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Buddleia Buddleja davidii

Buddleia

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Lamiales (Lamiales)
Famiglia Scrophulariaceae
Genere Buddleja
Specie Buddleja davidii
Nome scientifico Buddleja davidii Franch.
Nome accettato

Einleitung

Der **Sommerflieder** (*Buddleja davidii*) ist ein schnellwüchsiger, laubabwerfender Strauch aus der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae), dessen natürliches Verbreitungsgebiet in den Gebirgsregionen von Zentral- und Westchina liegt.[1][2] Die im späten 19. Jahrhundert in Europa eingeführte Art wird aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit und der nektarreichen Blütenrispen, die zahlreiche Bestäuber anziehen, weltweit als Zierpflanze geschätzt. In vielen gemäßigten Klimazonen gilt *Buddleja davidii* jedoch als invasive Spezies, die durch eine enorme Produktion windverbreiteter Samen dichte Bestände bildet und die heimische Flora verdrängen kann.[2]

Analisi comunitaria

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1
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Dati della community Silberkraft
Ultimo il 05.05.2026
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Fakten (kompakt)

- Die Früchte des Sommerflieders entwickeln sich als schmale, zweikammerige Kapseln mit einer Länge von etwa 1 cm. - Wildformen der Pflanze zeichnen sich typischerweise durch fliederfarbene Blüten aus, die ein charakteristisches orangefarbenes Auge besitzen. - Die Samen weisen eine hohe Keimrate auf, die häufig 80 % übersteigt. - Im Boden behalten die Samen ihre Keimfähigkeit über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren, was die Etablierung begünstigt. - Der Selbstinkompatibilitäts-Index der Art liegt bei 96 %, wodurch eine effektive Fremdbestäubung sichergestellt wird. - *Buddleja davidii* verdrängt heimische Pflanzen unter anderem durch eine überlegene Ressourcenallokation, bei der verstärkt Stickstoff in die Photosynthese investiert wird. - Die Art gedeiht besonders gut auf nährstoffarmen Böden sowie auf städtischen Brachflächen (*urban waste grounds*).[10]

Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name der Art lautet *Buddleja davidii*, wobei die formale Erstbeschreibung des Binomens im Jahr 1887 durch den französischen Botaniker Adrien Franchet auf Basis von Herbarmaterial erfolgte. Das Artepitheton *davidii* ehrt den französischen Missionar und Naturforscher Jean-Pierre Armand David (Père David), der die Pflanze erstmals im August 1869 in der chinesischen Provinz Sichuan sammelte. Der Gattungsname *Buddleja* wurde bereits 1753 von Carl von Linné eingeführt und widmet sich dem englischen Botaniker und Geistlichen Adam Buddle. Obwohl Franchet ursprünglich die Schreibweise *Buddleia* verwendete und diese Variante im Gartenbau sowie im amerikanischen Raum weiterhin verbreitet ist, gilt *Buddleja* als die konservierte orthographische Form gemäß dem Internationalen Code der Nomenklatur.[2] Taxonomisch wurde die Gattung historisch meist den Scrophulariaceae zugeordnet, im 20. Jahrhundert jedoch aufgrund morphologischer Merkmale zeitweise in die Familie Loganiaceae gestellt. Molekularphylogenetische Untersuchungen bestätigten seit den späten 1990er Jahren die Platzierung innerhalb der Scrophulariaceae (sensu lato) oder als Tribus Buddlejeae in der Ordnung Lamiales.[2] Innerhalb der Gattung wird *B. davidii* der Sektion *Megalostigma* zugerechnet und zeigt enge evolutionäre Verwandtschaft zu ostasiatischen Arten wie *Buddleja fallowiana*. Im englischen Sprachraum sind die Bezeichnungen „butterfly bush“ aufgrund der hohen Attraktivität für Schmetterlinge sowie „summer lilac“ wegen der Ähnlichkeit der Blütenrispen zu Flieder (*Syringa*) gebräuchlich. Im Deutschen ist der Trivialname Sommerflieder etabliert, während die Gattung in Datenbanken auch als Fliederspeer geführt wird.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Buddleja davidii* ist ein sommergrüner, mehrstämmiger Strauch, der Wuchshöhen von 1 bis 5 Metern erreicht und einen überhängenden, vasenförmigen bis ausladenden Habitus mit flexiblen Zweigen aufweist. Die gegenständig angeordneten Blätter sind lanzettlich geformt, messen 10 bis 25 cm in der Länge sowie 2 bis 6 cm in der Breite und besitzen gesägte Ränder. Während die Blattoberseite dunkelgrün und verkahlend erscheint, ist die Unterseite durch einen dichten, silbergrauen Filz aus feinen Haaren gekennzeichnet. Die Blütenstände bilden langgestreckte, konische Rispen von 15 bis 30 cm Länge, die sich an den Spitzen der Zweige entwickeln. Diese Rispen bestehen aus hunderten kleiner, röhrenförmiger Einzelblüten mit einer vierlappigen Krone. Bei Wildformen sind die duftenden Blüten typischerweise fliederfarben bis violett mit einem orangefarbenen Auge, wobei Zuchtformen in Weiß, Rosa oder Blau variieren können.[1] Die Blüten produzieren reichlich Nektar mit Volumina zwischen 0,36 und 0,64 μl pro Blüte.[3] Als Früchte entwickeln sich schmale, zweikammerige Kapseln von etwa 1 cm Länge.[1] Diese Kapseln öffnen sich bei Reife und geben zahlreiche winzige Samen frei, die 1 bis 2 mm lang sind und membranartige Flügel für die Windausbreitung besitzen.[1][2] Ein einzelnes Exemplar kann unter günstigen Bedingungen bis zu 3 Millionen dieser Samen jährlich produzieren.[1] In kälteren Regionen frieren die verholzenden Stämme oft bis zum Boden zurück, die Pflanze treibt jedoch im Frühjahr kräftig aus dem Wurzelstock wieder aus.[2] Verschiedene Sorten zeigen morphologische Abweichungen, wie etwa 'Royal Red' mit bis zu 35 cm langen magentaroten Blütenrispen oder 'Lochinch' mit silbrig-filzigem Laub.[2][1]

