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delfinio Campanula lattiflora

delfinio

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Asterales (Asterales)
Famiglia Campanulaceae
Genere Campanula
Specie Campanula lactiflora
Nome scientifico Campanula lactiflora M.Bieb.
Nome accettato

Einleitung

Die **Riesen-Glockenblume** (*Campanula lactiflora*) ist eine ausdauernde, krautige Pflanzenart aus der Gattung der Glockenblumen (*Campanula*) innerhalb der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Das natürliche Verbreitungsgebiet der 1808 erstbeschriebenen Art erstreckt sich über feuchte Wälder, Hochstaudenfluren und subalpine Wiesen in der Nordost-Türkei, dem Kaukasus sowie dem Nordwest-Iran. Der wissenschaftliche Name *lactiflora* bedeutet „milchfarben“, was sich auf die Blütenfärbung bezieht, weshalb die Art auch als Zierpflanze in Staudenbeeten kultiviert wird.[1]

Fakten (kompakt)

- Die Kapselfrucht der Pflanze steht aufrecht, wobei sich die Poren zur Samenfreisetzung dicht unterhalb des Kelchs befinden.[3] - In der Art wurde das spezifische Flavonoid Isorhamnetin-4'-O-(p-hydroxybenzoyl)-3,7-di-O-glucosid nachgewiesen. - Phytochemische Analysen identifizierten Ethyl-Docosanoat als Inhaltsstoff der Riesen-Glockenblume. - Neben Lactiflorosiden enthält die Pflanze weitere Triterpene wie 3-Acetylptiloepoxid sowie 3-β-Acetoxylup-20(29)-en.[6] - Die Erstbeschreibung durch Marschall von Bieberstein erfolgte im Werk *Flora Taurico-Caucasica* (Band 1, Seite 153).[5] - Eine bekannte Zuchtsorte der Art trägt den Namen 'London Ann'.[3]

Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name der hier beschriebenen Pflanze lautet *Campanula lactiflora* M.Bieb..[2] Der taxonomische Status der Art wird in der Systematik als akzeptiert geführt. Sie ist der Gattung *Campanula* zugehörig, für die der deutsche Trivialname Glockenblume verwendet wird. Systematisch gliedert sich die Art in die Familie der Campanulaceae (Glockenblumengewächse) ein. Sie wird der Ordnung der Asterales oder Korbblütlerartigen zugeordnet. Auf der Ebene der Klasse zählt sie zu den Magnoliopsida (Zweikeimblättrige). Stammesgeschichtlich ist sie Teil der Tracheophyta, den Gefäßpflanzen. Die übergeordnete Einteilung erfolgt in das Reich der Plantae (Pflanzen).[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Riesen-Glockenblume (*Campanula lactiflora*) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 40 bis 100, selten bis 150 Zentimetern erreicht. Die Pflanze bildet ein Rhizom aus und besitzt einen dicht beblätterten Stängel. Die Stängelblätter sind kurz gestielt bis sitzend und weisen eine breit eiförmig-lanzettliche Form auf. Der Blattrand ist doppelt gesägt sowie gewimpert. Die zahlreichen Blüten sind gestielt und in Doppeltrauben angeordnet, wobei die Zweige aufrecht abstehen. Die Krone ist breit glockig geformt, misst 15 bis 25 Millimeter in der Breite und ist bis zur Hälfte geteilt. Während das Epitheton „lactiflora“ auf eine milchweiße Färbung hindeutet, existieren in Kultur auch Sorten mit lavendelblauer oder dunkelvioletter Krone. Als Früchte werden aufrechte Kapselfrüchte gebildet, deren Poren sich dicht unter dem Kelch befinden. Die Chromosomenzahl der Art beträgt 2n = 34. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Juli und reicht teilweise bis in den August.[3]

