Salta il contenuto
Spedizione gratuita da 29€
Spedizione 1-2 giorni
4.44 · 245.512+ clienti
Voce del lessico

mosca della frutta Drosophila melanogaster

mosca della frutta
Rischio medio Vettore/patogeno Può mordere Pericolo fisico

Tassonomia

Regno Tiere (Animalia)
Phylum Gliederfüßer (Arthropoda)
Classe Insekten (Insecta)
Ordine Zweiflügler (Diptera)
Famiglia Drosophilidae
Genere Drosophila
Specie Drosophila melanogaster
Nome scientifico Drosophila melanogaster Meigen, 1830
Nome accettato

Einleitung

*Drosophila melanogaster*, gemeinhin als Fruchtfliege oder Essigfliege bekannt, ist eine weltweit verbreitete Art aus der Familie der Taufliegen (Drosophilidae) innerhalb der Ordnung der Zweiflügler.[1] Ursprünglich in Subsahara-Afrika beheimatet, besiedelt der etwa 2 bis 3 Millimeter große Kulturfolger bevorzugt gärende pflanzliche Substrate und dient der Wissenschaft seit über einem Jahrhundert als fundamentaler Modellorganismus für Genetik und Entwicklungsbiologie. Die umgangssprachliche Bezeichnung „Fruchtfliege“ ist taxonomisch nicht exklusiv und wird gelegentlich zur Abgrenzung von den zu den Bohrfliegen (Tephritidae) zählenden Arten herangezogen, die im Englischen ebenfalls als *fruit flies* gelten.[2]

Analisi comunitaria

OpenInsect
1
Avvistamenti negli ultimi 12 mesi
Dati della community Silberkraft
Ultimo il 09.04.2026
Unisciti alla community
Carica una foto e aiutaci a censire le specie.

Name & Einordnung

Die Art *Drosophila melanogaster* wurde im Jahr 1830 erstmals durch den deutschen Entomologen Johann Wilhelm Meigen wissenschaftlich beschrieben. Die formale Erstbeschreibung erfolgte in seinem Werk *Systematische Beschreibung der bekannten europäischen zweiflügeligen Insekten*. Der Gattungsname *Drosophila* leitet sich aus den griechischen Wörtern *drosos* (Tau) und *philos* (liebend) ab, was als „tauliebend“ übersetzt wird und auf die Bevorzugung feuchter Habitate anspielt.[1] Das Art-Epitheton *melanogaster* kombiniert die griechischen Begriffe *melas* (schwarz) und *gaster* (Bauch), was die charakteristische dunkle Färbung des Hinterleibs beschreibt.[3] Im deutschen Sprachraum sind die Trivialnamen „Fruchtfliege“ und „Essigfliege“ gebräuchlich, während die Bezeichnung „Taufliegen“ taxonomisch oft für die gesamte Gattung steht.[1] International sind die Namen „fruit fly“ und „vinegar fly“ etabliert, wobei der Begriff „fruit fly“ gelegentlich zu Verwechslungen mit der Familie der Bohrfliegen (Tephritidae) führt.[2] Systematisch wird *D. melanogaster* innerhalb der Familie Drosophilidae in das Untergenus *Sophophora* und die *melanogaster*-Artengruppe eingeordnet. Ein historisch relevantes Synonym, das diese subgenerische Klassifizierung widerspiegelt, ist *Sophophora melanogaster*. Phylogenetische Untersuchungen verorten die Art in einer Klade mit den eng verwandten Spezies *Drosophila simulans* und *Drosophila yakuba*.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Adulte *Drosophila melanogaster* sind kleine Fliegen mit einer Körperlänge von etwa 2 bis 3 mm und einer Breite von rund 2 mm. Die Grundfärbung des Körpers ist gelb-braun, wobei das Abdomen charakteristische schwarze Querstreifen aufweist.[3][1] Der rundliche Kopf trägt große, ziegelrote Facettenaugen, die aus jeweils 700 bis 750 Ommatidien bestehen.[1] Zudem besitzen sie kurze Antennen, die mit einer gefiederten Borste (Arista) ausgestattet sind, sowie einen einziehbaren Rüssel.[1][3] Am Thorax befinden sich membranöse Flügel mit einer einfachen Aderung, bei der nur fünf Längsadern den Flügelrand erreichen.[3] Die Subcostalader ist unvollständig und die Analzelle ist klein oder fehlend, während Halteren für die Flugbalance sorgen. Ein ausgeprägter Sexualdimorphismus zeigt sich an den Vorderbeinen der Männchen, die charakteristische Geschlechtskämme (Sex Combs) aus etwa 11 Borsten tragen. Weibchen sind etwas größer und besitzen ein längliches Abdomen mit sieben sichtbaren Segmenten und einem sklerotisierten Legebohrer.[1][3] Männchen hingegen haben ein rundlicheres Hinterleibsende mit nur fünf sichtbaren Segmenten und einer durchgehenden schwarzen Pigmentierung am posterioren Bereich. Die länglichen, weißen Eier messen etwa 0,5 mm und verfügen am anterioren Ende über eine Mikropyle für den Spermieneintritt. Die Larven sind weiße, zylindrische Maden mit einem transparenten Körper, der in zehn Rumpfsegmente unterteilt ist. Sie wachsen über drei Stadien auf bis zu 5 mm heran und besitzen Mundhaken sowie posteriore Analfelder mit Atemöffnungen. Die Verpuppung erfolgt in einem tonnenförmigen Puparium, das aus der verhärteten Larvenkutikula besteht und eine bräunliche Färbung annimmt. Das Puparium behält einige larvale Merkmale wie die Spirakelpapillen bei und besitzt ein Operculum für den Schlupf der Imago.[1] *Drosophila melanogaster* gehört zur Untergattung *Sophophora* und lässt sich morphologisch nur schwer von nahen Verwandten wie *Drosophila simulans* unterscheiden.[3][5] Die sichere Abgrenzung erfordert oft die Untersuchung der Genitalien, da Hybriden aufgrund genetischer Inkompatibilitäten meist steril sind.[5]

