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Voce del lessico

pianta del tabacco Nicotiana tabacum

pianta del tabacco

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Solanales (Solanales)
Famiglia Solanaceae
Genere Nicotiana
Specie Nicotiana tabacum
Nome scientifico Nicotiana tabacum L.
Nome accettato

Einleitung

*Nicotiana tabacum*, gemeinhin als kultivierter Tabak bekannt, ist eine einjährige bis kurzlebig ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die ursprünglich aus Südamerika stammende Art stellt weltweit die wirtschaftlich wichtigste Kulturpflanze zur Gewinnung von nikotinhaltigen Blättern für Rauchwaren dar.[1] Neben der primären Nutzung als Genussmittel dient der allotetraploide Organismus in der modernen Biotechnologie zunehmend als Modellsystem und Bioreaktor für die Produktion pharmazeutischer Proteine.[2][3]

Analisi comunitaria

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1
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Dati della community Silberkraft
Ultimo il 23.05.2026
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Fakten (kompakt)

- Historisch nutzten indigene Völker die Pflanze nicht nur zeremoniell, sondern auch medizinisch zur Behandlung von Hautleiden und Insektenstichen. - Der Nikotingehalt in den Blättern variiert signifikant und macht zwischen 0,5 % und 9 % des Trockengewichts aus. - Die Blütenkrone ist fünflappig und zeigt ein Farbspektrum von Creme, Weiß und Rosa bis hin zu Blassgrün. - Morphologisch bilden die untersten Blätter oft eine herablaufende Basis, die einen geflügelten Blattstiel formt. - Der Blütenstand ist als endständige Traube oder lockere Rispe organisiert, wobei die einzelnen Blüten eine Länge von etwa 5 cm erreichen. - Neben Lungenkrebs erhöhen rauchfreie Tabakprodukte durch enthaltene Nitrosamine spezifisch das Risiko für Mund-, Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs.[9]

Name & Einordnung

Die Art trägt den wissenschaftlichen Namen *Nicotiana tabacum* L., wobei das Autorenkürzel auf die Erstbeschreibung durch Carl von Linné verweist. Systematisch wird sie der Gattung *Nicotiana* (Tabak) innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) zugeordnet. Genetisch handelt es sich um eine allotetraploide Spezies (2n = 48), die vor etwa 200.000 Jahren durch natürliche Hybridisierung der diploiden Vorläuferarten *Nicotiana sylvestris* (mütterlicherseits) und *Nicotiana tomentosiformis* (väterlicherseits) entstand. Der Gattungsname *Nicotiana* ehrt historisch den französischen Diplomaten Jean Nicot, der die Pflanze um 1560 in Frankreich einführte und ihre Verbreitung in Europa förderte.[1] Im deutschen Sprachraum ist die Art primär als Tabakpflanze oder Virginischer Tabak bekannt, was sie von dem ebenfalls genutzten Bauerntabak (*Nicotiana rustica*) abgrenzt.[1][5] International wird sie im Englischen als „cultivated tobacco“ bezeichnet, was ihren Status als reine Kulturpflanze unterstreicht, die ihren Ursprung in den Andenregionen des heutigen Bolivien und Peru hat. Die Domestizierung erfolgte dort bereits vor etwa 6.000 bis 8.000 Jahren, wobei die Art heute fast ausschließlich in kultivierter Form oder als verwilderte Population existiert.[4][1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Nicotiana tabacum* ist eine einjährige oder kurzlebige ausdauernde krautige Pflanze mit einem aufrechten Wuchs.[2][1] Sie erreicht typischerweise Wuchshöhen von 1 bis 2 Metern, wobei einige Varietäten bis zu 2,5 Meter hoch werden können.[1] Die Pflanze bildet eine gut entwickelte Pfahlwurzel aus und besitzt kräftige, spärlich verzweigte Stängel.[1][2] Ein charakteristisches Bestimmungsmerkmal ist die dichte Bedeckung der Stängel mit klebrigen, drüsigen Haaren, die eine viskose Behaarung bilden. Die einfachen Blätter sind wechselständig am Stängel angeordnet und variieren in ihrer Form von eiförmig-lanzettlich bis lanzettlich. Sie erreichen beachtliche Dimensionen von 5 bis 50 cm Länge und 5 bis 25 cm Breite, wobei die Größe zur Pflanzenspitze hin abnimmt. Die Blattränder sind ganzrandig bis leicht gewellt, und die Blätter sitzen sitzend oder kurz gestielt am Stängel, oft mit einer am Grund herablaufenden, geflügelten Basis. Sowohl Stängel als auch Blätter tragen reichlich glanduläre Trichome, die der Pflanze ihre typische Klebrigkeit verleihen. Der Blütenstand besteht aus endständigen Trauben oder lockeren Rispen mit zwittrigen Einzelblüten. Diese Blüten sind röhrenförmig bis trichterförmig-radförmig und messen etwa 5 cm in der Länge. Die Krone ist an der Spitze fünflappig und zeigt Färbungen in Creme, Weiß, Rosa oder Blassgrün. Häufig verströmen die Blüten einen nachtaktiven Duft. Die Früchte entwickeln sich als zweifächerige Kapseln, die bei Reife aufspringen und zahlreiche kleine Samen freisetzen.[1] Als allotetraploide Art (2n = 48) unterscheidet sich *N. tabacum* genetisch und morphologisch von ihren Vorfahren *N. sylvestris* und *N. tomentosiformis* sowie von der verwandten Art *N. rustica*.[1]

