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Cucciolata dell'uomo Eryngium planum

Cucciolata dell'uomo

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Apiales (Apiales)
Famiglia Apiaceae
Genere Eryngium
Specie Eryngium planum
Nome scientifico Eryngium planum L.
Nome accettato

Einleitung

Die **Blaue Mannstreu** (*Eryngium planum*) ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae), deren ursprüngliches Verbreitungsgebiet von Ost-Mitteleuropa bis in die Mongolei reicht.[1][2] Sie zeichnet sich durch stahlblaue, distelartige Blütenköpfe und flache Laubblätter aus, worauf sich das Artepitheton *planum* bezieht und was sie von verwandten Arten unterscheidet. Die Art wird häufig als Zierpflanze sowie Insektennährgehölz verwendet und ist in Teilen Nordamerikas und Westeuropas eingebürgert.[2]

Fakten (kompakt)

- Die Art wird taxonomisch der Abteilung Streptophyta, der Klasse Equisetopsida sowie der Unterklasse Magnoliidae zugeordnet und ist Teil der Ordnung Apiales. - Innerhalb der Gattung gehört *Eryngium planum* zum Subgenus *Eryngium*, einer primär in der Alten Welt verbreiteten Gruppe, die sich von Neuwelt-Subgenera wie *Monocotyloidea* und *Fruticosa* abgrenzt. - Auf infragenerischer Ebene erfolgt die Einordnung in die Sektion *Planum*, definiert durch Merkmale wie die spezifische Anordnung und Färbung der Hüllblätter sowie die Kompaktheit der Blütenköpfchen. - Zu den akzeptierten Synonymen, die historische nomenklatorische Variationen widerspiegeln, zählen *Eryngium planifolium* Pall., *Eryngium intermedium* Weinm., *Eryngium armatum* Csató ex Simonk. und *Eryngium caeruleum* Gilib. - Die Gattung *Eryngium* umfasst weltweit etwa 250 Arten, während die übergeordnete Familie Apiaceae rund 3.700 Spezies beinhaltet. - Im englischen Sprachraum sind Trivialnamen wie „flat sea holly“, „plains eryngo“ oder „blue eryngo“ gebräuchlich, die auf die flache Struktur oder die Herkunft verweisen. - Trotz der Robustheit ist der Erfolg beim Umpflanzen etablierter Exemplare aufgrund des tiefreichenden Wurzelsystems oft gering.[9]