Beschreibung

Der Sommerflieder (*Buddleja davidii*) ist ein schnellwüchsiger, laubabwerfender Strauch, der sich durch seine bogenförmig überhängenden Zweige und eine typische vaseförmige Wuchsform auszeichnet. Ursprünglich in den rauen Gebirgsregionen Zentral- und Westchinas beheimatet, besiedelt die Art dort in Höhenlagen von 1.000 bis 3.500 Metern felsige Hänge, Flussufer und Waldlichtungen. Eine wesentliche anatomische Anpassung ist die graufilzige Behaarung (Tomentum) auf der Blattunterseite, die neben dem Schutz vor Austrocknung auch ein charakteristisches Erkennungsmerkmal darstellt. Die Pflanze investiert physiologisch stark in die Photosynthese durch eine erhöhte Stickstoffallokation, was ihr ein rasches Wachstum und eine effektive Konkurrenzfähigkeit in gestörten Habitaten ermöglicht. Im Gegensatz zu vielen selbstbefruchtenden Pflanzen weist *Buddleja davidii* eine ausgeprägte Selbstinkompatibilität von etwa 96 % auf, was sie zur Fremdbestäubung zwingt und die genetische Vielfalt sichert. Ein einzelnes Individuum kann jährlich bis zu drei Millionen winzige, geflügelte Samen produzieren, die durch den Wind über weite Strecken verbreitet werden und im Boden drei bis fünf Jahre keimfähig bleiben. Anatomisch verfügt die Art über basale unterirdische Meristeme, die ihr erlauben, nach Frostschäden oder mechanischer Zerstörung kräftig aus dem Wurzelstock wieder auszutreiben.[2] Die Anziehung von Bestäubern erfolgt primär olfaktorisch über Duftstoffe wie 4-Oxoisophoron, die bei Schmetterlingen eine stärkere Reaktion auslösen als visuelle Reize.[3] Während die nektarreichen Blüten adulter Schmetterlinge anlocken, bieten die Blätter für die Larvenstadien (Raupen) der meisten heimischen Schmetterlingsarten in den eingeführten Verbreitungsgebieten kaum Nahrung, was zu einer ökologischen Diskrepanz führt. Historisch wurde die Art 1869 vom französischen Missionar Armand David entdeckt und später taxonomisch der Familie der Scrophulariaceae zugeordnet, wobei molekulare Analysen eine enge Verwandtschaft zu ostasiatischen Arten wie *Buddleja fallowiana* bestätigen.[2]