Beschreibung

Nicotiana tabacum ist eine einjährige bis kurzlebig ausdauernde krautige Pflanze, die ursprünglich in den tropischen und subtropischen Zonen Amerikas beheimatet ist und ihr Diversitätszentrum in Bolivien hat. Die Art ist ein Allotetraploid, der vor etwa 200.000 Jahren durch die natürliche Hybridisierung der diploiden Vorfahren *Nicotiana sylvestris* und *Nicotiana tomentosiformis* entstand, lange bevor sie durch den Menschen domestiziert wurde.[5] Im natürlichen Lebensraum, der oft durch saisonal trockene tropische Bedingungen geprägt ist, bildet die Pflanze eine kräftige Pfahlwurzel aus, die das Überleben in Perioden schwankender Wasserverfügbarkeit sichert. Der Habitus zeichnet sich durch einen aufrechten, robusten und wenig verzweigten Stängel aus, der Wuchshöhen von 1 bis 2 Metern, in Kulturvarietäten sogar bis zu 2,5 Metern, erreicht.[4] Ein wesentliches physiologisches Merkmal ist die Biosynthese von Alkaloiden, insbesondere Nikotin, die primär in den Wurzeln stattfindet, bevor die Stoffe über das Xylem in die Blätter transportiert werden.[1] Diese chemische Verteidigung wird anatomisch durch eine dichte Bedeckung mit klebrigen, drüsigen Trichomen ergänzt, die ein viskoses Sekret absondern und die Pflanze vor Austrocknung sowie kleinen Insekten schützen. Die großen, wechselständigen Blätter sind sitzend oder kurz gestielt und laufen oft am Stängel herab, wobei ihre Morphologie je nach Varietät von eiförmig-lanzettlich bis breit lanzettlich variiert.[4] Während der reproduktiven Phase bildet *N. tabacum* endständige Rispen mit röhrenförmigen Blüten, die oft einen nächtlichen Duft verströmen, was auf eine ursprüngliche Anpassung an nachtaktive Bestäuber hindeutet, obwohl die Pflanze heute weitgehend selbstfruchtbar ist.[4] Die Entwicklung vom Sämling zur geschlechtsreifen Pflanze verläuft rasch; die Keimung erfolgt bei Bodentemperaturen von 21–27 °C innerhalb von 7 bis 14 Tagen. In der Jugendphase sind die Sämlinge empfindlich und benötigen etwa zwei Monate, um eine robuste vegetative Größe zu erreichen.[1] Im Vergleich zu verwandten Arten wie *Nicotiana rustica* wurde *N. tabacum* historisch auf riesige Blattflächen und spezifische Nikotingehalte selektiert, was sie zur weltweit dominierenden Tabakart machte.[1] Genetische Untersuchungen haben gezeigt, dass spezifische Transkriptionsfaktoren wie *NtNAC096* den Seneszenzprozess der Blätter steuern, was für die Nährstoffremobilisierung am Ende des Lebenszyklus essenziell ist.[5] Obwohl die Pflanze selbst keine Larvenstadien durchläuft, ist ihre Ökologie eng mit der Entwicklung spezialisierter Insektenlarven wie denen des Tabakschwärmers (*Manduca sexta*) verknüpft, deren Fraßaktivität komplexe induzierte Abwehrreaktionen der Pflanze auslöst.[4] Die Art unterscheidet sich von wilden Verwandten durch ihre Anpassung an gestörte Böden und ihre Fähigkeit, in diversen Klimazonen von gemäßigt bis tropisch zu gedeihen, solange eine frostfreie Periode von 90 bis 120 Tagen gewährleistet ist.[1]