Beschreibung

*Drosophila melanogaster*, allgemein als Frucht- oder Essigfliege bekannt, ist eine kleine Fliegenart aus der Familie Drosophilidae, die ursprünglich aus Subsahara-Afrika stammt und heute weltweit verbreitet ist.[1][2] Der wissenschaftliche Name leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet „tau-liebender Schwarzbauch“, was auf die Vorliebe der Art für feuchte Umgebungen und die dunkle Pigmentierung des Hinterleibs anspielt.[1][3] Die Art wurde 1830 erstmals wissenschaftlich von Johann Wilhelm Meigen beschrieben und gilt als klassischer Kulturfolger, der in der Nähe von fermentierendem organischem Material wie verrottendem Obst lebt. Adulte Tiere erreichen eine Körperlänge von etwa 2 bis 3 mm und zeichnen sich durch ziegelrote Komplexaugen sowie einen gelb-braunen Körper mit schwarzen Querbinden auf dem Abdomen aus. Ein ausgeprägter Sexualdimorphismus ermöglicht die Unterscheidung der Geschlechter: Weibchen sind etwas größer und besitzen einen spitz zulaufenden Hinterleib mit sieben sichtbaren Segmenten, während Männchen kleiner sind, eine abgerundete, dunkle Hinterleibsspitze aufweisen und an den Vorderbeinen über charakteristische Geschlechtskämme verfügen.[2][1] Unter dem Mikroskop lassen sich zudem die gefiederten Aristae an den Antennen und das spezifische Flügelgeäder erkennen, das fünf Längsadern aufweist.[3][1] Der Lebenszyklus ist holometabol und umfasst die Stadien Ei, drei Larvenstadien, Puppe und Imago, wobei die Entwicklung bei 25 °C etwa 10 bis 12 Tage dauert. Die Larven sind weiße, segmentierte Maden, die sich von Hefen im Substrat ernähren und durch Mundhaken sowie vordere und hintere Stigmen zur Atmung gekennzeichnet sind. Vor der Metamorphose verpuppen sich die Larven in einem tönnchenförmigen Puparium, das aus der ausgehärteten Larvenkutikula gebildet wird und oft an trockeneren Stellen des Habitats zu finden ist.[2][1] Anatomisch ist die Art durch hoch entwickelte sensorische Systeme angepasst, darunter Komplexaugen mit bis zu 750 Ommatidien und Halteren (Schwingkölbchen), die als gyroskopische Organe den Flug stabilisieren.[1][3] Phylogenetisch gehört *D. melanogaster* zur Untergattung *Sophophora* und ist eng mit *Drosophila simulans* verwandt, von der sie sich vor etwa 2 bis 3 Millionen Jahren trennte.[1][3] Aufgrund ihres kompakten Genoms mit vier Chromosomenpaaren und der leichten Zuchtbarkeit dient die Art seit über einem Jahrhundert als fundamentaler Modellorganismus in der Genetik und Entwicklungsbiologie.[2][1]

