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Spinaci dell'albero Chenopodium giganteum

Spinaci dell'albero

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Caryophyllales (Caryophyllales)
Famiglia Amaranthaceae
Genere Chenopodium
Specie Chenopodium giganteum
Nome scientifico Chenopodium giganteum D.Don
Nome accettato

Einleitung

*Chenopodium giganteum*, im Deutschen oft als Baumspinat bezeichnet, ist eine einjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), die Wuchshöhen von bis zu drei Metern erreicht.[1][2] Die ursprünglich in der Himalaya-Region und Ostasien beheimatete Art wird weltweit als spinatartiges Blattgemüse sowie als Zierpflanze genutzt, besiedelt als Pionierpflanze jedoch auch Ruderalflächen.[3][4] Taxonomisch wird sie teilweise unter Synonymen wie *Chenopodium amaranticolor* geführt und gehört zum *Chenopodium album*-Aggregat.[1][5]

Fakten (kompakt)

- Die Art besitzt einen diploiden Chromosomensatz von 2n = 54. - Die Blätter weisen hohe Konzentrationen an Eisen, Kalzium sowie den Vitaminen B1 und C auf. - Geschmacklich erinnern die gekochten Pflanzenteile an Spargel. - Aufgrund des Gehalts an Oxalsäure und Saponinen wird der Verzehr in gekochtem oder gedämpftem Zustand empfohlen, um diese Stoffe zu reduzieren. - Die gesamte Pflanze kann zur Gewinnung von goldenen oder grünen Farbstoffen verwendet werden. - Die verholzten, stabilen Stängel eignen sich nach der Ernte als Spazierstöcke oder Rankhilfen. - *Chenopodium giganteum* ist in den USDA-Klimazonen 4 bis 8 winterhart. - Eine bekannte Kultursorte ist 'Magenta Spreen', die für ihre leuchtend magentafarbenen Triebspitzen geschätzt wird. - Die etwa 1,5 mm kleinen Samen können nach dem Wässern zu Mehl verarbeitet oder ähnlich wie Quinoa als Getreide gekocht werden. - In der Permakultur wird die Art aufgrund ihres schnellen Wachstums auch als Gründüngung eingesetzt. - Spezifische medizinische Anwendungen sind für diese Art bisher nicht dokumentiert. - Eingebürgerte Vorkommen finden sich unter anderem in Neuseeland, Argentinien, Marokko sowie Teilen Europas wie Griechenland und dem Vereinigten Königreich.[7]

