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Cespuglio a cinque dita Dasiphora fruticosa

Cespuglio a cinque dita

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Rosales (Rosales)
Famiglia Rosaceae
Genere Dasiphora
Specie Dasiphora fruticosa
Nome scientifico Dasiphora fruticosa (L.) Rydb.
Nome accettato

Einleitung

Der Fünffingerstrauch (*Dasiphora fruticosa*, oft noch unter dem Synonym *Potentilla fruticosa* bekannt) ist ein sommergrüner, vielstämmiger Strauch aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), der in den gemäßigten und subarktischen Regionen der Nordhalbkugel verbreitet ist.[1][2] Die Art gilt als anpassungsfähige Pionierpflanze, die sowohl Feuchtgebiete als auch felsige Hänge besiedelt und ökologisch zur Bodenstabilisierung sowie als Nahrungsquelle für Insekten und Huftiere dient.[1][3] Ziergärtnerisch wird das Gehölz aufgrund seiner langanhaltenden Blütezeit und Winterhärte geschätzt, wobei es molekulargenetisch von der Gattung der krautigen Fingerkräuter abgetrennt wurde.[2][4]

Analisi comunitaria

OpenInsect
1
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Dati della community Silberkraft
Ultimo il 03.05.2026
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Fakten (kompakt)

- Die vertikale Verbreitung der Art reicht vom Meeresspiegel bis in Höhenlagen von über 3.500 Metern. - Die gefiederten Laubblätter setzen sich spezifisch aus 3 bis 9 behaarten, schmal-länglichen Fiederblättchen zusammen. - *Dasiphora fruticosa* toleriert eine breite pH-Spanne und wächst auch auf kalkhaltigen, sandigen oder lehmigen Böden. - Ökologisch fungiert die Pflanze als Zeigerart für reichhaltige Niedermoore (rich fens). - Der Strauch spielt eine wichtige Rolle bei der natürlichen Vegetationserholung nach Bränden (post-fire recovery). - Taxonomisch wird die Art innerhalb der Rosengewächse der Unterfamilie Rosoideae und der Tribus Potentilleae zugeordnet. - Die Abspaltung von der Gattung *Potentilla* wurde in den späten 1990er Jahren durch Analysen der Chloroplasten-DNA und nukleären ribosomalen DNA bestätigt. - Zu den historischen Synonymen zählen neben *Potentilla* auch Zuordnungen zu den Gattungen *Pentaphylloides*, *Comocarpa* und *Fragaria*. - Im englischen Sprachraum existieren volkstümliche Bezeichnungen wie „golden hardhack“, „widdy“ oder „yellow rose“. - Der englische Name „Cinquefoil“ leitet sich aus dem Altfranzösischen ab und verweist auf die fünfzähligen Blätter.[9]

