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Voce del lessico

Giglio rospo Lilium lancifolium

Giglio rospo

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Liliopsida (Liliopsida)
Ordine Liliales (Liliales)
Famiglia Liliaceae
Genere Lilium
Specie Lilium lancifolium
Nome scientifico Lilium lancifolium Thunb.
Nome accettato

Einleitung

Lilium lancifolium Thunb. (Synonym: Lilium tigrinum Ker Gawl.) ist eine ausdauernde, krautige Zwiebelpflanze aus der Familie der Liliengewächse (Liliaceae), die ursprünglich in Ostasien beheimatet ist.[1][2] Die oft als Tiger-Lilie bezeichnete Art wird weltweit als Zierpflanze kultiviert, gilt jedoch in Regionen wie Nordamerika und Neuseeland als invasiver Neophyt, der heimische Pflanzen verdrängen kann.[3] Ein charakteristisches Merkmal zur Abgrenzung von ähnlichen Lilienarten ist die Bildung von dunklen Brutzwiebeln (Bulbillen) in den oberen Blattachseln, die der vegetativen Vermehrung dienen.[2]

Analisi comunitaria

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Dati della community Silberkraft
Ultimo il 15.06.2026
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Fakten (kompakt)

- Die Blütenstände setzen sich aus Trauben zusammen, die 3 bis 25 nickende Einzelblüten tragen. - Die einzelnen Blütenhüllblätter (Tepalen) erreichen eine Länge von 70 bis 100 Millimetern. - Als Wirtspflanze kann die Art spezifische Pflanzenviren wie das *Plantago asiatica mosaic virus* beherbergen. - Zur taxonomischen Unterscheidung wird die Art häufig gegen die morphologisch ähnliche *Lilium superbum* abgegrenzt. - Das bekannte Synonym *Lilium tigrinum* wurde erst 1809 von Ker Gawler beschrieben und erschien damit 15 Jahre nach der gültigen Erstbeschreibung.[8] - Die Varietät *Lilium lancifolium* var. *splendens* unterscheidet sich von der Typusform durch eine deutlich intensivere Fleckung der Blüten. - Systematisch wird die Pflanze der Ordnung der Liliales (Lilienartige) zugeordnet. - In naturalisierten Vorkommen besiedelt die Art spezifische Störstellen wie Straßenränder und Rasenkanten.[8]

