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Voce del lessico

Rose in porcellana Cotiledone Lewisia

Rose in porcellana

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Caryophyllales (Caryophyllales)
Famiglia Montiaceae
Genere Lewisia
Specie Lewisia cotyledon
Nome scientifico Lewisia cotyledon (S.Watson) B.L.Rob.
Nome accettato

Einleitung

*Lewisia cotyledon* ist eine immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Montiaceae, die in den Klamath-Bergen im Grenzgebiet von Oregon und Kalifornien heimisch ist.[1][2] Die Art besiedelt felsige, subalpine Standorte und Felswände, an denen sie sich mit einer kräftigen Pfahlwurzel verankert und Rosetten aus fleischigen Blättern bildet.[1][3] Bekannt ist sie für ihre großen, oft rosa bis violett gestreiften Blüten, weshalb sie im Englischen auch als „Siskiyou lewisia“ oder „cliff maids“ bezeichnet wird.[2][3]

Analisi comunitaria

OpenInsect
1
Avvistamenti negli ultimi 12 mesi
Dati della community Silberkraft
Ultimo il 14.04.2026
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Fakten (kompakt)

- Die vertikale Verbreitung der Art erstreckt sich über einen Höhenbereich von 150 bis 2.010 Metern. - Das Artepitheton *cotyledon* entstammt dem Griechischen Wort *kotylēdon* („kleiner Becher“), was auf die Form der Blätter verweist. - Die Blütenkrone besteht aus 5 bis 9 Blütenblättern, die jeweils eine Länge von 10 bis 20 mm erreichen. - Zum erweiterten Lebensraum zählen spezifische Waldgesellschaften wie Gelb-Kiefer-, Pracht-Tannen- und Küsten-Kiefer-Wälder. - Der globale Erhaltungsstatus der Gesamtart wird als „scheinbar sicher“ (G4) eingestuft.[12] - Die Varietät *Lewisia cotyledon* var. *heckneri* gilt in Kalifornien als selten und bedroht (Rang 1B.2) und ist auf hochgelegene Bergkämme beschränkt.[12] - Für die Varietät *var. howellii* besteht laut der California Native Plant Society weiterer Forschungsbedarf (Rang 3.2). - Systematisch wird die Gattung der Unterfamilie Montioideae und der Tribus Montieae zugeordnet. - Von der verwandten Gattung *Claytonia* unterscheidet sich *Lewisia* durch immergrüne, lederartige Blätter und spezifische Öffnungsmuster der Kapselfrüchte. - Taxonomisch gehört die Art zur Ordnung der Nelkenartigen (Caryophyllales) und der Klasse der Equisetopsida.[12]

