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Caprifoglio Lonicera periclymenum

Caprifoglio

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Dipsacales (Dipsacales)
Famiglia Caprifoliaceae
Genere Lonicera
Specie Lonicera periclymenum
Nome scientifico Lonicera periclymenum L.
Nome accettato

Einleitung

Das Waldgeißblatt (*Lonicera periclymenum*), auch als Echtes Geißblatt bekannt, ist eine sommergrüne, windende Kletterpflanze aus der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae), die in Europa, Nordafrika und Westasien heimisch ist.[1][2] Die Art erreicht Wuchshöhen von drei bis sechs Metern, windet sich im Uhrzeigersinn an Stützen empor und bildet duftende, röhrenförmige Blüten, aus denen sich im Herbst rote Beeren entwickeln. Im Gegensatz zu invasiven asiatischen Geißblatt-Arten gilt *Lonicera periclymenum* in seinem nativen Verbreitungsgebiet als nicht aggressiv und besiedelt bevorzugt Waldränder sowie Hecken.[1]

Analisi comunitaria

OpenInsect
2
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Dati della community Silberkraft
Ultimo il 24.05.2026
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Fakten (kompakt)

- Die Blüten öffnen sich zunächst cremeweiß oder elfenbeinfarben und verfärben sich im Alterungsprozess gelb. - Die Anordnung der Blüten erfolgt in Quirlen von drei bis fünf Exemplaren an den Triebspitzen. - Die Blattunterseiten weisen eine charakteristische blaugrüne Färbung auf. - Die Art ist in den USDA-Klimazonen 5 bis 9 winterhart. - Zu den spezifischen Konsumenten der Beeren zählen Drosseln, Grasmücken und Gimpel. - Neben Nachtfaltern nutzen auch Tagfalter wie der Kleine Eisvogel (*Limenitis camilla*) die Pflanze als Nektarquelle. - Haselmäuse verwenden das Geißblatt als Kletterhabitat. - Die Gattung *Lonicera* umfasst insgesamt etwa 180 Arten, die überwiegend auf der Nordhalbkugel verbreitet sind. - Die taxonomische Klassifizierung folgt dem System der Angiosperm Phylogeny Group IV (APG IV).[12] - Neben der Nominatform existiert die Unterart *subsp. hispanica*, die in Südwesteuropa und Nordafrika vorkommt. - Als Krankheitsanfälligkeiten sind neben Blattläusen auch Echter Mehltau und Schildläuse bekannt.[12]