Verhalten

*Buddleja davidii* steuert die Interaktion mit Bestäubern primär über olfaktorische Signale, wobei spezifische Duftstoffe wie 4-Oxoisophoron bei Schmetterlingen wie dem Tagpfauenauge (*Aglais io*) direkt die Rüsselstreckung auslösen. Experimente belegen, dass der Blütenduft für die Anlockung von Lepidopteren eine mehr als dreimal stärkere Wirkung hat als visuelle Reize durch Farbe oder Form.[3] Die Pflanze belohnt Besucher mit reichhaltigem Nektar, der eine hohe Zuckerkonzentration von 17 % bis 33,5 % aufweist und so den Energiebedarf adulter Insekten deckt. Phänologisch besetzt die Art eine zeitliche Nische, indem sie von Hochsommer bis Herbst blüht und Nahrung bereitstellt, wenn viele einheimische Pflanzen bereits verblüht sind. Die Fortpflanzungsbiologie ist durch eine ausgeprägte Selbstinkompatibilität von 96 % gekennzeichnet, die eine Fremdbestäubung erzwingt und die genetische Vielfalt fördert. Zur Ausbreitung nutzt *Buddleja davidii* den Wind (Anemochorie), der die leichten Samen über Distanzen von meist mindestens 10 Metern transportiert. In Uferzonen erfolgt die Verbreitung ergänzend über das Wasser (Hydrochorie), was die Kolonisierung entlang von Flussläufen und Überschwemmungsgebieten beschleunigt.[2] Im Konkurrenzkampf zeigt der Strauch ein aggressives Wachstumsverhalten, indem er rasch dichte Bestände bildet, die lichthungrige einheimische Arten durch Beschattung und Ressourcenmonopolisierung verdrängen.[3] Auf mechanische Beschädigungen oder Frost reagiert die Pflanze mit einer hohen Regenerationsfähigkeit durch Stockausschlag aus dem Wurzelhals.[1]

Ökologie

In ökologischer Hinsicht fungiert *Buddleja davidii* primär als bedeutende Nektarquelle für adulte Insekten, wobei die Blüten reichlich Nektar mit hohem Zuckergehalt produzieren, der Schmetterlinge, Bienen und Nachtfalter anlockt.[3][2] Durch die späte Blütezeit vom Hochsommer bis in den Herbst bietet die Pflanze Nahrung, wenn viele einheimische Arten bereits verblüht sind, was eine temporale Nische füllt. Die Anlockung der Bestäuber erfolgt dabei hauptsächlich durch olfaktorische Signale wie 4-Oxoisophoron, die eine stärkere Wirkung als visuelle Reize entfalten.[3] Trotz der hohen Attraktivität für adulte Tiere sind die Blätter für die Larven einheimischer Schmetterlingsarten als Futterpflanze weitgehend ungeeignet, was den ökologischen Gesamtnutzen für die Biodiversität einschränkt. In invasiven Verbreitungsgebieten bildet die Art dichte Monokulturen, die durch Beschattung und Ressourcenmonopolisierung die einheimische Unterwuchsvegetation verdrängen. Besonders in Uferzonen konkurriert *Buddleja davidii* erfolgreich mit einheimischen Pioniergehölzen wie Weiden und Pappeln, indem sie verfügbaren Raum rasch besetzt.[2] Als Pionierpflanze besiedelt der Strauch bevorzugt gestörte Standorte wie Straßenränder, Steinbrüche und Flussufer, wobei er nährstoffarme, gut durchlässige und oft kalkhaltige Böden toleriert.[2][1] Die Art benötigt volles Sonnenlicht zur optimalen Entwicklung und zeigt eine hohe Toleranz gegenüber Trockenheit, reagiert jedoch empfindlich auf Beschattung durch geschlossene Baumkronendächer. Im nativen Verbreitungsgebiet in China wird die Ausbreitung durch koevolvierte Herbivoren und Pathogene reguliert, deren Fehlen in eingeführten Gebieten zu einer erhöhten Vitalität führt. Die Ausbreitung erfolgt über Millionen winziger, geflügelter Samen, die durch Wind und in Uferbereichen auch durch Wasser über weite Strecken transportiert werden.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

