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Famiglia delle campanule Lobelia gattingeri

Famiglia delle campanule

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Asterales (Asterales)
Famiglia Campanulaceae
Genere Lobelia
Specie Lobelia gattingeri
Nome scientifico Lobelia gattingeri A.Gray
Nome accettato

Einleitung

*Lobelia gattingeri* ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Lobelien (*Lobelia*) innerhalb der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Das Taxon wird systematisch der Ordnung der Asternartigen (Asterales) zugeordnet und gilt als akzeptierte Art.[1]

Fakten (kompakt)

- Die Chromosomengrundzahl der Gattung beträgt x = 7, wobei ein weites Spektrum an Ploidiegraden von Diploidie (2n = 14) bis hin zur Icosaploidie (2n = 140) nachgewiesen wurde. - Innerhalb der Gattung *Lobelia* existieren etwa 415 bis 440 Arten, die taxonomisch in 18 verschiedene Sektionen gegliedert werden, darunter die artenreiche Sektion *Stenotium* mit 144 Arten. - Die Stellung der Einzelblüten kommt durch eine Resupination (Drehung) des Blütenbechers (Hypanthium) zustande. - Morphologisch zeichnen sich die Samen durch eine variable Oberflächenstruktur aus, die von glatt über feingrubig und gerillt bis hin zu warzig reicht; gelegentlich sind die Samen geflügelt.[2] - In Äthiopien sind neben *Lobelia rhynchopetalum* sechs weitere Arten endemisch, darunter *Lobelia achrochilus*, *Lobelia schimperi* und *Lobelia scebelii*. - Chemische Analysen identifizierten Lobetyolin als ein Polyacetylen, das durch alternierende Einfach- und Dreifachbindungen im Kohlenstoffgerüst charakterisiert ist. - Molekulare Docking-Studien legen nahe, dass Lobetyolin an das Enzym Trypanothion-Reduktase bindet (Glide-Score von −8.002 kcal/mol) und dort Wasserstoffbrückenbindungen unter anderem mit den Aminosäureresten GLU A:18 und TYR A:110 eingeht. - Die Extraktion der Wurzeln von *Lobelia rhynchopetalum* mit 80-prozentigem Methanol liefert eine Ausbeute von 5 % (Gewichtsprozent) an Feststoff.[7] - In China ist die Gattung mit mehr als 23 Arten vertreten, während auf Madagaskar etwa 14 Arten vorkommen.[2]

Name & Einordnung

Die Art führt den akzeptierten wissenschaftlichen Namen *Lobelia gattingeri* A.Gray. Systematisch wird sie der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) zugeordnet.[1] Sie gehört zur Gattung der Lobelien (*Lobelia*), welche taxonomisch in die Unterfamilie Lobelioideae gestellt wird. Der Gattungsname *Lobelia* wurde bereits im Jahr 1753 durch Carl von Linné in seinem Werk *Species Plantarum* gültig aufgestellt.[2] Etymologisch ehrt diese Bezeichnung den flämischen Botaniker und Arzt Matthias de L’Obel (Lobelius), der im 16. und frühen 17. Jahrhundert wirkte. Die Verwendung des Namens geht historisch bereits auf Charles Plumier zurück, der ihn 1703 in *Nova Plantarum Americanarum Genera* nutzte. Innerhalb der Familie Campanulaceae gilt die Gattung *Lobelia* als die artenreichste Gruppe.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Habitus der Arten innerhalb der Gattung *Lobelia* ist sehr unterschiedlich und reicht von ein- bis mehrjährigen krautigen Pflanzen bis hin zu verholzenden Sträuchern. Die Wuchshöhe variiert dabei stark je nach Art von etwa 2 Zentimetern bis zu 9 Metern. Einige Arten wachsen als sogenannte „Schopfbäume“ in Hochgebirgsregionen, bei denen der Stamm verholzt. Die Sprossachsen sind selbstständig aufrecht, aufsteigend oder niederliegend und weisen einen Durchmesser von 5 Millimetern bis zu mehreren Dezimetern auf. Die Pflanzen führen einen giftigen, meist klaren oder weißen, selten andersfarbigen Milchsaft. Die meist wechselständig angeordneten Laubblätter sind ungestielt oder gestielt und besitzen einfache Blattspreiten mit oft gezähnten oder gelappten Rändern.[3] Die fünfzähligen, meist zygomorphen Blüten stehen in traubigen, ährigen, doldigen oder zymösen Blütenständen.[3][4] Die Blütenkrone ist oft zweilippig, wobei die Oberlippe aus zwei und die Unterlippe aus drei Kronlappen besteht. Die Färbung der Kronblätter umfasst ein breites Spektrum von Blau- und Purpurtönen bis hin zu Rot, Orange, Gelb, Grün oder Weiß. Als Früchte werden meist fachspaltige Kapselfrüchte oder seltener Beeren gebildet, die zahlreiche glatte, gerillte oder warzige Samen enthalten.[3]

