Die **Schwarzgraue Wegameise** (*Lasius niger*) ist eine zur Unterfamilie der Schuppenameisen (Formicinae) zählende Art der Paläarktis, die als eine der häufigsten und anpassungsfähigsten Ameisen in Europa gilt.[1] Sie besiedelt vielfältige Lebensräume von Gärten bis zu städtischen Gebieten und tritt ökologisch als omnivorer Räuber sowie Aasfresser auf, wird jedoch aufgrund des Eindringens in Gebäude und der intensiven Pflege von Blattläusen oft als Lästling wahrgenommen.[2][1] Von der eng verwandten, vorwiegend in Waldhabitaten lebenden Art *Lasius platythorax* ist sie durch morphometrische Merkmale und genetische Analysen abgrenzbar.[1]
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Formica da giardino grigio-nera Immagini e foto di avvistamenti reali
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Biologie & Lebenszyklus
Die Fortpflanzung von *Lasius niger* wird durch den synchronisierten Hochzeitsflug eingeleitet, der in Europa primär im Juli und August bei warmen Temperaturen über 20 °C stattfindet. Die Art ist streng monogyn, wobei sich die Königin meist nur mit einem einzigen Männchen paart, bevor sie ihre Flügel abwirft und eine claustrale Gründung in einer selbst gegrabenen Erdhöhle beginnt. Während dieser Phase zehrt die Königin ausschließlich von körpereigenen Fettreserven und baut ihre Flugmuskulatur ab, um die erste Brut zu ernähren. Die Erfolgsrate der Koloniegründung ist in der Natur gering und liegt oft nur bei 1 bis 3 %. Der Entwicklungszyklus umfasst die Stadien Ei, Larve, Puppe und Imago, wobei die nierenförmigen Eier eine Inkubationszeit von 2 bis 3 Wochen aufweisen. Die darauffolgende Larvenentwicklung durchläuft 3 bis 4 Stadien und dauert je nach Temperatur und Nahrung 2 bis 4 Wochen. Die Verpuppung erfolgt meist in einem Seidenkokon, aus dem nach 10 bis 14 Tagen die adulten Ameisen schlüpfen. Insgesamt benötigt die Ontogenese vom Ei bis zum Adulttier bei optimalen 24–25 °C etwa 6 bis 10 Wochen, sistiert jedoch unterhalb von 10 °C. Die ersten Arbeiterinnen, sogenannte Pygmäen, sind deutlich kleiner als spätere Generationen und übernehmen sofort die Brutpflege und Nahrungssuche.[1] Königinnen weisen eine außergewöhnliche Langlebigkeit auf und können im Freiland 15 bis 20 Jahre alt werden, während Arbeiterinnen lediglich 1 bis 3 Jahre leben. Ein Laborrekord belegt für eine Königin sogar ein Alter von 28 Jahren und 9 Monaten.[3] Die Ernährung basiert auf einer omnivoren Diät, wobei Kohlenhydrate aus Honigtau und Nektar als Energielieferanten dienen und Insekten als Proteinquelle für das Larvenwachstum genutzt werden. Eine bedeutende ökologische Rolle spielt die Trophobiose mit Blattläusen wie *Aphis fabae*, die von den Ameisen für ihren zuckerhaltigen Honigtau "gemolken" und vor Prädatoren beschützt werden. Ebenso existieren mutualistische Beziehungen zu Raupen des Argus-Bläulings (*Plebejus argus*), die ebenfalls Sekrete abgeben. Zur Verteidigung setzen die Arbeiterinnen Mandibeln sowie Ameisensäure ein, die sie aus der Giftdrüse versprühen. Natürliche Feinde umfassen Vögel wie den Star (*Sturnus vulgaris*), Spinnen der Familie Lycosidae sowie parasitoide Wespen wie *Gelis agilis*, die die Puppen befallen. Zudem können entomopathogene Pilze wie *Metarhizium brunneum* ganze Kolonien infizieren.[1]
Avvistamenti e casi attuali in Germania
Bad Oldesloe, Schleswig-Holstein, Deutschland
14.10.2025
Niehl, 50 Köln-Nippes, Deutschland
02.10.2025
Steenbarg, Rastorf, Schleswig-Holstein, Deutschland
28.09.2025
Deutschland
27.09.2025
Kiel, Deutschland
26.09.2025
Daten: iNaturalist
Stagionalità e andamento della domanda
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Die Erfindung betrifft eine insektizide Zusammensetzung, die auf hydrophober amorpher Kieselsäure als aktivem Wirkstoff basiert. Das Patent nennt spezifisch die Anwendung gegen Lasius niger (Gartenameisen) sowie gegen Schaben und die Rote Vogelmilbe. Die Kieselsäure wirkt durch physikalische Austrocknung und Schädigung der Insektenkutikula. Die Formulierung ist besonders für den Einsatz in der Tierhaltung (z.B. bei Hühnern) sowie zur allgemeinen Schädlingsbekämpfung geeignet.
DE-2261685-A1ChemicalSconosciuto
Langlebiger Köder für Pharaoameisen, enthaltend Mischungen aus Eigelb, Zucker und Insektizid zur Verwendung in Heimen und Krankenhäusern
Thompson GmbH Siegel (1972)
Rilevanza:9/10
Riepilogo
Dieses Patent beschreibt einen vergifteten Fraßköder, der zwar primär für Pharaoameisen entwickelt wurde, aber explizit auch gegen Lasius niger wirksam ist. Die Zusammensetzung besteht aus Eigelb, Kohlenhydraten (wie Honig) und dem Insektizid Kepone. Das Besondere ist das Herstellungsverfahren, bei dem die Mischung schonend unterhalb des Koagulationspunktes der Proteine getrocknet wird (z.B. Gefriertrocknung). Dies erhält die hohe Attraktivität des Köders für die Ameisen, sodass er anderen Nahrungsquellen vorgezogen wird.