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Cime Di Rapa Brassica rapa var. cimosa
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Tassonomia
Regno
Pflanzen (Plantae)
Phylum
Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine
Brassicales (Brassicales)
Famiglia
Brassicaceae
Genere
Brassica
Specie
Brassica rapa
Nome scientifico
Brassica rapa L.
Nome accettato
Einleitung
Cime di Rapa, im Deutschen als Stängelkohl bezeichnet, ist eine Varietät der Art *Brassica rapa* (*Brassica rapa* var. *cymosa*) innerhalb der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae).[1][2] Diese Kulturpflanze wird taxonomisch auch unter dem Synonym *Brassica rapa* var. *silvestris* geführt.[1] Der Anbau erfolgt unter anderem in Süditalien, wo die Pflanze beispielsweise in der Region Apulien kultiviert wird.[2]
Stagionalità e andamento della domanda
Basato sul Silver Power Trend Index, il nostro modello basato su dati di ricerca e osservazioni naturalistiche
Attività stagionale
Sviluppo nel corso degli anni
Fakten (kompakt)
- Die Art wird systematisch der Ordnung der Kreuzblütlerartigen (*Brassicales*) zugeordnet. - In der botanischen Hierarchie gehört die Pflanze zur Klasse der Zweikeimblättrigen (*Magnoliopsida*). - Die übergeordnete taxonomische Abteilung bilden die Gefäßpflanzen (*Tracheophyta*). - In der Datenbank der Global Biodiversity Information Facility (GBIF) ist die Art unter der eindeutigen Schlüsselnummer 7903057 verzeichnet. - Der taxonomische Status des wissenschaftlichen Namens *Brassica rapa* wird als akzeptiert (*accepted*) geführt. - Der Datensatz zur taxonomischen Einordnung weist einen Vertrauenswert (*Confidence*) von 97 % auf.[6]
Name & Einordnung
Die Pflanze wird wissenschaftlich als *Brassica rapa* var. *cymosa* geführt und ordnet sich in die Gattung *Brassica* innerhalb der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) ein.[1][2] Im deutschsprachigen Raum trägt diese Varietät den Trivialnamen Stängelkohl.[1] Als taxonomisches Synonym wird in der Literatur *Brassica rapa* var. *silvestris* genannt.[1] In Italien, wo die Pflanze eine bedeutende Rolle in der Landwirtschaft Apuliens spielt, wird sie als „broccoli di Cima di Rapa“ bezeichnet, was als Ökotyp des Brokkoli angesehen wird, oder allgemein als „turnip tops“ klassifiziert.[3] Sie wird taxonomisch klar von anderen kultivierten *Brassica*-Arten wie dem Brokkoli (*Brassica oleracea* var. *italica*) oder dem Blumenkohl (*Brassica oleracea* var. *botrytis*) unterschieden, auch wenn sie im landwirtschaftlichen Anbau oft gemeinsam betrachtet werden.[3]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Als Varietät der Art *Brassica rapa* teilt *Brassica rapa var. cymosa* (Stängelkohl) die grundlegenden morphologischen Merkmale der Gattung *Brassica*. Es handelt sich um krautige Pflanzen, die ein-, zwei- oder mehrjährig wachsen und Wuchshöhen von meist 30 bis 70 Zentimetern, seltener bis zu 100 Zentimetern, erreichen. Die Stängel sind in der Regel verzweigt, wobei der deutsche Trivialname Stängelkohl auf die Betonung dieses Pflanzenteils hinweist. Die Laubblätter sind grundständig sowie wechselständig am Stängel verteilt angeordnet. Sie können gestielt oder sitzend sein, wobei die Blattspreiten je nach Varietät sehr unterschiedlich groß und geformt sind. Die Blütenstände sind traubig und meist nicht verzweigt.[1] In der landwirtschaftlichen Analyse werden bei dieser Varietät spezifisch die Stängel, Blätter und die als Corymbs bezeichneten Blütenstände unterschieden.[3] Die zwittrigen Blüten sind vierzählig, wobei die vier Kronblätter charakteristisch in Form eines Kreuzes angeordnet sind. Die zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen, aus dem sich Schoten als Früchte entwickeln. Die Chromosomenzahl beträgt bei den Naturformen der Gattung 2n = 20.[1]