Verhalten

Drosophila melanogaster bewegt sich am Boden in einem hexapedalen Gang mit Dreibein-Koordination fort und nutzt im Flug einen „Clap-and-Fling“-Mechanismus bei einer Flügelschlagfrequenz von etwa 200 Hz.[3][2] Zur Stabilisierung und Steuerung dienen die Halteren, die als gyroskopische Organe Rotationen erfassen, während die optomotorische Reaktion die Orientierung anhand visueller Bewegungsmuster korrigiert.[2][1] Die lokomotorische Aktivität folgt einem zirkadianen Rhythmus mit Spitzenwerten in der Dämmerung und einer Ruhephase („Siesta“) während der Mittagszeit.[1] Ein stereotypisches Putzverhalten, das von den Augen und Antennen bis zum Abdomen verläuft, dient der Hygiene und der Regulation kutikulärer Kohlenwasserstoffe.[3] Die Orientierung erfolgt multimodal, wobei Photorezeptoren UV-Muster erkennen und olfaktorische Rezeptoren auf Gärungsprodukte reagieren.[1][3] Das komplexe Balzverhalten wird vom Männchen initiiert und umfasst das Betippen des Weibchens sowie die Erzeugung von Balzgesängen durch einseitige Flügelvibration. Chemische Signale spielen hierbei eine zentrale Rolle, da weibliche Pheromone die Paarung stimulieren, während das männliche Pheromon cis-Vaccenylacetat (cVA) Konkurrenten abwehrt. Dieses geschlechtsspezifische Verhalten wird maßgeblich durch das Gen *fruitless* und die entsprechenden neuronalen Schaltkreise gesteuert. Männchen zeigen territoriales Aggressionsverhalten um Futterquellen, das von Drohgebärden mit den Flügeln bis hin zu physischen Attacken („Boxen“) reicht. Dieses Kampfverhalten wird durch Octopamin-Signalwege moduliert und führt oft zur Bildung von Dominanzhierarchien. Obwohl keine echten sozialen Strukturen gebildet werden, fördern Aggregationspheromone wie cVA in mittleren Konzentrationen die Gruppenbildung an Futterplätzen.[1] Zudem ist die Art zu assoziativem Lernen fähig, wobei sensorische Informationen in den Pilzkörpern des Gehirns verarbeitet und gespeichert werden.[1][3]

