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Memoriale Omphalodes cappadocica

Memoriale

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Boraginales (Boraginales)
Famiglia Boraginaceae
Genere Omphalodes
Specie Omphalodes cappadocica
Nome scientifico Omphalodes cappadocica (Willd.) DC.
Nome accettato

Einleitung

*Omphalodes cappadocica* ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nabelnüsschen (*Omphalodes*) innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Systematisch wird die Art der Ordnung der Raublattartigen (Boraginales) sowie der Klasse der Zweikeimblättrigen zugeordnet.[1]

Name & Einordnung

Das Taxon *Omphalodes cappadocica* (Willd.) DC. wird systematisch der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) zugeordnet. Es handelt sich um eine Art aus der Gattung der Nabelnüsschen (*Omphalodes*).[1] Der wissenschaftliche Gattungsname *Omphalodes* entstammt dem Griechischen, bedeutet „nabelförmig“ und verweist auf die Gestalt der schwach napfförmig ausgehöhlten Teilfrüchte, die für diese Gattung charakteristisch sind.[2] In der biochemischen Forschung findet die Art Erwähnung als eine bekannte, wenngleich im Vergleich zu anderen Vertretern seltenere Quelle für ätherische Öle.[3]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Das auch als Gedenkemein bekannte Frühlings-Nabelnüsschen (*Omphalodes verna*) ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 20, selten bis 30 Zentimetern erreicht. Der aufsteigende bis aufrechte Stängel ist weich behaart und die Pflanze bildet oberirdische Ausläufer. Die Laubblätter sind zumindest im unteren Bereich des Stängels lang gestielt. Die einfache, ganzrandige Blattspreite ist breit-eiförmig mit einer Länge von 4 bis 15 Zentimetern sowie einer Breite von 1,5 bis 4,5 Zentimetern. Die Spreitenbasis zeigt sich gestutzt bis schwach herzförmig.[14] Der Blütenstand ist nicht oder wenig verzweigt und enthält meist 10 bis 20 (selten bis 30) Blüten. Die zwittrige Blüte ist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die himmelblaue Blütenkrone besitzt einen Durchmesser von 10 bis 12 Millimetern und weist von der Mitte ausgehende, weiße Linien zwischen den Kronzipfeln auf. Die Schlundschuppen sind weiß gefärbt. Ein Unterscheidungsmerkmal zu den ähnlich aussehenden Vergissmeinnicht-Blüten ist, dass die runden Zipfel des Kronensaums in der Knospenlage nicht einsinnig gedreht, sondern quincuncial angeordnet sind. Die Klausenfrüchte zerfallen in vier als Klausen bezeichnete Teilfrüchte. Diese Klausen sind napfförmig ausgehöhlt, mit dem Rücken am Griffel angewachsen und zeigen am Scheitel einen häutigen Ringsaum. Verwechslungsgefahr besteht mit dem im Habitus ähnlichen Großblättrigen Kaukasusvergissmeinnicht (*Brunnera macrophylla*).[4]

Beschreibung

Das *Omphalodes cappadocica* (Willd.) DC. ist eine Pflanzenart, die systematisch der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) sowie der Ordnung der Boraginales untergeordnet ist. Innerhalb der botanischen Klassifikation gehört sie zur Gattung der Nabelnüsschen (*Omphalodes*) und wird als akzeptierte Spezies geführt. Die Art wird der Klasse der Magnoliopsida und dem Stamm der Tracheophyta (Gefäßpflanzen) zugerechnet.[1] In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit pflanzlichen Sekundärstoffen wird *Omphalodes cappadocica* als Lieferant von ätherischen Ölen identifiziert. Im Rahmen von Übersichtsarbeiten zur antimikrobiellen Wirkung gegen bakterielle Erreger wie *Yersinia pseudotuberculosis* wird die Art als eine der seltener untersuchten Quellen für diese Wirkstoffe gelistet, wobei sie in diesem Kontext in einer Reihe mit anderen weniger gebräuchlichen Quellen wie *Campanula olympica*, *Caucasalia macrophylla* oder *Myosotis alpestris* steht. Im Gegensatz zu häufiger genutzten Pflanzen für ätherische Öle existiert für *Omphalodes cappadocica* eine vergleichsweise geringe Anzahl an spezifischen Studien hinsichtlich dieser biochemischen Eigenschaften.[3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