Verhalten

Nicotiana tabacum zeigt ein aufrechtes Wachstumsverhalten und erreicht typischerweise Höhen von 1 bis 2 Metern, wobei die Blätter wechselständig am Stängel angeordnet sind.[4] Als primäre chemische Abwehrstrategie gegen Herbivoren synthetisiert die Pflanze Alkaloide, vorwiegend Nikotin, in den Wurzeln und transportiert diese über das Xylem zur Akkumulation in die Blätter.[3] Die Stängel und Blätter sind dicht mit klebrigen Drüsenhaaren (Trichomen) besetzt, die viskose Sekrete und Acylzucker absondern, um Insekten physisch und chemisch abzuwehren.[2] Die röhrenförmigen Blüten verströmen oft einen nächtlichen Duft, um spezifische Bestäuber wie Nachtfalter anzulocken, obwohl die Art primär auch zur Selbstbefruchtung fähig ist.[1] Zur Kommunikation mit der Umwelt und Anlockung von Bestäubern emittiert die Pflanze flüchtige organische Verbindungen (VOCs), darunter Sesquiterpene und Benzenoide.[6] Auf mechanische Verletzungen oder das Entfernen der Blütenknospen (Köpfung) reagiert Nicotiana tabacum mit einer Umleitung der Assimilate und einer gesteigerten Nikotinakkumulation in den oberen Blättern. Die Pflanze interagiert aktiv mit dem Mikrobiom im Wurzelbereich, wobei Rhizosphärenbakterien durch Konkurrenzausschluss die Widerstandsfähigkeit gegen Bodenpathogene wie Ralstonia solanacearum erhöhen können.[3] Genetische Mechanismen regulieren zudem das Seneszenzverhalten, wodurch der Alterungsprozess und der Nährstoffabbau in den Blättern gesteuert werden.[5]