Name & Einordnung

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung von *Eryngium planum* erfolgte im Jahr 1753 durch Carl von Linné in seinem Werk *Species Plantarum*. Diese Klassifizierung basierte auf Pflanzenmaterial aus verschiedenen europäischen Regionen, darunter Russland, Polen, Österreich und die Schweiz.[3] Der Gattungsname *Eryngium* leitet sich vom altgriechischen Wort *eryngion* ab, einer Verkleinerungsform von *eryngos*, womit antike Botaniker distelartige Gewächse bezeichneten. Das lateinische Art-Epitheton *planum* bedeutet „flach“ und bezieht sich auf die flache Struktur beziehungsweise die unbewehrten Blätter, die die Art von vielen dornigen Verwandten unterscheiden. Innerhalb der Gattung wird *Eryngium planum* dem Subgenus *Eryngium* und der Sektion *Planum* zugeordnet, womit sie zu einer Gruppe altweltlicher Taxa gehört. Diese Einordnung grenzt sie von neuweltlichen Subgenera wie *Monocotyloidea* ab und basiert auf Merkmalen der Blütenköpfe und der Blattmorphologie. Zu den dokumentierten Synonymen zählen historisch verwendete Namen wie *Eryngium planifolium* Pall., *Eryngium intermedium* Weinm. sowie *Eryngium caeruleum* Gilib..[1] Im deutschen Sprachraum ist die Art als „Blaue Mannstreu“ bekannt, was auf die intensive Färbung der Hochblätter anspielt. Internationale Trivialnamen wie das englische „flat sea holly“ oder „plains eryngo“ sowie das russische „ploskaya eryngiya“ reflektieren ebenfalls die Wuchsform und das Verbreitungsgebiet.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Eryngium planum wächst als ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 70 bis 100 cm erreicht und einen aufrechten, horstbildenden Habitus zeigt. Die steifen, im oberen Bereich verzweigten Stängel sind oft violett-blau bis grau-weiß überlaufen und entspringen einer basalen Rosette.[2][4] Unterirdisch bildet die Art eine kräftige, verholzte Pfahlwurzel aus, die tief in den Boden eindringt und das Überdauern an trockenen Standorten ermöglicht. Die grundständigen Blätter sind lang gestielt (6–13 cm) mit ungeteilten, schmal elliptisch-eiförmigen Spreiten, die eine herzförmige Basis aufweisen. Ihre Ränder sind grob gesägt und mit kurzen Dornen oder Zähnen besetzt, wobei die ledrige Oberfläche meist dunkelgrün bis blaugrün bereift erscheint und dicke weiße Adern zeigt. Im Gegensatz dazu sind die sitzenden Stängelblätter tief drei- bis fünfteilig gelappt mit lanzettlichen Abschnitten und dornig gesägten Rändern.[4] Der Blütenstand setzt sich aus zahlreichen kugeligen bis eiförmigen Köpfchen zusammen, die einen Durchmesser von 1 bis 2 cm erreichen und eine stahlblaue bis violette Färbung annehmen.[2][4] Jedes Köpfchen wird von 5 bis 6 linearen bis lanzettlichen Hüllblättern umgeben, die am Rand dornig gesägt sind und spitz zulaufen. Die zwittrigen Einzelblüten sind radiärsymmetrisch und besitzen fünf blassblaue Kronblätter sowie aufrechte Griffel. Nach der Bestäubung entwickeln sich 3 bis 3,5 mm lange, eiförmige bis fast kugelige Schizokarpien als Früchte. Diese sind dorsal abgeflacht und mit weißen, schmalen Schuppen besetzt, welche die Ausbreitung begünstigen.[4] Der Artname planum bezieht sich auf die flache Struktur der Blattspreiten, die im Vergleich zu anderen Gattungsvertretern weniger stark bewehrt wirken.[3] Von der verwandten Stranddistel (*Eryngium maritimum*) unterscheidet sich *E. planum* deutlich durch die Morphologie der Laubblätter und die Struktur der Blütenköpfe.[2]

Beschreibung

Eryngium planum charakterisiert sich als ausdauernde, horstbildende Staude, die durch ihren distelartigen Habitus und die auffällige stahlblaue Färbung der Infloreszenzen besticht.[2] Als Hemikryptophyt überdauert die Pflanze den Winter mit Erneuerungsknospen an der Erdoberfläche, geschützt durch faserige Reste alter Blattscheiden an der Basis.[3][4] Ein anatomisches Schlüsselmerkmal ist die kräftige, verholzende Pfahlwurzel, die tief in das Substrat eindringt und der Art eine hohe Trockenstresstoleranz in ihren natürlichen Steppen- und Halbtrockenrasen-Habitaten verleiht.[6][2] Diese Wurzelarchitektur verankert die bis zu einem Meter hohen, steifen und selbsttragenden Stängel sicher in oft sandigen oder gestörten Böden.[2][4] Der lateinische Artzusatz *planum* verweist auf die flache Struktur der grundständigen Blätter, die im Gegensatz zu vielen anderen Gattungsvertretern unbewehrt sind.[7][1] Im Feld ist die Art leicht an der Heterophyllie zu erkennen: Während die basale Rosette aus dunkelgrünen, elliptischen Blättern besteht, sind die oberen Stängelblätter tief gelappt und dornig gezähnt.[2][4] Die Pflanze besitzt eine lederartige Oberflächenbeschaffenheit und oft eine bereifte (glauke) Kutikula, die als Verdunstungsschutz an sonnenexponierten Standorten dient. Ökologisch fungiert der Flachblatt-Mannstreu oft als Pionierpflanze, die offene Bodenstellen in frühen Sukzessionsstadien besiedelt.[2] Dabei geht die Art Symbiosen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, was die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor, auf nährstoffarmen, kalkhaltigen Standorten optimiert.[3] Die Fortpflanzung erfolgt über zwittrige Blüten, die in dichten, kugeligen Köpfchen angeordnet sind und von stacheligen Hüllblättern umgeben werden.[4][3] Um Selbstbestäubung zu vermeiden, sind die Blüten protandrisch, wobei die männlichen Staubgefäße ihren Pollen entlassen, bevor die weiblichen Narben empfängnisbereit sind.[3] Dieser Mechanismus fördert die Fremdbestäubung durch ein breites Spektrum an Insektenvektoren, darunter Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge.[2] Der Lebenszyklus beginnt mit der Keimung nach einer Kälteperiode (Kaltkeimer), gefolgt von der Bildung einer Rosette im ersten Jahr und der Blüte oft erst im zweiten Jahr.[2][6] Die Ausbreitung der Samen (Merikarpien) wird durch weiße, schuppenartige Anhängsel an der Fruchtoberfläche unterstützt, die eine lokale Verteilung begünstigen.[4] Im taxonomischen Vergleich unterscheidet sich *Eryngium planum* von der bekannten Stranddistel (*E. maritimum*) durch die Blattmorphologie und die Zugehörigkeit zur Sektion *Planum* innerhalb der Untergattung *Eryngium*.[2] Historisch wurde die Art 1753 von Carl von Linné in *Species Plantarum* erstbeschrieben, wobei er Exemplare aus Russland und Polen als Referenz nutzte.[1]

