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Voce del lessico

Frangipani Plumeria rubra

Frangipani

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Gentianales (Gentianales)
Famiglia Apocynaceae
Genere Plumeria
Specie Plumeria rubra
Nome scientifico Plumeria rubra L.
Nome accettato

Einleitung

*Plumeria rubra*, häufig als Frangipani oder Roter Frangipani bezeichnet, ist ein laubabwerfender Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae).[1][2] Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mexiko über Zentralamerika bis nach Kolumbien und Venezuela, wobei die Art heute weltweit als Zierpflanze in den Tropen und Subtropen verbreitet ist. Aufgrund ihrer kulturellen Bedeutung wurde sie zur Nationalblume Nicaraguas ernannt und spielt in Hawaii eine zentrale Rolle bei der Herstellung traditioneller Blütenketten (Leis). In der botanischen Nomenklatur gelten Bezeichnungen wie *Plumeria acuminata* und *Plumeria acutifolia* als Synonyme.[1]

Analisi comunitaria

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Ultimo il 25.05.2026
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Fakten (kompakt)

- Die Art wird taxonomisch der Unterfamilie Rauvolfioideae und der Tribus Plumerieae zugeordnet. - Ein Lectotypus für die Spezies wurde 1925 von N.L. Britton und P. Wilson in *Botany of Porto Rico and the Virgin Islands* festgelegt. - *Plumeria rubra* ist in den USDA-Klimazonen 10B bis 11 winterhart. - Die Pflanzen zeigen eine Toleranz gegenüber Salz und mäßigem Wind, sind jedoch empfindlich bei Frost und stauender Nässe, die zu Wurzelfäule führen kann. - Ein einzelner Blütenstand kann aus 50 bis 200 wachsartigen Blüten bestehen. - Die Blüten erreichen einen Durchmesser von etwa 5 bis 7,5 Zentimetern (2 bis 3 Zoll). - Das Duftprofil wird oft mit Noten von Jasmin, Zitrusfrüchten oder Gardenien verglichen. - In der traditionellen Medizin Mexikos finden Rinde, Wurzeln, Latex und Blüten Verwendung. - Zu den ethnobotanisch behandelten Beschwerden zählen Durchfall, Rheuma, Fieber und Infektionen. - Pharmakologische Untersuchungen deuten auf antioxidative, entzündungshemmende und kardioprotektive Wirkungen hin. - In Asien und dem Pazifikraum wird die Pflanze häufig in Tempelanlagen und auf Friedhöfen gepflanzt. - Im Landschaftsbau eignet sich die Art spezifisch für Pufferstreifen und die Haltung in Containern.[10]