Ökologie

*Nicotiana tabacum* hat ihren evolutionären Ursprung in den tropischen und subtropischen Regionen Amerikas, insbesondere in Bolivien und den Andenhochlanden.[4][2] In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet besiedelt die Art vorwiegend saisonal trockene tropische Biome und wächst als einjährige oder kurzlebige mehrjährige Pflanze.[2] Sie ist an warme Mikroklimata angepasst und benötigt für optimales Wachstum Tagestemperaturen zwischen 21 °C und 29 °C sowie volle Sonneneinstrahlung.[7] Die Pflanze präferiert tiefe, gut durchlüftete Lehm- oder sandige Lehmböden mit einem pH-Wert von 5,5 bis 6,5, da sie empfindlich auf Staunässe reagiert. Die Bestäubung erfolgt primär durch Selbstbefruchtung, wird jedoch durch Insekten wie Bienen und Lepidopteren ergänzt, die von den oft nachtduftenden Blüten angelockt werden. Als chemische Verteidigungsstrategie gegen Fraßfeinde akkumuliert die Pflanze in ihren Blättern Alkaloide, insbesondere Nikotin, sowie Acylzucker.[2] Dennoch fungiert *N. tabacum* als Nahrungsquelle für spezialisierte Herbivoren wie den Tabakschwärmer (*Manduca sexta*), der erhebliche Blattmasse konsumieren kann. Zum weiteren Spektrum der natürlichen Feinde gehören Blattläuse (*Myzus persicae*), Tabakflöhe (*Epitrix hirtipennis*) und Weiße Fliegen (*Bemisia tabaci*), die zudem als Vektoren für Pflanzenviren dienen. Im Wurzelbereich steht die Art in Interaktion mit bodenbürtigen Pathogenen wie *Phytophthora nicotianae* und Wurzelgallennematoden (*Meloidogyne* spp.).[2][1] Gleichzeitig rekrutiert die Pflanze spezifische Rhizosphärenbakterien, die durch Konkurrenzausschluss den Befall durch Erreger wie *Ralstonia solanacearum* unterdrücken können.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Nicotiana tabacum ist primär eine weltweit bedeutende Nutzpflanze zur Gewinnung von Nikotin, tritt jedoch außerhalb von Kulturen gelegentlich als verwilderte Ruderalpflanze auf.[2][1] Die ökonomische Bedeutung ist ambivalent, da die Pflanze zwar Millionen Arbeitsplätze sichert, ihre Produkte jedoch durch Suchtpotenzial und Karzinogene massive öffentliche Gesundheitsprobleme verursachen.[1] Epidemiologische Daten belegen einen direkten Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und Lungenkrebs sowie kardiovaskulären Erkrankungen, wobei Nikotin als starkes Nervengift wirkt. Im landwirtschaftlichen Anbau gilt die Art als extrem anfällig für Schädlinge wie die Grüne Pfirsichblattlaus (*Myzus persicae*) und den Tabakschwärmer (*Manduca sexta*), die durch Entlaubung den Ertrag dezimieren.[1][2] Wurzelfressende Nematoden der Gattung *Meloidogyne* stellen in Regionen wie Florida ein Hauptproblem dar und erfordern strikte Bodenmanagement-Strategien.[1] Zu den gravierendsten Krankheiten zählen das Tabakmosaikvirus (TMV) und die Schwarzbeinigkeit (*Phytophthora nicotianae*), die sich durch Blattnekrosen und Stängelverfall äußern.[8][2] Ein Befall mit der Bakterienwelke (*Ralstonia solanacearum*) führt oft zu totalen Ernteausfällen, weshalb die Früherkennung von Welkesymptomen essenziell ist.[2] Präventive Maßnahmen im integrierten Pflanzenschutzes (IPM) fokussieren auf Fruchtfolgen, Drainageverbesserung zur Vermeidung von Staunässe und die Nutzung resistenter Hybridsorten. Zur chemischen Bestandsführung werden Wachstumsregulatoren wie Flumetralim eingesetzt, um unerwünschte Seitentriebe (Geiztriebe) zu unterdrücken und die Blattqualität zu sichern.[5][1] Alternative Bekämpfungsansätze nutzen Eugenol-basierte Emulsionen gegen Pilzinfektionen oder fördern antagonistische Endophyten im Wurzelraum.[5][3] Jenseits der Nutzung als Genussmittel dient *N. tabacum* biotechnologisch als Modellorganismus und Produktionsplattform für biopharmazeutische Wirkstoffe und Impfstoffe.[2][5]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Art *Nicotiana tabacum* zählt zu den weltweit bedeutendsten landwirtschaftlichen Nicht-Nahrungspflanzen und generierte im Jahr 2023 einen globalen Handelswert von etwa 11,9 Milliarden US-Dollar. Mit einer Weltproduktion von rund 6,4 Millionen Tonnen, angeführt von China, Indien und Brasilien, bildet der Anbau die ökonomische Basis für zahlreiche Erzeugerregionen. Die Produktion ist jedoch kapitalintensiv, wobei die Kosten für flue-cured Tabak in den USA beispielsweise über 7.400 US-Dollar pro Hektar betragen können.[1] Erhebliche wirtschaftliche Risiken bestehen durch Phytopathogene; so verursacht das Tabakmosaikvirus (TMV) bei anfälligen Linien Ertragsverluste zwischen 50 und 100 %. Weitere ökonomisch relevante Schaderreger sind *Phytophthora nicotianae* (Schwarzbeinigkeit) sowie *Ralstonia solanacearum* (Bakterienwelke), die massive Ertragseinbußen nach sich ziehen. Regional können spezifische Schädlinge gravierende Schäden anrichten, wie etwa Wurzelgallennematoden (*Meloidogyne* spp.), die in Florida jährlich über 7.600 Acres befallen.[1] In Brasilien führten Ausbrüche von *Pythium dissotocum* zu Befallsraten von bis zu 80 % auf den betroffenen Feldern.[2] Jenseits der traditionellen Nutzung dient die Pflanze zunehmend als „Biofabrik“ (Molecular Farming) zur kosteneffizienten Produktion von Impfstoffen und Antikörpern, begünstigt durch einen hohen Biomasseertrag von bis zu 100 Tonnen pro Hektar.[3] Innovationsfelder umfassen zudem die Nutzung als Bioreaktor für hochwertige Verbindungen wie Astaxanthin oder die Verwendung der samenbasierten Öle für die Biodieselproduktion.[3][5] Den landwirtschaftlichen Erlösen stehen jedoch massive volkswirtschaftliche Belastungen gegenüber, da der Konsum von Tabakprodukten global für einen Großteil der Lungenkrebstodesfälle und chronischen Atemwegserkrankungen verantwortlich ist.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Biologisch wächst *Nicotiana tabacum* als einjährige oder kurzlebige ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 1 bis 2,5 Metern erreicht und eine ausgeprägte Pfahlwurzel ausbildet.[1][2] Die Fortpflanzung erfolgt über zwittrige, röhrenförmige Blüten, die primär selbstfertil sind, jedoch auch durch Insekten wie Bienen und Lepidoptera bestäubt werden, die vom nächtlichen Duft der Blüten angelockt werden. Nach der Befruchtung entwickeln sich zweifächerige Kapseln, die bei der Reife aufspringen und zahlreiche kleine Samen freisetzen. Die Keimung der Samen erfordert Bodentemperaturen zwischen 21 °C und 27 °C und erfolgt typischerweise innerhalb von 7 bis 14 Tagen. Das anschließende Sämlingsstadium dauert etwa 40 bis 60 Tage, gefolgt von einer vegetativen Phase, die für die volle Entwicklung eine frostfreie Periode von 90 bis 120 Tagen benötigt. Physiologisch bedeutsam ist die Biosynthese von Nikotin in den Wurzeln, das anschließend über das Xylem in die Blätter transportiert wird und dort als chemische Abwehr gegen Herbivoren dient.[1] Der Alterungsprozess (Seneszenz) der Pflanze wird genetisch reguliert, wobei spezifische Gene wie *NtNAC096* identifiziert wurden, deren Modulation die Lebensdauer und Blattqualität beeinflussen kann.[5] Für ein optimales Wachstum benötigt die Art tiefgründige, gut durchlüftete Lehmböden mit einem pH-Wert von 5,5 bis 6,5 sowie eine hohe Verfügbarkeit von Stickstoff, Phosphor und Kalium. Temperaturen unter 15 °C hemmen die Entwicklung signifikant, während Frost letale Schäden an den wasserreichen Geweben verursacht.[1] Zu den bedeutendsten Mortalitätsfaktoren zählen Insektenlarven wie die des Tabakschwärmers (*Manduca sexta*), die das Blattwerk in kurzer Zeit massiv fressen können. Adulte Schädlinge wie der Tabak-Erdfloh (*Epitrix hirtipennis*) und Blattläuse (*Myzus persicae*) schädigen die Pflanze durch direkten Fraß oder als Vektoren für Viren wie das Tabakmosaikvirus (TMV).[2] Die Pflanze interagiert zudem mit Rhizosphärenbakterien und Endophyten (z. B. Enterobacteriaceae in Samen), die die Resistenz gegen bodenbürtige Krankheitserreger wie *Ralstonia solanacearum* stärken können.[3]