Name & Einordnung

Der aktuell akzeptierte wissenschaftliche Name der Art lautet *Dasiphora fruticosa* (L.) Rydb., wobei sie taxonomisch zur Familie der Rosaceae (Rosengewächse) zählt.[2][1] Der Gattungsname *Dasiphora* leitet sich aus den griechischen Wörtern *dasys* (haarig) und *phoros* (tragend) ab, was sich auf das behaarte Hypanthium und die Früchte bezieht. Das Art-Epitheton *fruticosa* entstammt dem Lateinischen (*fruticosus*) und bedeutet „strauchig“ oder „buschig“, was den verholzenden Wuchs der Pflanze beschreibt.[1] Die Erstbeschreibung erfolgte 1753 durch Carl von Linné unter dem Basionym *Potentilla fruticosa* in seinem Werk *Species Plantarum*.[3] Per Axel Rydberg überführte die Art 1898 in die Gattung *Dasiphora*, eine Einordnung, die später durch S. V. Juzepczuk in der *Flora of the USSR* (1941) gefestigt wurde.[3] Obwohl die Pflanze lange der Gattung *Potentilla* zugeordnet war, bestätigten molekularphylogenetische Untersuchungen in den späten 1990er und 2000er Jahren die Eigenständigkeit von *Dasiphora* als separate Klade innerhalb der Tribus Potentilleae.[3][1] Diese Unterscheidung basiert unter anderem auf dem verholzenden Habitus im Gegensatz zu den meist krautigen Fingerkräutern.[1] Zu den relevanten Synonymen zählen das im Gartenbau weiterhin verbreitete *Potentilla fruticosa* L. sowie *Pentaphylloides fruticosa* (O. Schwarz) Compton und *Fragaria fruticosa* (L.) Crantz.[3] Im deutschsprachigen Raum sind die Trivialnamen Fünffingerstrauch sowie Strauchfingerkraut gebräuchlich. Internationale Bezeichnungen umfassen im Englischen „shrubby cinquefoil“, „bush cinquefoil“ oder „golden hardhack“, wobei der Begriff „cinquefoil“ auf das altfranzösische Wort für die fünfzähligen Blätter zurückgeht.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der Fünffingerstrauch (*Dasiphora fruticosa*) ist ein laubabwerfender Strauch, der Wuchshöhen von 0,3 bis 2 Metern erreicht und eine kompakte, vielstämmige Form bildet.[1][3] Die Wuchsform variiert von niederliegenden bis zu aufrechten Zweigen, die oft eine rundliche Kuppe bilden.[1] Die Rinde ist rötlich-braun bis gräulich und löst sich papierartig in Streifen ab. Junge Triebe im ersten Jahr sind zottig behaart (villös), verkahlen jedoch mit zunehmendem Alter, wobei oft seitliche Kurztriebe vorhanden sind. Die wechselständigen Laubblätter sind unpaarig gefiedert bis fast handförmig und messen 0,5 bis 2,6 cm in der Länge.[3] Sie bestehen meist aus fünf, seltener drei bis sieben Fiederblättchen, die linear bis schmal elliptisch geformt sind.[1][3] Aufgrund einer dichten Behaarung erscheint das Laub häufig mittelgrün bis blaugrün oder silbrig-grau.[3] Die Blüten erscheinen von Mai bis September und weisen einen Durchmesser von 10 bis 30 mm auf.[1][3] Sie besitzen fünf leuchtend gelbe, selten weiße Kronblätter, die obovat bis rundlich geformt und länger als die Kelchblätter sind. Im Zentrum der Blüte befinden sich 20 bis 30 Staubblätter sowie ein behaartes Hypanthium. Die Blüten stehen einzeln oder in lockeren zymösen Blütenständen von zwei bis sieben Exemplaren. Als Früchte werden Sammelnussfrüchte gebildet, die aus 30 bis 100 schief-eiförmigen Achänen bestehen. Diese 1,4 bis 1,8 mm langen Nüsschen sind hellbraun gefärbt und mit steifen Haaren besetzt.[3] Innerhalb der Art werden Unterarten unterschieden, wobei *D. fruticosa* subsp. *fruticosa* oft kleinere Blüten aufweist, während *D. fruticosa* subsp. *floribunda* durch größere Blüten gekennzeichnet ist.[2] Von der Gattung *Potentilla* unterscheidet sich *Dasiphora* primär durch den verholzenden Wuchs und spezifische molekulargenetische Merkmale.[3]

