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Aglio dell'elefante Allium ampeloprasum

Aglio dell'elefante

Tassonomia

Regno Pflanzen (Plantae)
Phylum Tracheophyta (Tracheophyta)
Classe Liliopsida (Liliopsida)
Ordine Asparagales (Asparagales)
Famiglia Amaryllidaceae
Genere Allium
Specie Allium ampeloprasum
Nome scientifico Allium ampeloprasum L.
Nome accettato

Einleitung

*Allium ampeloprasum*, im Deutschen als Ackerlauch oder in seiner kultivierten Form als Elefantenknoblauch bekannt, ist eine ausdauernde bis zweijährige Pflanzenart aus der Gattung Lauch (*Allium*) in der Familie der Amaryllidaceae. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der bis zu 1,8 Meter hohen Pflanze erstreckt sich über Südeuropa, Nordafrika und Westasien, wobei sie durch breite, flache Blätter und große, kugelige Blütenstände charakterisiert ist.[1][2] Dieser variable Artkomplex umfasst neben der Wildform auch wirtschaftlich bedeutende Kulturgruppen wie den Porree (Porrum-Gruppe) und den Elefantenknoblauch (Ampeloprasum-Gruppe), der im Vergleich zum echten Knoblauch deutlich größere Zwiebeln und einen milderen Geschmack aufweist.[2][3]

Analisi comunitaria

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Ultimo il 05.06.2026
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Fakten (kompakt)

- Die Pflanze ist in den USDA-Winterhärtezonen 5 bis 11 überlebensfähig. - Kulinarisch werden neben der Zwiebel auch die Blüten und Brutzwiebeln verwendet, die roh oder gekocht verzehrt werden können. - Das Aroma wird als subtiler im Vergleich zu Knoblauch beschrieben und weist eine milde Zwiebel-Knoblauch-Note auf. - In der historischen Volksmedizin wurde die Art als Umschlag zur Behandlung von Insektenstichen sowie bei Atemwegsbeschwerden eingesetzt. - Der Pflanze werden spezifische anthelmintische (wurmtreibende) und stärkende (tonisierende) Eigenschaften zugeschrieben. - Genetisch zeichnet sich die Spezies durch eine hohe Variabilität mit Polyploidie-Stufen von tetraploid bis octoploid aus. - Molekularphylogenetische Analysen belegen einen allopolyploiden Ursprung der Art. - Zum weiten Genpool der Art gehört auch das im Nahen Osten genutzte Blattgemüse Kurrat. - Als Begleitpflanze dient *Allium ampeloprasum* dazu, Schädlinge von Karottenkulturen fernzuhalten. - Für die Anzucht aus Samen wird eine Aussaat in Innenräumen etwa 8 bis 10 Wochen vor dem letzten Frost empfohlen.[6] - Die Gattung *Allium* umfasst insgesamt rund 750 Arten, wobei *A. ampeloprasum* aufgrund seiner genetischen Vielfalt als komplexer Artverbund gilt.[6]

Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name *Allium ampeloprasum* wurde 1753 von Carl von Linné in dessen fundamentalem Werk *Species Plantarum* (Band 1, Seite 294) validiert. Etymologisch leitet sich der Gattungsname *Allium* vom lateinischen Wort für Knoblauch ab, während das Art-Epitheton *ampeloprasum* auf die altgriechischen Begriffe *ampelos* (Weinrebe) und *prason* (Lauch) zurückgeht. Diese Namensgebung spielt auf die historische Assoziation der Pflanze mit Weinbergen oder ihren habitatbedingten Wuchs an.[1] Taxonomisch wird die Art heute der Familie der Amaryllidaceae und der Unterfamilie Allioideae zugeordnet.[3] Aufgrund der enormen genetischen und morphologischen Variabilität wird *Allium ampeloprasum* als komplexer Genpool (Species Complex) betrachtet, der verschiedene Ploidiestufen von tetraploid bis octoploid umfasst.[1] Dies führte historisch zu zahlreichen Synonymen und Fehlklassifikationen, wobei kultivierte Formen wie *Allium porrum* (Lauch), *Allium kurrat* und *Allium scorodoprasum* (für Elefantenknoblauch) oft als eigenständige Arten geführt wurden, heute jedoch meist in den *A. ampeloprasum*-Komplex integriert sind.[1] Im deutschsprachigen Raum sind neben der Bezeichnung Elefantenknoblauch auch Trivialnamen wie Ackerlauch gebräuchlich.[2] International sind englische Bezeichnungen wie „wild leek“, „broadleaf wild leek“ oder „great-headed garlic“ verbreitet, die oft spezifische Wuchsformen oder Kultivare wie die Ampeloprasum-Gruppe bezeichnen.[1] Aktuelle taxonomische Revisionen unterteilen den Komplex in Unterarten wie die Wildform subsp. *ampeloprasum*, den kultivierten Lauch subsp. *porrum* sowie den persischen Lauch subsp. *persicum*.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Allium ampeloprasum ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 180 cm erreicht und aus einer unterirdischen Zwiebel wächst. Die eiförmigen bis fast kugeligen Zwiebeln messen 3 bis 5 cm in der Länge sowie 4 bis 5 cm in der Breite und sind von weißen, papierartigen Außenhäuten umgeben, die längs aufreißen. Die inneren Zwiebelhäute sind lederartig und gelblich gefärbt. Charakteristisch ist die Bildung von drei bis vier gelblich-braunen Brutzwiebeln an der Basis oder Spitze der Hauptzwiebel, die der vegetativen Vermehrung dienen. Die Pflanze bildet eine grundständige Rosette aus 6 bis 9 breiten, flachen und linealischen Laubblättern, die bis zu 60 cm lang und 5 cm breit werden. Diese blaugrünen Blätter besitzen einen markanten Mittelripp, sind rinnenförmig und umschließen das untere Drittel bis die Hälfte des Stängels. Die Blattränder sind rau, und das Laub verwelkt typischerweise bereits zur Zeit der Blüte. Der aufrechte, robuste Blütenschaft ist rund, hohl und glatt, mit einem Durchmesser von 1,5 bis 2 cm an der Basis. Der Blütenstand ist eine dichte, kugelförmige Dolde mit einem Durchmesser von 7 bis 8 cm, die sich zur Fruchtreife weiter ausdehnt und 100 bis 500 Einzelblüten enthält. Die Dolde wird von 3 bis 5 lanzettlichen Hüllblättern umschlossen, die geschnäbelt sind und eine Länge von bis zu 10 cm erreichen können. Die urnenförmigen Blüten sind 4 bis 6 mm breit und stehen auf 15 bis 50 mm langen Blütenstielen. Die sechs aufrechten, ungleichen Blütenhüllblätter variieren in der Farbe von Weiß bis Rosa oder Rot, oft durchzogen von violetten Adern. Aus der Blütenhülle ragen sechs Staubblätter hervor, die gelbe oder violette Staubbeutel mit gelbem Pollen tragen. Nach der Bestäubung entwickeln sich aufspringende Kapseln, die schwarze Samen enthalten. Die Art zeigt eine hohe morphologische Variabilität; während Wildformen oft kleinere Zwiebeln haben, zeichnet sich die kultivierte Ampeloprasum-Gruppe (Elefantenknoblauch) durch deutlich vergrößerte Zwiebeln aus.[1]