Verhalten

Das Fortpflanzungsverhalten von *Eryngium planum* ist durch eine protandrische Blühstrategie geprägt, bei der die männlichen Antheren Pollen freisetzen, bevor die Narben empfängnisbereit sind, um die Fremdbestäubung zu fördern. Zur Kommunikation mit Bestäubern nutzt die Pflanze visuelle Signale durch ihre stahlblaue Färbung sowie chemische Anreize in Form von Nektar, wodurch Bienen, Fliegen und Schmetterlinge angelockt werden. Trotz der Präferenz für Kreuzbestäubung zeigt die Art ein flexibles Verhalten und ist selbstkompatibel, was bei geringer Bestäuberdichte einen Samenansatz durch Autogamie ermöglicht.[6] Im Wurzelbereich geht *Eryngium planum* interspezifische Interaktionen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, um die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor, in nährstoffarmen Böden zu optimieren.[3] Als Hemicryptophyt überdauert die Pflanze mit Erneuerungsknospen an der Erdoberfläche und zeigt in gestörten Habitaten ein Ausbreitungsverhalten durch die Bildung von Wurzelsprossen.[6] Das Abwehrverhalten gegen Herbivoren ist primär physisch ausgeprägt, indem die Pflanze steife Stängel und dornige Hochblätter ausbildet.[2] Ergänzend setzt *Eryngium planum* auf chemische Abwehrmechanismen durch die Produktion von Saponinen und ätherischen Ölen, die antimikrobielle Wirkungen gegen Pathogene wie *Staphylococcus aureus* entfalten. Die Orientierung der Pflanze ist stark photophil, was sich in einem hohen Lichtbedarf (Ellenberg-Lichtzahl 7,3) und einer Anpassung an volle Sonnenexposition äußert.[3] Zur Verbreitung nutzt die Art Schizokarpien, die mit schmalen Schuppen besetzt sind und eine lokale Dispersion sowie Selbstaussaat begünstigen.[2]