Beschreibung

Dasiphora fruticosa ist ein sommergrüner, vielstämmiger Strauch, der sich durch seine enorme Widerstandsfähigkeit in subarktischen und gemäßigten Biomen der Nordhalbkugel auszeichnet.[1][2] Im Gegensatz zu den krautigen Arten der Gattung Potentilla, zu der er historisch zählte, bildet er verholzte, ausdauernde Stämme aus, die eine Höhe von 0,3 bis 2 Metern erreichen.[3] Im natürlichen Habitat variiert der Wuchs phänotypisch stark von niederliegenden Matten in alpinen Höhenlagen bis zu aufrechten Büschen in geschützten Tälern.[6] Ein charakteristisches Erkennungsmerkmal älterer Exemplare ist die rötlich-braune bis graue Rinde, die sich in papierartigen Streifen ablöst, während junge Triebe oft villös behaart sind.[1] Die gefiederten Blätter bestehen meist aus fünf, seltener drei bis neun Teilblättchen, deren Form namensgebend für die Trivialbezeichnung Fünffingerstrauch ist.[4] Anatomisch ist die Pflanze durch eine dichte Behaarung an Blättern und jungen Trieben angepasst, was dem Laub oft einen silbrig-grauen oder blaugrünen Schimmer verleiht und vor Austrocknung schützt.[1] Diese Behaarung findet sich auch am Hypanthium und den Früchten wieder, was den wissenschaftlichen Gattungsnamen Dasiphora (griechisch für „haartragend“) begründet.[7] Unterirdisch bildet die Art ein faseriges, flaches bis mitteltiefes Wurzelsystem aus, das effektiv zur Bodenstabilisierung an erodierten Hängen beiträgt.[1] Eine biologische Besonderheit zeigt sich in der geschlechtlichen Differenzierung: Während die eurasische Unterart D. fruticosa subsp. fruticosa oft zweihäusig (diözisch) und tetraploid ist, tritt die nordamerikanische Unterart D. fruticosa subsp. floribunda meist zwittrig und diploid auf.[8] Die leuchtend gelben Blüten erscheinen über einen langen Zeitraum von Mai bis September und sind auf Fremdbestäubung durch Insekten, insbesondere Bienen und Schwebfliegen, angewiesen. Nach der Befruchtung entwickeln sich behaarte Achänen, die primär durch Wind und Schwerkraft verbreitet werden.[1] Die Samen unterliegen einer physiologischen Dormanz und benötigen zur Keimung eine Kälteperiode (Stratifikation).[5] Als langlebiges Gehölz kann Dasiphora fruticosa ein Alter von bis zu 36 Jahren erreichen, wobei das Wachstum in den ersten Jahren langsam verläuft.[1] Ökologisch fungiert die Art oft als Pionierpflanze auf gestörten Flächen und dient in Feuchtgebieten als Zeigerart für kalkreiche Standorte. Die taxonomische Erstbeschreibung erfolgte 1753 durch Carl von Linné als Potentilla fruticosa, bevor molekulargenetische Studien die Eigenständigkeit der Gattung Dasiphora bestätigten.[3]

Verhalten

Da *Dasiphora fruticosa* selbstinkompatibel ist, ist die Pflanze für einen erfolgreichen Samenansatz zwingend auf die Fremdbestäubung durch Insekten angewiesen. Zu den häufigsten Besuchern zählen Solitärbienen, Zweiflügler (Diptera) sowie Schmetterlinge und Hummeln, die durch das Angebot an Nektar und Pollen angelockt werden. Die Nektarproduktion variiert saisonal und nimmt im späteren Verlauf der Blütezeit zu, um die Versorgung der Bestäuber sicherzustellen.[1] Die Ausbreitung der behaarten Achänen erfolgt primär passiv durch Wind und Schwerkraft, wobei die Samen eine physiologische Dormanz aufweisen.[5] Ergänzend findet eine endozoochore Verbreitung statt, indem Vögel und Kleinsäuger die Früchte fressen und die Samen über Ausscheidungen weitertragen. Im Wurzelbereich geht der Strauch eine mutualistische Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, welche die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor, in kargen Böden optimiert. Als Pionierart zeigt *Dasiphora fruticosa* ein effektives Besiedelungsverhalten auf gestörten Flächen und stabilisiert durch ihr Wurzelsystem erodierte Hänge.[1] Gegenüber mechanischen Störungen reagiert die Art resilient und regeneriert sich vegetativ durch Wurzelsprosse oder die Bewurzelung niederliegender Stämme, was eine klonale Ausbreitung ermöglicht.[5] Für Huftiere wie Elche und Dickhornschafe dient die Pflanze als wichtige Nahrungsquelle, während der dichte Wuchs bodenbrütenden Vögeln und Kleinsäugern Schutz bietet.[1]

