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Voce del lessico

Bocche di leone Antirrino maggiore

Bocche di leone

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordine Lamiales (Lamiales)
Famiglia Plantaginaceae
Genere Antirrhinum
Specie Antirrhinum majus
Nome scientifico Antirrhinum majus L.
Nome accettato

Einleitung

Das **Löwenmäulchen** (*Antirrhinum majus*) ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae), die ursprünglich in den felsigen Hängen und Buschländern des westlichen Mittelmeerraums beheimatet ist.[1][2] Charakteristisch für die Art sind die in dichten Trauben angeordneten, zweilippigen Blüten, deren maskenartige Form einen Klappmechanismus besitzt, der sich bei seitlichem Druck öffnet.[1] Neben ihrer weltweiten Nutzung als Zierpflanze dient sie in der Wissenschaft als bedeutender Modellorganismus zur Erforschung von Vererbungsmustern und der Blütenentwicklung.[2]

Analisi comunitaria

OpenInsect
1
Avvistamenti negli ultimi 12 mesi
Dati della community Silberkraft
Ultimo il 18.04.2026
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Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name der Art lautet *Antirrhinum majus* L., wobei das Autorenkürzel auf Carl von Linné verweist.[2] Der Gattungsname *Antirrhinum* leitet sich aus dem Griechischen ab, zusammengesetzt aus „anti“ (wie) und „rhin-“ (Nase oder Schnauze), was auf die Ähnlichkeit der Blüte mit einer Tiernase anspielt. Das lateinische Art-Epitheton *majus* bedeutet „größer“ und dient der Abgrenzung zu kleineren verwandten Arten der Gattung.[3] Traditionell wurde die Pflanze der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae) zugeordnet, jedoch erfolgte in den frühen 2000er Jahren eine Umklassifizierung in die Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae).[3][4] Diese taxonomische Neuordnung basierte auf molekularphylogenetischen Analysen, welche die Polyphylie der ursprünglichen Scrophulariaceae aufdeckten.[4] Zu den historischen Synonymen zählen unter anderem *Antirrhinum grandiflorum* Stokes sowie *Antirrhinum hispanorum* Bordère ex Rothm.[1] Innerhalb der Art werden verschiedene Unterarten unterschieden, darunter die Nominatform *A. majus subsp. majus* (auch als *subsp. striatum* bekannt) und *A. majus subsp. pseudomajus*.[1] Im deutschsprachigen Raum ist die Art als Großes Löwenmaul oder im Diminutiv als Löwenmäulchen bekannt.[2][1] Der international verbreitete englische Trivialname „Snapdragon“ bezieht sich auf den Mechanismus der Blüte, die sich bei seitlichem Druck wie ein Drachenmaul öffnet.[3] Historisch ist die Kultivierung seit dem 16. Jahrhundert belegt, wobei Kräuterkundige wie John Gerard die Pflanze bereits 1597 in ihren Werken beschrieben. Phylogenetisch gehört die Art zur Tribus Antirrhineae und weist eine enge Verwandtschaft zu Gattungen wie *Pseudantirrhinum* auf.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Antirrhinum majus wächst als krautige Pflanze mit einem aufrechten bis strebenden Habitus und erreicht typischerweise Wuchshöhen von 15 bis 90 cm, wobei einige Formen auch über einen Meter hoch werden können.[1][3] Die grünen, nicht aromatischen Stängel sind selbsttragend, können jedoch bei hohen Varietäten zum Lagern neigen. Das Wurzelsystem ist faserig und flach ausgebildet, was eine Etablierung in felsigen Substraten ermöglicht. Die Laubblätter sind kahl, glänzend dunkelgrün und besitzen einen glatten Rand. Ihre Form variiert von linear bis lanzettlich oder länglich-lanzettlich bei einer Länge von 2 bis 15 cm. Die Blattstellung wechselt entlang des Stängels von gegenständig im unteren Bereich zu wechselständig in Richtung der Spitze. Der Blütenstand ist eine endständige Traube, die sich aus 10 bis 50 Einzelblüten zusammensetzt, welche sich akropetal (von unten nach oben) öffnen. Die zygomorphen Blüten sind 2,5 bis 5 cm lang und zeichnen sich durch eine zweilippige Krone aus fünf verwachsenen Blütenblättern aus. Der obere Lappen erinnert an einen Drachenkiefer, während der untere Lappen eine Landeplattform bildet. Ein charakteristisches Bestimmungsmerkmal ist der druckempfindliche Mechanismus der Krone, der sich bei seitlichem Druck wie ein Mund öffnet. Die Blütenfarbe variiert durch Pigmente wie Flavonoide und Anthocyane stark und reicht von Weiß und Gelb bis zu Rot, Orange und Violett. Die reproduktiven Organe umfassen vier didynamische Staubblätter (zwei längere und zwei kürzere Paare) sowie einen oberständigen Fruchtknoten. Nach der Bestäubung entwickelt sich eine trockene Kapselfrucht, die die Samen bei Reife durch explosive Porenöffnung freisetzt. Zytologisch weist die Art einen diploiden Chromosomensatz von 2n=16 auf.[1] Morphologische Variationen zeigen sich auch bei Unterarten wie A. m. subsp. majus in offenen Habitaten im Vergleich zu A. m. subsp. tortuosum.[1]