Name & Einordnung

Der gültige wissenschaftliche Name der Art lautet *Lilium lancifolium*, der 1794 von dem schwedischen Botaniker Carl Peter Thunberg in den *Transactions of the Linnean Society of London* erstbeschrieben wurde.[1][4] Das Art-Epitheton *lancifolium* entstammt dem Lateinischen (*lancea* für Lanze und *folium* für Blatt) und nimmt Bezug auf die charakteristischen lanzettlichen Laubblätter der Pflanze.[4][2] Taxonomisch steht die Art innerhalb der Familie der Liliaceae (Liliengewächse) in der Gattung *Lilium* und wird morphologisch der Gruppe der Asiatischen Lilien zugeordnet.[1][3] Ein historisch weit verbreitetes Synonym ist *Lilium tigrinum*, das 1809 von John Bellenden Ker Gawler anhand von Kulturpflanzen beschrieben wurde und über zwei Jahrhunderte der gebräuchliche Name war.[4][2] Aufgrund des nomenklatorischen Prioritätsprinzips setzte sich jedoch *Lilium lancifolium* als korrekter Name durch, da Thunbergs Beschreibung der von Ker Gawler um 15 Jahre vorausging.[1][4] Der im Englischen und Deutschen gebräuchliche Trivialname „Tigerlilie“ (tiger lily) verweist auf die dunklen Flecken auf den leuchtend orangefarbenen Blüten, die an eine Tigerzeichnung erinnern.[2][5] In Ostasien existieren diverse volkstümliche Namen, darunter das japanische *oniyuri* (鬼百合), was übersetzt „Teufelslilie“ oder „Ogerlilie“ bedeutet und die auffällige Erscheinung reflektiert. In Korea wird die Art als *chamnari* bezeichnet, während der russische Name *liliya lancetolistnaya* direkt als „lanzettblättrige Lilie“ übersetzt wird.[2] Es werden zwei Varietäten unterschieden: die Nominatform *L. lancifolium* var. *lancifolium* sowie die durch intensivere Blütenflecken gekennzeichnete *L. lancifolium* var. *splendens*.[3]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Lilium lancifolium wächst als ausdauernde, krautige Pflanze, die aus einer unterirdischen Zwiebel entspringt und Wuchshöhen von 60 bis 150 Zentimetern, unter optimalen Bedingungen bis zu 200 Zentimetern, erreicht.[5][4] Die Zwiebel selbst ist breit-eiförmig bis kugelig, misst 3,5 bis 8 Zentimeter im Durchmesser und besteht aus breiten, weißen Schuppen.[2] Der einzelne, aufrechte Stängel ist stielrund, hellgrün bis purpurfarben überlaufen und oft mit weißer, wolliger Behaarung versehen.[3] Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind lanzettlich geformt, 10 bis 18 Zentimeter lang und weisen parallele Nerven auf.[4] Ein wesentliches Bestimmungsmerkmal sind die kleinen, dunkelpurpurnen Brutzwiebeln (Bulbillen), die sich in den Achseln der oberen Blätter bilden und der vegetativen Vermehrung dienen.[3][4] Der endständige Blütenstand ist eine Traube, die sich aus 3 bis 25 nickenden Einzelblüten zusammensetzt.[4] Die zwittrigen Blüten besitzen sechs leuchtend orangerote, 7 bis 10 Zentimeter lange Perigonblätter (Tepalen), die stark zurückgebogen sind und die typische Türkenbund-Form bilden.[5] Charakteristisch ist die dichte Musterung mit purpur-schwarzen Punkten, die sich auf den Tepalen befinden.[3] Die Blüten sind geruchlos und verfügen über sechs Staubblätter mit purpurnen Antheren sowie rostfarbenem Pollen.[4][3] Der grüne Griffel endet in einer dreilappigen Narbe. Als Früchte werden aufrechte, 3 bis 4 Zentimeter lange Kapseln gebildet, die zylindrisch bis keulenförmig geformt sind. Diese enthalten zahlreiche schwarze, geflügelte Samen, die an die Windausbreitung angepasst sind. Von morphologisch ähnlichen Arten wie Lilium superbum unterscheidet sich Lilium lancifolium primär durch die Präsenz der Achselbulbillen.[4]

Beschreibung

Lilium lancifolium ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die als Geophyt mittels einer unterirdischen Zwiebel überdauert und Wuchshöhen von 60 bis 150 Zentimetern, unter optimalen Bedingungen bis zu zwei Metern, erreicht.[1][2] Charakteristisch für das Erscheinungsbild im natürlichen Lebensraum Ostasiens sind die aufrechten, oft dunkelviolett überlaufenen und weiß-wollig behaarten Stängel, die bevorzugt in offenen, gestörten Habitaten wie Wiesen, an Flussufern und Waldrändern gedeihen.[4][3] Eine herausragende anatomische Anpassung stellt die Bildung von dunkelvioletten Brutzwiebeln (Bulbillen) in den Achseln der oberen, lanzettlichen Laubblätter dar.[4] Diese vegetativen Vermehrungsorgane differenzieren sich hormonell gesteuert aus Achselmeristemen und ermöglichen der Art eine effektive klonale Ausbreitung, unabhängig von der Samenproduktion.[4][3] Im Gegensatz zu vielen verwandten Lilienarten, die rein auf sexuelle Reproduktion angewiesen sind, sichert diese Strategie das Überleben besonders bei den sterilen triploiden Cytotypen, die in Kultur und als Neophyten dominieren. Die im Hochsommer erscheinenden, nickenden Blüten zeichnen sich durch stark zurückgeschlagene, orangefarbene Tepalen mit purpurschwarzen Punkten aus, wobei Nektarien an der Basis spezifisch Schmetterlinge als effektive Bestäuber anlocken, während Bienen oft nur Pollen sammeln.[3] Während fertile diploide Exemplare geflügelte Samen in dreiklappigen Kapseln bilden, die durch den Wind verbreitet werden (Anemochorie), fallen die reifen Bulbillen im Herbst einfach zu Boden.[5][3] Dort bewurzeln sie sich rasch und entwickeln sich zu neuen Pflanzen, die genetisch identisch mit der Mutterpflanze sind. Die Entwicklung vom Samen oder der Bulbille bis zur blühfähigen Pflanze dauert in der Regel drei bis fünf Jahre, wobei Samen eine epigäische Keimung zeigen.[3] Historisch wurde die Art lange unter dem Synonym *Lilium tigrinum* geführt, bevor taxonomische Revisionen aufgrund der Prioritätsregel den Vorrang des Namens *L. lancifolium* bestätigten.[3] Im Feld ist die Art leicht von ähnlichen "Türkenbund"-Lilien wie *Lilium superbum* zu unterscheiden, da letzteren die charakteristischen Achselbulbillen fehlen.[5] Trotz der Nutzung der stärkehaltigen Zwiebeln als traditionelles Nahrungsmittel in der asiatischen Küche, enthalten alle Pflanzenteile für Katzen hochgiftige Substanzen, die bereits in geringen Mengen akutes Nierenversagen verursachen können.[3]

