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Piantaggine Media di piantaggine

Piantaggine

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Lamiales (Lamiales)
Famiglia Plantaginaceae
Genere Plantago
Specie Plantago media
Nome scientifico Plantago media L.
Nome accettato

Einleitung

Der **Mittlere Wegerich** (*Plantago media*) ist eine mehrjährige krautige Pflanzenart aus der Gattung der Wegeriche (*Plantago*) innerhalb der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern der Gattung ist diese Art primär insektenbestäubt und zeichnet sich durch duftende Blüten sowie auffällig gefärbte Staubfäden aus. Das Verbreitungsgebiet umfasst fast ganz Europa und die gemäßigten Zonen Asiens, wobei die Pflanze bevorzugt auf Magerwiesen und Halbtrockenrasen mit kalkhaltigen Böden wächst. Zuweilen wird die Art, ähnlich wie der Breitwegerich, volkstümlich vereinfachend nur als Wegerich bezeichnet, gilt jedoch im Vergleich zu diesem als wissenschaftlich weniger intensiv erforscht.[1][2]

Fakten (kompakt)

- Die Chromosomenzahl der Art beträgt 2n = 24 oder 12.[17] - Archäobotanische Untersuchungen konnten Samen von *Plantago media* in Ausgrabungen aus dem römischen Britannien nachweisen, was auf eine frühe Nutzung hindeutet. - Chemische Analysen zeigten, dass der Mittlere Wegerich mit 44,272 mg/g den höchsten Gehalt an Aucubin im Vergleich zu verwandten Arten wie *Plantago major* oder *Plantago lanceolata* aufweist. - Die Laubblätter sind anatomisch durch 7 bis 9 Adern gekennzeichnet, wobei sich die Mittelrippen mechanisch leicht vom Mesophyllgewebe trennen lassen.[6] - Taxonomisch werden neben der Nominatform die Unterarten *Plantago media* subsp. *brutia* (Vorkommen in Italien), *subsp. longifolia* (Tschechien) und *subsp. pindica* (Kroatien, Albanien, Griechenland) unterschieden.[17] - Die Art gilt physiologisch als salzempfindlich („salt-sensitive“); bereits eine Exposition gegenüber 200 mM NaCl führt zu einer Reduktion der Sprosslänge und beeinträchtigt die stomatäre Leitfähigkeit. - In vitro-Studien belegten eine spezifische mykostatische (pilzhemmende) Aktivität von Extrakten gegen den Pilzstamm *Aspergillus oryzae*.[6] - Nach den ökologischen Zeigerwerten von Landolt et al. wird die Pflanze in der Schweiz als Mäßigtrockenzeiger (Feuchtezahl 2) und Lichtpflanze (Lichtzahl 4) mit einer Salztoleranz von 1 klassifiziert.[17] - Die Samen enthalten Schleimstoffe, die reich an Xylose und Galacturonsäure sind.[6]

Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name *Plantago media* wurde im Jahr 1753 von Carl von Linné in Band 1 seines Werkes *Species Plantarum* erstveröffentlicht.[3] Die Art gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und wird im englischen Sprachraum als „hoary plantain“ bezeichnet.[2] Historische Analysen zur Drogenkunde zeigen, dass mittelalterliche Bezeichnungen wie „Arnoglossa“ oder „Wegebreite“ oft nicht eindeutig waren und sowohl *Plantago major* als auch *Plantago media* zugeordnet wurden.[4] Innerhalb der Spezies werden neben der Nominatform *Plantago media* subsp. *media* mehrere Unterarten unterschieden.[5] Dazu zählen *Plantago media* subsp. *brutia* (Ten.) Arcang., die in Italien vorkommt, sowie die in Tschechien verbreitete *Plantago media* subsp. *longifolia* (G. Mey.) Witte.[5] Im Balkanraum (Kroatien, Albanien, Griechenland) ist zudem die Unterart *Plantago media* subsp. *pindica* (Hausskn.) Greuter & Burdet heimisch.[5] Neuere phylogenetische Untersuchungen zeigen eine enge Verwandtschaft der Art zu *Plantago asiatica* und *Plantago depressa*. Zytologisch handelt es sich beim Mittleren Wegerich um eine tetraploide Spezies.[6]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Mittlere Wegerich (*Plantago media*) ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 5 und 50 Zentimetern erreicht. Die Art zeichnet sich durch eine hohe Trittfestigkeit aus, die physiologisch mit einer starken Wurzelkontraktion zusammenhängt.[2] Die Laubblätter stehen in einer grundständigen, meist dicht dem Boden anliegenden Rosette.[1] Die Blattspreiten sind elliptisch bis breit-eiförmig, 9 bis 17 Zentimeter lang und über 3 Zentimeter breit. Charakteristisch ist die feine, kurz weißliche Behaarung mit lockeren, krausen Trichomen auf beiden Blattseiten.[2][1] Die Blätter weisen 7 bis 9 Nerven auf, wobei sich die Mittelrippen leicht vom Mesophyllgewebe lösen lassen.[2] Der Blattstiel ist mit 1 bis 4 Zentimetern Länge auffällig kurz, breit und stets kürzer als die Blattspreite.[2][1] Der Blattrand ist ganzrandig oder unregelmäßig buchtig gezähnelt, die Blattspitze dreieckig gerundet bis keilig verschmälert.[1] Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis September, wobei die Blüten in einem walzenförmigen, ährigen Blütenstand an einem blattlosen Stängel angeordnet sind.[2][1] Die Ähre ist zunächst 2 bis 6 Zentimeter lang, streckt sich jedoch bis zur Fruchtreife auf die doppelte Länge.[1] Die kleinen Blüten besitzen eine etwa 4 Millimeter lange, weißliche bis zart rosa-weiße Krone.[2][1] Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal sind die auffälligen, lilafarbenen Staubfäden, die vier- bis fünfmal so lang wie die Krone sind. Die Staubbeutel sind blasslila bis weiß gefärbt. Im Gegensatz zu vielen anderen Wegerich-Arten sind die Blüten wohlriechend.[1] Pro Fruchtkapsel werden 4 Samen gebildet.[2]

Beschreibung

Der Mittlere Wegerich (*Plantago media*) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die taxonomisch der Familie der Plantaginaceae (Wegerichgewächse) und der Ordnung der Lamiales zugeordnet wird.[12] Im vegetativen Zustand bildet die Art eine charakteristische, dem Boden flach aufliegende Blattrosette aus, was sie als Hemikryptophyt klassifiziert. Die Laubblätter sind elliptisch bis breit eiförmig und verjüngen sich in einen sehr kurzen, oft kaum erkennbaren Blattstiel, was sie deutlich vom langstieligen Breitwegerich (*Plantago major*) unterscheidet. Ein primäres Erkennungsmerkmal im Feld ist die beidseitige, feine Behaarung der Blätter, die der Pflanze einen gräulichen bis weißlichen Schimmer verleiht und sich weich anfühlt. Diese Behaarung dient anatomisch als Transpirationsschutz an den oft trockeneren Standorten, die die Art bevorzugt. Aus der Mitte der Rosette erhebt sich während der Blütezeit ein blattloser, runder Schaft, der eine Höhe von 15 bis 50 Zentimetern erreichen kann und die Blätter deutlich überragt. Der Blütenstand ist eine dichte, zylindrische Ähre, die im Vergleich zu verwandten Arten oft kürzer und gedrungener wirkt. Eine biologische Besonderheit von *Plantago media* ist die Anpassung an die Insektenbestäubung (Entomophilie), während die meisten anderen Wegerich-Arten primär windbestäubt sind. Dies zeigt sich in den auffälligen, lilafarbenen bis weißen Staubfäden, die weit aus der Krone herausragen, sowie einem leichten Duft, der Bestäuber anlockt. Dennoch bleibt die Fähigkeit zur Windbestäubung als sekundärer Mechanismus erhalten. Im Lebenszyklus der Pflanze entwickeln sich nach der Befruchtung kapselförmige Früchte, die klebrige Samen enthalten. Diese Samen nutzen bei Nässe die Verschleimung ihrer Oberfläche, um an Tieren haften zu bleiben (Epizoochorie), was eine effektive Verbreitung gewährleistet.[13] Biochemisch ist die Gattung *Plantago* reich an bioaktiven Inhaltsstoffen; so werden in der Patentliteratur Extrakte aus Wegerich-Arten (oft unter Einbeziehung von *Plantago lanceolata*) aufgrund ihrer antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung beschrieben, etwa zur Behandlung von Zahnfleischerkrankungen oder zur Linderung von Intoxikationen. Historisch wurde die Art bereits von Carl von Linné wissenschaftlich erfasst und trägt den bis heute gültigen Namen *Plantago media* L..[12]