Ökologie

Die zwittrigen Blüten von *Dasiphora fruticosa* sind selbstinkompatibel und auf Fremdbestäubung durch Insekten wie Solitärbienen, Fliegen, Schmetterlinge und Hummeln angewiesen. Ökologisch fungiert der Strauch als Futterpflanze für Huftiere wie Hirsche, Elche und Dickhornschafe sowie als Deckung für Kleinsäuger und bodenbrütende Vögel. Die behaarten Achänen werden primär durch Wind und Schwerkraft verbreitet, wobei auch eine endozoochore Ausbreitung durch den Verzehr seitens Vögeln und Säugetieren stattfindet. *Dasiphora fruticosa* geht mutualistische Symbiosen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, welche die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor, in nährstoffarmen Böden verbessern.[1] Als Pionierart auf gestörten Flächen wie erodierten Hängen trägt das flache bis mitteltiefe Wurzelsystem effektiv zur Bodenstabilisierung bei.[1][3] Eine klimabedingte Ausbreitung in alpine Regionen kann die dortigen Bodenpilzgemeinschaften durch Veränderung der Mikrohabitate modifizieren. Konkurrenzbeziehungen bestehen unter anderem mit invasiven Arten wie *Lythrum salicaria*, wobei es zu einer Überlappung bei den Bestäuberressourcen kommen kann. In Graslandhabitaten kann Überweidung die Artzusammensetzung verändern, da der Strauch gegenüber Gräsern begünstigt wird. Obwohl die Pflanze weitgehend resistent ist, treten gelegentlich Blattläuse und Spinnmilben als Schädlinge auf.[1] Die Art vergesellschaftet sich häufig mit Weiden, Seggen und Schwingelgräsern in Pflanzengemeinschaften von Fichten-Tannen-Wäldern bis zur subalpinen Tundra.[1][3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Dasiphora fruticosa gilt primär als ökologisch wertvoller Nützling, der als Pionierpflanze erodierte Hänge stabilisiert und Habitatstrukturen für Kleinsäuger sowie Vögel bietet. Der Strauch dient als Futterpflanze für Huftiere wie Hirsche und Elche und unterstützt durch Nektarproduktion diverse Bestäuber, darunter Bienen und Schmetterlinge.[1] Aufgrund seines faserigen Wurzelsystems und hoher Anwachsraten wird er gezielt zur Erosionskontrolle und Bodenbefestigung an Ufern und gestörten Standorten eingesetzt.[5][4] Die Art ist weitgehend resistent gegen schwere Krankheiten, kann jedoch gelegentlich von Blattläusen oder Spinnmilben befallen werden, die meist nur geringe Schäden verursachen.[1][6] Im Zierpflanzenbau ist der Befall durch die Rote Spinnmilbe möglich, wobei bestimmte Sorten wie 'Hopleys Orange' eine erhöhte Resistenz aufweisen. Ein weiteres potenzielles Schadbild ist Echter Mehltau, gegen den neuere Züchtungen jedoch oft widerstandsfähig sind.[1] Als präventive Maßnahme gegen Pilzerkrankungen empfiehlt sich die Pflanzung an vollsonnigen Standorten mit guter Luftzirkulation, da Schatten die Vitalität und Blüte schwächt.[1][3] Zur Pflege und Vermeidung einer Verkahlung sollten Pflanzen im späten Winter oder zeitigen Frühjahr beschnitten werden, um Totholz zu entfernen und den Neuaustrieb zu fördern.[6][1] Chemische Bekämpfungsmaßnahmen sind selten erforderlich; bei Milbenbefall genügen oft physikalische Methoden wie Wasserstrahlen oder der Einsatz von insektiziden Seifen. Historisch nutzten indigene Gruppen wie die Cheyenne Aufgüsse der Blätter zum Hautschutz bei Ritualen oder als adstringierenden Tee, was heute jedoch keine medizinische Relevanz mehr besitzt.[3] In Nordamerika fungiert die Art als Indikatorpflanze (FACW) zur Bewertung der Gesundheit von kalkhaltigen Mooren und Uferzonen.[1] Während die Art global als sicher gilt, führen Habitatverluste in urbanisierten Gebieten lokal zu Bestandsrückgängen, etwa in den italienischen Alpen.[3][1]