Verhalten

Das Verhalten von *Lilium lancifolium* ist stark durch Anpassungen an die vegetative Vermehrung und spezifische Bestäubungsstrategien geprägt. Zur Anlockung von Bestäubern setzt die Pflanze primär auf visuelle Signale statt auf Duftstoffe, da die Blüten geruchlos sind.[4] Die leuchtend orangefarbenen, zurückgebogenen Blütenblätter mit den charakteristischen dunklen Flecken dienen dabei als optische Orientierungshilfe.[5] In den Nektarien an der Basis der Tepalen wird Nektar produziert, der primär Schmetterlinge anzieht.[4] Diese Insekten übertragen den Pollen effektiv zwischen den Blüten, während kleine Bienen oft als Pollendiebe agieren, ohne zur Befruchtung beizutragen. Bei fertilen diploiden Exemplaren verhindert eine genetische Selbstinkompatibilität die Selbstbefruchtung und erzwingt Fremdbestäubung zur Erhöhung der genetischen Vielfalt.[3] Eine wesentliche Verhaltensanpassung zur Sicherung der Population ist die Bildung von asexuellen Brutknospen (Bulbillen) in den oberen Blattachseln.[4][3] Diese Bulbillen lösen sich nach der Reife im Spätsommer von der Mutterpflanze und fallen zu Boden, wo sie schnell Wurzeln schlagen. Durch diese vegetative Strategie ist die Art in der Lage, dichte Monokulturen zu bilden, die heimische Pflanzenarten durch Lichtentzug und Ressourcenkonkurrenz verdrängen. In eingeführten Gebieten zeigt *Lilium lancifolium* ein invasives Ausbreitungsverhalten und besiedelt aggressiv gestörte Standorte wie Wiesen und Straßenränder. Zur chemischen Abwehr produziert die Pflanze Toxine, die für viele Säugetiere unverträglich und für Katzen tödlich sind.[3] Bereits die Aufnahme geringster Mengen von Pflanzenmaterial oder Pollen führt bei Katzen innerhalb kurzer Zeit zu akutem Nierenversagen.[4]