Beschreibung

Die Riesen-Glockenblume (*Campanula lactiflora*) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 40 und 100, selten bis zu 150 Zentimetern erreicht. Als Überdauerungsorgan bildet die Pflanze ein Rhizom aus. Der aufrecht wachsende Stängel ist charakteristischerweise dicht beblättert. Die Laubblätter sind kurz gestielt bis sitzend und weisen eine breit eiförmig-lanzettliche Form auf. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal ist der Blattrand, der doppelt gesägt und zudem gewimpert ist. Der Blütenstand setzt sich aus zahlreichen Einzelblüten zusammen, die in Doppeltrauben angeordnet sind, wobei die Zweige aufrecht abstehen. Die Blütenkrone ist breit glockig geformt, misst 15 bis 25 Millimeter in der Breite und ist bis zur Hälfte geteilt. Das Artepitheton *lactiflora* bedeutet „milchfarben“, was sich auf die ursprüngliche Blütenfarbe bezieht, wenngleich auch lavendelblaue oder dunkelviolette Färbungen vorkommen. Nach der Blütezeit, die von Juni bis August reicht, bildet die Pflanze aufrechte Kapselfrüchte aus, deren Poren sich dicht unter dem Kelch befinden. Zytologisch weist die Art einen Chromosomensatz von 2n = 34 auf. Historisch wurde die Art 1808 von Friedrich August Marschall von Bieberstein erstbeschrieben, der sie blühend auf Wiesen im Kaukasus entdeckte.[5] Phytochemische Analysen der Art zeigten das Vorhandensein spezifischer bioaktiver Verbindungen, darunter Phenolsäuren wie p-Hydroxybenzoesäure sowie Flavonoide wie Luteolin-7-O-glucosid und Isorhamnetin-Derivate.[7]

Verhalten

Die Riesen-Glockenblume zeigt als ausdauernde Pflanze eine Überlebensstrategie durch die Ausbildung eines Rhizoms, wobei die Blütezeit phänologisch von Juni bis Juli, teils bis in den August reicht.[3] Im Bereich der chemischen Ökologie und Abwehr verfügt die Art über ein Spektrum bioaktiver Sekundärmetabolite zur Interaktion mit ihrer Umwelt. Spezifisch wurde in *Campanula lactiflora* die Verbindung Bis(2-ethylhexyl)adipat identifiziert, die als toxisch und reizend klassifiziert wird und potenziell als Fraßschutz dient. Des Weiteren synthetisiert die Pflanze zyklische Triterpensaponine wie Lactiflorosid A und B sowie Acetylenverbindungen wie Lobetyolin. Diese chemischen Anpassungen, ergänzt durch antimikrobiell wirksame Substanzen wie p-Hydroxybenzoesäure, stellen vermutliche Abwehrmechanismen gegen Pathogene und Herbivoren dar.[6]