Beschreibung
Cime di Rapa (*Brassica rapa var. cymosa*), im Deutschen oft als Stängelkohl bezeichnet, ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler (*Brassicaceae*). Im Gegensatz zu vielen anderen kultivierten Kohlarten bildet diese Varietät keinen festen Kopf, sondern zeichnet sich durch einen lockeren, aufrechten Wuchs aus.[4] Die Pflanze entwickelt zunächst eine grundständige Blattrosette, aus der sich rasch ein fleischiger Haupttrieb sowie mehrere Seitentriebe schieben.[2] Die Blätter sind hell- bis mittelgrün, länglich und am Rand charakteristisch gezahnt oder tief gebuchtet, wobei sie in ihrer Form stark an die Blätter der Speiserübe erinnern.[4] Ein wesentliches Erkennungsmerkmal sind die endständigen Blütenstände, die im knospigen Zustand kleinen Brokkoliröschen ähneln, jedoch deutlich kleiner und lockerer angeordnet sind.[2] Diese Blütenknospen (Cime) sind das primäre Erntegut und öffnen sich bei Nicht-Ernte zu den für die Gattung typischen vierzähligen, leuchtend gelben Kreuzblüten.[4] Botanisch steht *Brassica rapa var. cymosa* dem Rübsen (*Brassica rapa*) näher als dem Brokkoli (*Brassica oleracea*), obwohl die kulinarische Nutzung der Blütenstände oft zu Verwechslungen führt.[4] Ein entscheidender anatomischer Unterschied zu verwandten Unterarten wie der Mairübe ist das Fehlen einer verdickten Speicherwurzel; die Pflanze investiert ihre Energie stattdessen fast ausschließlich in das vegetative Wachstum der oberirdischen Teile.[2] Die Art ist an kühleres Klima angepasst und zeichnet sich durch einen sehr schnellen Entwicklungszyklus aus, der je nach Sorte nur wenige Wochen von der Keimung bis zur Blütenbildung dauern kann.[4] Im Feld ist die Pflanze durch ihre Wuchshöhe von 30 bis 80 Zentimetern und die markanten, schirmtraubigen Blütenstände gut von wilden *Brassica*-Arten zu unterscheiden.[2]
Ökologie
Die Varietät *Brassica rapa var. cymosa* ist ursprünglich an die klimatischen Bedingungen des Mittelmeerraums und der Sahararegionen angepasst, die durch milde Winter und heiße, trockene Sommer geprägt sind. In ihrem Ökosystem fungiert sie als Wirtspflanze für eine spezifische Gemeinschaft pathogener und saprophytischer Pilze. Untersuchungen in Süditalien zeigten, dass *Alternaria alternata* die dominierende Pilzspezies auf der Pflanze ist und Blattflecken verursacht, während *Alternaria brassicicola* im Vergleich zu anderen Kohlarten seltener auftritt.[2] Der Wurzel- und Stängelbereich dient als Habitat für *Plectosphaerella*-Arten (*P. cucumerina*, *P. pauciseptata*, *P. plurivora*), die dort Fäulnisprozesse auslösen. Des Weiteren besiedelt der *Fusarium solani*-Komplex das Gefäßsystem und verursacht Welke, während *Sclerotinia sclerotiorum* spezifisch die Corymbs (Blütenstände) befällt.[2] Neben diesen Pathogenen bietet *Brassica rapa var. cymosa* auch Lebensraum für saprophytische Pilze der Gattungen *Aspergillus*, *Epicoccum* und *Penicillium*, die sich opportunistisch verhalten.[2]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Brassica rapa var. cymosa, bekannt als Stängelkohl oder Cime di Rapa, ist eine wirtschaftlich bedeutende Gemüsekultur.[1] Besonders in Süditalien, spezifisch in der Region Apulien, wird die Pflanze intensiv für den heimischen Markt und den Export angebaut. Die Kultur ist jedoch anfällig für diverse Pilzkrankheiten, die zu erheblichen Ertrags- und Qualitätsverlusten führen können. Zu den häufigsten Erregern zählen Arten der Gattung Alternaria, insbesondere Alternaria alternata, welche Blattflecken und nekrotische Läsionen verursachen. Auch Alternaria brassicicola tritt als Pathogen auf und kann gemeinsam mit anderen Arten Infektionen auslösen. Ein weiteres signifikantes Problem stellen Wurzel- und Halsfäulen dar, die durch Plectosphaerella-Arten wie Plectosphaerella cucumerina ausgelöst werden. Diese Infektionen führen oft zu Gefäßverfärbungen, Kümmerwuchs und ausgeprägten Blattvergilbungen.