Ökologie

In ihrem nativen Verbreitungsgebiet in Ostasien besiedelt *Lilium lancifolium* bevorzugt feuchte Wiesen, Flussufer und grasbewachsene Hänge in Höhenlagen bis zu 1000 Metern.[2][4] Die Art präferiert gut durchlässige, leicht saure Lehmböden mit hohem Humusgehalt und toleriert als Unterwuchspflanze in Laubwäldern auch Halbschatten.[5][4] Zur Anlockung von Bestäubern produzieren Nektarien an der Basis der Tepalen Nektar, der primär Schmetterlinge anzieht, welche die Fremdbestäubung sicherstellen. Während Schmetterlinge als effektive Pollenvektoren fungieren, sammeln kleine Bienen häufig lediglich Pollen, ohne eine erfolgreiche Befruchtung zu bewirken.[3] Ökologisch bedeutsam ist die sexuelle Ausbreitungsstrategie fertiler Diploide über geflügelte Samen, die durch den Wind (Anemochorie) aus den aufrechten Kapseln verbreitet werden.[5][3] In eingeführten Populationen dominieren hingegen oft sterile triploide Formen, die sich rein vegetativ über Achselbulbillen vermehren und so dichte Bestände bilden können. Diese klonale Ausbreitung ermöglicht es *Lilium lancifolium*, in gestörten Habitaten heimische Pflanzen durch Licht- und Nährstoffkonkurrenz zu verdrängen. Zudem fungiert die Pflanze als Wirt für Pflanzenpathogene wie das *Plantago asiatica mosaic virus*.[3] Aufgrund enthaltener Toxine kann der Verzehr von Pflanzenteilen bei Weidevieh wie Rindern zu Nierenschäden (renale tubuläre Nekrose) führen.[7]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Lilium lancifolium wird in Teilen Nordamerikas und Neuseeland als invasives Umweltunkraut eingestuft, da die Art dichte Monokulturen bildet und die native Biodiversität verdrängt.[3] Die ökologischen Schäden entstehen primär durch Ressourcenkonkurrenz und Habitatveränderung, wobei die vegetative Vermehrung über Brutknospen (Bulbillen) eine rasche Kolonisierung gestörter Flächen wie Wiesen und Waldränder ermöglicht.[5][3] Zur Bekämpfung werden mechanische Methoden wie das manuelle Ausgraben der Zwiebeln mit selektiven Herbizidanwendungen kombiniert, wobei die Persistenz der unterirdischen Organe eine vollständige Eradikation oft erschwert.[3] Im Gartenbau gilt die Pflanze als potenzieller Wirt für das Plantago asiatica mosaic virus und zeigt Anfälligkeiten für Botrytis-Fäule, was präventive Maßnahmen wie ausreichende Belüftung und die Vermeidung von Überkopfberegnung erfordert.[1][6] Eine signifikante medizinische Relevanz besteht aufgrund der extremen Toxizität für Katzen; alle Pflanzenteile sowie Pollen und Vasenwasser können bereits in geringsten Mengen akutes Nierenversagen auslösen. Klinische Symptome wie Erbrechen, Lethargie und Anorexie treten typischerweise innerhalb von 12 bis 24 Stunden auf. Ohne sofortige veterinärmedizinische Behandlung, die eine aggressive Flüssigkeitstherapie umfasst, liegt die Mortalität bei betroffenen Katzen zwischen 50 und 100 Prozent.[3][5] Für Hunde ist das Schadpotenzial geringer und beschränkt sich meist auf gastrointestinale Beschwerden, während bei Weidevieh Nierenschäden selten dokumentiert sind.[3][7] Beim Menschen können rohe Zwiebeln Übelkeit und Erbrechen hervorrufen, wohingegen gekochte Zwiebeln in der asiatischen Küche als sicher gelten. Präventiv sollten Katzenhalter strikt auf die Kultivierung verzichten und Gärtner in gefährdeten Ökosystemen sterile oder nicht-invasive Lilien-Alternativen wählen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung

Lilium lancifolium ist eine weltweit gehandelte Zierpflanze, die seit dem frühen 19. Jahrhundert fester Bestandteil des Gartenbaus in Europa und Nordamerika ist.[5] Kommerziell relevante Sorten wie 'Splendens' oder 'Flore Pleno' werden für ihre Widerstandsfähigkeit geschätzt und teils mit Auszeichnungen wie dem "Award of Garden Merit" prämiert.[3] Neben dem Zierwert werden die Zwiebeln in China kommerziell als Nahrungsmittel angebaut und sind ein gehandeltes Gut in der asiatischen Küche sowie der Traditionellen Chinesischen Medizin.[3][4] In eingeführten Gebieten wie Nordamerika und Neuseeland verursacht die Art jedoch wirtschaftliche und ökologische Kosten als invasives Unkraut.[3] Sie bildet dichte Monokulturen, die einheimische Flora verdrängen, wobei die Bekämpfung durch langlebige unterirdische Zwiebeln erschwert wird und oft den Einsatz von Herbiziden erfordert.[3][5] In Neuseeland wird die Pflanze offiziell als "Environmental Weed" geführt, was staatliche oder private Managementmaßnahmen nach sich zieht. Eine spezifische wirtschaftliche Relevanz ergibt sich aus der extremen Toxizität für Hauskatzen, bei denen bereits geringste Mengen Nierenversagen auslösen.[3] Dies führt zu hohen veterinärmedizinischen Kosten für Intensivbehandlungen, da die Mortalitätsrate ohne Eingreifen bei bis zu 100 % liegt.[4] Zudem kann die Art im Erwerbsgartenbau als Wirt für Pflanzenviren wie das Plantago asiatica mosaic virus fungieren, was ein Risiko für andere Kulturen darstellt.[3]