Name & Einordnung

Der gültige wissenschaftliche Name lautet *Chenopodium giganteum*, wobei die Erstbeschreibung dem schottischen Botaniker David Don (D. Don) zugeschrieben wird.[1] Die Art zählt zur Gattung *Chenopodium* (Gänsefuß) innerhalb der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae).[1][5] Historisch wurde die Gattung der Familie Chenopodiaceae zugeordnet, bis molekularbiologische Untersuchungen zur Eingliederung dieser Familie in die Amaranthaceae führten, wie im APG III-System von 2009 empfohlen.[6] Der Gattungsname *Chenopodium* leitet sich aus den griechischen Wörtern *chen* (Gans) und *pous* (Fuß) ab und verweist auf die blattmorphologische Ähnlichkeit mit einem Gänsefuß. Das lateinische Art-Epitheton *giganteum* bedeutet „riesig“ oder „sehr groß“ und spielt auf die Wuchshöhe von bis zu drei Metern an. Zu den relevanten Synonymen gehören *Chenopodium purpurascens* Jacq., *Chenopodium amaranticolor* Coste & Reyn. sowie *Blitum giganteum* Moq., wobei letzteres eine frühere Zuordnung zur Gattung *Blitum* widerspiegelt.[1] Taxonomisch wird die Art dem *Chenopodium album*-Aggregat zugerechnet und gilt als ursprünglich in Nordindien entstandene Kulturform.[2] Im deutschsprachigen Raum ist die Pflanze vorwiegend als Baumspinat oder Riesengänsefuß bekannt.[5] Internationale Trivialnamen umfassen im Englischen „Tree spinach“, „Giant goosefoot“ oder „Purple goosefoot“. Häufig wird auch die Bezeichnung „Magenta Spreen“ verwendet, die sich jedoch spezifisch auf eine populäre Sorte mit magentafarbenem Austrieb bezieht.[3]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Chenopodium giganteum* ist eine einjährige, krautige Pflanze mit einem aufrechten, stark verzweigten Wuchs, die Wuchshöhen von 1 bis 3 Metern erreicht.[2][3] Der robuste, gerippte Stängel kann an der Basis einen Durchmesser von bis zu 5 cm aufweisen. Er erscheint in der Jugendphase rötlich-grün oder rötlich-lila und verfärbt sich mit zunehmender Reife grün. Die wechselständigen Laubblätter sind rhombisch bis eiförmig, erreichen eine Länge von bis zu 20 cm sowie eine Breite von 16 cm und besitzen einen unregelmäßig wellig-gezähnten Rand.[2] Junge Blätter sind behaart und zeigen oft eine leuchtend magentarote Färbung, während adulte Blätter grün sind und eine bemehlte oder verkahlende Unterseite aufweisen.[2][5] Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis September, wobei die kleinen, zwittrigen Blüten in dichten Knäueln oder einzeln in großen, bis zu 50 cm langen endständigen Rispen angeordnet sind.[2][3] Diese Blütenstände sind bemehlt und hängen zur Fruchtzeit oft herab. Jede Blüte verfügt über fünf eiförmige Perianthsegmente, die grün oder dunkelviolett mit häutigen Rändern gefärbt sind, sowie fünf Staubblätter. Die Früchte bilden linsenförmige, niedergedrückt-kugelige Utrikel mit einem Durchmesser von 1,2 bis 1,5 mm. Das dünne, häutige Perikarp der Frucht ist hyalin, weist lange Papillen auf und haftet locker am Samen.[2] Der enthaltene horizontale Samen ist linsenförmig, schwarz oder rot-schwarz gefärbt und misst etwa 1 bis 1,5 mm im Durchmesser.[2][5] Die Samenoberfläche ist netzartig gestreift und besitzt einen stumpfen Rand.[2] Als Teil des *Chenopodium album*-Aggregats kann die Art mit verwandten Gänsefußgewächsen hybridisieren, unterscheidet sich jedoch primär durch ihre enorme Wuchsgröße und die markante Pigmentierung.[5][1]

Beschreibung

Chenopodium giganteum ist ein einjähriges, krautiges Gewächs, das sich durch seinen imposanten, aufrechten Wuchs und eine schnelle Biomasseproduktion auszeichnet.[3] Als typische Pionierpflanze besiedelt die Art in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet im Himalaya und Ostasien bevorzugt gestörte Standorte und Ruderalflächen, wo sie Wuchshöhen von bis zu drei Metern erreichen kann.[3][2] Das Erscheinungsbild wird von einem kräftigen, gerippten Hauptstamm dominiert, der an der Basis einen Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern aufweist und im Jugendstadium oft rötlich-grün gefärbt ist.[3] Ein markantes Erkennungsmerkmal im Feld ist die intensive magentarote Färbung der jungen Triebspitzen und Blätter, die insbesondere bei Kulturformen wie 'Magenta Spreen' ausgeprägt ist, bevor sie im Alter vergrünt.[5] Unter dem Mikroskop zeigt sich auf der Blattunterseite und den Blütenständen eine bemehlte (farinose) Struktur, die durch blasige Haare gebildet wird und typisch für die Gattung ist. Die Art ist zwittrig und windbestäubt, wobei die unscheinbaren, grünlich bis purpurroten Blüten in dichten, bis zu 50 Zentimeter langen Rispen angeordnet sind, die zur Fruchtreife oft überhängen.[2] Der Lebenszyklus ist an saisonale Schwankungen angepasst: Nach der Keimung durchläuft die Pflanze eine rasante vegetative Phase und erreicht die Reife oft schon nach 50 bis 60 Tagen.[5] Die Samenproduktion erfolgt in linsenförmigen Nüsschen (Utrikeln), die lose am Samen haften; diese Samen sind schwarz bis rot-schwarz, etwa 1,5 Millimeter groß und weisen eine netzartige Oberflächenstruktur auf.[2] Eine anatomische Besonderheit ist die hohe Samenviabilität von vier bis fünf Jahren, die der Art erlaubt, eine persistente Samenbank im Boden aufzubauen. Im Gegensatz zu vielen getrenntgeschlechtlichen Pflanzen gibt es keine phänotypischen Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Individuen, da die Blüten beide Geschlechter vereinen. Ökologisch fungiert Chenopodium giganteum als Wirtspflanze für Insektenlarven wie den Baumwollkapselwurm (Helicoverpa zea), dessen Raupen sich von den Blättern und Samen ernähren. Taxonomisch gehört die Art zum Chenopodium album-Aggregat und weist einen diploiden Chromosomensatz von 2n = 54 auf, was sie genetisch eng mit dem Weißen Gänsefuß verbindet.[3] Durch Hybridisierung mit verwandten Arten können in neuen Verbreitungsgebieten polyploide Komplexe entstehen, die die morphologische Variabilität weiter erhöhen.[5] Historisch wird angenommen, dass die Art ursprünglich als kultivierte Form in Nordindien entstand, bevor sie sich als Neophyt weltweit in gemäßigten und subtropischen Zonen etablierte.[2] Der lateinische Artzusatz giganteum verweist auf den Riesenwuchs, der dieses Gänsefußgewächs deutlich von den meisten verwandten Arten der Gattung abhebt.[3]

