Etablierte Pflanzen zeigen eine Anpassung an sommerliche Trockenperioden, reagieren jedoch empfindlich auf langanhaltende Staunässe, die zu Wurzelfäule führen kann.[4] Als Wirtspflanze spielt Ribes sanguineum eine Rolle für die Larvenentwicklung verschiedener Insekten, darunter Schmetterlinge wie der Trauermantel (Nymphalis antiopa). Zudem fungiert der Strauch als Zwischenwirt für den Pilz Cronartium ribicola, den Erreger des Strobenrosts, wobei die Pflanze selbst meist nur geringe Blattschäden davonträgt, aber eine Gefahr für fünfnadelige Kiefern darstellt. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte 1814 durch Frederick Pursh basierend auf Exemplaren aus dem pazifischen Nordwesten. Die Einführung in die europäische Gartenkultur geht auf Sammlungen von David Douglas im Jahr 1826 zurück, der den Zierwert der Art für die Royal Horticultural Society sicherte.[2]

Verhalten

Als laubabwerfender Strauch zeigt *Ribes sanguineum* eine saisonale Dormanz mit Blattabwurf, um gemäßigte Winterbedingungen zu überstehen.[4] Die Blütezeit variiert je nach Breitengrad und Höhenlage, wobei die Blütenstände typischerweise vor der vollständigen Blattentfaltung erscheinen, was eine frühe Nektarquelle darstellt.[2][3] Um die Fortpflanzung zu sichern, weist die Art eine Selbstinkompatibilität auf, die zwingend eine Fremdbestäubung durch genetisch unterschiedliche Individuen erfordert. Diese reproduktive Strategie fördert spezifische Interaktionen mit Bestäubern wie Hummeln (*Bombus* spp.) und Kolibris, darunter *Selasphorus rufus* und *Calypte anna*.[1] Die Ausbreitung der Samen erfolgt passiv durch Endozoochorie, indem Vögel und Säugetiere die reifen Früchte verzehren und die Samen an anderen Orten ausscheiden.[2] Als potenzieller Abwehrmechanismus produzieren junge Triebe und Blätter, insbesondere bei der Varietät *var. glutinosum*, drüsige Harze, die Herbivoren chemisch abschrecken können. Obwohl direkte Beweise für Allelopathie fehlen, könnten diese glandulären Sekrete die Etablierung benachbarter Sämlinge hemmen.[5] Eine bedeutende interspezifische Interaktion besteht in der Funktion als Zwischenwirt für den Pilz *Cronartium ribicola*, der seinen Lebenszyklus auf *Ribes*-Arten vollendet, bevor er Kiefern infiziert.[4]