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Nicotiana tabacum* liegt in den tropischen und subtropischen Regionen Amerikas, wobei das genetische Diversitätszentrum im andinen Hochland von Bolivien, Peru, Ecuador und Nordargentinien verortet wird.[4][3] In diesem natürlichen Habitat wächst die Art vorwiegend in saisonal trockenen tropischen Biomen, die durch ausgeprägte Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeiten geprägt sind.[1] Nach der Einführung in Europa im späten 15. Jahrhundert verbreitete sich die Pflanze rasch über Handelsrouten und erreichte bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts Afrika und Asien.[1][3] Heute wird *Nicotiana tabacum* als bedeutende Nutzpflanze auf allen bewohnten Kontinenten kultiviert, wobei die Hauptanbaugebiete in China, Indien, Brasilien und den USA liegen.[6][1] Außerhalb der kontrollierten Landwirtschaft verwildert die Art gelegentlich und bildet in subtropischen sowie gemäßigten Zonen, etwa in Teilen Afrikas, Asiens und Ozeaniens, beständige Populationen.[1][2] Als Ruderalpflanze besiedelt sie dort bevorzugt gestörte Standorte wie Straßenränder und Brachflächen. Für ein erfolgreiches Wachstum benötigt die Pflanze warme Klimabedingungen mit Tagestemperaturen zwischen 20 °C und 30 °C sowie eine frostfreie Periode von 90 bis 120 Tagen. Temperaturen unter 15 °C hemmen die Entwicklung, während Frost zu schweren Schäden führt, weshalb der Anbau in Mitteleuropa saisonal begrenzt ist.[2] *Nicotiana tabacum* bevorzugt tiefgründige, gut durchlüftete Lehm- oder sandige Lehmböden mit einem leicht sauren pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5. Staunässe wird aufgrund der empfindlichen Pfahlwurzel schlecht vertragen, was durchlässige Substrate essentiell macht.[7] Die vertikale Verbreitung erstreckt sich in geeigneten Mikroklimata bis in Höhenlagen von 2000 Metern, wobei die Produktivität in größeren Höhen temperaturbedingt abnimmt.[1] Volle Sonneneinstrahlung ist für eine robuste Blattproduktion notwendig, wenngleich Sämlinge vor starker Hitze geschützt werden müssen.[2]