Verhalten

Chenopodium giganteum zeigt das charakteristische Verhalten einer Pionierpflanze, die effizient gestörte Böden und Ruderalflächen besiedelt. Durch ihr schnelles vegetatives Wachstum etabliert sich die Art rasch und tritt in Konkurrenz zu benachbarten Kulturen.[3] Die Bestäubung erfolgt primär anemophil durch den Wind, was durch die Struktur der Blütenstände begünstigt wird. Obwohl die Pflanze selbstkompatibel ist, findet häufig eine Fremdbestäubung über Windverwehung statt.[2] Bei der Keimung zeigen die Samen eine deutliche Lichtabhängigkeit, weshalb sie für den Austrieb eine oberflächliche Position benötigen.[5] In ökologischen Netzwerken fungiert Chenopodium giganteum als Wirtspflanze für diverse Organismen, darunter landwirtschaftliche Schädlinge wie Helicoverpa zea. Ebenso wurde eine Interaktion mit viralen Pathogenen wie dem Tomatenbronzefleckenvirus dokumentiert.[3] Ein bedeutendes genetisches Verhalten ist die Fähigkeit zur Hybridisierung mit verwandten Arten innerhalb des Chenopodium album-Aggregats. Dies ermöglicht einen Genfluss, der zur Entstehung neuer Varianten in eingeführten Verbreitungsgebieten beitragen kann.[5] Als biochemische Anpassung akkumuliert die Pflanze Oxalsäure und Saponine im Gewebe. Diese Inhaltsstoffe können als chemische Abwehrstrategie gegen Fressfeinde wirken.[3]