In vielen gemäßigten Klimazonen wird *Buddleja davidii* als invasiver Neophyt klassifiziert, der durch seine rasche Ausbreitung dichte Monokulturen bildet und heimische Pflanzenarten verdrängt. Besonders in Uferzonen und auf gestörten Flächen konkurriert der Strauch aggressiv um Ressourcen, wobei er durch Beschattung die Etablierung einheimischer Gehölze wie Weiden verhindert.[2] Zwar bieten die nektarreichen Blüten Nahrung für adulte Schmetterlinge, doch dienen die Blätter kaum als Futterpflanze für deren Raupen, was den ökologischen Nutzen in nicht-nativen Gebieten limitiert.[8][7] Aus gesundheitlicher Sicht gelten Samen und Blätter beim Verzehr als potenziell giftig, während Pflanzenextrakte in Laborstudien entzündungshemmende Eigenschaften zeigten, jedoch ohne klinische Anwendung.[1][3] Zur Prävention der unkontrollierten Ausbreitung wurden sterile Kultivare wie 'Blue Chip' gezüchtet, die weniger als 2 % lebensfähige Samen produzieren und in regulierten Gebieten wie Oregon als Alternative zugelassen sind.[1][2] Eine effektive mechanische Bekämpfung erfordert das vollständige Ausgraben der Wurzeln, da bloßes Abschneiden zu einem kräftigen Wiederaustrieb aus dem Wurzelstock führt.[3][2] Im Rahmen integrierter Maßnahmen hat sich die chemische Behandlung der Schnittstümpfe mit Herbiziden wie Glyphosat oder Triclopyr bewährt, was bei korrekter Anwendung eine erneute Austreibung fast vollständig unterbindet.[9][7] Blattapplikationen sind besonders vom Hochsommer bis zum Blattfall wirksam, wobei die behaarte Blattoberfläche die Wirkstoffaufnahme erschweren kann.[9] Biologische Bekämpfungsmittel sind derzeit nicht verfügbar, doch das rechtzeitige Entfernen verblühter Rispen (Deadheading) vor der Samenreife verhindert die windbedingte Verbreitung der bis zu 3 Millionen Samen pro Pflanze. Rechtlich unterliegt die Art in Regionen wie Washington und Neuseeland strengen Quarantänebestimmungen oder Verkaufsverboten für fertile Sorten, um empfindliche Ökosysteme zu schützen.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

*Buddleja davidii* ist ein wirtschaftlich relevantes Produkt im internationalen Zierpflanzenbau, das besonders in großen Produktionsregionen wie Oregon als wichtiges Handelsgut gilt.[3] Die Art generiert signifikante Umsätze im Groß- und Einzelhandel, wobei regionale Schätzungen aus den USA Hunderttausende verkaufte Einheiten pro Jahr ausweisen.[4] Aufgrund der Einstufung als schädliches Unkraut (*noxious weed*) in Gebieten wie Washington und Oregon unterliegt der Handel jedoch strengen Restriktionen, die den Verkauf fertiler Sorten untersagen.[5][2] Als Reaktion darauf investierte die Züchtungsindustrie in sterile Hybriden wie die 'Lo & Behold'-Serie, um die kommerzielle Nutzbarkeit ohne ökologische Risiken zu sichern.[6][2] Wirtschaftliche Schäden entstehen primär im Landschaftsbau und der Forstwirtschaft, wo die Art native Ufergehölze wie Weiden und Pappeln verdrängt und dichte Monokulturen bildet.[2] Die Beseitigung invasiver Bestände ist kostenintensiv, da bloßes Schneiden zu starkem Wiederaustrieb führt und oft arbeitsaufwendige Kombinationen aus mechanischer Entfernung und Herbizideinsatz notwendig sind.[7][2] Ein potenzieller positiver wirtschaftlicher Nutzen liegt in der Verwendung als Lignozellulose-Biomasse für die Energiegewinnung.[1] Studien zeigen, dass die Stämme durch enzymatische Verzuckerung eine hohe Glukoseausbeute von bis zu 80 % für die Bioethanolproduktion liefern können.[1][3] In geringem Umfang finden die Blüten zudem Verwendung in der handwerklichen Textilfärberei zur Erzeugung gelber Farbtöne.[6]