Saisonalität & Aktivität

Nicotiana tabacum wächst in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet als einjährige oder kurzlebige ausdauernde Pflanze, wird jedoch in der Landwirtschaft weltweit meist als einjährige Kultur geführt.[4][1] Die vegetative Aktivität ist stark temperaturabhängig, wobei das optimale Wachstum bei Tagestemperaturen zwischen 21 °C und 29 °C stattfindet.[1][5] Temperaturen unter 15 °C hemmen die Entwicklung deutlich, und aufgrund der hohen Frostempfindlichkeit benötigt die Pflanze eine frostfreie Periode von 90 bis 120 Tagen für die Feldphase. Die Keimung erfolgt idealerweise bei Bodentemperaturen von 21–27 °C innerhalb von 7 bis 14 Tagen, woraufhin die Sämlinge etwa 40 bis 60 Tage geschützt vorgezogen werden, bevor sie ins Freiland gelangen.[5] Die Pflanzen benötigen volle Sonneneinstrahlung für eine robuste Blattproduktion, wobei Sämlinge in der frühen Phase vor zu starker Hitze geschützt werden müssen.[1][5] Die Blütezeit ist durch röhrenförmige Blüten gekennzeichnet, die oft einen nächtlichen Duft verströmen, was auf eine Anpassung an nachtaktive Bestäuber wie Schmetterlinge hindeutet.[4][1] Während der warmen Wachstumsperiode treten spezifische Schädlinge auf, darunter Tabakschwärmer (*Manduca sexta*) und Tabakflöhe (*Epitrix hirtipennis*), die besonders junge Pflanzen befallen und das Laub konsumieren.[1] Die Ernte erfolgt gestaffelt über 3 bis 5 Wochen, sobald die unteren Blätter vergilben, was den Abschluss des aktiven Zyklus vor der kühleren Jahreszeit markiert.[5] Das öffentliche Interesse an der Pflanze korreliert mit dieser phänologischen Entwicklung und zeigt Spitzenwerte in den typischen Pflanzmonaten Mai und Juni.

