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Voce del lessico

Mahonia Mahonia aquifolium

Mahonia

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Ranunculales (Ranunculales)
Famiglia Berberidaceae
Genere Mahonia
Specie Mahonia aquifolium
Nome scientifico Mahonia aquifolium (Pursh) Nutt.
Nome accettato

Einleitung

Die **Mahonie** (*Mahonia aquifolium*, synonym *Berberis aquifolium*) ist ein immergrüner Strauch aus der Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae), der ursprünglich im westlichen Nordamerika beheimatet ist.[1][2] Charakteristisch für die Art sind die an Stechpalmen erinnernden, gefiederten Blätter sowie die im Frühjahr erscheinenden gelben Blütenstände, aus denen sich essbare, bläuliche Beeren entwickeln.[1] Während sie in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet als Staatsblume von Oregon geschätzt wird, tritt sie in Europa als eingeführte Zierpflanze auf, die stellenweise verwildert ist.[2]

Analisi comunitaria

OpenInsect
1
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Dati della community Silberkraft
Ultimo il 07.04.2026
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Fakten (kompakt)

- Die gefiederten Blätter setzen sich spezifisch aus 5 bis 9 glänzenden Teilblättern zusammen. - Die bläulichen Beeren weisen eine Länge von 6 bis 10 Millimetern auf. - Das vertikale Verbreitungsgebiet reicht von Meereshöhe bis in Höhenlagen von 2100 Metern. - Ein Bericht aus dem Jahr 2023 dokumentiert erstmals ein Vorkommen als eingeführter Strauch in der Autonomen Republik Nachitschewan (Aserbaidschan). - In der traditionellen Medizin nutzten indigene Völker Wurzelzubereitungen spezifisch zur Behandlung von Tuberkulose und Blutungen. - Die Pflanze gilt als resistent gegen Wildverbiss durch Hirsche. - Es besteht eine Resistenz gegenüber dem Schwarzrost (*Puccinia graminis*). - Taxonomisch wird die Art der Ordnung der Hahnenfußartigen (Ranunculales) zugeordnet.[10] - Laut einer Bewertung von *Plants of the World Online* (2023) werden keine Unterarten anerkannt, wenngleich Varietäten wie *var. dictyota* vorgeschlagen wurden. - Analysen der nukleären ribosomalen DNA weisen auf eine enge Verwandtschaft und mögliche Hybridisierung zwischen *Mahonia* und *Berberis* hin. - Studien der Plastidengenome deuten hingegen darauf hin, dass *Mahonia* eine eigenständige Klade darstellt.[10]