Ökologie

Die Riesen-Glockenblume besiedelt vorwiegend feuchte Wälder, Hochstaudenfluren sowie subalpine Wiesen. Ihr vertikales Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Höhenlagen von 600 bis 2500 Metern.[5] Phytochemische Analysen identifizierten in *Campanula lactiflora* diverse sekundäre Pflanzenstoffe, die ökologische Funktionen in der Stressabwehr erfüllen können. Zu den nachgewiesenen Verbindungen zählen Flavonoide wie Luteolin und Luteolin-7-O-glucosid sowie spezifische Triterpene wie 3-β-Acetoxylup-20(30)-en-29-al und Oleanolsäure. Zudem enthält die Art Polyacetylene wie Lobetyolin. Innerhalb der Gattung *Campanula* dienen diese phenolischen Säuren, Flavonoide und Terpenoide häufig dem Schutz der Pflanze gegen oxidativen Stress sowie der Abwehr von mikrobiellen Pathogenen und Fressfeinden.[6]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Riesen-Glockenblume (*Campanula lactiflora*) besitzt primär eine wirtschaftliche Bedeutung als Zierpflanze für Staudenbeete und Gehölzränder, wobei sie seit spätestens 1814 in Kultur ist.[3] Aus pharmakologischer Sicht ist die Art aufgrund ihrer vielfältigen bioaktiven Inhaltsstoffe relevant. In der Pflanze wurden Phenolsäuren wie p-Hydroxybenzoesäure nachgewiesen, die antimikrobielle, anti-atherogene und antioxidative Eigenschaften aufweisen. Zudem enthält sie Flavonoide wie Luteolin und Luteolin-7-O-glucosid, denen entzündungshemmende, antihypertensive, antioxidative und chemopräventive Wirkungen zugeschrieben werden. Auch spezifische Triterpene wie Lactiflorosid A und B sowie Acetylenverbindungen wie Lobetyolin konnten isoliert werden. Bezüglich potenzieller Gesundheitsrisiken wurde in *Campanula lactiflora* die Verbindung Bis(2-ethylhexyl)adipat identifiziert, die als toxisch und reizend gilt. Spezifische pharmakologische Studien zur Wirkung dieser isolierten Verbindung im Kontext der Pflanze stehen jedoch noch aus.[9]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die primäre wirtschaftliche Bedeutung der Riesen-Glockenblume (*Campanula lactiflora*) liegt in ihrer Nutzung als Zierpflanze im Gartenbau, wo sie für Staudenbeete und Gehölzränder kultiviert wird. Die Art befindet sich spätestens seit 1814 in Kultur und wird im Handel in verschiedenen Sorten mit weißen, lavendelblauen oder dunkelvioletten Blütenfarben angeboten.[3] Neben dem gärtnerischen Wert besitzt die Pflanze ein potenzielles wirtschaftliches Interesse für die pharmazeutische Forschung aufgrund ihrer bioaktiven Inhaltsstoffe. Phytochemische Untersuchungen identifizierten in *Campanula lactiflora* diverse Verbindungen wie Phenolsäuren, Flavonoide und Triterpene, die als Ressourcen für die Arzneimittelentwicklung dienen könnten. Spezifisch nachgewiesen wurden unter anderem Luteolin und seine Derivate, welche antioxidative, entzündungshemmende und chemopräventive Eigenschaften aufweisen. Zudem enthält die Art Acetylenverbindungen wie Lobetyolin, dem kardioprotektive und antitumorale Wirkungen zugeschrieben werden. Allerdings wurde in *Campanula lactiflora* auch Bis(2-ethylhexyl)adipat identifiziert, eine Verbindung, die als toxisch und reizend klassifiziert ist. Die kommerzielle Kultivierung der Gattung *Campanula* erfolgt jedoch überwiegend für ornamentale Zwecke.[6]

Biologie & Lebenszyklus

Campanula lactiflora ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die ein Rhizom als Überdauerungsorgan ausbildet und Wuchshöhen zwischen 40 und 100, selten bis 150 Zentimetern erreicht. Der Stängel wächst aufrecht und ist dicht beblättert, wobei die Blätter kurz gestielt bis sitzend und am Rand doppelt gesägt sowie gewimpert sind. Zytologisch ist die Art durch einen diploiden Chromosomensatz von 2n = 34 charakterisiert. Die Blütezeit erstreckt sich im natürlichen Verbreitungsgebiet von Juni bis Juli, teilweise bis in den August hinein. Die breit glockigen Blütenkronen sind bis zur Hälfte geteilt und in Doppeltrauben an aufrecht abstehenden Zweigen angeordnet. Nach der Befruchtung bilden sich aufrechte Kapselfrüchte, deren Poren sich zur Samenfreisetzung dicht unter dem Kelch öffnen.[8] Phytochemische Analysen zeigen, dass die Pflanze reich an bioaktiven Sekundärmetaboliten ist, darunter Phenolsäuren wie p-Hydroxybenzoesäure und Flavonoide wie Luteolin sowie dessen Glucoside. Spezifisch für diese Art wurden Triterpene isoliert, darunter die Lactifloroside A und B sowie verschiedene Lup-Typ-Triterpene wie 3-β-Acetoxylup-20(30)-en-29-al. Untersuchungen an Wurzelkulturen wiesen zudem die Fähigkeit zur Biosynthese von Polyacetylenen wie Lobetyolin nach. Diese Inhaltsstoffe fungieren in der Pflanze unter anderem als Antioxidantien und dienen potenziell der chemischen Abwehr.[6] Der Lebensraum der Art umfasst feuchte Wälder, Hochstaudenfluren und subalpine Wiesen in Höhenlagen von 600 bis 2500 Metern.[8]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Riesen-Glockenblume (*Campanula lactiflora*) erstreckt sich über den Kaukasusraum und angrenzende Gebiete. Konkret umfasst das Areal Vorkommen in der Nordost-Türkei, im Kaukasus sowie im Nordwest-Iran. Die Pflanze besiedelt dort vorwiegend feuchte Wälder. Zudem ist sie ein charakteristisches Element von Hochstaudenfluren. Darüber hinaus ist die Art auf subalpinen Wiesen anzutreffen. Die vertikale Verbreitung erstreckt sich über Höhenlagen von 600 bis 2500 Metern. Historische Aufzeichnungen beschreiben Funde in Wiesen um die Festung Wladikawkas.[5] Generell ist die Gattung *Campanula* weit über die Nordhalbkugel, Asien und den Mittelmeerraum verbreitet. Viele Arten dieser Gattung benötigen für eine optimale Entwicklung volle Sonneneinstrahlung.[6] Seit spätestens 1814 befindet sich *Campanula lactiflora* auch außerhalb ihres natürlichen Areals in Kultur. Sie wird als Zierpflanze in Staudenbeeten sowie an Gehölzrändern verwendet.[5]