Name & Einordnung

Die Art *Lonicera periclymenum* wurde im Jahr 1753 von Carl von Linné in seinem fundamentalen Werk *Species Plantarum* wissenschaftlich erstbeschrieben.[2] Sie gehört zur Gattung *Lonicera* innerhalb der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und wird der Ordnung der Kardenartigen (Dipsacales) zugeordnet.[1][3] Der Gattungsname ehrt den deutschen Botaniker und Arzt Adam Lonitzer (1528–1586), der im 16. Jahrhundert bedeutende Kräuterbücher verfasste. Das Art-Epitheton *periclymenum* leitet sich aus dem Griechischen ab (*peri-* für „herum“ und *klymainein* für „winden“) und beschreibt den charakteristischen schlingenden Wuchs der Pflanze.[1] Dieser Begriff fand bereits in der Antike bei Dioskurides für kletternde Gewächse Verwendung.[3] Innerhalb der Art werden neben der Nominatform *subsp. periclymenum* auch Unterarten wie *subsp. hispanica* unterschieden, die vorwiegend in Südwesteuropa verbreitet ist.[2] Im deutschsprachigen Raum ist die Pflanze als Geissblatt bekannt, während die Gattung *Lonicera* oft als Heckenkirsche bezeichnet wird.[3][1] Internationale Trivialnamen umfassen das englische „Woodbine“ oder „European honeysuckle“. Die Bezeichnung „Woodbine“ entstammt dem Altenglischen *wudu-binde* („Holz-Binder“) und verweist auf die verholzenden Triebe, die sich fest um Trägerpflanzen winden. Der Name „Honeysuckle“ (Altenglisch *hunigsūge*) bezieht sich auf den süßen Nektar, der traditionell aus den Röhrenblüten gesaugt wurde.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Lonicera periclymenum* ist eine sommergrüne, verholzende Kletterpflanze, die sich ohne Ranken im Uhrzeigersinn um Stützen windet. Die Wuchshöhe beträgt typischerweise 3 bis 6 Meter, unter optimalen Bedingungen bis zu 7 Meter, bei einer Breite von 1 bis 2 Metern. Junge Triebe sind innen hohl und äußerlich meist glatt oder leicht behaart. Die Rinde älterer Zweige färbt sich braun bis purpurrot und kann eine leicht abblätternde Struktur aufweisen.[1] Die gegenständig angeordneten Blätter sind eiförmig, oval oder lanzettlich und messen 4 bis 7 cm in der Länge sowie 2,5 bis 4 cm in der Breite.[1][4] Während die Blattoberseite dunkelgrün gefärbt ist, erscheint die Unterseite durch einen Wachsüberzug blaugrün (glauk). Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal ist die Anordnung der Blätter: Die unteren Paare sind kurz gestielt, während die obersten Blätter fast sitzend am Stängel ansetzen. Die stark duftenden Blüten stehen in endständigen Quirlen aus drei bis fünf Einzelblüten zusammen. Sie besitzen eine schlanke, zweilippige Röhre von 3 bis 5 cm Länge, die außen drüsig behaart ist. Die Farbe variiert von Cremeweiß bis Hellgelb, oft mit einem rötlichen oder violetten Anflug auf der Außenseite, und verfärbt sich im Alter zu einem tieferen Gelb. Aus den Blüten entwickeln sich im Herbst kugelige, glänzend rote Beeren mit einem Durchmesser von etwa 6 bis 8 mm. Jede dieser Früchte enthält mehrere kleine, harte Nüsschen als Samen.[1] Das Wurzelsystem breitet sich weitläufig aus, reicht jedoch meist nur 30 bis 45 cm tief in den Boden.[4] Innerhalb der Art werden Unterarten wie *subsp. hispanica* unterschieden, die sich durch subtile Abweichungen in der Blütenfärbung und Behaarung von der Nominatform abgrenzen.[2]

Beschreibung

Das Waldgeißblatt (*Lonicera periclymenum*) ist eine sommergrüne, verholzende Liane, die sich durch ihren kräftigen, rechtswindenden Wuchs auszeichnet und typischerweise Höhen von 3 bis 6 Metern, unter optimalen Bedingungen bis zu 7 Metern, erreicht. Im Gegensatz zu Rankenpflanzen besitzt die Art keine speziellen Haftorgane, sondern nutzt ihre flexiblen Stämme, um sich im Uhrzeigersinn um Trägerpflanzen oder Strukturen zu schlingen.[1] Das typische Erscheinungsbild im Habitat wird durch gegenständig angeordnete, ovale bis verkehrt-eiförmige Blätter geprägt, die auf der Oberseite dunkelgrün und unterseits markant blaugrün bereift (*glauk*) sind.[1][4] Während die unteren Blätter kurz gestielt sind, sitzen die oberen Blattpaare fast direkt am Stängel, sind jedoch im Gegensatz zu einigen verwandten Arten nicht miteinander verwachsen.[4] Die jungen Triebe sind oft hohl und leicht behaart, verholzen jedoch mit der Zeit und bilden eine braune bis purpurrote Rinde, die sich im Alter streifig ablösen kann.[1] Ein mikroskopisches Erkennungsmerkmal sind die drüsigen Haare auf der Außenseite der 3 bis 5 cm langen Blütenkronen, die in endständigen Quirlen zu je 3 bis 5 Blüten angeordnet sind.[1][3] Diese zygomorphen Röhrenblüten öffnen sich cremeweiß oder blassgelb, oft mit einem rötlichen oder violetten Anflug auf der Außenseite, und verfärben sich im Verblühen zu einem tieferen Gelb.[1] Physiologische Untersuchungen zeigen, dass der Pollen der Art eine hohe Vitalität aufweist und unter Laborbedingungen bei kühlen Temperaturen um 12 °C eine Keimrate von über 96 % erreicht, was eine Anpassung an gemäßigte Klimazonen darstellt.[3] Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September, wobei die Blüten einen intensiven Duft verströmen, der besonders in der Dämmerung zunimmt, um Nachtfalter wie das Taubenschwänzchen anzulocken.[1][3] Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich im Herbst glänzend rote, kugelige Beeren von etwa 6 bis 8 mm Durchmesser, die für den Menschen aufgrund von Saponinen giftig sind, aber eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel darstellen.[1][4] Taxonomisch wurde die Art 1753 von Carl von Linné in *Species Plantarum* erstbeschrieben; der Artname *periclymenum* leitet sich aus dem Griechischen ab und bezieht sich auf das umschlingende Wachstumsverhalten.[2][1] Innerhalb der Art werden Unterarten unterschieden, wobei *subsp. serotina* durch eine spätere Blütezeit und dunkelviolette Knospenfärbung von der Nominatform abweicht.[1] Im Vergleich zu invasiven asiatischen Geißblatt-Arten zeichnet sich *L. periclymenum* in seinem nativen Verbreitungsgebiet durch eine nicht-aggressive Ausbreitung und spezifische Standorttreue in lichten Wäldern und Hecken aus.[1]

