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Nespolo lucido Photinia × fraseri

Nespolo lucido

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Rosales (Rosales)
Famiglia Rosaceae
Genere Photinia
Specie Photinia fraseri
Nome scientifico Photinia × fraseri Dress
Nome accettato

Einleitung

Die Frasers Glanzmispel (*Photinia × fraseri*) ist ein immergrüner Hybrid-Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), der ursprünglich aus einer Kreuzung von *Photinia glabra* und *Photinia serratifolia* hervorging.[1] Aufgrund ihres markanten, leuchtend roten Blattaustriebs im Frühjahr wird die Pflanze häufig als Ziergehölz für Hecken und Sichtschutz verwendet.[2] Während sie in der Gartenkultur weit verbreitet ist, gilt die Hybride in Teilen von Texas als invasiv und zeigt eine hohe Anfälligkeit für die *Entomosporium*-Blattfleckenkrankheit, die zu starkem Blattverlust führen kann.[1][3]

Analisi comunitaria

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Dati della community Silberkraft
Ultimo il 13.03.2026
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Fakten (kompakt)

- Die Pflanze gedeiht bevorzugt in den USDA-Klimazonen 7 bis 9. - Sobald das Gehölz etabliert ist, weist es eine Toleranz gegenüber Trockenheit und Salznebel auf. - Neben der Verwendung als Hecke eignet sich die Hybride auch für den Formschnitt (Topiary). - Zu den weiteren potenziellen Krankheiten zählen neben der Blattfleckenkrankheit auch Feuerbrand (*Erwinia amylovora*), Echter Mehltau, Anthracnose und Wurzelfäule bei schlechter Drainage. - Als Schädlinge treten gelegentlich Schildläuse auf. - Aufgrund der hohen Krankheitsanfälligkeit empfehlen Experten oft *Rhaphiolepis indica* als resistentere Alternative für ähnliche Landschaftszwecke. - Ein alternativer englischer Trivialname lautet „Christmas berry“. - Obwohl die Pflanze Früchte bilden kann, sind diese bei kultivierten Exemplaren selten reichlich vorhanden. - Taxonomisch wird die Art der Tribus Maleae zugeordnet. - Neuere phylogenomische Studien führten zur Ausgliederung verwandter Arten in separate Gattungen wie *Pourthiaea* und *Stranvaesia*.[9]

