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bardana Arczio meno
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Tassonomia
Regno
Pflanzen (Plantae)
Phylum
Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine
Asterales (Asterales)
Famiglia
Asteraceae
Genere
Arctium
Specie
Arctium minus
Nome scientifico
Arctium minus (Hill) Bernh.
Nome accettato
Einleitung
Die **Kleine Klette** (*Arctium minus*) ist eine zweijährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), die ursprünglich in Eurasien und Nordafrika beheimatet ist.[1][2] Sie besiedelt als Ruderalpflanze bevorzugt gestörte, nährstoffreiche Standorte und gilt in eingeführten Gebieten wie Nordamerika als invasive Art, die mit der einheimischen Vegetation konkurriert.[3] Von der nah verwandten Großen Klette (*Arctium lappa*) unterscheidet sie sich primär durch ihre insgesamt geringere Wuchsgröße und die kleineren Blütenköpfe, die einen Durchmesser von 15 bis 25 Millimetern erreichen.[4]
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Attività stagionale
Sviluppo nel corso degli anni
Fakten (kompakt)
- Eine einzelne Pflanze kann zwischen 15.000 und 17.000 Samen produzieren, die im Boden über Jahre hinweg keimfähig bleiben. - Der Chromosomensatz der Art beträgt 2n = 36, was mit dem der verwandten Großen Klette (*Arctium lappa*) identisch ist. - Die Pfahlwurzel erreicht Längen von über 30 Zentimetern. - Taxonomisch wird die Pflanze innerhalb der Korbblütler der Unterfamilie Carduoideae und der Tribus Cardueae zugeordnet. - Junge Blätter, Stängel und Wurzeln der Kleinen Klette sind für den menschlichen Verzehr geeignet. - Zu den historischen Synonymen zählen unter anderem *Arctium pubens* und *Arctium nemorosum*. - Der Name *Arctium vulgare* wurde in nordamerikanischen Kontexten oft fälschlicherweise verwendet, bezieht sich dort jedoch meist präzise auf *Arctium minus*.[11]
Name & Einordnung
Der akzeptierte wissenschaftliche Name der Art lautet *Arctium minus* (Hill) Bernh. Diese Bezeichnung basiert auf dem Basionym *Lappa minor*, das 1762 von Hill beschrieben wurde, und wurde im Jahr 1800 von Johann Jakob Bernhardi in dessen Werk *Systematisches Verzeichniss der in der Nähe von Braunschweig wild wachsenden Pflanzen* validiert.[5] Der Gattungsname *Arctium* leitet sich vom griechischen Wort *arktos* (Bär) ab und spielt auf die rauen, stacheligen Blütenköpfe an, die an Bärenfell oder -klauen erinnern. Das Art-Epitheton *minus* entstammt dem Lateinischen, bedeutet „kleiner“ und dient der Abgrenzung zur morphologisch ähnlichen, aber größeren Großen Klette (*Arctium lappa*). Zu den dokumentierten Synonymen zählen *Arctium pubens* Bab., *Arctium chabertii* Briq. & Cavill. sowie der historisch oft fälschlich auf diese Art angewandte Name *Arctium vulgare*.[1] Innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae) wird die Art der Unterfamilie Carduoideae und der Tribus Cardueae zugeordnet. Phylogenetisch steht sie *Arctium lappa* sehr nahe, was sich auch in der identischen Chromosomenzahl von 2n=36 widerspiegelt.[2] Im deutschsprachigen Raum ist die Pflanze primär als Kleine Klette bekannt. Im Englischen sind Trivialnamen wie „lesser burdock“, „common burdock“ oder „beggar's buttons“ verbreitet, wobei letzterer auf die an Kleidung haftenden Klettenfrüchte anspielt. Weitere internationale Bezeichnungen umfassen „petite bardane“ im Französischen, „lampazo menor“ im Spanischen sowie „łopian mniejszy“ im Polnischen.