Name & Einordnung

Die Art wird wissenschaftlich als *Mahonia aquifolium* (Pursh) Nutt. geführt, wird jedoch in aktuellen taxonomischen Datenbanken wie Plants of the World Online oft als *Berberis aquifolium* Pursh behandelt.[3] Sie gehört zur Familie der Berberidaceae (Berberitzengewächse).[2] Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1814 durch Frederick Traugott Pursh in seinem Werk *Flora Americae Septentrionalis* unter dem Basionym *Berberis aquifolium*.[3] Historisch wurde die Gattung *Mahonia* aufgrund ihrer gefiederten Laubblätter von der Gattung *Berberis*, die typischerweise einfache Blätter aufweist, abgetrennt. Diese Unterscheidung ist taxonomisch umstritten, da molekularphylogenetische Studien teils eine enge Verwandtschaft und Hybridisierungsmöglichkeiten aufzeigen, was eine breite Fassung der Gattung *Berberis* (inklusive *Mahonia*) unterstützt. Andere Analysen des Plastidengenoms deuten hingegen auf *Mahonia* als eigenständige Klade hin.[1] Der Gattungsname *Berberis* leitet sich vom mittellateinischen *berberis* ab, welches auf das arabische *barbārīs* zurückgeht.[2] Das Art-Epitheton *aquifolium* ist ein lateinisches Kompositum aus *acus* (Nadel, spitz) und *folium* (Blatt), was auf die stechenden, stechpalmenartigen Blattränder verweist. Eine häufige Fehlinterpretation leitet den Namen fälschlicherweise von *aqua* (Wasser) ab.[1] Im deutschsprachigen Raum ist die Pflanze als Mahonie bekannt.[2] Internationale Trivialnamen umfassen das englische 'Oregon grape' oder 'holly-leaved barberry', wobei ersterer auf den Status als offizielle Staatsblume von Oregon seit 1899 anspielt.[1][2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Mahonia aquifolium* ist ein immergrüner Strauch mit aufrechtem bis ausgebreitetem Wuchs, der Wuchshöhen von 0,3 bis 3 Metern und Breiten bis zu 1,5 Metern erreicht.[1][4] Die mehrstämmige Pflanze bildet dichte, etagenartige Verzweigungen und breitet sich oft durch unterirdische Wurzelausläufer (Rhizome) kolonieartig aus. Junge Zweige sind zunächst grün, während die Rinde an älteren Ästen rau und grau-braun wird. Ein charakteristisches Bestimmungsmerkmal ist die leuchtend gelbe innere Rinde, die sowohl in den Stängeln als auch im faserigen Wurzelsystem zu finden ist.[1] Die wechselständigen, ledrigen Blätter sind unpaarig gefiedert, 15 bis 25 cm lang und bestehen aus 5 bis 9 Fiederblättchen.[1][4] Diese eiförmigen bis länglichen Blättchen sind oberseits glänzend dunkelgrün und unterseits heller gefärbt, wobei das Endblättchen typischerweise größer ist als die seitlichen.[1] Die Blattränder sind buchtig gezähnt und mit 10 bis 12 scharfen, dornigen Zähnen pro Seite besetzt, was der Pflanze ein stechpalmenartiges Aussehen verleiht.[1][2] Im Winter nimmt das Laub häufig eine purpur-bronzene Färbung an, bleibt jedoch an der Pflanze haften.[1] Die zwittrigen Blüten erscheinen von März bis Juni in 3 bis 11 cm langen, endständigen Trauben, die jeweils 20 bis 60 Einzelblüten tragen.[1][2] Jede der leuchtend gelben, duftenden Blüten hat einen Durchmesser von 6 bis 10 mm und besteht aus sechs Kelch- und Kronblättern.[1] Nach der Blüte entwickeln sich 6 bis 10 mm lange, kugelige Beeren, die durch einen wachsartigen Überzug (Bereifung) pudrig blau erscheinen.[1][4] Die Früchte reifen zwischen Juni und August, enthalten zwei bis fünf Samen und bleiben oft bis in den Winter hinein an der Pflanze.[1] Taxonomisch wurde die Gattung *Mahonia* historisch aufgrund der gefiederten Blätter von *Berberis* (einfache Blätter) abgegrenzt, obwohl *Mahonia aquifolium* in modernen Floren oft als Synonym zu *Berberis aquifolium* geführt wird.[3][5]