Ökologie

Ribes sanguineum besiedelt als Unterholzstrauch offene Waldgebiete, Waldränder und Küstenhänge, wobei die Art als frühes bis mittleres Sukzessionsstadium gestörte Standorte nach Bränden oder Abholzungen kolonisiert.[10][4] Die Pflanze bevorzugt feuchte, gut durchlässige Böden mit neutralem bis leicht saurem pH-Wert und ist häufig in Gesellschaft von Quercus garryana, Pinus-Arten oder Pseudotsuga menziesii anzutreffen. Obwohl der Strauch an kühle, feuchte Mikroklimata angepasst ist und kurzzeitige Überschwemmungen toleriert, reagiert er empfindlich auf Staunässe sowie langanhaltende Trockenheit im Jugendstadium. Aufgrund der frühen Blütezeit fungiert Ribes sanguineum als essenzielle Nektarquelle für früh fliegende Bestäuber, darunter Kolibris wie die Rotrücken-Zimtelfe (Selasphorus rufus) sowie Königinnen von Hummeln (Bombus spp.). Die Samenverbreitung erfolgt durch Endozoochorie, indem Vögel wie Wanderdrosseln (Turdus migratorius) und Spechte sowie kleine Säugetiere die Früchte verzehren. Das Laub dient Hirschen (Odocoileus spp.) und Wapitis (Cervus canadensis) als Nahrung, während die Blätter Wirtspflanzen für die Raupen von Schmetterlingen wie dem Trauermantel (Nymphalis antiopa) darstellen.[6] Drüsige Harze auf den Blättern können Herbivoren chemisch abschrecken, wobei direkte Beweise für allelopathische Effekte auf andere Pflanzen fehlen.[10] Eine bedeutende ökologische Rolle spielt die Art als Zwischenwirt für den Pilz Cronartium ribicola, den Erreger des Strobenrosts, der seinen Lebenszyklus auf Ribes-Arten vollendet, bevor er fünfnadelige Kiefern infiziert. Während Ribes sanguineum im nativen Verbreitungsgebiet selten Dominanzbestände bildet, verdrängt es in Neuseeland als invasive Pflanze durch Beschattung und Ressourcenkonkurrenz die heimische Vegetation.[4]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Ökologisch gilt *Ribes sanguineum* im nativen Verbreitungsgebiet als wertvolles Nährgehölz, wird jedoch in Neuseeland als invasives Umweltunkraut klassifiziert, das heimische Vegetation verdrängt.[2] Die größte forstwirtschaftliche Bedeutung liegt in der Funktion als Zwischenwirt für den Pilz *Cronartium ribicola*, den Erreger des Strobenrosts (White Pine Blister Rust). Während der Strauch selbst oft nur leichte Symptome wie Blattflecken oder Schwellungen zeigt, überträgt er die für fünfnadelige Kiefernarten (*Pinus* spp.) tödliche Krankheit, was zu erheblichen Ausfällen in der Holzproduktion führt. In Regionen mit wertvollen Kiefernbeständen wird die Pflanzung daher teils untersagt, wobei Sicherheitsabstände von mindestens 300 Metern (1.000 Fuß) bis zu 0,8 Kilometern empfohlen werden, um die Infektionskette zu unterbrechen.[4][2] Im Gartenbau ist die Art anfällig für *Phytophthora citrophthora*, eine Wurzelfäule, die durch Staunässe begünstigt wird und zum Absterben der Pflanze führt.[3] Ein Befall durch Blattläuse oder Schildläuse ist möglich und zeigt sich durch Blattkräuselungen sowie Honigtau, gefährdet etablierte Exemplare jedoch selten existentiell.[9] Präventive Maßnahmen im integrierten Pflanzenschutz fokussieren auf eine Standortwahl mit guter Drainage zur Vermeidung von Wurzelerkrankungen sowie die Entfernung von infiziertem Laub.[3] Zur Bekämpfung von Sauginssekten können bei starkem Befall gartenbauliche Öle oder insektizide Seifen eingesetzt werden, während Fungizide gegen den Rostpilz auf *Ribes* oft ineffektiv sind.[4][9] In Invasionsgebieten erfolgt das Management primär mechanisch durch das manuelle Entfernen von Sämlingen und das Ausgraben adulter Sträucher.[2] Medizinisch ist die Pflanze unbedenklich; die Beeren sind essbar, und traditionelle Anwendungen der Rinde sind dokumentiert, aber klinisch nicht validiert.[1][2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die primäre wirtschaftliche Relevanz von *Ribes sanguineum* resultiert aus seiner Rolle als Zwischenwirt für den Pilz *Cronartium ribicola*, den Erreger des Strobenrosts. Während der Strauch selbst kaum geschädigt wird, verursacht der Erreger in der Forstwirtschaft gravierende Ausfälle bei ökonomisch wertvollen fünfnadeligen Kiefernarten (*Pinus* spp.) durch Krebswucherungen und Baumsterben. Zum Schutz von Nutzholzbeständen ist die Anpflanzung in bestimmten Forstgebieten untersagt oder nur mit Sicherheitsabständen von mindestens 300 Metern (1.000 Fuß) zu gefährdeten Kiefern zulässig.[2][10] Im Gartenbausektor hingegen besitzt die Art als Ziergehölz einen hohen Marktwert und wird seit ihrer Einführung 1826 in zahlreichen Sorten wie 'King Edward VII' kommerziell vermehrt.[3][2] Züchterische Bedeutung hat die Pflanze zudem als genetische Ressource, um Resistenzen gegen Mehltau und Rostpilze in kommerzielle Johannisbeer-Fruchtsorten einzukreuzen.[2] Im Landschaftsbau wird die Art aufgrund ihrer Trockenstresstoleranz gezielt für Renaturierungsprojekte und zur Erosionskontrolle an Hängen eingesetzt. Negative wirtschaftliche Auswirkungen entstehen in Neuseeland, wo verwilderte Bestände als Umweltunkraut klassifiziert sind und Kosten für Bekämpfungsmaßnahmen verursachen, um die Verdrängung heimischer Flora zu verhindern.[2][4] Eine direkte Nutzung der Früchte spielt aufgrund des herben Geschmacks kaum eine Rolle, beschränkt sich auf Nischenprodukte wie Sirup oder Gelees und besitzt keine signifikante kommerzielle Skalierung.[6]