Verhalten

Das Bewegungsverhalten von *Lonicera periclymenum* ist durch ein windendes Wachstum geprägt, bei dem sich die Sprossachsen im Uhrzeigersinn um Stützen schlingen. Da die Pflanze keine Ranken ausbildet, nutzt sie ausschließlich ihre flexiblen Stämme, um sich an anderen Gehölzen oder Strukturen emporzuarbeiten. Zur Orientierung von Bestäubern setzt das Geissblatt auf chemische Signale, wobei der intensive Blütenduft seinen Höhepunkt in den Nachtstunden erreicht.[1] Dieses zeitliche Muster ist spezifisch auf die Anlockung nachtaktiver Falter wie dem Taubenschwänzchen (*Macroglossum stellatarum*) oder dem Mittleren Weinschwärmer (*Deilephila elpenor*) abgestimmt.[3] Ergänzend findet eine visuelle Kommunikation statt, indem die Blüten ihre Farbe im Alterungsprozess von Cremeweiß zu Gelb ändern und so den Bestäubern den Blütenzustand signalisieren. Durch die Morphologie der 3 bis 5 cm langen Kronröhren selektiert die Pflanze ihre Besucher und schließt kurzrüsslige Insekten weitgehend von der direkten Nektaraufnahme aus.[1] In der Interaktion mit Wirbeltieren zeigt die Art eine besondere Bedeutung für die Haselmaus (*Muscardinus avellanarius*), welche die Rinde der Pflanze aktiv abschält, um sie aufgrund ihrer Faserstruktur für den Nestbau zu nutzen.[9] Das Ausbreitungsverhalten der Samen erfolgt über Endozoochorie, indem Vögel wie Drosseln die roten Beeren fressen und die Samen an neuen Standorten ausscheiden.[7] Zudem dient die Pflanze als spezifischer Wirt für die Larven der Miniermotte *Chromatomyia aprilina*, die charakteristische Fraßgänge in den Blättern anlegen.[5]