In den vorliegenden Quellen liegen keine Informationen zu einer Einordnung von *Omphalodes cappadocica* als Schädling oder zu spezifischen Schadbildern vor. Die Art besitzt jedoch wissenschaftliche Relevanz in der mikrobiologischen Forschung, wo sie als eine der weniger gebräuchlichen Quellen für ätherische Öle identifiziert wurde, die in Studien im Kontext von Pathogenen wie *Yersinia pseudotuberculosis* Beachtung fanden.[15]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Gedenkemein (*Omphalodes verna*) befindet sich in Europa.[7] Fundorte sind für Italien, Österreich, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien und Rumänien dokumentiert. Ein mögliches Vorkommen in Griechenland ist nicht abschließend geklärt.[8] Außerhalb des natürlichen Areals tritt die Art als Neophyt in Ländern wie Großbritannien, Norwegen, den Niederlanden, Ungarn, Polen, Estland, Schweden, der Ukraine und Kanada auf.[8][9] In Deutschland wird das Frühlings-Nabelnüsschen als eingebürgerter Neophyt geführt.[10] Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet in Österreich ist auf das südliche Kärnten begrenzt, wo die Pflanze in den Karawanken, im Loiblgebiet, im Rosental und bei Arnoldstein wächst. In anderen österreichischen Bundesländern wie dem Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg kommt sie verwildert vor, da sie oft als Zierpflanze genutzt wird. In Wien wurde die Art bewusst ausgesetzt, während Bestände in Vorarlberg und Liechtenstein wieder erloschen sind.[11] Typische Lebensräume sind Laubwälder der Ordnung Fagetalia.[12] Die Art bevorzugt feuchte Laubgehölze in der montanen Höhenstufe.[11] Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. weisen sie als Schattenpflanze und Feuchtezeiger aus, die auf schwach sauren bis neutralen, mäßig nährstoffarmen bis mäßig nährstoffreichen Böden gedeiht. Zudem deutet die Kontinentalitätszahl auf eine Bevorzugung von subozeanischem Klima hin.[13]

Saisonalität & Aktivität

Die Blütezeit des Gedenkemeins (*Omphalodes verna*) erstreckt sich über die Monate April bis Mai.[4] Auf diese spezifische Saisonalität verweist auch das Artepitheton *verna*, welches aus dem Lateinischen stammt und sich etymologisch direkt auf den Frühling bezieht.[2] Als ausdauernde krautige Pflanze ist das Gewächs mehrjährig und bildet im Jahresverlauf vegetative Ausläufer zur Ausbreitung.[5] Das öffentliche Interesse an der Pflanze korreliert stark mit dieser phänologischen Phase, wie aggregierte Suchmaschinendaten zeigen: Die Nachfrage erreicht in den Monaten April und Mai ihre Höchstwerte, während sie in den Wintermonaten November und Dezember auf ein Minimum abfällt.[6]

Fonti e riferimenti

  1. https://www.gbif.org/species/4060050
  2. Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Nikol, Hamburg 2005, S. 435
  3. https://doi.org/10.3390/pathogens11121456
  4. Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. Auflage, 2008, ISBN 978-3-85474-187-9
  5. Wikipedia: Frühlings-Nabelnüsschen (OCR Page 1)
  6. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert), DE, 2026
  7. USDA, ARS, National Genetic Resources Program. Germplasm Resources Information Network (GRIN), Beltsville, Maryland.
  8. Valdés, B., von Raab-Straube, E. (2011+): Boraginaceae. In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
  9. Plants of the World Online (POWO), Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew.
  10. Haeupler, H., Muer, T. (2000): Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Eugen Ulmer, Stuttgart.
  11. Fischer, M.A., Oswald, K., Adler, W. (2008): Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. Auflage.
  12. Oberdorfer, E. (2001): Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage, Eugen Ulmer.
  13. Info Flora, nationales Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora (2010).
  14. Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 3. Verlag Carl Hanser, München 1966. S. 2145–2147.
  15. Hulankova, R. Higher Resistance of Yersinia enterocolitica in Comparison to Yersinia pseudotuberculosis to Antibiotics and Cinnamon, Oregano and Thyme Essential Oils. Pathogens 2022, 11, 1456. https://doi.org/10.3390/pathogens11121456