Ökologie

Drosophila melanogaster ist ein Kosmopolit, der ursprünglich aus den tropischen Wäldern Subsahara-Afrikas stammt und heute als Kommensale des Menschen weltweit in warmen, feuchten Umgebungen vorkommt.[2][1] Die Art besiedelt primär fermentierendes organisches Material wie faulendes Obst und Gemüse, wo sich Larven und Adulte von den dort wachsenden Hefen und Mikroben ernähren.[2] Für die Entwicklung sind Temperaturen zwischen 18°C und 25°C optimal, wobei Kälte und kurze Photoperioden eine reproduktive Diapause auslösen können, um widrige Bedingungen zu überdauern.[3] In trockenen Habitaten passen sich Populationen durch veränderte kutikuläre Kohlenwasserstoffprofile an, um den Wasserverlust durch Desikkation zu minimieren.[1] Innerhalb der Art herrscht eine starke Konkurrenz um Nahrungsressourcen, bei der Larven durch schnelle Nahrungsaufnahme versuchen, sich vor der Erschöpfung des Substrats zu verpuppen.[6] In natürlichen Populationen steht *D. melanogaster* in Konkurrenz zu nah verwandten Arten wie *Drosophila simulans*, wobei hybride Inkompatibilitäten die Koexistenz beeinflussen.[1] Zu den bedeutendsten natürlichen Feinden zählen parasitoide Wespen der Gattung *Leptopilina*, deren Eier im Larvenkörper durch spezialisierte Blutzellen (Lamellozyten) eingekapselt werden.[3] Die Fliegen sind zudem anfällig für virale Erreger wie das Drosophila C Virus, gegen die sie über den JAK-STAT-Signalweg eine Immunantwort mobilisieren.[2] Eine ökologische Besonderheit ist die häufige Infektion mit dem Endosymbionten *Wolbachia*, der die Reproduktion manipuliert und die Resistenz gegenüber Viren beeinflussen kann.[1] Obwohl die Art keine beißenden Mundwerkzeuge besitzt, fungiert sie als mechanischer Vektor für Bakterien wie *Escherichia coli* und beschleunigt durch Eiablage den Verderb von Lebensmitteln.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Drosophila melanogaster gilt primär als Lästling und Vorratsschädling, der weltweit als Kulturfolger des Menschen in Küchen, Märkten und lebensmittelverarbeitenden Betrieben auftritt.[2][3] Die Fliegen werden von gärenden organischen Substanzen wie überreifem Obst, verrottendem Gemüse und Lebensmittelabfällen angezogen, wo sie sich von Hefen und Mikroben ernähren. Durch die Eiablage in fermentierende Substrate beschleunigen sie den Verderb von Agrarprodukten und machen diese für den Verzehr ungeeignet. Obwohl die Art nicht beißt, besitzt sie medizinische Relevanz als mechanischer Vektor, der bakterielle Krankheitserreger wie Escherichia coli und Salmonella-Spezies von kontaminierten Oberflächen auf frische Lebensmittel übertragen kann.[2] Ein Befall äußert sich durch das sichtbare Umherfliegen der Adulten sowie durch Larven in faulendem Pflanzenmaterial.[3] Die wichtigste Präventionsmaßnahme ist die strikte Hygiene, insbesondere die schnelle Entsorgung fermentierender Abfälle und die Lagerung von Obst in geschlossenen Behältern, um Brutstätten zu eliminieren. Zur Überwachung und Bekämpfung werden Fallen eingesetzt, die auf Attraktanzien wie Essig, Hefe oder fermentierenden Fruchtsubstraten basieren. Patentierte Lockstoffmischungen nutzen beispielsweise Kombinationen aus Reiswein, braunem Zucker und Essig, um die Adulten effektiv anzulocken und chemische Rückstände im Boden zu vermeiden. Eine weitere Methode verwendet Mischungen aus Hefe und getrockneten pflanzlichen Substraten wie Banane, um die Fliegen ohne synthetische Insektizide zu fangen. In der Forschung werden biologische Ansätze untersucht, darunter die Nutzung toxischer Proteine aus den akzessorischen Drüsen männlicher Fliegen zur Entwicklungshemmung. Zudem identifizieren genetische Studien essentielle Genfamilien wie Osiris, die als Zielstrukturen für neuartige, spezifische Insektizide dienen könnten.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Obwohl *Drosophila melanogaster* oft primär als Lästling in Haushalten und Märkten wahrgenommen wird, besitzt sie als Vorratsschädling und Vektor für Krankheitserreger wirtschaftliche Relevanz. Die Art beschleunigt den Verderb von Lebensmitteln, indem sie Eier in gärendes Obst und Gemüse legt, was mikrobielles Wachstum fördert und Produkte ungenießbar macht. Ein signifikantes Risiko für die Lebensmittelsicherheit entsteht durch ihre Fähigkeit, bakterielle Pathogene wie *Escherichia coli* und *Salmonella*-Spezies mechanisch von kontaminierten Oberflächen auf frische Nahrungsmittel zu übertragen. In der Landwirtschaft, spezifisch im Blaubeeranbau, werden umweltfreundliche Fallen auf Basis von Reiswein und Essig eingesetzt, um Populationen zu überwachen und Ernteverluste zu minimieren. Patentierte Bekämpfungsansätze nutzen zudem das Fressverhalten der Fliegen aus, indem spezifische Lockstoffgemische aus Hefe und pflanzlichen Substraten zur massenhaften Falleinbringung verwendet werden.