Ökologie

Lonicera periclymenum besiedelt vorwiegend Laub- und Mischwälder, Hecken sowie Waldränder und nutzt als Kletterpflanze Bäume und Sträucher als Stütze. Die Art ist häufig mit Gehölzen wie Eichen (*Quercus robur*, *Quercus petraea*) oder Hasel (*Corylus avellana*) vergesellschaftet, wobei sie zur strukturellen Diversität dieser Habitate beiträgt. Bezüglich des Mikroklimas gedeiht die Pflanze am besten, wenn der Wurzelbereich beschattet und kühl bleibt, während die Triebe in sonnigere Bereiche wachsen.[1] Die Bestäubung erfolgt durch spezialisierte Insekten, wobei nachtaktive Schwärmer wie das Taubenschwänzchen (*Macroglossum stellatarum*) und der Mittlere Weinschwärmer (*Deilephila elpenor*) von dem intensiven abendlichen Duft angelockt werden. Tagsüber nutzen langrüsselige Hummeln (*Bombus* spp.) und Schwebfliegen das Nektarangebot der tiefen Blütenkronen, die kurzrüsselige Besucher ausschließen. Für die Samenverbreitung (Endozoochorie) sorgen fruchtfressende Vögel wie Drosseln (*Turdus* spp.) und Gimpel (*Pyrrhula pyrrhula*), welche die roten Beeren fressen und die Samen ausscheiden.[1] Als Wirtspflanze dient das Geissblatt verschiedenen Phytophagen, darunter Blattläuse wie *Hyadaphis passerinii* und Minierfliegen wie *Chromatomyia aprilina*, deren Larven Gänge in den Blättern anlegen. Zudem ernähren sich die Raupen von Nachtfaltern wie der Kätzchen-Eule (*Orthosia cruda*) vom Laub der Pflanze.[3] Eine besondere ökologische Bedeutung hat die Art für die Haselmaus (*Muscardinus avellanarius*), die das Rindenmaterial für den Nestbau nutzt und die dichte Vegetation als Kletterhabitat verwendet.[9] Im Vereinigten Königreich gilt *Lonicera periclymenum* aufgrund seiner langsamen Kolonisierungsrate als Zeigerart für alte, historisch gewachsene Waldstandorte.[10]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Lonicera periclymenum wird in seinem nativen Verbreitungsgebiet als ökologisch wertvoller Nützling für Bestäuber und Vögel eingestuft und gilt auch in Nordamerika, anders als asiatische Verwandte, nicht als invasiv. Eine gesundheitliche Relevanz für den Menschen besteht jedoch durch die Toxizität der Früchte, da die roten Beeren Saponine und cyanogene Glykoside enthalten. Der Verzehr kann Symptome wie Erbrechen, Durchfall und Schweißausbrüche hervorrufen, wobei in hohen Dosen auch Krämpfe möglich sind.[4] Als Wirtspflanze ist das Geissblatt anfällig für spezifische Schädlinge wie die Geissblatt-Minierfliege (*Chromatomyia aprilina*), deren Larven im Frühjahr charakteristische Fraßgänge in den Blättern hinterlassen.[5] Blattläuse wie *Hyadaphis passerinii* saugen Pflanzensaft, was zu Verkrüppelungen der Triebe führt und durch Honigtauausscheidungen die Bildung von Rußtaupilzen fördert.[3] Ein häufiges pilzliches Schadbild ist der Echte Mehltau (*Erysiphe lonicerae*), der sich als weißer, pudriger Belag zeigt und die Photosynthese beeinträchtigt.[11] In staunassen Böden kann zudem der Hallimasch (*Armillaria mellea*) Wurzelfäule verursachen, was meist zum Absterben der Pflanze führt. Präventive Maßnahmen umfassen bauliche und kulturelle Schritte wie ausreichenden Pflanzabstand und regelmäßigen Rückschnitt nach der Blüte, um die Luftzirkulation zu verbessern und die Luftfeuchtigkeit im Blattwerk zu senken. Zur Vermeidung von Pilzinfektionen sollte eine Bewässerung direkt über das Blattwerk (Overhead-Bewässerung) unterlassen werden.[1] Ein effektives Monitoring erfolgt durch visuelle Kontrolle auf Blattminen im Frühjahr oder klebrige Beläge als Indikator für einen beginnenden Blattlausbefall.[5][3] Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes stehen physikalische Methoden wie das manuelle Absammeln befallener Blätter oder das Abspülen von Läusen mit Wasserstrahlen im Vordergrund. Biologische Bekämpfungsstrategien setzen auf die Förderung natürlicher Fressfeinde wie Marienkäfer, die Blattläuse und Schildläuse dezimieren.[4] Bei starkem Befall können evidenzbasierte Mittel wie insektizide Seifen, Neemöl oder schwefelhaltige Fungizide eingesetzt werden.[4][1] Bei einer Infektion durch den Hallimasch ist eine vollständige Entfernung der Pflanze inklusive Wurzelwerk erforderlich, um eine Ausbreitung im Boden zu verhindern.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Relevanz von *Lonicera periclymenum* konzentriert sich vorwiegend auf den Gartenbausektor und die Baumschulwirtschaft, wo die Art seit dem 17. Jahrhundert als Zierpflanze kultiviert wird. Kommerziell bedeutende Sorten wie 'Graham Thomas', 'Belgica' und 'Serotina' werden aufgrund ihrer Duftqualitäten und Robustheit international gehandelt und mit Auszeichnungen wie dem Award of Garden Merit vermarktet. Eine Nischenanwendung findet sich in der Parfümindustrie, wo ätherische Öle der Blüten gelegentlich für Duftkompositionen extrahiert werden. Wirtschaftliche Einbußen entstehen primär durch Qualitätsminderungen im Zierpflanzenbau infolge von Schädlings- oder Krankheitsbefall, die den ästhetischen Verkaufswert reduzieren.[1] Der Befall durch die Geißblatt-Minierfliege (*Chromatomyia aprilina*) oder Blattläuse wie *Hyadaphis passerinii* führt zu Blattverformungen und Honigtauausscheidungen, was die Marktfähigkeit der Ware beeinträchtigt.[1][3] Pilzliche Erreger wie der Echte Mehltau (*Erysiphe lonicerae*) verursachen optische Mängel, während der Hallimasch (*Armillaria mellea*) zum Totalverlust der Pflanzen führt und einen aufwendigen Bodenaustausch erforderlich machen kann.