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Rapa autunnale Brassica rapa subsp. rapa

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Rapa autunnale

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Brassicales (Brassicales)
Famiglia Brassicaceae
Genere Brassica
Specie Brassica rapa rapa
Nome scientifico Brassica rapa subsp. rapa
Nome accettato

Einleitung

Die **Herbstrübe** oder Speiserübe (*Brassica rapa subsp. rapa*) ist eine zweijährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), die vorwiegend wegen ihrer verdickten, meist weißen Pfahlwurzel und der essbaren Blätter kultiviert wird.[1][2] Ursprünglich in der Region des Hindukusch in Zentralasien domestiziert, dient sie seit Jahrtausenden weltweit als Nahrungsmittel sowie als Futterpflanze für Vieh.[3][4] Die Art ist von der botanisch verwandten Steckrübe (*Brassica napus*) abzugrenzen, die als Kreuzung aus Rübe und Kohl entstand und typischerweise größer sowie gelbfleischig ist.[4]

Fakten (kompakt)

- Der englische Begriff "turnip" tauchte erstmals um 1530 auf und ist wahrscheinlich eine Zusammensetzung aus "turn" (in Referenz zur gedrechselten Form) und "nepe" (vom lateinischen *napus*). - Historisch lässt sich die Bezeichnung auf das Altenglische *nǣp* zurückführen, das direkt vom lateinischen Begriff *napus* abstammt, den bereits Plinius der Ältere verwendete. - In schottischen und nordenglischen Dialekten hat sich das Synonym "neep" bis heute erhalten. - Ernährungsphysiologisch zeichnet sich die Rübe durch hohe Gehalte an Vitamin C, B6, Folsäure, Kalzium, Kalium, Magnesium und Kupfer aus. - Die in der Pflanze enthaltenen Glucosinolate können potenziell schützende Effekte gegen bestimmte Krebsarten bieten. - Das Blattgrün der Pflanze ist proteinreich und liefert als Viehfutter etwa 20 bis 25 % Rohprotein. - Kulinarisch ist die Pflanze vielseitig nutzbar, wobei junge Wurzeln und Blätter roh in Salaten, gekocht in Suppen oder als Microgreens verzehrt werden.[8] - Der optimale Erntezeitpunkt für den menschlichen Verzehr ist erreicht, wenn die Wurzeln einen Durchmesser von 2 bis 3 Zoll (ca. 5 bis 7,5 cm) haben. - Eine bekannte und geschätzte Sorte, die sowohl für ihre Wurzeln als auch für das Grün genutzt wird, ist 'Purple Top White Globe'.[8] - Im Anbau wird typischerweise ein Reihenabstand von 18 Zoll (ca. 46 cm) empfohlen.[8]