Beschreibung

Antirrhinum majus ist eine krautige Blütenpflanze aus der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae), die ursprünglich die felsigen Hänge, Schutthalden und Buschlandschaften des westlichen Mittelmeerraums besiedelt.[1][2] Als Hemikryptophyt wächst die Art typischerweise als kurzlebige Staude oder in kühleren Klimazonen als Einjährige, wobei sie eine aufrechte, teils verholzende Wuchsform mit Höhen von 15 bis 90 Zentimetern erreicht. Im natürlichen Habitat bevorzugt die Pflanze kalkhaltige, nährstoffarme Böden und zeigt eine Anpassung an mediterrane Klimate mit heißen, trockenen Sommern, was sich in einer moderaten Trockentoleranz etablierter Exemplare widerspiegelt. Ein herausragendes anatomisches Merkmal ist die zygomorphe, zweilippige Blüte, deren spezialisierter Klappmechanismus („Drachenmaul“) eine koevolutionäre Anpassung an schwere Bestäuber darstellt. Diese Struktur erfordert kraftvolle Insekten wie Hummeln (*Bombus* spp.), die durch ihr Körpergewicht die untere Lippe herabdrücken müssen, um an den Nektar zu gelangen, was kleinere, ineffiziente Bestäuber effektiv ausschließt. Chemisch zeichnet sich die Art durch die Produktion von Iridoiden in den vegetativen Geweben sowie Flavonoiden und Anthocyanen in den Blütenblättern aus, welche die vielfältigen Farbmuster erzeugen. Die Blüten verströmen einen Duft, der auf flüchtigen Monoterpenoiden wie Linalool und Ocimen basiert und tageszeitlichen Schwankungen unterliegt, um Bestäuber gezielt anzulocken.[1] In der Fortpflanzungsbiologie ist *A. majus* zwittrig, nutzt jedoch die Protandrie (Vormännlichkeit), bei der die Pollenausschüttung vor der Empfängnisbereitschaft der Narbe erfolgt, um Selbstbestäubung zu minimieren und genetische Vielfalt zu sichern. Nach der Befruchtung entwickelt sich der Fruchtknoten zu einer Kapsel, die bei Reife durch explosive Porenöffnung die Samen freisetzt und so die Ausbreitung im nahen Umfeld gewährleistet. Die Entwicklung vom Samen zur blühenden Pflanze verläuft über eine Keimung, die Licht erfordert, gefolgt von einem raschen vegetativen Wachstum, das in gemäßigten Zonen oft überwintert.[1] Historisch wurde die Pflanze bereits im 16. Jahrhundert kultiviert und diente seit dem 19. Jahrhundert, beginnend mit Charles Darwins Kreuzungsexperimenten, als bedeutender Modellorganismus in der Pflanzengenetik. Insbesondere für die Erforschung der Blütenentwicklung (ABC-Modell) und der floralen Asymmetrie lieferte das Löwenmäulchen grundlegende Erkenntnisse, etwa durch die Identifizierung von Genen wie *CYCLOIDEA*.[1] Im Vergleich zu nahe verwandten Arten unterscheidet sich *A. majus* durch die namensgebende Größe und die spezifische Anpassung an diverse Mikroklimata von Küstenregionen bis zu Gebirgslagen von 2000 Metern. Biotechnologisch ist die Art zudem relevant, da ihre Gene, wie spezifische Glykosyltransferasen, als Quelle für die enzymatische Modifikation in anderen Organismen dienen.[1]