Name & Einordnung

Der gültige wissenschaftliche Name lautet *Plumeria rubra* und wurde 1753 von Carl von Linné in dessen Werk *Species Plantarum* erstbeschrieben.[1] Der Gattungsname *Plumeria* ehrt den französischen Botaniker und Mönch Charles Plumier (1646–1704), der die Flora Amerikas dokumentierte. Das Art-Epitheton *rubra* leitet sich vom lateinischen Wort für „rot“ ab und bezieht sich auf die typische Blütenfärbung der ursprünglich beschriebenen Exemplare.[2] Der weit verbreitete Trivialname „Frangipani“ geht auf den italienischen Adligen Muzio Frangipani zurück, dessen Parfümkreation im 16. Jahrhundert an den Duft der Blüten erinnerte.[2] Taxonomisch wird die Art der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) und dort der Unterfamilie Rauvolfioideae sowie der Tribus Plumerieae zugeordnet. Aufgrund der großen Variabilität existieren zahlreiche heterotypische Synonyme, darunter *Plumeria acuminata* W.T. Aiton, *Plumeria acutifolia* Poir. sowie *Plumeria lutea* Ruiz & Pav..[1][2] Auch historische Bezeichnungen wie *Plumeria incarnata* Mill. oder *Plumeria purpurea* Desc. werden heute als Synonyme von *P. rubra* geführt. Ein Lectotypus für die Art wurde 1925 von N.L. Britton und P. Wilson auf Basis eines karibischen Exemplars festgelegt.[1] Regional ist die Pflanze unter diversen Namen bekannt, etwa als „Sacuanjoche“ in Nicaragua oder „Kalachuchi“ auf den Philippinen. Im englischen Sprachraum ist neben Frangipani auch die Bezeichnung „Temple tree“ geläufig, was auf die häufige Pflanzung in religiösen Stätten Asiens verweist.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Plumeria rubra* wächst als laubabwerfender Strauch oder kleiner Baum, der typischerweise Höhen von 2 bis 8 Metern erreicht und eine breite, oft vasenförmige bis rundliche Krone ausbildet.[3][2] Die Äste sind charakteristisch dick, sukkulent und wurstförmig verdickt, besitzen eine grau-grüne Färbung und eine brüchige Textur. Die Rinde ist dünn und grau, während bei Verletzung aus allen Pflanzenteilen ein milchiger, toxischer Latexsaft austritt, der Haut und Augen reizen kann.[3] Die dunkelgrünen, ledrigen Blätter stehen wechselständig gehäuft an den Zweigspitzen und fallen in der kühlen Jahreszeit oder Trockenzeit ab.[3][2] Sie sind elliptisch bis verkehrt-eiförmig, erreichen eine Länge von 20 bis 40 cm sowie eine Breite von 5 bis 15 cm und weisen einen glatten, gewellten Rand auf. Die Blattspreite ist kahl (glabrous) und läuft am Ende spitz bis akuminat zu. Die auffälligen, wachsartigen Blüten erscheinen in endständigen, schirmrispigen Blütenständen, die 20 bis 200 Einzelblüten umfassen können. Jede Blüte misst 4 bis 6 cm im Durchmesser und besteht aus fünf überlappenden Kronblättern, die sich windradartig aus einer gedrehten Röhre entfalten. Die Färbung der Wildformen variiert von Rosa, Rot und Weiß bis Gelb, oft mit einem rötlich getönten Zentrum, wobei Kultivare ein noch breiteres Farbspektrum aufweisen. Ein Bestimmungsmerkmal ist der intensive Duft mit Noten von Jasmin, Zitrus oder Gardenie, obwohl die Blüten keinen Nektar produzieren. Nach der Bestäubung entwickeln sich paarige, längliche Balgfrüchte (Follikel), die 10 bis 30 cm lang werden. Diese Früchte enthalten zahlreiche flache Samen mit einer Größe von 1 bis 4 cm, die geflügelt sind, um die Verbreitung durch den Wind zu ermöglichen.[3]

Beschreibung

Plumeria rubra ist ein laubabwerfender Kleinbaum oder Strauch aus der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae), der im natürlichen Habitat Wuchshöhen von 2 bis 8 Metern erreicht.[2] Charakteristisch für die Art ist eine breite, oft vasenförmige Krone, deren Ausmaß häufig der Höhe der Pflanze entspricht.[3] Ein markantes anatomisches Merkmal sind die stark verdickten, semi-sukkulenten Äste, die eine wurstartige Form aufweisen und von einer dünnen, grau-grünen Rinde bedeckt sind.[2] Diese Sukkulenz fungiert als evolutionäre Anpassung an saisonal trockene Tropenwälder und felsige Hänge, indem sie den Zweigen als Wasserspeicher dient.[3] Das Holz ist brüchig, und bei Verletzungen sondern alle Pflanzenteile einen reichlichen, milchigen Latex ab, der toxisch ist und Hautreizungen verursachen kann.[3][2] Die großen, ledrigen Blätter (20–40 cm lang) sind elliptisch bis verkehrt-eiförmig geformt und stehen wechselständig gehäuft an den Triebspitzen. Als Reaktion auf Trockenheit oder Temperaturen unter 10 °C wirft die Pflanze ihr Laub ab und geht in eine Ruhephase über.[2] Die Blütezeit erstreckt sich im nativen Verbreitungsgebiet meist von Juni bis November, wobei endständige, schirmrispige Blütenstände mit 50 bis 200 Einzelblüten gebildet werden.[1] Die Blüten besitzen eine fünfteilige, wachsartige Krone, die sich propellerartig aus einer gedrehten Röhre entfaltet und einen Durchmesser von 4 bis 6 cm erreicht.[2] Obwohl sie einen intensiven Duft verströmen, produzieren die Blüten keinen Nektar und nutzen eine Täuschstrategie, um Bestäuber wie nachtaktive Schwärmer (Sphingidae) anzulocken.[4][2] Die Wildform ist typischerweise durch rötliche Blütenfärbungen gekennzeichnet, worauf das von Carl Linnaeus 1753 vergebene Artepitheton *rubra* (rot) verweist.[1][2] Nach erfolgreicher Befruchtung entwickeln sich paarige, 10 bis 30 cm lange Balgfrüchte, die V-förmig abstehen.[2] Diese Früchte enthalten zahlreiche flache Samen mit papierartigen Flügeln, die anatomisch für die Windausbreitung in offenen Habitaten optimiert sind.[3] Die Samen bleiben trocken gelagert bis zu drei Monate keimfähig und entwickeln sich nach der Keimung rasch zu sukkulenten Sämlingen.[2] Taxonomisch wird *P. rubra* zur Kerngruppe der laubabwerfenden *Plumeria*-Arten gezählt und unterscheidet sich durch diese Phänologie von immergrünen Verwandten.[2]