[2] Im Gegensatz zu primären Fruchtschädlingen befällt *D. melanogaster* meist bereits beschädigtes Gewebe, verursacht jedoch durch die rapide Vermehrung Qualitätsminderungen in der Lagerhaltung und im Einzelhandel.[2] Eine positive wirtschaftliche Bedeutung kommt der Art als kosteneffizienter Modellorganismus in der biomedizinischen Forschung und Toxikologie zu, wo sie teurere Säugetiermodelle in frühen Testphasen ersetzt. Ihr Einsatz als Sentinel-Organismus ermöglicht die kostengünstige Identifizierung von Umweltgefahren durch Pestizide oder Schwermetalle, was die Entwicklungskosten in der pharmazeutischen und chemischen Industrie senkt.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Drosophila melanogaster durchläuft eine holometabole Metamorphose, die die Stadien Ei, drei Larvenstadien (L1–L3), Puppe und Imago umfasst.[3][1] Bei einer optimalen Temperatur von 18 bis 25 °C beträgt die Entwicklungsdauer vom Ei bis zum adulten Tier etwa 10 bis 12 Tage.[1][6] Der Zyklus ist stark temperaturabhängig; während Wärme die Entwicklung beschleunigt, führen kühlere Bedingungen zu einer Verlangsamung oder induzieren eine reproduktive Diapause. Weibchen legen täglich bis zu 100 und im Laufe ihres Lebens rund 2.000 etwa 0,5 mm lange, weiße Eier auf gärende Substrate ab.[1] Nach etwa 22 bis 24 Stunden schlüpfen die Larven, die sich über drei bis fünf Tage intensiv von Hefen und Mikroorganismen im faulenden Pflanzenmaterial ernähren.[1][2] Das dritte Larvenstadium verpuppt sich in einem tönnchenförmigen Puparium, in dem über vier bis sechs Tage die Umwandlung der larvalen Gewebe zu adulten Strukturen stattfindet.[1] Unter Laborbedingungen erreichen die Imagines eine Lebensdauer von 40 bis 50 Tagen, wobei wilde Populationen aufgrund von Umweltstress oft kurzlebiger sind. Das Paarungsverhalten umfasst komplexe Balzrituale inklusive Flügelvibrationen des Männchens, woraufhin das Weibchen Spermien in der Spermatheka speichert, um Eier über Wochen hinweg zu befruchten. Die Art ist ökologisch an faulende Früchte und Gemüse gebunden, wobei sowohl Larven als auch Adulte primär die bei der Gärung entstehenden Hefepilze verwerten.[3][1] Physiologische Anpassungen wie die Kältetoleranz ermöglichen das Überleben in gemäßigten Zonen, während Nährstoffmangel im Larvalstadium zu kleineren Adulttieren führt.[1][5] Zu den natürlichen Feinden zählen parasitoide Wespen wie Leptopilina-Arten, gegen deren Eiablage die Larven eine zelluläre Immunantwort durch Verkapselung initiieren.[3][2] Viele Stämme tragen das endosymbiontische Bakterium Wolbachia, das die Fortpflanzung durch zytoplasmatische Inkompatibilität beeinflussen kann.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Ursprünglich stammt *Drosophila melanogaster* aus den tropischen und subtropischen Regionen von Subsahara-Afrika, wobei der Ursprung spezifisch in Waldgebieten nahe Sambia verortet wird. Die Ausbreitung der Art „Out of Africa“ begann vor etwa 10.000 bis 15.000 Jahren und verlief parallel zur menschlichen Landwirtschaft sowie der Domestizierung von Früchten, die neue ökologische Nischen schufen.[4] Heute weist die Fliege eine kosmopolitische Verbreitung auf und ist auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis anzutreffen. Diese globale Dispersion wurde maßgeblich durch den menschlichen Handel und Reiseverkehr begünstigt, da die Tiere passiv in Obst und landwirtschaftlichen Erzeugnissen transportiert wurden. Während Europa und Asien bereits früh besiedelt wurden, erreichte die Spezies Amerika und Australien erst in den letzten Jahrhunderten. Der primäre natürliche Lebensraum umfasst Umgebungen mit gärendem organischen Material, insbesondere verrottende Früchte, Gemüse und zersetzende Pflanzenreste. In diesen Substraten ernähren sich Larven und Adulte von den dort vorkommenden Hefen und Mikroben, die bei der Fermentation entstehen. *Drosophila melanogaster* gilt als klassischer Kulturfolger (Kommensale) und ist häufig in anthropogenen Habitaten wie Obstgärten, Märkten, Küchen und städtischen Abfallbereichen zu finden.[3] Trotz ihrer tropischen Herkunft hat sich die Art durch physiologische Anpassungen erfolgreich in gemäßigten Klimazonen etabliert.[4] In kühleren Regionen können die Fliegen eine reproduktive Diapause einlegen, die durch kurze Photoperioden und niedrige Temperaturen ausgelöst wird, um ungünstige Jahreszeiten zu überdauern. Genomische Studien belegen strukturierte Populationen mit lokalen Anpassungen, wie beispielsweise eine erhöhte Hypoxie-Resistenz in hochgelegenen asiatischen Populationen.[1] Die Populationsdynamik ist durch hohe Ausbreitungsraten gekennzeichnet, wobei Adulte aktiv zwischen Ressourcenpatches fliegen oder durch Luftströmungen verdriftet werden.[3] Aggregierte Beobachtungsdaten bestätigen das flächendeckende Vorkommen in Siedlungsbereichen weltweit und unterstreichen die enge Bindung an menschliche Aktivitäten.[1]