Wirtschaftliche Bedeutung

*Dasiphora fruticosa* besitzt primär als Zierpflanze im Gartenbau und in der Landschaftsarchitektur eine signifikante wirtschaftliche Relevanz.[1] Seit dem späten 17. Jahrhundert in Europa kultiviert, existieren heute über 130 benannte Sorten, die für den kommerziellen Handel gezüchtet wurden.[1] Aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit gegen städtische Umweltbelastungen und Salzeintrag wird das Gehölz häufig in der Straßenbegrünung verwendet.[4] Das faserige Wurzelsystem stabilisiert den Boden effektiv, weshalb die Art zur Erosionskontrolle an Hängen und Uferbereichen von technischem Nutzen ist. In der Landwirtschaft tritt die Pflanze nicht als Schädling auf, sondern dient als Futterquelle für Huftiere wie Schafe und Wild. Phytopathologisch ist der Strauch weitgehend resistent gegen schwerwiegende Krankheiten, beherbergt jedoch gelegentlich Spinnmilben oder Blattläuse, die selten ökonomisch relevante Schäden verursachen. Als Nektar- und Pollenquelle unterstützt *Dasiphora fruticosa* diverse Bestäuber, darunter wirtschaftlich bedeutsame Honigbienen sowie Wildbienen. Bestimmte Sorten wie 'Abbotswood' oder 'Hopleys Orange' wurden aufgrund ihrer Leistung mit dem *Award of Garden Merit* der Royal Horticultural Society ausgezeichnet, was ihren Handelswert unterstreicht.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Der Fünffingerstrauch (*Dasiphora fruticosa*) ist ein langlebiger, laubabwerfender Zwergstrauch, der ein Durchschnittsalter von etwa 25 Jahren und ein Höchstalter von bis zu 36 Jahren erreicht.[1] Die vegetative Phase beginnt mit dem Austrieb im Frühjahr nach der Winterruhe, gefolgt von einer langen Blütezeit von Ende Mai bis September, mit Höhepunkten im Juli und August.[1][3] Die zwittrigen Blüten sind selbstinkompatibel und auf Fremdbestäubung durch Insekten angewiesen, um lebensfähige Samen zu bilden. Zu den Hauptbestäubern zählen Solitärbienen (33–43 %), Zweiflügler (31–42 %), Schmetterlinge und Hummeln, die durch das Nektar- und Pollenangebot angelockt werden.[1] Nach der Befruchtung entwickelt sich eine Sammelnussfrucht aus 30 bis 100 behaarten Achänen, die jeweils einen einzelnen Samen enthalten.[3] Die Samen reifen vom Hochsommer bis zum Herbst und werden primär durch Wind und Schwerkraft, gelegentlich auch durch Vögel oder kleine Säugetiere (Endozoochorie) verbreitet.[1] Die Achänen weisen eine physiologische Dormanz auf und benötigen zur Keimung eine Kaltstratifikation von 8 bis 90 Tagen, wobei Hochlagen-Herkünfte längere Kälteperioden erfordern. Unter optimalen Bedingungen bei 18 °C erfolgt die Keimung innerhalb von etwa neun Tagen, wobei sich der Sämling in den ersten fünf Monaten zur verpflanzbaren Größe entwickelt.[5] Neben der geschlechtlichen Fortpflanzung breitet sich die Art vegetativ durch Wurzelsprosse oder die Bewurzelung niederliegender Triebe aus, besonders an feuchten oder gestörten Standorten. Das anfängliche Wachstum verläuft langsam, bis der Strauch nach etwa fünf Jahren seine volle, dichte Wuchsform erreicht.[1] *Dasiphora fruticosa* geht mutualistische Symbiosen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, welche die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor, in nährstoffarmen Böden verbessern.[3] Physiologisch zeichnet sich die Pflanze durch eine extreme Kältetoleranz bis -40 °C (USDA-Zone 2) und die Anpassung an kurze Vegetationsperioden in subarktischen und alpinen Regionen aus. Als Nahrungspflanze dient der Strauch verschiedenen Huftieren wie Hirschen, Elchen und Dickhornschafen, die ihn als Weide nutzen. Obwohl die Art weitgehend resistent gegen Krankheiten ist, können gelegentlich Blattläuse oder Spinnmilben auftreten, die jedoch selten signifikante Schäden verursachen. Als Pionierpflanze mit einem faserigen Wurzelsystem besiedelt *Dasiphora fruticosa* gestörte Standorte und trägt effektiv zur Bodenstabilisierung und Erosionskontrolle bei.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Dasiphora fruticosa besitzt ein weites, zirkumboreales Verbreitungsgebiet in den subarktischen und kühl-gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel.[1][2] In Nordamerika erstreckt sich das natürliche Vorkommen von Alaska und Kanada über die Rocky Mountains bis in die nördlichen und westlichen Vereinigten Staaten.[1][3] Das eurasische Areal umfasst weite Teile Nordeuropas, Sibiriens sowie Zentral- und Ostasiens, mit Schwerpunkten im Himalaya und auf dem Qinghai-Tibet-Plateau.[1][2] Während die Art in Nordeuropa, etwa in Schweden, Großbritannien und dem Baltikum, heimisch ist, gilt sie in Teilen Mittel- und Südeuropas als eingebürgert.[1] In Ländern wie Deutschland und Österreich treten verwilderte Bestände auf, die oft auf die gärtnerische Kultivierung seit dem späten 17. Jahrhundert zurückgehen. Die vertikale Verbreitung reicht vom Meeresspiegel bis in die hochalpine Stufe, wobei in Asien Höhenlagen von bis zu 5.000 Metern erreicht werden.[1] Als Lebensraum bevorzugt der Strauch offene, feuchte Standorte wie Moore, Uferzonen, Wiesen und lichte Wälder.[1][3] Er gedeiht auf feuchten bis gut durchlässigen Böden und toleriert sowohl kalkhaltige als auch felsige, nährstoffarme Substrate. Typische natürliche Habitate umfassen zudem Felshänge, subalpine Tundra und Kiesbänke, wo das Wurzelsystem zur Bodenstabilisierung beiträgt. Ökologisch fungiert *Dasiphora fruticosa* oft als Pionierpflanze auf gestörten Flächen und Erosionsstandorten.[1] Die eurasische Unterart (*subsp. fruticosa*) besiedelt tendenziell trockenere Steppen und Felshänge, während die nordamerikanische Unterart (*subsp. floribunda*) häufiger an nassen Standorten wie Mooren zu finden ist. Aufgrund ihrer hohen Kältetoleranz übersteht die Pflanze Wintertemperaturen bis -40 °C und behauptet sich erfolgreich in subarktischen Biomen.[1]