Ökologie

Chenopodium giganteum fungiert als schnellwachsende Pionierart, die vorwiegend gestörte Standorte wie Brachflächen, Straßenränder und unkrautreiche Areale besiedelt.[2][4] Als Ruderalpflanze gedeiht sie in offenen Umgebungen und toleriert ein breites Spektrum an Bodenbedingungen, von sandigen bis lehmigen Substraten mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 8,0.[3][5] Die Bestäubung erfolgt primär durch den Wind (Anemophilie), wobei die unscheinbaren Blütenstrukturen diesen Mechanismus unterstützen, ergänzt durch gelegentliche Insektenbesuche.[3] Die Art sichert ihren Fortbestand durch eine hohe Samenviabilität von 4 bis 5 Jahren und einen raschen Lebenszyklus, der in 50 bis 60 Tagen abgeschlossen sein kann.[3][5] In ökologischen Interaktionsgefügen dient C. giganteum als Wirtspflanze für verschiedene Organismen, darunter der Baumwollkapselwurm (*Helicoverpa zea*), der an Blättern und Samen frisst. Zudem wurde die Pflanze als Reservoir für Pflanzenviren wie das Tomatenbronzefleckenvirus (Tomato spotted wilt virus) und Begomoviren dokumentiert, was die Pathogendynamik in Agrarökosystemen beeinflussen kann.[3] Innerhalb des *Chenopodium album*-Aggregats kann die Art mit verwandten Spezies wie *Chenopodium album* hybridisieren, was den Genfluss und Polyploidisierungsereignisse begünstigt.[5] Aufgrund ihrer Wuchskraft und der Fähigkeit zur Selbstaussaat besitzt sie in geeigneten Klimazonen invasives Potenzial und kann in gestörten Habitaten mit Kulturpflanzen konkurrieren.[4][6] Während Keimlinge frostempfindlich sind, zeigen etablierte Pflanzen eine Trockentoleranz, die das Überleben in temperierten bis subtropischen Zonen mit fluktuierenden Umweltbedingungen ermöglicht.[5][3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Chenopodium giganteum wird primär als Blattgemüse und Zierpflanze kultiviert, tritt jedoch in gestörten Habitaten auch als schnellwüchsiges Ruderalunkraut auf.[3][2] Aufgrund der hohen Samenviabilität von vier bis fünf Jahren und der Neigung zur Selbstaussaat besitzt die Art ein invasives Potenzial und hat sich in Teilen Europas und Amerikas eingebürgert.[3][4] Obwohl die Pflanze im Anbau als widerstandsfähig gilt, fungiert sie als Wirt für landwirtschaftliche Schädlinge wie den Baumwollkapselwurm (*Helicoverpa zea*), der Blätter und Samen befällt. Zusätzlich ist die Spezies als Reservoir für Pflanzenviren dokumentiert, darunter das Tomatenbronzefleckenvirus (TSWV) und Begomoviren. Gesundheitlich relevant ist der Gehalt an antinutritiven Substanzen wie Oxalsäure und Saponinen in den Blättern und Samen.[3] Ein übermäßiger Rohverzehr kann die Bildung von Nierensteinen begünstigen oder Verdauungsreizungen auslösen, weshalb eine Zubereitung durch Kochen empfohlen wird, um diese Stoffe zu reduzieren. Personen mit Gicht oder Nierenerkrankungen sollten den Konsum einschränken, da die Oxalsäurewerte mit denen von Spinat vergleichbar sind. Zur Prävention einer unkontrollierten Ausbreitung im Gartenbau sollten die Blütenstände vor der Samenreife entfernt oder junge Triebe konsequent geerntet werden.[5][3] In landwirtschaftlichen Systemen erschwert die natürliche Herbizidresistenz der Pflanze die chemische Bekämpfung und begünstigt ihr Überdauern auf Ackerflächen. Ein ökologisches Risiko besteht in der Hybridisierung mit verwandten Arten wie dem Weißen Gänsefuß (*Chenopodium album*), was den Genfluss in lokale Populationen beeinflussen kann.[5] Trotz des Unkrautpotenzials wird *Chenopodium giganteum* in der Permakultur gezielt als Gründüngung eingesetzt, um den Boden mit Stickstoff anzureichern.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung

Als Ruderalpflanze besiedelt *Chenopodium giganteum* gestörte Flächen und Feldränder, wo sie durch rasches Wachstum und Selbstaussaat in Konkurrenz zu Kulturpflanzen treten kann.[2][4] Eine wirtschaftliche Relevanz ergibt sich aus ihrer Funktion als Wirtspflanze für landwirtschaftliche Schädlinge, darunter der Baumwollkapselwurm (*Helicoverpa zea*), der an diversen Nutzpflanzen Fraßschäden verursacht. Zudem dient die Art als Reservoir für Pflanzenviren wie das Tomatenbronzefleckenvirus (Tomato spotted wilt virus) und Begomoviren, was das Infektionsrisiko für benachbarte Kulturen erhöht. Die Bekämpfung in Agrarökosystemen wird dadurch erschwert, dass die Pflanze eine natürliche Toleranz gegenüber vielen Herbiziden aufweist und in gestörten Habitaten persistiert.[3] Durch Hybridisierung mit dem Weißen Gänsefuß (*Chenopodium album*) ist ein Genfluss möglich, der die Unkrautpopulationen genetisch beeinflussen und Managementstrategien komplizieren kann.[5] Demgegenüber steht eine begrenzte positive wirtschaftliche Nutzung im ökologischen Landbau und der Permakultur, wo die Art als schnellwüchsiger Blattgemüselieferant geschätzt wird. Aufgrund der hohen Biomasseproduktion dient sie zudem als effektive Gründüngung zur Bodenverbesserung in Rotationssystemen. Nischenanwendungen finden sich in der Gewinnung von gold-grünen Farbstoffen sowie der Nutzung der verholzten Stängel als Rankhilfen oder Gehstöcke.[3]