Verhalten

Plumeria rubra zeigt ein ausgeprägtes saisonales Verhalten, indem sie während Trockenperioden oder im Winter ihr Laub abwirft, um den Wasserverlust zu minimieren. Die Blütezeit wird phänologisch oft durch den Übergang von der Trocken- zur Regenzeit ausgelöst, wobei Umweltreize wie vorangegangener Trockenstress eine Rolle spielen.[3] Eine zentrale Verhaltensanpassung ist die Täuschbestäubung, da die Blüten keinen Nektar als Belohnung für Besucher produzieren.[4] Zur Anlockung setzt die Pflanze auf intensive chemische Signale in Form von Duftstoffen, die zu etwa 35 % aus 2-Phenylethanol bestehen.[2] Diese Duftemission ist zeitlich auf die Aktivität der Hauptbestäuber abgestimmt und erfolgt verstärkt nachts, um nachtaktive Schwärmer (Sphingidae) anzuziehen.[4][2] Die morphologische Anpassung der langen Kronröhren zwingt diese Insekten dazu, tief in die Blüte einzudringen, was den Pollentransfer sicherstellt. Als Abwehrverhalten gegen Fressfeinde exudiert die Pflanze bei Verletzungen sofort einen toxischen, milchigen Latex, der hautreizend wirkt.[2] Im Wurzelbereich geht Plumeria rubra symbiotische Interaktionen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, um die Nährstoffaufnahme in kargen Böden zu optimieren.[4]