[11][1] Zur Optimierung der kommerziellen Züchtung wurden Verfahren entwickelt, die durch In-vitro-Lagerung von Pollen die Kreuzung asynchron blühender Elternpflanzen ermöglichen und somit Zuchtprogramme kosteneffizienter gestalten.[3] Im Gegensatz zu invasiven asiatischen Geißblatt-Arten verursacht *Lonicera periclymenum* in seinen Einbürgerungsgebieten wie Nordamerika keine signifikanten Bekämpfungskosten, da die Art nicht als aggressiv invasiv eingestuft wird.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Lonicera periclymenum ist eine sommergrüne, ausdauernde Kletterpflanze, deren verholzte Triebe sich im Uhrzeigersinn um Stützen winden und Höhen von bis zu 7 Metern erreichen. Das Wurzelsystem ist relativ flach, reicht typischerweise 30 bis 45 cm tief, breitet sich jedoch weit aus, um die Kletterstruktur zu verankern und Feuchtigkeit aufzunehmen. Der saisonale Zyklus beginnt mit dem Blattaustrieb im Frühjahr, gefolgt von der Blütezeit, die sich je nach Unterart von Juni bis September erstreckt. Im Winter tritt die Pflanze in eine Ruhephase (Dormanz) ein und wirft ihr Laub ab, während die verholzten Stämme als Struktur erhalten bleiben. Die Bestäubung erfolgt primär durch Insekten, wobei die 3–5 cm langen Kronröhren speziell an langrüsselige Vektoren angepasst sind. Nachts lockt der intensive Duft Schwärmer wie das Taubenschwänzchen (*Macroglossum stellatarum*) an, während tagsüber Hummeln (*Bombus* spp.) als Bestäuber fungieren. Obwohl die Art selbstkompatibel ist und durch passive Bewegungen der Reproduktionsorgane Eigenpollen auf die Narbe gelangen kann, fördert der Insektenbesuch die genetische Vielfalt.[1] Physiologische Untersuchungen zeigen, dass der Pollen bei einer Temperatur von 12 °C in einer Saccharose-Borsäure-Lösung innerhalb von drei Stunden Keimraten von über 96 % erreicht. Zudem bleibt die Keimfähigkeit von Pollen bei einer Lagerung unter -20 °C für etwa 40 Tage erhalten, was eine zeitversetzte Bestäubung ermöglicht.[3] Nach erfolgreicher Befruchtung entwickeln sich zwischen August und Oktober glänzend rote Beeren, die jeweils 3 bis 5 harte Nüsschen enthalten.[1] Die Samen bleiben unter geeigneten Bedingungen 1–2 Jahre lebensfähig, bilden jedoch in natürlichen Böden nur eine transiente Samenbank von weniger als einem Jahr. Für die Keimung benötigen die Samen eine Kälte-Stratifikation von 30 bis 60 Tagen bei etwa 5 °C, um die Dormanz zu brechen. In der Natur keimen selbstausgesäte Samen typischerweise im folgenden Frühjahr nach der winterlichen Kälteperiode.[8] Die Pflanze dient als Wirt für verschiedene Insektenlarven, darunter die der Geißblatt-Miniermotte (*Chromatomyia aprilina*), deren Larven charakteristische Miniergänge in den Blättern anlegen.[5] Auch Blattläuse wie *Hyadaphis passerinii* besiedeln Triebe und Blätter, was zu Verformungen und Honigtau-Ausscheidungen führen kann. Physiologisch anfällig zeigt sich *Lonicera periclymenum* gegenüber Pilzpathogenen wie dem Echten Mehltau (*Erysiphe lonicerae*), besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit und trockener Blattmasse. Die Verbreitung der Samen erfolgt zoochor durch Vögel wie Drosseln und Gimpel, welche die für Menschen giftigen Beeren fressen und die Samen unverdaut ausscheiden. Eine spezifische ökologische Assoziation besteht zur Haselmaus (*Muscardinus avellanarius*), die das faserige Rindenmaterial zum Bau ihrer Sommernester verwendet.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Lonicera periclymenum* erstreckt sich über weite Teile Europas, Nordafrikas und Westasiens. Es reicht von Südskandinavien, einschließlich Norwegen und Schweden, südwärts bis in den Mittelmeerraum und umfasst im Osten auch die Türkei sowie den Kaukasus.[1][2] In Nordafrika sind Vorkommen vor allem aus Marokko bekannt. Innerhalb Europas ist die Art flächendeckend vertreten und besiedelt unter anderem Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie die Britischen Inseln. Außerhalb des ursprünglichen Areals wurde das Geißblatt in Nordamerika eingeschleppt, wo es im Nordosten der USA, im östlichen Kanada sowie im pazifischen Nordwesten (Oregon, Washington) stellenweise eingebürgert ist. Auch in Australien, insbesondere in Tasmanien, treten gelegentlich verwilderte Populationen auf.[1] *Lonicera periclymenum* bevorzugt gemäßigte Ökosysteme und wächst typischerweise in Laub- und Mischwäldern, an Waldrändern sowie in Hecken und Gebüschen.[3][1] Häufig ist die Liane mit Laubgehölzen vergesellschaftet und nutzt in Eichenwäldern (*Quercus*-Arten) oder Haselgebüschen (*Corylus avellana*) andere Pflanzen als Kletterhilfe. Die Art gedeiht am besten auf feuchten, gut durchlässigen Lehmböden, toleriert jedoch auch sandige oder tonige Substrate. Bezüglich der Lichtverhältnisse bevorzugt sie Halbschatten bis volle Sonne, wobei der Wurzelbereich idealerweise beschattet bleibt, während die Triebe dem Licht entgegenwachsen. Die vertikale Verbreitung erstreckt sich von Tieflagen bis in montane Höhenstufen, in subalpinen Bereichen ist die Pflanze hingegen seltener anzutreffen.[1] Im Vereinigten Königreich gilt das Vorkommen der Art als Indikator für alte, historisch gewachsene Waldstandorte.[7] Beobachtungsdaten bestätigen die weite Verbreitung und Häufigkeit in den geeigneten Habitaten des nativen Areals, wo die Art oft als nicht gefährdet eingestuft wird.[1][3]