Biologie & Lebenszyklus

Ribes sanguineum ist ein laubabwerfender Strauch, der eine saisonale Dormanz durchläuft, um gemäßigte Winterbedingungen zu überstehen.[1] Die Blütezeit (Phänologie) variiert je nach Breitengrad und Höhenlage, erstreckt sich jedoch generell von Februar bis April in Küstenregionen und bis in den Mai im Landesinneren.[3] Die zwittrigen Blüten sind selbstinkompatibel und benötigen zwingend Fremdbestäubung durch genetisch unterschiedliche Individuen für einen erfolgreichen Fruchtansatz. Zu den primären Bestäubern zählen Insekten wie Hummeln (*Bombus* spp.) und Bienen sowie Kolibris, die den Nektar der frühen Blüten nutzen. Nach der Bestäubung entwickeln sich die Fruchtknoten zu runden, 7–9 mm großen Beeren, die im Sommer reifen, vorwiegend zwischen August und September. Die Ausbreitung der Samen erfolgt durch Endozoochorie, indem Vögel und Säugetiere die reifen, blau-schwarzen Früchte fressen und die lebensfähigen Samen ausscheiden.[4] Eine generative Vermehrung durch Samen ist möglich, erfordert jedoch oft eine Kalt-Feucht-Stratifikation von etwa 90 Tagen bei 1–5 °C, um die Keimruhe zu brechen. Vegetativ kann sich die Pflanze durch Absenker vermehren, wenn bodennahe Zweige Kontakt mit dem Erdreich haben und Wurzeln bilden.[8] Physiologisch zeichnet sich die Art durch eine Anpassung an sommerliche Trockenperioden aus, wobei etablierte Exemplare Trockenheitstoleranz zeigen, jedoch empfindlich auf Staunässe reagieren, die zu Wurzelfäule führen kann.[2] Die Blätter dienen als Wirtspflanze für die Larven bestimmter Schmetterlingsarten, wie beispielsweise den Trauermantel (*Nymphalis antiopa*).[4] Eine bedeutende biologische Interaktion ist die Rolle als Zwischenwirt für den Pilz *Cronartium ribicola*, den Erreger des Strobenrosts. Der Pilz vollendet seinen Lebenszyklus auf *Ribes*-Arten, bevor er auf anfällige Kiefernarten (*Pinus* spp.) überspringt, wobei *R. sanguineum* selbst meist nur milde Symptome wie Blattflecken zeigt.[4] Zu den weiteren natürlichen Antagonisten gehören Blattläuse, die junge Triebe besiedeln und Honigtau absondern, sowie Schildläuse, die jedoch selten die Vitalität adulter Pflanzen gefährden.[9]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Minden

    02.11.2026

  • Straubing, DE-BY, Deutschland

    01.11.2025

  • Hanseviertel, 99 Erfurt-Krämpfervorstadt, Deutschland

    19.09.2025

  • Herbstgang, Harrislee, Schleswig-Holstein, Deutschland

    17.08.2025

  • Naturpark Bayerischer Wald, Regen, Bayern, Deutschland

    10.08.2025

Daten: iNaturalist