Name & Einordnung

Die Herbstrübe wird wissenschaftlich als *Brassica rapa* subsp. *rapa* (Metzg.) geführt und zählt zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae).[4][5] Diese Unterart unterscheidet sich taxonomisch von anderen Varietäten wie der *Brassica rapa* subsp. *oleifera*, die primär zur Ölgewinnung angebaut wird. Phylogenetische Untersuchungen verorten den Ursprung der Domestizierung vor etwa 3.500 bis 6.000 Jahren in Zentralasien, spezifisch in der Region des Hindukusch.[6][3] Damit repräsentiert sie den ältesten domestizierten Morphotyp innerhalb der Spezies *Brassica rapa*.[6] Im genetischen Modell des „Dreieck des U“ fungiert sie als diploider Vorfahre (Genom AA) für diverse allotetraploide Kulturpflanzen.[4] Der englische Begriff „turnip“ erschien erstmals um 1530 und verweist etymologisch auf die gedrechselte Form der Wurzel („turn“) sowie auf das lateinische Wort *napus* („nepe“).[5][4] Diese lateinische Wurzel findet sich auch im französischen Trivialnamen *navet* wieder. In schottischen Dialekten hat sich die Bezeichnung „neep“ erhalten, die direkt auf das altenglische *nǣp* zurückgeht. Abzugrenzen ist die Herbstrübe von der Steckrübe (*Brassica napus*), deren englischer Name „rutabaga“ schwedischen Ursprungs ist und auf die größere, gelbfleischige Wurzel hinweist.[5]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Herbstrübe (*Brassica rapa* subsp. *rapa*) ist eine zweijährige krautige Pflanze, die im zweiten Jahr Wuchshöhen von 30 bis 120 cm erreicht, im landwirtschaftlichen Anbau jedoch meist als einjährige Kultur geführt wird. Das vegetative Wachstum ist durch eine aufrechte Haltung und die Bildung einer basalen Blattrosette gekennzeichnet. Das markanteste Bestimmungsmerkmal ist die verdickte Pfahlwurzel, die als Speicherorgan dient und eine kugelige bis knollige Form mit einem Durchmesser von 5 bis 20 cm annimmt. Während das Fleisch im Inneren weiß ist, weist der obere, aus dem Boden ragende Teil der Wurzel oft eine violette oder rote Pigmentierung durch Anthocyane auf. Die 10 bis 40 cm langen Blätter der Rosette sind gelblich-grün, spärlich behaart und fiederspaltig mit einem großen Endlappen sowie gewellten Rändern. Im zweiten Jahr entwickeln sich aufrechte, teils verzweigte Stängel, die kahl oder leicht behaart sein können. Die leuchtend gelben Blüten sind kreuzförmig angeordnet, besitzen vier 6 bis 13 mm lange Kronblätter und stehen in endständigen Trauben. Aus ihnen entwickeln sich 3 bis 8 cm lange lineare Schoten (Siliquen), die 2 bis 4 mm breit sind. Jede Frucht enthält insgesamt 16 bis 30 kleine, ovale Samen, die eine netzartige Oberfläche aufweisen und gelb bis dunkelbraun gefärbt sind.[2] Zur Abgrenzung von der ähnlichen Steckrübe (*Brassica napus*) dient primär die meist weißfleischige und kleinere Wurzel der Herbstrübe im Vergleich zur gelbfleischigen Steckrübe. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die hellgrünen, behaarten Blätter der Herbstrübe im Gegensatz zu den oft glatteren Blättern der Steckrübe.[4]

Beschreibung

Die Herbstrübe (*Brassica rapa subsp. rapa*) ist eine zweijährige krautige Pflanze, die im landwirtschaftlichen Anbau primär als einjährige Kultur für ihre verdickte Speicherwurzel genutzt wird.[2] In ihrem natürlichen Lebenszyklus bildet sie im ersten Jahr eine grundständige Blattrosette und das Speicherorgan aus, bevor sie im zweiten Jahr nach einer Kälteperiode (Vernalisation) in die generative Phase übergeht und einen 30 bis 120 cm hohen Blütenstand entwickelt.[2][4] Das Wurzelsystem wird von einer fleischigen Pfahlwurzel dominiert, die durch sekundäres Dickenwachstum des vaskulären Kambiums aus Hypokotyl- und Wurzelgewebe entsteht. Diese Rübe erreicht typischerweise einen Durchmesser von 5 bis 20 cm und variiert in der Form von kugelig bis abgeflacht. Ein markantes anatomisches Merkmal ist die violette oder rötliche Färbung am oberen Teil der Rübe („Schultern“), die durch die Akkumulation von Anthocyanen bei Sonneneinstrahlung entsteht, während das unterirdische Gewebe weiß bleibt.[5] Die Laubblätter sind hellgrün, fiederteilig gelappt und im Gegensatz zu den glatten Blättern vieler Kohlarten spärlich mit weichen Haaren bedeckt.[2] Diese Behaarung dient als mikroskopisches Unterscheidungsmerkmal zur nahe verwandten Steckrübe (*Brassica napus*), die glatte, bläulich bereifte Blätter und meist gelbliches Fleisch besitzt.[4] Die Blütenstände sind endständige Trauben mit leuchtend gelben, kreuzförmigen Blüten, deren vier Kronblätter 6 bis 13 mm lang sind. Da die Pflanze selbstinkompatibel ist, ist sie für die Befruchtung zwingend auf Insektenbestäubung angewiesen. Aus den Blüten entwickeln sich 3 bis 8 cm lange Schoten (Siliquen), die jeweils 16 bis 30 kleine, gelbe bis dunkelbraune Samen enthalten.[2] Physiologisch ist die Art an kühle Klimazonen angepasst und akkumuliert Glucosinolate als chemische Abwehrstoffe, die bei Gewebeverletzung den charakteristischen scharfen Geruch freisetzen.[3] Im ökologischen Gefüge dient die Pflanze oft als Wirt für Larvenstadien von Schädlingen wie der Kleinen Kohlfliege (*Delia radicum*), deren Maden sich in das Wurzelgewebe bohren und dort Fraßgänge verursachen. Phylogenetisch stammt die Herbstrübe von Wildpopulationen im Hindukusch-Gebirge ab und wurde dort vor etwa 3.500 bis 6.000 Jahren domestiziert.[4] Im evolutionären Modell des „Dreieck des U“ repräsentiert *Brassica rapa* das A-Genom und fungierte als einer der diploiden Vorfahren für die Hybridisierung zu tetraploiden Arten wie Raps.[3] Historisch leitet sich die englische Bezeichnung „turnip“ von der gedrechselten Form der Wurzel ab, was auf die lange kulturelle Bedeutung als Grundnahrungsmittel hinweist.[5]