Saisonalität & Aktivität

Das Wachstum von *Lonicera periclymenum* folgt einem ausgeprägten saisonalen Zyklus, bei dem der Austrieb der neuen Blätter im Frühjahr erfolgt und im Winter eine Ruhephase mit Laubabwurf eintritt. Die primäre Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September, wobei späte Formen oder Sorten wie 'Serotina' bis in den Oktober hinein blühen können. In den heimischen Verbreitungsgebieten lassen sich oft zwei Blühspitzen im frühen Juni sowie im September beobachten.[1] Eine Besonderheit ist die tageszeitliche Steuerung der Duftintensität, die nachts ihren Höhepunkt erreicht, um nachtaktive Bestäuber wie das Taubenschwänzchen (*Macroglossum stellatarum*) oder den Mittleren Weinschwärmer (*Deilephila elpenor*) anzulocken. Tagsüber werden die Blüten ergänzend von langrüsseligen Insekten wie Hummeln und Schwebfliegen angeflogen.[3] Nach der Bestäubung reifen die roten Beeren zwischen August und Oktober heran und verbleiben oft bis in den Winter an der Pflanze, wo sie Vögeln als Nahrung dienen.[1] Die Samen benötigen eine Kälteperiode im Winter (Stratifikation), um im darauffolgenden Frühjahr zu keimen.[4] Auch spezifische Schädlinge zeigen eine saisonale Dynamik, wie die Larven der Minierfliege *Chromatomyia aprilina*, deren Fraßspuren typischerweise im Frühjahr sichtbar werden.[5] Ergänzend zeigt sich, dass das öffentliche Suchinteresse in Deutschland bereits in den Monaten April und Mai, also unmittelbar vor der Hauptblüte, seine jährlichen Höchstwerte erreicht.[6]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Ettlingen, 76275 Ettlingen, Deutschland