Saisonalität & Aktivität

Der Lebenszyklus und die Aktivität von *Drosophila melanogaster* sind stark temperaturabhängig, wobei das Entwicklungsoptimum zwischen 18 °C und 25 °C liegt. Aufgrund der kurzen Generationszeit von etwa 10 bis 12 Tagen bei 25 °C bringt die Art im Jahresverlauf zahlreiche, sich überlappende Generationen hervor. Das tageszeitliche Aktivitätsmuster zeigt typischerweise Spitzen in der Dämmerung (Morgen- und Abendantizipation), während in der warmen Mittagszeit eine Ruhephase („Siesta“) eingelegt wird. Nachts verfallen die Fliegen in einen schlafähnlichen Zustand, der etwa 10 Stunden andauert und homöostatischen Regulationsmechanismen unterliegt. In gemäßigten Klimazonen lösen sinkende Temperaturen und verkürzte Tageslängen im Herbst eine reproduktive Diapause bei den Adulten aus.[1] Dieser Zustand der arretierten Eiproduktion ermöglicht das Überleben unter widrigen Umweltbedingungen und dient der Überwinterung.[3] Populationsgenetische Untersuchungen zeigen zudem Anpassungen an lokale klimatische Gegebenheiten, wie etwa eine erhöhte Kältetoleranz in höheren Breitengraden.[1] Das öffentliche Interesse an der Fruchtfliege korreliert mit der biologischen Hochphase im Spätsommer und erreicht seinen Höhepunkt in den Monaten August und September.

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Rheinland-Pfalz, Deutschland

    02.11.2025

  • Rheinland-Pfalz, Deutschland

    16.10.2025

  • Deutschland

    06.10.2025

  • Deutschland

    21.09.2025

  • Germany

    02.09.2025

Daten: iNaturalist

Ricerca scientifica e brevetti

CN-112005984-A Monitoring Registrazione

Umweltfreundliches und effizientes Verfahren zum Fangen von Blaubeer-Drosophila melanogaster

Guizhou Lanrui Agricultural Technology Company Ltd. (2020)

Rilevanza: 9/10

Riepilogo

Das Patent stellt eine umweltfreundliche Fallenmethode vor, die speziell für den Einsatz in Blaubeerkulturen gegen Fruchtfliegen entwickelt wurde. Der Lockstoff basiert auf einer Mischung aus lokalem Reiswein, braunem Zucker und Essig, die in einem speziellen Behälter ausgebracht wird. Die Methode ist kostengünstig, vermeidet chemische Rückstände im Boden und ist effektiver als herkömmliche Methoden. Sie bietet eine direkte praktische Anwendung zur Reduktion der Schädlingspopulation.