Verhalten

Als zweijährige Pflanze folgt *Brassica rapa subsp. rapa* einem strikten Entwicklungszyklus, bei dem im ersten Jahr die vegetative Phase mit Rosettenbildung dominiert, gefolgt von der generativen Phase nach einer Kälteperiode (Vernalisation).[4] Die Pflanze ist selbstinkompatibel und interagiert obligatorisch mit Insekten, um die Bestäubung der kreuzförmigen Blüten sicherzustellen.[2] Eine wesentliche chemische Verhaltensanpassung zur Abwehr von Herbivoren ist das Glucosinolat-Myrosinase-System.[3] Sobald das Pflanzengewebe durch Fraß verletzt wird, hydrolysiert das Enzym Myrosinase die gespeicherten Glucosinolate zu scharfen Isothiocyanaten, die als Fraßgift wirken.[4] Dieser Mechanismus wird auch interspezifisch zur Allelopathie genutzt, indem verrottendes Gewebe bodenbürtige Pathogene und Nematoden durch Biofumigation unterdrückt.[2] Auf abiotische Stressfaktoren wie hohe Temperaturen reagiert die Art mit vorzeitigem Schossen (Bolting), wobei die Energieinvestition abrupt von der Speicherwurzel in die Samenproduktion umgeleitet wird.[1]

