Salta il contenuto
Spedizione gratuita da 29€
Spedizione 1-2 giorni
4.44 · 245.512+ clienti
Voce del lessico

Bergenia Bergenia spec.

Bergenia

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Saxifragales (Saxifragales)
Famiglia Saxifragaceae
Genere Bergenia
Specie Bergenia
Nome scientifico Bergenia Moench
Nome accettato

Einleitung

Die **Bergenien** (*Bergenia*), auch Wickelwurzen genannt, sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae). Diese immergrünen bis sommergrünen, ausdauernden krautigen Pflanzen sind in den Gebirgen Zentral- und Ostasiens beheimatet, wo sie mittels dicker Rhizome oft große Bestände bilden.[1] Der wissenschaftliche Name ehrt den deutschen Mediziner und Botaniker Karl August von Bergen; im Jahr 2017 wurde die als Zierstaude beliebte Gattung in Deutschland zur „Staude des Jahres“ gewählt.[2][3]

Fakten (kompakt)

- Die Laubblätter erreichen eine Länge von 10 bis 40 cm und eine Breite von 5 bis 20 cm. - Es werden Kapselfrüchte gebildet, die kleine, dunkelbraune Samen enthalten.[5] - *Bergenia scopulosa* ist ein Endemit, der ausschließlich im Qin-Ling-Gebirge (Shaanxi) in Höhenlagen zwischen 2500 und 3600 Metern vorkommt. - Das Vorkommen von *Bergenia tianquanensis* ist auf Höhenlagen zwischen 2200 und 3300 Metern im Kreis Tianquan (Sichuan) beschränkt. - Die Himalaja-Bergenie (*Bergenia stracheyi*) wächst in extremen Höhenlagen von 3900 bis 4500 Metern. - Taxonomisch wird *Bergenia cordifolia* in manchen Konzepten als Synonym für *Bergenia crassifolia* aufgefasst.[15] - Zu den Hybriden zählt neben anderen *Bergenia* × *spathulata* Nagels ex Guillaumin.[5]

Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Gattungsname *Bergenia* wurde im Jahr 1794 von Conrad Moench in *Methodus Plantas Horti Botanici et Agri Marburgensis* erstveröffentlicht.[4] Diese Benennung ehrt den deutschen Mediziner und Botaniker Karl August von Bergen.[5] Historisch wurden die Bergenien-Arten früher in die Gattung Steinbrech (*Saxifraga*) eingeordnet und bildeten dort die Sektion *Megasea*. Als Typusart wurde *Bergenia bifolia* Moench definiert, die heute als Synonym von *Bergenia crassifolia* (L.) Fritsch betrachtet wird.[4] Im deutschsprachigen Raum ist für die Gattung neben Bergenie auch der Trivialname Wickelwurzen gebräuchlich.[1] Im Englischen werden die Pflanzen oft als „Pigsqueak“ bezeichnet, was sich von dem quietschenden Geräusch ableitet, das beim Aneinanderreiben frischer Blätter entsteht.[6] In Deutschland wählte man die Bergenien im Jahr 2017 zur „Staude des Jahres“.[7]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Gattung *Bergenia* umfasst immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von meist 15 bis 45 Zentimetern erreichen.[9] Sie bilden kräftige, fleischige und kriechende Rhizome aus, die als Überdauerungsorgane dienen und oft oberirdisch sichtbar sind.[10] Die grundständigen Laubblätter sind in einer dichten Rosette angeordnet und zeichnen sich durch ihre ledrige, derbe Struktur aus.[9][10] Die Blattspreite ist einfach, meist rundlich bis verkehrt-eiförmig und an der Basis oft herzförmig oder keilförmig zulaufend. Der Blattrand ist charakteristisch gekerbt, gesägt oder bei manchen Arten fast ganzrandig und oft gewimpert.[10] Eine Besonderheit ist die Färbung der Blätter, die im Winter durch Anthocyane oft rötliche bis bronzefarbene Töne annimmt.[9] Die Blütenstände stehen an blattlosen, oft rötlich überlaufenen Stängeln (Scapus) und bilden trugdoldige Wickel oder Rispen. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig und radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle.[10] Die fünf Kelchblätter sind an der Basis becherförmig verwachsen.[9] Die fünf Kronblätter sind meist rosa, rot oder weiß gefärbt und überragen die zehn Staubblätter. Der Fruchtknoten ist halbunterständig und besteht aus zwei verwachsenen Fruchtblättern.[10] Als Früchte werden Kapseln gebildet, die sich zwischen den Griffeln öffnen.[9] Diese enthalten zahlreiche, sehr kleine und dunkelbraune Samen. Zur Unterscheidung der Arten wie *Bergenia cordifolia* und *Bergenia crassifolia* dienen vor allem die Blattform und die Beschaffenheit des Blattrandes.[10]