Verhalten

Obwohl Pflanzen kein Verhalten im zoologischen Sinne zeigen, weist *Plantago media* spezifische ökologische Strategien zur Interaktion mit der Umwelt auf. Die Art nutzt eine gemischte Bestäubungsstrategie, die sowohl Insekten- als auch Windbestäubung (Amphiphilie) sowie Kleistogamie umfasst. Die Blüten sind vorweiblich (Proterogynie), wobei die Anlockung von Bestäubern wie Honigbienen, Schwebfliegen und Käfern durch einen angenehmen Duft und auffällige violette Staubfäden erfolgt.[15][16] Eine wesentliche Anpassung an den Standort ist die Trittfestigkeit der Pflanze, die durch eine starke Wurzelkontraktion erreicht wird, welche die Rosette tief in den Boden zieht. Zur Ausbreitung quellen die Samenschalen bei Kontakt mit Wasser auf und bilden einen hochviskosen Schleim (Myxospermie). Dieser Mechanismus erleichtert die Anheftung an Tiere und Menschen zur Verbreitung und schützt die Samen bei der Passage durch den Verdauungstrakt von Vögeln (Endozoochorie). Physiologisch reagiert der Mittlere Wegerich plastisch auf Lichtverhältnisse, indem er im Schatten deutlich höher wächst als an lichtreichen Standorten, zeigt jedoch eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Salzstress.[16]

Ökologie

Die Blüten von *Plantago media* gehören dem Pinselblumentyp an und werden vorwiegend durch Insekten wie Honigbienen, Schwebfliegen oder Käfer bestäubt, wobei ergänzend Windbestäubung und Kleistogamie auftreten. Die Art besiedelt bevorzugt Magerwiesen, Halbtrockenrasen und Wegränder auf trockenen, kalkhaltigen Böden bis in Höhenlagen von 1800 Metern.[1][2] Pflanzensoziologisch ist der Mittlere Wegerich eng mit Gesellschaften der Verbände Cynosurion, Arrhenatherion, Mesobromion sowie Cirsio-Brachypodion assoziiert.[1] Eine wesentliche Anpassung an weide- und trittbelastete Standorte ist die hohe Trittfestigkeit, die durch eine starke Wurzelkontraktion gewährleistet wird. Die Samen besitzen eine verschleimende Schicht, die bei Wasserkontakt aufquillt und die Ausbreitung durch Anhaftung an Tieren sowie die Passage durch den Verdauungstrakt von Vögeln unterstützt. Zur chemischen Abwehr von Pathogenen und nicht angepassten Herbivoren akkumuliert die Pflanze Iridoidglycoside wie Aucubin in den Blättern. Während *Plantago media* empfindlich auf Salzstress reagiert, verfügt sie dank Carotinoiden und dem Xanthophyll-Zyklus über effektive physiologische Schutzmechanismen gegen starke Sonneneinstrahlung.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Der Mittlere Wegerich (*Plantago media*) wird wissenschaftlich weniger als klassischer Schädling, sondern primär als bisher wenig genutzte Ressource („underutilized plant“) mit weitreichendem Potenzial eingestuft. Zwar besitzt die Gattung *Plantago* weltweit oft einen unkrautartigen Charakter, doch überwiegen bei *Plantago media* die nutzbaren Eigenschaften. Aufgrund einer starken Wurzelkontraktion weist die Pflanze eine hohe Trittfestigkeit auf, was sie auf Weiden widerstandsfähig macht. In der Landwirtschaft kann die Art gezielt zur Verbesserung der Mineralstoffkonzentration im Futter von Viehbeständen beitragen. Ein potenzielles Risiko stellt jedoch die Fähigkeit der Pflanze dar, Schwermetalle aus dem Boden aufzunehmen und anzureichern. Dies qualifiziert *Plantago media* zwar für die Phytoremediation (Bodensanierung), erfordert jedoch ein Monitoring, um die Akkumulation toxischer Metalle in der Nahrungskette zu verhindern.[2] Medizinisch ist die Pflanze von Bedeutung, da sie bioaktive Verbindungen wie Polysaccharide, Iridoide (z. B. Aucubin) und Phenylethanoide enthält. Diese Inhaltsstoffe begründen die traditionelle Nutzung als Wundheilmittel, Expektorans sowie die antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkung.[2] Zudem fungiert die Art ökologisch als Pollenquelle für Insekten wie Honigbienen, Schwebfliegen und Käfer. Eine Bekämpfung ist selten erforderlich; vielmehr dient das Vorkommen als Zeiger für magere, kalkhaltige und trockene Bodenverhältnisse.[15]