Saisonalität & Aktivität

*Dasiphora fruticosa* ist ein sommergrüner Strauch, der einem ausgeprägten jahreszeitlichen Rhythmus mit einer Winterruhe und einem Neuaustrieb im Frühjahr folgt.[1][3] Die Blütezeit erstreckt sich über eine lange Periode von Ende Mai bis Ende September, wobei die Blütenbildung oft kontinuierlich erfolgt.[1][4] Phänologisch lassen sich häufig zwei Aktivitätsspitzen beobachten: ein erster Höhepunkt im Juli am alten Holz und ein zweiter im August an den Trieben der aktuellen Saison. Während dieser Monate dient die Pflanze als wichtige Nahrungsquelle für Insekten, wobei solitäre Bienen, Zweiflügler und Schmetterlinge die Hauptbestäuber darstellen. Die Nektarproduktion nimmt im späteren Verlauf der Saison zu, was die ökologische Bedeutung der Art im Spätsommer unterstreicht. Die Fruchtreife der Achänen setzt ab Hochsommer ein und zieht sich bis in den Herbst.[1] Die Samen weisen eine physiologische Dormanz auf und benötigen eine Kälteperiode (Stratifikation), um im folgenden Zyklus zu keimen.[5] Als an kühle temperate und subarktische Klimate angepasste Art ist der Strauch extrem winterhart und toleriert Temperaturen bis zu -40 °C. Es handelt sich um ein langlebiges Gehölz, das ein Alter von bis zu 36 Jahren erreichen kann.[1] Für die vegetative Vermehrung ist die physiologische Aktivität im Frühsommer entscheidend, weshalb Weichholzstecklinge idealerweise im Juni oder Juli geschnitten werden.[5]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Limbach-Oberfrohna, Sachsen, Deutschland

    08.10.2025

  • Neufahrn bei Freising

    04.10.2026

  • Am Palastweiher, Königswinter, North Rhine-Westphalia, Deutschland

    03.10.2025

  • Schwabach

    02.10.2026

  • Wendisch Rietz, Brandenburg, Deutschland

    02.10.2025

Daten: iNaturalist

Fonti e riferimenti

  1. https://www.fs.usda.gov/database/feis/plants/shrub/dasfruf/all.html
  2. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:724590-1
  3. https://floranorthamerica.org/Dasiphora_fruticosa
  4. https://landscapeplants.oregonstate.edu/plants/dasiphora-fruticosa
  5. https://courses.washington.edu/esrm412/protocols/2017/DAFR6.pdf
  6. https://ucjeps.berkeley.edu/eflora/eflora_display.php?tid=80452
  7. http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=1&taxon_id=109323
  8. https://cwelwnp.usu.edu/westernnativeplants/plantlist_view.php?id=70&name=dasiphorafruticosasspfloribunda
  9. Literaturzusammenfassung: Dasiphora fruticosa