Beschreibung

Allium ampeloprasum ist eine variable, ausdauernde oder zweijährige Pflanze aus der Familie der Amaryllidaceae, die als geophytisches Zwiebelgewächs einen komplexen Formenkreis bildet. Im natürlichen Verbreitungsgebiet, das sich vom Mittelmeerraum bis nach Zentralasien erstreckt, besiedelt die Art bevorzugt felsige Küstenstandorte, Steppen und anthropogen gestörte Flächen wie Weinberge oder Feldränder. Das Erscheinungsbild wird von einem robusten, bis zu 180 cm hohen Blütenschaft dominiert, der aus einer basalen Rosette von 6 bis 9 breiten, flachen Blättern entspringt. Im Gegensatz zu vielen anderen Laucharten sind die Blätter nicht hohl, sondern massiv und rinnenförmig (kanalikulär) mit einem ausgeprägten Mittelkiel und rauen Rändern. Eine wesentliche anatomische Anpassung an die sommerliche Trockenheit des mediterranen Klimas ist die Dormanz, bei der die oberirdischen Teile absterben und die Pflanze in der unterirdischen Zwiebel überdauert. Diese Speicherorgane erreichen Durchmesser von 2 bis 6 cm und sind von papierartigen weißen sowie lederartigen gelblichen Häuten geschützt. Der Lebenszyklus beginnt mit der Keimung schwarzer Samen, gefolgt von einer vegetativen Phase, in der zunächst Blattmasse und Speicherstoffe aufgebaut werden, bevor im zweiten Jahr oder später die Blüte erfolgt. Die Fortpflanzung erfolgt dual: sexuell über Insektenbestäubung der nektarreichen Blüten und vegetativ durch die Bildung von Tochterzwiebeln an der Basis oder Bulbillen im Blütenstand. Die kugelförmigen Doldenblütenstände sind mit 100 bis 500 urnenförmigen Einzelblüten extrem blütenreich und variieren farblich von Weiß bis Rot oder Purpur. Ein spezifisches Merkmal des *Allium ampeloprasum*-Komplexes ist die ausgeprägte Polyploidie (4x bis 10x), die eine enorme morphologische Plastizität und Anpassungsfähigkeit an verschiedene ökologische Nischen ermöglicht. Chemisch zeichnet sich die Art durch die Synthese von schwefelhaltigen Verbindungen wie Allicin aus, die als Fraßschutz gegen Herbivoren dienen und den charakteristischen, aber im Vergleich zu *Allium sativum* milderen Geruch verursachen.[1] In der Züchtung spielen zytoplasmatisch männlich sterile (CMS) Linien eine Rolle, eine genetische Besonderheit, die für die Hybridproduktion genutzt wird.[2] Die Unterscheidung der Geschlechter entfällt bei der Wildform, da die Blüten zwittrig sind, jedoch fördern Mechanismen wie die Protandrie (Vormännlichkeit) die genetisch bevorzugte Fremdbestäubung. Taxonomisch und morphologisch grenzt sich die Art durch ihre breiten Blätter und das Fehlen eines röhrenförmigen Blattes klar von verwandten Spezies ab. Der wissenschaftliche Name, abgeleitet aus dem Griechischen für „Weinberg“ und „Lauch“, verweist auf die historischen Habitatpräferenzen in kultivierten Landschaften.[1]

Verhalten

Das Verhalten von *Allium ampeloprasum* ist stark durch saisonale Anpassungen an das mediterrane Klima geprägt, wobei der Blattaustrieb typischerweise im Herbst oder Winter erfolgt und das aktive Wachstum im Frühjahr stattfindet.[1][4] Um die heißen und trockenen Sommermonate zu überstehen, tritt die Pflanze in eine Ruhephase (Dormanz) ein und zieht sich in ihre unterirdischen Zwiebeln zurück, die als Speicherorgane für Wasser und Nährstoffe dienen.[1] Obwohl die Art grundsätzlich ausdauernd ist, zeigen kultivierte Formen wie der Lauch oft eine zweijährige Verhaltenstendenz, bei der im ersten Jahr das vegetative Wachstum dominiert, bevor im zweiten Jahr das Schossen und die Blüte erfolgen.[4] Als chemische Abwehrreaktion setzt die Pflanze bei mechanischer Verletzung des Gewebes schwefelhaltige Verbindungen wie Allicin frei, deren scharfe flüchtige Stoffe Herbivoren abschrecken.[3] Im Fortpflanzungsverhalten ist die Spezies zwar selbstkompatibel, bevorzugt jedoch physiologisch die Fremdbestäubung, um die genetische Vielfalt innerhalb der Populationen zu erhalten.[1] Die großen, nektarreichen Blütenstände interagieren aktiv mit der Fauna, indem sie Insekten wie Bienen und Schmetterlinge zur Bestäubung anlocken. In interspezifischen Interaktionen fungiert *Allium ampeloprasum* als Begleitpflanze, die durch ihre Ausdünstungen Schädlinge von benachbarten Arten wie Rosen und Karotten fernhalten kann.[4] Zur Sicherung des Bestandes in stabilen Habitaten nutzen wildlebende Populationen vorwiegend die vegetative Vermehrung über Tochterzwiebeln und Brutzwiebeln im Blütenstand, was oft zur Bildung dichter Bestände führt.[1]