Name & Einordnung

Der akzeptierte wissenschaftliche Name der Hybride lautet *Photinia × fraseri* Dress.[4][1] Das Artepitheton *fraseri* ehrt die Fraser Nursery in Birmingham, Alabama, wo die Pflanze in der Mitte des 20. Jahrhunderts selektiert und in den Gartenbau eingeführt wurde. Der Gattungsname *Photinia* leitet sich vom griechischen Adjektiv *phōteinos* ab, was „leuchtend“ oder „glänzend“ bedeutet und auf das charakteristische glänzende Laub der Gattung verweist. Taxonomisch wird die Pflanze als Nothospezies innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) geführt und spezifisch der Unterfamilie Amygdaloideae sowie der Tribus Maleae zugeordnet.[4] Das „ד-Symbol im Namen kennzeichnet den Status als Kulturhybride, die aus einer Kreuzung zwischen *Photinia glabra* und *Photinia serratifolia* (Synonym *P. serrulata*) hervorging. Diese interspezifische Hybridisierung ereignete sich spontan in Kultur und nicht in freier Wildbahn, weshalb keine natürlichen Populationen bekannt sind.[4] Entdeckt wurde der ursprüngliche Sämling um 1940 von Ollie W. Fraser in einer Charge von *P. serrulata*-Sämlingen, da er sich durch einzigartige Merkmale von den Elternarten unterschied. Die formelle botanische Beschreibung und Benennung zu Ehren des Entdeckers erfolgte im Jahr 1961 durch den Botaniker Dress. Zu den bekannten internationalen Trivialnamen zählen im Englischen „Fraser photinia“, „redtip photinia“ sowie „Christmas berry“, was auf den auffälligen roten Neuaustrieb und die Früchte anspielt. Während die Gattung *Photinia* aufgrund phylogenomischer Studien und der Ausgliederung verwandter Gattungen wie *Stranvaesia* Diskussionen unterworfen war, gilt die taxonomische Klassifikation von *Photinia × fraseri* als stabil.[4]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Photinia × fraseri wächst als immergrüner Strauch oder kleiner Baum mit einem aufrechten, ovalen bis rundlichen Habitus.[5][3] Adulte Exemplare erreichen typischerweise eine Wuchshöhe von 3 bis 6 Metern und eine Breite von 2,4 bis 3,7 Metern.[5][1] Die Pflanze bildet eine dichte, vielstämmige Struktur aus, die sich durch Schnittmaßnahmen gut formen lässt.[2] Die wechselständigen, einfachen Laubblätter sind elliptisch bis verkehrt-eiförmig und messen in der Länge 7,6 bis 15 cm sowie in der Breite 2,5 bis 7,6 cm.[3][1] Sie besitzen eine ledrige Textur, fein gesägte Blattränder und weisen 10 bis 18 Paare paralleler Blattadern auf.[3] Ein charakteristisches Bestimmungsmerkmal ist der Austrieb der neuen Blätter in leuchtendem Kupferrot bis Bronze, der etwa zwei bis vier Wochen anhält.[3][1] Im Reifestadium verfärbt sich das Laub zu einem glänzenden Dunkelgrün.[5][3] Die kleinen, weißen Blüten besitzen fünf Kronblätter und einen Durchmesser von etwa 8 mm.[3][1] Sie stehen in endständigen, schirmrispigen Blütenständen zusammen, die einen Durchmesser von 13 bis 15 cm erreichen.[3] Die Blütezeit liegt im späten Frühjahr zwischen April und Mai, wobei die Blüten einen milden, oft als unangenehm empfundenen Geruch verströmen. Nach der Bestäubung entwickeln sich kleine, kugelförmige Apfelfrüchte, die weniger als 2,5 cm im Durchmesser messen.[3][1] Diese beerenartigen Früchte sind zunächst grün und färben sich im Herbst rot bis burgunderrot.[3] Die Früchte haften oft bis in den Winter an der Pflanze, sind jedoch bei manchen Kultivaren eher spärlich vorhanden.[5][3] Als Hybride zeigt Photinia × fraseri intermediäre Merkmale beider Elternarten, Photinia glabra und Photinia serratifolia. Sie unterscheidet sich von den Elternarten durch die besonders intensive rote Färbung des Neuaustriebs, die bei der Selektion im Fraser Nursery auffiel.[2]

Beschreibung

Photinia × fraseri ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), der als Nothospecies aus der Kreuzung von *Photinia glabra* und *Photinia serratifolia* hervorgegangen ist.[7][1] Die Pflanze zeichnet sich durch einen aufrechten, dichten und ovalen bis rundlichen Habitus aus und entwickelt typischerweise eine mehrstämmige Struktur, die Wuchshöhen von 3 bis 6 Metern erreicht.[3][5] Ein physiologisches Hauptmerkmal ist der zyklische Austrieb des Laubes: Die jungen Blätter erscheinen im Frühjahr in leuchtenden Kupfer- bis Bronzerottönen, ein Phänomen, das zwei bis vier Wochen anhält, bevor das Gewebe aushärtet und zu einem glänzenden Dunkelgrün reift. Die ledrigen, wechselständig angeordneten Blätter besitzen fein gesägte Ränder und bleiben ganzjährig erhalten, wobei sie in kühleren Klimazonen im Winter gelegentlich rötliche Verfärbungen beibehalten können.[2][1] Im Fortpflanzungszyklus bildet die Pflanze im späten Frühjahr (April bis Mai) auffällige, schirmrispige Blütenstände aus, die einen Durchmesser von bis zu 15 Zentimetern erreichen.[3][1] Die einzelnen Blüten sind zwittrig, weiß und fünfzählig; sie verströmen einen charakteristischen, oft als unangenehm beschriebenen Geruch, der an Weißdorn erinnert und diverse Insekten zur Bestäubung anlockt.[1] Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich kleine, beerenartige Apfelfrüchte, die im Herbst von Grün zu Rot reifen und oft bis in den Winter an den Zweigen verbleiben.[2] Diese Früchte dienen frugivoren Vögeln als Nahrung, wodurch die Samen über Ausscheidungen verbreitet werden (Ornithochorie), was in einigen Regionen wie Texas zu invasiven Tendenzen geführt hat. Da *Photinia × fraseri* eine Kulturhybride ist, existieren keine ursprünglichen Wildbestände; sie entstand spontan in einer Baumschule in Alabama und wurde 1961 formell beschrieben.[1] Im Vergleich zur Elternart *Photinia serratifolia* bleibt die Hybride kompakter, zeigt jedoch eine intensivere Rotfärbung des Neuaustriebs als *Photinia glabra*.[2] Obwohl die Pflanze langlebig sein kann (10 bis 20 Jahre), wird ihre Vitalität oft durch eine hohe Anfälligkeit für die *Entomosporium*-Blattfleckenkrankheit eingeschränkt, die durch feuchte Bedingungen begünstigt wird und zu vorzeitigem Blattabwurf führt.[3][5] Ökologisch fungiert die Glanzmispel nicht nur als Nahrungsquelle für Bestäuber und Vögel, sondern dient auch den Larven bestimmter Schmetterlingsarten, wie dem Nachtfalter *Campaea perlata*, als Wirtspflanze.[8] Die Pflanze bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und toleriert nach der Etablierung Trockenheit sowie Salzgischt, was sie für diverse Landschaftsformen anpassungsfähig macht.[1][3] Anatomisch ist das Wurzelsystem empfindlich gegenüber Staunässe, was in schlecht drainierten Böden schnell zu Wurzelfäule führen kann.[2] Die Entwicklung aus Samen führt zu genetisch variablen Sämlingen, die oft nicht die Merkmale der Mutterpflanze beibehalten, weshalb die kommerzielle Erhaltung der Sortenmerkmale fast ausschließlich über vegetative Vermehrung erfolgt.[1][2]