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Freising, Angermaierstraße, 85356 Freising, Deutschland

    23.10.2025

  • Algermissen, 31191 Algermissen, Deutschland

    17.07.2025

  • Mayen, Rheinland-Pfalz, Deutschland

    24.10.2023

  • Frankfurt am Main, Hessen, Deutschland

    19.09.2023

  • Badenweiler

    08.09.2026

Daten: iNaturalist

Ricerca scientifica e brevetti

CN-110592103-A Biological Sconosciuto

Klonierung und Anwendung des Anabasin-Synthese-Regulationsgens NtERF91 aus Nicotiana tabacum

Yunnan Institute of Tobacco Agri Science (2019)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Das Patent beschreibt die Identifizierung und Klonierung des Transkriptionsfaktors NtERF91 in der Tabakpflanze. Durch die Überexpression dieses Gens in transgenen Pflanzen kann der Gehalt an Anabasin, einem Alkaloid, in den Blättern signifikant (bis zu 1,6-fach) gesteigert werden. Dies ist relevant für die Züchtung von Tabaksorten mit spezifischen chemischen Profilen.

CN-107418968-A Biological Sconosciuto

Verfahren zur effizienten Herstellung von Astaxanthin mittels Nicotiana tabacum-Plastiden

University of Hubei (2017)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Hier wird die Tabakpflanze als Bioreaktor genutzt, um Astaxanthin zu produzieren. Durch genetische Modifikation der Plastiden (Chloroplasten) und Einführung spezifischer Gene (u.a. von Bakterien und Narzissen) wird der Stoffwechselweg so verändert, dass Astaxanthin kostengünstig und effizient in den Blättern angereichert wird.

CN-106070207-A Chemical Sconosciuto

Geiztriebhemmende Zusammensetzung zur Reduzierung von Pestizidrückständen in Nicotiana tabacum L.

Tobacco Research Institute of Caas (2016)

Rilevanza: 9/10

Riepilogo

Es wird eine chemische Zusammensetzung aus Flumetralim und Butralin beschrieben, die das Wachstum von Seitentrieben (Geiztrieben) an Tabakpflanzen hemmt. Die Kombination mit einem Synergisten ermöglicht eine effektivere Kontrolle bei gleichzeitig reduzierten Pestizidrückständen im Endprodukt.

CN-106538530-A Chemical Sconosciuto

Eugenol-Wasseremulsion, deren Herstellungsverfahren und Anwendung zur Vorbeugung und Behandlung von Pilzkrankheiten bei Nicotiana tabacum L.

Tobacco Research Institute of Caas, Zunyi Tobacco Company OF Guizhou Tobacco Corporation (2016)

Rilevanza: 9/10

Riepilogo

Beschrieben wird eine umweltfreundliche Emulsion auf Basis von Eugenol zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten bei Tabak. Die Formulierung zeigt hohe Wirksamkeit gegen Erreger wie Phytophthora parasitica (Schwarzbeinigkeit) und Alternaria alternata (Braunfleckenkrankheit) und dient als Alternative zu synthetischen Fungiziden.

CN-106480067-A Biological Sconosciuto

Anwendung des Nicotiana tabacum L. NtNAC096-Gens zur Behandlung von Alterungsprozessen

Tobacco Research Institute of Caas (2016)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Das Patent identifiziert das Gen NtNAC096, welches die Seneszenz (Alterung) der Tabakpflanze reguliert. Durch Gen-Knockout mittels CRISPR/Cas9 oder Überexpression kann der Alterungsprozess der Pflanze gezielt verlangsamt oder gesteuert werden, was für die Ertragssteigerung und Qualitätssicherung wichtig ist.

Fonti e riferimenti

  1. https://www.cabidigitallibrary.org/doi/full/10.1079/cabicompendium.36326
  2. https://pharmaceutical-journal.com/article/feature/going-plant-based-how-molecular-farming-could-revolutionise-drug-development
  3. https://www.frontiersin.org/journals/plant-science/articles/10.3389/fpls.2020.00791/full
  4. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:817077-1
  5. https://patents.google.com/patent/CN110592103A/en
  6. https://www.statista.com/statistics/261192/global-area-of-harvested-tobacco-since-1980/
  7. https://growhoss.com/blogs/growing-guides/tobacco
  8. https://vtechworks.lib.vt.edu/bitstream/handle/10919/30911/Tmv.pdf
  9. Literaturzusammenfassung: Nicotiana tabacum