Ökologie

Als Zwiebelgeophyt ist *Allium ampeloprasum* an das mediterrane Klima mit milden, feuchten Wintern und heißen, trockenen Sommern angepasst.[4][3] Die Art besiedelt vorwiegend offene, anthropogen beeinflusste Habitate wie felsige Küstengebiete, Klippen, sandige Feldränder und gestörte Standorte wie Brachflächen. Hinsichtlich des Substrats bevorzugt die Pflanze gut durchlässige sandige oder lehmige Böden mit einem pH-Wert zwischen 5,2 und 8,3 und meidet staunasse oder schwere Tonböden.[4][2] Die nektarreichen, kugelförmigen Dolden ziehen diverse Insektenbestäuber an, primär Bienen und Schmetterlinge, was trotz Selbstkompatibilität die Fremdbestäubung fördert. Die Samenverbreitung erfolgt hauptsächlich durch Wind und Schwerkraft, was in natürlichen Beständen meist zu einer Ausbreitung über kurze Distanzen führt.[4] Zur Abwehr von Herbivoren nutzt *Allium ampeloprasum* schwefelhaltige Verbindungen wie Allicin, die bei Gewebeverletzung als scharfe flüchtige Stoffe freigesetzt werden.[3] Dennoch fungiert die Art als Wirtspflanze für spezifische Schädlinge und Pathogene, darunter Zwiebelfliegen, Lauchrost und Falschen Mehltau (*Peronospora*).[2] In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet vergesellschaftet sie sich häufig mit Pflanzenarten wie dem Glatthafer (*Arrhenatherum elatius*), dem Taumel-Kälberkropf (*Chaerophyllum temulentum*) und dem Kletten-Labkraut (*Galium aparine*).[4] Eine zentrale Überlebensstrategie ist die sommerliche Dormanz sowie die Speicherung von Wasser und Nährstoffen in den unterirdischen Zwiebeln, um Trockenperioden auf nährstoffarmen Böden zu überdauern.[3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

*Allium ampeloprasum* wird primär als Kulturpflanze (Lauch, Elefantenknoblauch) genutzt, tritt jedoch in gestörten Habitaten wie Straßenrändern gelegentlich als unkrautartiger Besiedler auf.[2][4] In Regionen wie Australien und Neuseeland wird die Art als Umweltunkraut mit geringem ökologischen Einfluss klassifiziert, gilt jedoch global meist nicht als invasiv.[4][3] Als Nützling fördert die Pflanze die Biodiversität, indem sie Bestäuber anzieht und als Begleitpflanze Schädlinge von Kulturen wie Rosen fernhält. Medizinisch relevant sind antioxidative und antimikrobielle Wirkstoffe, die in patentierten Verfahren für dermatologische Packungen oder zur Hämorrhoidenbehandlung extrahiert werden.[2] Gesundheitlich ist zu beachten, dass die Art Typ-I-Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen kann und bei übermäßigem Verzehr gastrointestinale Reizungen durch Schwefelverbindungen verursacht.[4] Im Anbau drohen Schäden durch Pilzkrankheiten wie Falschen Mehltau oder Lauchrost sowie durch Schädlinge wie die Zwiebelfliege. Staunässe begünstigt Wurzelfäule, weshalb bauliche Maßnahmen zur Drainageverbesserung, wie Hochbeete, essenziell sind. Präventive Hygienemaßnahmen im integrierten Pflanzenschutz umfassen weite Fruchtfolgen von drei bis sieben Jahren, um bodenbürtige Pathogene zu reduzieren. Physische Barrieren wie Reihenabdeckungen verhindern effektiv den Zuflug von Schädlingen. Zur Sicherung gesunden Pflanzguts werden biotechnologische Methoden wie In-vitro-Gewebekulturen zur Virusfreimachung eingesetzt.[2] Rechtliche Aspekte betreffen den Schutz wilder Populationen, die etwa im Vereinigten Königreich auf der Roten Liste stehen oder in Virginia durch lokale Verordnungen geschützt sind.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Art *Allium ampeloprasum* bildet die genetische Basis für wirtschaftlich bedeutende Kulturpflanzen wie den Porree (*A. ampeloprasum* var. *porrum*), Perlzwiebeln und den Elefantenknoblauch. In kommerziellen Hauptanbaugebieten wie Belgien, dem Vereinigten Königreich und den USA werden in der Lauchproduktion unter optimalen Bedingungen Erträge von 15 bis 40 Tonnen pro Hektar erzielt. Die Wirtschaftlichkeit des Anbaus wird jedoch durch Schädlinge wie die Zwiebelfliege sowie Pilzinfektionen wie den Falschen Mehltau bedroht. Zur Vermeidung von Ernteverlusten sind in feuchten Perioden regelmäßige Fungizideinsätze im Abstand von 7 bis 14 Tagen sowie strikte Fruchtfolgen notwendig. Die Lagerfähigkeit von bis zu acht Monaten bei Elefantenknoblauch erhöht den ökonomischen Wert zusätzlich durch verlängerte Vermarktungszeiträume. Zur Sicherung der Erträge werden zytoplasmatisch männlich sterile Linien für die Hybridzucht entwickelt, um die kontrollierte Bestäubung zu erleichtern. Zudem ermöglichen patentierte Verfahren der Gewebekultur die Massenproduktion von virusfreiem Pflanzgut für die Lebensmittelindustrie. Jenseits des Agrarsektors findet die Art industrielle Verwertung in der Kosmetik für Hautpflegeprodukte sowie in der Pharmazie zur Herstellung entzündungshemmender Gele. Obwohl die Art weltweit verwildert vorkommt, wird sie in der Regel als ökologisch wenig problematisches Unkraut eingestuft und verursacht keine signifikanten Schäden in natürlichen Ökosystemen.[2]