[3]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Arctium minus ist eine zweijährige krautige Pflanze, die im zweiten Jahr einen aufrechten, verzweigten Wuchs mit Wuchshöhen von 1 bis 1,8 Metern erreicht.[2][4] Die kräftigen Stängel sind hohl, gefurcht und mit kurzen, steifen Haaren bedeckt. Im ersten Jahr bildet die Pflanze eine grundständige Rosette aus großen, eiförmigen Blättern, die 30 bis 60 cm lang und 15 bis 35 cm breit werden können. Die Blattstiele der Grundblätter sind hohl, stängelumfassend und erreichen eine Länge von 15 bis 50 cm. Die Blattränder sind gewellt und grob gezähnt, wobei die Blattoberseite grün und spärlich behaart, die Unterseite hingegen wollig mit kurzen Haaren besetzt ist. Die oberen Stängelblätter sind kleiner, lanzettlich geformt und sitzen zum oberen Ende der Pflanze hin zunehmend direkt am Stängel. Der Blütenstand besteht aus kugelförmigen Blütenkörbchen mit einem Durchmesser von 1,5 bis 2,5 cm, die in endständigen Schirmrispen oder Trauben angeordnet sind. Jedes Köpfchen besitzt eine Hülle aus linearen Hochblättern mit fein gezähnten Rändern und nach innen gebogenen, hakenförmigen Spitzen, welche die charakteristischen Kletten bilden. Die Blütenkörbchen enthalten keine Zungenblüten, sondern 20 bis 50 purpurfarbene bis rosafarbene Röhrenblüten. Die Früchte sind dunkelbraune, längliche Achänen von 5 bis 8 mm Länge, die einen Pappus aus 1 bis 3,5 mm langen Borsten tragen.[4] Unterirdisch bildet die Art eine verdickte, fleischige Pfahlwurzel aus, die über 30 cm lang werden kann.[2] Von der nah verwandten Großen Klette (*Arctium lappa*) unterscheidet sich *Arctium minus* primär durch die kleineren Blütenkörbchen (15–25 mm), während diese bei *A. lappa* einen Durchmesser von über 25 mm erreichen. Zudem zeichnet sich *Arctium minus* im Vergleich durch schmalere Blätter und eine insgesamt geringere Wuchsgröße aus.[4]
Beschreibung
Arctium minus, im Deutschen als Kleine Klette bekannt, ist eine zweijährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (*Asteraceae*), die sich durch ihre hakenbewehrten Fruchtstände und ihren kräftigen Wuchs auszeichnet.[2][4] Der Lebenszyklus der Art ist strikt in zwei Phasen unterteilt: ein vegetatives Rosettenstadium im ersten Jahr und eine generative Blühphase im zweiten Jahr. Initial bildet die Pflanze eine bodennahe Rosette aus großen, herzförmigen Blättern und eine fleischige, tiefreichende Pfahlwurzel, die als primäres Speicherorgan für Kohlenhydrate dient. Diese Energiereserve ermöglicht das Überleben im Winter und unterstützt das rasche Austreiben des bis zu 1,8 Meter hohen, verzweigten und behaarten Blütenstängels im folgenden Frühsommer. Ein charakteristisches anatomisches Merkmal sind die hohlen Blattstiele, die bereits im vegetativen Stadium eine Unterscheidung von ähnlichen Arten ermöglichen. Die Pflanze ist monokarp, stirbt also nach der einmaligen Samenbildung und Seneszenz im Herbst des zweiten Jahres ab. Die kugelförmigen Blütenköpfe bestehen aus purpurroten bis rosafarbenen Röhrenblüten, die von Hüllblättern mit hakenförmigen Spitzen umgeben sind.[2] Diese Haken stellen eine hochspezialisierte Anpassung an die Zoochorie dar, indem sie sich im Fell von Tieren oder an Kleidung verhaken und so den Samentransport über weite Distanzen sichern.[2][3] Obwohl die Blüten von Insekten wie Bienen bestäubt werden, ist *Arctium minus* selbstkompatibel und kann auch isoliert durch Autogamie erfolgreich Samen ansetzen. Eine einzelne Pflanze besitzt ein enormes Reproduktionspotenzial und kann zwischen 6.000 und über 18.000 Samen produzieren, die im Boden bis zu drei Jahre keimfähig bleiben.