Ökologie

Plumeria rubra besiedelt bevorzugt saisonal trockene Tropenwälder, Küstentrockenwälder sowie felsige Hänge und Kämme, wobei sie gut durchlässige, oft kalkhaltige Substrate präferiert.[1][2] Die Art ist an aride Bedingungen angepasst und wirft während der Trockenzeit ihr Laub ab, um Wasser zu sparen, während semi-sukkulente Stämme Feuchtigkeit speichern. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet findet man sie in offenen, sonnigen Mikrohabitaten von Meereshöhe bis in 1.500 Meter Höhe.[1] Die Bestäubung erfolgt durch eine Täuschungsstrategie, bei der nachtaktive Schwärmer (*Sphingidae*, z. B. *Pseudosphinx*) durch intensiven Duft angelockt werden, obwohl die Blüten keinen Nektar produzieren.[4][2] Neben diesen Hauptbestäubern fungieren Thripse, Schmetterlinge und Bienen als sekundäre Pollenvektoren.[4] Die Ausbreitung der Samen erfolgt primär durch den Wind (Anemochorie), begünstigt durch die geflügelte Struktur der Samen, sowie sekundär durch Wasser in Uferzonen.[2] Zur Nährstoffaufnahme in mageren Böden geht *Plumeria rubra* eine Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, welche die Phosphorversorgung und Trockenresistenz verbessern. Zu den natürlichen Feinden zählen der Rostpilz *Coleosporium plumeriae*, der vorzeitigen Blattfall verursacht, sowie Echter Mehltau (*Erysiphe* spp.) in feuchten Umgebungen. Zudem wird die Pflanze von saftsaugenden Insekten wie Spinnmilben (*Tetranychus* spp.) und Mottenschildläusen (*Bemisia* spp.) befallen, die sekundäre Pilzinfektionen begünstigen können.[8] In eingeführten Gebieten wie den pazifischen Inseln zeigt die Art invasives Potenzial, indem sie in gestörten Arealen dichte Bestände bildet und native Vegetation verdrängen kann.[5]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Obwohl *Plumeria rubra* als Zierpflanze geschätzt wird, enthält sie einen toxischen Milchsaft (Latex), der bei Hautkontakt Dermatitis, Blasenbildung und Augenreizungen auslöst. Der Verzehr von Pflanzenteilen kann zu Erbrechen und gastrointestinalen Beschwerden führen, weshalb im Umgang Vorsicht geboten ist.[3] In der Kultivierung stellt der Frangipani-Rost (*Coleosporium plumeriae*) die gravierendste Pilzerkrankung dar, die sich durch orange-gelbe Pusteln auf den Blattunterseiten und vorzeitigen Blattfall äußert. Zudem treten bei hoher Luftfeuchtigkeit gelegentlich Infektionen mit Echtem Mehltau (*Erysiphe* spp.) auf, die sich als weiße Beläge zeigen. Zu den relevanten tierischen Schädlingen gehören Spinnmilben (*Tetranychus* spp.) und Thripse, die Bronzeverfärbungen beziehungsweise Wachstumsdeformationen verursachen. Saugende Insekten wie Weiße Fliegen und Wollläuse schwächen die Pflanze zusätzlich und begünstigen durch Honigtauausscheidungen die Bildung von Rußtau.[8] Zur Prävention sollten neue Pflanzen für mindestens zwei Wochen in Quarantäne gehalten werden, um eine Einschleppung von Schädlingen zu verhindern. Baulich und kulturell ist auf eine gute Luftzirkulation zu achten, wobei Überkopfberegnung vermieden werden sollte, um die Blattnässezeit zu reduzieren.[2] Spezielle Kultursubstrate mit organischen Zusätzen können die Anfälligkeit für Krankheiten in der Produktion signifikant senken.[8] Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) erfolgt die Bekämpfung von Rostpilzen durch das Entfernen infizierter Blätter und den Einsatz von Fungiziden auf Triazol- oder Kupferbasis.[6] Gegen Insektenbefall werden bevorzugt Insektizidseifen oder Neemöl eingesetzt, um Nützlinge zu schonen.[8] Schnecken, die insbesondere junge Sämlinge schädigen, lassen sich durch Eisenphosphat-Köder kontrollieren.[2] Ökologisch gilt *P. rubra* in einigen pazifischen Regionen als potenziell invasiv, da sie in gestörten Arealen dichte Bestände bilden kann.[5] Umgekehrt werden Extrakte der Pflanze aufgrund ihrer antimikrobiellen Eigenschaften patentrechtlich für die Herstellung von Desinfektionsmitteln und biologischen Pflanzenschutzmitteln genutzt.[8]