Ökologie

Die Herbstrübe (*Brassica rapa subsp. rapa*) ist eine an kühle Jahreszeiten angepasste Pflanze, die optimal bei Temperaturen zwischen 10 °C und 24 °C gedeiht und Frost bis -7 °C toleriert.[1][7] Sie bevorzugt gut durchlässige Böden mit einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5, wobei ihr tiefes Pfahlwurzelsystem Bodenverdichtungen entgegenwirkt und den Nährstoffkreislauf fördert.[4][2] Als selbstinkompatible Art ist die Pflanze für die Reproduktion zwingend auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen.[2] Zur chemischen Abwehr von Fressfeinden akkumuliert *Brassica rapa* Glucosinolate, die bei Gewebeverletzung durch das Enzym Myrosinase in antimikrobielle Isothiocyanate hydrolysiert werden. Dennoch dient sie spezialisierten Herbivoren als Nahrungsquelle, darunter Erdflöhe (*Phyllotreta* spp.) und Blattläuse wie *Brevicoryne brassicae*, die Pflanzensäfte saugen und Viren übertragen können.[2][5] Im Wurzelbereich stellen die Larven der Kleinen Kohlfliege (*Delia radicum*) eine signifikante Bedrohung dar, da sie Gänge in das Speichergewebe bohren.[5] Zu den wichtigsten bodenbürtigen Pathogenen zählt der Protist *Plasmodiophora brassicae*, der Wurzelgallen verursacht und bis zu 20 Jahre im Boden persistieren kann. Ökologisch bedeutsam ist die Rolle der Herbstrübe bei der Biofumigation, da ihre verrottenden Rückstände bodenbürtige Krankheitserreger und Nematoden unterdrücken.[2] Klimatische Veränderungen begünstigen zudem das Auftreten von Pilzpathogenen wie *Alternaria* und *Sclerotinia*, die von wärmeren und feuchteren Bedingungen profitieren.[4]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Herbstrübe (*Brassica rapa subsp. rapa*) ist primär eine Nutzpflanze, fungiert jedoch als Wirt für diverse Schädlinge und Krankheiten, die auch andere Kreuzblütler befallen können. Zu den Hauptschädlingen zählen Erdflöhe (*Phyllotreta* spp.), die charakteristische lochartige Fraßspuren an den Blättern hinterlassen und die Photosynthese junger Pflanzen beeinträchtigen. Blattläuse wie die Mehlige Kohlblattlaus (*Brevicoryne brassicae*) saugen Pflanzensaft, verursachen Blattkräuselungen und übertragen Viren wie das Turnip Mosaic Virus (TuMV), das zu Nekrosen führt. Larven der Kleinen Kohlfliege (*Delia radicum*) bohren sich in die Rübenkörper, was zu Fäulnis und Welkeerscheinungen führt und oft den Totalverlust der Ernte bedeutet.[2] Eine signifikante Bedrohung stellt die Kohlhernie dar, verursacht durch den bodenbürtigen Erreger *Plasmodiophora brassicae*, der Wurzelgallen bildet und bis zu 20 Jahre im Boden persistieren kann.[4] Bakterielle Infektionen wie die Adernschwärze (*Xanthomonas campestris*) zeigen sich durch V-förmige Läsionen an den Blatträndern und können über Saatgut verbreitet werden.[2] Medizinisch relevant sind die enthaltenen Glucosinolate, die zwar antioxidative Eigenschaften besitzen, bei Personen mit Schilddrüsenerkrankungen jedoch goitrogen wirken und die Jodaufnahme hemmen können.[5] Zur Prävention ist eine strikte Fruchtfolge mit einer Anbaupause von drei bis vier Jahren auf derselben Fläche essenziell, um den Entwicklungszyklus von Schädlingen und Kohlhernie zu unterbrechen.[2] Die Anhebung des Boden-pH-Wertes auf etwa 7,2 durch Kalkung gilt als wirksame kulturtechnische Maßnahme zur Unterdrückung der Kohlhernie-Entwicklung.[4] Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) wird der Einsatz resistenter Sorten priorisiert, um die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten zu minimieren. Biologische Bekämpfungsmaßnahmen umfassen die Anwendung von Neemöl, das als Fraß- und Reproduktionshemmer gegen Blattläuse und Erdflöhe wirkt. Chemische Insektizide wie Spinosad werden im IPM nur als letztes Mittel bei Überschreitung von Schadschwellen gegen Madenbefall eingesetzt.[5] In der Landwirtschaft wird die Pflanze zudem aktiv zur Biofumigation genutzt, da ihre Glucosinolate beim Einarbeiten in den Boden bodenbürtige Pathogene und Nematoden unterdrücken.[2] Aktuelle Beobachtungen zeigen, dass der Klimawandel durch wärmere Temperaturen Pilzinfektionen durch *Alternaria* und *Sclerotinia* begünstigt, was angepasste Monitoring-Strategien erfordert.[5]

Wirtschaftliche Bedeutung

Der globale Handel mit frischen Speiserüben verzeichnete in jüngster Zeit ein Exportvolumen von rund 1,88 Milliarden US-Dollar, wobei europäische Produzenten wie die Niederlande maßgeblich beteiligt sind.[5] In der Viehwirtschaft fungiert die *Brassica rapa subsp. rapa* als kosteneffiziente Futterpflanze, die durch ihre hohe Verdaulichkeit den Bedarf an teurerem Heu oder Silage signifikant senkt.[3] Historisch ermöglichte die Integration der Rübe in die Fruchtfolge (Norfolk-System) im 18. Jahrhundert Ertragssteigerungen von 20 bis 30 % bei Getreidekulturen, was die landwirtschaftliche Produktivität revolutionierte. Erhebliche wirtschaftliche Risiken gehen heute von Schädlingen wie der Kleinen Kohlfliege (*Delia radicum*) aus, deren Larvenfraß in den Wurzeln ohne Gegenmaßnahmen zu Totalverlusten der Ernte führen kann.[5] Ein langfristiges ökonomisches Problem stellt der Erreger der Kohlhernie (*Plasmodiophora brassicae*) dar, dessen Sporen bis zu 20 Jahre im Boden persistieren und Erträge durch Wurzeldeformationen massiv mindern.[2] Bakterielle Infektionen wie die Adernschwärze (*Xanthomonas campestris*) verursachen Fäulnis, die das Erntegut für den Markt unbrauchbar macht und durch Samenübertragung zukünftige Aussaaten gefährdet.[4] Zur Kostenoptimierung setzen moderne Betriebe auf Präzisionssaattechnik, welche den Saatgutverlust im Vergleich zu manuellen Methoden um 10 bis 15 % reduziert. Durch Züchtungsfortschritte erzielen moderne Hybridsorten Hektarerträge von 30 bis 40 Tonnen, während traditionelle Sorten oft nur 15 bis 20 Tonnen erreichen.[5]