EP-2124536-A1 Behavioral Sconosciuto

Verfahren und Zusammensetzung zum Anlocken von Fruchtfliegen in Fallen

Contech Entpr Inc. (2008)

Rilevanza: 9/10

Riepilogo

Die Erfindung beschreibt eine spezifische Lockstoff-Zusammensetzung für Drosophila-Arten, bestehend aus einem Feuchthaltemittel, Hefe und getrocknetem pflanzlichen Substrat (z.B. Banane, Kartoffel). Diese Mischung wird in Fallen platziert, um die Fliegen effektiv anzulocken. Die Methode ist praktisch anwendbar und nutzt das Fressverhalten der Fliegen aus, um sie ohne synthetische Insektizide zu fangen. Es handelt sich um eine mechanisch-biologische Überwachungs- und Bekämpfungsmethode.

US-7537929-B2 Biological Concesso

Gene für Proteine der männlichen akzessorischen Drüse in Drosophila melanogaster

Cornell Research Foundation Inc. (2005)

Rilevanza: 9/10

Riepilogo

Dieses Patent beschreibt spezifische Proteine aus der männlichen akzessorischen Drüse von Drosophila, die toxisch auf Insektenzellen wirken. Die Kernidee ist die Nutzung dieser natürlichen Proteine, um die Entwicklung von Insekten zu hemmen oder sie abzutöten. Es werden Methoden bereitgestellt, um diese Proteine als biologische Bekämpfungsmittel einzusetzen. Dies ist ein direkter Ansatz zur Schädlingsbekämpfung auf molekularbiologischer Ebene.

US-7384745-B2 Biological Concesso

In Drosophila melanogaster gefundene Nukleinsäuresequenzen, die für die Lebensfähigkeit essentielle Proteine kodieren, und Verfahren zu deren Verwendung

University of Nebraska (2004)

Rilevanza: 7/10

Riepilogo

Das Patent identifiziert eine neue Genfamilie namens 'Osiris' im Genom von Drosophila melanogaster, die für das Überleben des Insekts essentiell ist. Da diese Gene hoch konserviert und spezifisch für Insekten sind, stellen sie ein ideales Ziel für die Entwicklung neuer Insektizide oder gentechnischer Bekämpfungsmethoden dar. Die Erfindung nutzt diese Erkenntnis, um Verbindungen auf ihre insektizide Wirkung hin zu testen. Es handelt sich um einen Ansatz zur Identifikation neuer Wirkziele (Targets).

US-2006039941-A1 Biological Sconosciuto

Nukleinsäuresequenzen aus Drosophila melanogaster, die für die Lebensfähigkeit essentielle Proteine kodieren, und deren Verwendungen

Syngenta Participations AG (2003)

Rilevanza: 7/10

Riepilogo

Ähnlich wie das erste Patent isoliert diese Erfindung Nukleotidsequenzen, die für das Überleben von Drosophila unabdingbar sind. Der Fokus liegt auf der Nutzung dieser Proteine als Zielstrukturen (Targets) für das Screening neuer Insektizide. Durch die Identifizierung von Inhibitoren für diese Proteine können neue antiparasitäre und insektizide Wirkstoffe entwickelt werden. Es ist primär ein Werkzeug zur Wirkstoffforschung.

Fonti e riferimenti

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/Taxonomy/Browser/wwwtax.cgi?id=7227
  2. https://animaldiversity.org/accounts/Drosophila_melanogaster/
  3. https://en.wiktionary.org/wiki/melanogaster
  4. https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rspb.2018.1635
  5. https://www.frontiersin.org/journals/genetics/articles/10.3389/fgene.2021.669045/full
  6. https://web.as.uky.edu/Biology/faculty/cooper/Population%20dynamics%20examples%20with%20fruit%20flies/08Drosophila.pdf