Biologie & Lebenszyklus

Chenopodium giganteum ist eine einjährige krautige Pflanze, die ihren gesamten Lebenszyklus vom Samen bis zur Fruchtreife innerhalb einer Vegetationsperiode abschließt.[2][3] Die Keimung erfolgt epigäisch und ist lichtabhängig, wobei die Samen bei Bodentemperaturen zwischen 15 und 27 °C typischerweise innerhalb von 7 bis 21 Tagen keimen.[5] Als schnellwüchsige Pionierpflanze erreicht sie unter optimalen Bedingungen bereits 50 bis 60 Tage nach der Aussaat die physiologische Reife.[3] Die Blütezeit erstreckt sich in den gemäßigten Breiten von Juli bis September, wobei die Pflanze zwittrige, unscheinbare Blüten in dichten Rispen ausbildet.[2][3] Die Bestäubung erfolgt primär durch den Wind (Anemophilie), wobei die Art selbstkompatibel ist, aber auch Fremdbestäubung innerhalb der Gattung vorkommt.[3] Die Fruchtreife der linsenförmigen, etwa 1,2–1,5 mm großen Utrikel findet zwischen August und Oktober statt.[2][3] Die produzierten Samen bleiben im Boden 4 bis 5 Jahre keimfähig, was die Ausbreitung als Kulturfolger und die Etablierung in gestörten Habitaten begünstigt.[3][5] Genetisch weist *Chenopodium giganteum* einen diploiden Chromosomensatz von 2n = 54 auf und kann in eingeführten Verbreitungsgebieten mit verwandten Arten wie *Chenopodium album* hybridisieren.[2][5] Physiologisch zeichnet sich die Art durch eine hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche pH-Werte (5,5–8,0) aus, bevorzugt jedoch gut drainierte Substrate. Während Keimlinge frostempfindlich sind, tolerieren etablierte Pflanzen leichte Fröste (USDA-Zonen 4–8) und zeigen nach der Anwachsphase eine ausgeprägte Trockentoleranz. Das vegetative Wachstum wird durch Stickstoffverfügbarkeit positiv beeinflusst, weshalb die Pflanze auf nährstoffreichen, organisch gedüngten Böden besonders viel Biomasse bildet. In ihrem Lebensraum fungiert die Art als Wirtspflanze für verschiedene Insekten, darunter die Larven des Baumwollkapselwurms (*Helicoverpa zea*), die an Blättern und Samen fressen. Zudem wurde eine Anfälligkeit für Pflanzenviren wie das Tomatenbronzefleckenvirus (Tomato spotted wilt virus) und Begomoviren dokumentiert.[5][3] Als Ruderalpflanze besiedelt *Chenopodium giganteum* bevorzugt gestörte Standorte wie Wegränder oder Brachflächen und konkurriert durch rasches Wachstum effektiv mit anderen Arten.[2][4]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Chenopodium giganteum* umfasst die Himalaya-Region im nördlichen Indien, Nepal und Tibet sowie Teile Ostasiens, darunter China und Korea.[2][1] Vermutlich entstand die Art ursprünglich als Kulturform des *Chenopodium album*-Aggregats im nördlichen Indien, wobei wildwachsende Vorkommen an bergige Regionen und Vorgebirge gebunden sind.[2][3] In China ist die Pflanze in Provinzen wie Peking, Gansu, Guangxi und Yunnan weit verbreitet und gilt dort als seit langem kultiviert und eingebürgert.[2] Außerhalb des indigenen Areals wurde der Baumspinat weltweit in gemäßigte und subtropische Regionen eingeschleppt, oft bedingt durch die Nutzung als Zier- oder Nahrungspflanze. In Europa tritt die Art als Neophyt auf und ist unter anderem in Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien und Italien nachgewiesen.[1][3] Historische Belege dokumentieren eine frühe Einbürgerung in Südfrankreich nahe Marseille bereits im 19. Jahrhundert.[3] Weitere Vorkommen als eingeführte Art finden sich in Afrika, Nord- und Südamerika (z. B. Mexiko, Argentinien) sowie Ozeanien.[1] *Chenopodium giganteum* besiedelt vorwiegend gestörte Standorte und wirkt dort als schnellwüchsige Pionierpflanze.[3] Zu den typischen Habitaten zählen Brachflächen, Straßenränder, Ruderalflächen sowie unkrautreiche Ränder von landwirtschaftlichen Nutzflächen.[2][3] Die Pflanze bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte auf mäßig fruchtbaren, gut durchlässigen Böden, die von sandig bis lehmig variieren können. Sie zeigt eine Anpassung an mediterrane Klimabedingungen mit warmen Sommern, toleriert jedoch auch kühlere gemäßigte Zonen. Aufgrund der starken Selbstaussaat neigt der Baumspinat dazu, aus Gärten zu verwildern und beständige Populationen außerhalb der Kultur zu bilden, wie beispielsweise in Griechenland beobachtet wurde. In Agrarökosystemen kann die Art als Wirtspflanze für Schadinsekten wie den Baumwollkapselwurm (*Helicoverpa zea*) sowie für verschiedene Viren fungieren. Während sie in ihren Ursprungsgebieten Höhenlagen besiedelt, findet sie sich in den eingeschleppten Gebieten oft in siedlungsnahen Bereichen, wo sie gelegentlich als Gartenflüchtling auftritt.[3]