Verhalten

Das Fortpflanzungsverhalten von *Antirrhinum majus* ist durch eine hochspezialisierte Interaktion mit schweren Bestäubern, primär Hummeln (*Bombus* spp.), geprägt.[1][2] Die Blütenkrone verfügt über einen druckempfindlichen Mechanismus, der die Blüte verschlossen hält, bis ein Insekt mit ausreichendem Körpergewicht auf der Unterlippe landet und diese als Hebel nutzt. Durch diesen selektiven Zugang werden kleinere Insekten, die nicht effektiv zur Bestäubung beitragen würden, physisch vom Nektar ausgeschlossen.[1] Zur Kommunikation und Anlockung nutzt die Pflanze chemische Signale, indem sie flüchtige organische Verbindungen wie Linalool und Geraniol emittiert, deren Zusammensetzung je nach Entwicklungsstadium variiert.[4] Ergänzend dienen visuelle Reize, wie durch Anthocyane gebildete Muster auf den Blütenblättern, als Orientierungshilfen, um Bestäuber gezielt zum Nektar zu leiten.[2] Als chemisches Abwehrverhalten gegen Herbivoren lagert *Antirrhinum majus* bittere Iridoid-Glykoside wie Antirrhinosid in den vegetativen Geweben ein. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken als Fraßhemmer und reduzieren die Attraktivität der Blätter für Fressfeinde signifikant.[4] Die Verbreitung der Nachkommen erfolgt durch einen physikalischen Mechanismus, bei dem die reifen Kapselfrüchte durch explosive Porenöffnung die Samen über kurze Distanzen fortschleudern.[1]

Ökologie

Im natürlichen Verbreitungsgebiet erfolgt die Bestäubung von *Antirrhinum majus* primär durch Hummeln (*Bombus* spp.), da der spezielle Hebelmechanismus der Blütenlippe schwere Insekten erfordert, um den Zugang zu Nektar und Pollen freizugeben.[7] In eingeführten Regionen wie Amerika nutzen auch Kolibris die röhrenförmigen Blüten als Nahrungsquelle, wenngleich sie weniger effizient sind als die spezialisierten heimischen Bestäuber. Obwohl die Art selbstkompatibel ist, fördert sie die Fremdbestäubung durch Protandrie, bei der die Pollenausschüttung vor der Empfängnisbereitschaft der Narbe stattfindet.[2] *Antirrhinum majus* besiedelt bevorzugt felsige Hänge, Buschland und gestörte Standorte auf kalkhaltigen oder von Kalkstein abgeleiteten Böden.[4] Die Pflanze ist an das mediterrane Klima angepasst und toleriert nährstoffarme Substrate in Höhenlagen von Meereshöhe bis etwa 2000 Metern.[2] Zur chemischen Abwehr gegen Herbivoren produziert sie Iridoide wie Antirrhinosid, die fraßhemmend wirken und das Überleben in natürlichen Habitaten unterstützen. Dennoch dient die Art als Wirt für diverse Schädlinge, darunter die Grüne Pfirsichblattlaus (*Myzus persicae*) und Thripse wie *Scirtothrips dorsalis*, die Pflanzengewebe schädigen.[4] Ein bedeutender spezialisierter Parasit ist der Rostpilz *Puccinia antirrhini*, der wirtsspezifisch ist und besonders unter feuchten Bedingungen auftritt.[1] Die lokale Ausbreitung der Samen erfolgt durch explosive Kapselöffnung (porose Dehiszenz), die das Saatgut über kurze Distanzen ausstreut.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Antirrhinum majus gilt primär als wertvolle Zierpflanze und Nützling, da es Bestäuber wie Hummeln (*Bombus* spp.) anzieht und in natürlichen Habitaten die Biodiversität fördert.[1][7] Obwohl die Art in Regionen wie Kalifornien oder Australien verwildern kann, wird sie global nicht als Hochrisiko-Invasivart eingestuft, sondern lediglich als etablierter Gartenflüchtling beobachtet.[3][1] Im Anbau ist die Pflanze jedoch anfällig für diverse Schädlinge, wobei Blattläuse wie die Grüne Pfirsichblattlaus (*Myzus persicae*) durch Saftsaugen Blattkräuselungen und Honigtau verursachen.[4] Spinnmilben (*Tetranychus urticae*) führen bei heiß-trockenem Wetter zu Sprenkelungen und Bronzeverfärbungen der Blätter, während Thripse (*Scirtothrips dorsalis*) silbrige Narben auf Blüten und Laub hinterlassen.[4][1] Ein Hauptproblem stellt der Löwenmaul-Rost (*Puccinia antirrhini*) dar, der durch orangefarbene bis braune Pusteln an Stängeln und Blättern Chlorosen und vorzeitigen Blattfall auslöst. Bei hoher Feuchtigkeit treten zudem Echter Mehltau (*Oidium* spp.) als weißer Belag sowie Wurzel- und Stängelfäulen durch *Phytophthora* oder *Pythium* auf, die zum Welken und Absterben der Pflanze führen.[1] Virale Infektionen wie das Tomatenbronzefleckenvirus (TSWV) verursachen Ringflecken und Welkeerscheinungen, die oft durch Vektoren wie Thripse übertragen werden.[9] Wirtschaftlich und wissenschaftlich ist die Pflanze als Modellorganismus sowie Genquelle für die biotechnologische Farbstoffproduktion relevant. Medizinisch zeigen Extrakte in Patentanmeldungen Potenzial zur Blutzuckersenkung und Entzündungshemmung, wobei traditionell Umschläge bei Geschwüren angewendet wurden.[1][2] Zur Prävention sind kulturtechnische Maßnahmen wie die Gewährleistung guter Luftzirkulation und der Verzicht auf Überkopfberegnung essenziell, um Pilzinfektionen zu minimieren.[2] Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) wird der Einsatz resistenter Sorten, beispielsweise aus der 'Liberty'-Serie gegen Rost, empfohlen.[1][2] Ein Monitoring auf frühen Befall ermöglicht rechtzeitige Interventionen, wobei biologische Bekämpfungsmittel wie Raubmilben (*Neoseiulus cucumeris*) effektiv gegen Thripse eingesetzt werden können.[2] Chemische Maßnahmen oder organische Alternativen sollten spezifisch auf den Erreger abgestimmt sein, wobei die Entfernung infizierter Pflanzenreste (Sanitation) die Ausbreitung von Pathogenen wie dem Rostpilz verhindert.[1][4]