Verhalten

Die Fortpflanzungsbiologie von *Photinia × fraseri* ist durch zwittrige Blüten gekennzeichnet, die primär von Insekten wie Bienen und anderen nektarsuchenden Arten bestäubt werden. Obwohl Selbstbestäubung innerhalb einzelner Blüten möglich ist, fördert die Anwesenheit mehrerer Exemplare die Fremdbestäubung und den potenziellen Fruchtansatz.[3] Die Ausbreitung der Samen erfolgt zoochor, spezifisch durch Ornithochorie, da Vögel die roten Apfelfrüchte konsumieren und die Samen an neuen Standorten ausscheiden.[1] Phänologisch zeigt die Pflanze ein markantes Verhalten beim Neuaustrieb, der zunächst kupferrot bis bronzefarben erscheint und erst nach zwei bis vier Wochen vergrünt.[3] Die Blütezeit liegt im späten Frühjahr (April bis Mai), wobei die Blüten einen Duft verströmen, der teilweise als unangenehm beschrieben wird. In ökologischer Hinsicht bietet das dichte Wachstum der Pflanze Vögeln Schutz und Nistmöglichkeiten.[1] Als Wirtspflanze interagiert sie mit Insektenlarven, wie beispielsweise denen des Nachtfalters *Campaea perlata*.[5] In verwilderten Beständen, etwa in Texas, zeigt die Hybride invasives Verhalten, indem sie dichte Dickichte bildet und heimische Waldarten verdrängt.[1] Etablierte Exemplare weisen eine physiologische Anpassung an abiotischen Stress auf und tolerieren Trockenheit sowie Salzgischt. Gegenüber biotischen Stressfaktoren ist die Art jedoch anfällig für Pilzinfektionen wie *Entomosporium*, die bei feuchten Bedingungen zu massiver Entlaubung führen können.[2]