Beschreibung

Mahonia aquifolium, in der wissenschaftlichen Literatur häufig synonym als Berberis aquifolium geführt, ist ein immergrüner Strauch aus der Familie der Berberidaceae, der ursprünglich im westlichen Nordamerika beheimatet ist.[7][3] Die Art zeichnet sich durch einen aufrechten bis ausladenden Wuchs aus und erreicht Wuchshöhen von 0,3 bis 3 Metern bei einer Breite von bis zu 1,5 Metern.[7][2] Charakteristisch ist die Bildung dichter Kolonien durch vegetative Ausbreitung über unterirdische Rhizome, was der Pflanze ermöglicht, auch in schattigen Unterholzbereichen dominant aufzutreten. Ein markantes anatomisches Merkmal ist die leuchtend gelbe Färbung der inneren Rinde und des faserigen Wurzelsystems, die auf die Einlagerung von Alkaloiden wie Berberin zurückzuführen ist.[2] Die Rinde älterer Zweige entwickelt eine raue, grau-braune Textur, während junge Triebe zunächst grün erscheinen. Das Laub ist wechselständig und unpaarig gefiedert, bestehend aus 5 bis 9 ledrigen, glänzenden Fiederblättchen, deren Ränder mit scharfen Dornen bewehrt sind und stark an die Stechpalme erinnern. Obwohl die Pflanze immergrün ist, zeigen die Blätter eine phänologische Anpassung, indem sie sich in den Wintermonaten oft purpur-bronzefarben verfärben. Die Blütezeit erstreckt sich von März bis Juni, wobei die Pflanze endständige Trauben mit 30 bis 60 leuchtend gelben, duftenden Blüten hervorbringt.[7] Aus diesen entwickeln sich im Spätsommer blau bereifte Beeren, die essbar, aber von herbem Geschmack sind und bis in den Winter an der Pflanze verbleiben können. Ökologisch ist Mahonia aquifolium an das Leben im Unterholz von Nadelwäldern, wie etwa Douglasien-Beständen, angepasst und toleriert sowohl Halbschatten als auch Trockenheit.[2] Die Erstbeschreibung erfolgte 1814 durch Frederick Traugott Pursh, der das spezifische Epitheton aquifolium wählte, um auf die scharfen, nadelartigen Blattspitzen hinzuweisen (von lateinisch acus für Nadel).[7] Taxonomisch wird die Art oft in die Gattung Berberis eingegliedert, da molekularbiologische Studien eine enge Verwandtschaft und Hybridisierungsmöglichkeiten mit Berberitzen aufzeigen.[3] Im Gegensatz zu vielen anderen Berberitzen-Arten weist sie jedoch gefiederte statt einfacher Blätter auf, was historisch zur Abgrenzung der Gattung Mahonia führte.[7] Die Etablierung aus Samen verläuft langsam, wobei Keimlinge unter natürlichen Bedingungen drei bis vier Jahre benötigen, um eine signifikante Höhe von etwa einem Meter zu erreichen. Die Pflanze dient als Wirt für bestimmte Rostpilze, zeigt jedoch im Vergleich zu anderen Arten eine geringere Anfälligkeit für den Weizenschwarzrost (Puccinia graminis).[2]

Verhalten

*Mahonia aquifolium* zeigt ein ausgeprägtes klonales Wachstumsverhalten, indem es durch vegetative Vermehrung über unterirdische Rhizome und Wurzelschösslinge dichte Kolonien bildet.[1][2] Die Pflanze folgt einem saisonalen Rhythmus mit einer Blütezeit von März bis Juni, wobei die reifen Früchte oft bis in den Winter an den Zweigen verbleiben und als Nahrungsreserve für Wildtiere dienen.[1][4] Zur Sicherung der Fortpflanzung lockt der Strauch durch Nektar- und Pollenangebote in den leuchtend gelben Blütenständen verschiedene Insektenbestäuber, insbesondere Bienen, an. Die Ausbreitung der Samen erfolgt primär durch Endozoochorie, indem Vögel wie Wanderdrosseln (*Turdus migratorius*) oder Seidenschwänze sowie Kleinsäuger die Beeren fressen und die unverdauten Samen an neuen Standorten ausscheiden.[2] Als physischer Abwehrmechanismus gegen Herbivorie bildet die Pflanze ledrige Blätter mit scharfen, dornigen Rändern aus, die eine teilweise Resistenz gegen Wildverbiss bieten.[1][2] Ergänzend akkumuliert *Mahonia aquifolium* in Wurzeln und Rinde Isochinolin-Alkaloide wie Berberin, die als chemische Verteidigung mit antimikrobiellen und antifungalen Eigenschaften fungieren.[1] In nährstoffarmen Böden geht die Art mutualistische Interaktionen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, um die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen im Unterholz zu optimieren. In nicht-heimischen Umgebungen kann die Spezies ein invasives Konkurrenzverhalten zeigen, indem sie durch ihr aggressives Ausläuferwachstum rasch Raum einnimmt und mit der heimischen Flora um Licht und Bodenressourcen konkurriert.[2]

