Die **Hainbuche** (*Carpinus betulus*) ist ein sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Birkengewächse (Betulaceae), dessen natürliches Verbreitungsgebiet von Europa bis in den westlichen Iran reicht.[1][2] Die Art erreicht Wuchshöhen von meist 15 bis 25 Metern und zeichnet sich durch eine glatte, graue Rinde sowie eine hohe Schattentoleranz im Unterwuchs von Mischwäldern aus.[3][2] Aufgrund ihrer ausgeprägten Schnittverträglichkeit wird sie häufig als Heckenpflanze kultiviert und bietet als ökologisch wertvolles Gehölz Nahrung und Lebensraum für Vögel und Kleinsäuger.[1][2]
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Biologie & Lebenszyklus
Carpinus betulus ist ein monözischer Baum, der getrennte männliche und weibliche Blütenstände auf demselben Individuum ausbildet.[1][2] Die männlichen Kätzchen sind hängend, gelblich-grün und setzen ihre Pollen zwischen April und Mai vor dem Blattaustrieb frei, um die Windbestäubung (Anemophilie) zu optimieren.[3][2] Die weiblichen Kätzchen befinden sich an den Zweigspitzen und besitzen zweilappige Narben, die für das Auffangen von luftgetragenem Pollen angepasst sind.[2] Nach der Befruchtung entwickeln sich gerippte Nüsschen (6–8 mm), die an der Basis von dreilappigen, flügelartigen Hochblättern sitzen und als Samara der Windverbreitung dienen.[5][2] Die Früchte reifen von August bis November und verfärben sich dabei von Grün zu Braun.[7] Die Samen weisen eine physiologische Dormanz auf und benötigen typischerweise eine warme Stratifikationsphase von einem Monat gefolgt von 3–4 Monaten Kältestratifikation, weshalb die Keimung oft erst im zweiten Frühjahr erfolgt.[7][2] Die primäre Ausbreitung erfolgt anemochor über kurze Distanzen von 10–20 Metern, während Nagetiere wie die Gelbhalsmaus (*Apodemus flavicollis*) durch Verstecksammlung zur sekundären Ausbreitung beitragen.[2][4] Die Art wächst langsam mit durchschnittlich 20–60 cm Höhenzuwachs pro Jahr, wobei das Wachstum unter schattigen Bedingungen im Unterwuchs geringer ausfällt.[2] *Carpinus betulus* ist langlebig, wobei historische Kopfweiden (Pollards) ein Alter von bis zu 450 Jahren erreichen können.[4][7] Als schattentolerante Art besiedelt sie oft den Unterwuchs in Mischwäldern und bildet mit Eichen und Buchen stabile Klimaxgesellschaften.[2][1] Der Baum ist winterhart in den USDA-Zonen 4 bis 8 und toleriert Temperaturen bis ca. -34°C, benötigt jedoch ausreichend Bodenfeuchtigkeit.[4][2] *C. betulus* geht Ektomykorrhiza-Symbiosen mit Pilzen wie dem Grünen Knollenblätterpilz (*Amanita phalloides*) ein, was die Nährstoffaufnahme auf nährstoffarmen Böden verbessert.[2] Zu den Mortalitätsfaktoren gehören Wurzelkrankheiten durch *Phytophthora cinnamomi* und *Phytophthora ramorum*, die besonders auf schlecht entwässerten Böden auftreten und zum Absterben führen können.[3][2] Grauhörnchen (*Sciurus carolinensis*) verursachen durch Rindenschälen Schäden an Jungbäumen, während Larven von Motten wie *Xanthotype sospita* an den Blättern fressen.[2]
Avvistamenti e casi attuali in Germania
Deutschland
19.01.2026
Eifelkreis Bitburg-Prüm, DE-RP, Deutschland
17.01.2026
Mülheim-Kärlich, Rheinland-Pfalz, Deutschland
17.01.2026
Deutschland
15.01.2026
Hannover Eilenriede Süd
12.01.2026
Daten: iNaturalist
Stagionalità e andamento della domanda
Basato sul Silver Power Trend Index, il nostro modello basato su dati di ricerca e osservazioni naturalistiche