Name & Einordnung

Der akzeptierte wissenschaftliche Name der Art lautet *Lewisia cotyledon* (S. Watson) B.L. Rob.[4] Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1885 durch Sereno Watson unter dem Basionym *Calandrinia cotyledon*.[1] Benjamin L. Robinson überführte die Art 1897 in die Gattung *Lewisia*.[4] Ein weiteres Synonym ist *Oreobroma cotyledon* (S. Watson) Howell.[4] Systematisch wird die Gattung heute der Familie der Quellkrautgewächse (Montiaceae) zugeordnet, nachdem sie phylogenetisch aus den Portulakgewächsen (Portulacaceae) ausgegliedert wurde.[2] Der Gattungsname *Lewisia* ehrt Meriwether Lewis, der während der Lewis-und-Clark-Expedition 1806 Exemplare dieser Pflanzengruppe sammelte. Das Artepitheton *cotyledon* leitet sich vom griechischen Wort *kotylēdon* („kleiner Becher“) ab und verweist auf die löffel- oder becherartige Form der fleischigen Blätter.[1] Im Deutschen wird die Gattung als Bitterwurz bezeichnet. Im englischen Sprachraum sind die Trivialnamen „Siskiyou lewisia“, verweisend auf das Verbreitungsgebiet, sowie „cliff maids“ gebräuchlich.[2] Innerhalb der Art werden neben der Nominatform die Varietäten *Lewisia cotyledon* var. *heckneri* und var. *howellii* unterschieden.[3]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Lewisia cotyledon* ist eine immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 30 cm erreicht und im vegetativen Zustand keine oberirdischen Stängel bildet. Die Pflanze verankert sich mit einer dicken, fleischigen Pfahlwurzel, die sich distal verzweigt, sowie einem verholzenden Caudex fest im felsigen Substrat.[1] Sie bildet eine kompakte basale Rosette mit einem Durchmesser von bis zu 15 cm aus zahlreichen fleischigen Blättern.[3] Diese Laubblätter sind löffelförmig (spatelförmig), oblanceolat oder obovat geformt, messen 2 bis 14 cm in der Länge sowie 0,5 bis 2 cm in der Breite und verjüngen sich zu einer abgerundeten Spitze.[1][3] Die Blattspreiten sind dunkelgrün bis rötlich gefärbt, wobei die Ränder ganzrandig, gewellt oder gezähnt sein können.[3] Zur Blütezeit entspringen der Rosette blattlose, aufsteigende bis fast aufrechte Blütenstängel von 10 bis 30 cm Höhe. Jeder Stängel trägt einen dichten, rispigen bis fast doldigen Blütenstand, der aus 10 bis 50 Blüten besteht. Die unter den Blüten sitzenden Hochblätter sind 2 bis 4 mm lang, obovat bis lanzettlich und besitzen drüsig gezähnte Ränder sowie oft harzige Spitzen. Die gestielten Blüten weisen zwei fast kreisrunde bis breit eiförmige Kelchblätter von 4 bis 6 mm Länge auf, die ebenfalls drüsig gezähnte Ränder zeigen.[1] Die Krone besteht aus 7 bis 10 (selten bis 13) länglichen bis eiförmigen Petalen, die 12 bis 20 mm lang sind. Die Blütenfärbung variiert von Weiß und Pink-Lila bis zu Creme oder Gelb, häufig durchzogen von pinken oder orangen Streifen.[3] Der generative Apparat umfasst 5 bis 12 Staubblätter und einen Griffel mit 2 bis 4 Narben. Nach der Befruchtung entwickeln sich 3 bis 5 mm lange, kugelige bis eiförmige Kapselfrüchte, die durchscheinend sind und sich deckelartig (circumscissil) öffnen. Jede Kapsel enthält 4 bis 15 winzige, etwa 1,5 mm lange Samen, die schwarz, glänzend und glatt bis fein gewarzt sind.[1] Von verwandten Gattungen wie *Claytonia* unterscheidet sich die Art durch ihre immergrünen, ledrigen Blätter und den ausdauernden Wuchs.[2]

Beschreibung

Das Porzellanröschen (*Lewisia cotyledon*) ist eine immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die sich durch ihre Anpassung an extreme, felsige Subalpinzonen auszeichnet.[1][8] Als Mitglied der Familie der Montiaceae bildet die Art dichte, bodennahe Blattrosetten, die ganzjährig persistieren und eine strukturelle Basis für die jährlichen Blütenstände bilden.[2] Ein charakteristisches Merkmal ist die massive, fleischige Pfahlwurzel, die sich distal verzweigt und in einen verholzenden Caudex übergeht, was der Pflanze eine feste Verankerung in vertikalen Felsspalten und instabilem Geröll ermöglicht.[1][2] Die sukkulenten Laubblätter sind löffelförmig bis obovat geformt und besitzen eine waxy Textur sowie spezialisierte Gewebe zur Wasserspeicherung, wodurch die Art die ausgeprägte Sommertrockenheit ihres mediterran geprägten Verbreitungsgebiets überdauern kann.[5][2] Der wissenschaftliche Artname *cotyledon* (griechisch für „kleiner Becher“) bezieht sich direkt auf diese charakteristische, oft leicht schüsselförmige Blattgestalt. Im Gegensatz zu nahe verwandten Gattungen wie *Claytonia* unterscheidet sich *Lewisia cotyledon* durch ihre ledrigen, immergrünen Blätter und spezifische Öffnungsmechanismen der Kapselfrüchte.[2] Während der Reproduktionsphase von April bis Juli treibt die Pflanze blattlose Stängel, die drüsig gezähnte Hochblätter tragen; diese Drüsen erscheinen oft harzspitzig und dienen vermutlich dem Schutz vor Austrocknung oder Fraßfeinden.[1][3] Die Blütenstände zeigen eine hohe Variabilität in der Färbung, wobei die 5 bis 10 Kronblätter oft markante dunklere Streifen aufweisen, die als Nektarleitlinien für Bestäuber wie die spezialisierte Fliegenart *Eulonchus tristis* fungieren.[2] Nach der Bestäubung entwickeln sich transluzente Kapseln, die kleine, glänzend schwarze Samen enthalten.[1] Die Entwicklung der „Jungstadien“ (Keimlinge) ist an den alpinen Jahreszyklus gekoppelt: Die Samen benötigen eine Kaltstratifikation (Kältereiz über mehrere Wochen), um die Dormanz zu brechen, und keimen typischerweise erst nach der Schneeschmelze.[9][2] Obwohl die primäre Vermehrung sexuell erfolgt, besitzt die Art die Fähigkeit zur vegetativen Ausbreitung durch die Bildung von tochterrosettenartigen Ablegern (Offsets) an der Basis, wodurch ältere Exemplare teppichartige Matten bilden können.[6] Historisch wurde die Art 1885 zunächst als *Calandrinia cotyledon* von Sereno Watson beschrieben, bevor sie taxonomisch der Gattung *Lewisia* zugeordnet wurde, die zu Ehren von Meriwether Lewis benannt ist.[2][4]

