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Corbezzolo Arbutus unedo
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Tassonomia
Regno
Pflanzen (Plantae)
Phylum
Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine
Ericales (Ericales)
Famiglia
Ericaceae
Genere
Arbutus
Specie
Arbutus unedo
Nome scientifico
Arbutus unedo L.
Nome accettato
Einleitung
Der **Erdbeerbaum** (*Arbutus unedo*) ist ein immergrüner Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae), dessen natürliches Verbreitungsgebiet den Mittelmeerraum sowie disjunkte Populationen in Irland umfasst.[1][2] Charakteristisch ist die Phänologie der Art, bei der aufgrund einer einjährigen Fruchtreife die neuen, urnenförmigen Blüten zeitgleich mit den reifen, erdbeerähnlichen roten Beeren am Zweig stehen.[2] Die ökologisch anpassungsfähige und als nicht gefährdet geltende Spezies besiedelt bevorzugt felsige Hänge oder Macchia und wird wegen ihres ganzjährigen Zierwerts kultiviert.[2][3]
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Attività stagionale
Sviluppo nel corso degli anni
Fakten (kompakt)
- In der traditionellen Medizin werden Blätter und Früchte als Diuretika und Antiseptika sowie zur Behandlung von Harnwegsbeschwerden genutzt. - Phytochemische Analysen identifizierten antioxidative und entzündungshemmende Verbindungen in der Pflanze, darunter Arbutin und Flavonoide. - Trotz der Essbarkeit kann der übermäßige Verzehr der Früchte aufgrund des Tanningehalts zu Magen-Darm-Verstimmungen führen. - Die Art spielt eine ökologische Rolle bei der Regeneration der Vegetation nach Feuern in brandgefährdeten mediterranen Ökosystemen. - Phylogenetische Untersuchungen deuten darauf hin, dass die altweltlichen *Arbutus*-Arten eine eigene Klade bilden, deren Trennung von neuweltlichen Verwandten durch Kontinentaldrift erklärt wird. - Molekulare Datierungen schätzen die Divergenz der Linie auf einen Zeitraum vor etwa 20 bis 30 Millionen Jahren. - Fossile Pollenfunde belegen die Präsenz der Gattung im Mittelmeerraum seit dem späten Pliozän, während Makrofossilien im Pleistozän auftreten. - Innerhalb der Familie Ericaceae wird *Arbutus unedo* der Unterfamilie Arbutoideae zugeordnet und steht genetisch der Gattung *Arctostaphylos* nahe, ist jedoch von *Erica* und *Calluna* weit entfernt. - Ein historisches Synonym für die Art ist *Arbutus pavarii*, das 1936 von Pampanini im *Archivio Botanico* beschrieben wurde.[10]
Name & Einordnung
Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Art unter dem Namen *Arbutus unedo* erfolgte am 1. Mai 1753 durch Carl von Linné im ersten Band seines Werkes *Species Plantarum*.[2][4] Der Gattungsname *Arbutus* entspricht der lateinischen Bezeichnung, die bereits von den Römern für diese Gehölze verwendet wurde.[3] Das Art-Epitheton *unedo* leitet sich von der lateinischen Phrase *unum edo* („ich esse eins“) ab, eine Etymologie, die Plinius dem Älteren in seiner *Naturalis historia* zugeschrieben wird.[3][2] Diese Bezeichnung spielt auf den leicht adstringierenden Geschmack der Früchte an, der dazu verleiten soll, nur eine einzige Beere zu verzehren. Systematisch gehört *Arbutus unedo* zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und wird dort in die Unterfamilie Arbutoideae gestellt. Phylogenetische Analysen ordnen die Art einer Klade altweltlicher Spezies zu, die sich biogeographisch von den neuweltlichen Verwandten unterscheidet und eine Nähe zur Gattung *Arctostaphylos* aufweist.[2] Zu den historischen Synonymen zählen *Arbutus pavarii* Pamp. (1936), beschrieben anhand sizilianischer Exemplare, sowie *Arbutus procumbens* Kluk ex Besser für niederliegende Wuchsformen.