Biologie & Lebenszyklus

*Allium ampeloprasum* ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die als Geophyt mittels unterirdischer Zwiebeln überdauert und Wuchshöhen von 30 bis 180 cm erreicht.[2][3] Der Lebenszyklus ist stark an saisonale Rhythmen angepasst: Die Blätter treiben häufig bereits im Herbst oder Winter aus, gefolgt von einer intensiven vegetativen Wachstumsphase im Frühling und einer sommerlichen Ruhephase (Dormanz) während heißer Trockenperioden. Für die Induktion der Blütenbildung sowie die vollständige Zwiebelentwicklung ist physiologisch eine Vernalisation erforderlich, die Temperaturen unter 10 °C über mehrere Wochen voraussetzt.[3] Die Fortpflanzung erfolgt in Wildpopulationen und im Anbau dominierend vegetativ durch die Bildung von 3 bis 4 Tochterzwiebeln (Offsets) an der Basis sowie durch Brutzwiebeln (Bulbillen) im Blütenstand.[3][4] Die sexuelle Reproduktion findet während der Blütezeit vom späten Frühling bis zum Sommer statt, wobei die nektarreichen Dolden primär von Insekten wie Bienen und Schmetterlingen bestäubt werden.[4] Obwohl die Art selbstkompatibel ist, wird Fremdbestäubung bevorzugt; in der modernen Züchtung kommen zudem zytoplasmatisch männlich sterile Linien zum Einsatz, um kontrollierte Kreuzungen zu erleichtern.[3][2] Nach erfolgreicher Befruchtung entstehen schwarze Samen, die durch Wind oder Schwerkraft verbreitet werden und unter geeigneten Bedingungen 1 bis 2 Jahre keimfähig bleiben.[3] Kultivierte Formen wie der Lauch (*A. ampeloprasum* var. *porrum*) weisen oft eine zweijährige Entwicklungstendenz auf, bei der im ersten Jahr das Blattwachstum und im zweiten Jahr das Schossen des Blütenstängels erfolgt. Die Blattrosette besteht aus 6 bis 9 flachen, linearen Blättern, die typischerweise von den Spitzen her verwelken, sobald die Anthese eintritt. Physiologisch schützt sich die Pflanze durch schwefelhaltige Verbindungen wie Allicin, die bei Gewebeverletzung freigesetzt werden und als chemische Abwehr gegen Herbivoren wirken.[3] *Allium ampeloprasum* ist ein Starkzehrer und benötigt nährstoffreiche, gut durchlässige Böden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,5, toleriert jedoch auch alkalische Bedingungen bis pH 8,3. Zu den natürlichen Mortalitätsfaktoren zählen Pilzkrankheiten wie Falscher Mehltau und Wurzelfäule sowie Schädlinge wie Zwiebelfliegen, wobei virale Belastungen in der vegetativen Vermehrung durch In-vitro-Kulturtechniken minimiert werden können.[2] In natürlichen Habitaten vergesellschaftet sich die Art häufig mit Ruderalpflanzen wie dem Glatthafer (*Arrhenatherum elatius*) oder dem Hecken-Kälberkropf (*Chaerophyllum temulentum*).[3]