Biologie & Lebenszyklus

Die Herbstrübe (*Brassica rapa subsp. rapa*) ist eine zweijährige krautige Pflanze, die in der Landwirtschaft meist als einjährige Kultur für ihre verdickte Speicherwurzel angebaut wird.[1][2] Im ersten Jahr bildet die Pflanze eine bodenständige Blattrosette aus fiederteiligen Blättern und entwickelt durch sekundäres Dickenwachstum des Hypokotyls und der Wurzelgewebe eine kugelförmige bis knollige Rübe. Die vegetative Entwicklungsdauer bis zur Erntereife der Wurzel ist kurz und beträgt je nach Sorte etwa 55 bis 60 Tage.[2] Physiologisch ist die Pflanze an kühle Klimate angepasst, wobei das Temperaturoptimum für das Wachstum zwischen 10 °C und 24 °C liegt.[4] Sie weist eine Frosttoleranz bis zu -7 °C auf, reagiert jedoch auf Sommerhitze oft mit vorzeitigem Schossen (Bolzen).[1][4] Für die generative Fortpflanzung im zweiten Jahr (Imago-Äquivalent) benötigt die Pflanze einen Kältereiz (Vernalisation), woraufhin sich ein 30 bis 120 cm hoher Blütenstand entwickelt. Die hellgelben, kreuzförmigen Blüten sind selbstinkompatibel und obligat auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Nach der Befruchtung entstehen 3 bis 8 cm lange Schoten (Siliquen), die jeweils 16 bis 30 kleine Samen enthalten, welche das Ausbreitungsstadium darstellen.[2] Hinsichtlich der Nährstoffanforderungen benötigt die Pflanze gut durchlässige, fruchtbare Böden mit einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5 sowie eine konstante Wasserversorgung von 25 bis 50 mm pro Woche. Eine physiologische Besonderheit ist die Akkumulation von Glucosinolaten, die bei Gewebeverletzung durch das Enzym Myrosinase in abwehrende Isothiocyanate umgewandelt werden.[4] Zu den natürlichen Feinden zählen Larven der Kleinen Kohlfliege (*Delia radicum*), die Fraßgänge in den Wurzeln anlegen und Fäulnis verursachen können. Das Blattwerk dient als Nahrungssubstrat für Erdflöhe (*Phyllotreta* spp.) und wird von Blattläusen wie der Mehligen Kohlblattlaus (*Brevicoryne brassicae*) besiedelt, die Viren übertragen können.[5] Ein bedeutender Mortalitätsfaktor ist der bodenbürtige Protist *Plasmodiophora brassicae*, der die Kohlhernie verursacht und das Wurzelsystem deformiert.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Die wilde Stammform von *Brassica rapa subsp. rapa* hat ihren Ursprung in den Bergregionen Zentralasiens, insbesondere im Gebiet des Hindukusch und der Himalaya-Ausläufer im heutigen Afghanistan, Pakistan und Tadschikistan.[3][4] Genetische Untersuchungen bestätigen eine hohe Diversität wilder Populationen im Kaukasus und Sibirien, was diese Gebiete als primäre Zentren der Domestizierung ausweist.[4] Über Handelsrouten wie die Seidenstraße breitete sich die Pflanze bereits um 1000 v. Chr. sowohl westwärts nach Europa als auch ostwärts nach Asien aus.[3] Im 16. Jahrhundert führten europäische Entdecker die Speiserübe schließlich in Amerika ein, wo sie sich schnell in kolonialen Gärten etablierte.[5] Heute wird die Herbstrübe weltweit vorwiegend in gemäßigten Klimazonen kultiviert, da sie als kälteliebende Pflanze Temperaturen zwischen 10 °C und 24 °C bevorzugt.[1][5] Aufgrund ihrer Frosttoleranz übersteht sie kurzzeitig Temperaturen bis zu -7 °C, wodurch sie auch in kühleren Regionen gedeiht. Die Art bevorzugt gut durchlässige, fruchtbare Böden wie sandigen Lehm mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5. Saure Böden unter einem pH-Wert von 6,0 werden gemieden, da diese die Anfälligkeit für die Kohlhernie (*Plasmodiophora brassicae*) erhöhen.[5] In Europa dominieren weißfleischige Sorten, die an kühlere Klimate angepasst sind, während sich in Asien, beispielsweise in Japan seit der Yayoi-Periode, auch hitzeresistentere Formen entwickelten.[2][4] In landwirtschaftlichen Systemen dient die Pflanze häufig als Zwischenfrucht oder Futterpflanze, da ihre tiefen Pfahlwurzeln Bodenverdichtungen entgegenwirken.[3] Verwilderte Formen besiedeln oft ruderale Standorte oder Wegränder, wobei genetische Studien zeigen, dass kultivierte Linien im Vergleich zu wilden Verwandten eine reduzierte genetische Diversität aufweisen.[4]