Biologie & Lebenszyklus

*Buddleja davidii* vermehrt sich primär sexuell und besitzt ein ausgeprägtes Selbstinkompatibilitätssystem, das für den erfolgreichen Samenansatz eine Fremdbestäubung erfordert.[2] Die Bestäubung erfolgt durch Insekten wie Schmetterlinge, Bienen und Kolibris, die vorwiegend durch olfaktorische Reize wie 4-Oxoisophoron sowie den hohen Zuckergehalt des Nektars angelockt werden. Unter günstigen Bedingungen kann ein einzelnes Exemplar jährlich bis zu 3 Millionen Samen produzieren, wobei jeder Blütenstand etwa 40.000 Einheiten hervorbringt. Die 1 bis 2 mm kleinen Samen sind mit membranartigen Flügeln ausgestattet, die eine effektive Ausbreitung durch Wind und Wasser über Distanzen von mindestens 10 Metern ermöglichen. Sie weisen Keimraten von oft über 80 % auf und bleiben im Boden 3 bis 5 Jahre lebensfähig, was den Aufbau einer persistenten Samenbank begünstigt. Das Wachstum der Pflanzen verläuft in der Jugendphase rasant, sodass die reproduktive Reife häufig bereits im ersten Wachstumsjahr erreicht wird. Innerhalb weniger Vegetationsperioden entwickeln sich Sämlinge zu verholzenden Sträuchern, die Höhen von über 3 Metern erreichen.[2] Physiologisch zeichnet sich die Art durch eine hohe Stresstoleranz aus; etablierte Pflanzen sind nach etwa vier Wochen trockenheitsresistent. In kälteren Regionen frieren die oberirdischen Pflanzenteile bei Temperaturen bis -28,8 °C oft zurück, treiben jedoch im Frühjahr vital aus dem Wurzelhals wieder aus. Für die Entwicklung ist volle Sonneneinstrahlung essenziell, da *Buddleja davidii* keine Beschattung durch dichte Baumkronendächer toleriert.[3] Während die Blüten als wichtige Nektarquelle für adulte Imagines dienen, werden die Blätter in nicht-nativen Verbreitungsgebieten kaum von Schmetterlingslarven als Futterpflanze genutzt.[2] Natürliche Regulationsmechanismen umfassen unter anderem die Selbstausdünnung in dichten Beständen, die die Individuenzahl pro Hektar im Laufe der Zeit drastisch reduziert.[3]

Vorkommen & Lebensraum

*Buddleja davidii* stammt ursprünglich aus den bergigen Regionen Zentral- und Westchinas, wobei das natürliche Areal Provinzen wie Sichuan, Hubei, Gansu und Tibet umfasst. In diesem nativen Verbreitungsgebiet besiedelt die Art vorwiegend felsige Hänge, Waldränder, Gebüsche und Flussufer in Höhenlagen zwischen 1.000 und 3.500 Metern.[2] Nach der ersten wissenschaftlichen Sammlung durch Armand David im Jahr 1869 gelangte die Pflanze Ende des 19. Jahrhunderts als Ziergehölz nach Europa und breitete sich durch den gärtnerischen Handel rasch global aus.[1] Heute ist der Sommerflieder weltweit in gemäßigten Klimazonen etabliert, mit signifikanten invasiven Populationen in Nordamerika, Neuseeland, Australien und weiten Teilen Europas. In Mitteleuropa ist die Art weit verbreitet und gilt vielerorts als eingebürgert, wobei sie milde, winterfeuchte Klimate bevorzugt. *Buddleja davidii* ist eine klassische Pionierpflanze, die offene, vollsonnige Standorte mit gut durchlässigen, oft nährstoffarmen oder kalkhaltigen Böden besiedelt. Besonders charakteristisch ist das Vorkommen in anthropogen stark überformten Lebensräumen wie Industriebrachen, an Bahndämmen, auf Schuttplätzen und entlang von Verkehrswegen. Außerhalb von Siedlungsbereichen dringt die Art erfolgreich in Uferzonen (Riparialbereiche) ein, wo sie durch die Verbreitung der Samen über Wasserläufe und Wind dichte Bestände bilden kann. Während sie in der Heimat reine Hochlagen bewohnt, besiedelt sie in den Einschleppungsgebieten vorwiegend tiefere Lagen, zeigt jedoch eine hohe Toleranz gegenüber verschiedenen Höhenstufen, solange keine extremen Fröste auftreten. Die Fähigkeit, auf vegetationsfreien Rohböden wie in Steinbrüchen oder Mauerritzen zu keimen, ermöglicht ihr die Kolonisierung von Nischen, die für viele heimische Arten unzugänglich sind. Beobachtungsdaten bestätigen eine Häufung der Vorkommen in urbanen Wärmeinseln, wo die Pflanze oft aus Gärten verwildert und sich opportunistisch auf gestörten Flächen etabliert.[2]