Wirtschaftliche Bedeutung

Antirrhinum majus ist seit dem 16. Jahrhundert eine wirtschaftlich bedeutende Zierpflanze und zählt mit über 100 kommerziellen Sorten zu den festen Bestandteilen des globalen Gartenbaus.[2] Besonders F1-Hybriden dominieren den Saatguthandel, wobei die Art in den 1950er Jahren zu den fünf wichtigsten Schnittblumen in Nordamerika gehörte und bis heute für Massenpflanzungen relevant ist.[8] Wirtschaftliche Schäden im Anbau entstehen primär durch Schädlinge wie die Grüne Pfirsichblattlaus (*Myzus persicae*) oder Spinnmilben (*Tetranychus urticae*), die durch Honigtauproduktion und Rußtaupilze die optische Qualität mindern.[1][4] Gravierender sind Infektionen durch Thripse (*Scirtothrips dorsalis*), die als Vektoren für das Tomato Spotted Wilt Virus (TSWV) fungieren und durch Nekrosen zu totalen Ernteverlusten führen können. Im Bereich der Pilzkrankheiten verursacht der wirtspezifische Rostpilz *Puccinia antirrhini* durch orangefarbene Pusteln und Blattabwurf massive Schäden, die die Pflanzen unverkäuflich machen. Feuchte Bedingungen begünstigen zudem Wurzelfäule durch *Phytophthora* und *Pythium*, was insbesondere bei schlechter Drainage zum vollständigen Absterben der Bestände führt.[1] Zur Vermeidung finanzieller Einbußen sind integrierte Schädlingsbekämpfungsstrategien und der Einsatz resistenter Sorten, etwa gegen Rostpilze, im Erwerbsgartenbau unerlässlich.[4] Jenseits des Zierpflanzenbaus besitzt die Art ökonomisches Potenzial in der Biotechnologie, wo ihre Gene zur Erzeugung blauer Pigmente in Rosen oder zur Carotinoid-Produktion in anderen Kulturen patentiert wurden. Neuere Patente deuten zudem auf eine Verwertbarkeit von Extrakten in der pharmazeutischen Industrie hin, beispielsweise zur Blutzuckersenkung oder als Entzündungshemmer. Als Nützling fördert *Antirrhinum majus* durch sein Nektarangebot gezielt Hummelpopulationen (*Bombus* spp.) und trägt so zur Bestäubungsleistung in Agrarlandschaften bei.[2]