Beschreibung

Die Arten der Gattung *Bergenia* wachsen als immergrüne bis sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen, die vorwiegend in mittleren und höheren Gebirgslagen Zentral- und Ostasiens beheimatet sind. Charakteristisch für das Erscheinungsbild ist die Bildung großer Bestände, die durch dicke, oft sehr flach streichende Rhizome entstehen. Die Laubblätter sind wechselständig in grundständigen Rosetten angeordnet und stehen halb aufrecht an kurzen Stielen. Anatomisch auffällig sind die einfachen, rundlichen Blattspreiten, die eine weichledrige, schwach fleischige Konsistenz aufweisen und durch einen Wachsüberzug glänzen. Die Blattspreiten erreichen Längen von 10 bis 40 cm sowie Breiten von 5 bis 20 cm, wobei der Blattrand glatt, gekerbt oder gezähnt ausgeführt sein kann. Die Blütenstände sind als Thyrsen organisiert, die sich aus wickeligen Teilblütenständen und Hochblättern zusammensetzen. Die relativ großen, auffälligen Blüten sind zwittrig und fünfzählig, wobei ein Blütenbecher (Hypanthium) ausgebildet ist. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen, während die fünf Kronblätter farblich von Weiß über Rosa bis hin zu Rot und Purpur variieren. Das Androeceum besteht aus zwei Kreisen mit je fünf Staubblättern. Die zwei Fruchtblätter sind einviertel-oberständig oder mittelständig und lediglich an ihrer Basis verwachsen, wobei zwei Griffel vorhanden sind. Aus der marginalen Plazentation mit vielen Samenanlagen entwickeln sich Kapselfrüchte, die zahlreiche kleine, dunkelbraune Samen enthalten. Historisch wurden die *Bergenia*-Arten früher taxonomisch in die Gattung Steinbrech (*Saxifraga*), Sektion *Megasea*, eingeordnet. Die Erstveröffentlichung des eigenständigen Gattungsnamens *Bergenia* erfolgte 1794 durch Conrad Moench in seinem Werk „Methodus Plantas Horti Botanici et Agri Marburgensis“, womit er den deutschen Mediziner und Botaniker Karl August von Bergen ehrte. Ein besonderes Merkmal, das im Englischen zum Trivialnamen „Pigsqueak“ führte, ist das quietschende Geräusch, das beim Aneinanderreiben der frischen Blätter entsteht.[1]

Verhalten

Das Wuchsverhalten der Bergenien (*Bergenia*) ist durch die vegetative Ausbreitung mittels dicker, oft sehr flach streichender Rhizome geprägt, wodurch die Pflanzen große Bestände bilden und ein ausgeprägtes Aggregationsverhalten zeigen.[1] Hinsichtlich der Interaktionen mit anderen Arten werden Bergenien häufig von Dickmaulrüsslern heimgesucht, die als Schädlinge auftreten. Die Fraßspuren dieser Käfer sind an den Blättern deutlich erkennbar, da diese typischerweise vom Rand her angefressen und ausgebuchtet werden.[11] Ein besonderes Merkmal, das auf der Oberflächenbeschaffenheit der Blätter beruht, ist die Erzeugung eines quietschenden Geräusches beim Aneinanderreiben frischer Laubblätter. Dieses akustische Phänomen führte im englischen Sprachraum zur Trivialbezeichnung „Pigsqueak“ (= Schweinequiek) für die Gattung.[6]