[3] Frühere Varietäten wie die rotblühende *Arbutus unedo* var. *rubra* Aiton (1789) werden in aktuellen Datenbanken wie *Plants of the World Online* meist nicht mehr als eigenständige Taxa geführt, da Merkmale wie die Blütenfarbe oft umweltbedingt variieren.[3][5] Im Deutschen ist der Trivialname „Erdbeerbaum“ etabliert, der auf die optische Ähnlichkeit der kugelförmigen, roten Früchte mit Erdbeeren verweist.[3] International ist die Art unter anderem als „Strawberry tree“ (Englisch), „Corbezzolo“ (Italienisch) und „Madroño“ (Spanisch) bekannt.[2][6]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Arbutus unedo wächst als immergrüner Strauch oder kleiner Baum mit einer mehrstämmigen, rundlichen bis vasenförmigen Gestalt.[3][1] Die Art erreicht typischerweise Wuchshöhen von 2,4 bis 4,6 Metern, wobei außergewöhnliche Exemplare bis zu 10 Meter hoch werden können.[3] Ein charakteristisches Bestimmungsmerkmal ist die dunkel rotbraune, dünne Rinde, die sich kontinuierlich in unregelmäßigen Schuppen oder Fetzen ablöst und eine glattere, rötliche innere Schicht freilegt.[3][1] Die wechselständig angeordneten, einfachen Laubblätter sind elliptisch bis verkehrt-eiförmig oder lanzettlich geformt. Sie messen 5 bis 10 cm in der Länge sowie weniger als 2,5 cm in der Breite und sitzen an kurzen, etwa 6 mm langen roten Blattstielen.[3] Die ledrigen Blätter sind auf der Oberseite glänzend dunkelgrün und unterseits blasser gefärbt, mit gesägten Rändern. Die urnen- oder glockenförmigen Blüten sind 6 bis 9 mm lang, weiß bis blassrosa gefärbt und besitzen zurückgebogene Lappen.[3][2] Diese stehen in etwa 5 cm langen, hängenden endständigen Rispen zusammen und blühen primär im Herbst von Oktober bis Dezember.[3] Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich kugelförmige Beeren mit einem Durchmesser von 1 bis 2 cm, die bei Reife eine rote Färbung annehmen.[3][2] Aufgrund einer Reifezeit von etwa 12 Monaten treten reife Früchte und neue Blüten oft gleichzeitig an denselben Zweigen auf. Die Früchte erinnern optisch an Erdbeeren und enthalten zahlreiche kleine Samen, die in ein mehliges Fruchtfleisch eingebettet sind.[3] An der Basis bildet die Pflanze Lignotuber (verholzte Verdickungen), die eine vegetative Regeneration nach Störungen wie Feuer ermöglichen.[2] Das Wurzelsystem zeichnet sich durch eine tiefe Pfahlwurzel aus, die das Überleben in trockenen Böden unterstützt.[1] Zur Abgrenzung wurde historisch die Varietät Arbutus unedo var. rubra beschrieben, die sich durch tiefrosa Blütenkronen auszeichnet, jedoch taxonomisch oft nicht mehr als eigenständig betrachtet wird.[5]
Beschreibung
Der Erdbeerbaum (*Arbutus unedo*) ist ein immergrünes Gehölz, das als charakteristisches Element der mediterranen Macchie und küstennahen Wälder gilt.[3][2] Im natürlichen Habitat wächst die Art meist als mehrstämmiger Strauch oder kleiner Baum mit einer abgerundeten bis vasenförmigen Krone, wobei sie typischerweise Höhen von 5 bis 10 Metern erreicht. Ein herausragendes Merkmal ist die rötlich-braune Rinde, die sich kontinuierlich in dünnen Schuppen oder Fetzen ablöst und dem Stamm im Alter eine malerische, texturierte Oberfläche verleiht. Anatomisch ist die Pflanze durch ledrige, sklerophylle Blätter an die Sommertrockenheit des Mittelmeerklimas angepasst, was den Wasserverlust durch Transpiration minimiert.[2] Eine spezialisierte Anpassung an die nährstoffarmen, oft sauren Böden ist die Ausbildung arbutoider Mykorrhiza, einer Symbiose mit Pilzen, die die Aufnahme von Phosphor und Stickstoff signifikant verbessert.[4] Zudem besitzt *Arbutus unedo* Lignotuber (verholzte Überdauerungsorgane an der Stammbasis), die reich an Kohlenhydraten sind und nach Waldbränden einen raschen vegetativen Wiederaustrieb ermöglichen.