Biologie & Lebenszyklus

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Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Antirrhinum majus* liegt im westlichen Mittelmeerraum und umfasst Regionen in Südfrankreich, Spanien, Italien sowie die nordafrikanischen Länder Marokko, Algerien und Tunesien.[3][6] Der Verbreitungsschwerpunkt befindet sich auf der Iberischen Halbinsel, von wo aus sich das Areal ostwärts bis zum Apennin und nordwärts bis in die Provence erstreckt.[6][2] Wildbestände besiedeln bevorzugt felsige Hänge, Buschland und lichte Wälder.[2] Die Art ist an nährstoffarme, gut durchlässige Böden angepasst und wächst häufig auf kalkhaltigem Untergrund oder Geröllhalden, wo geringe Konkurrenz herrscht.[3][2] Die vertikale Verbreitung reicht von Meereshöhe bis in montane Lagen von etwa 2000 Metern.[2] Innerhalb des Habitats zeigen Unterarten spezifische Anpassungen; so besiedelt *A. m. subsp. majus* offene, sonnige Standorte, während *A. m. subsp. tortuosum* eher in schattigen oder küstennahen Bereichen zu finden ist.[2] Seit dem 16. Jahrhundert wurde das Große Löwenmaul weltweit als Zierpflanze eingeführt und verwilderte in vielen gemäßigten Klimazonen.[2] Eingebürgerte Populationen existieren heute unter anderem in Nordamerika, insbesondere in Neuengland und Kalifornien, sowie in Australien und Neuseeland. In diesen Sekundärarealen wächst die Pflanze vorwiegend an gestörten Standorten wie Straßenrändern, Brachflächen und in Siedlungsnähe.[1][4] Klimatisch ist die Art an mediterrane Bedingungen mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern angepasst, toleriert jedoch USDA-Winterhärtezonen 7 bis 10.[3] Obwohl *A. majus* in einigen Regionen wie Kalifornien als entwichene Zierpflanze unter Beobachtung steht, wird sie generell nicht als hochriskante invasive Art eingestuft.[1] Weltweit gilt der Bestand als nicht gefährdet, jedoch sind lokale Wildpopulationen im Ursprungsgebiet durch Urbanisierung und Landwirtschaft bedroht.[2]

Saisonalität & Aktivität

Die Blütezeit von *Antirrhinum majus* erstreckt sich typischerweise vom Frühsommer bis in den Herbst, wobei sie unter günstigen Bedingungen bereits im April beginnen und bis zum ersten Frost andauern kann.[3][1] Im nativen mediterranen Verbreitungsgebiet blüht die Art je nach lokalen klimatischen Bedingungen vom Frühling bis zum Herbst.[3] Als Hemikryptophyt wächst das Löwenmäulchen in milden Klimazonen (USDA-Zonen 7–10) als kurzlebige Staude, wird in kühleren Regionen jedoch oft als einjährige Pflanze kultiviert.[3][1] Die physiologische Aktivität ist stark temperaturabhängig; die Keimung erfolgt optimal bei ca. 18–20 °C, während Temperaturen über 24 °C das vegetative Wachstum beeinträchtigen und zu vorzeitigem Schossen führen können. Die Art zeigt eine moderate Frosttoleranz bis etwa -2 °C. In geeigneten Habitaten können Populationen überwintern oder sich durch Selbstaussaat erhalten, wobei in Grenzbereichen Mulch als Winterschutz dient. Die Bestäubung erfolgt vorwiegend durch Hummeln (*Bombus* spp.), welche die Blütenlippen durch ihr Körpergewicht öffnen.[3] Die Konzentration sekundärer Pflanzenstoffe wie Iridoid-Glykoside in den Blättern unterliegt nachweislich saisonalen und tageszeitlichen Schwankungen.[4] Ergänzend zeigen aggregierte Suchdaten ein erhöhtes öffentliches Interesse in den Monaten März und Mai, was mit der Anzucht- und Hauptblütezeit korreliert.[5]