Verhalten

Lewisia cotyledon ist für die Reproduktion auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen und produziert Nektar, um Bienen, Schmetterlinge und Fliegen anzulocken.[5] Eine spezialisierte Interaktion besteht in Nordkalifornien mit der Fliegenart *Eulonchus tristis* (Jeweled Spider Fly), die *L. cotyledon* selbst bei Verfügbarkeit anderer Blüten exklusiv aufsucht.[5] Als Anpassung an das mediterrane Klima zeigt die Pflanze ein Vermeidungsverhalten gegenüber Trockenstress, indem sie während der sommerlichen Hitze in eine Ruhephase eintritt. Dabei sterben die Rosetten bis zum Caudex ab, um die Trockenheit zu überdauern, und ergrünen erst mit den saisonalen Regenfällen erneut. Zur Abwehr verfügen die floralen Hochblätter über harzige Drüsen, die wahrscheinlich Schutz vor Austrocknung und geringfügigem Fraß bieten. Dennoch dient die Art als Wirt für Herbivoren wie Blattläuse (*Aphis* spp.), die an den sukkulenten Blättern saugen. Auch Schnecken interagieren mit der Pflanze, indem sie besonders unter feuchten Bedingungen die basalen Rosetten fressen.[2] In nährstoffarmen Böden geht die Art möglicherweise Mykorrhiza-Symbiosen ein, um die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor, zu verbessern.[5] Die Ausbreitung der Samen erfolgt primär passiv durch die Schwerkraft in unmittelbarer Nähe der Mutterpflanze, was zu einer lokalen Populationsstruktur führt.[1] In gestörten Habitaten unterliegt *Lewisia cotyledon* oft in der Konkurrenz mit invasiven einjährigen Gräsern, welche die Bodenfeuchtigkeit verändern und Keimlinge beschatten können.[2]