[2] Im Vergleich zur nah verwandten Großen Klette (*Arctium lappa*) bleibt *Arctium minus* insgesamt kleiner und bildet deutlich geringere Blütendurchmesser von 15 bis 25 Millimetern aus.[2][7] Historisch wurde die Art aufgrund dieser Größenunterschiede und ihrer spezifischen ökologischen Nische taxonomisch von *A. lappa* abgegrenzt, wobei sie oft trockenere Standorte toleriert.[2][7] In ihrem Lebensraum tritt die Art als konkurrenzstarke Ruderalpflanze auf, die durch ihre großen Grundblätter den Boden beschattet und so andere Vegetation verdrängen kann. Die Pfahlwurzel verleiht der Pflanze nach der Etablierung eine hohe Trockenheitstoleranz, wodurch sie auch auf verdichteten oder gestörten Böden gedeihen kann.[3] Nach der Reife verholzen die Stängel oft und bleiben als trockene Strukturen über den Winter stehen, was die Samenverbreitung über einen längeren Zeitraum begünstigt.[2]
Verhalten
Das Verhalten von *Arctium minus* ist durch eine zweijährige Lebensstrategie geprägt, bei der im ersten Jahr eine vegetative Rosette gebildet wird, bevor im zweiten Jahr das Schossen des Blütenstängels erfolgt.[2] Die Pflanze verhält sich im Wettbewerb um Ressourcen aggressiv, indem sie durch ihre großen Grundblätter native Vegetation beschattet und verdrängt.[3] Durch den intensiven Entzug von Bodenfeuchtigkeit, Nährstoffen und Licht entstehen unter reifen Pflanzen oft kahle Bodenstellen, die eine weitere Etablierung eigener Sämlinge begünstigen.[3][8] Reproduktionsbiologisch ist die Art selbstkompatibel (autogam), was eine effektive Selbstbestäubung auch bei isolierten Exemplaren ermöglicht. Ergänzend findet eine Interaktion mit Insekten wie Bienen statt, die zur Fremdbestäubung beitragen.[2] Als zentrale Verhaltensanpassung zur Ausbreitung nutzt die Klette die Zoochorie, wobei sich die hakenförmigen Hüllblätter der Blütenköpfe im Fell von Tieren verfangen, um über weite Distanzen transportiert zu werden.[2][3] Diese physische Interaktion kann für Tiere belastend sein, da die Kletten das Fell verfilzen, die Haut reizen oder bei Nutztieren die Wolle verunreinigen können. Zur Überdauerung ungünstiger Bedingungen nutzt die Pflanze eine tiefe Pfahlwurzel als Speicherorgan, um Trockenperioden und die Winterruhe zu überstehen.[2] Die Samen zeigen ein Dormanzverhalten von ein bis drei Jahren und keimen bevorzugt in gestörten, offenen Habitaten.[2][3]
Ökologie
Arctium minus besiedelt bevorzugt gestörte, offene Habitate wie Wegränder, Weiden, Brachflächen und Waldränder, wo Bodenstörungen die Keimung begünstigen. Die Art präferiert stickstoffreiche, lehmige oder tonige Böden mit einem pH-Wert von 6,0 bis 8,0 und benötigt volle Sonne bis Halbschatten, wobei sie tiefen Schatten meidet. Obwohl sie feuchte bis mesische Böden bevorzugt, ermöglicht die tiefe Pfahlwurzel etablierten Pflanzen eine hohe Toleranz gegenüber Trockenheit und den Zugriff auf tieferliegende Wasserreserven.[2] Durch ihre großen Basalblätter beschattet die Pflanze die Umgebung stark und verdrängt heimische Vegetation durch den Entzug von Licht, Wasser und Nährstoffen.[3] Diese Konkurrenz führt oft zur Entstehung kahler Bodenstellen, die Erosion begünstigen und weiteren Keimlingen Platz bieten.