Wirtschaftliche Bedeutung

Plumeria rubra spielt eine bedeutende Rolle im tropischen Gartenbau, insbesondere in Hawaii, wo die Art kommerziell für Schnittblumen, Leis und als Zierpflanze angebaut wird. Baumschulen exportieren zertifizierte Stecklinge auf das US-Festland und in internationale Märkte, was einen wichtigen Beitrag zur lokalen Wirtschaft leistet. Weltweit existieren über 200 benannte Sorten, wobei allein in Hawaii etwa 40 Hauptkultivare kommerziell vermehrt werden. Die aus den Blüten gewonnenen ätherischen Öle finden Verwendung in der Parfümindustrie und zur Aromatisierung von Produkten. Das Holz wird gelegentlich für Drechselarbeiten genutzt, besitzt jedoch keine großindustrielle Relevanz.[2] In Indien dienen die Blätter während der Wachstumsperiode als ergänzendes Futtermittel für Ziegen und Rinder.[9] Wirtschaftliche Schäden in der Kultivierung entstehen primär durch den Rostpilz *Coleosporium plumeriae*, der zu Blattverlust und verminderter Vitalität führt.[6] Die Bekämpfung von Schädlingen wie Spinnmilben, Weißen Fliegen und Thripsen erfordert regelmäßige Investitionen in Pflanzenschutzmittel, um Qualitätsverluste zu vermeiden.[8] Neuere technologische Entwicklungen zeigen das wirtschaftliche Potenzial von *P. rubra*-Polysacchariden für die Herstellung antibakterieller Händedesinfektionsmittel. Zudem werden Extrakte der Pflanze in patentierten Verfahren als biologische Fungizide, beispielsweise gegen Ananasfäule, eingesetzt.[8]

Biologie & Lebenszyklus

Die Fortpflanzungsbiologie von *Plumeria rubra* basiert primär auf entomophiler Bestäubung, wobei der intensive Blütenduft nachtaktive Schwärmer (*Sphingidae*), Schmetterlinge und Bienen anlockt.[4][3] Da die Blüten keinen Nektar produzieren, verfolgt die Art eine Täuschblumen-Strategie, bei der Insekten Pollen übertragen, ohne eine Belohnung zu erhalten. Aufgrund einer ausgeprägten Selbstinkompatibilität liegt die natürliche Fruchtansatzrate bei nur etwa 0,1 %, was die genetische Vielfalt durch Fremdbestäubung fördert. Nach erfolgreicher Befruchtung entwickeln sich paarige, 10–30 cm lange Balgfrüchte, die jeweils 20–60 flache Samen enthalten. Die Samen sind geflügelt und somit an die Windausbreitung (Anemochorie) in trockenen Habitaten angepasst. Ihre Keimfähigkeit bleibt bei trockener Lagerung bis zu drei Monate erhalten, wobei die Keimung unter warmen, feuchten Bedingungen innerhalb von zwei Wochen erfolgt.[2] Als laubabwerfendes Gehölz durchläuft *P. rubra* eine physiologische Ruhephase (Dormanz), die durch Temperaturen unter 10 °C oder saisonale Trockenheit ausgelöst wird.[2][3] Um Dürreperioden zu überdauern, nutzt die Pflanze ihre semi-sukkulenten, fleischigen Stämme als Wasserspeicher. Die aktive Wachstums- und Blühphase erstreckt sich vom späten Frühling bis zum Herbst, oft stimuliert durch den Übergang von der Trocken- zur Regenzeit.[3] *P. rubra* geht eine symbiotische Assoziation mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, welche die Wurzeln besiedeln. Diese Symbiose verbessert signifikant die Aufnahme von Nährstoffen, insbesondere Phosphor, und erhöht die Stresstoleranz auf nährstoffarmen Sandböden.[4] Zu den biotischen Mortalitätsfaktoren zählt der Rostpilz *Coleosporium plumeriae*, der orangefarbene Sporenlager auf den Blattunterseiten bildet und vorzeitigen Blattfall verursacht. Zudem wird die Pflanze von saftsaugenden Schädlingen wie Spinnmilben (*Tetranychus* spp.), Thripsen und Weißen Fliegen befallen, deren Ausscheidungen oft sekundäre Rußtaupilze begünstigen. In feuchten Umgebungen kann zudem Echter Mehltau (*Erysiphe* spp.) auftreten, der das Wachstum deformiert.[7]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Plumeria rubra* erstreckt sich von Südmexiko über Zentralamerika bis in das nördliche Südamerika, wobei Populationen in Kolumbien und Venezuela dokumentiert sind.[1] In diesen Regionen besiedelt die Art vorwiegend saisonal trockene Tropenwälder, Küstentrockenwälder sowie felsige Hänge und Bergrücken. Die Pflanzen bevorzugen gut durchlässige, oft kalkhaltige Böden und gedeihen an offenen, vollsonnigen Standorten. Die vertikale Verbreitung reicht dabei vom Meeresspiegel bis in Höhenlagen von etwa 1.500 Metern.[2] Bereits im 16. Jahrhundert führten spanische Kolonisatoren die Art in die Karibik und auf die Philippinen ein, was den Grundstein für ihre heutige pantropische Verbreitung legte.[2] Aktuell ist *Plumeria rubra* in vielen tropischen und subtropischen Regionen eingebürgert, darunter Florida, Hawaii, Indien, Teile Afrikas sowie Queensland in Australien.[2][5] In einigen Gebieten des Pazifiks zeigt die Art invasive Tendenzen und kann in gestörten Arealen dichte Bestände bilden, wird jedoch insgesamt meist als geringes ökologisches Risiko eingestuft.[5] Das Vorkommen im Freiland ist an frostfreie Klimazonen (USDA 10B–11) gebunden, da Temperaturen unter 10 °C zu Blattabwurf und Schäden führen. In Europa und dem deutschsprachigen Raum ist *Plumeria rubra* daher nicht winterhart und wird ausschließlich als Kübelpflanze in Wintergärten oder Innenräumen kultiviert, die im Sommer ins Freie gestellt werden können. Als Anpassung an ihren natürlichen Lebensraum wirft der Baum in Trockenperioden das Laub ab und überdauert Dürrephasen mithilfe seiner wasserspeichernden, sukkulenten Äste. Anthropogen ist die Art weltweit häufig in Parkanlagen und Gärten anzutreffen, wobei sie in Asien aufgrund ihrer kulturellen Bedeutung besonders oft auf Friedhöfen und Tempelanlagen gepflanzt wird.[2]