Ökologie

Das Habitat von *Lewisia cotyledon* umfasst felsige subalpine und montane Wälder sowie Chaparral-Gebiete, wobei die Art bevorzugt Spalten in Granit-, Serpentin- oder metamorphen Gesteinen besiedelt.[1][3] Die Pflanzen finden sich häufig an nordseitigen Klippen und Felsvorsprüngen, die Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und Staunässe bieten.[5] Physiologisch ist die Art durch sukkulente Blätter an das mediterrane Klima angepasst und fällt während der sommerlichen Hitze und Trockenheit in eine Dormanz.[1][5] Die Bestäubung erfolgt durch diverse Insekten, darunter Bienen, Schmetterlinge und Fliegen, die vom Nektar der Blüten angelockt werden.[5] In Nordkalifornien wurde eine spezialisierte Interaktion mit der Spinnenfliege *Eulonchus tristis* beobachtet, die *L. cotyledon* selbst bei Verfügbarkeit anderer Blüten exklusiv besucht. Die Samenverbreitung geschieht vorwiegend durch die Schwerkraft in unmittelbarer Nähe der Mutterpflanze, gelegentlich unterstützt durch Wind oder saisonalen Wasserfluss. Zu den natürlichen Feinden zählen Blattläuse (*Aphis* spp.) sowie Schnecken, die die basalen Rosetten schädigen können. Harzdrüsen an den Hochblättern fungieren vermutlich als Schutzmechanismus gegen Austrocknung und leichten Fraßdruck. Auf nährstoffarmen Serpentinböden profitiert die Pflanze wahrscheinlich von Mykorrhiza-Symbiosen zur verbesserten Phosphoraufnahme, wenngleich direkte Studien hierzu selten sind. In gestörten Lebensräumen besteht eine Konkurrenzempfindlichkeit gegenüber invasiven einjährigen Gräsern, welche die Keimlinge beschatten und die Bodenfeuchtigkeitsdynamik verändern können.[5]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Lewisia cotyledon wird nicht als Schädling klassifiziert, sondern gilt als ökologisch wertvoller Nützling, der Bestäubern wie Bienen, Schmetterlingen und der spezialisierten Fliegenart *Eulonchus tristis* Nektar bietet. In der Kultur können jedoch Schädlinge auftreten, wobei Blattläuse (*Aphis* spp.) den Pflanzensaft der sukkulenten Blätter saugen und die Vitalität schwächen.[5] Nackt- und Gehäuseschnecken verursachen typische Fraßschäden an den fleischigen basalen Rosetten, insbesondere unter feuchten Bedingungen.[5][2] Gelegentlich befallen Wollläuse die oberirdischen Teile oder Wurzeln, während Dickmaulrüssler in Containern Wurzelschäden hervorrufen können. Das größte Schadpotenzial geht von physiologischen Störungen aus, insbesondere Wurzelfäule durch Staunässe, welche oft zum raschen Absterben der Pflanze führt. Zur Prävention ist eine exzellente Drainage essenziell, die durch kieshaltige, gut durchlässige Substrate und die Vermeidung von Lehmböden erreicht wird. Eine Mulchschicht aus feinem Kies um den Wurzelhals schützt die Rosette vor Kontakt mit feuchter Erde und beugt Fäulnis vor.[2] Hygienische Gießpraktiken, wie das Vermeiden von Überkopfberegnung und das Abtrocknenlassen des Substrats zwischen den Wassergaben, sind entscheidend für die Pflanzengesundheit.[2][10] Bekämpfungsmaßnahmen gegen Mollusken umfassen das manuelle Absammeln, den Einsatz von Barrieren oder organischen Ködern.[2] Aus rechtlicher Sicht ist die Entnahme von Wildpflanzen kritisch zu bewerten, da Habitatverlust und kommerzielles Sammeln lokale Bestände gefährden.[8][11] Besonders die Varietäten *L. cotyledon* var. *heckneri* und var. *howellii* unterliegen in Kalifornien einem Schutzstatus (Rank 1B.2 bzw. 3.2), der besondere Aufmerksamkeit erfordert.[3][4] In kalifornischen State Parks und National Forests ist das Sammeln wilder Exemplare untersagt, um die genetische Vielfalt und fragile Populationen zu bewahren.[4][2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Lewisia cotyledon besitzt eine signifikante wirtschaftliche Relevanz im Zierpflanzensektor, wo sie aufgrund ihrer Trockenheitstoleranz und Blütenpracht als geschätzte Staude für Steingärten gehandelt wird. Seit den 1950er Jahren existieren gezielte Zuchtprogramme, die kommerziell erfolgreiche Sorten wie die 'Sunset Strain' oder die 'Elise'-Serie hervorbrachten. Die Sorte 'Elise' zeichnet sich durch eine Blüte bereits im ersten Jahr aus, was die Produktionszyklen in Gärtnereien verkürzt und die Rentabilität steigert. Die gärtnerische Bedeutung wird durch Auszeichnungen wie den "Award of Garden Merit" der Royal Horticultural Society unterstrichen.[2] Allerdings führt die hohe Nachfrage im Gartenbau auch zu negativen wirtschaftlichen Anreizen, da illegale Wildsammlungen die natürlichen Populationen gefährden.[8][4] Um diesen Auswirkungen des Handels entgegenzuwirken, verbieten Vorschriften in Kalifornien die Entnahme seltener Varietäten aus der Natur, was den Markt auf Baumschulware beschränkt. In der Kultivierung entstehen Kosten durch den Schutz vor Schädlingen wie Blattläusen (*Aphis* spp.), Schnecken und Wollläusen, die die Verkaufsqualität durch Fraßschäden mindern können.