Ökologie

Die Blüten von *Photinia × fraseri* sind zwittrig und werden primär von Insekten wie Bienen bestäubt, wobei Fremdbestäubung den Reproduktionserfolg begünstigen kann. Nach der Befruchtung entwickeln sich kleine, rote Apfelfrüchte, die im Herbst reifen und als Nahrungsquelle für frugivore Vögel dienen. Diese Interaktion führt zur zoochoren Samenverbreitung (Ornithochorie), da die Vögel die Früchte verzehren und die Samen an neuen Standorten ausscheiden. Neben der Nahrungsfunktion bietet der dichte Wuchs der Pflanze Vögeln Schutzräume und Nistmöglichkeiten. Die Blätter fungieren gelegentlich als Wirtspflanze für Larven von Schmetterlingen (*Lepidoptera*), wie beispielsweise für den Spanner *Campaea perlata*.[3] Zu den bedeutendsten natürlichen Feinden zählt der Pilz *Entomosporium maculatum* (Syn. *E. mespili*), der insbesondere in feuchten Klimaten Blattflecken und starke Entlaubung verursacht. Weitere pathogene Bedrohungen sind das Bakterium *Erwinia amylovora* (Feuerbrand) sowie Echter Mehltau (*Podosphaera leucotricha*). Herbivore Insekten wie Blattläuse, Schildläuse und Spinnmilben nutzen die Pflanze ebenfalls als Ressource und schwächen sie durch Saftentzug.[2] In Bezug auf Konkurrenzbeziehungen gilt *Photinia × fraseri* in Teilen von Texas als invasiv, da sie in gestörten Waldgebieten heimische Arten verdrängt und dichte Dickichte bildet.[1] Die Pflanze zeigt eine hohe Toleranz gegenüber urbanen Stressfaktoren wie Luftverschmutzung und Salznebel, benötigt jedoch gut durchlässige Böden, um Wurzelfäule zu vermeiden.[3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Obwohl *Photinia × fraseri* primär als Zierpflanze kultiviert wird, gilt sie in Teilen von Texas als invasiver Schädling, der durch schnelle Ausbreitung heimische Waldarten verdrängt.[1] Gleichzeitig fungiert das Gehölz als Nützling, indem es Vögeln Nahrung durch Beeren sowie Nistplätze in dichten Hecken bietet.[3] Das größte Schadpotenzial geht von der *Entomosporium*-Blattfleckenkrankheit (*Entomosporium mespili*) aus, die besonders in feuchten Klimaten zu massiver Entlaubung und zum Absterben der Pflanze führt. Typische Befallsanzeichen sind kleine rote Punkte auf dem Neuaustrieb, die sich rasch zu kastanienbraunen Flecken vergrößern. Weitere pathogene Bedrohungen umfassen den Feuerbrand (*Erwinia amylovora*), erkennbar an welken, schwarz verfärbten Trieben, sowie Echten Mehltau, der weiße Beläge bildet.[2] Als tierische Schädlinge treten Blattläuse und Schildläuse auf, die durch Saftentzug die Vitalität schwächen, während Spinnmilben bei Trockenstress feine Gespinste und gesprenkeltes Laub verursachen.[8] Zur Prävention ist die Standortwahl in voller Sonne sowie der Verzicht auf Überkopfberegnung essenziell, um die Blattnässe zu minimieren. Ein regelmäßiger Rückschnitt im Spätwinter fördert die Luftzirkulation und entfernt infiziertes Pflanzenmaterial, was den Infektionsdruck senkt.[3] Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) wird die Pflanzung resistenterer Sorten wie 'Red Robin' gegenüber der hochanfälligen 'Red Tip' empfohlen. Chemische Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Blattfleckenkrankheit beinhalten den präventiven Einsatz von Fungiziden wie Chlorothalonil oder Myclobutanil im Frühjahr. Gegen Insektenbefall können bei Bedarf Gartenbauöle als physikalisch wirkende Insektizide eingesetzt werden. In Gebieten mit invasivem Vorkommen sind mechanische Entfernung und die Unterbindung der Samenverbreitung durch Vögel notwendige Managementstrategien. Aufgrund der ökologischen Risiken bestehen in einigen südlichen Regionen der USA rechtliche Einschränkungen oder Verbote für die Anpflanzung.