Saisonalität & Aktivität

Die Phänologie von *Plumeria rubra* folgt einem ausgeprägten saisonalen Rhythmus, der maßgeblich durch den Übergang von Trocken- zu Regenzeiten initiiert wird.[3] Die Blütezeit erstreckt sich im nativen Verbreitungsgebiet primär von Juni bis November, während sie in kultivierten Regionen wie Hawaii zwischen März und Oktober ihren Höhepunkt erreicht.[2] Obwohl die Blüten ganztägig geöffnet sind, steigert die Pflanze ihre Aktivität in der Nacht durch eine intensivierte Duftproduktion, um nachtaktive Bestäuber wie Schwärmer (*Sphingidae*) anzulocken.[4][2] Diese reproduktive Phase ist streng temperaturabhängig; bei Werten unter 10 °C stellt die Pflanze das Wachstum ein und geht in eine Ruhephase über.[2] In dieser Dormanzperiode, die oft der Trockenzeit entspricht, wirft *Plumeria rubra* ihr Laub ab, um die Verdunstung zu minimieren.[1][2] Ergänzend zeigt sich, dass das öffentliche Interesse in Deutschland parallel zum Beginn der Hauptblütezeit in den Monaten Mai und Juni stark ansteigt.[2]

Ricerca scientifica e brevetti

CN-113318007-A Chemical Registrazione

Antibakterielles Händedesinfektionsmittel aus Plumeria rubra-Polysacchariden und dessen Herstellungsverfahren

University of Foshan (2021)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Die Erfindung betrifft ein Händedesinfektionsmittel, das Polysaccharide aus Plumeria rubra als primäres antibakterielles Mittel nutzt. Diese pflanzlichen Wirkstoffe ersetzen herkömmliche bakteriostatische Agentien und werden mit natürlichen Tensiden wie Betain kombiniert. Das Produkt bietet neben der effizienten Reinigung eine feuchtigkeitsspendende und antioxidative Wirkung, die hautschonender ist als traditionelle Desinfektionsmittel. Es stellt eine grüne, umweltfreundliche Alternative dar, die die bioaktiven Eigenschaften der Frangipani nutzt.