[5][2] Auch der Dickmaulrüssler kann gelegentlich Wurzelschäden an Topfpflanzen verursachen, was zu Totalverlusten führt.[2] Die größte wirtschaftliche Herausforderung in der Produktion ist jedoch die Vermeidung von Wurzelfäule, die den Einsatz spezialisierter, stark drainierter Substrate erfordert.[10][2] Ökologisch fungiert die Art als Nektarquelle für Bestäuber wie die Fliege *Eulonchus tristis*, was ihre Rolle als Nützling in naturnahen Pflanzungen stärkt.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Lewisia cotyledon ist eine langlebige, immergrüne Staude, die unter günstigen Bedingungen ein Alter von über zehn Jahren erreichen kann.[6][2] Die Pflanze bildet eine kräftige, fleischige Pfahlwurzel und einen verholzenden Caudex aus, die der Verankerung in Felsspalten sowie der Speicherung von Wasser und Nährstoffen dienen.[1][3] Physiologisch ist die Art an extreme subalpine Bedingungen angepasst: Ihre sukkulenten Blätter ermöglichen das Überleben in trockenen Sommern, während sie im Winter Temperaturen bis zu -40 °C toleriert. Bei starker Sommerhitze und Trockenheit kann die Pflanze in eine Ruhephase (Dormanz) eintreten, bei der die Rosetten bis zum Caudex zurücktrocknen, um nach saisonalen Regenfällen wieder auszutreiben.[2] Die Fortpflanzung erfolgt primär sexuell über die Blütezeit von April bis Juli, abhängig von der Höhenlage.[1] Die nektarreichen Blüten werden von Insekten wie Bienen, Schmetterlingen und Fliegen bestäubt.[5] In Nordkalifornien wurde eine spezialisierte Beziehung zur Fliegenart Eulonchus tristis beobachtet, die L. cotyledon auch bei Verfügbarkeit anderer Blüten bevorzugt anfliegt.[5] Nach der Befruchtung entwickeln sich 3 bis 5 mm lange Kapselfrüchte, die jeweils 4 bis 15 winzige, schwarze Samen enthalten.[1][3] Die Samenverbreitung erfolgt überwiegend durch die Schwerkraft in direkter Umgebung der Mutterpflanze, seltener unterstützt durch Wind oder Wasser. Für die Keimung benötigen die Samen eine Kaltstratifikation von ein bis zwei Monaten bei Temperaturen zwischen 1 und 5 °C. Die Keimdauer variiert stark und kann zwischen einem Monat und einem Jahr liegen.[5] Vegetativ kann sich die Pflanze durch die Bildung von Tochterrosetten (Offsets) an der Basis vermehren.[2] In ihrem natürlichen Habitat wächst L. cotyledon auf nährstoffarmen, gut drainierten Böden, oft auf Serpentingestein, und profitiert vermutlich von Mykorrhiza-Symbiosen zur verbesserten Phosphoraufnahme. Zu den natürlichen Feinden zählen Blattläuse (Aphis spp.) und Schnecken, während invasive Gräser in gestörten Habitaten eine Konkurrenz für Sämlinge darstellen. Harzdrüsen an den Hochblättern bieten potenziellen Schutz vor Austrocknung und Herbivoren.[5]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Lewisia cotyledon* beschränkt sich auf das westliche Nordamerika, wo die Art in den Klamath Mountains entlang der Grenze zwischen dem südwestlichen Oregon und dem nordwestlichen Kalifornien endemisch ist.[1][2] Der Verbreitungsschwerpunkt liegt in den Siskiyou Mountains, wobei Vorkommen in den Counties Josephine und Curry (Oregon) sowie Siskiyou, Trinity, Humboldt und Shasta (Kalifornien) dokumentiert sind.[2][3] Außerhalb dieses Areals existieren keine etablierten wildlebenden Populationen, obwohl die Pflanze weltweit in Steingärten kultiviert wird.[4] *Lewisia cotyledon* besiedelt primär felsige, subalpine Habitate und ist auf Felsvorsprünge, Schutthalden sowie steile Klippenwände spezialisiert.[1][5] Bevorzugt wächst sie in Felsspalten von nordseitigen Klippen, die Schutz vor direkter Mittagssonne bieten, sowie auf Serpentin-Pflasterungen.[5][2] Als geologischer Untergrund dienen häufig Granit, metamorphe Gesteine oder Serpentinböden, die eine exzellente Drainage gewährleisten müssen. Der Lebensraum erstreckt sich oft bis in lichte Bergwälder, die von Gelb-Kiefern (*Pinus ponderosa*), Pracht-Tannen (*Abies magnifica*) und Küsten-Kiefern (*Pinus contorta*) dominiert werden. Auch in Chaparral-Gebieten und cismontanen Gehölzformationen ist das Porzellanröschen anzutreffen. Die vertikale Verbreitung reicht von etwa 100 Metern in tief gelegenen Felsformationen bis hin zu 2.300 Metern in alpinen Höhenstufen.[5][3] Das lokale Klima ist mediterran geprägt, mit feuchten Wintern, in denen Schnee in höheren Lagen fällt, und trockenen Sommern.[2] Die sukkulenten Blätter ermöglichen das Überleben in diesen Habitaten, indem sie Wasser speichern, um die sommerliche Trockenperiode zu überstehen.[7] Herbarbelege und aktuelle Daten bestätigen die Persistenz an den bekannten Standorten ohne signifikante Arealausweitung.[5] Während die Art insgesamt als stabil gilt, sind seltene Varietäten wie *var. heckneri* auf hochgelegene Bergrücken beschränkt und gelten in Kalifornien als gefährdet.[8]