Ökologie

Die meisten Arten der Gattung *Lobelia* wachsen terrestrisch, wobei auch wenige Epiphyten sowie fakultative oder obligate Hydrophyten vorkommen. Das Spektrum der Lebensformen reicht von Geophyten und Therophyten über Hemicryptophyten und Chamaephyten bis hin zu Nanophanerophyten und Phanerophyten. Die Blüten sind proterandrisch und zeichnen sich durch eine sekundäre Pollenpräsentation aus, bei der der Griffel durch die Staubbeutelröhre wächst und den Pollen abstreift. Viele in den Anden beheimatete Arten sind an die Bestäubung durch Vögel (Ornithophilie), insbesondere Kolibris, angepasst. Andere Arten nutzen verschiedene Insekten wie Bienen und Schmetterlinge als Bestäuber, wobei vielfältige Anpassungen an Zoophilie und Chasmogamie bestehen. Eine spezifische ökologische Nische besetzen Riesenlobelien wie *Lobelia rhynchopetalum*, die in den afro-alpinen Zonen der Semien- und Bale-Berge Äthiopiens endemisch sind. Diese Arten gedeihen in Höhenlagen zwischen 3000 und 4350 Metern. Im Gegensatz zu den weichen krautigen Verwandten wachsen diese Hochgebirgsformen als verholzende Pflanzen mit Blattrosetten.[3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Arten der Gattung *Lobelia* besitzen sowohl toxikologische Relevanz als auch Bedeutung als Zier- und Heilpflanzen.[2] Alle Vertreter der Gattung sind giftig und führen einen meist klaren oder weißen, alkaloidhaltigen Milchsaft. Zu den enthaltenen Toxinen gehören verschiedene Alkaloide, wobei Lobelin besonders hervorzuheben ist.[3] Eine Überdosierung, etwa durch den Indianertabak (*Lobelia inflata*), kann aufgrund des hohen Alkaloidgehalts tödlich enden. Historisch wurde *Lobelia inflata* geraucht, um Asthma zu lindern oder die Tabakentwöhnung zu unterstützen, während *Lobelia siphilitica* zur Behandlung von Syphilis diente.[4] In der äthiopischen Tradition wird *Lobelia rhynchopetalum* zur Behandlung von Protozoen-Erkrankungen eingesetzt.[5] Pharmakologische Untersuchungen belegen, dass Extrakte aus den Wurzeln von *Lobelia rhynchopetalum* sowie die isolierte Verbindung Lobetyolin eine antitrypanosomale Aktivität gegen *Trypanosoma congolense* aufweisen.[6] Neben der medizinischen Nutzung werden viele Arten, wie das Männertreu (*Lobelia erinus*), weltweit als Zierpflanzen für Parks, Gärten und Balkone kultiviert.[2][7] Wenige Arten finden zudem Verwendung in Paludarien und Aquarien.[7]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung der Lobelien (*Lobelia*) liegt primär in ihrer weltweiten Nutzung als Zierpflanzen. Insbesondere die Sorten von *Lobelia erinus* (Männertreu) werden kommerziell in großem Umfang als einjährige Sommerblumen für Parks und Gärten kultiviert.[4] Wenige spezialisierte Arten finden zudem als Aquarienpflanzen in der Aquaristik Verwendung.[5] In der Veterinärmedizin wird aktuell das Potenzial von *Lobelia rhynchopetalum* zur Behandlung der Trypanosomiasis (Nagana-Seuche) bei Nutztieren erforscht. Diese durch Parasiten verursachte Krankheit führt in den betroffenen Regionen Afrikas zu erheblichen ökonomischen Verlusten in der Viehwirtschaft. Wurzelextrakte der Pflanze und das isolierte Lobetyolin zeigten in Studien eine signifikante hemmende Wirkung auf die Motilität von *Trypanosoma congolense*. Da herkömmliche Medikamente oft toxisch sind und Resistenzen zunehmen, besteht ein wirtschaftliches Interesse an der Entwicklung neuer, verträglicherer Wirkstoffe aus diesen Pflanzen. Die Nutzung solcher pflanzlichen Ressourcen könnte langfristig die Kosten für die Krankheitsbekämpfung bei Rindern und anderen Nutztieren senken.[6]