Saisonalität & Aktivität

*Chenopodium giganteum* ist eine einjährige krautige Pflanze (Therophyt), die ihren gesamten Lebenszyklus innerhalb einer einzigen Vegetationsperiode abschließt. Die Keimung erfolgt im Frühjahr, sobald die Bodentemperaturen 10 °C überschreiten, wobei das Optimum für die Entwicklung zwischen 15 °C und 27 °C liegt. Aufgrund des rasanten Wachstums erreichen die Pflanzen bereits 50 bis 60 Tage nach der Aussaat die physiologische Reife. Die Blütezeit erstreckt sich über die Sommermonate von Juli bis September. In diesem Zeitraum erfolgt die Bestäubung der Blütenstände primär durch den Wind (Anemophilie). Die Fruchtreife und Samenbildung schließen sich im Spätsommer und Herbst an, konkret von August bis Oktober. Da die Art nicht winterhart ist, stirbt die Pflanze zum Ende der Saison ab; die Überdauerung erfolgt ausschließlich über Samen, die 4 bis 5 Jahre keimfähig bleiben. Während Keimlinge frostempfindlich sind, tolerieren ausgewachsene Exemplare leichte Fröste bis in den Herbst hinein (USDA-Zonen 4–8).[2] Das öffentliche Interesse an der Pflanze korreliert zeitlich mit der empfohlenen Aussaat- und Pflanzzeit und erreicht seine Höchstwerte in den Monaten Mai und Juni. In den Wintermonaten Dezember und Januar fällt die Aufmerksamkeit hingegen auf ein Minimum ab.[7]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Berlin, Berlin, Deutschland

    17.10.2025

  • DE-BY, Deutschland

    10.10.2025

  • Ludwigsburg, Germany

    10.10.2025

  • Linden - Mitte, 30 Hannover-Linden-Limmer, Deutschland

    22.09.2025

  • Deutschland

    14.09.2025

Daten: iNaturalist

Fonti e riferimenti

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:164949-1
  2. http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&taxon_id=200006817
  3. https://pfaf.org/user/Plant.aspx?LatinName=Chenopodium%20giganteum
  4. https://alienplantsbelgium.myspecies.info/sites/alienplantsbelgium.be/files/tabel_2.pdf
  5. https://www.researchgate.net/publication/327292195_Hybridization_and_polyploidization_within_the_Chenopodium_album_aggregate_analysed_by_means_of_cytological_and_molecular_markers
  6. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1095-8339.2009.00996.x
  7. Aggregierte Suchinteressen-Daten (Zeitreihe: Baumspinat, DE)