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die kommerzielle Einführung von *Photinia × fraseri* in den 1950er Jahren etablierte die Art schnell als massenhaft produziertes Standardgehölz im internationalen Baumschulhandel.[2] Aufgrund ihrer Eignung als Sichtschutz erlangte sie im Landschaftsbau des 20. Jahrhunderts eine dominante Marktposition.[5] Die wirtschaftliche Relevanz ist jedoch durch die extreme Anfälligkeit für die Blattfleckenkrankheit (*Entomosporium mespili*) massiv eingebrochen.[3] Der Pilzbefall verursacht in feuchten Klimazonen hohe Ausfallraten und Totalverluste, was die Popularität der Pflanze drastisch reduzierte.[3][1] Um kostspielige Neupflanzungen zu vermeiden, raten Experten im Garten- und Landschaftsbau zunehmend von der Verwendung der ursprünglichen Hybride ab.[2] Der Erhalt bestehender Pflanzungen erfordert einen hohen finanziellen Aufwand für Schnittmaßnahmen und den regelmäßigen Einsatz von Fungiziden wie Chlorothalonil.[3] Dennoch bleiben selektierte Sorten wie 'Red Robin' aufgrund ihrer verbesserten Resistenz ein wichtiges Handelsgut, insbesondere in Europa und Neuseeland. In den USA entstehen negative wirtschaftliche Auswirkungen durch den invasiven Charakter der Art, der in Regionen wie Texas zu Bekämpfungskosten und Handelsrestriktionen führt.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Als immergrünes, verholzendes Gewächs zeigt *Photinia × fraseri* einen mehrjährigen Lebenszyklus, wobei Individuen in Kultur typischerweise ein Alter von 10 bis 20 Jahren erreichen.[3][2] Die phänologische Entwicklung beginnt im Frühjahr mit dem Austrieb kupferroter bis bronzefarbener Blätter, die innerhalb von zwei bis vier Wochen vergrünen und photosynthetisch voll funktionsfähig werden.[5] Die Fortpflanzungsphase ist durch die Bildung zwittriger, fünfzähliger Blütenstände gekennzeichnet, die von April bis Mai erscheinen.[5][1] Die Bestäubung erfolgt primär durch Insekten wie Bienen, wobei die Pflanze zwar selbstkompatibel ist, Fremdbestäubung jedoch den reproduktiven Erfolg steigern kann.[1] Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich kleine, beerenartige Apfelfrüchte (Pomes), die im Spätsommer von Grün zu Rot reifen und oft bis in den Winter an der Pflanze verbleiben.[5] Die Ausbreitung der Samen erfolgt zoochor, spezifisch durch Ornithochorie, indem Vögel die roten Früchte fressen und die Samen an neuen Standorten ausscheiden. Dieser Mechanismus ermöglicht es der Hybride, aus Kulturbeständen zu entweichen und in gestörten Waldgebieten selbsterhaltende Populationen zu bilden, wie in Texas beobachtet wurde.[1] Physiologisch ist die Pflanze an die USDA-Klimazonen 7 bis 9 angepasst und toleriert Temperaturen bis etwa -10 °C, leidet jedoch unter starkem Frost.[3][1] Für die Nährstoffaufnahme und Vitalität bevorzugt *Photinia × fraseri* gut durchlässige, saure bis neutrale Böden mit einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5.[5] Ökologisch fungiert das Gehölz als Wirtspflanze für Schmetterlingslarven wie jene des Hellgrauen Eckflügelspanners (*Campaea perlata*) sowie als Nistplatz für Vögel.[1] Zu den limitierenden Mortalitätsfaktoren zählen primär Pilzinfektionen durch *Entomosporium mespili*, die besonders in feuchten Klimaten zu massiver Entlaubung und dem Absterben der Pflanze führen.[2] Weitere biologische Stressoren sind der Befall durch den bakteriellen Feuerbrand-Erreger *Erwinia amylovora* sowie saugende Schädlinge wie Blattläuse, Schildläuse und Spinnmilben.[2][3]