[2] Erstmals wurden auch Plectosphaerella pauciseptata und P. plurivora an symptomatischen Pflanzen dieser Varietät nachgewiesen. Der Erreger Sclerotinia sclerotiorum verursacht spezifische Symptome wie wässrige Läsionen an den Blütenständen. Dabei bildet sich typischerweise ein weißes, flauschiges Myzel sowie schwarze Sklerotien an den befallenen Pflanzenteilen. Zusätzlich wurden Infektionen durch den Fusarium solani-Spezieskomplex sowie Stemphylium vesicarium dokumentiert. Die Symptome umfassen oft dunkelbraune bis schwarze Läsionen an den Hauptblattadern und Stängeln. Als präventive ackerbauliche Maßnahme wird für Brassicaceae generell die Einhaltung einer Fruchtfolge empfohlen. Diese Praxis dient dazu, die Bodengesundheit zu verbessern und die Abhängigkeit von chemischen Düngemitteln zu reduzieren. Eine präzise molekulare Identifizierung der beteiligten Pilzarten ist notwendig, um gezielte Maßnahmen zum Krankheitsmanagement zu entwickeln.[2]
Wirtschaftliche Bedeutung
Die wirtschaftliche Bedeutung von *Brassica rapa var. cymosa* (Cime di Rapa) ist besonders in Süditalien hoch, wo die Pflanze als spezialisierte Kulturpflanze für den heimischen Konsum und den internationalen Export stark nachgefragt wird. In der Region Apulien stiegen die Anbauflächen für *Brassica*-Kulturen, zu denen auch dieser Stängelkohl gehört, von 3850 Hektar im Jahr 2023 auf 4090 Hektar im Jahr 2024 an. Parallel dazu erhöhte sich der Ertrag pro Hektar von 23 auf 28 Tonnen, was die wachsende ökonomische Relevanz unterstreicht. Trotz dieser positiven Entwicklung sind die Bestände anfällig für diverse Pilzkrankheiten, die erhebliche Auswirkungen auf Ertrag und Qualität haben können. Zu den wirtschaftlich relevanten Schaderregern zählen Arten der Gattungen *Alternaria*, *Fusarium*, *Plectosphaerella* und *Sclerotinia*, die Symptome wie Blattflecken, Welke oder Wurzelfäule verursachen. Insbesondere *Alternaria*-Arten verursachen Blattfleckenkrankheiten, die als Qualitätsmangel den Marktwert mindern. *Sclerotinia sclerotiorum* führt zu weicher Stängelfäule und beeinträchtigt nicht nur den Feldertrag, sondern verursacht auch Nachernteverluste während Transport und Lagerung.[3] Neu identifizierte Erreger wie *Plectosphaerella pauciseptata* und *P. plurivora* stellen ein erweitertes Risiko für den Anbau dar.[3]
Biologie & Lebenszyklus
Brassica rapa var. cymosa, auch als Stängelkohl oder Cime di Rapa bekannt, gehört zur Gattung Brassica, die ein-, zwei- oder mehrjährige krautige Pflanzen umfasst.[1][4] Die Vertreter dieser Gattung erreichen Wuchshöhen von meist 30 bis 70 Zentimetern, wobei die Stängel in der Regel verzweigt sind. Die Laubblätter sind grundständig sowie wechselständig am Stängel angeordnet und können je nach Art gestielt oder sitzend sein. Die generativen Merkmale umfassen traubige Blütenstände mit vierzähligen, zwittrigen Blüten, aus deren oberständigen Fruchtknoten sich Schoten entwickeln.[1] Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, ist die Pflanze an milde Winter und heiße, trockene Sommer angepasst, zeigt jedoch auch eine gute Adaption an kühlere Wachstumsbedingungen.[7] In südlichen Anbauregionen wie Apulien ermöglichen die klimatischen Bedingungen eine ganzjährige Produktion.[6] Biologisch relevant ist die Anfälligkeit gegenüber verschiedenen pilzlichen Pathogenen, die Stängel, Blätter und die für den Verzehr genutzten Blütenstände (Corymbs) befallen.[1] Zu den spezifisch auf Brassica rapa var. cymosa nachgewiesenen Erregern zählen Alternaria alternata, Fusarium solani, Sclerotinia sclerotiorum sowie Plectosphaerella cucumerina, welche Wurzelfäule verursachen kann.[1][25][Table 2] Die Infektionssymptome äußern sich unter anderem durch Welken, Blattvergilbung, nekrotische Flecken und Läsionen am Stängel.[1]