Wirtschaftliche Bedeutung

Der Mittlere Wegerich (*Plantago media*) wird wissenschaftlich als bisher wenig genutzte Ressource („underutilized plant“) eingestuft, deren ökonomisches Potenzial vor allem in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie liegt.[2] Die jungen Blätter der Pflanze sind essbar und finden kulinarische Verwendung in Frischsalaten oder als gekochtes Gemüse. Aufgrund des hohen Gehalts an bioaktiven Verbindungen, insbesondere Aucubin, dessen Konzentration bei *Plantago media* höher ist als bei verwandten Arten wie *Plantago major* oder *Plantago lanceolata*, ist die Art für die Entwicklung von Nutraceuticals von Interesse. Extrakte der Pflanze zeigen antioxidative, antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkungen, die medizinisch genutzt werden können. Im Bereich der Umwelttechnologie besitzt die Pflanze Potenzial zur Phytoremediation, da sie fähig ist, Schwermetalle aus kontaminierten Böden aufzunehmen. Diese Eigenschaft stellt jedoch gleichzeitig ein Risiko für die landwirtschaftliche Nutzung als Futtermittel dar, da sich Toxine anreichern könnten. Darüber hinaus eignet sich die Art für nanotechnologische Anwendungen, etwa zur Phytosynthese von Silber- und Eisenoxid-Nanopartikeln.[6]

Biologie & Lebenszyklus

Der Mittlere Wegerich (*Plantago media*) ist eine ausdauernde, mehrjährige krautige Pflanze.[15][2] Sie erreicht Wuchshöhen zwischen 5 und 50 Zentimetern.[2] Der Lebenszyklus umfasst eine vegetative Phase mit der Ausbildung einer grundständigen Blattrosette. Die generative Phase ist durch eine Blütezeit von Mai bis September gekennzeichnet.[15][2] Die Bestäubung erfolgt sowohl durch den Wind als auch durch Insekten.[2] Die wohlriechenden Blüten sind vorweiblich und verschiedengrifflig. Als Bestäuber dienen Pollensucher wie Honigbienen, Schwebfliegen und Käfer. Diese werden primär von den auffälligen violetten Staubfäden angelockt. Ergänzend kommt auch Kleistogamie vor.[15] Nach der Befruchtung entwickeln sich Kapseln, die jeweils vier Samen enthalten.[2] Die Samenschale quillt bei Kontakt mit Wasser auf und bildet einen hochviskosen Schleim. Dies erleichtert die Anheftung an Tiere und Menschen und fördert so die Ausbreitung. Zudem schützt der Schleim die Diasporen bei der Passage durch den Verdauungstrakt von Vögeln.[6] Vegetativ vermehrt sich die Art durch Wurzelsprosse.[15] *Plantago media* ist meist eine tetraploide Spezies mit einer Chromosomenzahl von 2n = 24 oder 12.[15][2] Die Pflanze zeichnet sich durch eine hohe Trittfestigkeit aus, die durch starke Wurzelkontraktion ermöglicht wird.[2] Physiologisch reagiert die Art empfindlich auf Salzstress, wobei das Sprosswachstum gehemmt wird. Gegen übermäßige Sonneneinstrahlung ist sie jedoch durch Carotinoide gut geschützt.[6]