[8] In ruderalen Pflanzengesellschaften tritt sie häufig vergesellschaftet mit anderen Arten wie Taraxacum officinale und Cirsium arvense auf. Die Fortpflanzung erfolgt sexuell, wobei die Art selbstkompatibel ist, aber auch durch Insekten wie Bienen fremdbestäubt wird, was die genetische Vielfalt erhöht.[2] Ökologisch bedeutsam ist die Zoochorie, bei der die widerhakigen Fruchtstände im Fell von Tieren haften und so eine Ausbreitung über große Distanzen ermöglichen. Zudem fungiert Arctium minus als Sekundärwirt für Pflanzenpathogene wie den Echten Mehltau, was landwirtschaftliche Kulturen in der Nähe gefährden kann.[3]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Arctium minus tritt sowohl als traditionelle Heilpflanze als auch als problematisches Unkraut in Landwirtschaft und Naturschutz auf.[4][3] In Regionen wie Nordamerika und Australien wird die Art als invasiv eingestuft, da sie durch Beschattung mittels großer Basalblätter und Ressourcenkonkurrenz die native Vegetation verdrängt.[3] Ein erhebliches Schadpotenzial besteht in der Viehwirtschaft, da sich die widerhakenbesetzten Kletten im Fell von Tieren verfangen, was die Wollqualität mindert und bei Verzehr den Geschmack von Milch beeinträchtigen kann.[2][3] Zudem fungiert die Pflanze als Sekundärwirt für Pflanzenkrankheiten wie Echten Mehltau, wodurch landwirtschaftliche Kulturen in der Nähe gefährdet werden können. Gesundheitlich ist relevant, dass der Kontakt mit den Kletten Hautreizungen verursachen kann und bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen wie Kontaktdermatitis möglich sind.[3] Präventive Maßnahmen konzentrieren sich auf die Früherkennung der vegetativen Rosetten im ersten Jahr sowie die strikte Vermeidung der Samenbildung im zweiten Jahr.[8] Da die Samen im Boden eine Lebensdauer von ein bis drei Jahren aufweisen, ist ein mehrjähriges Monitoring befallener Flächen erforderlich.[3] Zur mechanischen Bekämpfung kleinerer Bestände eignet sich das vollständige Ausgraben der tiefen Pfahlwurzel, um einen Wiederaustrieb zu verhindern.[9] Auf größeren Flächen verhindert wiederholtes Mähen vor der Blüte effektiv den Samenansatz, führt jedoch nicht zwingend zum sofortigen Absterben der Pflanze.[3] Eine chemische Bekämpfung mit Herbiziden wie Glyphosat oder Clopyralid zeigt die größte Wirkung bei Anwendung auf die Rosetten im ersten Wachstumsjahr.[8] Biologische Bekämpfungsmethoden sind aufgrund des zweijährigen Lebenszyklus und fehlender spezialisierter Nützlinge derzeit nur begrenzt verfügbar.[10] In Gebieten wie Ontario oder US-Bundesstaaten wie Wisconsin gelten spezifische Managementrichtlinien, um die Ausbreitung in empfindliche Ökosysteme zu unterbinden.[8][3]
Wirtschaftliche Bedeutung
Die wirtschaftliche Bedeutung von *Arctium minus* liegt primär in ihrer Rolle als schädliches Unkraut in der Landwirtschaft und Viehzucht, wo sie signifikante Qualitätsminderungen verursacht. Ein Hauptproblem stellt die Verunreinigung von Schafwolle durch die widerhakenbesetzten Fruchtstände dar, welche sich im Vlies verfangen und dessen Marktwert sowie Verarbeitbarkeit herabsetzen. Bei Weidetieren führen die anhaftenden Kletten zu Hautreizungen, während der Verzehr der Pflanze durch das Vieh den Geschmack der Milch beeinträchtigen kann.[2] In landwirtschaftlichen Kulturen tritt die Art als Konkurrent auf, der durch große Blätter und ein tiefes Wurzelsystem Bodenressourcen wie Wasser und Nährstoffe entzieht und so die Erträge von Futterpflanzen mindert.[3] Darüber hinaus fungiert *Arctium minus* als Sekundärwirt für pflanzenpathogene Erreger wie den Echten Mehltau, wodurch das Infektionsrisiko für benachbarte Nutzpflanzenbestände steigt.