Ökologie

*Mahonia aquifolium* besiedelt bevorzugt das Unterholz von Nadelwäldern, die von Douglasien (*Pseudotsuga menziesii*) oder Gelb-Kiefern (*Pinus ponderosa*) dominiert werden, sowie Eichenwälder und felsige Gebüschlandschaften.[1][2] Die Art gedeiht an Hängen und Waldrändern, wo sie gut drainierte, saure bis neutrale Böden vorfindet und Halbschatten toleriert.[4][1] In nährstoffarmen Substraten geht die Pflanze eine mutualistische Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, welche die Vitalität und Nährstoffaufnahme verbessert.[9] Ökologisch fungiert der Strauch als bedeutende Nahrungsquelle im zeitigen Frühjahr, da die Blüten Nektar und Pollen für Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge bereitstellen. Die Verbreitung der Samen erfolgt primär durch Endozoochorie, wobei Vögel wie die Wanderdrossel (*Turdus migratorius*) oder der Zedernseidenschwanz (*Bombycilla cedrorum*) die Früchte verzehren und ausscheiden. Auch Kleinsäuger nutzen die Beeren als Nahrung und tragen zur Ausbreitung bei, während das dichte, immergrüne Laub Schutzraum für Arten wie die Hirschmaus (*Peromyscus maniculatus*) bietet. Trotz der stacheligen Blätter, die eine gewisse Abwehr darstellen, wird das Laub gelegentlich von Hirschen (*Odocoileus* spp.) und Kaninchen verbissen, insbesondere bei winterlicher Nahrungsknappheit.[4][2] *Mahonia aquifolium* kann als Zwischenwirt für Rostpilze wie *Puccinia striiformis* f. sp. *tritici* dienen, wobei natürliche Infektionen in Waldgebieten selten sind.[6][2] Außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebiets zeigt die Art invasive Tendenzen, indem sie durch vegetative Vermehrung über Wurzelausläufer dichte Bestände bildet und mit der heimischen Flora um Licht und Wasser konkurriert.[1][2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Obwohl *Mahonia aquifolium* primär als Zier- und Heilpflanze geschätzt wird, zeigt sie außerhalb ihres nativen Verbreitungsgebiets, etwa in Teilen Europas, invasive Tendenzen durch die Verdrängung heimischer Flora.[2] Die Ausbreitung erfolgt oft vegetativ durch Wurzelausläufer, wodurch dichte Kolonien entstehen, die mit der Unterholzvegetation um Licht und Wasser konkurrieren.[1][2] Als Zwischenwirt für den Gelbrost (*Puccinia striiformis* f. sp. *tritici*) besitzt die Art eine gewisse phytopathologische Relevanz, wobei das Übertragungsrisiko auf Weizenkulturen aufgrund begrenzter Sporenverbreitung als gering eingestuft wird.[6] Im Gegensatz zu anderen Berberitzen-Arten besteht nur eine minimale Anfälligkeit für den Schwarzrost (*Puccinia graminis*), was ihre Bedeutung als landwirtschaftlicher Schädling relativiert.[2] An der Pflanze selbst treten typische Schadbilder durch Echten Mehltau auf, der sich als weißer Belag zeigt und durch Entfernung befallener Blätter sowie verbesserte Luftzirkulation bekämpft wird.[6] Ein Befall durch Blattläuse an jungen Trieben kann mittels insektizider Seifen reguliert werden, während Rostpilze durch den Verzicht auf Überkopfberegnung vermieden werden.[1] Medizinisch ist die Pflanze aufgrund des Alkaloids Berberin bedeutsam, das antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt und in dermatologischen Patenten zur Behandlung von Psoriasis und Akne beschrieben wird.[1][4] Topische Formulierungen kombinieren *Mahonia*-Extrakte teils mit Vitamin-D3-Analoga oder kolloidalem Silber zur Therapie von Ekzemen und Hautveränderungen.[4] Gesundheitliche Risiken bestehen bei übermäßigem Verzehr der Beeren, der zu Magenbeschwerden führen kann, sowie durch Wechselwirkungen von Berberin mit Medikamenten, die über CYP-Enzyme verstoffwechselt werden.[2][1] Aufgrund möglicher plazentagängiger Wirkungen wird von einer Anwendung während der Schwangerschaft abgeraten. Zur Prävention einer invasiven Ausbreitung in naturnahen Lebensräumen ist die mechanische Entfernung von Rhizomen erforderlich, da die Pflanze aus Wurzelresten regeneriert.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Mahonia aquifolium* konzentriert sich primär auf den Gartenbausektor, wo sie aufgrund ihrer Trockenstresstoleranz als Ziergehölz weit verbreitet ist.[4][2] Zahlreiche Zuchtsorten wie 'Apollo' oder 'Compacta' erhöhen den Marktwert im Landschaftsbau und städtischen Begrünungsprojekten.[2] Kommerziell signifikant ist die pharmazeutische Verwertung der Pflanze, insbesondere für dermatologische Anwendungen. Es existieren Patente für Formulierungen mit Mahonien-Extrakten zur Behandlung von Psoriasis, Akne und Ekzemen.[4] Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel nutzt das aus Wurzeln und Rinde gewonnene Alkaloid Berberin für Produkte zur Lebergesundheit und Stoffwechselunterstützung.[1] In der Agrarwirtschaft wird die Art historisch als potenzieller Zwischenwirt für den Weizengelbrost (*Puccinia striiformis*) betrachtet. Neuere Beobachtungen stufen das tatsächliche Infektionsrisiko für Weizenkulturen jedoch als gering ein, da Umweltfaktoren die Sporenausbreitung oft begrenzen.