Biologie & Lebenszyklus

Die Vertreter der Gattung *Lobelia* weisen vielfältige Wuchsformen auf, die von seltenen ein- und zweijährigen bis zu häufigeren mehrjährigen oder ausdauernden krautigen Pflanzen reichen.[2][3] Neben verholzenden Halbsträuchern existieren in den Hochgebirgen Afrikas die sogenannten „Schopfbäume“ (z. B. Sektion *Tupa*), bei denen der Stamm verholzt und die Pflanzen als Rosettenbäume wachsen.[2][3] Unterirdisch bilden manche Arten Rhizome, Ausläufer oder eine deutliche Pfahlwurzel aus.[2] Physiologisch ist das Vorhandensein eines giftigen, meist klaren oder weißen Milchsaftes sowie von Alkaloiden wie Lobelin charakteristisch für die Gattung.[2][3] Die Laubblätter sind meist wechselständig, zweizeilig oder spiralig an der Sprossachse angeordnet. In der Fortpflanzungsbiologie sind die Blüten meist proterandrisch (vormännlich). Es liegt eine sekundäre Pollenpräsentation vor, bei der der Griffel während der Anthese durch die Röhre der verwachsenen Staubbeutel wächst und den Pollen nach außen streift. Die Bestäubung erfolgt tiergestützt (Zoophilie), wobei Anpassungen an verschiedene Bestäuber wie Kolibris (besonders in den Anden), Bienen und Schmetterlinge entwickelt wurden. Die Stellung der Blüte kommt durch eine Resupination des Hypanthiums zustande. Als Früchte entstehen überwiegend fachspaltige Kapselfrüchte, seltener fleischige bis trockene Beeren, die eine große Anzahl an Samen beinhalten.[2]

Saisonalität & Aktivität

Die Vertreter der Gattung *Lobelia* zeigen eine hohe Variabilität in ihren Lebenszyklen, die von seltenen ein- oder zweijährigen bis zu häufigeren mehrjährigen oder ausdauernden (polykarpischen) krautigen Pflanzen reichen. In tropischen und subtropischen Verbreitungsgebieten verholzen manche Arten an der Basis oder wachsen als Sträucher. Eine spezifische Anpassung an extreme Höhenlagen zeigt die in den afro-alpinen Zonen Äthiopiens endemische *Lobelia rhynchopetalum*, die als ausdauernde Riesenlobelie mit verholzendem Stamm in Höhen von 3000 bis 4350 Metern vorkommt. In der gärtnerischen Kultur werden die Sorten bestimmter Arten saisonal als einjährige Sommerblumen verwendet. Der reproduktive Zyklus der Gattung ist durch Proterandrie gekennzeichnet, wobei der Griffel im Verlauf der Anthese durch die Staubbeutelröhre wächst und den Pollen sekundär präsentiert. Die Bestäubungsaktivität ist stark von der jeweiligen Fauna abhängig; so werden viele in den Anden beheimatete Arten durch Kolibris (Ornithophilie) bestäubt. Andere Arten sind auf die Aktivität von Insekten wie Bienen und Schmetterlingen angewiesen, wobei Anpassungen der Blütenstände die Zoophilie und Chasmogamie begünstigen. Ergänzende Daten zum Suchinteresse an der übergeordneten Familie deuten auf eine erhöhte Aufmerksamkeit in den Monaten Oktober und Januar hin.[3]

Fonti e riferimenti

  1. https://www.gbif.org/species/5409053
  2. Wikipedia OCR, Page 5, Taxonomie
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Lobelien
  4. Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 536–538.
  5. Christel Kasselmann: Aquarienpflanzen. Ulmer Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-8001-7454-5, S. 342 f.
  6. Selamawit Yimer et al.: Antitrypanosomal Activity and Molecular Docking Studies of Lobetyolin From Lobelia rhynchopetalum Hemsl. Root Extract Against Trypanosoma congolense Field Isolates. BioMed Research International, Volume 2026, Article ID 2214310. https://doi.org/10.1155/bmri/2214310
  7. Selamawit Yimer et al.: Antitrypanosomal Activity and Molecular Docking Studies of Lobetyolin From Lobelia rhynchopetalum. BioMed Research International, Volume 2026.