[2] Die phänologische Besonderheit der Art liegt in ihrem ungewöhnlichen Reproduktionszyklus: Die urnenförmigen Blüten erscheinen im Herbst bis Winter, während die Früchte volle 12 Monate zur Reifung benötigen.[7] Dies führt zu dem visuell auffälligen Phänomen, dass neue weiße bis rosafarbene Blüten und die reifen roten Früchte des Vorjahres gleichzeitig am selben Ast hängen.[3] Die Entwicklung vom Keimling zur blühfähigen Pflanze verläuft langsam; Sämlinge benötigen oft 2 bis 3 Jahre bis zur ersten Blüte und etablieren sich schwerfällig aufgrund physikalischer und physiologischer Dormanz der Samen. Im Gegensatz zu zweihäusigen Pflanzen trägt jedes Individuum zwittrige Blüten, die reichlich Nektar produzieren und auf Insektenbestäubung angewiesen sind, während die Samenverbreitung primär durch Vögel (Endozoochorie) erfolgt. Phylogenetische Analysen zeigen, dass *Arbutus unedo* innerhalb der Unterfamilie Arbutoideae eng mit der Gattung *Arctostaphylos* verwandt ist, jedoch genetisch eine deutliche Trennung von den neuweltlichen *Arbutus*-Arten aufweist, was auf eine alte biogeographische Aufspaltung hindeutet.[2] Historisch wurde die Art bereits von Carl von Linné 1753 in *Species Plantarum* erstbeschrieben.[5] Der spezifische Artname *unedo* geht auf Plinius den Älteren zurück und leitet sich von der lateinischen Phrase „unum edo“ (ich esse einen) ab, was auf den adstringierenden Geschmack der Früchte anspielt, der trotz des attraktiven Aussehens vom übermäßigen Verzehr abhält.[2]
Verhalten
Arbutus unedo zeigt eine ausgeprägte Phänologie, bei der neue Blüten und reife Früchte gleichzeitig am Baum erscheinen, da die Fruchtreife ein ganzes Jahr beansprucht.[3][2] Die Blütezeit im Herbst und Winter bietet eine wichtige zeitliche Nische für Bestäuber wie *Apis mellifera* und Schmetterlinge, wenn andere Nahrungsquellen limitiert sind.[2][7] Die Ausbreitung der Samen erfolgt primär durch Endozoochorie, wobei Vögel wie Rotkehlchen (*Erithacus rubecula*) und Drosseln die roten Beeren verzehren.[2] Um in nährstoffarmen Böden zu bestehen, geht die Pflanze eine symbiotische Verbindung in Form der arbutoiden Mykorrhiza ein, die die Aufnahme von Phosphor und Stickstoff verbessert.[4][2] Als Anpassung an feuergefährdete Habitate nutzt der Strauch Lignotuber, um nach Bränden vegetativ durch Stockausschlag zu regenerieren.[2][1] Diese Regenerationsfähigkeit ermöglicht es *Arbutus unedo*, krautige Konkurrenten in der frühen Sukzessionsphase nach Störungen zu verdrängen. Chemische Abwehrmechanismen umfassen einen hohen Tanningehalt in den Früchten, dessen adstringierende Wirkung den übermäßigen Verzehr durch Fressfeinde begrenzen kann.[2] In eingeführten Gebieten wie den australischen Adelaide Hills zeigt die Art invasives Verhalten, indem sie aus Gärten in städtisches Buschland vordringt.[8][2]
Ökologie
*Arbutus unedo* fungiert als wichtige Nektar- und Pollenquelle für Bestäuber wie die Honigbiene (*Apis mellifera*) und Schmetterlinge, da die Blütezeit im Herbst und Winter eine kritische zeitliche Nische füllt, wenn andere Ressourcen knapp sind. Die Früchte reifen im Folgejahr und dienen Vögeln wie Rotkehlchen (*Erithacus rubecula*), Drosseln (*Turdus* spp.) und Staren (*Sturnus vulgaris*) sowie Kleinsäugern als Nahrung, wodurch die Samen via Endozoochorie verbreitet werden.[2] Für das Überleben auf nährstoffarmen, sauren Böden bildet die Art arbutoide Mykorrhizen aus, eine symbiotische Assoziation mit Pilzen der Abteilungen Ascomycota und Basidiomycota. Diese Pilzpartner verbessern signifikant die Aufnahme von Phosphor und Stickstoff und erhöhen die Toleranz gegenüber Wasserstress durch ein erweitertes Hyphennetzwerk.