Biologie & Lebenszyklus

Der Lebenszyklus von *Lilium lancifolium* folgt dem saisonalen Rhythmus eines Geophyten, beginnend mit dem Austrieb aus der unterirdischen Zwiebel im Frühjahr.[3][2] Nach der vegetativen Wachstumsphase erfolgt die Blütezeit im nativen Verbreitungsgebiet typischerweise zwischen Juli und August.[4] Im Herbst sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab (Seneszenz), während die Zwiebel in eine Ruhephase eintritt, um den Winter zu überdauern.[2] Die sexuelle Fortpflanzung ist primär auf diploide Zytotypen beschränkt, da die weit verbreiteten triploiden Formen steril sind und keine keimfähigen Samen bilden. Die zwittrigen Blüten werden vorwiegend von Schmetterlingen bestäubt, die durch Nektar an der Basis der Tepalen angelockt werden und die Fremdbestäubung erleichtern. Aufgrund der Selbstinkompatibilität benötigen fertile Individuen Pollen von genetisch unterschiedlichen Pflanzen für eine erfolgreiche Befruchtung.[3] Nach der doppelten Befruchtung entwickeln sich dreiklappige Kapseln mit zahlreichen geflügelten, scheibenförmigen Samen, die an die Windverbreitung (Anemochorie) angepasst sind.[5][3] Frische Samen können unter feuchten, kühlen Bedingungen innerhalb von 10 bis 17 Tagen keimen, wobei der Sämling drei bis fünf Jahre benötigt, um die Blühreife zu erreichen. Eine physiologische Besonderheit von *Lilium lancifolium* ist die ausgeprägte vegetative Vermehrung über axilläre Bulbillen (Brutzwiebeln), die bei sterilen Triploiden die einzige Fortpflanzungsmethode darstellt. Die Bildung dieser klonalen Organe wird durch Phytohormone wie Auxin, Jasmonsäure und Cytokinine reguliert. Die Bulbillen reifen im Spätsommer zu schwarzen, kugelförmigen Strukturen heran, fallen von der Mutterpflanze ab und bewurzeln sich im Herbst im Boden. Zusätzlich vermehrt sich die Art durch unterirdische Zwiebelteilungen und Tochterzwiebeln, was zur Bildung dichter, genetisch uniformer Kolonien führt.[3] Für die Nährstoffaufnahme und Entwicklung bevorzugt die Art gut durchlässige, humusreiche und leicht saure Lehmböden.[5] Obwohl die Pflanze Halbschatten toleriert, ermöglichen ihr die hohen Stängel, im Unterwuchs von Laubwäldern um Licht zu konkurrieren.[4] *Lilium lancifolium* zeigt eine moderate Toleranz gegenüber Pilzkrankheiten wie Botrytis im Vergleich zu Hybriden, kann jedoch als Wirt für das *Plantago asiatica mosaic virus* fungieren.[6][3] Alle Pflanzenteile enthalten toxische Verbindungen, die bei Katzen (*Felis catus*) bereits in geringen Mengen akutes Nierenversagen auslösen können, während andere Säugetiere meist nur milde Symptome zeigen.[3][4]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Lilium lancifolium* liegt in Ostasien und umfasst den russischen Fernen Osten (inklusive Primorje, Sachalin und die Kurilen), Japan sowie die koreanische Halbinsel.[1][4] In China erstreckt sich das native Areal über weite Teile des Landes, von der Mandschurei im Norden bis nach Qinghai, Tibet und in die südöstlichen Provinzen.[2] In diesen ursprünglichen Habitaten besiedelt die Art bevorzugt feuchte Wiesen, Flussufer, Waldränder sowie grasbewachsene Hänge entlang von Gewässern. Die vertikale Verbreitung reicht in den Heimatregionen von Meereshöhe bis auf etwa 1.000 Meter.[2] *Lilium lancifolium* gedeiht vorwiegend auf gut durchlässigen, lehmigen und humusreichen Böden mit leicht saurem pH-Wert und toleriert volle Sonne bis Halbschatten.[5] Als Zierpflanze wurde die Art weltweit verbreitet; in Europa erfolgte die Einführung bereits im Jahr 1684 durch die Niederländische Ostindien-Kompanie.[3] In Nordamerika etablierte sich die Pflanze nach Einführungen Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem im Osten der USA, in Neuengland sowie im pazifischen Nordwesten.[4][3] Auch in Neuseeland ist sie seit den 1950er Jahren als Neophyt verzeichnet und gilt dort als Umweltunkraut.[3] Außerhalb des natürlichen Areals tritt *Lilium lancifolium* typischerweise als Gartenflüchtling in gestörten Habitaten auf, darunter Straßenränder, Feldraine, Wiesen und Brachflächen.[4][3] Aufgrund der effektiven vegetativen Vermehrung über Achselbulbillen neigt die Art zur Bildung dichter Bestände, die heimische Flora verdrängen können.[3] Das Vorkommen korreliert global mit den USDA-Winterhärtezonen 3 bis 9.[5]