Vorkommen & Lebensraum

Der Mittlere Wegerich (*Plantago media*) ist ursprünglich in fast ganz Europa sowie in den gemäßigten Zonen Asiens heimisch.[8][2] Darüber hinaus wurde die Art in den meisten anderen Teilen der Welt als Neophyt eingeführt.[2] Innerhalb Europas fehlen Vorkommen lediglich in Portugal, Island und dem europäischen Teil der Türkei.[8] In Deutschland zeigt sich ein differenziertes Verbreitungsbild: Während die Art im Norden selten bis zerstreut auftritt, ist sie im restlichen Bundesgebiet verbreitet, wenn auch nur lokal häufig.[9] Bezüglich des Lebensraums bevorzugt *Plantago media* trockene, kalkhaltige Böden und wächst charakteristischerweise auf Kreide- oder Kalksteinuntergrund, ist aber auch auf schweren Lehmböden anzutreffen.[2][10] Die Pflanze besiedelt vorwiegend Magerwiesen, Halbtrockenrasen sowie Wegränder.[10] Zu den typischen Standorten zählen zudem Weideland auf Hügeln und kalkhaltige Weiden, wobei die Art auch in Feuchtwiesen vorkommen kann, sofern kalkhaltiges Wasser vorhanden ist.[2] Pflanzensoziologisch ist der Mittlere Wegerich in Gesellschaften der Verbände Cynosurion, Arrhenatherion, Mesobromion, Cirsio-Brachypodion oder Violion vergesellschaftet.[10] In den Alpen steigt die Art bis in Höhenlagen von 1800 Metern auf, wie beispielsweise am Strahlkopf in den Allgäuer Alpen dokumentiert ist.[9] Ökologisch gilt die Pflanze nach Zeigerwerten als Lichtpflanze, die mäßig trockene bis mäßig nährstoffreiche Standorte mit neutraler bis basischer Bodenreaktion anzeigt.[11] Eine Besonderheit ist die hohe Trittfestigkeit der Art, die durch eine starke Wurzelkontraktion ermöglicht wird.[2]

Saisonalität & Aktivität

Die Blütezeit von *Plantago media* erstreckt sich von Mai bis September, wobei in dieser Phase zart rosa-weiße Blüten ausgebildet werden. Die Bestäubung erfolgt in diesem Zeitraum sowohl durch den Wind als auch durch Insekten. Physiologische Untersuchungen zeigen, dass die antioxidative Aktivität der Pflanze in der Blühphase (Phänophase) signifikant höher ist als in anderen Entwicklungsstadien. Zudem weisen die morpho-physiologischen Eigenschaften sowie die Lipid- und Fettsäurezusammensetzung eine saisonale Dynamik auf, die mit der Ontogenese variiert.[6] Das digitale Suchinteresse an der Art korreliert zeitlich mit der Hauptblüte und erreicht in den Monaten Juni und Juli statistische Spitzenwerte.[7]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Leipzig, Saxony, Deutschland

    20.12.2025

  • Deutschland

    02.12.2025

  • München-Bogenhausen, Deutschland

    21.11.2025

  • Deutschland

    13.11.2025

  • München-Bogenhausen, Deutschland

    08.11.2025

Daten: iNaturalist

Ricerca scientifica e brevetti

DE-102018126298-A1 Chemical Sconosciuto

Zusammensetzung gegen Trunkenheit und zur Linderung von Alkoholintoxikation und ihr Zubereitungsverfahren

Shanghai Jishuai Bio Technology Company Ltd. (2018)

Rilevanza: 6/10

Riepilogo

Die Erfindung betrifft eine Zusammensetzung zur Linderung von Alkoholintoxikation, die spezifische Extrakte aus Wegerichkraut nutzt. Konkret wird ein totaler Flavanoneextrakt aus Wegerich in Kombination mit anderen Pflanzenextrakten (Stechpalme, Maisnarben) eingesetzt. Die Innovation liegt in der chemischen Extraktion spezifischer Wirkstoffgruppen (Flavanone/Flavone) zur Beschleunigung des Alkoholabbaus oder zur Symptomlinderung. Es handelt sich um ein funktionelles Nahrungsergänzungsmittel oder Medikament.