Saisonalität & Aktivität

Die Riesen-Glockenblume (*Campanula lactiflora*) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die ihren Lebenszyklus über mehrere Jahre erstreckt. Als Überdauerungsorgan bildet die Art ein Rhizom aus, das ihr das Überleben während der Ruhephasen ermöglicht. In der vegetativen Wachstumsperiode erreicht die Pflanze Wuchshöhen von 40 bis 100 Zentimetern, in Ausnahmefällen bis zu 150 Zentimetern.[3] Die reproduktive Phase der Blütezeit konzentriert sich auf die Sommermonate. Der primäre Zeitraum der Anthese erstreckt sich dabei von Juni bis Juli. Teilweise dauert die Blühphase bis in den August an.[4] Historische Beobachtungen aus dem natürlichen Verbreitungsgebiet deuten jedoch auf eine gewisse Variabilität der Blütezeit hin. So notierte Friedrich August Marschall von Bieberstein in seiner Erstbeschreibung, dass er die Art in Wiesen um die Festung Wladikawkas noch im September blühend vorfand.[1]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Schlehdorf, Bayern, Deutschland

    04.07.2025

  • Berlin

    07.06.2026

  • Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e.V., Bad Peterstal-Griesbach, Baden-Württemberg, Deutschland

    28.07.2024

  • Deutschland

    30.07.2021

  • Unnamed Road, 13159 Berlin, Deutschland

    27.06.2021

Daten: iNaturalist

Fonti e riferimenti

  1. Friedrich August Marschall von Bieberstein: Flora Taurico-Caucasica exhibens stirpes phaenogamas, Band 1, S. 153, 1808
  2. https://www.gbif.org/species/5411392
  3. Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8
  4. Wikipedia: Riesen-Glockenblume (Campanula lactiflora) - Merkmale
  5. Friedrich August Marschall von Bieberstein: Flora Taurico-Caucasica, Band 1, S. 153, 1808
  6. https://doi.org/10.3390/molecules30234495
  7. Alhage, J. et al.: Bioactive Compounds Isolated from the Species of the Campanula Genus: A Review. Molecules 2025, 30, 4495. https://doi.org/10.3390/molecules30234495
  8. Marschall von Bieberstein, F. A. (1808). Flora Taurico-Caucasica exhibens stirpes phaenogamas, in Chersoneso Taurica et regionibus caucasicis sponte crescentes, Band 1, S. 153.
  9. Alhage, J.; Rahman, A.A.; Al-Bayssari, C.; Raad, M.T. Bioactive Compounds Isolated from the Species of the Campanula Genus: A Review. Molecules 2025, 30, 4495. https://doi.org/10.3390/molecules30234495