Ökologie

Eryngium planum besiedelt als Pionierpflanze offene, sandige Böden in frühen Sukzessionsstadien sowie Trocken- bis Halbtrockenrasen und Steppengebiete.[3][2] Die Art ist häufig mit der Klasse Festuco-Brometea vergesellschaftet und kommt auf kontinentalen, subsalinen Alluvialweiden vor. Sie bevorzugt gut durchlässige, sandige oder lehmige Substrate, die nährstoffarm bis mesotroph sowie alkalisch bis kalkhaltig sind (Ellenberg-Reaktionszahl 7,5).[3] Als Hemikryptophyt benötigt die Pflanze volle Sonneneinstrahlung (Ellenberg-Lichtzahl 7,3) und ist an gemäßigte kontinentale Klimate mit kalten Wintern angepasst.[3][6] Obwohl sie mesische Feuchtigkeitsverhältnisse präferiert, ermöglicht eine kräftige, verholzte Pfahlwurzel eine ausgeprägte Toleranz gegenüber Trockenperioden durch tiefes Eindringen in den Boden.[2] Ökologisch bedeutsam ist die Assoziation mit arbuskulären Mykorrhizapilzen, welche die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor, in den mageren Kalkböden verbessern.[3] Die Bestäubung erfolgt entomophil, wobei das reiche Nektarangebot und die blauen Blütenstände Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge anlocken.[2][3] Um Selbstbestäubung zu vermeiden und Fremdbestäubung zu fördern, sind die Blüten protandrisch, sodass die männlichen Antheren vor den Narben reifen.[2] Die Ausbreitung der Samen (Schizokarpien) geschieht lokal, unterstützt durch schmale Schuppen an den Früchten.[1] In den nativen Steppenökosystemen stellen Überweidung und Habitatfragmentierung durch landwirtschaftliche Expansion Bedrohungen für die Bestände dar.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Eryngium planum wird primär als ökologisch wertvoller Nützling klassifiziert, da die nektarreichen Blüten zahlreiche Bestäuber wie Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge anziehen.[2] Obwohl die Art als Zierpflanze geschätzt wird, tritt sie in Teilen Nordamerikas und Westeuropas als Gartenflüchtling auf und kann sich in gestörten Habitaten etablieren.[1][3] Im gärtnerischen Management liegen die größten Herausforderungen in der Anfälligkeit für Wurzelfäule und Kronenfäule, die vor allem durch Staunässe und schlechte Drainage verursacht werden. Zur baulichen Prävention sind gut durchlässige, sandige Böden sowie ein Pflanzabstand von 45 bis 60 cm zur Förderung der Luftzirkulation notwendig. Gelegentlich treten Fraßschäden durch Nacktschnecken oder ein Befall durch Blattläuse auf, während hohe Luftfeuchtigkeit Blattfleckenkrankheiten begünstigen kann. Bei der Anzucht ist auf sterile Substrate zu achten, da Sämlinge anfällig für die Umfallkrankheit (Damping-off) sind.[2] Medizinisch besitzt die Pflanze Relevanz, da Extrakte in in-vitro-Studien signifikante entzündungshemmende Eigenschaften durch die Hemmung von Enzymen wie Lipoxygenase zeigen.[3][2] Zudem wurden antimikrobielle Effekte gegen Erreger wie Staphylococcus aureus und Candida albicans nachgewiesen.[8] Traditionell wird die Art als Diuretikum und Expektorans bei Keuchhusten verwendet, wobei aufgrund der harntreibenden Wirkung in der Schwangerschaft Vorsicht geboten ist. Toxikologische Untersuchungen klassifizieren Extrakte als praktisch ungiftig (LD50 > 5000 mg/kg), was eine sichere Handhabung ermöglicht.[3] Eine mechanische Bekämpfung oder das Umpflanzen etablierter Exemplare wird durch das tiefe, verholzte Pfahlwurzelsystem erheblich erschwert.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Eryngium planum* liegt primär im Gartenbau und der Zierpflanzenproduktion, wo die Art als strukturgebende Staude für Beete und Landschaftsgestaltungen kultiviert wird.[2] In der Floristik stellt die Pflanze ein relevantes Handelsgut dar, da sich die metallisch-blauen Blütenstände durch eine lange Haltbarkeit auszeichnen und sowohl für frische Sträuße als auch für Trockengestecke geeignet sind.[6][2] Um den Marktanforderungen gerecht zu werden, wurden spezifische Sorten wie 'Blue Glitter' oder 'Blue Hobbit' gezüchtet, die kompaktere Wuchsformen oder intensivere Färbungen bieten. Zur effizienten Produktion uniformer Pflanzenbestände setzen kommerzielle Betriebe häufig auf Verfahren der Gewebekultur (in-vitro-Vermehrung). Ökonomisch positiv ist zudem die Rolle der Art als Nützling zu bewerten, da sie ein breites Spektrum an Bestäubern wie Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge anzieht und somit die Biodiversität in Kulturlandschaften fördert.