[4] In feuergefährdeten Ökosystemen profitiert der Erdbeerbaum von Lignotubern, verholzten Verdickungen an der Basis, die Kohlenhydrate speichern. Diese Organe ermöglichen nach Bränden einen raschen Wiederaustrieb, wobei Überlebensraten von über 80 % innerhalb eines Jahres dokumentiert wurden. Durch diese vegetative Regeneration kann sich *Arbutus unedo* in der frühen Sukzession von Maquis-Gesellschaften erfolgreich gegen krautige Konkurrenten durchsetzen. Zu den natürlichen Gegenspielern zählen Blattminierer wie die Larven der Zwergmotten (*Stigmella* spp.) sowie Wurzelpathogene der Gattung *Phytophthora*, die besonders auf staunassen Standorten Wurzelfäule verursachen. Klimatisch ist die Pflanze an mediterrane Zyklen mit milden, feuchten Wintern und trockenen Sommern angepasst, wobei sklerophylle Blätter und tiefe Wurzelsysteme die Dürreresistenz sichern.[2]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Arbutus unedo gilt primär als ökologisch wertvolles Gehölz und Nützling, das Bestäubern in nahrungsarmen Jahreszeiten Nektar bietet, kann jedoch in bestimmten Regionen wie Südaustralien invasives Verhalten zeigen.[2][8] Die größte phytopathologische Bedrohung stellen Wurzel- und Kronenfäulen durch Phytophthora-Arten wie P. cinnamomi und P. cryptogea dar, die durch Staunässe begünstigt werden. Typische Schadbilder umfassen Welkeerscheinungen, dunkle Läsionen an der Basis sowie das Absterben der Pflanze, was insbesondere in Baumschulen zu hohen Ausfällen führen kann. Blattfleckenkrankheiten, verursacht durch Erreger wie Elsinoë mattiroloanum oder Colletotrichum-Arten (Anthracnose), manifestieren sich als braune Flecken mit rötlich-violetten Rändern und können vorzeitigen Blattfall auslösen. Zu den tierischen Schädlingen zählen Blattläuse und Schildläuse, deren Honigtauausscheidungen das Wachstum von Rußtaupilzen fördern und die Vitalität durch Saftentzug schwächen. Seit 2014 wird in Kalifornien vermehrt Befall durch Miniermotten (Stigmella spp.) beobachtet, deren Larven serpentinenartige Minen in den Blättern hinterlassen und Triebsterben verursachen.[2][9] Medizinisch ist die Art relevant, da die Blätter Arbutin enthalten, das im Körper zu Hydrochinon metabolisiert wird und bei langfristiger Einnahme Leber oder Nieren schädigen kann.[2][4] Die Früchte sind essbar, können jedoch aufgrund des hohen Tanningehalts bei übermäßigem Verzehr gastrointestinale Beschwerden oder Übelkeit hervorrufen. Präventive Maßnahmen im integrierten Pflanzenschutz konzentrieren sich auf Standortwahl und Kulturführung, insbesondere die Gewährleistung gut drainierter Böden zur Vermeidung von Oomyceten-Infektionen. Hygienische Maßnahmen wie das Entfernen und Vernichten infizierter Pflanzenteile sowie die Verbesserung der Luftzirkulation durch Schnitt reduzieren den Befallsdruck durch Blattpilze.[2] Gegen saugende Insekten werden im Bedarfsfall Gartenbauöle, insektizide Seifen oder Neemöl eingesetzt, wobei die Förderung natürlicher Feinde wie Marienkäfer Vorrang hat.[2][4] Ein Monitoring ist ratsam, da neuartige Schadbilder wie ein virusähnliches Syndrom mit Zwergwuchs und Knospenabwurf in Wildbeständen dokumentiert wurden, deren Ätiologie noch ungeklärt ist.[2] Während die Art global als nicht gefährdet gilt, wird in den Adelaide Hills (Australien) aufgrund ihrer Ausbreitung in Buschland von Anpflanzungen in sensiblen Gebieten abgeraten.[8][2]
Wirtschaftliche Bedeutung