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Allium ampeloprasum* erstreckt sich über den gesamten Mittelmeerraum, von Makaronesien über Südeuropa und Nordafrika bis nach Südwest- und Zentralasien.[1][4] Zu den nativen Vorkommen zählen Regionen von Portugal und Marokko bis hin zur Türkei, dem Iran und Usbekistan.[1][3] Die Art besiedelt primär felsige und sandige Küstenlandschaften, dringt jedoch auch ins Landesinnere in Felssteppen und Gebüschformationen vor.[1][2] Infolge europäischer Kolonialisierung und landwirtschaftlicher Nutzung wurde die Pflanze ab dem 17. und 18. Jahrhundert nach Nordamerika, Australien und Neuseeland eingeschleppt.[2][4] Heute finden sich weltweit verwilderte Populationen, die sich bevorzugt an gestörten Standorten wie Straßenrändern, alten Siedlungsplätzen und Küstendünen etablieren.[1][2] In Mitteleuropa und speziell im deutschsprachigen Raum sowie Großbritannien tritt die Art oft als Kulturflüchtling oder Archäophyt in menschenbeeinflussten Habitaten auf.[5][3] In Großbritannien konzentrieren sich seltene Wildvorkommen beispielsweise auf die Felsklippen in Südwestengland und Wales.[3] *Allium ampeloprasum* bevorzugt vollsonnige Standorte mit gut durchlässigen, sandigen bis lehmigen Böden und toleriert pH-Werte zwischen 5,2 und 8,3.[1][4] Typische Begleitpflanzen in diesen offenen, oft anthropogen geprägten Lebensräumen sind unter anderem Glatthafer (*Arrhenatherum elatius*) und Kletten-Labkraut (*Galium aparine*).[2] Die vertikale Verbreitung reicht überwiegend von Meereshöhe bis etwa 100 Meter, wobei Binnenlandpopulationen Höhenlagen bis zu 850 Meter erreichen können.[2][4] Historisch ist die Art eng mit dem Weinbau assoziiert und wächst häufig an Feldrändern oder in Heckenbanken alter Kulturlandschaften, was sich auch im Art-Epitheton widerspiegelt.[3]

Saisonalität & Aktivität

Als ausdauernde oder zweijährige Pflanze folgt *Allium ampeloprasum* einem Lebenszyklus, der stark von saisonalen Temperaturverläufen und Feuchtigkeit geprägt ist.[2][4] In natürlichen Habitaten, insbesondere im mediterranen Raum, treiben die Blätter typischerweise im Herbst oder Winter aus und wachsen aktiv während des Frühlings.[4] Die Blütezeit variiert geographisch und findet in mediterranen Klimazonen meist zwischen Mai und Juli statt, während sie sich in gemäßigten Regionen eher auf Juni bis Juli konzentriert.[3] Nach der Samenreife tritt die Pflanze in heißen, trockenen Sommermonaten in eine Ruhephase (Dormanz) ein, wobei die oberirdischen Teile absterben.[4] Die Überwinterung erfolgt als unterirdische Zwiebel, die als Speicherorgan dient und den Neuaustrieb in der folgenden Saison ermöglicht. Für die Zwiebelentwicklung und das anschließende Wachstum ist eine Vernalisation erforderlich, bei der die Temperaturen für mehrere Wochen unter 10 °C fallen müssen.[2] Kultivierte Formen wie Lauch (*A. ampeloprasum* var. *porrum*) zeigen oft eine zweijährige Tendenz, bei der im ersten Jahr das vegetative Wachstum dominiert, bevor im zweiten Jahr das Schossen erfolgt. Die Bestäubung der Dolden wird während der Blütezeit durch Insekten wie Bienen und Schmetterlinge gewährleistet.[2] Das öffentliche Interesse an der Pflanze korreliert mit diesen biologischen Phasen und zeigt Spitzenwerte im Juli während der Hauptblüte sowie im Oktober zur klassischen Pflanzzeit.[2][3]

Ricerca scientifica e brevetti

KR-102191929-B1 Chemical Concesso

Zusammensetzung für eine Hautpflegepackung unter Verwendung von Elefantenknoblauch und Verfahren zu deren Herstellung

NO Eun Soo (2020)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Die Erfindung betrifft eine Gesichtsmaske (Packung), die Elefantenknoblauch (Allium ampeloprasum) als Hauptwirkstoff nutzt, kombiniert mit Honig, Kiefernnadeln und anderen Kräutern. Ziel ist die Entfernung von Hautunreinheiten, Aufhellung der Haut und Porenverkleinerung. Das Besondere an der Formulierung ist, dass der typische starke Knoblauchgeruch minimiert wird und Hautreizungen vermieden werden. Dies macht die medizinischen Eigenschaften des Elefantenknoblauchs für die Kosmetik nutzbar.