[6] Nischenmärkte bedient die Pflanze durch die Verarbeitung der Beeren zu Gelees und Weinen.[4] Zudem liefern Rinde und Früchte natürliche Pigmente, die historisch und im Kunsthandwerk zum Färben von Textilien genutzt werden.[5] Außerhalb ihres nativen Areals, beispielsweise in Europa, wird *Mahonia aquifolium* als invasiv beobachtet. Sie kann durch dichte Bestandsbildung die heimische Flora verdrängen, was im Naturschutzmanagement Kosten verursacht.[1] Als frühe Trachtpflanze fördert sie Populationen von Bestäubern wie Bienen, was indirekte positive Effekte auf die Landwirtschaft hat.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Der Lebenszyklus von *Mahonia aquifolium* umfasst sowohl sexuelle Fortpflanzung durch Samenbildung als auch vegetative Vermehrung durch unterirdische Rhizome und Wurzelausläufer.[1] Die Blütezeit erstreckt sich von März bis Juni, wobei die zwittrigen, gelben Blüten in endständigen Trauben angeordnet sind und primär durch Insekten bestäubt werden.[4] Zu den wichtigsten Bestäubern zählen Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die durch das reiche Nektar- und Pollenangebot angelockt werden.[2] Nach der Befruchtung entwickeln sich bläuliche, bereifte Beeren, die von Juni bis August reifen und oft bis in den Winter an der Pflanze verbleiben.[5] Jede Beere enthält zwei bis fünf Samen, die eine physiologische Dormanz aufweisen und zur Keimung eine Kälteperiode (Stratifikation) von etwa 90 Tagen bei 5 °C benötigen.[8] Die Ausbreitung der Samen erfolgt durch Endozoochorie, indem Vögel wie Wanderdrosseln sowie kleine Säugetiere die Früchte fressen und die Samen an neuen Standorten ausscheiden.[2] Die Keimung findet unter feuchten Bedingungen im späten Winter oder Frühling statt, wobei die Etablierung der Sämlinge langsam verläuft.[8] Jungpflanzen benötigen unter natürlichen Bedingungen drei bis vier Jahre, um eine Höhe von etwa einem Meter zu erreichen. Die Geschlechtsreife tritt nach drei bis fünf Jahren ein, woraufhin der Strauch jährlich blüht und fruchtet.[2] Vegetativ bildet die Pflanze durch ihre Rhizome dichte, klonale Kolonien, was ihr Überleben auch bei eingeschränkter sexueller Reproduktion sichert.[1] *Mahonia aquifolium* geht eine mutualistische Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, welche die Nährstoffaufnahme in den oft nährstoffarmen Waldböden verbessert.[2] Physiologisch zeichnet sich die Art durch Frosthärte bis USDA-Zone 5 und eine ausgeprägte Trockentoleranz nach der Etablierung aus.[4] Zu den natürlichen Feinden zählen Blattläuse an jungen Trieben sowie Rostpilze wie *Puccinia striiformis*, für die die Pflanze als Zwischenwirt fungieren kann.[6] Wirbeltiere wie Hirsche und Kaninchen verbeißen gelegentlich das Laub, werden jedoch durch die stacheligen Blattränder teilweise abgeschreckt.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Mahonia aquifolium* erstreckt sich über das westliche Nordamerika, von British Columbia im Südwesten Kanadas bis nach Nordkalifornien.[1][4] Es umfasst US-Bundesstaaten wie Washington, Oregon, Idaho und Montana, wobei einige Quellen eine Ausdehnung ostwärts bis Alberta und südwärts bis ins nordwestliche Mexiko angeben.[1] Als Zierpflanze gelangte der Strauch im frühen 19. Jahrhundert, etwa ab 1822, nach Europa und wurde dort erfolgreich eingebürgert. Heute finden sich wildwachsende Bestände in zahlreichen europäischen Ländern, darunter Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien und Polen.[2][1] Auch im östlichen Nordamerika, etwa im Gebiet der Großen Seen, hat sich die Art nach ihrer Einführung als Neophyt etabliert.[1] Neuere Nachweise aus den Jahren 2023 und 2024 belegen zudem eine Ausbreitung bis in die Eurasische Region, beispielsweise in Aserbaidschan.[2] In ihrem natürlichen Habitat wächst die Pflanze bevorzugt im Unterholz von Nadelwäldern, die oft von Douglasien (*Pseudotsuga menziesii*) oder Gelb-Kiefern (*Pinus ponderosa*) dominiert werden. Daneben besiedelt sie Eichenwälder, felsige Gebüschformationen sowie Waldränder, wo sie von lichten Schattenverhältnissen profitiert. Die vertikale Verbreitung reicht dabei von Meereshöhe bis in Gebirgslagen von etwa 2.100 bis 2.200 Metern.[1] *Mahonia aquifolium* bevorzugt gut durchlässige, saure bis neutrale Böden (pH 5,5–7,0) und ist an gemäßigte Klimate mit feuchten Wintern und trockenen Sommern angepasst.[1][2] Aufgrund ihrer Toleranz gegenüber städtischen Umweltbelastungen und verdichteten Böden ist die Art auch häufig in Siedlungsbereichen und anthropogen überformten Landschaften anzutreffen.[5][2] Ökologisch fungiert sie gelegentlich als Zwischenwirt für Rostpilze wie *Puccinia striiformis*, wobei Infektionen in natürlichen Beständen als selten gelten.[6][1]