Ökologie

Die *Bergenia*-Arten besiedeln vorwiegend mittlere und höhere Gebirgslagen in den zentral- und ostasiatischen Gebirgen. Die vertikale Verbreitung erstreckt sich dabei von gemäßigten Gebieten bis in extreme Höhenlagen von 4800 Metern, wie beispielsweise bei *Bergenia purpurascens*. Als ausdauernde Pflanzen bilden sie mit ihren dicken, oft flach streichenden Rhizomen große, flächendeckende Bestände aus.[1] Hinsichtlich der Interaktionen mit Herbivoren werden Bergenien häufig von Dickmaulrüsslern heimgesucht. Der Befall durch diese Insekten äußert sich an den Pflanzen durch Blätter, die charakteristisch vom Rand her angefressen und ausgebuchtet sind.[11]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Als Zierpflanzen haben *Bergenia*-Arten eine hohe Bedeutung und finden Verwendung als frostharte Bodendecker oder Steingartenpflanzen in Parks und Gärten.[1] Aufgrund ihrer gärtnerischen Relevanz wurden sie in Deutschland im Jahr 2017 zur „Staude des Jahres“ gekürt.[13] Phytochemische Untersuchungen weisen in *Bergenia crassifolia* das Vorkommen von P-Arbutin nach.[5] Im englischsprachigen Raum ist die Bezeichnung „Pigsqueak“ (Schweinequiek) verbreitet, da frische Blätter beim Aneinanderreiben ein entsprechendes Geräusch erzeugen.[6] Ein bedeutender Schädling ist der Dickmaulrüssler, der *Bergenia*-Bestände gern heimsucht. Das Schadbild zeichnet sich durch angefressene und ausgebuchtete Blattränder aus.[14] In wissenschaftlichen Untersuchungen zur Wirtswahl von Rüsselkäfern in Hausgärten wurden *Bergenia*-Arten als präferierte Pflanzen identifiziert.[11]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung der *Bergenia*-Arten liegt vorrangig im Gartenbau, wo sie als frostharte Bodendecker und Zierstauden in Parks sowie Gärten kultiviert werden. Durch Züchtung entstanden zahlreiche Sorten und Hybriden, wie etwa *Bergenia* × *schmidtii*, die im Pflanzenhandel vertrieben werden. Die Relevanz der Gattung für den deutschen Zierpflanzenmarkt wurde durch die Auszeichnung zur „Staude des Jahres 2017“ unterstrichen. Als Wirtspflanzen können Bergenien jedoch wirtschaftliche Einbußen durch den Befall mit Dickmaulrüsslern erleiden, deren Fraßspuren an den Blatträndern den Zierwert mindern.[12] In der biochemischen Forschung ist die Art *Bergenia crassifolia* zudem als natürliche Quelle für den Stoff P-Arbutin von Interesse.[5]

Biologie & Lebenszyklus

Die *Bergenia*-Arten wachsen als ausdauernde, krautige Pflanzen, die je nach Art immergrün oder sommergrün sind. Vegetativ breiten sie sich über dicke, oft sehr flach im Boden streichende Rhizome aus, wodurch sie im Laufe der Zeit große, teppichartige Bestände bilden. Die in grundständigen Rosetten angeordneten Laubblätter besitzen eine weichledrige, schwach fleischige Konsistenz und sind durch einen Wachsüberzug glänzend. Die generatve Fortpflanzung erfolgt über zwittrige, fünfzählige Blüten, die in Thyrsen mit wickeligen Teilblütenständen organisiert sind. Es sind zwei Kreise mit je fünf Staubblättern sowie zwei Fruchtblätter vorhanden, die an der Basis verwachsen sind. Aus den Blüten entwickeln sich Kapselfrüchte, die eine Vielzahl kleiner, dunkelbrauner Samen enthalten.[1] Physiologisch ist die Gattung unter anderem durch das Vorkommen von P-Arbutin, beispielsweise in *Bergenia crassifolia*, charakterisiert.[5] Eine ökologische Interaktion besteht mit Dickmaulrüsslern, die *Bergenia*-Bestände heimsuchen können. Ein Befall durch diese Käfer ist an den typischen Fraßspuren zu erkennen, bei denen die Blätter vom Rand her angefressen und ausgebuchtet werden. Zudem neigen die Arten dazu, sich leicht miteinander zu kreuzen, was zur Bildung von Hybriden führt.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Die Gattung *Bergenia* ist ursprünglich in den Gebirgsregionen von Zentral- und Ostasien beheimatet. Das weite Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Afghanistan über den gesamten Himalaya-Bogen bis weit in die Volksrepublik China hinein. In China erreichen die Pflanzen ihre größte Diversität, da dort sieben Arten heimisch sind, von denen drei ausschließlich in dieser Region vorkommen. Darüber hinaus sind Vertreter der Gattung im nördlichen Korea, der nördlichen Mongolei sowie in Russland anzutreffen. So stammt beispielsweise die Herzblättrige Bergenie (*Bergenia cordifolia*) aus Russland, während die Dickblatt-Bergenie (*Bergenia crassifolia*) auch in Xinjiang verbreitet ist. Der bevorzugte Lebensraum der *Bergenia*-Arten umfasst vorwiegend mittlere und höhere Gebirgslagen. Die vertikale Verbreitung ist bemerkenswert und reicht oft bis in die alpine Zone. *Bergenia emeiensis* besiedelt beispielsweise Höhenlagen zwischen 1600 und 4200 Metern. Noch höher steigt die Purpurrötliche Bergenie (*Bergenia purpurascens*), die in Höhen von 2700 bis 4800 Metern Meereshöhe gedeiht. Die Himalaja-Bergenie (*Bergenia stracheyi*) ist an extreme Hochgebirgsbedingungen angepasst und wächst in Lagen von 3900 bis 4500 Metern. Manche endemische Arten wie *Bergenia tianquanensis* beschränken sich auf spezifische Höhengürtel, etwa zwischen 2200 und 3300 Metern in Sichuan. Das Verbreitungsgebiet von *Bergenia pacumbis* umfasst neben China auch Bhutan, das nordöstliche Indien, Nepal und Pakistan. *Bergenia scopulosa* ist ein Endemit, der nur im Qin Ling Gebirge im südlichen Shaanxi vorkommt.[1]