CN-106982869-A Biological Sconosciuto

Zusammensetzung zur Vorbeugung und Behandlung von Ananasfäule und deren Herstellungsverfahren

Xishuangbanna Xinbang Agriculture Technology Company Ltd. (2017)

Rilevanza: 5/10

Riepilogo

Beschrieben wird ein pflanzliches Pflanzenschutzmittel gegen Ananasfäule, das unter anderem Frangipani (20-50 Teile) enthält. Die Mischung aus verschiedenen Pflanzenextrakten wird durch Alkohol- und Wasserextraktion gewonnen. Sie dient als Fungizid bzw. Bakterizid für Ananasplantagen und zeichnet sich durch Umweltverträglichkeit aus. Plumeria rubra fungiert hier als Wirkstoffquelle gegen Pflanzenkrankheiten bei anderen Nutzpflanzen.

CN-106688839-A Biological Sconosciuto

Kulturmedium für Plumeria rubra

Bengbu City Jinniuwan Agricultural Science And Technology Dev Company Ltd. (2016)

Rilevanza: 9/10

Riepilogo

Dieses Patent beschreibt ein spezielles Kulturmedium für den Anbau von Plumeria rubra, bestehend aus Maisstroh, Sägemehl und diversen organischen sowie mineralischen Zusätzen. Die Kernidee ist die Bereitstellung einer nährstoffreichen Umgebung, die durch Fermentation mit gemischten Bakterien optimiert wird. Das Medium erhöht die Überlebensrate der Pflanzen auf 99% und senkt die Krankheits- und Schädlingsrate signifikant auf 4%. Zudem wird die Blütezeit um 3-4 Monate verfrüht und die Blütenqualität verbessert. Durch den Zusatz chinesischer Kräuter wirkt das Substrat präventiv gegen Schädlinge und reduziert den Bedarf an Pestiziden.

CN-105560317-A Chemical Sconosciuto

Brausetabletten mit Frangipani-Tee und Verfahren zur Herstellung der Brausetabletten

Zhaoqing Medical Higher College (2015)

Rilevanza: 6/10

Riepilogo

Das Patent beschreibt die Formulierung von Brausetabletten, die Trockenextrakt aus Frangipani-Tee sowie Engelwurz enthalten. Die Kernidee ist die Kombination traditioneller Heilpflanzen in einer modernen, leicht konsumierbaren Darreichungsform. Durch ein spezielles Herstellungsverfahren werden die medizinischen Wirkstoffe optimal extrahiert. Die Tabletten sollen unter anderem präventiv gegen Fettleber wirken und nutzen die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Plumeria rubra.

CN-105456316-A Chemical Sconosciuto

Plumeria rubra-Tropfpille und deren Herstellungsverfahren

Zhaoqing Medical College (2015)

Rilevanza: 6/10

Riepilogo

Hier wird eine Tropfpille (Drop Pill) vorgestellt, die aus Plumeria rubra-Extrakt und Extrakt aus essbaren Vogelnestern besteht. Ziel ist es, die aufwendige Zubereitung von traditionellem Kräutertee zu umgehen und eine sofort verzehrbare Form anzubieten. Die Pille ist bequem zu transportieren und für alle Altersgruppen geeignet. Medizinisch wird ihr eine gewisse Wirkung zur Hemmung von Bluthochdruck zugeschrieben.

Fonti e riferimenti

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:81275-1
  2. https://www.gbif.org/species/3169674
  3. https://hort.extension.wisc.edu/articles/plumeria/
  4. https://plumeriaseeds.com/plumeria-pollinators/
  5. http://www.hear.org/pier/wra/pacific/plumeria_rubra_htmlwra.htm
  6. https://blogs.cdfa.ca.gov/Section3162/wp-content/uploads/2020/11/Coleosporium-plumeriae-ADA-PRP.pdf
  7. https://bsppjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.5197/j.2044-0588.2017.036.003
  8. https://edis.ifas.ufl.edu/publication/PP172
  9. https://www.anthra.org/wp-content/uploads/2016/11/Plants-Used-in-Animal-Care-Anthra.pdf
  10. Literaturzusammenfassung (mit Bibliographie, siehe Primärquellenliste)