Vorkommen & Lebensraum
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Brassica rapa var. cymosa*, allgemein bekannt als Cime di Rapa oder Stängelkohl, liegt im Mittelmeerraum.[4] Historisch und aktuell befindet sich der Schwerpunkt des Vorkommens in Süditalien, insbesondere in den Regionen Apulien und Kampanien, wo die Pflanze als traditionelles Wintergemüse kultiviert wird.[4][2] Italien stellt weltweit das Hauptanbaugebiet dar, wobei die Kultur dort großflächig auf landwirtschaftlichen Nutzflächen verbreitet ist.[2] In den letzten Jahrzehnten hat sich das Verbreitungsgebiet durch gezielten Anbau auf andere Regionen ausgeweitet, darunter die Schweiz, Deutschland und Teile der USA.[4] In Mitteleuropa findet die Verbreitung vorwiegend als Nischenkultur im Erwerbsgartenbau statt, da die Pflanze an gemäßigte Klimate angepasst ist.[2] Als reines Kulturgewächs (Kultivar) besiedelt *Brassica rapa var. cymosa* primär anthropogene Habitate wie Äcker und Gärten und ist nicht Bestandteil der natürlichen Waldvegetation.[4] Die Pflanze bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige Böden in sonnigen Lagen.[2] Während die übergeordnete Art *Brassica rapa* weltweit in verschiedenen Klimazonen vorkommt, ist die Varietät *cymosa* an frostfreie oder milde Winter gebunden. Eine Verwilderung oder Ausbreitung außerhalb von Kulturflächen wird bei dieser Varietät selten beobachtet, im Gegensatz zu anderen Formen der Art *Brassica rapa*.[6] Die vertikale Verbreitung beschränkt sich in den Hauptanbaugebieten meist auf die Ebenen und niedrigen Hügellagen, die eine intensive landwirtschaftliche Nutzung erlauben.[2]
Saisonalität & Aktivität
Die Saisonalität von *Brassica rapa var. cymosa* ist durch eine klare Präferenz für die kühlere Jahreszeit gekennzeichnet. Als typisches Herbst- und Wintergemüse konzentriert sich die landwirtschaftliche Aktivität und Verfügbarkeit auf Monate mit niedrigeren Temperaturen und kürzeren Tagen. Physiologisch neigt die Pflanze bei steigenden Temperaturen und zunehmender Tageslänge zum vorzeitigen Schossen, weshalb der Anbau im Hochsommer meist vermieden wird.[4] Diese biologischen Rahmenbedingungen spiegeln sich deutlich im öffentlichen Interesse wider, welches eine ausgeprägte saisonale Dynamik aufweist. Analysen zeigen, dass die Aufmerksamkeit für diese Kulturpflanze in den Sommermonaten Juli und August auf ihre niedrigsten Werte im Jahresverlauf fällt. Mit Beginn der kühleren Witterung steigt die Relevanz wieder an, wobei im Dezember ein erstes signifikantes Hoch zu verzeichnen ist. Der absolute Spitzenwert des Interesses wird statistisch im Februar erreicht, was die Bedeutung als Wintergemüse unterstreicht. Nach diesem winterlichen Höhepunkt sinkt die Nachfrage im Frühjahr wieder kontinuierlich ab. Die Aktivitätsphase der Nutzung und Wahrnehmung beschränkt sich somit primär auf das erste und vierte Quartal des Jahres.[5]
Fonti e riferimenti
- Wikipedia: Kohl (OCR-Scan)
- https://doi.org/10.3390/jof12010013
- Mourou et al. (2025): Diversity of Fungi Associated with Diseases of Cultivated Brassicaceae in Southern Italy, J. Fungi 2026, 12, 13, S. 2
- PDF: cime-di-rapa
- Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
- https://www.gbif.org/species/7903057
- Mourou, M. et al. (2025). Diversity of Fungi Associated with Diseases of Cultivated Brassicaceae in Southern Italy. J. Fungi 2026, 12, 13. https://doi.org/10.3390/jof12010013