[2] Die Bekämpfung verursacht betriebswirtschaftliche Kosten, da mechanische Methoden wie das Ausgraben der Pfahlwurzel oder der Einsatz von Herbiziden notwendig sind, um die langlebige Samenbank im Boden zu kontrollieren.[8] In Teilen der USA und Kanadas wird die Pflanze als invasiv eingestuft, was staatliche Managementprogramme und entsprechende Ausgaben für die Landschaftspflege nach sich zieht.[3] Eine positive, wenngleich nischenhafte wirtschaftliche Relevanz besitzt die Art im Bereich der Wildkräuterküche und Ethnobotanik, wo Wurzeln und Stängel ähnlich der Großen Klette (*Arctium lappa*) verwertet werden.[4] Pharmazeutisch ist die Pflanze aufgrund enthaltener Bioaktiva wie Arctigenin und Polyphenole von Interesse, wird jedoch seltener kommerziell kultiviert als verwandte Arten.[4][3]
Biologie & Lebenszyklus
*Arctium minus* ist eine zweijährige, monokarpe Pflanze, die ihren Lebenszyklus über zwei Vegetationsperioden vollendet und nach der Samenbildung abstirbt. Im ersten Jahr keimen die Samen typischerweise Mitte April und bilden eine vegetative Rosette, wobei eine fleischige Pfahlwurzel angelegt wird, die als primäres Speicherorgan für Kohlenhydrate dient. Diese Energiereserven sind essenziell für die Überwinterung als ruhende Rosette und das Wachstum im Folgejahr. Nach der Vernalisation im Winter induziert der Kältereiz das Schossen (Bolting) von Anfang bis Mitte Juni des zweiten Jahres, gefolgt von einem rapiden Stängelwachstum auf bis zu 1,8 Meter. Die Blütezeit beginnt Ende Juni, erreicht ihren Höhepunkt zwischen Mitte Juli und Anfang August und kann vereinzelt bis in den September andauern. Die Fortpflanzung erfolgt ausschließlich sexuell über Samen; die Art ist selbstkompatibel (autogam), profitiert jedoch auch von Fremdbestäubung durch Insekten wie Bienen. Ein einzelnes Individuum kann zwischen 338 und 612 Blütenköpfe produzieren, wobei jeder Kopf etwa 26 bis 41 lebensfähige Achänen enthält. Dies resultiert in einer enormen Samenproduktion von 6.000 bis über 18.000 Samen pro Pflanze. Die Verbreitung der Samen (Zoochorie) wird durch die hakenförmigen Hüllblätter der Fruchtstände ermöglicht, die sich im Fell von Tieren oder an Kleidung verhaken.[3][2] Samen erreichen Keimraten von 90–95 % unter optimalen Bedingungen bei Tagestemperaturen von 21–26 °C und Nachttemperaturen von 11–16 °C.[2] Eine Kältestratifikation ist für die Keimung nicht erforderlich, jedoch weisen die Samen eine kurzzeitige Dormanz auf und bleiben im Boden 1 bis 3 Jahre lebensfähig.[2][8] Für die Entwicklung bevorzugt *Arctium minus* stickstoffreiche, lehmige oder tonige Böden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 8,0. Die tiefe Pfahlwurzel ermöglicht etablierten Pflanzen eine ausgeprägte Trockentoleranz, während die Rosetten im Winter Temperaturen bis zu -34 °C (USDA Zone 3) überstehen können.[2][3] Ökologisch tritt die Art als Sekundärwirt für Pflanzenpathogene wie Echten Mehltau auf, was landwirtschaftliche Kulturen in der Nähe beeinträchtigen kann.[3]
Vorkommen & Lebensraum
Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Arctium minus* umfasst die gemäßigten Zonen Eurasiens sowie Nordafrika. In Europa ist die Art flächendeckend vertreten und reicht von Skandinavien und dem Baltikum im Norden bis in den Mittelmeerraum einschließlich der Iberischen Halbinsel und des Balkans. Nach Osten erstreckt sich das Areal über das europäische Russland bis nach Westasien, wo Vorkommen im Kaukasus, in Anatolien sowie im Iran und Afghanistan dokumentiert sind. In Nordafrika besiedelt die Pflanze vorwiegend küstennahe und semiaride Gebiete des Maghreb, etwa in Marokko und Algerien.[1] Als Neophyt wurde die Kleine Klette bereits im 17. Jahrhundert unbeabsichtigt nach Nordamerika eingeschleppt.[4] Heute ist sie dort in allen kanadischen Provinzen und fast allen US-Bundesstaaten eingebürgert, wobei sie in Regionen wie Wisconsin oder Montana als invasiv gilt.[4][3] Weitere anthropogene Vorkommen etablierten sich in Südamerika, Australien und Neuseeland.[1] *Arctium minus* besiedelt primär gestörte, offene Habitate, die oft durch menschliche Aktivitäten geprägt sind.[2] Zu den typischen Standorten zählen Wegränder, Brachflächen, Weiden, Zäune und Hofbereiche.[4] Die Art bevorzugt nährstoffreiche, insbesondere stickstoffhaltige Lehm- oder Tonböden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 8,0. Sie gedeiht am besten an sonnigen bis halbschattigen Plätzen und toleriert mäßige Bodenverdichtung. Auch an Waldrändern und Flussufern ist die Pflanze zu finden, sofern kein tiefer Schatten herrscht. Die vertikale Verbreitung reicht in den nativen Arealen von der Ebene bis in Höhenlagen von etwa 1.500 Metern. Die Ausbreitung entlang von Verkehrswegen und Pfaden wird maßgeblich durch die klettenartigen Fruchtstände begünstigt, die im Fell von Tieren oder an Kleidung haften.[2]
Saisonalität & Aktivität
*Arctium minus* ist eine zweijährige Pflanze, deren Lebenszyklus sich über zwei Vegetationsperioden erstreckt und ausschließlich durch Samenreproduktion vollzogen wird. Die Keimung erfolgt im zeitigen Frühjahr, typischerweise ab Mitte April, woraufhin sich im ersten Jahr eine vegetative Blattrosette bildet. Diese Rosette überwintert in einem Ruhestadium, wobei die Art extrem kältetolerant ist und Wintertemperaturen bis zu -34 °C übersteht. Im zweiten Jahr löst die Vernalisation im frühen bis mittleren Juni das Schossen des Stängels aus, der rasch an Höhe gewinnt. Die Blütezeit beginnt Ende Juni, erreicht ihren Höhepunkt zwischen Mitte Juli und Anfang August und kann vereinzelt bis in den September andauern. Nach der Bestäubung und der Samenreife im September stirbt die monokarpe Pflanze ab. Für die Keimung sind wechselnde Temperaturen optimal, wobei Werte von 21–26 °C am Tag und 11–16 °C in der Nacht bevorzugt werden. Die Samen weisen eine kurzzeitige Dormanz auf und bleiben im Boden für ein bis drei Jahre keimfähig, was die Bildung einer persistenten Samenbank ermöglicht.[2] Ergänzend zu den biologischen Aktivitätsphasen im Sommer zeigt das öffentliche Suchinteresse an der „Klette“ einen statistischen Schwerpunkt in den Monaten Februar und März.[6]
Fonti e riferimenti
- https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:178406-1
- https://plants.ces.ncsu.edu/plants/arctium-minus/
- https://www.invasive.org/species/subject.cfm?sub=5140
- https://floranorthamerica.org/Arctium_minus
- http://dev.floranorthamerica.org/Arctium_minus
- Aggregierte Suchinteresse-Daten: Klette (DE), Zeitreihe 2024-2026
- https://nwwildflowers.com/compare/?source=WA&t=Arctium%2Bminus%2C%2BArctium%2Blappa
- https://www.ontarioinvasiveplants.ca/wp-content/uploads/2024/10/OIPC_BMP_Burdock_Oct302024_D6_FINAL_WEB.pdf
- https://extension.wsu.edu/whitman/2013/11/common-burdock/
- https://fviss.ca/invasive-plant/common-burdock
- Literaturzusammenfassung: Arctium minus