Saisonalität & Aktivität

Das öffentliche Interesse an *Bergenia spec.* zeigt im Jahresverlauf eine ausgeprägte Saisonalität, die sich in den Suchanfragen widerspiegelt. Die Daten weisen auf eine klare Fokussierung der Aufmerksamkeit in den Frühlingsmonaten hin. Der April markiert hierbei mit einem relativen Mittelwert von 43,05 den Höhepunkt der jährlichen Nachfrage. Bereits im März ist ein deutlicher Anstieg des Interesses zu verzeichnen, wobei ein Mittelwert von 34,77 erreicht wird. Diese Frühlingsmonate heben sich signifikant von der restlichen Zeit des Jahres ab und deuten auf die Hauptaktivitätsphase im öffentlichen Bewusstsein hin. Im starken Kontrast dazu steht die Winterperiode, in der die Relevanz der Pflanze minimal ist. Der Dezember bildet mit einem Wert von 1,64 den absoluten Tiefpunkt der Aktivität. Auch der Januar zeigt mit einem Wert von 4,52 kaum nennenswerte Suchaktivitäten. Diese Verteilung lässt darauf schließen, dass *Bergenia spec.* vor allem zu Beginn der Vegetationsperiode eine erhöhte Aufmerksamkeit erfährt.[8]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Gelnhausen

    20.12.2026

  • Deutschland

    03.11.2025

  • Deutschland

    23.10.2025

  • Trier, Rheinland-Pfalz, Deutschland

    09.10.2025

  • Siedlung - Epenwöhrden, 25704 Epenwöhrden, Deutschland

    25.09.2025

Daten: iNaturalist

Fonti e riferimenti

  1. Pan Jintang & Douglas E. Soltis: Bergenia. In: Flora of China. Band 8, 2001, S. 278.
  2. Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, 2018.
  3. Bund deutscher Staudengärtner: Staude des Jahres in Deutschland (Bergenien 2017).
  4. Conrad Moench: Methodus Plantas Horti Botanici et Agri Marburgensis : a staminum situ describendi. 1794, S. 664
  5. https://doi.org/10.3372/epolist2018
  6. Characteristics of the Pigsqueak Flower. In: bookrags.com
  7. Liste der Stauden des Jahres in Deutschland (Quelltext-Daten)
  8. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  9. Bibliographische Daten aus: PDF: bergenie
  10. Bibliographische Daten aus: PDF: bergenie-scientific
  11. I. Kramer, N. Bassangova, J. M. Grunder: Preferred plants of adult vine weevils and related species in Swiss home gardens. In: IFOAM 2000 Proceedings, S. 131.
  12. Wikipedia: Bergenien, Seite 3-4
  13. Wikipedia OCR Page 5: Staude des Jahres in Deutschland
  14. Wikipedia OCR Page 4: Sonstiges
  15. http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&taxon_id=103829