Saisonalität & Aktivität

Lilium lancifolium ist eine ausdauernde, geophytische Pflanze, deren Aktivitätsphasen stark an den jahreszeitlichen Verlauf der gemäßigten Klimazone angepasst sind. Der Austrieb der oberirdischen Sprossteile aus der unterirdischen Zwiebel erfolgt im Frühjahr, woraufhin die vegetative Wachstumsphase die Sommermonate überdauert.[4] Die Blütezeit konzentriert sich sowohl im nativen ostasiatischen Verbreitungsgebiet als auch in naturalisierten Vorkommen auf den Spätsommer, primär die Monate Juli und August.[2] Während der Anthese sind die Blüten tagaktiv und locken durch Nektarproduktion diurnale Bestäuber wie Schmetterlinge und Bienen an. Parallel zur generativen Phase reifen in den oberen Blattachseln vegetative Brutknospen (Bulbillen) heran, die im Spätsommer bis Frühherbst eine schwarze Färbung annehmen. Diese fallen nach der Reife zu Boden und können noch im Herbst Wurzeln bilden und austreiben.[3] Zum Ende der Vegetationsperiode im Herbst sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab (Seneszenz), und die Pflanze zieht sich in das Überwinterungsstadium als ruhende Zwiebel zurück.[4] Diese Dormanzphase während des Winters ist essenziell, da die Art an Regionen mit ausgeprägten Kälteperioden (USDA-Winterhärtezonen 3–9) adaptiert ist.[5] Bei der sexuellen Vermehrung benötigen Sämlinge nach der Keimung eine Entwicklungszeit von drei bis fünf Jahren, bis sie erstmals blühfähig sind.[3]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Am Bürgerpark, Berlin, Berlin, Deutschland

    17.07.2025

  • Deutschland

    16.06.2025

  • Tyskland

    22.07.2024

  • Marburg

    28.03.2026

  • Berlin

    10.06.2026

Daten: iNaturalist

Fonti e riferimenti

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:537628-1
  2. http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=1&taxon_id=200027720
  3. https://www.invasiveplantatlas.org/subject.html?sub=22092
  4. https://floranorthamerica.org/Lilium_lancifolium
  5. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/lilium-lancifolium/
  6. https://pnwhandbooks.org/plantdisease/host-disease/lily-lilium-spp-botrytis-blight-fire
  7. https://poisonousplants.cvmbs.colostate.edu/plant/76
  8. Literaturzusammenfassung: Lilium lancifolium