Avvistamenti e casi attuali in Germania

  • Reutlingen, Baden-Württemberg, Deutschland

    06.12.2025

  • Deutschland

    03.12.2025

  • Deutschland

    26.11.2025

  • Německo

    14.11.2025

  • Deutschland

    31.10.2025

Daten: iNaturalist

Ricerca scientifica e brevetti

KR-102265793-B1 Biological Concesso

Gesundheitsfördernde Lebensmittelzusammensetzung mit Extrakt aus Antirrhinum majus L. zur Senkung des Blutzuckers

(2019)

Rilevanza: 6/10

Riepilogo

Das Patent stellt ein 'Health Functional Food' vor, das Extrakte aus Antirrhinum majus nutzt, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Es identifiziert spezifische gesundheitliche Vorteile der Pflanze und macht sie als Hauptwirkstoff nutzbar. Die Innovation liegt in der Anwendung als Diätetikum.

KR-102114271-B1 Biological Concesso

Pharmazeutische Zusammensetzung zur Entzündungshemmung mit Ethanolextrakt aus Antirrhinum majus

(2017)

Rilevanza: 6/10

Riepilogo

Beschrieben wird die medizinische Verwendung eines Ethanolextrakts aus Antirrhinum majus als aktiver Wirkstoff. Das Patent fokussiert sich direkt auf die biologische Aktivität der Pflanze zur Behandlung von Entzündungen. Dies ist eine spezifische Anwendung der Inhaltsstoffe des Löwenmäulchens.

KR-20150015670-A Biological Sconosciuto

Neuartige Verbindung Luteolin-7-O-N-acetyl-D-glucosaminuronsäure und Verfahren zu deren Herstellung

(2013)

Rilevanza: 5/10

Riepilogo

Es wird ein Verfahren zur Synthese einer neuen Luteolin-Verbindung mittels enzymatischer Reaktionen beschrieben. Dabei wird ein spezifisches Glykosyltransferase-Gen (AmUGT) aus Antirrhinum majus in Bakterien exprimiert. Das Löwenmäulchen dient hier als Quelle für spezialisierte Enzyme zur biotechnologischen Stoffumwandlung.

US-2012156718-A1 Biological Sconosciuto

Herstellung von Ketocarotinoiden in Pflanzen

Flachmann Ralf, Wenderoth Irina, Schopter Christel Renate, Tschiersch Bettina, Bridg-Giannakopoulos Hannia (2009)

Rilevanza: 5/10

Riepilogo

Das Patent beschreibt die genetische Modifikation von Pflanzen (insbesondere Tagetes), um Ketocarotinoide zu produzieren. Dabei wird spezifisch ein Promotor (AFI) aus Antirrhinum majus (Löwenmäulchen) verwendet, um die Genexpression blütenspezifisch zu steuern. Die Innovation liegt in der Nutzung genetischer Elemente des Löwenmäulchens zur Optimierung von Stoffwechselwegen in anderen Pflanzen.

EP-2163619-B1 Biological Concesso

Rose enthaltend Flavon und Malvidin sowie Verfahren zu deren Herstellung

Suntory Holdings Ltd. (2008)

Rilevanza: 5/10

Riepilogo

Es wird eine gentechnisch veränderte Rose beschrieben, die blaue Pigmente (Delphinidin/Malvidin) produziert. Hierfür wird unter anderem ein Gen für ein Flavon-Synthese-Enzym aus Antirrhinum majus in die Rose eingebracht. Das Patent zeigt die biologische Relevanz der Gene des Löwenmäulchens für die Farbstoffbiosynthese in der Zierpflanzenindustrie.

Fonti e riferimenti

  1. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/antirrhinum-majus/
  2. https://www.gbif.org/species/3172001
  3. http://www.missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?taxonid=287001
  4. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2533596/
  5. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  6. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:799180-1
  7. https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/23818107.2018.1545142
  8. https://yardandgarden.extension.iastate.edu/article/1994/3-23-1994/snappy.html
  9. https://plantdiseasehandbook.tamu.edu/landscaping/flowers/snapdragon/