Saisonalität & Aktivität

Die Blütezeit von *Buddleja davidii* erstreckt sich in gemäßigten Klimazonen vom Hochsommer bis in den frühen Herbst.[1] Konkret bilden sich die duftenden Blütenrispen oft von Juni bis September, wobei die Pflanze Nektar produziert, wenn viele einheimische Arten bereits verblüht sind.[2] Diese phänologische Nische ermöglicht eine späte Nahrungsaufnahme für Bestäuber, wobei der Duft sowohl tagaktive Schmetterlinge als auch Motten anlockt.[3] Als laubabwerfender Strauch wirft *Buddleja davidii* im Herbst seine Blätter ab und tritt in eine Ruhephase ein, die Winterfröste bis zu -28,8 °C toleriert. In kälteren Regionen frieren die oberirdischen Triebe oft bis zum Boden zurück, die Pflanze treibt jedoch im Frühjahr aus dem Wurzelstock erneut kräftig aus.[1] Da die Blüten am neuen Holz erscheinen, erfolgt der Rückschnitt und das vegetative Wachstum typischerweise im zeitigen Frühjahr. Die Samenreife folgt auf die Blüte, wobei eine einzelne Pflanze jährlich bis zu 3 Millionen Samen produzieren kann, die im Boden 3 bis 5 Jahre keimfähig bleiben.[2] Das öffentliche Suchinteresse korreliert stark mit der phänologischen Aktivität und erreicht in den Monaten Juli und August seine Höchstwerte.

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Fürstenfeldbruck, Bayern, Germany

    10.01.2026

  • Leipzig, Saxony, Deutschland

    08.01.2026

  • Dresden, Saxony, Deutschland

    29.12.2025

  • Olching, Cronenbergstraße, 82140 Olching, Deutschland

    28.12.2025

  • Deutschland

    28.12.2025

Daten: iNaturalist

Fonti e riferimenti

  1. https://plants.usda.gov/DocumentLibrary/factsheet/pdf/fs_buda2.pdf
  2. https://www.gbif.org/species/3173338
  3. https://bioone.org/journals/florida-entomologist/volume-91/issue-4/0015-4040-91.4.576/Odorants-of-the-Flowers-of-Butterfly-Bush-Buddleja-Davidii-as/10.1653/0015-4040-91.4.576.pdf
  4. https://weeds.ces.ncsu.edu/wp-content/uploads/2018/10/neal_economic_value.pdf
  5. https://nwcb.wa.gov/images/weeds/Buddleja_davidii_wf.pdf
  6. https://cals.ncsu.edu/horticultural-science/wp-content/uploads/sites/32/2017/09/Buddleja-BlueChip-release-document.pdf
  7. https://metrovancouver.org/services/regional-planning/Documents/butterfly-bush-bmp-june-2023.pdf
  8. https://marylandgrows.umd.edu/2020/09/14/whats-the-deal-with-butterfly-bushes-good-or-bad-for-pollinators/
  9. https://resources.ipmcenters.org/resource.cfm?rid=52906&vid=35317
  10. Literaturzusammenfassung: Buddleja davidii