[2] Ein Nischenmarkt existiert im Bereich der traditionellen Kräutermedizin, wo Extrakte der Pflanze aufgrund enthaltener Saponine und ätherischer Öle verwendet werden, auch wenn keine Zulassung als pharmazeutisches Standardarzneimittel vorliegt. Aktuelle pharmakologische Forschungen zu entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften deuten auf ein potenzielles zukünftiges Interesse für medizinische Anwendungen hin.[3] Es liegen keine Berichte über signifikante wirtschaftliche Schäden durch *Eryngium planum* als invasives Unkraut in der Landwirtschaft vor, da die Art ökologisch als Pionierpflanze auf gestörten Böden fungiert.[2][3] In der Kultivierung gilt die Pflanze als pflegeleicht, wobei gelegentlich Probleme mit Wurzelfäule bei Staunässe auftreten können, die jedoch selten zu ökonomisch relevanten Totalverlusten führen.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Als ausdauernder Hemikryptophyt vollendet *Eryngium planum* seinen Lebenszyklus über mehrere Jahre und überdauert ungünstige Jahreszeiten mit Erneuerungsknospen an der Erdoberfläche. Die Pflanze bildet eine kräftige, verholzte Pfahlwurzel aus, die ein tiefes Eindringen in das Substrat ermöglicht und eine hohe Trockenstresstoleranz gewährleistet.[2] Die Blütezeit erstreckt sich in den nativen Verbreitungsgebieten von Juni bis September, wobei die Geschlechtsreife und erste Blüte meist im ersten oder zweiten Jahr erreicht werden.[6] Die zwittrigen Blüten sind protandrisch, wobei die Pollenausschüttung vor der Narbenreife erfolgt, um Selbstbestäubung zu reduzieren und Fremdbestäubung zu fördern.[2] Die Bestäubung erfolgt entomophil durch Insekten wie Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge, die durch das Nektarangebot und die stahlblaue Färbung angelockt werden.[3] Obwohl Fremdbestäubung den Regelfall darstellt, ist die Art selbstkompatibel, was bei Ausbleiben von Bestäubern einen Samenansatz durch Autogamie sichert.[2] Nach der Befruchtung entwickeln sich Spaltfrüchte (Schizokarpien), die in Teilfrüchte zerfallen und lokal durch anhaftende Schuppen verbreitet werden.[4] Die Samen unterliegen einer physiologischen Dormanz und benötigen zur Keimung eine Kaltstratifikation von etwa sechs bis acht Wochen bei 4 °C. Als Lichtkeimer erfolgt die Entwicklung der Keimlinge optimal bei Temperaturen zwischen 15 und 20 °C innerhalb von 14 bis 21 Tagen. Vegetativ kann sich die Pflanze begrenzt durch Wurzelausläufer oder basale Jungpflanzen ausbreiten, was eine klonale Expansion an gestörten Standorten erlaubt.[2] Ökologisch geht *Eryngium planum* Symbiosen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, welche die Aufnahme von Nährstoffen wie Phosphor in mageren Böden verbessern.[3] Physiologisch ist die Art an kontinentales Klima angepasst und toleriert Wintertemperaturen bis zu -25 °C (USDA-Zonen 5–9). Zu den natürlichen Mortalitätsfaktoren zählen Wurzelfäule bei Staunässe sowie Pilzkrankheiten wie Blattflecken bei hoher Feuchtigkeit. Gelegentlich treten Fraßschäden durch Schnecken oder Befall durch Blattläuse auf, die jedoch selten bestandsgefährdend sind.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Eryngium planum* erstreckt sich vom östlichen Mitteleuropa über Südosteuropa bis nach Zentralasien.[1][2] Zum indigenen Areal zählen Länder wie Deutschland, Österreich, Polen, Ungarn und Rumänien, wobei die Vorkommen ostwärts bis in die Mongolei, Westsibirien und den Himalaya reichen.[1][4] Außerhalb des ursprünglichen Gebietes wurde die Art in Nord- und Westeuropa eingebürgert, darunter in Großbritannien, Skandinavien und Irland.[1][5] In Nordamerika etablierten sich eingeschleppte Populationen vorwiegend im Nordosten der USA und Kanada sowie vereinzelt im Westen.[1][6] *Eryngium planum* besiedelt bevorzugt offene, trockene bis frische Grasländer, einschließlich Steppen und Halbtrockenrasen. Pflanzensoziologisch wird die Art häufig der Vegetationsklasse *Festuco-Brometea* zugeordnet und tritt in kontinentalen, subsalinen Alluvialweiden auf.[3] Die Pflanze gedeiht auf gut durchlässigen, sandigen oder lehmigen Böden, die nährstoffarm bis mesotroph sowie alkalisch bis kalkhaltig sind.[3][2] Als Pionierpflanze besiedelt sie offene Bodenstellen und gestörte Bereiche, oft in frühen Sukzessionsstadien von versteppten Wiesen.[3] Die Art benötigt volle Sonnenexposition und zeigt nach der Etablierung eine hohe Toleranz gegenüber Trockenheit.[2] Ökologische Zeigerwerte charakterisieren *Eryngium planum* als Lichtpflanze, die auf basenreiche Bodenverhältnisse hinweist. In den nährstoffarmen Böden ihrer Habitate profitiert die Pflanze von Symbiosen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen.[3] Während die Art global nicht als gefährdet gilt, sind Wildbestände an den nördlichen Arealgrenzen, wie in Finnland, selten.[5]