Vorkommen & Lebensraum

Photinia × fraseri ist eine kultivierte Nothospezies, für die keine natürlichen Wildbestände bekannt sind, da sie ausschließlich in Kultur existiert.[3] Die Pflanze entstand um 1940 als zufälliger Sämling aus einer Kreuzung der ostasiatischen Elternarten *Photinia glabra* und *Photinia serratifolia* in einer Baumschule in Birmingham, Alabama.[2][5] Während die Elternarten in Japan, China und Taiwan beheimatet sind, verbreitete sich der Hybrid ab Mitte der 1950er Jahre kommerziell im Südosten der USA.[2][1] In Europa erfolgte die Einführung ebenfalls Mitte des 20. Jahrhunderts, wobei die Art heute in mediterranen und gemäßigten Regionen wie Frankreich und dem Vereinigten Königreich weit verbreitet ist. Auch in Australien und Neuseeland wird die Pflanze intensiv kultiviert, insbesondere die dort selektierte Sorte 'Red Robin'.[1] Das weltweite Hauptverbreitungsgebiet in Kultur korreliert mit den USDA-Klimazonen 7 bis 9, da das Gehölz humid-subtropische bis gemäßigte Bedingungen bevorzugt.[3] In kühleren Lagen der gemäßigten Zone ist *Photinia × fraseri* nur bedingt winterhart und erleidet ab Temperaturen unter -10 °C Frostschäden. Der primäre Lebensraum umfasst anthropogen geprägte Standorte wie Gärten, Parkanlagen und städtische Grünflächen, wo die Art oft als Hecke gepflanzt wird.[1] Bevorzugt werden sonnige bis halbschattige Plätze mit gut durchlässigen, sauren bis neutralen Böden.[3] Obwohl der Hybrid primär eine Kulturpflanze ist, wurden in Teilen der USA, spezifisch in Texas und Florida, Verwilderungen dokumentiert.[1] Dort hat sich die Art in gestörten Waldgebieten und Dickichten etabliert und wird teils als invasiv eingestuft.[2] Die Ausbreitung in diese naturnahen Habitate erfolgt vorwiegend durch Vögel, die die roten Früchte verzehren und die Samen verbreiten.[1] Im Gegensatz zu den Elternarten, die in Asien Höhenlagen bis zu 2000 Metern besiedeln, beschränkt sich das Vorkommen des Hybriden meist auf die Höhenstufen menschlicher Siedlungsräume.[6]

Saisonalität & Aktivität

Als immergrünes Gehölz behält *Photinia × fraseri* ganzjährig ihr Laub, zeigt jedoch ausgeprägte saisonale Wachstumsphasen.[2] Der vegetative Austrieb beginnt im Frühjahr, wobei die neuen Triebe in einer auffälligen kupferroten bis bronzefarbenen Färbung erscheinen.[3] Diese charakteristische Rotfärbung hält typischerweise zwei bis vier Wochen an, bevor die Blätter zu einem glänzenden Dunkelgrün ausreifen.[2] Die Blütezeit schließt sich im späten Frühjahr an, wobei die weißen Blütenstände vorwiegend in den Monaten April und Mai auftreten.[1][5] Nach der Bestäubung entwickeln sich im Spätsommer kleine Früchte, die im Herbst zu roten bis burgunderfarbenen Apfelfrüchten reifen.[1] Diese Früchte haften oft bis in den Winter hinein an der Pflanze und dienen Vögeln in der kalten Jahreszeit als Nahrungsquelle.[2][1] Die physiologische Aktivität ist temperaturabhängig; während die Pflanze leichte Fröste toleriert, können Temperaturen unter -10 °C zu Schäden führen.[1] Auch die Anfälligkeit für Krankheiten unterliegt saisonalen Schwankungen, da der Erreger der Blattfleckenkrankheit (*Entomosporium*) besonders unter kühlen, feuchten Bedingungen im Frühjahr und Herbst aktiv ist.[3] Das öffentliche Interesse an der Pflanze korreliert stark mit diesen phänologischen Ereignissen und erreicht in den Monaten April und Mai seinen Höhepunkt.

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Deutschland

    22.07.2024

  • Monheim am Rhein

    19.05.2026

  • Kassel

    16.05.2026

  • Germany

    27.03.2024

Daten: iNaturalist

Fonti e riferimenti

  1. https://www.gbif.org/species/5363854
  2. https://hgic.clemson.edu/factsheet/photinia-red-tip/
  3. https://extension.umd.edu/resource/leaf-spot-red-tip-photinia
  4. Literaturzusammenfassung: Photinia × fraseri (Fact-checked based on multiple sources including USDA, Oregon State University, and Missouri Botanical Garden)
  5. https://landscapeplants.oregonstate.edu/plants/photinia-fraseri
  6. http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=1&taxon_id=125105
  7. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:727384-1
  8. https://pnwhandbooks.org/insect/hort/landscape/hosts-pests-landscape-plants/photinia-photinia-aphid
  9. Literaturzusammenfassung (mit Bibliographie, siehe Primärquellenliste)