Saisonalität & Aktivität

Mahonia aquifolium ist ein immergrüner Strauch, der seine Belaubung ganzjährig behält, wobei sich die Blätter in den Wintermonaten oft purpur- bis bronzefarben verfärben.[1][4] Die Blütezeit erstreckt sich im natürlichen Verbreitungsgebiet sowie in Kultur vom frühen Frühjahr, etwa ab März, bis in den Juni.[1] Während dieser Phase erfolgt die Bestäubung primär durch Insekten wie Bienen, die von den duftenden Blütenständen angezogen werden.[2] Die Fruchtreife der blauen Beeren setzt zwischen Juni und August ein.[1] Diese Früchte verbleiben häufig bis in den Winter an der Pflanze und stehen somit langanhaltend als Nahrungsquelle für Vögel und Kleinsäuger zur Verfügung.[1][2] Für die generative Vermehrung benötigen die Samen eine Kälteperiode (Stratifikation) von etwa 90 Tagen bei 5 °C, um die Keimruhe zu brechen, woraufhin die Keimung im späten Winter oder Frühling erfolgt. Die Entwicklung der Jungpflanzen verläuft langsam; Sämlinge erreichen die Geschlechtsreife und Blühfähigkeit typischerweise erst nach drei bis fünf Jahren.[2] Die Art gilt als frosthart bis USDA-Klimazone 5 und toleriert winterliche Kälte gut.[4] Ergänzend zeigen Analysen des öffentlichen Suchinteresses saisonale Spitzenwerte im April zur Hauptblüte sowie im Juli während der Fruchtreife.