DE-202012002838-U1 Biological Sconosciuto

Zahnpflegender Kaugummi mit Naturstoffen zur Rauchentwöhnung

Ats License GmbH (2012)

Rilevanza: 5/10

Riepilogo

Die Erfindung betrifft einen Kaugummi, der bei der Rauchentwöhnung unterstützen soll. Als aktive Wirkstoffe werden Inhaltsstoffe des Kalmusrhizoms und/oder des Spitzwegerichs verwendet. Die Idee ist, das Verlangen nach Nikotin durch das Kauen und die freigesetzten Pflanzenstoffe zu mindern. Gleichzeitig dient der Kaugummi der Zahnpflege.

DE-202011108766-U1 Biological Sconosciuto

Zahncreme mit Naturstoffen zur Rauchentwöhnung

Ats License GmbH (2011)

Rilevanza: 5/10

Riepilogo

Ähnlich wie beim Kaugummi wird hier eine Zahncreme beschrieben, die Kalmus und/oder Spitzwegerich enthält. Ziel ist die Unterstützung der Rauchentwöhnung während der täglichen Zahnpflege. Die pflanzlichen Zusätze sollen neben der Reinigungswirkung auch das Zahnfleisch schützen und das Rauchverlangen beeinflussen. Es ist eine Anwendung von Wegerich im Bereich der Suchttherapie-Unterstützung.

EP-1530971-A1 Biological Sconosciuto

Zusammensetzung zur Behandlung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen

Klosterfrau Mcm Vetrieb GmbH (2004)

Rilevanza: 6/10

Riepilogo

Dies ist das europäische Pendant zum Patent bezüglich der Mundpflege mit Wegerich. Es beschreibt eine 1:1 Mischung aus Extrakten von Verbena officinalis und Plantago lanceolata. Tests zeigten, dass diese Kombination das Wachstum verschiedener oraler Bakterien (z.B. Streptococcus mutans) effektiv hemmt. Die Anwendung dient der Vorbeugung von Plaque und Zahnfleischentzündungen durch pflanzliche Wirkstoffe.

DE-10357110-B4 Biological Concesso

Zusammensetzung zur Behandlung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen

Klosterfrau Mcm Vetrieb GmbH (2003)

Rilevanza: 6/10

Riepilogo

Beschrieben wird eine pharmazeutische Zusammensetzung zur Pflege und Behandlung von Zahnfleischproblemen. Die Kernidee ist die synergistische Kombination von Eisenkraut und Spitzwegerich (Plantago). Diese Mischung wirkt entzündungshemmend und antibakteriell im Mundraum. Das Patent betont die prophylaktische und kurative Wirkung dieser spezifischen Pflanzenkombination bei topischer Anwendung.

Fonti e riferimenti

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001
  2. https://doi.org/10.3390/plants10020265
  3. Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, 1753, S. 113.
  4. Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Halle an der Saale 1959, S. 215.
  5. Karol Marhold: Plantaginaceae. In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity, 2011.
  6. Fierascu, R.C. et al.: Plantago media L.—Explored and Potential Applications of an Underutilized Plant. Plants 2021, 10, 265, S. 8.
  7. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert), DE, 2026
  8. Plants of the World Online (POWO): Plantago media. Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew.
  9. Dörr, E., Lippert, W. (2004): Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching.
  10. Oberdorfer, E. (2001): Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.
  11. Landolt, E. et al. (2010): Flora indicativa – Ökologische Zeigerwerte und biologische Kennzeichen zur Flora der Schweiz und der Alpen. Haupt Verlag.
  12. https://www.gbif.org/species/3189747
  13. Hegi, G. (Repr. 1982). Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band VI, Teil 1. (Bibliographische Referenz basierend auf PDF-Analyse)
  14. https://patents.google.com/patent/DE10357110B4/en
  15. Wikipedia: Mittlerer Wegerich (OCR Text)
  16. Fierascu, R.C.; Fierascu, I.; Ortan, A.; Paunescu, A. Plantago media L.—Explored and Potential Applications of an Underutilized Plant. Plants 2021, 10, 265. https://doi.org/10.3390/plants10020265
  17. Wikipedia Page OCR (Page 2, 3)