Saisonalität & Aktivität

Die Herbstrübe (*Brassica rapa subsp. rapa*) ist eine zweijährige Pflanze, die ihren Lebenszyklus in zwei Vegetationsperioden unterteilt, landwirtschaftlich jedoch meist einjährig kultiviert wird.[2] Ihr Wachstum ist stark temperaturabhängig, wobei sie als Gewächs der kühlen Jahreszeit ein Optimum zwischen 10 °C und 24 °C bevorzugt. Während die Pflanze Frost bis zu -7 °C toleriert, löst Sommerhitze oft vorzeitiges Schossen (Bolting) aus, weshalb der Anbau primär im Frühjahr oder Herbst erfolgt.[7] Die vegetative Entwicklung der Speicherwurzel verläuft rasch und erreicht die Erntereife oft schon nach 55 bis 60 Tagen.[5] Für die generative Phase und Blütenbildung im zweiten Jahr ist eine Vernalisation durch winterliche Kältereize zwingend erforderlich.[2] In gemäßigten Klimazonen überwintert die Pflanze im Feld, was ihre Nutzung als Winterfutter für Vieh ermöglicht. Die Aktivität von Schädlingen wie Erdflöhen (*Phyllotreta* spp.) konzentriert sich auf die jungen Blätter während der Wachstumsphase.[2] Larven der Kleinen Kohlfliege (*Delia radicum*) sind im Boden aktiv und schädigen die Wurzeln durch Fraßgänge, was oft zum Welken der Pflanze führt.[5] Pilzliche Krankheitserreger finden in den kühlen, feuchten Bedingungen des Herbstes ideale Entwicklungsmöglichkeiten, wobei steigende Temperaturen das Infektionsrisiko erhöhen.[2] Das öffentliche Interesse an der Herbstrübe zeigt einen deutlichen saisonalen Anstieg im Oktober, der mit der traditionellen Haupterntezeit korreliert.[5]

Fonti e riferimenti

  1. https://gardeningsolutions.ifas.ufl.edu/plants/edibles/vegetables/turnips/
  2. https://plants.usda.gov/DocumentLibrary/plantguide/pdf/pg_brrar.pdf
  3. https://www.nybg.org/content/uploads/2021/05/Brassica-Rapa-Origins-Release.pdf
  4. https://corn.aae.wisc.edu/Crops/Turnip.aspx
  5. https://www.gbif.org/species/7225636
  6. https://news.wisc.edu/first-we-tamed-turnips-then-we-turned-them-into-bok-choy-and-other-veggies/
  7. https://townesharvest.montana.edu/documents/Turnips.pdf
  8. Literaturzusammenfassung (mit Bibliographie, siehe Primärquellenliste)