Die Art besitzt wirtschaftliche Relevanz im Gartenbausektor als Zierpflanze für Hecken und Sichtschutz, insbesondere im Vereinigten Königreich und in Kalifornien.[3][7] In der Lebensmittelindustrie werden die Früchte lokal zu Marmeladen verarbeitet oder zur Herstellung von Spirituosen wie dem portugiesischen *Medronho*-Brand und dem spanischen *Licor de madroño* fermentiert.[1][6] Die Imkerei profitiert von der späten Blütezeit, die in Sardinien und Korsika die Produktion eines spezifischen, bitteren Sortenhonigs ermöglicht. Das dichte Holz findet kleinteilige Verwendung in der Drechslerei, im Möbelbau sowie historisch zur Erzeugung hochwertiger Holzkohle. Wirtschaftliche Schäden im Anbau entstehen primär durch Pilzpathogene wie *Phytophthora*-Arten, die auf staunassen Böden zu Wurzel- und Kronenfäule führen.[2] Ein signifikanter Ausbruch wurde zwischen 2006 und 2009 in sizilianischen Baumschulen dokumentiert, wo Infektionen durch *Phytophthora cryptogea* und *P. cinnamomi* über 13.000 Topfpflanzen unverkäuflich machten. Seit 2014 verzeichnen Baumschulen in Kalifornien Qualitätsminderungen durch Blatt- und Zweigminierer (*Stigmella* spp.), die ein Absterben der Triebspitzen verursachen.[2] In Marin County führten 2019 ungeklärte Triebsterben zu lokalen Baumverlusten, was diagnostische Kosten verursachte.[9] Bekämpfungsmaßnahmen konzentrieren sich kostenseitig auf präventive Kulturmethoden und Hygiene, da chemische Interventionen nur sekundär eingesetzt werden.[4]
Biologie & Lebenszyklus
Arbutus unedo zeichnet sich durch eine besondere Phänologie aus, bei der die Blüte und die Fruchtreife der vorjährigen Bestäubung zeitgleich im Herbst stattfinden.[3] Die urnenförmigen Blüten erscheinen primär von Oktober bis Dezember und werden durch Insekten, insbesondere Honigbienen (*Apis mellifera*) und Schmetterlinge, bestäubt, die sie als späte Nektarquelle nutzen.[7][2] Nach der Befruchtung benötigen die kugelförmigen Beeren etwa 12 Monate für die vollständige Entwicklung, sodass sie erst im darauffolgenden Herbst ihre rote Farbe erreichen. Jede Frucht enthält zahlreiche kleine Samen, deren Ausbreitung hauptsächlich durch Endozoochorie erfolgt, indem Vögel wie Rotkehlchen (*Erithacus rubecula*) oder Drosseln (*Turdus* spp.) die Beeren verzehren. Die Samen weisen eine physiologische Dormanz auf, weshalb die Keimung in der Natur oft verzögert ist und stratifizierende Kältereize erfordert.[2] Das Wachstum der Keimlinge verläuft langsam, und Jungpflanzen benötigen oft mehrere Jahre, bis sie die Blühreife erreichen.[1] Eine essenzielle physiologische Anpassung ist die Bildung arbutoider Mykorrhiza, einer spezifischen Symbiose mit Pilzen der Klassen Ascomycetes und Basidiomycetes.[4] Diese duale Assoziation, die sowohl ekto- als auch endomykorrhizale Strukturen bildet, optimiert die Aufnahme von Phosphor und Stickstoff in nährstoffarmen Böden.[4][2] Die Pilzhyphen erweitern den Aktionsradius der Wurzeln, was die Nährstoffakquisition und den Wasserhaushalt unter Stressbedingungen verbessert. Zur Überdauerung in feuergefährdeten Habitaten besitzt *Arbutus unedo* Lignotuber, verholzte Verdickungen an der Basis, die Kohlenhydrate speichern.[2] Diese Organe ermöglichen ein rasches vegetatives Wiederaustreiben nach Bränden, wobei Überlebensraten von über 80 % innerhalb eines Jahres dokumentiert sind. Zu den natürlichen Feinden zählen Larven von Zwergmotten (*Stigmella* spp.), die als Blattminierer serpentinenartige Gänge im Gewebe anlegen.[2] Zudem können Blattläuse und Schildläuse die Pflanze befallen, indem sie Pflanzensaft saugen und Honigtau ausscheiden.[4] Ein bedeutender Mortalitätsfaktor sind bodenbürtige Oomyceten der Gattung *Phytophthora*, die Wurzelfäule verursachen und zum Absterben der Pflanze führen können.[2]
Vorkommen & Lebensraum
Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Arbutus unedo* umfasst den gesamten Mittelmeerraum, reichend von Portugal und Spanien über Frankreich und Italien bis ostwärts in die Türkei und den Libanon. In Nordafrika erstreckt sich das Vorkommen von Marokko über Algerien bis nach Tunesien.[2] Eine biogeographische Besonderheit stellt die disjunkte, als nativ geltende Population im südwestlichen Irland dar, insbesondere in den Grafschaften Kerry und Cork.[3][2] Zudem ist die Art in Makaronesien auf den Azoren, Madeira und den Kanarischen Inseln heimisch, wo sie unter anderem in Lorbeerwäldern vorkommt.[1][2] Der Erdbeerbaum besiedelt typischerweise felsige Hänge, Küstenwälder sowie die charakteristischen Buschformationen der Macchie und Garrigue. Die vertikale Verbreitung reicht dabei vom Meeresspiegel bis in Höhenlagen von etwa 1000 Metern.[2] Die Art ist an das mediterrane Klimaregime mit milden, feuchten Wintern und trockenen Sommern angepasst und toleriert nährstoffarme, saure bis neutrale Böden.[3][2] Außerhalb des natürlichen Areals wurde *Arbutus unedo* als Ziergehölz in Regionen mit ähnlichem Klima eingeführt, darunter die Westküste Nordamerikas (insbesondere Kalifornien), Neuseeland und Australien.[2] Während die Pflanze in den meisten dieser Gebiete kaum invasives Potenzial zeigt, gilt sie in den Adelaide Hills in Australien als invasiv und dringt dort in städtisches Buschland ein.[8] In Mitteleuropa und dem DACH-Raum ist die Art nicht heimisch, wird jedoch aufgrund ihrer Frosthärte bis ca. -15 °C in milden Lagen oder Wintergärten kultiviert.[3][2] Ökologisch profitiert der Baum in feuergefährdeten Ökosystemen von seiner Fähigkeit, nach Bränden aus Lignotubern (Wurzelverdickungen) vegetativ neu auszutreiben.[2]
Saisonalität & Aktivität
Arbutus unedo ist ein immergrünes Gehölz, dessen Laub das ganze Jahr über erhalten bleibt und keine saisonale Entlaubung zeigt.[1] Eine Besonderheit der Art ist die gleichzeitige Präsenz von neuen Blüten und reifen Früchten im Herbst, da die Fruchtreife etwa 12 Monate in Anspruch nimmt.[3] Die Hauptblütezeit erstreckt sich in mediterranen Klimazonen von Oktober bis Dezember, wobei die glockenförmigen Blüten in hängenden Rispen erscheinen.[2] Diese späte Blüte dient als wichtige Nektar- und Pollenquelle für Insekten wie die Honigbiene (*Apis mellifera*) und Schmetterlinge, insbesondere zu einer Zeit, in der andere florale Ressourcen begrenzt sind.[7] In Regionen wie Sardinien ermöglicht diese Phänologie die Produktion des charakteristischen bitteren Erdbeerbaumhonigs im Spätherbst.[2] Die Pflanze gedeiht in milden, feuchten Wintern und trockenen Sommern und toleriert Frost bis ca. -12 °C bis -15 °C. Pathogene wie Phytophthora (Wurzelfäule) treten bevorzugt unter staunassen Bedingungen auf, die oft mit den winterlichen Niederschlagsperioden zusammenfallen.[2] Das öffentliche Suchinteresse verzeichnet Spitzen im April und Oktober, was mit der Pflanzsaison im Frühjahr und der auffälligen Frucht- und Blütezeit im Herbst korrespondiert.[3]
Fonti e riferimenti
- https://plants.ces.ncsu.edu/plants/arbutus-unedo/
- https://www.cabidigitallibrary.org/doi/full/10.1079/cabicompendium.6808
- https://landscapeplants.oregonstate.edu/plants/arbutus-unedo
- Beobachtungsdaten (Bürgerwissenschaft, aggregiert)
- https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:326526-1
- https://buysherrywine.com/shop/wine/licor-de-madrono/
- https://botanicgardens.uw.edu/about/blog/2016/11/26/december-2016-plant-profile-arbutus-unedo/
- http://growmeinstead.com.au/plant/strawberry-tree-1.aspx
- https://www.marinij.com/2019/07/05/uc-marin-master-gardener-strawberry-tree-pest-and-problem/
- Literaturzusammenfassung: Arbutus unedo