Saisonalität & Aktivität

Lewisia cotyledon ist eine immergrüne, ausdauernde Pflanze, deren Lebenszyklus eng an die klimatischen Bedingungen ihrer subalpinen Habitate angepasst ist.[1] Die primäre Blütezeit erstreckt sich vom Frühling bis in den Frühsommer, typischerweise von April bis Juli.[2] In höheren Lagen verschiebt sich die Hauptblüte oft in den Juni und Juli, da sie dort von der Schneeschmelze und der damit verbundenen Feuchtigkeitsverfügbarkeit abhängt. Während dieser Phase ist die Pflanze auf die Aktivität von Insektenbestäubern angewiesen, wobei in Nordkalifornien eine spezialisierte Interaktion mit der Fliegenart *Eulonchus tristis* beobachtet wurde.[5] Nach der Samenreife reagiert die Art auf die sommerliche Trockenheit mit einer Ruhephase (Dormanz), um Wasser zu sparen. Bei extremer Hitze und Aridität können die Rosetten bis zum Caudex zurücksterben, bevor sie mit den einsetzenden Herbstregen wieder ergrünen.[2] Die Pflanze überwintert als kälteresistente Rosette und toleriert Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt sowie Schneebedeckung.[1] Für die Keimung der Samen ist eine Kälteperiode (Stratifikation) im Winter essenziell, wobei Temperaturen zwischen 1 und 5 °C über mehrere Wochen benötigt werden.[5] Unter optimalen Bedingungen handelt es sich um eine langlebige Staude, die diesen saisonalen Zyklus über mehr als zehn Jahre durchlaufen kann.[6]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Laudenbach (Bergstr), Germany

    20.04.2025

Daten: iNaturalist

Fonti e riferimenti

  1. http://floranorthamerica.org/Lewisia_cotyledon
  2. https://www.wildflower.org/plants/result.php?id_plant=LECO5
  3. https://ucjeps.berkeley.edu/eflora/eflora_display.php?tid=30829
  4. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:139315-2
  5. https://courses.washington.edu/esrm412/protocols/2015/LECO5.pdf
  6. https://www.ocregister.com/2013/03/16/mcnatt-showy-lewisia-can-live-for-ages/
  7. http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=1&taxon_id=242415767
  8. https://explorer.natureserve.org/Taxon/ELEMENT_GLOBAL.2.142287/Lewisia_cotyledon_var_heckneri
  9. https://klamathsiskiyouseeds.com/product/lewisia-cotyledon-siskiyou-lewisia/
  10. https://mountaincrestgardens.com/lewisia-cotyledon/
  11. https://consbio.org/wp-content/uploads/2022/05/swra_mining.pdf
  12. Literaturzusammenfassung: Lewisia cotyledon