RO-133548-A0 Chemical Sconosciuto

Verfahren zur Herstellung eines Gels auf Basis natürlicher Extrakte zur Verwendung in der Hämorrhoidalleiden-Therapie

Hofigal Export Imp S A, University DE Medicina SI Farmacie Carol Davila (2018)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Das Patent beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines therapeutischen Gels, das Extrakte aus Allium ampeloprasum (Ackerlauch), Vitis vinifera und Aesculus hippocastanum kombiniert. Die Kernidee ist die Nutzung der entzündungshemmenden Wirkstoffe dieser Pflanzen zur Behandlung von Hämorrhoiden. Das Verfahren spezifiziert die Extraktion wässriger Lösungen mit definiertem Polyphenol- und Flavonosidgehalt. Die Kombination wird in eine Carbogel-Basis eingearbeitet, was eine gute Streichfähigkeit und einen optimalen pH-Wert gewährleistet.

KR-20170094607-A Biological Sconosciuto

Verfahren zur In-vitro-Vermehrung von Elefantenknoblauchzwiebeln und Kultivierung von Elefantenknoblauch

The Director OF Chungcheongbuk-Do Agricultutal Research And Extension Services (2016)

Rilevanza: 9/10

Riepilogo

Diese Erfindung stellt eine Methode zur Massenproduktion von Elefantenknoblauch (Allium ampeloprasum) durch Gewebekultur vor. Es werden spezifische Nährmedienzusammensetzungen für die In-vitro-Vermehrung der Zwiebeln definiert. Zudem umfasst das Patent optimierte Anbaubedingungen wie Pflanzabstände und Erntezeiten für die akklimatisierten Pflanzen. Dies ermöglicht die Produktion von qualitativ hochwertigem, virusfreiem Pflanzgut für die Lebensmittelindustrie.

US-2013202775-A1 Biological Sconosciuto

Lauchsorte NUN 08412

Van Doormalen Toon (2012)

Rilevanza: 6/10

Riepilogo

Dieses Patent schützt eine spezifische neue Zuchtsorte von Allium ampeloprasum var. porrum, bezeichnet als NUN 08412. Es werden Samen und Pflanzen dieser Sorte sowie deren physiologische und morphologische Merkmale beschrieben. Die Relevanz liegt in der Bereitstellung von definiertem genetischen Material für den landwirtschaftlichen Anbau. Es handelt sich um eine klassische Sortenschutzanmeldung.

US-8987558-B2 Biological Concesso

Zytoplasmatisch männlich sterile Lauchpflanzen, Verfahren zu deren Herstellung und Verwendung sowie eine zytoplasmatisch männlich sterile Knoblauchpflanze

Van Cappellen Witte, Adriaanse Marcel, Langedijk Eduard Alphonsus, Bongers Henricus Chretien Marie Louise, Schrijver Albertus Johannes Maria (2009)

Rilevanza: 8/10

Riepilogo

Das Patent beschreibt die Züchtung von Lauchpflanzen (Allium ampeloprasum), die eine zytoplasmatisch kodierte männliche Sterilität (CMS) aufweisen. Diese Eigenschaft wurde ursprünglich von einer spezifischen Knoblauchpflanze (Allium sativum) übertragen. Die Innovation ist entscheidend für die Hybridzüchtung, da sie die kontrollierte Bestäubung erleichtert. Es werden Methoden zur Herstellung dieser Pflanzen und deren Nutzung in der Zucht beschrieben.

Fonti e riferimenti

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:332079-2
  2. https://patents.google.com/patent/RO133548A0/en
  3. https://www.missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?taxonid=358438
  4. https://temperate.theferns.info/plant/Allium+ampeloprasum
  5. https://www.fossilplants.co.uk/blog/wp-content/uploads/2020/10/Wild-Leek-Project-Document-data-removed.pdf
  6. Literaturzusammenfassung: Allium ampeloprasum