    26.12.2025

  • Fuldatal-Simmershausen Friedhof, 34233 Fuldatal, Deutschland

    24.12.2025

  • Deutschland

    20.12.2025

  • Holdorf, Lower Saxony, Deutschland

    29.11.2025

  • Naturpark Elbhöhen-Wendland, Schnega, Niedersachsen, Deutschland

    17.11.2025

Daten: iNaturalist

Ricerca scientifica e brevetti

CN-108739800-A Biological Sconosciuto

Ein Verfahren zur kurzzeitigen In-vitro-Lagerung von Pollen der stark duftenden Lonicera periclymenum

Xian Botanical Garden OF Shaanxi Province (2018)

Rilevanza: 6/10

Riepilogo

Das Patent beschreibt eine Methode zur kurzzeitigen Lagerung von Pollen der stark duftenden Lonicera periclymenum. Frischer Pollen wird gesammelt und bei -20 Grad Celsius gelagert, um die Keimfähigkeit über ca. 40 Tage zu erhalten. Dies ermöglicht die künstliche Bestäubung, auch wenn die Elternpflanzen nicht zeitgleich blühen. Das Verfahren löst Probleme der Asynchronität bei der Kreuzung. Es ist kostengünstig und verlängert die Verfügbarkeit von lebensfähigem Pollen für Züchtungszwecke erheblich.

CN-108753680-A Biological Sconosciuto

Ein Kultivierungsverfahren zur Keimung von In-vitro-Pollen der stark duftenden Lonicera periclymenum

Xian Botanical Garden OF Shaanxi Province (2018)

Rilevanza: 6/10

Riepilogo

Diese Erfindung offenbart eine Methode zur In-vitro-Keimung von Pollen der Lonicera periclymenum. Der Pollen wird in einer Nährlösung aus Saccharose und Borsäure bei spezifischen Temperaturen (vorzugsweise 12 Grad Celsius) inkubiert. Nach etwa drei Stunden wird eine Keimrate von über 96 Prozent erreicht. Das Verfahren dient der zuverlässigen Prüfung der Pollenvitalität vor der Bestäubung. Es liefert wichtige Daten für die Züchtung und Verbesserung der Pflanzensorten.

Fonti e riferimenti

  1. https://www.missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?taxonid=372017
  2. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:149006-1
  3. https://patents.google.com/patent/CN108739800A/en
  4. https://pfaf.org/user/Plant.aspx?LatinName=Lonicera+periclymenum
  5. http://www.leafmines.co.uk/html/Diptera/C.aprilina.htm
  6. Aggregierte Suchanfragedaten (Deutschland), 2024-2025.
  7. https://catbrookwood.wordpress.com/2015/01/04/indicator-species-of-ancient-woodland-in-ninewells-wood/
  8. http://theseedsite.co.uk/profile691.html
  9. https://devonhedges.org/wp-content/uploads/2015/11/7_Wildlife-3-Dormice.pdf
  10. https://friendsofecclesallwoods.org.uk/wp-content/uploads/2018/08/Ecclesall-ancient-woodland-indicator-species-.pdf
  11. https://pnwhandbooks.org/plantdisease/host-disease/honeysuckle-lonicera-spp-powdery-mildew
  12. Literaturzusammenfassung (mit Bibliographie, siehe Primärquellenliste)