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Deutschland

    21.01.2026

  • Lebuser Vorstadt, 15 Frankfurt (Oder)-Kliestow, Deutschland

    18.01.2026

  • München-Sendling, Deutschland

    15.01.2026

  • Berlin-Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Deutschland

    11.01.2026

  • Fürstenfeldbruck, Bayern, Germany

    10.01.2026

Daten: iNaturalist

Ricerca scientifica e brevetti

GB-2576269-A Chemical Sconosciuto

Pflanzenextrakt-Zusammensetzungen

Phyto Sophos Ltd. (2017)

Rilevanza: 6/10

Riepilogo

Eine Zusammensetzung zur topischen Anwendung, die elementares Silber in kolloidaler Suspension und einen Pflanzenextrakt enthält. Der Pflanzenextrakt stammt aus einer kleinen Auswahl von Pflanzen, wobei Mahonia aquifolium spezifisch genannt wird. Die Anwendung zielt auf die Behandlung von Muttermalen (Nävi) ab. Die Kombination von Silber und Mahonie ist hier das innovative Element.

US-2011250239-A1 Chemical Sconosciuto

Pharmazeutische und/oder kosmetische Zusammensetzung zur Behandlung der Haut

Biofrontera Bioscience GmbH (2011)

Rilevanza: 7/10

Riepilogo

Die Erfindung betrifft Biokolloide, die aus einer Mischung einer Nanoemulsion und einem wasserlöslichen Pflanzenextrakt, wie z.B. Mahonia aquifolium, bestehen. Die Nanoemulsion verstärkt die biologische Wirkung der pflanzlichen Inhaltsstoffe, ohne als reines Trägersystem zu fungieren. Mahonia wird hier explizit als bevorzugter Wirkstoff zur Hautpflege genannt.

WO-2006138056-A1 Chemical Sconosciuto

Pharmazeutische Zusammensetzung mit einem Mahonia aquifolium-Extrakt zur Behandlung von Psoriasis

Apollo Pharmaceutical Inc., Gomez Hector J (2006)

Rilevanza: 9/10

Riepilogo

Hier wird eine spezifische pharmazeutische Zusammensetzung zur Behandlung von Psoriasis, Akne und Ekzemen vorgestellt. Die Kernidee ist die Kombination von Psorberine (einem Alkohol-Wasser-Extrakt aus Mahonia aquifolium) mit einem Vitamin-D3-Analogon wie Calcipotriol. Diese Formulierung als Creme oder Lotion zielt darauf ab, die entzündungshemmenden Eigenschaften der Mahonie mit modernen Wirkstoffen zu verstärken.

IL-174206-A Chemical Sconosciuto

Verfahren zur Gewinnung eines Extrakts aus Mahonia aquifolium, dessen Extrakt und Zusammensetzung

Prime Pharmaceutical Corporation (2006)

Rilevanza: 9/10

Riepilogo

Dieses Patent konzentriert sich vollständig auf den Herstellungsprozess eines spezifischen Extrakts aus Mahonia aquifolium. Es beschreibt die technischen Schritte zur Isolierung der wirksamen Bestandteile. Zudem wird die Verwendung dieses Extrakts in pharmazeutischen Zusammensetzungen abgedeckt. Es ist hochrelevant für die Verarbeitung und Nutzung der Pflanze.

DE-20320103-U1 Biological Sconosciuto

Zusammensetzung zur topischen Behandlung der Haut, enthaltend Fettalkohole und drei spezifische Pflanzenextrakte

Weber & Weber GmbH & Company KG (2003)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Beschrieben wird eine topische Zusammensetzung gegen Ekzeme, Juckreiz und Entzündungen. Sie basiert auf einer Kombination von Fettalkoholen mit Urtinkturen oder Extrakten aus Mahonia aquifolium, Centella asiatica und Viola tricolor. Die Mahonie dient hier als zentraler entzündungshemmender und juckreizstillender Wirkstoff in einer Salbenbasis.

Fonti e riferimenti

  1. https://floranorthamerica.org/Berberis_aquifolium
  2. https://www.gbif.org/species/3033865
  3. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:31334-2
  4. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/berberis-aquifolium/
  5. https://landscapeplants.oregonstate.edu/plants/mahonia-aquifolium
  6. https://pnwhandbooks.org/plantdisease/host-disease/oregon-grape-berberis-aquifolium-rust
  7. http://floranorthamerica.org/Berberis_aquifolium
  8. https://courses.washington.edu/esrm412/protocols/2010/MAAQ2.pdf
  9. https://www.frontiersin.org/journals/plant-science/articles/10.3389/fpls.2021.720171/full
  10. Literaturzusammenfassung (mit Bibliographie, siehe Primärquellenliste)