Saisonalität & Aktivität

Als ausdauernder Hemikryptophyt vollzieht *Eryngium planum* seinen Lebenszyklus über mehrere Jahre und überdauert die kalte Jahreszeit mit Erneuerungsknospen an der Erdoberfläche.[3][2] Die Art ist in den USDA-Zonen 5 bis 9 winterhart und toleriert Temperaturen bis zu -25 °C.[2] Die vegetative Aktivität beginnt im Frühjahr mit der Ausbildung einer basalen Blattrosette, bevor im Sommer die steifen, verzweigten Blütenstängel emporwachsen.[3] Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September, wobei die Hauptblüte in den Sommermonaten liegt.[1][2] Während dieser Phase ist die Pflanze entomophil und wird von Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen besucht, was auf eine vorwiegend tagaktive Bestäubung hinweist. Die Blüten sind protandrisch, was die Fremdbestäubung fördert, obwohl die Art bei fehlenden Bestäubern auch selbstkompatibel ist. Die Samen weisen eine physiologische Dormanz auf und benötigen zur Keimung eine Kältestratifikation von sechs bis acht Wochen bei etwa 4 °C. Das öffentliche Interesse an der Art korreliert mit diesen phänologischen Phasen und zeigt Spitzenwerte im April zu Beginn der Vegetationsperiode sowie im Juli während der Vollblüte.[2]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Harz, DE-ST, Deutschland

    15.10.2025

  • Rheinland-Pfalz, Deutschland

    13.10.2025

  • Germany

    23.09.2025

  • Schleswig-Holstein, Deutschland

    21.09.2025

  • Hessen, Deutschland

    11.09.2025

Daten: iNaturalist

Fonti e riferimenti

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:841973-1
  2. https://www.gbif.org/species/102282599
  3. https://treatment.plazi.org/id/7C613895-6EA9-75F9-844C-B26BE92A346F
  4. http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=3&taxon_id=200015527
  5. https://luontoportti.com/en/t/1855
  6. https://plants.usda.gov/plant-profile/ERPL5
  7. http://gernot-katzers-spice-pages.com/engl/Eryn_foe.html
  8. https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/14786419.2014.895722
  9. Literaturzusammenfassung: Eryngium planum